Elektrisch betriebene Zweiräder können in der Frankfurter Innenstadt unentgeltlich mit Solarstrom aufgetankt werden. Im März 2009 hat das Umweltforum Rhein-Main mit der Frankfurter Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) und Mitgliedern und Unterstützern des Vereins die erste Solar-Tankstelle in Frankfurt in Betrieb genommen.
Mit seiner Anlage präsentiert sich das Unternehmen Ralos als Schrittmacher in der Entwicklung innovativer Photovoltaik-Anwendungen. Insgesamt 18 Solarmodule auf dem Dach beliefern die Elektro-Zapfsäulen an der Verkehrsinsel an der Hauptwache. Nach einem Bericht der „Frankfurter Rundschau“ kann die Anlage an sonnigen Sommertagen bis zu 21 Kilowattstunden Leistung erbringen. Mit dieser Leistung könnte man mit einem kleinen elektrobetriebenen Zweirad („E-Scooter“) über 700 Kilometer weit fahren.
Wie hoch die aktuelle Stromproduktion ist, kann über eine Anzeigetafel erfahren werden, bis zu 3 Kilowatt pro Stunde sind möglich. Überschüssiger Strom wird ins Netz der Mainova eingespeist, die sich auch an den Kosten von rund 65.000 Euro beteiligt hat. Die Solar-Tankstelle soll nach dem Willen der Sponsoren auch zu einem Kommunikationsort über neue Formen individueller Mobilität in der Großstadt werden – von den E-Scootern und Velo-Taxis über Fahrräder mit Elektrohilfsmotor bis zu Segways.
Rottmann hofft auf einen Ausbau des Solar-Tankstellennetzes. „Solar-Tankstellen wären eine tolle Sache für Firmen, die ihren Beschäftigten mehr als nur Auto- oder Fahrradstellplätze anbieten wollen oder für Supermärkte, die ihren Kunden während des Einkaufs den Tank füllen“, sagte sie laut Mitteilung. Mainova-Vorstand Constantin Alsheimer sieht in elektrisch betriebenen Fahrzeugen einen Ansatz, wie individuelle Mobilität und Klimaschutz kombiniert werden können.
Die ralos® Solarakademie wird diese Impulse weiterverfolgen und zukünftig aktiv vorantreiben.