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Erhard Renz

Solarstromertrag April 2011

Dienstag, den 3. Mai 2011 von Erhard Renz

Bei den Solarstromerträgen kommen mir glatt Erinnerungen an das Jahr 2003. :-)

Insgesamt 565 Kilowattstunden Strom hat meine (4,32 kWp) Photovoltaikanlage im April 2011 erbracht. Auf das installierte kWp umgerechnet bedeutet dies 131 Kilowattstunden und damit das zweitbeste Ergebnis seit Inbetriebnahme in 2001! Nur der Super April in 2007, damals kann die Sonne eigentlich garnicht unter gegangen sein, war mit sagenhaften 168 Kilowattstunden besser. Aber das Jahr 2011 läuft bisher bestens. In den ersten vier Monaten insgesamt 312 kWh je installiertem kWp ist das bisher zweitbeste Ergebnis, nur in 2003 brachten die ersten vier Monate mit 342 kWh einen höheren Ertrag.

Auch wenn ich den Vergleich mit den Solaranlagen beim Solar Förder Verein anschaue habe ich mit meiner Anlage ein super Ergebnis eingefahren. Der Bundesweite Ertrag liegt für die ersten vier Monate bei knapp 300 kWh damit liegt meine Anlage gut 4% über dem Bundesdurchschnitt. Aber wer den Blog hier öfter liest kennt ja den Vorteil meiner PV Anlage. Sie ist ziemlich steil (40 Grad Neigung) und damit habe ich im Winter immer super Ergebnisse. Im Sommer relativiert sich dieses zwar aber die Erträge bewegen sich ja immer noch viel höher wie die Ertragsprognosen vor zehn Jahren vorhersagten.

Erhard Renz

Strom wird teurer!

Mittwoch, den 27. April 2011 von Erhard Renz

Momentan kann fast in jeder Zeitung gelesen werden, daß der Strom teurer wird wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Ausgerechnet diejenigen die in den letzten Jahren für den Anstieg des Strompreises verantwortlich waren warnen vor steigenden Strompreisen. Was ist eine Warnung eigentlich Wert die jedem sowieso bewußt ist wenn er sich die Vergangenheit anschaut? Ich habe mal die Entwicklung der Preise des Haushaltsstroms aufgezeigt:

Haushaltsstrompreisentwicklung 2000-2009

Natürlich zeige ich auch gerne die Entwicklung des Ölpreises der sich mit zeitlicher Verzögerung auch auf die Gas und Kohlepreise auswirkt:
Ölpreisentwicklung von 2002 bis April 2011

Was man aus beiden Grafiken erkennen kann ist “Energie wird teurer”! Auch im letzten Jahrzehnt stiegen Energiepreise trotz der Atomkraftwerke. Es ist deshalb Panikmache wenn jetzt erzählt wird wir müssten mit steigenden Strompreisen rechnen, nur weil ein paar Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Preise entstehen nicht anhand der Kosten sondern sie werden am Markt ausprobiert und wenn genügend Kunden bereit sind überteuert zu kaufen wird der Preis hoch bleiben. Übrigens haben alle unsere Stromversorger Verschmutzungsrechte “kostenlos” von unserem Staat geschenkt bekommen. Dies hinderte sie aber nicht die “geschenkten” Rechte an uns Stromkunden zu berechnen. Wir bezahlen also für unsere verschenkten Rechte direkt an die Aktionäre von EnBW, EON, RWE und Vattenfall.

Was billiger wird ist Solarstrom. Nachweislich haben sich die Solaranlagen in den letzten Jahren enorm verbilligt.

Kostenentwicklung Photovoltaik

Selbst die Bundesregierung geht in ihren Szenarien mit weiter sinkenden Gestehungskosten von Photovoltaikanlagen aus. Die einen Solarstrompreis von ca. 12 Cent je kWh erwarten läßt! Welcher Dachbesitzer wird dann noch auf selbst erzeugten Solarstrom verzichten? Keiner!

Photovoltaik Preisentwicklung

Wir werden auch bald die ersten Photovoltaikanlagen haben die nach 20 Jahren keinen Anspruch auf EEG Vergütung haben. Diese Solarkraftwerke (oder auch Windräder) werden am freien Markt ihren Ökostrom verkaufen. Dies wird sich kostensenkend auf den Strompreis auswirken. Also nur keine Panik. Atomkraftwerke abschalten und Photovoltaikanlagen auf die Dächer bauen.

Erhard Renz

Solarstrom ist zu teuer!

Mittwoch, den 26. Januar 2011 von Erhard Renz

Armes Deutschland, wenn wir uns solche Sachverständigen leisten können. Kein Wunder wenn unsere Politiker nicht zu den richtigen Entscheidungen kommen.

Ralos hat in den Jahren 2004-2005 die weltgrößte Photovoltaikanlage mit 5 MW Leistung gebaut. Die 5 MW Anlage wurde von der Fa. Tauber Solar zum Preis von 4.600 Euro je kWp vermarktet. Heute lese ich, daß in Frankreich auf insgesammt 188 Dächern von der Fa. Tenesol (im Besitz von EDF und TOTAL) Photovoltaik mit einer Leistung von 7 MW installiert wird. Das Auftragsvolumen beträgt 34 Millionen Euro. ::o:

Nach meiner Berechnung sind das je installiertem kWp 4.850 Euro.

Das heißt in Frankreich werden heute Photovoltaikanlagen zum Deutschen-Photovoltaik Preis von 2005 installiert. Wenn sich dann Herr Olaf Hohmayer hinstellt und von der teuren Photovoltaik spricht weiß ich auch nicht wo er sein Sachverständnis erworben hat.
Dieses Beispiel zeigt auch auf wie die Situation in Europa ist. Photovoltaik wird in Deutschland zum günstigsten Preis auf die Dächer gebracht. In allen anderen Ländern kostet das installierte kWp mehr als in Deutschland. Nur wenn der Ertrag weitaus höher ist wie in Deutschland kann die Kilowattstunde Solarstrom günstiger erzeugt werden wie in Deutschland.

Ich möchte aber eine weitere Grafik ins Spiel bringen die auf den ersten Blick nichts mit Photovoltaik zu tun hat.
Heizung und Installation
Via: Heizung und Heizungsbau

Hier sieht man anschaulich was es bedeutet dezentral Energie zu nutzen. 50.000 Heizungsbetriebe mit 271.000 Mitarbeitern und 35.000 Auszubildenden.

Ich sehe aber auch es gibt in Deutschland 19 Millionen Heizungen!

Wir haben aber “nur” 700.000 Photovoltaikanlagen derzeit auf den Deutschen Dächern. Wo eine Heizung steht kann auch eine Photovoltaikanlage aufs Dach gebaut werden. Wenn dies geschieht dann haben alle Vorteile von dieser Technik. In eins – zwei Jahren wird es für den Kunden günstiger sein sich selbst mit Photovoltaik den Strom zu produzieren wie ihn aus der Steckdose zu kaufen. Spätestens dann werden die ca. 18 Millionen Dachbesitzer ohne Photovoltaik sich Gedanken machen und wenn jährlich eine Million Dachbesitzer bei Photovoltaikfirmen anrufen dann ist das o.k. so.

Der Brüller den sich H. Hohmayer aber leistet ist die Aussage bis 2050 würde die Photovoltaik nur eine “winzige Rolle” spielen. Er läßt der Photovoltaik noch nicht einmal 1% an der Stromproduktion. Da sag ich nur, liebe Politik bevor ihr euch mit solchen Laienschauspielern umgebt, bewerbe ich mich als Sachverständiger für Photovoltaik zum halben Lohn (Kaffee und Kekse inclusive) wie H. Hohmayer.

Erhard Renz

Die Milch vom “Bauer Karl”

Freitag, den 26. November 2010 von Erhard Renz

Wenn ich täglich aus meinem Heimatort Bürstadt nach Michelstadt im Odenwald fahre sehe ich immer wieder Kühe in der Landschaft stehen. Ob idyllisch am Berghang stehend, kauend am Elektrozaun, dösend und verdauend im Gras liegend oder beim “Almabtrieb” vor meinem Smart wenns am Winteranfang nach Hause geht.

Es gibt auch Schilder auf denen die Landwirte 40 Cent je Liter Milch fordern und es gibt die Molkerei Hüttenthal die mich an das spezifische Odenwälder Produkt Milch von “glücklichen Kühen” erinnern.

Wir haben noch Mitarbeiter die direkt bei “Ihrem” Odenwälder Bauern die frische Milch kaufen. Dann bezahlen sie 1,20 Euro. Die Mitarbeiter finden dies einen fairen Preis. Es gibt auch kein Werbeschild am landwirtschaftlichen Gebäude oder ein Flyer vom “Bauer Karl” und es gibt keine Werbeanzeige in den Zeitungen der Umgebung. Er hat auch kein Logo! Jeder weiß “Bauer Karl” verkauft Milch. Es gibt noch nicht mal eine elektronische Kasse nein es gibt eine “Zigarrenkiste” in die wird der Euro zwanzig reingelegt. Mit Scheckkarte kann auch nicht gezahlt werden! Geschäftsbedingungen hat “Bauer Karl” keine und Skonto gibts nicht, höchstens mal ein paar kostenlose Äpfel (Bewohner können aber inclusive sein) aber “Anschreiben” ist erlaubt. Die Öffnungszeiten vom “Bauer Karl” kann man auch nicht im Internet nachfragen. Aber die Melkzeiten kennen alle im Ort und wer besonders frische Milch haben will kommt um diese Uhrzeit vorbei. Beim “Bauer Karl” kann man aber auch später noch vorbeikommen es gibt keinen Ladenschluß. Dann muß man ihn allerdings finden, denn er wartet nicht auf die Milchkäufer. Er hat ja noch anderes zu tun. Es gibt auch keine Einwegverpackung sondern jeder bringt sein “Milchkännchen” mit das frisch gespült verwendet wird.

Klar es gibt auch Milch sauber abgepackt im platzsparenden, quadratischen Tetra Pack beim Lebensmittelhändler im Odenwald. Auf der Verpackung steht auch genauestens drauf was im Tetrapack drin ist. Auf der Verpackung ist auch ein hübscheres Bild vom Bauernhof wie das Gebäude beim “Bauer Karl” und die Kühe sehen auch schicker auf der Verpackung aus. Nicht einfach Milch wird verkauft nein es stehen die Inhaltsstoffe drauf in Mengenangaben die mir als Laie nix sagen. Diese Milch wird für ca. 1 Euro verkauft.

Die großen Handelsunternehmen die als Hauptabnehmer von Milch bundesweit auftreten kaufen Milch zum Großhandelspreis von ca. 30 Cent ein. Sonst würden die großen Abnehmer woanders die Milch einkaufen. Wo weiß ich leider nicht. Vielleicht in den Osteuropäischen Länder oder in Afrika was weiß ich. Jedenfalls sind die dortigen Landwirte oder besser gesagt Großlandwirte bereit die Milch günstiger abzugeben.

Sind meine Kollegen eigentlich blöd wenn die 1,20 Euro bei ihrem “Bauer Karl” Milch kaufen wenn sie doch einen Liter Milch für 30 Cent bekommen könnten. Die Milch ist doch die gleiche! Oder doch nicht? Wenn sie die Milch nicht kaufen für 1,20 Euro muß “Bauer Karl” die Milch für 30 Cent an die “Großen” verkaufen und meine Kollegen kaufen für 1 Euro die Milch schön verpackt mit tollen Bildern auf der Milchpackung im Laden ein. Klar die Kollegen hätten 20 Cent gespart aber Bauer Karl hätte 90 Cent weniger in der Tasche. Irgendeiner hätte natürlich die 50 Cent eingesteckt. Aber der managt ja auch alles. Das abholen der Milch, das kühlen der Milch, das Verpacken der Milch, die Werbung für die Milch, die Verteilung der Milch und das ordentliche verkaufen der Milch. Ein wahnsinns Aufwand um die Milch an den Mann/Frau zu bringen.

Wenn die Werbung jetzt behauptet die Milch im Einkaufszentrum ist billiger wie beim “Bauer Karl” ist das dann gelogen?

Vielleicht muß ich mal erwähnen, daß ich heute noch keine Milch getrunken habe. Nur Tee und Kaffee aber irgendwie habe ich das Gefühl da war was besonderes drin! Durch die Zeitungsberichte, Vorträge und Diskussionen der letzten Tage bin ich leicht “emotionalisiert”!

Irgenwie erinnert mich das mit der Milch an den Solarstrom. Da werden auch die tollsten “Preise” mit “Kosten”, “Subventionen”, “Förderungen”, ”Internen Kosten” mit “externen Kosten”, “Folgekosten” verglichen, berechnet, prognostiziert und begutachtet. Dabei ist es doch nur Strom? Viel Spaß beim Diskutieren. :-)

Erhard Renz

Photovoltaik ist Geldvernichtung

Donnerstag, den 25. November 2010 von Erhard Renz

Mich hatte zwar Claus vorgewarnt aber, dass es so dicke kommt hätte ich mir nicht träumen lassen. Vor zwei Wochen hatte ich ja am Gymnasium Michelstadt einen Vortrag gehalten. Gestern war ein zweiter Vortrag von Prof. Dr. Specht mit dem Thema “Effiziente Klimapolitik – Ökologisch handeln mit Instrumenten der Ökonomie“. Ich hatte schon die Befürchtung, daß die Ökonomie mal wieder vorgeschoben wird um gegen Photovoltaik zu polemisieren aber alle Erwartungen wurden übertroffen.

Im einzelnen will ich nicht auf die Argumente von Prof. Dr. Specht eingehen aber sein Fazit “Photovoltaik ist Geldvernichtung” kann ich so nicht stehen lassen.

Wir haben in Deutschland eine Zustimmung von über 90% der Bevölkerung für die Solarenergie. Die Politik hat auf diesen Wunsch der Bewohner reagiert und ein Gesetz (EEG) erlassen nachdem eine Rendite von 7% erzielt werden kann. Photovoltaik ist die demokratischste Energieerzeugung in Deutschland. Es gibt keine andere Energieerzeugung die von mehr Bürgern auf ihrem Eigentum (Grundstück) erfolgen kann wie die Photovoltaik. In Deutschland gibt es bereits 697.291 Photovoltaikanlagen.

Für Deutschland muß man feststellen wir haben kaum Ölquellen, kaum Gasvorkommen, wenig Steinkohle (sehr teuer), kein Uran und nur die Braunkohle kann auch in Deutschland kostengünstig aber Klimaschädlich gefördert werden. Alle diese Energie-Rohstoffe muß für viel Geld aus anderen Ländern importiert werden.

Was wir in Deutschland kostenlos und nachhaltig haben sind die Erneuerbaren Energien. Wind und Sonne werden kostenlos von der Natur überall vor Ort angeliefert. Wasserkraft und Geothermie können, wenn regional vorhanden, kostenlos genutzt werden. Nur die Biomasse muß angebaut und zum Kraftwerk gebracht werden.

Bei der Photovoltaik sind die Solarzellen aus Silizium derzeit noch die Kostentreiber. Allerdings findet sich der Rohstoff für die Solarzellen auch in Deutschland. Quarzsand kommt in Massen auch in Deutschland vor.

Um aus Quarzsand (und anderen Rohstoffen) ein Modul herzustellen benötigt man Fabriken/Maschinen deren Deutsche Hersteller weltweit führend sind.

Aber auch mit einigen Millionen Arbeitslosen haben wir genügend kluge Köpfe die aus Quarzsand, Energie, Maschinen und Ingenieurswissen Solarmodule machen können. Die Aufgabe heißt also wir müssen Kraftwerke bauen die anschließend kostenlos von der Natur beliefert werden. Wenn wir Deutsche Rohstoffe nehmen, in deutschen Fabriken, mit deutschen Maschinen und erneuerbarer Energie Solarmodule fertigen und diese auf deutschen Dächern installieren dann ist Photovoltaik volkswirtschaftlich gesehen für alle ein Gewinn. Ausser den Stromkonzernen denen wir mit jeder Photovoltaikanlage ein Stückchen ihres Umsatzes wegnehmen.

Es ist ein Kreislauf der uns den Import von teurer Energie erspart. Natürlich gibt es eine Umverteilung der Geldströme. Die Energie die nicht mehr importiert werden muß, reduziert die Gewinne der Energieexporteure. Rußland verkauft weniger Gas, Saudi Arabien weniger Öl und Australien weniger Steinkohle. Diejenigen die den Handel und die Stromerzeugung aus diesen Energien gemanagt und erzeugt haben verdienen auch weniger. Zu 80% sind das in Deutschland EnBW, EON, RWE und Vattenfall.

Dafür machen die Firmen (z.B. Wacker aus Burgshausen) die aus Quarzsand Silizium herstellen Umsätze und natürlich auch Gewinne.
Die Zellhersteller (z.B. Q-Cells,Thalheim) die aus Silizium Wafer oder sogar Solarzellen herstellen machen Umsatz und hoffentlich auch Gewinn.
Die Modulhersteller (z.B. Solon, Berlin) machen Umsatz und hoffentlich Gewinn.
Die Systemlieferanten (z.B. Ralos, Michelstadt) machen Umsatz und hoffentlich Gewinn.
Die Solaranlagenbetreiber (z.B. ich) machen Umsatz und hoffentlich Gewinn.
Allen gemein ist sie zahlen in Deutschland Steuern und kaufen in Deutschland ihre Produkte fürs tägliche Leben.
Dazu sagt man regionale Wertschöpfung.

Der Import von Energie wird durch die Arbeit der Mitarbeiter und der Sonne ersetzt. Die Photovoltaikbranche macht aus Sand Energie. Die Höhe der Vergütung spielt keine Rolle dieses Geld wird “nur” innerhalb Deutschlands umverteilt. Weg von den Konzernen und ausländischen Rohstoffbesitzer zu den Mitarbeiter, Firmen und Betreibern von Solarstromanlagen. Das Geld wird also nicht vernichtet sondern sinnvoll in Solartechnik investiert die in Zusammenspiel mit der Sonne Strom generiert.

Wir können unser Geld in Deutschland kreisen lassen. Klar ist es gibt Kunden die kaufen lieber die Hardware aus dem Ausland, das ist aber nicht das Ziel des Gesetzes und es ist natürlich jedem überlassen wo er einkauft. Wer dies verurteilt sollte nicht die Photovoltaik allgemein verunglimpfen sondern spezifizieren!

Das ist zwar sicherlich “blumig” von mir umschrieben und auch ohne Quellenangaben von mir nur so hingeschrieben. Aber dafür bin auch der Sonnenflüsterer und weder Prof. noch Dr. ich mache es halt.

Ansonsten möchte ich zum Vortrag nur anmerken, es ist ein Unterschied im “Sandkasten” irgendwelche Aussagen zu machen oder ob man die Untersuchungen auch umsetzt. Es ist ein unterschied ob man betriebswirtschaftliche Renditen, technische Effizienzen oder Volkswirtschaftliche Effekte betrachtet. Es ist ein Unterschied ob man Philosophiert oder ob man den Konsens von vielen Menschen suchen muß. Ich hatte gestern das Gefühl da wird viel zusammengeschmissen was nicht zusammengehört und was nicht zusammenpasst. Aber wie gesagt eine Quellenangabe dazu hab ich nicht ausser mein Bauchgefühl. :-)

Auch wenn es unwissenschaftlich ist der Verweis auf Wikipedia und den Erntefaktor. Bei manchen Angaben gibt es sogar Quellenangaben. Zur Erinnerung ich hatte behauptet Windenergie hat eine energetische Amortisationszeit von 3 bis 6 Monaten und Photovoltaikanlagen von ca. 3 bis 4 Jahren. Jetzt kann auch jeder nachvollziehen woher ich mein Wissen habe.

Erhard Renz

Neuer Einspeiserekord der Photovoltaik

Montag, den 13. September 2010 von Erhard Renz

Erstmals am 6.9.2010 übertraf die Photovoltaik in Deutschland die 8 GW Grenze bei der Stromproduktion. Mit diesem Rekordwert dürfte die diesjährige Solare Höchstsaison abgeschlossen sein. Der nächste Produktions-Rekord dürfte sich erst im Mai 2011 einstellen. Aber schauen wir uns den Rekordtag mal genauer an.

2010 09 06 Photovoltaik

So wie man die Ertragsdarstellung einer einzelnen Photovoltaikanlage bei einem tollen Sommertag gewohnt ist steigt die Solarstromleistung morgens steil an. Zur Mittagszeit erreicht die Einspeisung um 12/13 Uhr ihren Höhepunkt und fällt etwas langsamer ab bis um 20 Uhr nix mehr geht. Die Ertragssituation aller Deutschen Photovoltaikanlagen verhalten sich in Summe also genau wie eine einzelne Photovoltaikanlage. Damit sind die Solarstromerträge auch mit hoher Genauigkeit einen Tag vorher einzuplanen.

An dem Sonnenrekordtag war die Windenergie nicht so erfolgreich. Dies verwundert natürlich nicht sondern ist ebenso wie die Solarenergie dank der vielen Windmessgeräte auf den ca. 25.000 Windmühlen mit hoher Genauigkeit vorherzusagen.

2010 09 06 Windstrom

Anhand dieser beider Ertragsgrafiken die tagtäglich im Internet veröffentlicht werden kann man die unstete Stromproduktion aus Wind und Sonne gut erkennen. Zum Spitzenzeitpunkt der 8 GW Photovoltaikleistung kamen nochmals 4 GW von der Windenergie hinzu. Also 12 GW Wind und Sonnenstrom in der Spitze!

In der momentanen politischen Diskussion wird die Atom Laufzeitverlängerung dikutiert. Schauen wir uns doch mal die Atomstromproduktion an diesem Solarstrom Rekordtag an. Wieviel Strom haben die 17 Atomkraftwerke an diesem Tag produziert:
2010 09 06 Atomstrom

Es waren durchgängig ca. 16 GW die von den Atomkraftwerken produziert wurden. Entgegen den Beteuerungen der Kraftwerksbetreiber sind die Atomkraftwerke immer im gleichen Status gelaufen. Es wurden keine Anpassungen an die unsteten Leistungen aus Wind und Sonne vorgenommen. Diese Anpassungen werden mit Kohle und Gaskraftwerken vorgenommen.

Es ist leicht auszudenken was demnächst passiert. Konservativ berechnet werden wir zukünftig jährlich eine zusätzliche Photovoltaikleistung von ca. 5 GW ans Netz bringen. Auch die Windkraft wird ausgebaut werden. Wir werden dann immer öfter in den Spitzenzeiten konventionelle Kraftwerke runterfahren oder sogar abschalten müssen. Den Beweis, dass dies mit den alten Atomkraftwerken technisch sicher  geht steht aus und bin auch gar nicht scharf drauf dies zu erfahren.

Erhard Renz

CO2 Überlegungen

Montag, den 16. August 2010 von Erhard Renz

Die CO2 Bilanzierung hat mich nicht ruhen lassen und ich hab weitere Überlegungen dazu angestellt. Im ersten Blogbericht bin ich ja von einer durchschnittlichen CO2 Belastung von 600 bis 700 Gramm je Kilowattstunde ausgegangen. Das tolle an der Photovoltaikanlage ist aber wir produzieren den Strom dann wenn er auch gebraucht wird. In der Grafik wird der Stromverbrauch einer Woche in einer Kurve dargestellt. Nachts wird wenig verbraucht und tagsüber um ca. 12 Uhr nachmittags ist der höchste Stromverbrauch zu vermerken.

Lastgang und Anteil Photovoltaik

Je mehr Photovoltaik installiert wird umso weniger Spitzenlastkraftwerke müssen um die Mittagszeit zugeschaltet werden. Da wir derzeit zwischen 10 und 20 GWp Photovoltaik installiert haben fehlt an einem sonnigen Tag die bisherige Tagesspitze. Wir vermeiden also mit Photovoltaikanlagen den Strom der bisher durch Spitzenlastkraftwerke produziert wurde. Im jetzigen Energiemix sind dies Steinkohlekraftwerke und Gaskraftwerke.

Die etwas umweltfreundlicheren Gaskraftwerke setzen je kWh Strom ca. 430 Gramm CO2 in die Umwelt frei. Bei Steinkohlekraftwerke sind es allerdings schon 950 Gramm je kWh. Im Mix aus diesen beiden Kraftwerkstypen lägen wir wieder bei den bisher angenommenen 600 bis 700 Gramm je kWh.

Die Photovoltaik ersetzt also keine Grundlastkraftwerke die rund um die Uhr Strom produzieren. Dies sind Braunkohlekraftwerke mit 1.150 Gramm CO2 je kWh oder Atomkraftwerke die mit 20-50 Gramm CO2 die Umwelt belasten. Wobei ich bei Atom nicht auf die radioaktiven Abfälle eingehen will.

Was natürlich noch anzumerken ist die zeitliche Relevanz der Solarstromproduktion. Wir vermeiden also Gas- oder Steinkohlestrom beides Rohstoffe die Importiert werden. Aber nicht nur die eingesparten Rohstoffe und die Verarbeitung zu Strom wird eingespart sondern wir verringern auch noch den Strompreis für den an der Strombörse gehandelten Strommengen. Dieser Effekt nennt sich Merit Order aber dies im CO2 Artikel noch mit zu behandeln wäre zuviel des guten.

Jedenfalls gut zu Wissen, dass Photovoltaik viele Vorteile hat und immer noch die ehrlichste Energieerzeugung ist.

Erhard Renz

Photovoltaik im ZDF bei WISO

Dienstag, den 27. Juli 2010 von Erhard Renz

Die Photovoltaik wird immer Selbstverständlicher. Gestern Abend gab es im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) bei Wirtschaft und Soziales (WISO) einen Beitrag zur aktuellen Vergütungskürzung.

Den Beitrag finde ich sehr verständlich nur mit der Preisangabe hab ich so meine Problem. Bei einer 5 kW Anlage mit 13.300 Euro zu kalkulieren ist unrealistisch. Jedenfalls dann wenn man Qualitätsprodukte von einem Fachbetrieb haben will.

Schließlich haben wir eine grandiose Entwicklung schon hinter uns:

Kostenentwicklung Photovoltaik

Erhard Renz

Solarstrom „die ehrlichste Energieart“

Sonntag, den 30. Mai 2010 von Erhard Renz

Auf einen Artikel im Bergsträsser Anzeiger von einer CDU Veranstaltung mit Peter Stephan dem Energie Sprecher der hessischen Landesregierung mit der Überschrift “Solarstrom die teuerste Energieart” habe ich folgenden Leserbrief heute abgeschickt.

Solarstrom „die ehrlichste Energieart”

Leider findet sich im Artikel nichts aber auch gar nichts zu der polemischen Überschrift Solarstrom wäre die teuerste Energieart. Dies erleben die Protagonisten der Erneuerbaren Energien derzeit überall wo sie hinkommen. Wir wären teuer, die Preistreiber und denken nur an unseren eigenen Geldbeutel. Da ich bereits seit 9 Jahren eine Photovoltaikanlage betreibe erfreuen mich diese Beschimpfungen, denn früher war ich nur der bemitleidenswerte Ökospinner. Die nächste Stufe die es vorzubereiten gilt ist die, dass alle einsehen es geht kein Weg an den Erneuerbaren Energien vorbei. Wir werden uns zu 100% aus erneuerbaren Energien versorgen müssen. Dazu gehört auch, dass wir weniger Strom verbrauchen müssen. Da hilft es wenig wenn die Experten von gestern sagen „Es war schon immer so, dass mehr verbraucht wurde”. Die Grenze des Wachstums wird irgendwann erreicht sein. Deshalb muss jetzt der Umstieg auf Erneuerbare Energien mit aller Macht erfolgen. Der Wohlstand der Bundesrepublik wurde aufgebaut durch das Wissen der Menschen und den Rohstoffen die wir importiert und dank importierter Energie verarbeitet haben. Demnächst werden wir diese Energie im eigenen Lande erzeugen müssen weil es unbezahlbar wird diese Energierohstoffe einzukaufen. Um die Energie weltweit jeweils im eigenen Land zu produzieren braucht man aber Technik die Sonne, Wasser, Wind und Biomasse in Energie wandelt. Da sind wir Deutschen momentan auf vielen Feldern im Spitzenfeld und diese Position gilt es auszubauen. Dass beste weltweite Signal dafür wäre endlich unsere alten Atomkraftwerke abzuschalten. Dann wüsste die Welt die Deutschen können das und es wäre die beste Werbung für unsere deutschen Windräder, Wasserkraftanlagen und Solaranlagen.

Die Photovoltaik ist deshalb die ehrlichste Energieart weil sie alle Kosten im Preis direkt aufzeigt. Strom der auf dem eigenen Dach produziert wird muss nicht mehr transportiert werden. Solarzellen die auf dem eigenen Dach liegen beeinträchtigen nicht die Silhouette des Odenwalds. Photovoltaikstrom verursacht keinen Lärm. Photovoltaik produziert mehr Strom wie für die Herstellung notwendig war. Photovoltaikstrom belastet nicht die Atemluft für unsere Kinder. Photovoltaikstrom verändert nicht das Klima für uns und unsere Enkel. Photovoltaikstrom strahlt nicht und muss von unseren Ur-Ur-Ur-Enkel nicht bewacht werden. Photovoltaikstrom zeigt deshalb in seinem Preis in heutigen Betriebswirtschaftlichen Kalkulationen alle Kosten auf. Deshalb meinen die Peanutszähler Photovoltaikstrom wäre teuer. Dabei ist Photovoltaik nur ehrlich im Preis. Natürlich ist dies in unserer heutigen Gesellschaft fast schon unerwünscht. Denn diejenigen die momentan sich die Taschen mit Geld vollstopfen, vertuschen lieber und wälzen auf die Allgemeinheit und zukünftige stimmlose Generation ab. Ehrlich wäre deshalb nicht den 500.000 Photovoltaikanlagenbesitzer in Deutschland ein schlechtes Gewissen einzureden sondern den vier großen Energieversorgern und der Politik die so etwas unterstützt.

Jetzt bin ich mal gespannt ob der Leserbrief veröffentlicht wird!

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag April 2010

Dienstag, den 18. Mai 2010 von Erhard Renz

Der April 2010 geht als sehr guter Solarmonat in die Geschichte ein. Mit meiner 4.32 kWp Anlage konnte ich 539 Kilowattstunden (kWh) Strom produzieren. Dies ist ein sehr gutes Ergebnis. Ich komme damit zwar nicht an den Sensationellen April 2007 ran in dem ich 727 kWh produziert habe. Aber der 2007er April war ja die absolute Ausnahme! Sonnenschein schon “fast” rund um die Uhr.

Die 539 kWh Solarstrom meiner Anlage oder umgerechnet auf das installierte kWp waren es 125 kWh sind mein drittbestes April Ergebnis bisher. Der April schwankt ja sehr. Das beste Ergebnis 2007 mit 168 kWh und in 2008 mit 83 kWh/je kWp unterliegt einer großen Bandbreite. Der April macht halt was er will.

Deshalb bin ich für das Jahr 2010 zuversichtlich mal endlich wieder ein fettes Solarjahr zu erzielen. Momentan habe ich zwar noch durch die sehr schlechten Januar und Februar Ergebnisse einen Rückstand zum durchschnittlichen Ertrag aber wenn es weitere guten “April Ergebnisse” gibt dann kann sich das ganze noch ins überdurchschnittliche drehen. Hoffen wir mal, dass sich die Sonne bald sehen lässt schließlich wollen wir demnächst im Freien grillen und dabei Fußballweltmeisterschaft sehen.

Erhard Renz

Solarstromförderung im Bundestag

Mittwoch, den 24. März 2010 von Erhard Renz

Donnerstag den 25.3.2010 um 14:25 Uhr bringen CDU/CSU/FDP einen Gesetzesentwurf zum Einspeisegesetz in den Deutschen Bundestag ein. Das ganze dauert 1 Stunde und 5 Minuten. Allen Kommentaren zum Trotz bleibt dieser Gesetzentwurf dabei zum 1.7. Dachflächen um 16% abzusenken, Ackerflächen sollen vollkommen aus der Förderung rausgenommen werden. Dies stellt aber nur eine kurze Zusammenfassung des Gesetzenwurfes dar. Die Sitzung könnte von den Abgeordneten gut besucht sein, da die Bundeskanzlerin um 9:30 Uhr spricht und eine Aktuelle Stunde vor dem Solartagesordnungspunkt liegt.

Wer sich den kompletten Gesetzesentwurf anschauen will kann das gerne tun. Im Text ist ein weiterer Link um auf das auformulierte PDF (17 Seiten) zu stossen.

Für mich viel wichtiger ist: Endlich wurde mein Hinweis weg von der Jahresendabsenkung politisch aufgegriffen. Leider wird von den Linken die vierteljährliche Absenkung ins Spiel gebracht. In Ihrem Antrag wollen Sie ab 1.7.2010 eine vierteljährliche Absenkung von 3,5% und ab 1.7.2011 eine Absenkung von 2,5%. Ich befürchte, daß die vierteljährliche Absenkung mit erhöhtem Verwaltungsaufwand abgelehnt wird. Einer der wenigen Antworten die ich auf meine offenen Briefe erhalten habe ging jedenfalls in diese Richtung.

Aber trotzdem, damit müsste die blödsinnige Degression am Jahresende endlich in der politischen Debatte angekommen sein. Von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD gibgt es keine Anträge. Es bleibt also spannend was morgen im Deutschen Bundestag abgeht. Jetzt heißt es Daumen drücken!

Erhard Renz

Experten empfehlen Solarstrom als Geldanlage

Donnerstag, den 13. August 2009 von Erhard Renz

Was ich schon lange schreibe wird jetzt sogar bei Spiegel Online und von Finanztest geschrieben. Allerdings sollte man sich nicht von der schreibenden Zunft verrückt machen lassen. Ob eine Photovoltaikanlage die beschriebenen Renditen erzielen kann, muß durch eine solide Planung erst bei jedem Dach ermittelt werden. Richtig sind aber die Meldungen bezüglich der günstigen Modulpreise. Die Preise sind seit dem letzten Jahr mächtig gesunken und die Kreditzinsen sind auch noch auf einem niedrigen Niveau.

Die Voraussetzungen sind also derzeit optimal. Aber in der Pressemitteilung auf Spiegel Online finden sich Wörter wie Süden, Wirkungsgrad oder Verschattung nicht. Schließlich wird dort auf ein Bericht von Finanztest eingegangen. Da wird vor allem die “Bänker” Sprache wie Rendite, Abschreibung und Steuer genutzt.

Wer aber langfristig viel Spaß mit seiner Solaranlage haben will, der sollte sich schon mit Photovoltaik auseinandersetzen. Schauen Sie sich doch mal einen Projektablauf bei Ralos an. In fünf Schritten zur Photovoltaikanlage. Idee, Kalkulation, Planung, Realisierung und Betrieb.

Am schnellsten geht es natürlich wenn Sie sich entschließen uns Online ihre Kontaktdaten durchzugeben. Dann nehmen wir schnellstens mit Ihnen Kontakt auf und machen einen Termin vor Ort. Dann gibt es ein Angebot mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung und dann können Sie selbst sehen ob die Renditeberechnungen von Finanztest auf Sie und ihr Dach übertragbar sind.

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag Mai 2009

Montag, den 1. Juni 2009 von Erhard Renz

Durchschnittliches Ergebnis

Mit 509 kWh Stromertrag im Mai 2009 komme ich fast exakt auf den Mittelwert (515 kWh) aller neun Mai Erträge meiner Anlage seit 2001.
Auf das installierte kWp bedeutet dies 118 kWh. Im letzten Jahr (2008) hatte ich ja noch mein Mai Super Ergebnis von 137 kWh je installiertem kWp eingefahren.

Trotzdem zeigt sich der Mai als ein Monat in dem ziemlich konstante Ergebnisse eingefahren werden. In den neun Jahren in denen ich die Ergebnisse aufzeichne lag das Top Ergebnis bei 137 und das schlechteste Ergebnis bei 108 kWh (2002) je installiertem kWp. Der Durchschnittsertrag hat sich bei 119 kWh eingependelt.

Damit ist der Mai für die Photovoltaik der konstanteste Monat.

Mit diesen Erträgen kann am sichersten gerechnet werden. Na ja ob diese Erkenntnis den Photovoltaikinteressierten weiterhilft weiß ich auch nicht aber was die Statistik hergibt muß nunmal veröffentlicht werden.

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag April 2009

Sonntag, den 3. Mai 2009 von Erhard Renz

Ich schreibe hier nix neues jeder hat es selbst erlebt. Der April 2009 war ein super Sonnen Monat. Natürlich hat sich das bei den Erträgen meiner Photovoltaikanlage bemerkbar gemacht. Allerdings hat es bei meiner Anlage nicht zum Rekord gelangt. Obwohl in anderen Gegenden dieser April anscheinend sensationell war.

Mein Ertrag lag bei 522 kWh dies bedeuten bei 4,32 kWp ein Ertrag je kWp von 121 kWh. Damit hätte ich fast den Ertrag aus dem Traumjahr 2003 von 127 kWp erreicht aber ich bin noch Ewigkeiten weg vom Supermonat April 2007 weg in dem ich sagenhafte 168 kWp geerntet habe. Wie kommen solche Unterschiede zustande? Der schlechteste April war 2008 mit 83 kWp…

Wie im obigen Bericht des Mannheimer Morgens beschrieben wurde der Einstrahlungsrekord an einigen Wetterstationen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wie Grünow in der Uckermark und Grambow-Schwennenz westlich von Schwerin registrierten. Die Meteorologen konnten 340 Stunden Sonnenschein messen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 246 Stunden. Allein der Unterschied zwischen Spitzeneinstrahlung zum Durchschnitt sind 38% Differenz. Allein an dieser Zahl kann jeder erkennen es ergeben sich regionale Unterschiede die in einer Größenordung von 50% liegen.

Mir ist dies erstmal egal nach den beiden schlechten Monaten Februar und März liege ich fast wieder im Soll. Wenn ich die monatlichen prozentualen Anteilen  von Jan.-April (28,1%) mit meinen erzielten 263 kWh je kWp hochrechne, komme ich auf einen Jahresertrag von 937 kWp. Na ja natürlich nur eine spielerische Berechnung. Wie ihr alle wisst kann keiner das Wetter der nächsten Zeit berechnen. Aber solche Berechnungen beruhigen natürlich. :-)

Erhard Renz

Solartankstelle Frankfurt eröffnet

Dienstag, den 31. März 2009 von Erhard Renz

Na dass war aber ein toller Event. Die Mainova hatte für entsprechendes Ambiente gesorgt, die Velotaxis und die Elektrofahrzeuge waren die hinkucker. Aber über allem thronte die Ralos Photovoltaikanlage die dem ganzen den Namen gibt:

Solartankstelle

Solartankstelleneröffnung

und natürlich den Saft…

Die Solartankstelle produziert Strom!

weiter…

Erhard Renz

Solarstrom für alle!

Montag, den 19. Januar 2009 von Erhard Renz

Diese Forderung wird im Kindgerechten Format von Sharp, Q.Cells und MTV auf deren Homepage www.sonne-sonne-sonne.de propagiert. Aber nicht nur auf der Homepage sondern jeden Tag viermal bei MTV wird der lange (35 Sek.) und viermal der kurze (8 Sek.) Spot gezeigt.
Deshalb auch heute aus dieser Kampagne ein kleines Filmchen:

weiter…

Erhard Renz

Merit Order Effekt

Samstag, den 27. Dezember 2008 von Erhard Renz

Ich weiß wir bei den erneuerbaren Energien haben kein Geschick mit wohlklingenden Namen. Aber für den Merit Order Effekt (pdf 2 MB) habe ich keinen anderen Namen gefunden.
Merit Order heißt wörtlich übersetzt angeforderte Leistung.

Damit ist der bei der Leipziger Strombörse angeforderte Strom für den nächsten Tag gemeint.
Die Stromverkäufer melden an der Strombörse ihre benötigten Strommenge für den nächsten Tag im Stundentakt.
Auf der anderen Seite melden die Kraftwerksbesitzer ebenfalls stündlich ihre Strommenge die sie produzieren könnten und den Verkaufspreis dazu. Die Börse ermittelt zu jeder Stunde welches die kostengünstigsten Kraftwerke sind die produzieren müssen um den Bedarf zu decken.
Der Preis der dabei für das teuerste Kraftwerk pro kWh gezahlt werden muß gilt für alle Strommengen der in dieser Stunde gehandelten Kraftwerke.

Merit Order Effekt

In windigen oder in sonnigen Zeiten besteht jedoch kein so hoher Handelsbedarf da Sonnenstrom und Windstrom priviligiert in das Stromnetz einspeisen dürfen. Dies führt dazu, daß die teuersten Kraftwerke nicht über die Strombörse liefern dürfen. Es bedeutet aber weiterhin, daß die restlichen Kraftwerke die noch gehandelt werden billiger liefern müssen.

Dieser Effekt nennt sich Merit Order Effekt die teure angeforderte Leistung wird durch Wind- oder Solarstrom abgedeckt und die gehandelte Strommenge wird durch günstigere Kraftwerke geliefert.

Derzeit werden ca. 17% des verbrauchten Stroms über die Leipziger Strombörse gehandelt. Für 2007 wurde der Merit Order Effekt auf ca. 5 Milliarden Euro berechnet. Da die Mehrkosten für alle erneuerbare Energien nur 4,3 Milliarden Euro betrugen kann man allein an diesen Werten sehen.

Erneuerbare Energien rechnen sich für alle.

Erhard Renz

Was können andere und wir nicht?

Freitag, den 12. Dezember 2008 von Erhard Renz

Es ist unglaublich, wie wenig man der Solar Branche zutraut.

Der Ölmarkt wuchs zwischen 1862 und 1991 jährlich um 25%…
Die Atomkraft wuchs zwischen 1957 und 1977 jährlich um 36%…
Der Mobilfunk wuchs zwischen 1986 und 2000 jährlich um 48%…

Wenn die das konnten dann kann das die Solar Branche auch!
Wir sind es dem Klimawandel einfach schuldig.

Die Photovoltaik hat 2007 bereits drei Terawattstunden Strom in Deutschland eingespeist. Wenn wir “nur23 Jahre lang 25% Prozent Wachstum hätten, würden wir mehr Strom mit Photovoltaik produzieren wie derzeit in Deutschland verbraucht wird.

Ich weiß, daß geht nicht.
Wo sollen denn die ganzen Module hin? Wer soll das bezahlen? Wo soll das Silizium herkommen? Fragen über Fragen.
Aber beim Öl, den Atomkraftwerken und dem Mobilfunk hat es doch auch funktioniert?

Übrigens wird von der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) genau die Steigerungsrate von 25% vorhergesagt? Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) nimmt an, daß sich der Solarstrom bis 2040 in jeder Dekade verzehnfacht. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 30%.

Betrachten wir nicht nur die Photovoltaik sondern alle Erneuerbare Energien dann stellen wir eine Steigerung von 2005 auf 2006 von 14% fest. Auf 2007 bereits um 21% wenn wir diese 21% weiterdenken wären wir bereits 2017 bei einer 100%igen Vollversorgung mit erneuerbaren Energien beim Strom. Ohne eine kWh einsparen zu müssen.

Wir reden aber über Stromlücken? Bau von neuen Kohlekraftwerken. Gratis-Verschmutzungsrechten. Ausnahmen für die großen “Energie-Fresser”. Milliarden für Banken. MIlliarden für die Automobilindustrie.

Ich wiederhole mich aber wir müssen es wollen und uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren. Einen kleinen Wink möchte ich mal geben schaut mal die Karikatur des SFV in seinem neuesten Solarbrief an. Der Weihnachtsmerkel müsste aus seinem Sack die richtigen bescheren…
…und hört auf uns kleinzureden. Wir sind eine Macht – wir würden auch Opel :-) kaufen…

Erhard Renz

Elektroautos fahren demnächst mit der Sonne

Mittwoch, den 10. Dezember 2008 von Erhard Renz

Atomkraftwerke abschalten, keine neuen Kohlekraftwerke bauen und jetzt auch noch Autos elektrisch betreiben.

Wo soll denn der ganze Strom herkommen?
Diese Fragen kriege ich oft schon im hysterischen Tonfall gestellt. Die Antwort lautet wir werden mit den erneuerbaren Energiequellen diesen Bedarf decken können.
Heute würde ich gerne die Elektromobilität beleuchten.

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Erhard Renz

Risiken bei Photovoltaik und deren Versicherung

Montag, den 24. November 2008 von Erhard Renz

Ertragsgarantie, garantierte Einspeisevergütung sanfte Technik aber irgendwo muß es doch aus Risiken geben. Für viele Interessenten stellt sich die Frage wo sind denn die Risiken und wie sichere ich mich gegen diese Risiken ab. Aus der Zeitschrift Neue Energie 11/2008 habe ich eine Grafik der Mannheimer Versicherung gefunden in der die prozentualen Kostenanteile der Schadensfälle von 2004 – 2007 aufgezeigt werden.
Photovoltaik Schadensfälle

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Erhard Renz

Solarstrom gebeamt und es kam sogar was an!

Donnerstag, den 16. Oktober 2008 von Erhard Renz

Mit einem knappen Budget von weniger als einer Mio. Dollar gelang es Forschern mit Solarpanelen 20 Watt zu generieren und 148 km weit ohne Kabel zu “beamen“. Allerdings kam der Großteil der 20 Watt nicht an aber das stört die Firma Managed Energy Technologies (MET) nicht. MIt besseren, teureren Übertragungssystemen sei eine deutliche höhere Ausbeute (vielleicht 15 Watt?) möglich.

Diese Kabellose Übertragung mittels Hochfrequenztechnik und Mikrowellen soll den weltraumbasierten Solarstrom möglich machen. Finanziert von einem Medienunternehmen kommt mir diese Aktion wie ein Werbegag vor…

Im Best Practice Blog dagegen wird schon spekuliert ob sich die wirtschaftliche Machtverteilung durch den weltraumbasierten Solarstrom verändert.

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Erhard Renz

21. – 24.1.2009 Umwelt 2009 (Viernheim)

Donnerstag, den 9. Oktober 2008 von Erhard Renz

Umwelt 2009 Viernheim

Vom 21. – 24.1.2009 im Rhein-Neckar Zentrum in Viernheim Umwelt Messe zu den Themen Energie, Bauen & Wohnen. Die Fa. Ralos finden Sie am Stand 30 in der Nähe vom Juwelier Friedo Frier und bei Roland Schuhe. Wir informieren natürlich gerne über Solarstrom und das EEG 2009.

Öffnungszeiten täglich von 9:30 – 20 Uhr

Adresse:

Rhein-Neckar-Zentrum
Robert-Schumann-Straße 8a
68519 Viernheim

Erhard Renz

Solarstrom vom Dach und nicht aus der Sahara

Donnerstag, den 2. Oktober 2008 von Erhard Renz

In Deutschland scheint doch nicht genug Sonne aber in der Sahara da wäre auch noch Platz.
So wird öfters argumentiert wenn nach Gründen gesucht wird keine Photovoltaíkanlage auf das eigene Dach zu bauen. Auch die Großen Energieversorger streuen diesen Traum gerne aber ständig propagiert wird dieses Thema von Dr. Gregor Czisch. Er war auch als Experte bei der Anhörung im hessischen Landtag im September 2008. Jetzt schreibt der “Sahara-Stromer” im September Heft von natur+kosmos die Photovoltak spielt im Zukunfsszenario keine Rolle denn “Sie ist schlicht zu teuer“. Da liegt der gute Doktor aber ganz schön daneben und von Marktwirtschaft hat er auch noch nichts gehört. In letzter Zeit hört man solche Aussagen leider immer Häufiger vom ISET in Kassel. Eigentlich schade ich dachte immer die wären auf unserer Seite…

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Erhard Renz

Ralos erobert Michelstadt

Montag, den 19. Mai 2008 von Erhard Renz

Beim 54. Michelstädter Bienenmarkt präsentierte sich Ralos erstmals beim Blumenkorso. Wie es sich gehört bei strahlendem Sonnenschein, trotz einiger Wetterprognosen weiter…

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag 2008 April

Donnerstag, den 1. Mai 2008 von Erhard Renz

Die Katastrophe an sich. Wie kann uns die Sonne nur so verlassen. Meine PV Anlage hat im April 2008 nur die Hälfte vom April 2007 produziert??? Keine Angst die Anlage ist nicht defekt aber der April 2007 hatte den höchsten Solarertrag aller Zeiten eingefahren. Daß wir in diesem Jahr weniger weiter…