ralos solarevolution
Impressum   
ralosBlog - Die sonnige Seite vom Leben   
Erhard Renz

Photovoltaik statt Atomkraft

Montag, den 24. Januar 2011 von Erhard Renz

In der Schweiz steht ein Volksbegehren am 13.2.2011 an. Es geht um den Bau eines Atomkraftwerkes AKW Mühleberg II. Rechtzeitig vor der Volksabstimmung hat die Firma Megasol (toller Name :-) ) ein sensationelles Angebot gemacht.

Anstelle des Atomkraftwerks sollen 8.900 MW Photovoltaik bis zum Jahr 2025 gebaut werden. Nachzulesen sind diese Infos unter Solarzukunft.ch. Sicherlich gehört zu so einem Angebot eine Menge “sich zur Schau” stellen aber es ist abzuwarten wie dieses “Angebot” die Schweizer beeinflusst. Auf jeden Fall werde ich jetzt die Volksabstimmung genauestens verfolgen.

Wie die Schweizer mit der Volksabstimmung umgehen obwohl eine Mehrheit im Großen Rat für Mühleberg II gestimmt hat könnte für die deutschen Parlamentariere wegweisend sein.

Jedenfalls verspreche ich wenn mich jemand fragt: “Wer Photovoltaik statt Atomkraftwerke erfunden hat” immer, wirklich immer die Schweizer sagen werde. :-)

Erhard Renz

Jahresertrag 2010

Donnerstag, den 13. Januar 2011 von Erhard Renz

Jetzt habe ich schon neun komplette Jahreserträge meiner privaten Photovoltaikanlage vorliegen. Dass der Ertrag im Jahr 2010 nicht besonders war hab ich ja bereits erwähnt.
Photovoltaik Ertrag 2002 - 2010

Mit den produzierten 906 kWh je installiertem kWp liege ich ca. 20% unter dem Spitzenjahr 2003 und ca. 5% unter dem Durchschnittsertrag von 960 kWh. Genauer gesagt waren die letzten vier Jahre alle “Unterdurchschnittlich”. Es wird mal wieder Zeit, dass ein “fetter” Ertrag eingefahren wird. Vielleicht gibt es ja wirklich den 7 Jahre Rhytmus. Dann hätten wir die sieben mageren Jahre gerade hinter uns und die Zukunft sähe rosig aus.

Es könnte natürlich aus sein, daß der Jahrhundertsommer 2003 nur alle hundert Jahre kommt. Dann sähe es natürlich schon anders aus. Wenn ich einen Mittelwert aus den 2002 und 2004 bis 2010 errechne hätte ich “nur” noch einen Ertrag von durchschnittlich 935 kWh. Aber wenn ich ehrlich bin, dann sind die 25 kWh Unterschied so schlimm auch nicht. Durch das Super Sonnenjahr 2003 erhöht sich mein “durchschnittlicher” Ertrag also um ca. 3 Prozent.

Oder anders ausgedrückt wenn ich 2002 als Basis nehme. Das beste Jahr hatte 29% mehr Ertrag wie im Basisjahr. Das hört sich doch schon besser an oder?

Aber alle schön Rederei bringt nix, wenn ich aus dem Fenster schaue habe ich nicht den Eindruck, daß wir einen sonnigen Sommer kriegen. Eher nasse Füße!

Erhard Renz

Der Sommer ist zu Ende

Montag, den 30. August 2010 von Erhard Renz

Mit dieser schrecklichen Nachricht wurde ich heute morgen im Radio überrascht. Wobei ich bereits am Freitag dachte die Welt oder zumindest der Odenwald geht unter.

 Odenwald im Regen

Es schüttet immer öfter in wahren Sturzbächen vom Himmel. Meine Heimfahrt in meinem geliebten Smart musste ich unterbrechen und an den Straßenrand fahren. Der Regen vermischt mit Hagelkörner machte mir bewußt wie hilflos man den Naturgewalten ausgesetzt sein kann.

Wobei diese Nachrichten noch weitaus erträglicher sind wie die politischen Nachrichten. Nachdem wir unseren Einspeisereduzierungsschock hinter uns haben und uns auf den Jahresendspurt vorbereiten verlängert uns die Politik die Laufzeit von Atomkraftwerken. Da muss ja die Sonne untergehn. Aus diesem Grund macht es momentan auch keinen Sinn über ein neues EEG zu diskutieren wenn uns die Atomkraft den Platz in den Netzen nimmt!

Wir haben in den letzten Jahren (2000 – 2009) die Erneuerbaren Energien so ausgebaut, dass der Strom aus diesen Kraftwerken gut und gerne 5 Atomkraftwerke ersetzen könnte. Deutschland exportiert in den letzten Jahren den Strom von weiteren 2 Atomkraftwerken. Die Erneuerbare Energien Branche hat also mehr als ihr Wort gehalten als es hieß wir wollen den Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2010 auf 12,5% ausbauen. Wir haben gut und gerne 18% geschafft. Entgegen allen Vorhersagen haben wir dies geschafft.

Jetzt will Frau Merkel genau die Belohnen die uns in den letzten 10 Jahren behindert haben wo sie konnten. Sie will der Welt sagen wir Deutsche schaffen den Atomausstieg nicht. Windräder, Wasserkraft, Biomasse und Solarenergie schaffen es nicht Atomkraft zu ersetzen. Was sollen all diese Länder denken wenn die Windweltmeister, die Solarweltmeister kapitulieren. Sie werden sagen man muß Atomkraftwerke bauen um den Energiehunger der Welt zu decken. Dies ist aber die falsche Entscheidung.

Auch wenn in diesem Jahr der Sommer vorbei ist. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien aber wenn Angela Merkel jetzt der Dinosauriertechnik Atomkraft die Vorfahrt gibt wird Deutschland seine Führerschaft in den Erneuerbaren Energien verlieren.

China wird danke sagen.

Erhard Renz

Photons eigene Wahrnehmungen

Freitag, den 30. April 2010 von Erhard Renz

Ich hatte ja bereits berichtet, daß ich angelockt durch die Ankündigung Röttgen, Scheer und Fell würden über das EEG diskutieren in Stuttgart zu “Photon’s 6th Photovoltaic Technology Show 2010 Europe” gefahren war.

Jetzt hat die Photon einen eigenen Bericht zu dieser Veranstaltung veröffentlicht. Schon der Titel des Berichts “Von einer Welt zur nächsten” zeigt die Abgehobenheit von Photon. Wir haben nur eine Welt und wenn wir die versaut haben können wir nicht zur nächsten wechseln. Solche Titel und der folgende Artikel dazu, tun so als ob wir neu Anfangen könnten ohne das bereits geschaffene zu beachten. Dies entspricht aber nicht der Realität. Der Ausbau der Photovoltaik wurde durch Menschen geschaffen die jetzt einen Anspruch haben bei der Weiterentwicklung mitgenommen zu werden. Diejenigen die den Markt entwickelt haben sollen auch an den anstehenden Geschäften partizipieren. Der Markt muß weiterentwickelt werden und nicht ein neuer erfunden werden und schon gar nicht von diesen Podiumsteilnehmern.

Wer die “alte Welt” als “kuschelige Nische” bezeichnet in der Betreiber “risikolos investieren” und Herstellern von Solarmodulen “auskömmliche Umsatzrenditen” verschafft der diffamiert die Pioniere der Photovoltaik. Bei der Veranstaltung in Stuttgart war mir auch schnell klar hier gehöre ich nicht hin. Wenn bis auf Götz Fischbeck dem Aktienanalyst alle Podiumsteilnehmer meinen die Vergütungsabsenkung könnte man “mindestens als unproblematisch” ansehen, dann war ich auf der falschen Veranstaltung. Wir werden durch die 16% Absenkung eine Marktbereinigung bekommen. Das heiß es werden Arbeitsplätze wegfallen. Aber nicht diejenigen die schlechte Anlagen gebaut haben werden vom Markt verschwinden sondern solche Firmen die nicht genug Kapitalreserven haben um einen zwei-dreimonatigen Nachfrageeinbruch verkraften zu können. Es werden Firmen verschwinden oder viel Geld verlieren die nichts aber auch rein garnichts für dieses Dilemma können. Die Verantwortung liegt allein bei der Politik und solchen “Experten” die auf Podiumsdiskussionen ihren Schwachsinn zum besten geben.

Krawinkel träumt schon mal von 10 GW Zubau in 2010 und einer EEG Umlage von 4 bis 5 Cent je kWh. Da die Umlage nicht nur von der installierten Leistung sondern auch vom Strompreis an der Börse abhängt weiß Krawinkel anscheinend schon wie sich der Strompreis in 2010 entwickelt. Ich empfehle dazu eher mal einen Blick auf den Ölpreis vorzunehmen. Da der Gaspreis sicherlich noch eine ganze Weile sich am Ölpreis orientiert gehe ich eher von einem steigenden Strompreis aus und einer geringeren Differenz wie die 4 bis 5 Cent von Krawinkel.

Philippe Welters markigen Sprüche vor “mehreren hundert Zuhörer” (ich hab 250 geschätzt) sich Gedanken um die PV zu machen empfand ich als Hohn. Gerade mal vier Fragen waren zugelassen worden ich hatte mir schon das Mikro ergattert als die “lebhafte” Diskussion abgebrochen wurde. Bei einem PV-Stromanteil von derzeit einem Prozent zu behaupten bei größerem Anteil der PV wäre dieser Strom ohne EEG nix Wert entbehrt jeder Grundlage. Photovoltaikstrom wird zur besten Zeit produziert. Nämlich dann wenn die Menschen aktiv sind. Sollten wir tatsächlich so viel PV-Strom zur Mittagszeit haben dass keine Abnehmer mehr da sind dann muß der Verbrauch dieser “kostengünstigen” Produktion angepaßt werden.

Eigentlich hatte ich gedacht es gäbe eine Diskussion zum EEG aber Krawinkel wollte “den Preismechanismus an der Börse” verändern. Nun bin ich kein Börsenexperte und will es auch nicht werden sondern ich wollte über die Zukunft des EEG reden…

Im Photon Bericht wird dann auch noch Peter Fath mit seinem 75 Cent Modul zitiert welches laut Photon “bald” zur Verfügung steht. Ich hab in Erinnerung, daß H. Fath sagte: wenn er die komplette Fabrik neu bestücken (mit seinen Maschinen) könnte dann wäre er in 2013 bereit zu den oben genannten 75 Cent zu produzieren. Nur Träumer die von Betriebswirtschaft keine Ahnung haben können in einer neuen Welt eine neue Fabrik auf die grüne Wiese stellen und die Kosten der alten Welt und der alten Fabrik ignorieren. Ich empfand diese Aussage von H. Fath als Werbeblock der Fa. Centrotherm für die anwesenden internationalen Zuhörer mit der Zukunft des EEG hat dies auch nichts zu tun.

Für mich ist klar Photon lebt tatsächlich in einer Welt die mit meiner “alten” Welt nichts zu tun hat. Ich bitte deshalb alle die sich mit mir demnächst unterhalten nicht die “auserirdische Photon” mir gegenüber zu zitieren.

Erhard Renz

Volkswirtschaftlicher Gewinn durch Photovoltaik

Freitag, den 12. Februar 2010 von Erhard Renz

Momentan schreiben ja viele über die notwendige Kürzung der Einspeisevergütung. Dabei werden oft Berechnungen aufgezeigt wieviel Geld für den Solarstrom bezahlt werden müsste. Ich möchte mal eine umfassendere Betrachtung durchführen auch auf die Gefahr, daß man mich als Lobbyist bezeichnet. Natürlich bin ich kein Lobbyist sondern immer noch der gleiche Spinner der vor 10 Jahren Photovoltaik gepuscht hat. :-)

Eine dieser Geisterdebatten führte Katharina Sekareva in der Wirtschaftswoche mit einem Vergleich der Atomkraft und der Photovoltaik. Wie kann man die Sackgassentechnik Atomenergie mit der Zukunftstechnik eigentlich auf Kostenebene vergleichen? Die Atomenergie wird in 50 Jahren weltweit der Vergangenheit angehören. Nur die Kosten für die radioaktiven Hinterlassenschaften werden noch ein Thema sein.
Investitionen in die Zukunfts Energiequelle Sonne dagegen sind die Voraussetzung für einen nachhaltigen Lebensstandart. Oder anders gesagt die jetzigen Investitionen werden noch vielen Generationen nach uns zugute kommen. Natürlich schlagen sich solche Investitionen in den Bilanzen der Energieversorger nicht nieder.

Schon im ersten Satz des Kommentars wird so getan als ob die Einspeisereduzierung zum 1.6. um 16% schon beschlossene Sache wäre. Ein Irrtum Frau Sekareva wir befinden uns noch in der Gesetzgebung und die Regierungsparteien haben eine Aussage gemacht. Mehr noch nicht.

Danach zitiert Frau Sekareva das Rheinisch Westfälische Institut (RWI), die für ihre Einseitigkeit bekannt sind, mit der gigantischen Zahl von 42 Milliarden Euro. Keine Angabe für welchen Zeitraum die RWI diese Zahl genannt hat. Vermutlich über 20 Jahre gerechnet. Es wird auch nur der Wert genannt der gezahlt wird.
Dass die Photovoltaikanlagen 20 Jahre lang Strom produzieren der einen Wert hat wird nicht erwähnt. Photovoltaikanlagen produzieren immer dann Strom wenn auch viel verbraucht wird. Tagsüber und zur Mittagszeit produzieren die PV-Anlagen den meisten Strom. Zu einer Zeit in der die höchste Nachfrage herrscht. Da dieser Strom mitten in den Gemeinden und Städten produziert wird, werden auch keine weiteren Übertragungsnetze gebraucht denn der Strom wird in der eigenen Gemeinde von den Nachbarn verbraucht. Photovoltaikstrom wirkt sich also auf das regionale Netz wie eingesparte Kilowattstunden Strom aus. Der eingesparte Strom muß nicht in das regionale Netz “importiert” werden.
Photovoltaik Strom verursacht auch kaum Umweltbelastungen. Keine Luftverschmutzung, kein Lärm und keine radioaktiven Strahlen. Alles Auswirkungen der konventionellen Stromgewinnung die von der Allgemeinheit mit vielen Euros geflickt werden müssen.
Photovoltaikstrom benötigt während der gesamten Produktionszeit keine Ressourcen sondern nur Sonneneinstrahlung! Dies bedeutet der Lieferant Sonne liefert direkt auf die Solarmodule (kostenlos!) seine Energie. Für uns in Deutschland bedeutet dies wir müssen keine Rohstoffe (Öl, Kohle, Gas oder Uran) aus dem Ausland importieren.
All diese Vorteile werden einfach unter den Tisch gekehrt. Mit dem Merit Order Effekt möchte ich die Kommentatorin schon gar nicht überfordern. Aber er ist da und kann nicht wegdiskutiert oder weggelassen werden.

Auch die Anmerkung dass es bei Artikeln zum Thema Solarförderung vermehrt Leserbriefe und Kommentare gibt zeigt die Unkenntnis von Frau Sekareva. Konventionelle Energieversorger sind eine handvoll Konzerne. Wer sich mit Solar beschäftig der hat es in Deutschland mit 500.000 Kraftwerksbesitzern zu tun. Wenn diese Menschen merken, daß Reporter oder Politiker ihren Handwerkern das Handwerk lahmlegen wollen, dann gibt es Protest. Wir haben eine Verantwortung diesen 500.000 Kraftwerksbesitzern gegenüber. Die erwarten zu Recht, daß wir die von uns installierten Anlagen zwanzig Jahre lang betreuen. Wenn die jetzige Regierung aber der Meinung ist man kann mal kurz ein Selektionsgesetz über das Solarhandwerk laufen lassen, dann ist klar, daß sich sowohl das Handwerk als auch unsere Kunden zu Wort melden. Der Solaranlagenbesitzer möchte es natürlich weiterhin mit seiner Installateursfirma zu tun haben.

Am Schluß wird natürlich wieder einmal auf den niedrigen Anteil des Photovoltaikstroms hingewiesen. Wenn Frau Sekareva die Phantasie fehlt welches Potential in der Photovoltaik steckt dann darf sie auch nicht erwarten, daß ich mit ihr über die Sinnhaftigkeit einer Förderung des Deutschen Volkes diskutiere. Wer sich die langfrist Szenarien weltweit anschaut wird feststellen die Photovoltaik hat das größte Potential für die zukünftige weltweite Energieversorgung. Wenn wir unsere Vorreiterrolle behalten wollen müssen wir jetzt säen.
Die Erntezeit wird in einigen Jahren sein. Für Egoisten mag das ein Problem sein. Für mich nicht!

Klaus Jaxtheimer

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Sonntag, den 24. Januar 2010 von Klaus Jaxtheimer

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Mitglied der CSU stand unsere Partei für mich immer für Verlässlichkeit und Berechenbarkeit.

Leider gilt das nicht (mehr) für unseren CDU-Umweltminister, dem ich bis vor kurzem noch großen Respekt in seiner neuen Position zollte. Ohne Not und Notwendigkeit bringt er mit der Ankündigung einer erheblichen und völlig überstürzten Reduzierung der Einspeisevergütung für Solaranlagen einen kompletten Wirtschaftszweig in arge Bedrängnis, der zu den Wachstumsträgern in der jüngeren Vergangenheit zählte und unsere Wirtschaft nachhaltig in der Krise stützte.

Es sind nicht nur die Hersteller von Maschinen, Anlagen und Modulen betroffen – es betrifft den kompletten Mittelstand, also Systemanbieter, Händler, Elektriker, Anlagenbetreiber, Kapitalanleger und wieder einmal die Banken. Auch die Börse ist seit Tagen in Mitleidenschaft gezogen.

Seine Ankündigungen zeugen von Unberechenbarkeit und lassen eine gewisse Abneigung gegen eine hoffnungsvolle und zukunftsträchtige Branche erkennen. Als Umweltminister hat er den Erneuerbaren Energien einen Bärendienst erwiesen.

In Zusammenhang mit der Solarförderung von staatlichen Subventionen zu sprechen, ist eine weitere Unverschämtheit, da der Staat keinen Cent zuzahlt und die überwiegende Mehrheit der Bürger bereit ist, einen kleinen Obolus für eine zukunftsfähige, sichere und umweltfreundliche Energiversorgung zu leisten.

 Böse Zungen behaupten sogar, die Solarindustrie hätte analog einer anderen Branche großzügige Spenden verteilen sollen, um einen Kahlschlag zu verhindern.

Ich bin maßlos enttäuscht, hoffe aber, dass noch rechtzeitig Einsicht einkehrt, um den angerichteten Flurschaden zu begrenzen. Hier sollte aber zügig eine Klarstellung erfolgen, um die um sich greifende Unsicherheit und die „Torschlusspanik“ mit all ihren negativen Auswirkungen umgehend zu beseitigen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Mit freundlichen Grüssen

Klaus Jaxtheimer
www.jaxtheimer.de

Erhard Renz

Wie geht es weiter mit der Photovoltaik?

Dienstag, den 19. Januar 2010 von Erhard Renz

Unter dieser Überschrift zeigt Franz Alt mal wieder in aller Klarheit wie die weiteren rechtlichen Schritte sind, die von der Politik durchlaufen werden müssen. Den Sonnenfreunden unter uns bietet es die Chance weiterhin für eine bessere Novellierung des EEG’s zu streiten. Das werde ich auch in den nächsten Tagen tun. Nichts desto trotz muss ich sagen, daß es mir heute sehr schwer fällt diesen Kampf aufzunehmen. Dass ich es trotzdem probiere mag an meiner sturmerprobten Psyche liegen. Aber bevor man die Weichen für die Zukunft stellt sollte man genau Analysieren von wo wir gekommen sind und wo wir stehen.

Die Photovoltaik auf Hausdächern fand Anfang der 90ziger Jahren mit dem tausend Dächer Programm in Deutschland ihren Anfang. Fördergelder gab es in Höhe von 70% der Investitionskosten. Den produzierten Strom musste man selbst nutzen. Damals gab es zwei Deutsche Firmen (Modulhersteller die heute nicht mehr produzieren) die prompt die Preise für Photovoltaik erhöhten. Die Wechselrichter hatten damals noch Kinderkrankheiten und mussten öfter ausgewechselt werden. Mit den tausend Photovoltaikanlagen wurden keine Arbeitsplatz relevanten Dinge ausgelöst. Die bestehenden Fabrik Kapazitäten fackelten die tausend Dächer nach und nach ab.

Japan griff danach die Idee mit 70.000 Dächern auf. Daraus entstanden die heute noch agierenden japanischen Photovoltaikfirmen. Es geht also!

Erst im Jahr 2000 wurde durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) in Deutschland der Grundstein gelegt, daß die Photovoltaik aus der Öko Ecke in die Ökonomische Ecke wanderte. Das Ziel der rot/grünen Regierung war eine 7% Rendite auch den Photovoltaikanlagen Betreibern zu ermöglichen. Schließlich gönnen sich die traditionellen Energieversorger auch eine “ähnliche” Rendite (mindestens). Die Einspeisevergütung betrug damals je kWh 99 Pfennige plus ein KfW Darlehen mit 1,9% Zinsen. Der Zinssatz sieht heute nicht mehr allzu Spektakulär aus aber wichtiger war damals, dass eine Bank überhaupt ein Darlehen für Photovoltaik gab. Das Wort Photovoltaik war im Wortschatz der Bänker nicht vorhanden.

Aus diesem ökonomischen Ansatz (7% Rendite für Solarkraftwerksbesitzer) entwickelte sich eine enorme Industrie. Nicht die Konzerne investierten sondern der Bürger baut seine Energieversorgung auf sein eigenes Dach. Das EEG wurde in den Jahren 2004 und 2008 aufgrund der gemachten Erfahrungen weiterentwickelt. Der Siegeszug des EEG war nicht aufzuhalten und wurde in über 40 Länder übernommen. Allerdings in vielen Ländern nicht mit dem Erfolg wie in Deutschland. In einem Land jedoch ließ das landesspezifische EEG die Photovoltaik explodieren. In Spanien waren die Förderbeträge für Freilandanlagen so hoch, daß massenweise Investoren Megawattanlagen in die “Pampa” stellten. Da diese Anlagen vom Energieversorger genehmigt werden mussten waren die Vergabekriterien nicht gerade transparent und auch nicht zeitnah. Die Spanische Goldgräberstimmung für Photovoltaik Megawattfreilandanlagen benötigte natürlich mehr Module wie die Modulhersteller selbst herstellen konnten.

Konsequenz daraus, es wurden neue Fabriken gebaut. Diese Fabriken wurden mit Deutschen Maschinen ausgestattet denn Deutsche Maschinen sind Spitzentechnik in der Photovoltaikbranche. Leider investierten aber nicht Deutsche Energieversorger (warum nicht?) sondern es waren eher die Asiaten. Die Deutschen PV-Industrie (FDP aufpassen – Mittelstand) hatten ja noch “fast” neue Maschinen in Ihren Fabrikhallen stehen. (Dies ist eine Vereinfachte Darstellung der PV Geschichte!) Ausserdem fehlten den kleinen Deutschen Solarfirmen das nötige Kapital um ständig in neue Fabriken zu investieren und die alten schon abzuschreiben. Andere Betreiber von Kraftwerken fordern derzeit eine “Laufzeitverlängerung”! Photovoltaikfabriken sollen anscheinend nach 5 Jahren schon verschrottet werden…(Laufzeitverkürzung!)

In 2008 stoppte die spanische Regierung die üppigen Freilandvergütungen mit einem Deckel es dürfen nur noch vorher definierte Mengen installiert werden. Früher nannte man so was Planwirtschaft. Der spanische Markt brach ein und die Investoren zogen weiter. Derzeit werden sie in Italien gesichtet…

Anfang 2009 waren durch den Neubau vieler Photovoltaik Fabriken und dem Zusammenbruch des spanischen Marktes eine Überkapazität auf dem Welt-Markt vorhanden. Die Folge sind bis heute fallende Modulpreise. Die vielen Länder mit EEG schaffen es nicht die vorhandenen Kapazitäten aufzunehmen. Verschiedene Märkte scheinen auf dem Sprung zu sein nennenswerte Größenordnungen an Photovoltaikmodulen aufzunehmen. Der einzige nachhaltig funktionierende Markt Deutschland nahm in 2009 ca. 3.000 MW auf.
Die weltweite Politik schafft es also nicht trotz Klimaveränderung, Rohstoffknappheit und Abhängigkeit von wenigen Ländern eine zukunftsgerechte für alle verfügbare Energieversorgung zu organisieren.

Die Deutsche Politik reagierte bereits in 2008 prompt und reduzierte die Einspeisevergütung ab Januar 2009 bereits um 10%. Eine weitere Reduzierung der Einspeisevergütung ist bereits in Diskussion obwohl wir bis heute den 19. Januar noch keine einzige (schneebedingt!) Photovoltaikanlage mit der um 10% reduzierten Einspeisevergütung montiert haben.

Besonders dramatisch ist die Ankündigung bereits ab April eine weitere Reduzierung um ca. 16-18% vorzunehmen.

Bei uns Montagefirmen klingeln derzeit alle Telefone. Alle wollen eins – eine Photovoltaikanlage.
Das ist Klasse.
Aber sie wollen sie bis zum 31.3.2010. Obwohl es noch nichts schriftliches gibt von der Bundesregierung.

Was können wir tun? Wir können natürlich alle keinen Urlaub bis 31.3. nehmen. Wir können jeden Tag 10 Stunden arbeiten und das an sechs Tage die Woche. Das können wir. Wir würden es auch tun. Wenn genügend Material (Module und Wechselrichter) vorhanden sind. Da gibt es aber auch ein Problem die Wechselrichter sind derzeit knapp. Vielleicht eine Frage des Preises? Aber auch bei Wechselrichterhersteller dauert ein Tag nur 24 Stunden. Unsere Monteure können (bei gutem Wetter) auch nur an 10 Stunden montieren.

Fakt ist die Interessenten die bei uns anrufen werden immer gereizter und es ist zu befürchten, dass steigert sich noch. Vemutlich werden viele sich andere Installationsfirmen suchen und sicherlich auch oft an Anbieter geraten die wenig Erfahrung und “andere” weniger erprobte Module montieren. Die Qualität bleibt bei so einer politisch erzeugten Situation auf der Strecke. Jetzt verkauft jeder!

Wenn zum 1.4. die angedrohte Kürzung kommt stellt sich die Frage ob die Modulhersteller die Modulpreise entsprechend reduzieren können/wollen. Denn eines ist klar. Weder die Wechselrichterhersteller noch wir diejenigen die das System Photovoltaik auf dem Dach integrieren. Wir können keine weiteren 16 % reduzieren. Wir diskutieren grad wie wir die 10 % Reduzierung von vor 19 Tagen auf den Dächern gebacken kriegen.

Die Modulhersteller deren Strategie “kostengünstig” hieß, haben natürlich Vorteile. Wer sich mit Qualitätsprodukten einen Namen gemacht hat wird Probleme haben. Derzeit wird diese denkweise platt gesagt mit “Chinesische Hersteller profitieren” kommuniziert. Ob die “kostengünstigen” 20 Jahre das halten was die “Prospekt Theorien” versprechen wird die Zukunft zeigen. Ich kann mich da an eine Zeit erinnern da gab es Windkraft Prospekte mit ganz tollen Perspektiven.

 Aber das alles ist nur die halbe Wahrheit.

Wer langfristig günstige Photovoltaik haben will der muß den Herstellern von Maschinen und Werkzeugen für PV einen Markt bieten. Wenn aber die jetzigen Qualitätsprodukte keinen Absatz mehr finden. Die Billiganbieter mit ihren Kapazitäten produzieren und liefern können. Dann muß mir mal einer sagen wer die nächste Generation an Maschinen und Werkzeugen bestellen soll. Jedenfalls nicht diejenigen Hersteller die bisher auf Qualität gesetzt haben.

Nach meiner Einschätzung sind das u.a. die Deutschen Hersteller gewesen. Wer sich die Aktienkurse anschaut wird sehen, daß die Börse dies bereits ähnlich einschätzt. Der Wert der deutschen Photovoltaikindustrie wurde gerade mit Gerüchten reduziert. Wenn die Bundesregierung tatsächlich solch eine Verschlechterung der Einspeisevergütung vornimmt enteignet sie die Deutsche Solarindustrie.

Das Wort Enteignung mag Herrn Röttgen nicht gern hören aber wenn die Aktien tief genug gefallen sind oder wenn die Firmen insolvent sind werden sich sicherlich Käufer finden. Da am Donnerstag die konventionellen Energieversorger nach Berlin kommen wird man sicherlich den umgekehrten Deal machen. Alte Abgeschriebene Technik wird vergoldet werden. Mit den Gewinnen aus den alten hochgefährlichen Kraftwerk werden die vier Aktiengesellschaften die maroden Photovoltaikfirmen von den Öko Pionieren aufkaufen. Dann wird man in der schwarz/gelben Koalition wieder zufrieden sein. Es ändert sich also nicht viel, nur die Besitzer wechseln. Endlich hat man die Ökos aus dem Geschäft draussen. Da die neuen Besitzer die Insolvenzmasse zum Schnäppchenpreis kaufen können auch Qualitätsmodule wieder zu günstigen Preisen angeboten werden und alles wird gut.  Schließlich wußte schwarz/gelb schon immer dass diese Technik nicht für den kleinen Mann taugt sondern nur im industriellen Massstab entweder im Meer (Windkraft) oder in der Wüste (Solarenergie) betrieben werden kann.

“Es muß Schluß sein mit der romantischen Träumerei, als würde künftig jeder seine Energie selbst produzieren”. Danke Roland Koch und wenn Roland dann noch Hartz IV neu organisiert bekomm ich von ihm endlich eine ordentliche Arbeit.

Nein Danke Roland so darfs nicht weitergehen mit der Photovoltaik! Die Photovoltaikbranche gehört den Pionieren und nicht in die Hände der Zocker!

Erhard Renz

Die Zeit ist gekommen

Montag, den 18. Januar 2010 von Erhard Renz

Bevor Herr Röttgen seine Wünsche für die Photovoltaik veröffentlicht möchte ich doch noch mal auf einiges hinweisen.

Es ist zu offensichtlich wenn am Donnerstag die vier Atomkraftwerksbetreiber ihre Wahlgeschenke abholen dürfen. Obwohl sie Ihre Rechnung in der Asse noch nicht beglichen haben. Vermutlich übernachten sie im Mövenpick Hotel.

Die ungeliebten Kinder wie Kraft Wärme Kopplung oder Photovoltaik sollen erst einmal gekippt werden. Die Branche aus dem Tritt bringen um anschließend die kränkelnden Unternehmen von den großen vier aufkaufen lassen. Damit die Hierarchie wieder stimmt. Wie kommt das gemeine Volk auch auf die Idee “ihre Energie” selbst zu erzeugen und nicht bei den Großen zu kaufen. Die Romantik ist aus. Jetzt wird knallhartes Geschäft gemacht. Da ist kein Platz für Kleinerzeuger da müssen Manager ran.

Ich finde es ist Zeit dass die Erneuerbare Energien Branche sich zeigt.

In Berlin und Alle.

Wenn ich alle sage dann meine ich auch alle!
Alle Beschäftigten die in der Branche arbeiten. Es sind aber auch die Betreiber und die Landwirte gefragt. Alle die an der neuen Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien gearbeitet haben und in sie investiert haben und wollen. Denn nur im Energiemix der Erneuerbaren sind wir stark. Die Branche und deren Mitarbeiter hat sich bisher politisch zurückgehalten, aber aus meiner Sicht war dies ein Fehler. Es ist aber noch nicht zu spät.

Die Zeit der “romantischen” Verlängerung von Atomkraftwerken die ohne vernünftige Versicherung, auf Risiko der Anwohner, betrieben werden sollen sind vorbei.
Es kommt zum Schwur zentrale Energieversorgung durch Großkonzerne oder dezentrale Energieversorger durch die Bürger selbst. Momentan sind wir an der Spitze der weltweiten Bewegung die ganze Welt schaut auf die Bundesrepublik. Kann eine Industrienation ihren Energiebedarf ohne Atomkraftwerke nur mit Erneuerbare Energien erzeugen. Ich sage wir können das und nur wenn wir es können werden andere es uns nachtun. Wir stehen am Scheideweg.

Erhard Renz

Wir brauchen Unterstützung keine Hindernisse

Dienstag, den 29. September 2009 von Erhard Renz

Kaum ist die Wahl um, kann man an den Börsenkursen sehen, daß RWE und E.ON steigende Kurse verzeichnen können. Kein Mensch sieht die “fallenden Preise” der Immobilien der Anwohner die im Umkreis von Atomkraftwerke wohnen. Auch mein Haus gehört dazu!
Wie kann man eine weltweit aussterbende Technik unterstützen? Seit mehr als zwei Jahren wurde weltweit kein neues Atomkraftwerk an das Netz angeschlossen. Photovoltaikanlagen dagegen werden allein von Ralos täglich ca. 3 neue Kraftwerke angeschlossen. Deutschlandweit jeden Tag 600 Kraftwerke. Im Gegensatz zu Atomkraftwerken sind die Sonnenkraftwerke ohne Limit. Das heißt wir können noch mehr als 4 Milliarden auf den kostenlosen Rohstoff “Sonnenstrahl” hoffen. Die lächerlichen Jahre die uns noch Uran als Energiequelle bleibt verblassen dagegen. Auch wenn momentan durch falsche Interpretationen die Förderungen der Solarenergie schlecht dargestellt werden. Solarenergie ist die Zukunftsenergie keine Brückentechnologie. Wenn wir es einmal geschafft haben auf Solarenergie umzusteigen haben wir die Energie die wir für unseren aber auch den Wohlstand in der dritten Welt brauchen. Solarenergie ist ein Baustein um die Klimaveränderung zu stoppen. Solarenergie schafft nachhaltige Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort. Keine der konventionellen Energien hat diese Perspektive. Alle Förderungen für Erneuerbaren Energien müssen unter diesem langfristigen Aspekt gesehen werden.

Der Bundesverband für Erneuerbare Energien hat als Prognose für 2020 eine installierte Leistung von 111 GW Erneuerbare Energien herausgegeben. Mit diesen kann die Hälfte des benötigten Stroms erzeugt werden.

Entwicklung erneuerbare Energien bis 2020

Um diese Prognose mit Leben zu füllen brauchen wir politische Unterstützung den Willen das technisch machbare auch umzusetzen. Wir können und wollen Weltmarktführer in Photovoltaik Spitzentechnik sein. Dies kann nur geschehen wenn wir weiterhin hier in Deutschland die Solarmodule installieren die wir in Deutschland produzieren. Die Verlängerung von Laufzeiten für Atomkraftwerken die schon 35 Jahre alt sind bringen uns nicht voran. Sie schaffen keine Arbeitsplätze sondern nur ungewißheit. Wir benötigen die Stromnetze um Photovoltaik und Windstrom in den Netzen zu verteilen. Wenn dort immer noch alte Atomkraftwerke einspeisen wäre für Wind und Sonne kein Platz. Deshalb Atom oder Sonne. Für was wir stehen kann sich jeder denken.

Sonne!

Erhard Renz

Netzparität 2012 in Deutschland aber in Spanien erst 2020!

Samstag, den 16. Mai 2009 von Erhard Renz

Wer hätte das gedacht. Während in Deutschland ständig die Netzparität früher kommen soll wird es die Netzparität in Spanien erst nach 2020 geben. Diese Infos beziehe ich aus dem TAZ Artikel “Solarstrom wird konkurrenzfähig” geschrieben von Bernward Janzing der aus der “Branchenanalyse Photovoltaik 2009″ der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zitiert. Leider konnte ich diese Studie im Netz nicht finden…

Aber bereits 2012 die Netzparität in Deutschland auszurufen, daß ist neu. Ich kann mich noch an folgende Veröffentlichungen erinnern: (und das in meinem Alter!)

Netzparität 2020

Noch im Jahr 2003 wurde die Netzparität bis 2020 vorhergesagt. Damals verglich man den kostbaren Photovoltaikstrom noch mit Grundlast. Damit sollte gezeigt werden wie teuer Solarstrom ist. Aber Photovoltaik wird niemals nachts produzieren also ist dieser Vergleich mit Grundlast völliger Quatsch.  Photovoltaik produziert dann wenn die Menschen aktiv sind. Dann scheint die Sonne und deshalb muß Photovoltaikstrom mit dem Strompreis verglichen werden der zu Spitzenzeiten von den Menschen genutzt und bezahlt wird. weiter…

Erhard Renz

Erneuerbare Energien finden breite Zustimmung

Sonntag, den 14. Dezember 2008 von Erhard Renz

Während Angela Merkel derzeit den Ruf der Deutschen Regenerativ Branche aufs Spiel setzt, für Automobilkonzerne Steuergelder ausgibt und vor den großen Energieverschwendern einknickt geben die Deutschen Bürger eine klare Antwort.

Sie wollen erneuerbare Energien! Basta!!!

EE Mehrheit für Ausbau

weiter…

Erhard Renz

Forschung Solarenergie

Sonntag, den 26. Oktober 2008 von Erhard Renz

Für junge Menschen werden wir oft gefragt ob es denn auch noch Arbeitsplätze in der Forschung gibt. Hierbei verweise ich gerne auf den Forschung Verbund Sonnenenergie (FVS) einem Zusammenschluß von außeruniversitären Forschungsinstituten die zusammen ca. 80% der Forschungskapazität für erneuerbare Energien in Deutschland abdecken. Wobei man gleich anmerken muss, daß die Förderung für erneuerbare Energien und für rationelle Energieanwendungen zusammen noch nicht einmal die Fördersumme erreichen die für die Beseitigung von kerntechnischen Anlagen ausgegeben werden.

Eigentlich ein Skandal !!!

Im FVS sind ca. 1.800 Forscher verbunden die sich um die solare Zukunft kümmern. Die Verteilung welches Institut sich um welches Thema kümmert habe ich auf folgender Folie entdeckt.
Forschungs Verbund Sonnenenergie

Wie man sieht gibt es äußerst spannende Themen die für junge Forscher zur Auswahl stehen und wir werden jedes dieser Themen in Zukunft brauchen. Deshalb wäre es angebracht diese Forschung mit mehr Geld auszustatten. Jungen Menschen eine vernünftige Zukunft zu geben und uns dem Handwerk noch bessere Produkte für den täglichen Einsatz liefern. Auf gehts Jungs und Mädels bewerbt euch beim FVS und in ein paar Jahren sehen wir uns wieder bei Ralos.

Erhard Renz

Röhren Module

Donnerstag, den 9. Oktober 2008 von Erhard Renz

Bisher mussten wir jeden von unserem Messestand wegschicken der “Röhren” Module (Solarthermie) wollte. Vielleicht wird dies in Zukunft anders. Denn jetzt gibt es Photovoltaik Röhren Module (Fa. Solyndra) die Strom produzieren.

Ich möchte diese techn. Neuheit einfach mal weitergeben wie ihr wisst bin ich “nur” Kaufmann und kann die technische Sinnhaftigkeit nicht beurteilen. Obwohl die Bilder auf der Homepage schon sehr überzeugend sind. Leider sind noch keine wirtschaftlichen Daten auf der Homepage genannt. Deshalb kann ich auch noch nicht abschätzen wie dieses Modul im Markt einschlagen wird. Sicherlich wird die Phönix AG die 10 MW in 2009 auf dem Markt vertickern können. Ich bin jedenfalls schon gespannt wie der Preis der Röhren Module und der Ertrag pro Jahr sich gestaltet. Technisch scheint es eine Option für Flachdächer zu sein.

Aber auf jeden Fall haben wir es auf dem Messestand in Zukunft noch schwieriger mit der Beratung,
denn jetzt müssen wir auch Röhren Interessenten noch den Stromfluss erklären…

Erhard Renz

Photovoltaik schafft neue Arbeitsplätze

Freitag, den 22. August 2008 von Erhard Renz

Sicherlich ist dies keine Nachricht die einem vom Hocker reißt!
Aber diesmal möchte ich nicht von einem Siliziumhersteller, keinem Zellhersteller, keinem Modulhersteller und auch von keinem Montagebetrieb Ausbauzahlen berichten.
Heute möchte ich von einem Lötdrahthersteller der Fa. Luvata aus Finnland berichten. Luvata wird die Produktionskapazität für seine Lötbänder “Sunwire” verdreifachen.

weiter…

Erhard Renz

Mobilität der Zukunft sind Elektro Autos

Sonntag, den 17. August 2008 von Erhard Renz

Bei Elektro Auto denken viele erstmal ans Altersheim. An die kleinen Wägelchen mit denen ältere Menschen sich ein bißchen Mobilität verschaffen. Ich denke aber an unsere 40 Millionen Pkw’s die wir in Deutschland hin und herfahren. Fahrzeuge sind es ja nicht denn meistens stehen diese Pkw’s auf der Straße oder in der Garage rum. Wenn ich Elektrofahrzeuge als die Zukunft unserer Mobilität nach dem Ende des Ölzeitalters anspreche wird mir immer die immense Menge an Energie vorgehalten die hierfür notwendig wäre.

weiter…

Erhard Renz

dena – Ab 2012 nicht mehr genug Strom

Samstag, den 2. August 2008 von Erhard Renz

Da lacht die BILD, es gehen mal wieder die Lichter aus…

Kurzanalyse  (pdf 2 MB) der Kraftwerks-und Netzplanung in Deutschland bis 2020 (mit Ausblick auf 2030)
Berlin 15.4.2008

So begint eine 65 Folien lange Analyse der deutschen Energie Agentur GmbH. Ich werde hier in Zukunft öfters mal in solche Veröffentlichungen schauen. Mir fällt auf, daß die Analyse optisch gut gemacht ist und warscheinlich jeden Zuhörer schlüssig erscheint. Da ich ja leider nicht so schlau bin und mich nur bei Photovoltaik ein bißchen auskenne hab ich mir die PV-Zahlen genauer angeschaut.

Mich erzürnt Folie 33 da wird die PV Entwicklung der nächsten 23 Jahre dargestellt

weiter…

Erhard Renz

Unterschätzt und kleingeredet aber unaufhaltsam!!!

Montag, den 28. Juli 2008 von Erhard Renz

Ich höre mit ständig Vorträge in der Szene der erneuerbaren Energien an. Richtig geschockt bin ich immer dann, wenn es um die Zukunftsprognosen geht. Obwohl wir in der Vergangenheit ein Wachstum hingelegt haben, daß keiner vorhergesagt hat, überwiegen die Skeptiker in der Szene.

 Ich gehöre nicht dazu. weiter…

Erhard Renz

Heute brauch ich nichts schreiben – er hat schon alles gesagt

Sonntag, den 27. Juli 2008 von Erhard Renz

Es wäre ungerecht, er hat schon alles gesagt (für heute) da wirkten Worte von mir nur lächerlich:

Al Gore:

http://www.sfv.de/artikel/2008/A_Genera.htm

er hat alles gesagt!

Man muß auch wissen wann man die Klappe zu halten hat.

Yes, we do it in ten Years! :-)

www.wecansolveit.org/pages/al_gore_a_generational_challenge_to_repower_america
Bis zum 26.07.2008 haben sich bereits 1.430.135 Menschen der Bewegung angeschlossen.

Erhard Renz

Langfristiger Vertrag mit Evergreen Solar

Sonntag, den 25. Mai 2008 von Erhard Renz

Ralos unterschrieb einen fünf Jahres Liefervertrag mit Evergreen Solar. Damit sichert sich Ralos für die nächsten fünf Jahre eine Basis an Solarmodule für die Beschäftigung der inzwischen weiter…

Erhard Renz

100% erneuerbare Energien sind möglich!!!

Samstag, den 3. Mai 2008 von Erhard Renz

Oft werde ich ungläubig angesehen wenn ich von zukünftig 100 % erneuerbarer Energie rede. Deshalb möchte ich auf einen Denkfehler hinweisen der allzu gerne von den “Energieversorgern” suggeriert wird.
Der Anteil der erneuerbaren Energien am Primär Energieverbrauch beträgt im Jahr 2007 weiter…

Erhard Renz

Das Solarzeitalter löst das Kohlezeitalter ab

Sonntag, den 2. März 2008 von Erhard Renz

Könnte es krasser sein, der Unterschied zwischen Kohle und Sonne?
Hinabsteigen in tiefe dunkle Löcher, immer Angst es könnte etwas einstürzen mit brachialer Gewalt der Erde die Kohle rausbrechen und über viele Kilometer bis zum Kraftwerk transportieren dort verbrennen mit klimaschädlichen Gasen und Stäuben sowie den Verlust von vielen Energieeinheiten an die Umwelt, um erneut über viele Kilometer den Strom zum Kunden zu transportieren.
Auf der anderen Seite auf den Dächern die Kraft der Sonne selbst direkt erleben, einmal Module installieren, Kabel ins Haus legen und vortan direkt die Energie von oben im eigenen Haus verbrauchen.
Dezentral, direkt und intensiv.
Die Zeit der Kohle ist vorbei, zumindest im Saarland dürfte durch das letzte Erdbeben die Tage der letzten Kohlezeche gezählt sein. Die Bürger haben es längst kapiert, sie haben bereits sieben geplante Kohlekraftwerke gestoppt. Leider brauchen wir viel zu lange um den Ausstieg aus solchen Irrwegen zu organisieren. Bei der Kohle läuft dieses Spiel schon seit 40 Jahre mit Subventionen in Höhe von 120 Milliaren Euro ohne Zukunft. Ein ähnliches Dilemma bahnt sich bei der Atomkraft an. Man tut niemanden einen Gefallen eine sterbende Branche künstlich am Leben zu erhalten. Die Zukunft gehört der solaren Energie. Deshalb darf auch an der Vergütungs-Höhe für Strom aus Photovoltaik nicht ständig herumgedoktert werden. Fünf Prozent jährliche Reduktion sind schon ambitioniert. Die Branche braucht verlässliche Partner damit die stürmische Entwicklung einigermaßen prognostiziert werden kann. Nur wenn die Zukunft einigermaßen geplant werden kann, wird investiert.

Erhard Renz

Klimawandel

Dienstag, den 19. Februar 2008 von Erhard Renz

Um den Klimawandel zu beweisen sind Heerscharen von Wissenschaftlern weltweit unterwegs, oft mit zweifelhaftem Erfolg. Kein Problem für die raloS Belegschaft. Der Klimawandel

Mit einfachen Hilfmitteln wurde für jeden klar ersichtlich, wir sind mitten im Klimawandel und die Zukunft verheißt nichts gutes. Wo soll uns der Klimawandel auch noch hinführen, wenn man sich die Entwicklung seit dem 18. Jahrhundert anschaut. Es könnten höchstens nackte Tatsachen sein. Die Bürstädter Fastnachter hatten mit dem Motto “55 Umzugsjahr(e) – Bürstadt punktet bei Solar(e)” eingeladen.

Da raloS demnächst ein Büro in Bürstadt einrichtet, wollte man sich schon mal in Bürstadt präsentieren. Die Lacher hatte man auf jeden Fall auf der sonnigen raloS Seite. Ralos Faschingsbus

Spätestens wenn die Biogasanlage und das neue Büro von raloS in Bürstadt eingeweiht wird, kommt raloS wieder nach Bürstadt. Ralos Faschingsbus

Ob dann schon der Klimawandel weiter fortgeschritten ist wird sich zeigen?