Montag, den 15. Februar 2010 von Erhard Renz
Na also es geht doch. Was in der Windenergie schon länger gilt wird jetzt auch bei Solarparks angewendet. Normalerweise wird die Gewerbesteuer dort gezahlt wo die betreibende Gesellschaft ihren Sitz hat. Bei der Windenergie gingen deshalb die Gemeinden auf die Barrikaden. Wer die Kraftwerke vor der Haustür stehen hat, der soll auch steuerlich davon profitieren.
Deshalb gab es eine Gesetzesänderung die eine Aufteilung der Gewerbesteuer vornimmt. Die Standortkommune erhält 70% der Gewerbesteuereinnahmen und die restlichen 30% gehen an die Gemeinde in der die Betreiber Gesellschaft ihren Sitz hat. Diese Aufteilung hilft den Kraftwerksplanern um die Akzeptanz vor Ort zu erhöhen. Denn wenn die Einnahmen durch die Gewerbesteuer der eigenen Kommune zu Gute kommen, ist man eher bereit den Planungen zuzustimmen.
Diese Vernünftige Regelung wurde jetzt auch für Photovoltaik-Parks beschlossen. Allerdings nur im Bundesrat auf Antrag der Rheinland Pfälzischen SPD. Bleibt zu hoffen, daß der Bundestag die Gewerbesteuer Splittung positiv aufnimmt und demnächst derjenige die Einnahmen hat der auch sein Gelände zur Verfügung stellt. Auch hier zeigt sich dass es immer wieder möglich ist bestehende Gesetze vernünftig weiter zu entwickeln.
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Montag, den 4. Januar 2010 von Erhard Renz
Gleich zu Beginn des neuen Jahres möchte ich auf eine neue Quelle von Informationen zur Stromproduktion hinweisen. Die EEX Transparenzplattform veröffentlicht zeitnah sowohl Prognose Daten als auch die tatsächlichen Ertragsdaten. Die Produktionsdaten werden natürlich benötigt um an der Strombörse mit Strom handeln zu können. Dazu sind Informationen zu den großen Kraftwerkskapazitäten notwendig.
Aber auch für die Windenergie gibt es eine Wind Ertrags Prognose für den nächsten Tag. Diese Prognose wird abends um 18 Uhr ins Netz gestellt. Es wird aber auch ca. mit 2-3 Stunden Verzug die aktuelle Windkraft Stromerzeugung auf dieser Transparenzplattform angezeigt. Anscheinend kann im nachhinein kein Abgleich der Prognose/Ist Werte angezeigt werden. Dies ist natürlich schade. Wenn diese Ertragsdifferenz bekannt wäre, könnte man erkennen ob nach und nach die Prognosen besser werden.
Eines ist auf jeden Fall noch Verbesserungswürdig!
“Zurzeit werden noch keine Angaben zur erwarteten Erzeugung aus Solarenergie gemacht, da die erforderlichen Schwellenwerte noch nicht erreicht sind.”
Die erforderlichen Schwellenwerte sind nicht erreicht? Wie hoch sind die erforderlichen Schwellenwerte?
Die heutigen Ertragsdaten der Windenergie liegen zwischen 800 MWh und 3.000 MWh. Wenn der Winter sich verabschiedet, spätestens dann müsste die Photovoltaik in der Lage sein auch in diesen Leistungsgrößen einzuspeisen. Ich freu mich schon drauf und die EEX Transparenzplattform werde ich mir in nächste Zeit noch etwas intensiver anschauen. Vielleicht haben wir dann ja schon die Schwellenwerte mit der Photovoltaik überschritten. Wir arbeiten dran.
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Sonntag, den 22. November 2009 von Erhard Renz
Jahrelang belächelt in 2009 aber unbemerkt Spitzenreiter im Neubau von Kraftwerken. Die Photovoltaik wird in 2009 die meisten Kraftwerksleistung an das Netz bringen. Auch hier muß ich wieder mal sagen was wäre das für ein Aufschrei wenn irgendwo auf der Welt ein Atomkraftwerk fertig gebaut würde. Wir bauen aber hunderte täglich und bringen Sie ans Netz. Deshalb ist es nicht mehr als Recht wenn wir 2009 auch zum größten Baustein der Erneuerbaren Energien werden.
Wir werden voraussichtlich mehr als 2.300 MW Photovoltaik installieren. Die Windenergie hat zuletzt 2006 mehr als 2.000 MW genauer gesagt 2.233 MW installiert. In 2007 und 2008 wurden dagegen “nur” noch knapp 1.700 MW installiert. Voraussichtlich wird man 2009 unter 2.000 MW bleiben wie die nachfolgende Statistik zeigt.

In der Photovoltaik aber sind ständig steigende Installationszahlen zu vermelden.
2006 waren es noch 833 MW
2007 wurden 1.103 MW installiert
2008 waren es bereits 1.505 MW.
Aber in 2009 erwarten wir mehr als 2.300 MW denn Ende September hatten wir bereits 1.470 MW installiert. Da wir in der Lage sind monatlich gut 300 MW zu installieren werden wir die vermutlich 1.700 MW der Windenergie locker toppen.
Liebe windigen Brüder es tut mir ja leid. Aber den sonnigen Typen gehört nun mal die Welt.
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Donnerstag, den 26. März 2009 von Erhard Renz
Wer keine Atomkraftwerke oder Kohlekraftwerke mehr haben möchte der baut sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach. Natürlich wird die eine Photovoltaikanlage nicht verändern. Ausser im persönlichen Gefühl und im Geldbeutel des Anlagenbesitzers. Aber in Summe da passiert etwas.

Die Zeitschrift Photon hat diesen Effekt in der Januar 2009er Ausgabe beschrieben. In der Bundesrepublik liegt die Höchst Verbrauchslast bei ca. 76 GW. In der obigen Grafik wird dies im Juni gegen 12 Uhr erreicht. Bei einer angenommenen installierten Leistung von 60 Gigawatt im Jahr 2020 (was zugegebener Maaßen erst installiert sein will) wird die Mittagsspitze durch Photovoltaik abgedeckt und es entstehen zwei Spitzen. Eine morgens um 8 Uhr und eine zweite um 21 Uhr. Diese beiden Spitzen müssen durch die regelbare Kraftwerke zugespielt werden. Der Sockelbetrag (Grundlast) wird immer dünner. Dies bedeutet, daß immer weniger Kohle und Atomkraftwerke benötigt werden. Diese Kraftwerke sind nicht in der Lager kurzfristig (15 Minuten) Leistung bereitzustellen. Bei Kohlekraftwerken kann mit ca. 3 Stunden gerechnet werden. Atomkraftwerke sind noch unflexibler.
Der Ausbau der Photovoltaik allein macht es allerdings nicht allein sondern die Windenergie wird ebenfalls stark in diese Kurve eingreifen. Nur bei der Windenergie gibt es keine oder nur eine geringe tägliche gleichartige Leisungs Kurve die vordiskutiert werden könnte.
All diese Effekte haben wir von den erneuerbaren Energien schon mehrfach beschrieben. Jetzt aber haben wir auch noch ein Eingeständnis von EdF und EON. Die beiden Energieversorger fordern von der britischen Regierung die Ausbauziele der erneuerbaren Energien zu senken.
EdF und EON vielen Dank mal wieder für den Beweis, Wind und Sonne machen Atom und Kohle überflüssig.
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Sonntag, den 15. März 2009 von Erhard Renz
Bei Aufräumarbeiten meiner PC Dateien ist mir eine Grafik aus dem Jahr 1999 in die Hände gefallen. Auf dieser Grafik wird erläutert wie hoch der Energieaufwand für die Erzeugung von 1 kWh Leistung (Strom) bei den verschiedenen Kraftwerken ist. Bei den konventionellen Kraftwerken kann ich zwar nicht sagen wie sich die Entwicklung darstellt. Sicherlich hat es dort auch Effizienzverbesserungen gegeben. Ich bin mir aber sicher, mit der Photovoltaik und Windenergie können sie nicht mithalten:
Bei der Photovoltaik brauchte man 1999 noch 15 qm Fläche um bei optimaler Sonneneinstrahlung nach einer Stunde 1 kWh Strom ernten zu können. Heute sind dazu noch 8 qm Solarzellen notwendig.
Bei der Windenergie wird es noch augenfälliger. Ein 500 kW Windrad musste sich 20 Sekunden lang unter Vollast drehen eine moderne 5 MW Anlage hat bereits nach 2 Sekunden eine kWh produziert.
Manchmal ist es doch ganz nützlich wenn man sich so alte Erläuterungen näher anschaut. Es zeigt wie Effizient die heutigen Kraftwerke sind und ich sage euch wir sind noch lange nicht am Ende…
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Dienstag, den 24. Februar 2009 von Erhard Renz
Ich kann nicht beurteilen ob es ein Fehler ist oder Unwissenheit oder sogar bewußte Manipulation. Auf jeden Fall wird wieder einmal das Lied der kostengünstigen atomaren und fossilen Stromerzeuger gesungen. Von einer sachlichen Berichterstattung kann jedenfalls keine Rede sein.
Ich erwarte eine Richtigstellung der Grafik in der Bürstädter Zeitung.
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Montag, den 8. Dezember 2008 von Erhard Renz
Heute möchte ich mal auf eine andere Erneuerbare Energie verweisen. Aus den Entwicklungen wie sie die Windenergie gemacht hat können wir in der Photovoltaik vieles lernen. Deshalb möchte ich auf eine Veröffentlichung des Anlegerbeirats des Bundesverband Windenergie (BWE) hinweisen. Der Anlegerbeirat beschäftigt sich unter anderem mit den Jahresabschlüssen von Windparks (GmbH& Co. KG) und vergleicht deren wirtschaftlichen Erfolg. Dabei zeigt sich, daß es enorme Unterschiede bei den Windpark Beteiligungen gibt. Bei den 103 Windpark Abschlüssen haben im Jahr 2007 nur 55 Windparks die Erlöse wie im Prospekt angekündigt erwirtschaftet. Obwohl das Windangebot im Jahr 2007 bundesweit über dem Normaljahr (100%) lag. Ansonsten hat der Anlegerbeirat den Durchschnitts Wert und den schlechtesten Wert aus den 103 Windparks veröffentlicht. Ich möchte ein paar Kennzahlen aufführen:
Soll/Ist Umsatzerlöse 99,2% im Schnitt / 41,2% der schlechteste
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