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Erhard Renz

Offshore Windräder ohne Risiko aber mit 12% Rendite

Donnerstag, den 24. März 2011 von Erhard Renz

Jetzt nachdem die letzte Bürgerbeteiligung an einem Offshore Windpark (Butendiek) weg ist bestimmen die Konzerne der Bundesregierung was benötigt wird! Für die Wind-Vision der Großkonzerne soll die Bundesregierung eine richtig fette Finanzspritze locker machen.

Da soll zum einen je Kilowattstunde Strom plötzlich 18 Cent vergütet werden es soll Risikobeteiligung und Darlehen geben. Bei der Kabeltrassenführung soll auch noch unterstützt werden. Verkauft wird die Meldung damit, daß die Bürger Windräder an Land nicht mögen. Vielleicht sollten wir den Bürgern mal sagen, daß an Land Windräder zu den halben Kosten Strom produzieren! Dass die Bürger dann selbst Windräder bauen, warten und betreiben können. Wir sollten dem Bürger sagen, dass Windräder an Land mit 7% Rendite auskommen müssen auf dem Meer sollen sie aber 12% bekommen. Was eine Vergütung von 18 Cent bei 10.000 Megawatt und je 5.000 Volllaststunden im Jahr kosten würde will ich erst gar nicht ausrechnen. (habs doch gemacht 9 Milliarden Euro im Jahr)

Begründung gibt es keine, nur die Vermutung, dass 7% für Konzerne halt zu wenig sind. Dann investiert der Konzern nicht. Wenn er allerdings eine Rendite erzielt die bei 12% liegt und die Windräder nach 9 Jahren schon abgeschrieben sind, dann macht es wieder richtig Spaß! Nach 9 Jahren schon alle Kosten drin, letztendlich “fast” ohne Risiko. Danach kann der Strom über die eigenen Netze an die eigenen Kunden verkauft werden. Ein sicheres Geschäft halt. Für den Ausbau der Übertragungsnetze müssen dann wieder die Naturschützer herhalten die ja berufsmäßig den Ausbau von Stromtrassen ausbremsen…

Ich frag mich was das soll. Wenn die Bundesregierung Windkraft ausbauen will, dann soll Sie eine erhöhte Förderung der Windenergie auf dem Land beschließen. Da würde ein Cent mehr pro kWh bereits viele Projekte anstoßen. Die Finanzierung würde durch die Bürger gestemmt und die Wertschöpfung bliebe vor Ort. Eine erprobte Technik die weltweit exportiert wird. Aber nein die Förderung soll ja den Konzernen zu Gute kommen. Die sollen wenig Risiko tragen und danach mit abgeschriebenen Windrädern den anderen Betreibern Konkurrenz machen.

Mir wäre eine Photovoltaikvergütung mit 12% Rendite und kurzer Laufzeit auch recht. Das gäbe einen richtigen Boom. Nur haben wir keine Lobby die solche Wünsche nach Berlin zur Kanzlerin tragen kann. Oder gibt es jemand der Angela Merkel den Vorschlag macht wir wollen eine Vergütung mit 12% Rendite auf neun Jahre. Für den regionalen Netzausbau erhält der netzbetrieber ebenfalls eine 12% Rendite plus KfW Darlehen…

Aber irgendwie hab ich das Gefühl dass uns selbst Brüderle nicht folgen würde…
Vielleicht sollten wir ihn mal zum Äbbelwoi einladen.

P.S.: Solarstrom vom Acker wird spätestens 2014 schon günstiger sein wie 18 Center! Warum dann ins Meer?

Erhard Renz

EEX Strombörse Wind und Solar Prognose

Dienstag, den 1. März 2011 von Erhard Renz

An der Strombörse in Leipzig werden seit neuestem die Erträge der Photovoltaik stündlich veröffentlicht. Wie an anderen Börsen auch gibt es einen Ausblick wieviel Strom in Zukunft (am aktuellen Tag) produziert werden soll. Immer im Stundentakt werden die erwarteten Strommengen angezeigt. Für den 28.2.2011 habe ich mir mal vorgenommen diese erwartetenPhotovoltaik Mengen mit den tatsächlich produzierten Strommengen zu vergleichen.

Wie zu erwarten war beginnt die Tabelle für Photovoltaik erst mit dem Eintrag ab 8 Uhr. Davor sind nur die niedrigen Ertragswerte des Windes zu sehen die in der Realität noch niedriger ausfallen wie laut Prognose.

EEX Tranparenzplattform Wind

Die niedrigeren Windstrom Erträge bewegen sich in einer Höhe von maximal 611 MW und entsprechen damit einer Leistung eines halben Atomkraftwerkes. Prozentual ausgedrückt ergibt sich um 5 Uhr eine negative Abweichung von 32%.

Warum es überhaupt solch hohe Abweichungen gibt ist mir unerklärlich. Der Bundesverband Windenergie (BWE) behauptet die Abweichung liegt bei einer Vorhersage von 48 bis 72 Stunden bei einer durchschnittlichen Abweichung von 8 Prozent bei der Vorhersage von unter 6 Stunden sogar nur bei 5%. In der Praxis (EEX Strombörse) stimmt dies allerdings nicht…

Noch gravierender (sowohl in den absoluten Werten als auch in den Prozentabweichungen) sind die Abweichungen im Solarbereich.

EEX Tranparenzplattform Sonne

Der Istertrag von 14 Uhr von 5.218 MW weicht immerhin vom Prognosewert von 3.269 MW mit 1.949 MW ab. Dies entspricht zwei Atomkraftwerken. Die Stromproduktion von 16 Uhr ist fast doppelt so hoch wie die Prognose. Auch bei der Solarenergie ist es mir unverständlich wie diese schlechten Prognosewerte ermittelt werden. Am 28.2. haben sich die beiden Prognosen gegenseitig zwar abgeschwächt. Denn die Windprognose war zu hoch und die Solarprognose zu niedrig in Summe sah es dann etwas besser aus. Aber die Abweichungen sind nicht akzeptabel. Da muß noch nachgearbeitet werden. Vielleicht möchte die Transparenzplattform auch keine besseren Werte. Auf jeden Fall ist es unbefriedigend was da an Prognosen veröffentlicht wird und wenn sich die Energieversorger daran orientieren würden wären sie schlecht beraten.

Erhard Renz

Photovoltaik ist anders und man muß sie verstehen!

Mittwoch, den 1. Dezember 2010 von Erhard Renz

Die Photovoltaik ist eine “neue” Technik um Strom zu produzieren. Klar es gibt den Photovoltaischen Effekt schon mehr als 50 Jahre aber zur Produktion von Strom im Großen Stil wurde die Photovoltaik erst in den letzten Monaten wahrgenommen. Zumindest von denen die bisher die Photovoltaik als Spielerei angesehen haben.

Diese Technik unterscheidet sich aus technisch zu den anderen Erneuerbaren Energien. Bei allen Erneuerbaren Energien wird eine Drehung erzeugt. Mit Wind, Wasser oder Biomasse wird durch technisches “Zubehör” Energie aufgefangen und in Drehung (z.B. Turbine) gebracht. Dies sind aber “uralte” Techniken die schon lange am Markt zu finden sind. Die Photovoltaik dagegen erzeugt durch “aufgearbeitetem Sand und Sonnenstrahlen Strom”. Direkt und ohne weiteren Firlefanz.

Es ist deshalb verwunderlich wenn die Photovoltaik mit anderen Erneuerbaren Energien oder sogar den konventionellen Energien verglichen wird. Photovoltaik ist Neuland! Photovoltaik hat deshalb auch noch Einsparpotentiale. Aber die Photovoltaikentwicklung schläft nicht sondern sie ist hoch Innovativ. Ich möchte dies gerne mit drei Grafiken verdeutlichen.

Die EEG Vergütung für Windstrom und Photovoltaik habe ich von 2004 bis 2011 in Cent je Kilowattstunde Strom aufgetragen. Als Orientierung habe ich noch den Strompreis den die Endkunden seit dieser Zeit zahlen mit aufgeführt.
Strompreis bis 2011

Es ist klar erkenntlich, die Photovoltaik wurde seit 2004 um 50% (Die Hälfte) günstiger. Die Windenergie dagegen steht bedingt durch die Verteuerung von Rohstoffe (z.B. Stahl) fast noch auf dem gleichen Wert wie 2004. Der Verkaufspreis des Stroms dagegen wurde in diesen Jahren um 30% erhöht.

Im nächsten Bild hab ich die Einspeisevergütungen von Wind und Solar bis 2015 aufgetragen.
Strompreis bis 2015

Bis 2015 wurde die Vergütung für Windenergie schon festgelegt. In jedem Jahr wird die Vergütung um 1 % reduziert. Die Photovoltaik wurde nur bis 2012 festgelegt. Da eine Grundreduzierung von 9% im EEG sowie ein “atmender Deckel” mit zusätzlich bis 12 % festgelegt wurde muss bei dem starken Ausbau ab dem 1.1.2012 mit einer erneuten 21% Reduzierung gerechnet werden. Danach habe ich eine 13% Reduktion eingerechnet. Wobei dies absolute Kaffeesatzleserei ist. Erkenntlich wird aber die ganz andere Entwicklung der Photovoltaik gegenüber der Windenergie. Die Windenergie wurde zwar immer größer effizienter und technisch ausgereifter. Die Basis der Windenergie ist aber eine traditionelle Technik mit Stahlbau und Turbinen. Die Photovoltaik dagegen ist neu und entsprechend sind noch Einsparungen auf allen Ebenen zu finden. Es ist auch kein Ende der Kostenreduktion absehbar.

Wenn ich jetzt noch den Strompreis linear bis 2015 ansteigen lasse:

Strompreis bis 2015 mit linearer Erhöhung

Dann wird klar die Photovoltaik wird zukünftig keine Förderung in Form von erhöhter Einspeisevergütung benötigen sondern nur ein Zugangsrecht zum Netz. Dies gilt zumindest für Photovoltaikanlagen auf Dächern unter denen auch Stromverbraucher leben. Die werden versuchen den Strom selbst zu nutzen. Dies ist auch der zweite Unterschied von Photovoltaikanlagen zu den “konventionellen” Erneuerbaren Energien. Photovoltaik kann auf dem eigenen Dach Strom produzieren. Weder Wind, noch Wasser, noch Biomasse (außer Holzfeuer) sind dazu geeignet und benötigen immer einen Transport vom Kraftwerk zum Verbraucher. Dies kann bei der Photovoltaik identisch sein.

Auf jeden Fall dürfte jetzt mal mit dem Vorurteil die Photovoltaik würde nicht günstiger werden aufgeräumt sein. Oder gibt es da noch Zweifel?

Erhard Renz

Ausbau der Photovoltaik im Vergleich

Mittwoch, den 3. November 2010 von Erhard Renz

Ich habe schon Vorträge für Erneuerbare Energien gehalten bei denen ich rumstottern musste wenn man mich nach dem Anteil der Windenergie an der Stromproduktion fragte. Bei einem halben Prozent (aufgerundet :-) ) dies muß ca. 1995 gewesen sein hab ich angefangen die Erneuerbaren Energien voranzutreiben. In der Windenergie gab es Dank des Stromeinspeisegesetzes im Jahr 1991 einen technologischen Schub. Aufgrund der Möglichkeit den Strom gegen ca. 17 Pfennigen zu verkaufen begann der Siegeszug der Windenergie.

Die Photovoltaik konnte sich mit diesem Gesetz genau so wenig entwickeln wie Biomasse oder Geothermie. Erst mit dem EEG im Jahr 2000 begann auch die Photovoltaik ihren langen Weg bis zur wirtschaftlichen Marktreife ohne Förderung. Zu Beginn belächelt werden die heutigen Zuwachszahlen bereits als “kritisch fürs Stromnetz” angesehen. In 2010 haben wir bereits 5.000 MW Photovoltaik in Deutschland installiert. Dies entspricht einer Spitzenleistung von ca. 4 Atomkraftwerken.

Diese Entwicklung einer dezentralen Energie, die von vielen hunderttausend Menschen getragen wird, wurde schon immer unterschätzt. Dabei hätte man von der Entwicklung der Windenergie lernen können. Ich habe mal die Installierte Leistung von Windenergie und Photovoltaik verglichen. Allerdings vergleiche ich die Installierte Leistung der Photovoltaik aus dem Jahr 1999 mit den installierten MW der Windenergie aus dem Jahr 1990.
Vergleich der Entwicklung von Windenergie und Photovoltaik (1)

Durch den 9jährigen Versatz (Wind 1990 – Sonne 1999) kann man die Entwicklung beider Techniken ersehen. Das EEG beabsichtigt ja eine Rendite von ca. 7% für die Investoren zu ermöglichen. In den ersten Jahren entwickelte sich die Windenergie schneller wie die Photovoltaik. Erst 2006 (Wind 1996) zieht die Photovoltaik an der Windenergie vorbei. Dieser schnellere Ausbau wie die Windenergie setzt sich bis heute fort.

Wenn man sich den Ausbau der Windenergie anschaut und die bereits in 2010 installierten Photovoltaikanlagen hinzuaddiert könnten wir fast an die Werte der Windenergie von 2004 ran kommen!
Vergleich der Entwicklung von Windenergie und Photovoltaik (2)
Wir würden also locker die Installationszahlen von drei Windjahren in 2010 realisieren.

Um die Windenergie einzuholen fehlen uns allerdings noch ein paar Jahre. Ob wir die Windenergie überhaupt einholen können wird natürlich politisch entschieden.
Vergleich der Entwicklung von Windenergie und Photovoltaik (3)
Es spielt natürlich auch eine Rolle ob man in den Vergleich die Offshore Windräder mit einbezieht.

Was ich allerdings aufzeigen wollte die allgemeine Empörung wie schnell die Photovoltaik ausgebaut wird hätte man längst schon erkennen können. Dezentrale Kraftwerke sind weitaus einfacher zu realisieren. Die Windenergie konnte ihr schnelles Wachstum nicht mehr beibehalten da sie auf Genehmigungen angewiesen ist. Die Photovoltaik dagegen wird von den Bürgern selbst entschieden und wenn deren Rendite Erwartung erfüllt wird dann baut der Bürger. Konzerne investieren bei diesen Renditen nicht!

Erhard Renz

Energieszenario für Windenergie und Photovoltaik

Dienstag, den 14. September 2010 von Erhard Renz

Ich hab zwar schon über das Energieszenario der Bundesregierung geschrieben aber es waren nur Zahlen die ich da genannt habe. Zahlen sind zwar wichtig aber um das gesamte Dilemma des Energieszenarios darzustellen macht es Sinn den Ausbau der Photovoltaik und der Windenergie für ein halbes Jahrhundert graphisch darzustellen. Wohlgemerkt sind es 9 Jahre tatsächlicher Ausbau und 41 Szenario der Bundesregierung. Anhand dieser Zahlen möchte die Bundesregierung ein Energiekonzept erstellen.

Schauen wir uns als erstes die Photovoltaik an:
Energieszenario Photovoltaik

Einen ähnlichen Ausstieg aus der Windenergie sieht das Szenario bis 2050 vor.
Energieszenario Windenergie

Ich habe die Eckpunkte für die Jahre 2020, 2030, 2040 und 2050 auf die einzelnen Jahre einigermaßen logisch verteilt. Es wird klar, daß die Bundesregierung der Wind- und Solarbranche noch einen gemächlichen Rückbau Ihrer Kapazitäten bis 2020 erlaubt. Danach kann man den Ausbau der Photovoltaik und der Windenergie Onshore vergessen. Im Szenarion wurde er Plattgerechnet. Wer auf diese Zahlen eine Konzept aufbaut kann nicht erwarten, dass ein realistisches Ergebnis rauskommt.

Shit in Shit out! Allt Programmiererweisheit!

Zumindest bei der Photovoltaik steht aber im gleichen Szenario dass im Jahr 2020 der kWp Preis noch bei 1.350 Euro liegt und die Stromgestehungskosten damit niedriger sind wie der Strom der vom Energieversorger geliefert wird. Warum sollten dann die Hausbesitzer keine Photovoltaikanlage auf ihr Dach bauen? Die Hausbesitzer werden es tun.

Da kann im Szenario stehen was will.

Aber warum werden solch unrealistischen Zahlen angesetzt?
Klar man will die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke schönrechen. Ausserdem sollen Energieeinsparung im Gebäudebereich in bisher ungeahnter Höhe realisiert werden. Die Erneuerbaren Energien sollen in Großkraftwerken im Meer (Offshore oder in der Wüste) angewendet werden.

Dies wiederspricht aber unserem Ansatz der dezentralen Energieversorgung. Wir wollen viele kleine Kraftwerke dezentral von vielen Menschen für ihren Bedarf und nach ihren Möglichkeiten mit eigenen Finanzmittel finanziert. Anscheinend will dies die Bundesregierung nicht. Großkraftwerke werden von Großbanken finanziert.

Dann soll sich die Bundesregierung auch von den Großbanken wählen lassen.

Mit diesem Szenario wird der Ausbau von Photovoltaik noch der Windenergie realistisch beschrieben. Um ein Energiekonzept für die nächsten 40 Jahre zu vereinbaren brauchen wir realistische Zahlen und nicht politisch gefärbte.

Erhard Renz

Neuer Einspeiserekord der Photovoltaik

Montag, den 13. September 2010 von Erhard Renz

Erstmals am 6.9.2010 übertraf die Photovoltaik in Deutschland die 8 GW Grenze bei der Stromproduktion. Mit diesem Rekordwert dürfte die diesjährige Solare Höchstsaison abgeschlossen sein. Der nächste Produktions-Rekord dürfte sich erst im Mai 2011 einstellen. Aber schauen wir uns den Rekordtag mal genauer an.

2010 09 06 Photovoltaik

So wie man die Ertragsdarstellung einer einzelnen Photovoltaikanlage bei einem tollen Sommertag gewohnt ist steigt die Solarstromleistung morgens steil an. Zur Mittagszeit erreicht die Einspeisung um 12/13 Uhr ihren Höhepunkt und fällt etwas langsamer ab bis um 20 Uhr nix mehr geht. Die Ertragssituation aller Deutschen Photovoltaikanlagen verhalten sich in Summe also genau wie eine einzelne Photovoltaikanlage. Damit sind die Solarstromerträge auch mit hoher Genauigkeit einen Tag vorher einzuplanen.

An dem Sonnenrekordtag war die Windenergie nicht so erfolgreich. Dies verwundert natürlich nicht sondern ist ebenso wie die Solarenergie dank der vielen Windmessgeräte auf den ca. 25.000 Windmühlen mit hoher Genauigkeit vorherzusagen.

2010 09 06 Windstrom

Anhand dieser beider Ertragsgrafiken die tagtäglich im Internet veröffentlicht werden kann man die unstete Stromproduktion aus Wind und Sonne gut erkennen. Zum Spitzenzeitpunkt der 8 GW Photovoltaikleistung kamen nochmals 4 GW von der Windenergie hinzu. Also 12 GW Wind und Sonnenstrom in der Spitze!

In der momentanen politischen Diskussion wird die Atom Laufzeitverlängerung dikutiert. Schauen wir uns doch mal die Atomstromproduktion an diesem Solarstrom Rekordtag an. Wieviel Strom haben die 17 Atomkraftwerke an diesem Tag produziert:
2010 09 06 Atomstrom

Es waren durchgängig ca. 16 GW die von den Atomkraftwerken produziert wurden. Entgegen den Beteuerungen der Kraftwerksbetreiber sind die Atomkraftwerke immer im gleichen Status gelaufen. Es wurden keine Anpassungen an die unsteten Leistungen aus Wind und Sonne vorgenommen. Diese Anpassungen werden mit Kohle und Gaskraftwerken vorgenommen.

Es ist leicht auszudenken was demnächst passiert. Konservativ berechnet werden wir zukünftig jährlich eine zusätzliche Photovoltaikleistung von ca. 5 GW ans Netz bringen. Auch die Windkraft wird ausgebaut werden. Wir werden dann immer öfter in den Spitzenzeiten konventionelle Kraftwerke runterfahren oder sogar abschalten müssen. Den Beweis, dass dies mit den alten Atomkraftwerken technisch sicher  geht steht aus und bin auch gar nicht scharf drauf dies zu erfahren.

Erhard Renz

Lassen die Branchen sich dass Bieten?

Montag, den 6. September 2010 von Erhard Renz

Die Bundesregierung setzt sich an einem schönen Sonntag in Berlin zusammen und kaspert eine Laufzeitverlängerung aus. Wie man auf die Zahlen kommt ist nicht nachvollziehbar der Vergleich mit einem orientalischen Basar würde den orientalischen Basar beleidigen.

In Berlin wurde gekungelt und die CDU und FDP Klientel bedient. Die Bundesregierung wird allen Protesten zum Trotz auf diesen verlängerten Laufzeiten für Atomkraftwerken beharren und ein Energiekonzept erstellen. Die Branche der erneuerbaren Energien soll dann die Lücken füllen. Ein zukunftsfähiges Konzept sieht anders aus!

Die Zukunftstechnologien Windenergie uns Solarenergie sollen auf den Stand von 1990 zurückgefahren werden. Zumindest steht dies so in den Szenarien der Bundesregierung.

An den Ausbauzahlen bis 2020 können die “Experten” nicht mehr drehen da gibt es keine Chance mehr an den Möglichkeiten die durch Erneuerbare Energien entstehen vorbei zu Argumentieren. Aber die nachfolgenden Dekaden (10 Jahre) die sind sowohl für die Windenergie als auch die Solarenergie der Hammer.

Zwischen 2020 und 2030 soll die Windenergie Onshore um 5 TWh ausgebaut werden. Dazu muss man wissen, dass von 1990 bis zum Jahr 2000 die Windenergie um über 5 TWh ausgebaut wurde. Von 2000 bis 2009 hat man mehr als 30 TWh Windenergie dazugebaut. In der Dekade 2020-2030 soll der Windenergie Zubau also auf das Niveau von 1990/2000 zurückgefahren werden. Noch besser wird es in der Dekade 2030-2040 denn da sollen nur noch 4 TWh zugebaut werden. Auch hier sei der Hinweis erlaubt von 2006 auf 2007 hat die Windbranche 9 TWh zugebaut. In einem Jahr doppelt soviel zugebaut wie in der übernächsten Dekade? Das heißt die Kapazität von jährlich 9 TWh wird auf 0,4 TWh runtergefahren werden. Oder anders ausgedrückt wir werden nur noch 4% von den Windrädern bauen wie 2006/2007.
Dass in der letzten Dekade der Zubau dann nochmals reduziert wird auf  2,4 TWh kann man nur noch mit Frechheit bezeichnen oder mit bewußt manipulierte Zahlen die in das Energieszenario eingerechnet wurde um die Atomenergie schönzurechnen.

Doch die Photovoltaik kommt nicht besser weg. Auch hier wird bis 2020 ein moderater Ausbau auf 31 TWh gesehen. Die Dekade 2020-2030 wird aber nur mit einem Wachstum um 5 TWh angesetzt. Von 2008 auf 2009 haben wir in Deutschland 2,1 TWh zugebaut wir sollen also den Ausbau der Solarbranche 2020 bis 2030 wieder auf ein Viertel des Niveaus zurückfahren wie wir es 2004/2005 hatten. Damit mal allen klar wird was dies bedeutet hab ich die Beschäftigten Zahlen von Ralos in 2005 (knapp 40 Mitarbeiter) und heute 2010 ca. 140 Mitarbeiter rausgesucht. Wenn uns die Bundesregierung also auf ein viertel des Niveaus von 2005 zurückfährt bedeutet dies ein Abbau von 130 Mitarbeitern bei Ralos!
In der Dekade von 2030 bis 2040 sollen nur noch 2 TWh zugebaut werden um dann 2040 bis 2050 nur noch 1 TWh zuzubauen. Vermutlich können wir dann mit einem Tranporter den Betriebsausflug organisieren denn für mehr als fünf Mitarbeiter reicht dann die Arbeit nicht mehr.

So sehen die Szenarien für Wind und Sonnenenergie aus. Dafür dürfen sich die Großkonzerne die Taschen voller Geld scheffeln und das Risiko für die Anwohner darf sich erhöhen.

Ich bin der Meinung es ist an der Zeit dass sowohl die Windbranche als auch die Solarbranche sich diesen Plänen entgegenstellt. Aber nicht nur die Branche sondern jeder einzelne Mitarbeiter der seinen Arbeitsplatz langfristig gesichert haben möchte. Auch die Zulieferer und die 600.000 Photovoltaikanlagenbetreiber. Alle müssen sich engagieren. Ich schlage vor wir fahren alle am 18.9.2010 nach Berlin und bilden einen Windblock und einen Sonnenblock. Ich jedenfalls bin dort und werde meinen Protest gegen diese Energiepläne zum Ausdruck bringen.

Erhard Renz

Sonne und Wind

Freitag, den 9. Juli 2010 von Erhard Renz

Eine ideale Kombination sind Solarenergie und Windenergie. Ein “alter” Freund des Hauses war gestern abend im hessischen Fernsehen zu sehen. Franz Mitsch der Windpionier aus dem Odenwald. Wenn Windräder heute größer gebaut werden können und diese Windräder weniger Geräusche von sich geben dann ist dies mit ein Verdienst von Franz. Der Ausbau seiner Firma ESM war der Anlass des Fernsehberichts. Beim betrachten des Films die Dächer beachten.

Derzeit sind die Dächer noch ohne Photovoltaik. Dies wird sich aber in den nächsten Wochen ändern. Denn auf vier Dächern werden wir insgesamt mehr als 150 kWp Photovoltaik installieren. Mir ist bewußt dass bei den Windfirmen momentan eher über 7 Megawattanlagen gesprochen wird als über 150 kW vor allem wenn man sich die Entwicklung der Windräder anschaut.
Windrad Technik Entwicklung

Auch wenn wir mit 150 kWp bei der Windradentwicklung bereits zwischen 1985 und 1990 so weit war sind wir von der Solarenergie heute immer noch froh wenn wir so “kleine” Kraftwerke bauen dürfen. :-)

… und ausserdem bei der neuen Halle könnte es ja vielleicht ein MW geben.

Erhard Renz

Photons Regionale Differenzierung

Donnerstag, den 8. April 2010 von Erhard Renz

Heute möchte ich nochmal auf die “Super Idee” von Photon eine regionale Differenzierung der Einspeisevergütung vorzunehmen detaillierter eingehen. Ich bin zwar nur “Ralos Blogger” und möchte auch nicht mit einem “weltweit führenden Fachverlag mit 11 Büros auf drei Kontinenten” konkurrieren aber mitreden möchte ich schon. :-)

Derzeit haben wir vier verschiedene Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen nach Größe gestaffelt. Bis 30 kWp, bis 100 kWp, bis 1.000 kWp und größer wie 1.000 kWp. Mit 16 Ländern ausmultipliziert kommen wir schon auf 64 Vergütungshöhen die wir beachten müssen. Für Kunden eine tolle transparente Angelegenheit die zu permanenter Unzufriedenheit führen würde.

Wenn ich mir die Einstrahlungskarte von Bayern ansehe gibt es Schwankungen von ca. 20%. Sollen jetzt die Nordbayrischen Installateure und Häuslebauer für die hervorragenden Verhältnisse in Südbayern büßen?

Bei einer Absenkung der Vergütung um 26% in Bayern oder 23% in Baden Württemberg (ohne Eigenverbrauchs Möglichkeit) gehe ich von einem Abbau von Arbeitsplätzen im Handwerk aus und nicht wie Photon von gleichbleibender Beschäftigung.

Wenn eine regionale Komponente mit hinzukommen soll kann ich die meines erachtens nicht an Landesgrenzen festmachen. Bei der Windenergie gibt es ja bereits eine Komponente bei denen Starkwindstandorte in der Vergütung herabgesetzt werden wenn diese Anlagen eine bestimmte Menge von Strom produziert haben. Solch eine Lösung könnte ich mir auch in der PV vorstellen. Es sollen ja nicht bestimmte Regionen sondern “Standorte mit niedriger Einstrahlung” besser gestellt werden und super Standorte in der Förderung begrenzt werden.
Wir sollten von der ”bewährten” Windvergütung lernen.

Beispiel:

Es gibt je installiertem kWp eine Vergütung von z.B. 37,18 Cent je kWh (39,14 Cent minus 5% Degression). Diesen Vergütungssatz erhält man für 16.000 kWh produzierte Energie. Die 16.000 kWh errechnen sich aus 800 kWh im Jahr und 20 Jahre Laufzeit. Wenn eine Photovoltaikanlage diese Strommenge sagen wir mal nach 18 Jahren bereits produziert hat wird danach der Strom “nur” noch mit 25 Cent je kWh (hab ich einfach festgelegt ohne große Kalkulation) vergütet.

Ich hab mir wirklich keine große Mühe gegeben die richtigen Parameter zu ermitteln. Dies sollen “Experten” machen aber mit solch einer “einfachen” Regelung kann ich weiterhin einfachst kommunizieren. Die Branche muß mit einem Vergütungspreis Bundesweit an die Öffentlichkeit gehen können. Mit diesem Modell wäre dies möglich und viel Berechnungs- und Kommunikations Missverständnisse wären vom Tisch. Letztendlich würde sich mit solch einer Lösung auch der “Ost/West Photon Bonus” gleich mit erledigen. Mir ist sowieso schleierhaft wie Photon in der Praxis einen Ost/West Anlagen Bonus vergeben will. Am Ende hätten wir noch aufgeständerte Solarmodule die nach Ost oder West gerichtet sind nur weil sich durch den Bonus die Rendite verbessert! ;-)

Erhard Renz

Gewerbesteuer wird gesplittet

Montag, den 15. Februar 2010 von Erhard Renz

Na also es geht doch. Was in der Windenergie schon länger gilt wird jetzt auch bei Solarparks angewendet. Normalerweise wird die Gewerbesteuer dort gezahlt wo die betreibende Gesellschaft ihren Sitz hat. Bei der Windenergie gingen deshalb die Gemeinden auf die Barrikaden. Wer die Kraftwerke vor der Haustür stehen hat, der soll auch steuerlich davon profitieren.

Deshalb gab es eine Gesetzesänderung die eine Aufteilung der Gewerbesteuer vornimmt. Die Standortkommune erhält 70% der Gewerbesteuereinnahmen und die restlichen 30% gehen an die Gemeinde in der die Betreiber Gesellschaft ihren Sitz hat.  Diese Aufteilung hilft den Kraftwerksplanern um die Akzeptanz vor Ort zu erhöhen. Denn wenn die Einnahmen durch die Gewerbesteuer der eigenen Kommune zu Gute kommen, ist man eher bereit den Planungen zuzustimmen.

Diese Vernünftige Regelung wurde jetzt auch für Photovoltaik-Parks beschlossen. Allerdings nur im Bundesrat auf Antrag der Rheinland Pfälzischen SPD. Bleibt zu hoffen, daß der Bundestag die Gewerbesteuer Splittung positiv aufnimmt und demnächst derjenige die Einnahmen hat der auch sein Gelände zur Verfügung stellt. Auch hier zeigt sich dass es immer wieder möglich ist bestehende Gesetze vernünftig weiter zu entwickeln.

Erhard Renz

EEX Transparenzplattform

Montag, den 4. Januar 2010 von Erhard Renz

Gleich zu Beginn des neuen Jahres möchte ich auf eine neue Quelle von Informationen zur Stromproduktion hinweisen. Die EEX Transparenzplattform veröffentlicht zeitnah sowohl Prognose Daten als auch die tatsächlichen Ertragsdaten. Die Produktionsdaten werden natürlich benötigt um an der Strombörse mit Strom handeln zu können. Dazu sind Informationen zu den großen Kraftwerkskapazitäten notwendig.

Aber auch für die Windenergie gibt es eine Wind Ertrags Prognose für den nächsten Tag. Diese Prognose wird abends um 18 Uhr ins Netz gestellt. Es wird aber auch ca. mit 2-3 Stunden Verzug die aktuelle Windkraft Stromerzeugung auf dieser Transparenzplattform angezeigt. Anscheinend kann im nachhinein kein Abgleich der Prognose/Ist Werte angezeigt werden. Dies ist natürlich schade. Wenn diese Ertragsdifferenz bekannt wäre, könnte man erkennen ob nach und nach die Prognosen besser werden.

Eines ist auf jeden Fall noch Verbesserungswürdig!
“Zurzeit werden noch keine Angaben zur erwarteten Erzeugung aus Solarenergie gemacht, da die erforderlichen Schwellenwerte noch nicht erreicht sind.”
Die erforderlichen Schwellenwerte sind nicht erreicht? Wie hoch sind die erforderlichen Schwellenwerte?
Die heutigen Ertragsdaten der Windenergie liegen zwischen 800 MWh und 3.000 MWh. Wenn der Winter sich verabschiedet, spätestens dann müsste die Photovoltaik in der Lage sein auch in diesen Leistungsgrößen einzuspeisen. Ich freu mich schon drauf und die EEX Transparenzplattform werde ich mir in nächste Zeit noch etwas intensiver anschauen. Vielleicht haben wir dann ja schon die Schwellenwerte mit der Photovoltaik überschritten. Wir arbeiten dran. :-)

Erhard Renz

Solarstrom toppt Windkraft in 2009

Sonntag, den 22. November 2009 von Erhard Renz

Jahrelang belächelt in 2009 aber unbemerkt Spitzenreiter im Neubau von Kraftwerken. Die Photovoltaik wird in 2009 die meisten Kraftwerksleistung an das Netz bringen. Auch hier muß ich wieder mal sagen was wäre das für ein Aufschrei wenn irgendwo auf der Welt ein Atomkraftwerk fertig gebaut würde. Wir bauen aber hunderte täglich und bringen Sie ans Netz. Deshalb ist es nicht mehr als Recht wenn wir 2009 auch zum größten Baustein der Erneuerbaren Energien werden.

Wir werden voraussichtlich mehr als 2.300 MW Photovoltaik installieren. Die Windenergie hat zuletzt 2006 mehr als 2.000 MW genauer gesagt 2.233 MW installiert. In 2007 und 2008 wurden dagegen “nur” noch knapp 1.700 MW installiert. Voraussichtlich wird man 2009 unter 2.000 MW bleiben wie die nachfolgende Statistik zeigt.

In 2009 installierte Leistung

In der Photovoltaik aber sind ständig steigende Installationszahlen zu vermelden.

2006 waren es noch 833 MW
2007 wurden 1.103 MW installiert
2008 waren es bereits 1.505 MW.

Aber in 2009 erwarten wir mehr als 2.300 MW denn Ende September hatten wir bereits 1.470 MW installiert. Da wir in der Lage sind monatlich gut 300 MW zu installieren werden wir die vermutlich 1.700 MW der Windenergie locker toppen.

Liebe windigen Brüder es tut mir ja leid. Aber den sonnigen Typen gehört nun mal die Welt. :-)

Erhard Renz

Wind und Sonne machen Großkraftwerke unwirtschaftlich

Donnerstag, den 26. März 2009 von Erhard Renz

Wer keine Atomkraftwerke oder Kohlekraftwerke mehr haben möchte der baut sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach. Natürlich wird die eine Photovoltaikanlage nicht verändern. Ausser im persönlichen Gefühl und im Geldbeutel des Anlagenbesitzers. Aber in Summe da passiert etwas.
Grundlast und Photovoltaik vertragen sich nicht...

Die Zeitschrift Photon hat diesen Effekt in der Januar 2009er Ausgabe beschrieben. In der Bundesrepublik liegt die Höchst Verbrauchslast bei ca. 76 GW. In der obigen Grafik wird dies im Juni gegen 12 Uhr erreicht. Bei einer angenommenen installierten Leistung von 60 Gigawatt im Jahr 2020 (was zugegebener Maaßen erst installiert sein will) wird die Mittagsspitze durch Photovoltaik abgedeckt und es entstehen zwei Spitzen. Eine morgens um 8 Uhr und eine zweite um 21 Uhr. Diese beiden Spitzen müssen durch die regelbare Kraftwerke zugespielt werden. Der Sockelbetrag (Grundlast) wird immer dünner. Dies bedeutet, daß immer weniger Kohle und Atomkraftwerke benötigt werden. Diese Kraftwerke sind nicht in der Lager kurzfristig (15 Minuten) Leistung bereitzustellen. Bei Kohlekraftwerken kann mit ca. 3 Stunden gerechnet werden. Atomkraftwerke sind noch unflexibler.

Der Ausbau der Photovoltaik allein macht es allerdings nicht allein sondern die Windenergie wird ebenfalls stark in diese Kurve eingreifen. Nur bei der Windenergie gibt es keine oder nur eine geringe tägliche gleichartige Leisungs Kurve die vordiskutiert werden könnte.

All diese Effekte haben wir von den erneuerbaren Energien schon mehrfach beschrieben. Jetzt aber haben wir auch noch ein Eingeständnis von EdF und EON. Die beiden Energieversorger fordern von der britischen Regierung die Ausbauziele der erneuerbaren Energien zu senken.

EdF und EON vielen Dank mal wieder für den Beweis, Wind und Sonne machen Atom und Kohle überflüssig.

:-)

Erhard Renz

Erklärung Erzeugung einer Kilowattstunde Strom

Sonntag, den 15. März 2009 von Erhard Renz

Bei Aufräumarbeiten meiner PC Dateien ist mir eine Grafik aus dem Jahr 1999 in die Hände gefallen. Auf dieser Grafik wird erläutert wie hoch der Energieaufwand für die Erzeugung von 1 kWh Leistung (Strom) bei den verschiedenen Kraftwerken ist. Bei den konventionellen Kraftwerken kann ich zwar nicht sagen wie sich die Entwicklung darstellt. Sicherlich hat es dort auch Effizienzverbesserungen gegeben. Ich bin mir aber sicher, mit der Photovoltaik und Windenergie können sie nicht mithalten:

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Bei der Photovoltaik brauchte man 1999 noch 15 qm Fläche um bei optimaler Sonneneinstrahlung nach einer Stunde 1 kWh Strom ernten zu können. Heute sind dazu noch 8 qm Solarzellen notwendig.

Bei der Windenergie wird es noch augenfälliger. Ein 500 kW Windrad musste sich 20 Sekunden lang unter Vollast drehen eine moderne 5 MW Anlage hat bereits nach 2 Sekunden eine kWh produziert.

Manchmal ist es doch ganz nützlich wenn man sich so alte Erläuterungen näher anschaut. Es zeigt wie Effizient die heutigen Kraftwerke sind und ich sage euch wir sind noch lange nicht am Ende…

Erhard Renz

Fehler, Unwissenheit oder Manipulation?

Dienstag, den 24. Februar 2009 von Erhard Renz

Ich kann nicht beurteilen ob es ein Fehler ist oder Unwissenheit oder sogar bewußte Manipulation. Auf jeden Fall wird wieder einmal das Lied der kostengünstigen atomaren und fossilen Stromerzeuger gesungen. Von einer sachlichen Berichterstattung kann jedenfalls keine Rede sein.
Ich erwarte eine Richtigstellung der Grafik in der Bürstädter Zeitung.

Stromerzeugungskosten

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Erhard Renz

Windpark Jahresabschlüsse

Montag, den 8. Dezember 2008 von Erhard Renz

Heute möchte ich mal auf eine andere Erneuerbare Energie verweisen. Aus den Entwicklungen wie sie die Windenergie gemacht hat können wir in der Photovoltaik vieles lernen. Deshalb möchte ich auf eine Veröffentlichung des Anlegerbeirats des Bundesverband Windenergie (BWE) hinweisen. Der Anlegerbeirat beschäftigt sich unter anderem mit den Jahresabschlüssen von Windparks (GmbH& Co. KG) und vergleicht deren wirtschaftlichen Erfolg. Dabei zeigt sich, daß es enorme Unterschiede bei den Windpark Beteiligungen gibt. Bei den 103 Windpark Abschlüssen haben im Jahr 2007 nur 55 Windparks die Erlöse wie im Prospekt angekündigt erwirtschaftet. Obwohl das Windangebot im Jahr 2007 bundesweit über dem Normaljahr (100%) lag. Ansonsten hat der Anlegerbeirat den Durchschnitts Wert und den schlechtesten Wert aus den 103 Windparks veröffentlicht. Ich möchte ein paar Kennzahlen aufführen:

Soll/Ist Umsatzerlöse                                       99,2% im Schnitt / 41,2% der schlechteste

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