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Erhard Renz

Einspeisevergütung das 21. Jahr!

Sonntag, den 31. Januar 2010 von Erhard Renz

Ich komme grad vom Treffen der Bayrischen Solarinitiativen und lese gerade das Editoral von Anne Kreutzmann von Photon in der Januarausgabe. Bei den Diskussionen um den Zeitpunkt wann die Einspeisereduzierung gekürzt werden soll wird oft das misteriöse 21. Jahr der Photovoltaikvergütung herangezogen.

Wir sollten am Ende des Jahres unsere Kunden auf das nächste Jahr verweisen. Wer im Januar installiert erhält schließlich fast ein komplettes Jahr der Einspeisevergütung mit den “hohen Vergütungen” dazu. Dann werden Rechnungen dazugelegt und eine ähnliche Rendite oder sogar höhere Rendite berechnet wie wenn die Anlage bereits im Vorjahr am Netz angeschlossen würde.

In dieser Rechnung taucht aber nicht auf was derjenige der im laufenden Jahr bereits installiert in diesem mysteriösen 21. Jahr für einen finanziellen Vorteil mit seinem Strom erzielt. Nun ist es ziemliche Kaffesatzleserei den Strompreis in 20 Jahren rechnerisch zu ermitteln. Aber Überlegungen dazu sind natürlich erlaubt. Da wir in dieser Diskussion über den nächsten Anstehenden Jahreswechsel reden beschreibe ich die Auswirkungen an den derzeiten diskutierten Einspeisevergütungssätze für Anlagen bis 30 kWp.

Derzeit erhält man 39,14 Cent für eine kWh laut Röttgen soll bereits ab 1.4.2010 (Gott bewahre uns davor!) auf 33,27 Cent je kWh reduziert werden und zum 1.1.2011 steht ja nochmal eine 9% Reduzierung an auf 30,28 Cent je kWh.

Der derzeitige Strompreis den unsere Kunden zahlen betrug im Jahr 2009 bereits 23,2 Cent.

Haushaltsstrompreisentwicklung 2000-2009

Der Strompreis hat sich also in zehn Jahren um fast 10 Cent verteuert. Da ich gerne einfach im Kopf rechne sage ich er wird sich in den nächsten 20 Jahren um 20 Cent verteuern und würde dann 43 Cent kosten.

Da ich ein bißchen mit Excel umgehen kann :-) habe ich die Haushaltspreisentwicklung der letzten Jahre in Excel eingegeben und auf die nächsten zwanzig Jahre hochrechnen lassen! Da es in Excel die Möglichkeit gibt aus einer Zahlenreihe einen Trend zu errechnen habe ich die Möglichkeiten mal abgebildet.

Exponentielles Wachstum
Strompreis exponentielles Wachstum

Polynomisches Wachstum
Strompreis Polynomisches Wachstum

Lineares Wachstum
Strompreis lineares Wachstum

Potentielles Wachstum
Strompreis potenzielles Wachstum

Logaritmisches Wachstum
Strompreis logarithmisches Wachstum

Damit genug im Überblick sieht der Strompreis rechnerisch nach 20 Jahren folgendermaßen aus:

70 Cent je kWh bei Exponentiellem Wachstum
45 Cent je kWh bei Polynomischem Wachstum
43 Cent je kWh bei Linearem Wachstum
43 Cent je kWh bei “Kopfrechnen”
28 Cent je kWh bei Potenziellem Wachstum
26 Cent je kWh bei Logarithmischem Wachstum

Meine Lebenserfahrung sagt mir wenn ich mir die einzelnen Kurven anschaue, daß ein lineares Wachstum mir am wahrscheinlichsten sein wird. Die Potentielle und Logarithmische Berechnungen scheinen mir zwar mathematisch eine Option zu sein aber mit der realen Welt nix zu tun zu haben.

Wer 2011 eine Photovoltaianlage baut erhält 30,28 Cent bis Ende 2031 da sein Strom den er vom Energieversorger aber weitaus früher bereits diese 30.28 Cent überschreiten wird, werden diese Kunden nicht mehr die EEG Vergütung in Anspruch nehmen sondern den Strom selbst verbrauche. Wer jetzt anfängt mir zu erzählen der Kunde könnte nicht den Strom der Mittags produziert wird komplett selbst zu verbrauchen dann verweise ich ihn auf die Entwicklungen bezüglich des Smart Grids hin. Der Strom wird an die Nachbarn oder an Kleinverbraucher verkauft aber nicht für 30,28 Cent an den Netzbetreiber.

Deshalb meine ich wer am Jahresende (z.B. 2010/2011) seinen Kunden empfiehlt die Anschaffung seiner Photovoltaikanlage auf das nächste Jahr zu verschieben der sollte seinem Kunden auch sagen wie er das 21. Jahr in die Kalkulation mit einbezieht.

Ich argumentiere jedenfalls nicht mit dem 21. Jahr. Denn wenn ich das 21. Jahr mit in die Kalkulation einbeziehen würde und annehme der Kunde verbraucht den Photovoltaikstrom selbst wird die Wirtschaftlichkeits Berechnung kippen. Sprich eine Montage im laufenden Jahr wäre wirtschaftlicher.

Ich bleibe deshalb weiterhin dabei eine jährliche Einspeisedegression darf nicht am Jahresende erfolgen. Auch wenn Frau Anne Kreutzmann meint wir müssten nur besser argumentieren. 
Allerdings möchte ich nicht verschweigen, daß mir die Diskussion der bayr. Solarinitiativen nach einer vierteljährliche Degression auch meinem Wunsch nach einer Jahresendentlastung unserer Monteure entgegen käme.

Erhard Renz

Öffentliche Anhörung Klimaschutz in Hessen

Mittwoch, den 2. Dezember 2009 von Erhard Renz

Heute habe ich mir den ersten Tag der öffentlichen Anhörung zu vier Gesetzentwürfen betreffend Erneuerbare Energien und Klimaschutz in Hessen reingezogen. Diese Gesetze wurden von SPD und von Bündnis 90/Die Grünen eingebracht. Ich hatte mir ja schon im letzten Jahr drei Tage Anhörung im hessischen Landtag gegönnt.

Damals muß ich sagen, waren hochkarätigere Referenten anwesend. Diesmal sind anscheinend einige davon ausgegangen, daß die ganze Anhörung ja nur von der Opposition ausgeht und die beiden Regierungsparteien doch keinen “Rat” annehmen. Zumindest Personell finde ich diese Befürchtung bestätigt. Es ist erschreckend wie wenige Politiker sich die Anhörung anhören. Geschweige denn Fragen stellen.

Die Beratungsresistenz von einigen Verbänden ist ebenso erschreckend. Da wollen einige das Pferd noch reiten und merken garnicht, daß der Gaul schon tot ist…

Als Höhepunkt Niederung möchte ich aber den Beitrag von Dr. Gregor Czisch bezeichnen. Er hat “im Auftrag der Ausschüsse ULA und WVA des Hessischen Landtags” eine Stellungnahme abgegeben.

Um Gottes Willen! Der hat einen Auftrag gehabt? Womöglich sogar noch Geld dafür bekommen??

Zu seinen Ausführungen bezüglich seinen Lieblingsthemen Strom aus der Sahara oder Strom aus Norwegen möchte ich nicht näher eingehen. Schließlich ging es im Hessischen Landtag um Gesetze für Hessen und nicht darum die ganze Welt von Konzernen retten zu lassen.

Wenn er aber schreibt: “Die Photovoltaik ist noch immer eine extrem teure Methode der Stromerzeugung“. Dann bleibt mir erst einmal die Spucke weg. Wenn ich mir allerdings die Quellenangaben des Dr. Czisch anschaue muß ich feststellen er war wohl zwei Jahre im Winterschlaf!

In seinen Rechnungen nimmt er kurzerhand mal 5.000 Euro je kWp und beschreibt. “Diese Preise sind leider noch immer üblich, wie beispielweise das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie mit einem Durchschnitt von 4.837 Euro je kWp belegt”.
In der Klammer gibt er dann wenigstens ehrlicherweise zu DGS2007! Herr Dr. Czisch die 2007 ist nicht die Nummer unter der die DGS diesen Bericht verfasst hat, sondern die Jahreszahl nach Christi Geburt! Die Umfrage ist also total veraltet. Sie können gerne mal in unseren Solarrechner reinschauen wir sind derzeit bei kleinen Anlagen fix und fertig installiert bei ca. 3.400 Euro!!!

“Auch 2008 wird selbst bei größeren PV-Anlage im Leistungsbereich von mehreren 10 kWp noch von Preisen deutlich über 5.000 Euro kWp berichtet”.
Berichtet?
Was heißt hier berichtet Herr Dr. Czisch? Babbeln Sie alles nach? Sie sind als Gutachter eingeladen und nicht als Geschichtenerzähler…

Aber Dr. Czisch kann sich noch steigern er kennt auch neuere Erhebungen:
“Selbst eine neuere Erhebung der Kosten von 9.000 PV-Anlagen bis 5 kW in Österreich…”
Hallo Zischi was interessieren uns Hessen die Preise aus Österreich?
Nach diesen in seinen Traum passende Zahlen flippt er völlig aus:
“Damit wären seit fast einem Jahrzehnt in diesem Leistungssegment praktisch keine Kostenreduktion erreicht worden”.

Ich weiß nicht wer den Dr. Czisch immer einlädt. Vielleicht wäre es sinnvoller mal jemand vom BSW einzuladen. Die haben sicherlich mehr Ahnung von dem was in Deutschland passiert. Hier mal die “offizielle” Statistik:

BSW Preisindex Photovoltaikanlagen 2006 bis 2009

Es ist einfach ärgerlich wenn ein Dr. Czisch geholt wird der mit dem Wort “praktisch” vorgibt er hätte Erfahrung aus der Praxis. Wer in einer 2009er Stellungnahme in Hessen schreibt Preise von 5.000 Euro je kWp wären in 2009 noch üblich der hat seine Qualifikation verspielt. Diese Preise sind schon lange vorbei. Wie sollte sich auch bei dem Preis die Anlage für den Besitzer bei einem Einspeisepreis von 43 Cent je kWh rechnen?

Ich hoffe nur, daß ich morgen von solch einer Niederung verschont bleibe und viele, viele Hessische Regierungsmitglieder sich informieren. Ansonsten wäre ich von der Anhörung ganz schön enttäuscht!

Erhard Renz

Endspurt 2009 – Preise reduziert im Solarstromrechner

Montag, den 24. August 2009 von Erhard Renz

Heute gibt es mal wieder eine erfreuliche Nachricht. Photovoltaikpreise werden immer günstiger. Ich habe gerade die Preise in unserem Solarstromrechner reduziert. Das letzte mal haben wir den Solarrechner im April angepasst. Ab sofort haben wir allerdings die Preise für die Premiumprodukte angegeben. Wer sich also mit dem Solarstromrechner einen ca. Preis ermittelt kann davon ausgehen, dass dies unsere Top Produkte beinhaltet. Mit diesen Produkten haben wir seit Jahren gute Erfahrungen gemacht. Da wir verschiedenste Modulherstelle oder auch Wechselrichterhersteller anbieten können gibt es natürlich Spielraum für die verschiedensten Kundenwünsche.

Auf jeden Fall sind die Voraussetzungen für den Bau einer Photovoltaikanlage so günstig wie nie. Nicht nur die Preise der Photovoltaikanlage sind günstig sondern auch die Darlehenszinsen sind super niedrig. Was hält Dachbesitzer noch davon ab eine Photovoltaikanlage zu bauen?

Eigentlich ist es ganz einfach. Wer möchte kann mit den neuen Zahlen im Solarrechner mit ganz wenigen Angaben eine ca. Berechnung durchführen. Danach nur noch bei uns melden. Das geht natürlich telefonisch (06061 9670 0) dort können Sie bei unseren Mädels von der Zentrale ihre Daten durchgeben oder aber sie füllen das Kontaktformular aus.

Wir melden dann uns bei Ihnen. Unsere Planer vereinbaren mit Ihnen einen Termin und kommen vor Ort. Dort werden die Maße des Daches und ihres Gebäudes aufgenommen. Wir planen dann eine PV Anlage die speziell für ihr Dach optimiert und nach Ihren Wünschen konfiguriert wurde. Sie erhalten anschließend ein Angebot mit allen Details die wichtig sind.

Wenn Sie uns das Vertrauen geben, werden die Komponenten bestellt und die Montage in unserem Montageplan aufgenommen. Dann steht der Stromproduktion auf ihrem Dach nichts mehr im Wege.

Erhard Renz

Solarstromrechner mit günstigeren Preisen

Dienstag, den 14. April 2009 von Erhard Renz

Nicht nur das Wetter wird besser sondern auch die Preise. Deshalb haben wir bei unserem Solarstromrechner die Verkaufspreise angepasst. Schauen Sie doch einfach mal vorbei und berechnen sich die neuesten Werte. Wir konnten aufgrund der sinkenden Modulpreise die Verkaufspreise ordentlich reduzieren. Nutzen Sie unseren Solarstromrechner als grobe Information was eine Photovoltaikanlage kostet und mit welchen Einnahmen Sie rechnen können.

Natürlich ersetzt der Solarstromrechner keine individuelle Beratung durch unsere Vertriebsmitarbeiter. Mit der kleinen Wirtschaftlichkeitsrechnung haben Sie einen groben Anhaltspunkt wie sich eine Photovoltaikanlage auf ihrem Dach rechnet. Besser wäre natürlich ein vollkommen unverbindliches individuelles Angebot von unseren Vertriebsmitarbeitern. Dazu müssen Sie uns nur über unser Kontaktformular Ihre Daten schreiben. Wir melden uns dann telefonisch bei Ihnen und machen einen Termin vor Ort aus. Unser Vertriebsmitarbeiter schaut sich ihre Möglichkeiten für eine Photovoltaikanlagen an. Vermisst das Dach und plant eine optimal passende Photovoltaikanlage für ihre Gegebenheiten. Natürlich können Sie unseren Vertriebsmitarbeitern alle offenen Fragen stellen.

Danach erhalten Sie ein ausführliches Angebot mit einer vollständigen Wirtschaftlichkeitsberechnung mit der Sie bei Ihrem Steuerberater und Ihrer Bank konkrete Gespräche führen können.

Und jetzt viel Spaß mit den neuen Zahlen aus dem Solarstromrechner!

Tim Siegert

Jetzt eine PV Anlage kaufen, oder doch noch abwarten?

Dienstag, den 20. Januar 2009 von Tim Siegert

Eine schwierige Entscheidung, nur der Investor kann sie für sich selbst beantworten.

Hier erhalten Sie einige Hilfestellungen.

Aus Umweltgesichtspunkten kann die Entscheidung nur lauten: So schnell wie möglich!
Ja, das stimmt natürlich grundsätzlich, aber für eine Entscheidung ist das nicht ausreichend.
Denn was ist, wenn die Preise weiter fallen?

Dazu ein kleiner Blick in die Vergangenheit. weiter…

Erhard Renz

Deutlicher Preisverfall bei Solarmodulen?

Dienstag, den 16. Dezember 2008 von Erhard Renz

Angeregt durch einen Kommentar von H. Wolfgang Konz zum Artikel “Photovoltaikanlagen seit 2006 um 15% billiger” möchte ich zur Preissituation von Photovoltaikanlagen bloggen.

Als erstes finde ich es nicht negativ für die Branche wenn wir sinkende Preise vermelden können!

Sowohl die Hersteller als auch wir Montagefirmen optimieren ständig unsere Prozesse. Schließlich schaffen wir dies jedes Jahr seit 2001. Seit dieser Zeit wurde die Vergütung jährlich um 5% reduziert. Auch wenn sich die Verkaufspreise nicht im gleichen Rhythmus kontinuierlich gleichmäßig nach unten bewegt haben so war die Richtung doch klar. Photovoltaik wurde jedes Jahr günstiger.

weiter…