ralos solarevolution
Impressum   
ralosBlog - Die sonnige Seite vom Leben   
Erhard Renz

Solarstrom Ertrag Dezember 2009

Samstag, den 2. Januar 2010 von Erhard Renz

Was ist wenn sich die Erde schneller dreht, wie die Einspeisezähler der Photovoltaikanlage?

Dezember!

Aber 2009 war es noch schlimmer. Der Einspeisezähler hat sich nicht gedreht, noch nicht mal gehoppelt er ist geschlichen. Am Ende des Monats hatte ich den viert schlechtesten Monatsertrag seitdem ich die Photovoltaikanlage (106 Monatsergebnisse) auf dem eigenen Dach habe.

Es waren gerade mal 88 Kilowattstunden die ich geerntet habe. Noch schlechter (die Horrorliste!) war es nur:

87 Kilowattstunden im Dezember 2002
82 Kilowattstunden im Dezember 2005
69 Kilowattstunden im Januar 2002

In meinem Lieblingsjahr 2003 hatte der Dezember gezeigt was drin ist! Nämlich 161 Kilowattstunden. Das sind allerdings die Ergebnisse meiner Anlage mit 4,32 kWp die Erträge je kWp liegen bei 20 kWh pro kWp in 2009.

Als kleiner Trost bleibt die Jahresbilanz von 941 kWh je kWp und damit (natürlich) wieder weitaus mehr als mir die damaligen “Spezialisten” angekündigt haben. Ich möchte deshalb nicht undankbar sein und bin hochzufrieden mit den 2009er Erträgen.

Aber so ein richtiges Wind und Sonnenjahr mit fetten Wind und Sonnenerträge das wäre mal längst wieder fällig.

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag November 2009

Sonntag, den 6. Dezember 2009 von Erhard Renz

Im November hätte man den Stromzähler anschieben können. Da ging ja fast gar nichts. Im ersten Moment hab ich gedacht jetzt ist was kaputt. Aber nachdem ich beim SFV nachgesehen habe, kann ich nur feststellen. Es war eine katastrophale Einstrahlung im November 2009.

Mein Ertrag lag bei gerade mal 102 kWh durch die installierten 4,32 kWp dividiert ergibt sich ein Ertrag je kWp von gerade mal 24 kWh. Damit habe ich einen neuen Negativrekord im November eingefahren. In 2007 hatte ich ein ähnlich schlechtes Jahr aber immerhin noch 28 kWh je kWp. Der Schnitt liegt bei 34 kWh und das Topergebnis aus dem Sonnenjahr 2003 lag bei 40 kWh je kWp.

Aber wenn die Sonneneinstrahlung fehlt kann keine PV Anlage Top Ergebnisse abliefern. Der Schnitt aller Anlagen im Postleitzahlenbereich 68-69999 liegt wieder einmal unter meinem Ertrag. Das liegt aber daran, daß meine Anlage im Winter immer ein bißschen besser läuft dafür aber im Sommer hinterherhinkt. Ich hab bereits 921 kWh in 2009 geerntet. Der 68er Schnitt beim SFV kommt immerhin auf 956 kWh. Auch diesen Effekt hab ich schon beschrieben. Da diese Anlage erst in den letzten Jahren gebaut wurden sind vor allem die Wechselrichter mit einem besseren Wirkungsgrad bestückt. Also wieder einmal “alles normal” nur ein richtiges Photovoltaik Sauwetter halt. :-)

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag Oktober 2009

Dienstag, den 3. November 2009 von Erhard Renz

Das war mal wieder mager was von der Sonnenenergie noch an meinem Stromeinspeisezähler angekommen ist. Der Ertrag im Oktober lag mit 256 kWh leider wieder unter dem langjährigen Mittel. Auf das installierte kWp sind das gerade mal 59 Kilowattstunden Strom. Der Schnitt liegt bei ca. 64 kWh im Oktober. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2009 habe ich einen Ertrag von 897 kWh je installiertem kWp erreicht. Damit habe ich das schlechteste Jahresergebnis von 2002 (mit 877,3 kWp) bereits übertroffen. In den Monaten November und Dezember kann ich mit weiteren 50 kWh rechnen und ich läge wieder in einer Größenordnung von 950 kWh je installiertem kWp. Damit bin ich auf jeden Fall zufrieden.

Wenn ich die Entwicklung der SMA Wechselrichter mit in Betracht ziehe, dann könnte ich sicherlich mit dem Austausch meiner Wechselrichter aus dem Jahr 2001 mit neuen Wechselrichtern eine Ertragssteigerung von 5% hinkriegen.
SMA Wechselrichterentwicklung

Die Entwicklung der SMA Wechselrichter zeigt, daß allein durch optimierte Wechselrichter eine Ertragssteigerung von 10% möglich war. Es zeigt aber auch, daß dieses Potential so ziemlich ausgereizt ist. Da ist max. noch ein Potential von 1 % enthalten. Nichts desto trotz steht bei meiner Anlage noch kein Repowering an. Never change a winning team!

Erhard Renz

Recht auf Sonne?

Dienstag, den 6. Oktober 2009 von Erhard Renz

Haben Menschen Recht auf Sonne?

Oder haben Solaranlagenbesitzer Recht auf Sonneneinstrahlung?

Nein hat das Regierungspräsidium entschieden “diese Beeinträchtigung ist nicht als unzumutbar anzusehen”. Was war geschehen. Eine Familie in Südbaden hatte auf ihrem Hausdach eine Solarthermische Anlage und eine Photovoltaikanlage gebaut. Auf dem südlichen Nachbargrundstück stand bereits ein Gebäude, dieses Gebäude beeinträchtigte aber die Solaranlagen bisher nicht. Das Nachbargrundstück wurde allerdings vererbt und die neuen Besitzer entschieden sich für den Abriss und einen Neubau. Die Abmaße des Haus veränderten sich gravierend. Zwei Meter höher plus Dachgauben und eine Verlängerung von 5 Meter Richtung Westen. Da die Grundstücke am Hang stehen und der Niveau Unterschied zwischen beiden Häusern 5 Meter beträgt werden die beiden Solaranlagen stark beschattet. Daraus folgt ein niedriger Ertrag an Sonnenwärme und Sonnenstrom.

Die Solaranlagenbesitzer versuchten die Baugenehmigung per Widerspruch und Hinweis auf §15 Baunutzungsverordnung. Dort wird das Gebot der Rücksichtnahme beschrieben. Ausserdem sei es ein Eingriff in einen Gewerbebetrieb und “ein Wohnbauvorhaben, das in größerem Umfang bestehende Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien lahmlegt als es entsprechende neue Anlagen schafft, nicht mit einem an Zielen des Umweltschutzes orientierten Baurechts vereinbar sei”.

Dieser Argumentation schloß sich das Landratsamt in Lörrach nicht an und verwies an das Regierungspräsidium. Diese befanden zwar, dass das “Grundstück unbestritten nicht unerheblich beeinträchtigt” werde. Aber wie bereits geschrieben “diese Beeinträchtigung ist nicht als unzumutbar anzusehen”.

Leider haben die Solaranlagenbesitzer von einer Klage geben die Baugenehmigung aus Kostengründen abgesehen. Wir werden also keine Klärung auf Richterlicher Ebene erhalten. Die Frage “gibt es ein Recht auf Sonne” bleibt ungeklärt.

Aus der Genehmigungspraxis von Windräder kenne ich die Planungen bezüglich Schattenwurf einer Windkraftanlage.

Schattenwurf einer Windkraftanlage

Windkraftplanung in Heppenheim vom Ing. Büro Simon

Der Planer von Windräder muß nachweisen, daß durch das Windrad kein Schattenwurf auf die Wohnhäuser fällt. Dies muß er anhand des Sonnenlaufs berechnen. Wenn eine Höchstgrenze von 30 Stunden jährlich oder 30 Minuten täglich überschritten wird gilt dies als unzumutbar. Der Planer muß reduzierende Massnahmen vorsehen. Bei klarem Himmel, relevantem Sonnenstand, ausreichende Windstärke und relevanter Windrichtung muss das Windrad automatisch abgeschaltet werden.

Für mich ist verblüffend wie unterschiedlich geurteilt wird.

Ein Windrad hat auf Häuser Rücksicht zu nehmen die in hunderten Meter Entfernung stehen. Darf max. 30 Stunden im Jahr oder 30 Minuten am Tag verschatten. Ansonsten muß der Windradbesitzer aktiv werden.

Die Häuslebauer haben null Rücksichtsnahme gegenüber den Betreibern von Erneuerbaren Energien zu nehmen.

Wird da nicht mit zweierlei Maß gemessen?

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag September 2009

Freitag, den 2. Oktober 2009 von Erhard Renz

Die Erträge meiner eigenen Photovoltaik-Anlage sind im September 2009 leicht über den bisherigen Septemberergebnissen. Ich habe 408 kWh Strom im September in das öffentliche Netz eingespeist. Da meine Anlage 4,32 kWp Spitzenleistung hat sind das je installiertem kWp Photovoltaikmodulen 94 Kilowatt Stunden Strom. Damit liege ich leicht über dem Mittelwert aller acht Septembermonaten seit 2001. Das ganze Jahr 2009 entwickelt sich zu einem normalen Durchschnittsjahr. Bisher hat die Anlage je installiertem kWp immerhin 838 kWh Strom produziert. Auch damit liege ich fast genau im Mittelwert der bisherigen Jahre von 844 kWh je kWp. Aber was noch wichtiger ist ich liege bereits jetzt bei dem Ertrag den ich bei der wirtschaftlichkeitsberechnung angesetzt habe.

Die damaligen Berechnungen wurden mit 825 kWh je instlliertem kWp für das ganze Jahr gerechnet. Deshalb bin ich vom ersten Tag bis heute vollauf zufrieden mit meiner Photovoltaikanlage. Wobei inzwischen klar zu sehen ist, daß heutige Anlagen je kWp höhere Erträge erzielen als meine inzwischen im neunten Jahr produzierende Anlage. Wer sich diesen Effekt näher anschauen möchte kann dies gern beim Solar Förder Verein anschauen.

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag August 2009

Mittwoch, den 2. September 2009 von Erhard Renz

Die meisten haben es am eigenen Körper erfahren. Der August war heiß. Dementsprechend waren auch die Photovoltaik Erträge sehr gut. Meine Anlage hat einen Ertrag von 543 Kilowatt Stunden eingefahren. Je installiertem kWp sind das gute 126 kWh gewesen. Das sind immerhin 10% mehr wie der bisherige August Durchschnitt meiner Anlage. Aber der Rekord August Ertrag von 2003 mit 140 kWh je kWp wurde nicht erreicht. Dafür waren meines erachtens die bewölkten Tage zu viele.

Vielleicht gibt es jetzt ja eine Trendwende und wir kriegen in den letzten vier Monaten noch einen Solarstrom Endspurt hin. Mein Ertragsmittel der aus sieben kompletten Jahren liegt bei 967 kWh je kWp. Momentan hat die Anlage ein paar kWh weniger erzeugt um diesen Durchschnitt zu erreichen. Aber wie gesagt noch ist ein positives Jahr drin.

Im Vergleich zu anderen Photovoltaikanlagen bestätigt sich mal wieder, daß meine Anlage im Sommer weniger Erträge einfährt wie andere Anlage. Den Vergleich kann ich beim Solar Förder Verein abfragen. Aber auch die Effizienz der neueren Anlage ist natürlich besser. Vor allem die neueren Wechselrichter haben viel höhere Wirkungsgrade als mein Sunny Boys von 2001.
Trotzdem freue ich mich über diesen guten Monat denn schließlich sind die 543 kWh fast 100 kWh mehr als letztes Jahr im August. Da kann ich mir heute abend eine extra Vesper im Biergarten gönnen…

Der kommende Monat der September ist eines der entscheidenden Monate für den Jahresertrag. Hier habe ich schon 120 kWh aber auch nur 62 kWh Ertrag eingefahren. Diese starke Schwankung kann kaum ein anderer Monat vorweisen. Momentan sieht es aber noch gut aus.

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag Juli 2009

Samstag, den 1. August 2009 von Erhard Renz

Genau wie im Juli 2008 habe ich erneut 494 kWh Stromertrag geerntet. Ich bleibe dabei die knapp 500 kWh sind ein leicht unterdurchschnittliches Ergebnis. Da die Ertragsdaten momentan so konstant langweilig (da normal) sind hier ein Hinweis:

Wer möchte kann seine Ertragsdaten mal mit den Wetterdienst Daten vergleichen. Ich habe die Frankfurter Wetterstation am Flughafen rausgesucht. Die Erklärungen zu dieser Tabelle findet man hier. Der Wert “SOS” gibt die Summe der Sonnenscheindauer in Stunden an. Mit 212 Stunden nicht allzu viel. Im Superjahr 2003 war der Juli auch “nur” mit 243 Sunden Sonne vertreten. Aber der Juni und August hatten über 300  Sonnenstunden. Ich bin mir nicht sicher aber der Wert NMM Mittel des Bedeckungsgrades könnte ein Wert sein der den Wolkenanteil am Himmel abbildet. Auch hier der Vergleich mit 2003 und die Feststellung da war ein viel klarerer Himmel. Damit kommt mehr Sonnenenergie aufs Modul…

Die gemessenen Temperaturen sind konstant hoch (warm) aber in der Spitze bei weitem nicht so hoch wie 2003. Niedrige Temperaturen sind eine Ausnahme.

Letzendlich bieten solche Klimadaten wenig konkrete Daten die mir als Solaranlagenbetreiber der 60 km von der Messstation seine Anlage betreibt behilflich sind. Ich empfehle weiterhin den Vergleich in der Datenbank vom Solarenergie Förder Verein zu suchen. Die Ertragsdaten von vielen Photovoltaikbesitzern auf den eigenen Postleitzahlenbereich konzentriert helfen weitaus mehr zur Einschätzung ob die eigene Anlage noch optimal läuft.

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag Mai 2009

Montag, den 1. Juni 2009 von Erhard Renz

Durchschnittliches Ergebnis

Mit 509 kWh Stromertrag im Mai 2009 komme ich fast exakt auf den Mittelwert (515 kWh) aller neun Mai Erträge meiner Anlage seit 2001.
Auf das installierte kWp bedeutet dies 118 kWh. Im letzten Jahr (2008) hatte ich ja noch mein Mai Super Ergebnis von 137 kWh je installiertem kWp eingefahren.

Trotzdem zeigt sich der Mai als ein Monat in dem ziemlich konstante Ergebnisse eingefahren werden. In den neun Jahren in denen ich die Ergebnisse aufzeichne lag das Top Ergebnis bei 137 und das schlechteste Ergebnis bei 108 kWh (2002) je installiertem kWp. Der Durchschnittsertrag hat sich bei 119 kWh eingependelt.

Damit ist der Mai für die Photovoltaik der konstanteste Monat.

Mit diesen Erträgen kann am sichersten gerechnet werden. Na ja ob diese Erkenntnis den Photovoltaikinteressierten weiterhilft weiß ich auch nicht aber was die Statistik hergibt muß nunmal veröffentlicht werden.

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag April 2009

Sonntag, den 3. Mai 2009 von Erhard Renz

Ich schreibe hier nix neues jeder hat es selbst erlebt. Der April 2009 war ein super Sonnen Monat. Natürlich hat sich das bei den Erträgen meiner Photovoltaikanlage bemerkbar gemacht. Allerdings hat es bei meiner Anlage nicht zum Rekord gelangt. Obwohl in anderen Gegenden dieser April anscheinend sensationell war.

Mein Ertrag lag bei 522 kWh dies bedeuten bei 4,32 kWp ein Ertrag je kWp von 121 kWh. Damit hätte ich fast den Ertrag aus dem Traumjahr 2003 von 127 kWp erreicht aber ich bin noch Ewigkeiten weg vom Supermonat April 2007 weg in dem ich sagenhafte 168 kWp geerntet habe. Wie kommen solche Unterschiede zustande? Der schlechteste April war 2008 mit 83 kWp…

Wie im obigen Bericht des Mannheimer Morgens beschrieben wurde der Einstrahlungsrekord an einigen Wetterstationen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wie Grünow in der Uckermark und Grambow-Schwennenz westlich von Schwerin registrierten. Die Meteorologen konnten 340 Stunden Sonnenschein messen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 246 Stunden. Allein der Unterschied zwischen Spitzeneinstrahlung zum Durchschnitt sind 38% Differenz. Allein an dieser Zahl kann jeder erkennen es ergeben sich regionale Unterschiede die in einer Größenordung von 50% liegen.

Mir ist dies erstmal egal nach den beiden schlechten Monaten Februar und März liege ich fast wieder im Soll. Wenn ich die monatlichen prozentualen Anteilen  von Jan.-April (28,1%) mit meinen erzielten 263 kWh je kWp hochrechne, komme ich auf einen Jahresertrag von 937 kWp. Na ja natürlich nur eine spielerische Berechnung. Wie ihr alle wisst kann keiner das Wetter der nächsten Zeit berechnen. Aber solche Berechnungen beruhigen natürlich. :-)

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag März 2009

Mittwoch, den 8. April 2009 von Erhard Renz

Das Jahr 2009 bleibt das Jahr der extremen Ertragsergebnisse. Leider war der März so wie der Februar ein Negativrekord. So wenige Kilowattstunden hat meine Anlage in den acht Jahren noch nicht in einem März produziert. Da der Januar ebenfall ein Rekordmonat, allerings im positiven Sinn, war liegt das erste Quartal im Vergleich zu den frlüheren Quartalen noch im Rahmen.

Der Ertrag von 66 kWh je installiertem kWp ist für einen März aber schon extrem wenig. Im Superjahr 2003 konnte ich immerhin 110 kWh je installiertem kWp ernten. Aber solche Superergebnisse darf man anscheinend wirklich nur alle hundert Jahre erwarten…

Aber schließlich sind die 66 kWh noch ca. 10% weniger wie der bisher schlechteste März im Jahr 2008. Im Mittelwert liege ich immerhin bei 83 kWh. Das einzig tröstende sind die momentan tollen Sonnentage. Das läßt hoffen. Zumindest ein schönes Osterfest scheint vor der Tür zu stehen. Vielleicht reißt der April die schlechten Erträge des ersten Quartals ja aus dem Tief.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Zuletzt noch eine Anmerkung. Wer seine Erträge mit meiner Anlage vergleicht, kann dies nicht anhand eines Monatsergebnisses tun. Meine Anlage erzielt in den Wintermonaten höhere Erträge wie der Schnitt, hängt aber dafür im Sommer etwas hinterher. Deshalb wer Vergleiche anstellt auch meine früheren Beiträge zum Ertrag lesen und berücksichtigen.

Erhard Renz

Signifikante Ertragssteigerung durch Verschattungsfreiheit

Mittwoch, den 1. April 2009 von Erhard Renz

Durch die ständigen Vergleiche der Meßergebnisse und in der Diskussion mit den Studenten der Hochschule Darmstadt sind für die Ertragssteigerung von Photovoltaikerträge vollkommen neue Innovative Ideen umgesetzt worden. Der derzeitige Ansatz den Ertrag durch Optimierung der Solarzellen zu steigern wurde dabei in der SolarAkademie verlassen. Es sollten völlig neue Wege beschritten werden.

Beim Vergleich der Ertragsdaten wurde festgestellt, daß durch die Verschattung von durchziehenden Wolken der Ertrag erheblich reduziert wird. Wenn die solare Einstrahlung unterbrochen wird sackt der Stromertrag sofort ab. Eine Solaranlage die nur wenige Meter nebendran installiert ist kann ohne weiteres voll durchproduzieren wenn sich diese Wolke nicht zwischen Sonne und Solarmodul schiebt. Diese kurzfristigen Verschattungen können an wolkigen Tagen bis zu 10% des Tagesertrags erreichen.

Aus dieser Erkenntnis wurde das Ziel definiert die Solarmodule, durch Manipulation der Wolken, schattenfrei zu halten. Erste Versuche die Wolke aufzulösen scheiterten leider. Denn die Lösung muß mit geringem Energieeinsatz realisiert werden können. Deshalb wurde dieser Lösungsansatz baldigst verworfen.
Wenn man die ganze Wolke nicht auflösen kann warum sollte man nicht versuchen durch den Aufbau eines elektromagnetischen Feldes die Wolken umzulenken.
Bereits die ersten Versuche mit einem Ionenstrahler brachten den Durchbruch.

Versuchsaufbau Solarakademie

weiter…

Erhard Renz

Wind und Sonne machen Großkraftwerke unwirtschaftlich

Donnerstag, den 26. März 2009 von Erhard Renz

Wer keine Atomkraftwerke oder Kohlekraftwerke mehr haben möchte der baut sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach. Natürlich wird die eine Photovoltaikanlage nicht verändern. Ausser im persönlichen Gefühl und im Geldbeutel des Anlagenbesitzers. Aber in Summe da passiert etwas.
Grundlast und Photovoltaik vertragen sich nicht...

Die Zeitschrift Photon hat diesen Effekt in der Januar 2009er Ausgabe beschrieben. In der Bundesrepublik liegt die Höchst Verbrauchslast bei ca. 76 GW. In der obigen Grafik wird dies im Juni gegen 12 Uhr erreicht. Bei einer angenommenen installierten Leistung von 60 Gigawatt im Jahr 2020 (was zugegebener Maaßen erst installiert sein will) wird die Mittagsspitze durch Photovoltaik abgedeckt und es entstehen zwei Spitzen. Eine morgens um 8 Uhr und eine zweite um 21 Uhr. Diese beiden Spitzen müssen durch die regelbare Kraftwerke zugespielt werden. Der Sockelbetrag (Grundlast) wird immer dünner. Dies bedeutet, daß immer weniger Kohle und Atomkraftwerke benötigt werden. Diese Kraftwerke sind nicht in der Lager kurzfristig (15 Minuten) Leistung bereitzustellen. Bei Kohlekraftwerken kann mit ca. 3 Stunden gerechnet werden. Atomkraftwerke sind noch unflexibler.

Der Ausbau der Photovoltaik allein macht es allerdings nicht allein sondern die Windenergie wird ebenfalls stark in diese Kurve eingreifen. Nur bei der Windenergie gibt es keine oder nur eine geringe tägliche gleichartige Leisungs Kurve die vordiskutiert werden könnte.

All diese Effekte haben wir von den erneuerbaren Energien schon mehrfach beschrieben. Jetzt aber haben wir auch noch ein Eingeständnis von EdF und EON. Die beiden Energieversorger fordern von der britischen Regierung die Ausbauziele der erneuerbaren Energien zu senken.

EdF und EON vielen Dank mal wieder für den Beweis, Wind und Sonne machen Atom und Kohle überflüssig.

:-)

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag Februar 2009

Montag, den 9. März 2009 von Erhard Renz

Neuer negativ Ertragswert im Februar.

Es ist traurig aber 2009 fing zu gut an um wahr zu sein. Leider hat meine Anlage im Februar nur 35 kWh je installiertem kWp produziert. So wenig war es noch nie seit 2002. Das schlechteste Ergebnis bisher aus dem Jahr 2006 waren 37 kWh. Im Superjahr 2003 hatte ich 76 kWh allein im Februar eingefahren. Für diese 76 kWh musste ich dieses Jahr den Januar (41 kWh) und den Februar (35 kWh) zusammen zählen um das gleiche Ergebnis zu erzielen.

Alles Jammern hilft nicht. Solarenergie ist ein Naturprodukt und unsere Solarmodule können nur das in Strom umwandeln was von der Sonne am Dach angeliefert wird. Wenn viele Wolken den Himmel bedecken dann kommt nun mal am Dach nix mehr an.

Ich kann sogar noch froh sein denn der Durchschnitt (lt. SFV) von über 50 Photovoltaikanlagen im Mannheimer Postleitzahlenbereich liegt bei ca. 33 kWh. Da bleibt nur auf einen Sonnenreichen Frühling zu hoffen.

Erhard Renz

Energiekonzept Odenwaldkreis

Mittwoch, den 25. Februar 2009 von Erhard Renz

Angeregt durch eine Mail habe ich mir das Energiekonzept für den Odenwald (pdf 3 MB) aus Sicht einer Photovoltaik Montagefirma angesehen. Ich bin erschüttert, welche handwerklichen Fehler in diesem Konzept in Bezug auf die Solarenergie gemacht wurden. Auch dieses Konzept kann sich in die lange Reihe von Gutachten, Konzepten und Prognosen einreihen in denen die Solarenergie kleingeschrieben wird.

Die Abneigung der Autoren gegenüber der Photovoltaik ist bei folgenden Stellen besonders auffallend.
“Da der Wirkungsgrad der thermischen Anlagen höher ist als derjenigen zur Stromproduktion und zudem die Wärme im Privathaushalt gut genutzt werden kann, ist es empfehlenswert, als Alternative der thermischen Anlage den Vorzug zu geben.” weiter…

Erhard Renz

Wirkungsgrad einer Photovoltaikanlage

Sonntag, den 15. Februar 2009 von Erhard Renz

Ich habe ja schon oft über meine eigene PV-Anlage geschrieben. EInen Großteil dieser Artikel erhält man durch anklicken von “Ertrag” in der Tag-Cloud (Neudeutsch – Schlagwort Wolke!).

Aufgrund meiner guten Ertragsdatenlage seit Februar 2001 sind mir einige Auswertungen möglich. Nachdem ich in meinem Angebot nachgelesen habe, daß meine poly-kristallinen Module (Solarex Megaline 80 S) einen Wirkungsgrad von 13,9 % haben sollen, wollte ich den tatsächlichen Praxis- Wirkungsgrad ermitteln. Dazu mußte ich erst einmal die bedeckte Fläche meiner 54 Solarex Module ermitteln. Da die 80 Watt Module 1456 mm lang und 502 mm breit sind habe ich eine Modulfläche von 39,47 qm und damit bei einer 4,32 kWp (80 mal 54 Stück) Anlage je installiertem kWp 9,14 qm Modulfläche.

weiter…

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag Januar 2009

Mittwoch, den 4. Februar 2009 von Erhard Renz

So könnte es von mir aus das ganze Jahr weitergehen. Meine Anlage hat im Januar ein Super Ergebnis eingefahren. Insgesamt 178 kWh Strom speiste meine Anlage in das öffentliche Netz. Je installiertem kWp (4,32 kWp) entspricht das stattlichen 41 kWh. Soviel hatte ich seit 2002 noch nie im Januar geerntet. Das beste Ergebnis stammte bisher mit 34 kWh aus den Jahren 2005 und 2006.

Auch im Vergleich mit den Anlagen die inzwischen beim Solar Förder Verein (SFV)  gelistet sind kann sich dieses Ergebnis sehen lassen. Der Durchschnitt von 43 PV-Anlagen beträgt derzeit 34 kWh. Damit zeigt sich mal wieder, daß meine Anlage im Winter höhere Erträge erzielt als der durchschnitt der Anlagen und das obwohl die Anlage schon fast 8 Jahre alt ist.

Wenn diese Erträge 2009 so weitergingen dann würden laut der prozentualen Verteilung am Ende des Jahres ein Ertrag von 1.500 kWh je installiertem kWp rauskommen.

Trotz Klimaveränderung, daran glaube selbst ich nicht. ::D:

Erhard Renz

Verprobung Solarprognose in Michelstadt

Dienstag, den 3. Februar 2009 von Erhard Renz

Angeregt durch einen Kommentar von Herrn Stefan Walther möchte ich auf die Erträge eingehen die hier im Odenwald erzielt werden. Auch heute möchte ich nicht unsere internen Zahlen aus der Solarakademie sondern öffentliche Daten verwenden. Die Daten der Solarakademie sind aus verschiedenen Gründen problematisch. Zum einen befindet sich unsere “Referenzanlage” Wiese auf dem Boden. Seitdem wir am Rand der Solarakademie Parkplätze eingerichtet haben kann es dort zu Verschattungen kommen. Ausserdem werden die Anlagen immer wieder vom Netz genommen wenn von der Hochschule an der Anlage gearbeitet wird. Es gibt also keine durchgängigen Daten.

Die öffentlich zugängliche Datenbank des Solar Förder Vereins (SFV) dagegen kann von jedem ausgewertet werden. Ich empfehle deswegen jedem PV-Anlagenbetreiber seine Erträge in dieser Datenbank einzutragen. Wer sich “nur” informieren will, kann jedoch seine individuelle Abfrage unter dem obigen Link erstellen. Ich habe alle PV-Solaranlagen ausgewertet die im Postleitzahlenbereich 64 (Bensheim, Darmstadt und Erbach) liegen. Im Jahr 2007 wurden für 56 Anlagen in jedem Monat Ertragszahlen geliefert.
Ertrag Michelstadt

weiter…

Erhard Renz

Vergleich der Photovoltaik Erträge von 2002 bis 2008

Dienstag, den 6. Januar 2009 von Erhard Renz

Ich berichte ja monatlich von meiner eigenen Photovoltaikanlage die ich im März 2001 in Betrieb genommen habe. Die Anlage wurde von der Fa. Rothenbach (Vorgänger von Ralos) damals installiert. Es wurden 80 Watt polykristalline Module von der Fa. Solarex (jetzt BP) und Wechselrichter von SMA verwendet. Die Anlage (54 Module) hat eine Spitzenleistung von 4,32 kWp.
Im Dezember habe ich einen kleinen Jahresrückblick durchgeführt. Meine PV Anlage im Vergleich zum Durchschnitt der PV Anlagen aus der Datenbank des SFV. Allerdings nicht alle PV Anlagen aus Deutschland sondern nur die PV Anlagen die im Postleitzahlenbereich 68 gebaut sind. Meine PV Anlage steht in 68642 Bürstadt. Das sind inzwischen ca. 70 Solaranlagenbetreiber die ihre Erträge dort monatlich eintragen.

Bei diesem Vergleich habe ich festgestellt, daß meine Anlage im Sommer 2008 weniger dafür aber im Winter mehr produziert hat und ich habe angekündigt, daß ich mir die Gesamtzahlen mal näher anschauen wollte. Dies habe ich getan.

View SlideShare presentation or Upload your own. (tags: photovoltaik ertragsvergleich)

weiter…

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag Dezember 2008

Samstag, den 3. Januar 2009 von Erhard Renz

Er ist vorbei der schrecklichst Monat des Solar Jahres. Der Dezember. Diesmal quälte sich der Stromzähler meiner Solaranlage auf insgesamt 96 kWh Solarstrom Ertrag. Wenn ich das umrechne auf ein installiertes Kilowatt Spitzenleistung (kWp) dann waren das mal wieder 22 kWh… Das ist zwar immer noch besser wie die 82 kWh die im Dezember 2005 rausgekommen waren aber natürlich träumt der PV-Anlagenbesitzer immer von den 2003er Erträgen das waren nämlich 161 kWh.

Dabei müsste ich mit meinen 22 kWh noch hochzufrieden sein wenn ich mir den Durchschnitt aller (47) PV-Anlagen im Postleitzahlenbereich 68 beim Solar Förder Verein (SFV) anschaue.

SFV Jahresauswertung

View SlideShare presentation or Upload your own. (tags: erträge photovoltaik)

 Die haben im Schnitt nur 15 kWh erzielt. Ich stelle einfach mal die Erträge 2008 von meiner Anlage und die durchschnittlichen Erträge aller 68er (Plz) Solaranlagen gegenüber.

Jan.  Feb. März Apr. Mai  Jun.   Jul.   Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.
27    74    72     83  137  124   114  104   81    53    31    22   Gesamt: 922 meine Anlage
27    61    62     89  147  132   127  111   80    51    28    15   Gesamt: 930 Durchnitt aller 68er
         13    10                                                  1      2        3      7    im Winter besser
                           -6    -10    -8     -13     -7                                      im Sommer schlechter

Was lerne ich daraus? Sollte meine Anlage im Sommer nicht genug hinterlüftet sein? Oder ist nur die Dachschräge zu steil? Optimal wären ja 28% in unserer Gegend, ich dürft ein paar Grad mehr haben aber nicht viel? Oder mache ich mich wegen einem Prozent Abweichung nur verrückt? Schließlich sind die 68er Anlagen zum Großteil neue effektivere Anlagen? Ich würde sagen da muß ich doch in einem separaten Artikel nochmal nachhaken.

Erhard Renz

Solarstrom Ertrag November 2008

Sonntag, den 30. November 2008 von Erhard Renz

Ein schöner Wintertag geht zu Ende und nachdem das letzte Tageslicht verschwunden ist schau ich im Keller an meinem Stromzähler was mir dieser Monat gebracht hat.
Magere 132 kWh Ertrag mit meiner 4,32 kWp Anlage. Das sind gerade mal 31 kWh je kWp. Damit hat meine Anlage in 2008 die 900 kWh je installiertem kWp erreicht.

Im achtjährigen Vergleich meiner Anlage liegt der November Ertrag 2008 am hinteren Ende der Erträge. Allerdings der November machte mal wieder seinem Ruf als stabilster Monat alle Ehren. Im Superjahr 2003 lag der Ertrag bei 40 kWh und mit 28 kWh hatten wir im letzten Jahr den Ertragstiefpunkt des Monats November zu verzeichnen. Die Spanne von 12 kWh je kWp ist die kleinste Spanne aller Monate. Natürlich in absoluten Abweichungen gerechnet.

Jetzt gehen die Anlage in Winterschlaf. Denn in den nächsten beidn Monaten ist nur mit ca. 5% der Jahresproduktion zu rechnen.
Ganz entgegen den Solarfirmen die jetzt im Dezember nochmal richtig Gas geben. Allerdings würden sich beide, die Installationsfirmen und die Solaranlagenbetreiber einen sonnige Dezember wünschen. Wenn es einen schneereichen Dezember geben sollte, werden leider ein paar Solaranlage nur auf dem Wunschzettel des Weihnachtsmanns stehen…
und nicht auf dem Dach Strom produzieren.

Erhard Renz

Photovoltaik Erträge mit besonderen Dachneigungen und Ausrichtungen

Freitag, den 28. November 2008 von Erhard Renz

Nachdem ich das letzte mal was zu der “einfachen” Auswertung von Photovoltaikanlagen geschrieben habe möchte ich mit dem gleichen Datenbestand speziellen Dachneigungen und Ausrichtungen beschreiben.
Grundlage ist wieder die Ertragsdatenbank des SFV. Nachdem die Postleitzahlen (z.B. 68000 – 69999) gekennzeichnet sind sollte diesmal der Knopf mit “Spezielle Orientierungen und Neigungen” gedrückt werden. Jetzt werden zwei Abfragen verlangt.
Zum einen die Ausrichtung des Daches. Dank der Kompassrose kann sich jeder sehr leicht die Angaben für sein eigenes Dach ermitteln. Wenn das Dach genau nach Süden ausgerichtet ist, dann sind 180 Grad anzugeben. Für die Auswahl sollte man ruhig größere Abstände (z.B. 225 Grad bis 270 Grad) angeben.
Ebenfalls bei der Neigung der Dächer kann man dank dem kleinen Bildchen die Neigungsgrade leicht für sein eigenes Dach abschätzen. Auch hier sollte man eine Spanne (z.B. 25 – 45 Grad) von bis angeben um eine relevante Anzahl von Dächern in der Auswertung zu haben. Diese Vier Angaben sind nötig damit das Programm aus dem Datenbestand von ca. 10.000 Solaranlagen die entsprechenden Einträge selektieren kann. Wenn jetzt der Knopf “Alle Jahre mit Auswahl einer Einzel-Datenansicht” gedrückt wird erhält man für jedes Jahr eine Übersicht.

Um einen Vergleich mit einer anderen Neigung oder Ausrichtung zu ermöglichen kann jetzt ein zweiter Bildschirm eröffnet (Strg+N) werden und in der Auswahl eine andere Dachausrichtung (z.B. 25 – 45 Grad)gewählt werden. Auch hier wieder den gleichen Auswahlknopf drücken und man erhält jetzt aus der gleichen Gegend (68-69999) mit der gleichen Neigungstoleranz (25-45 Grad) nur die Dächer mit einer anderen Dachausrichtung angezeigt.

Jetzt kann man sich in Ruhe die Jahreserträge beider Auswertungen vergleichen. Zu meiner Überraschung haben bei der beschriebenen Auswertungen die SüdOst ausgerichteten Dächer einen um ca. 5 % höheren Jahresertrag erzielt wie die SüdWest Dächer. Aber na ja auch für mich hat die Photovoltaik noch täglich neu Erkenntnisse auf Lager.

Erhard Renz

Solarstromrechner und Wirtschaftlichkeitsberechnung

Freitag, den 14. November 2008 von Erhard Renz

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Monteure sind fleißig wie nie und die Einspeisevergütung 2009 aus dem novellierten Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG 2009) steht vor der Tür. Um unseren Interessenten bereits jetzt die Möglichkeit zu geben eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für 2009 durchzuführen haben wir unseren Solarstromrechner mit der 2009er Einspeisevergütung gefüttert.
Denn auch für 2009 gilt: die Ökonomie muß stimmen!
Durch die Novellierung des EEG 2009 wurden die Vergütungssätze ab 1.1.2009 auf folgende Sätze festgelegt:
Für Strom aus Photovoltaikanlagen bis zu einer Größe von 30 kWp werden 43,01 Cent je produzierter Kilowattstunde (kWh) vom Stromnetzbetreiber gezahlt. Bei größeren Anlagen gibt es ab dem 30 kWp bis zum 100 kWp noch 40,91 Cent je kWh. Über hundert kWp gibt es nur noch 39,58 Cent je kWh und wenn die Anlage größer wie 1.000 kWp (1 MW) wird dann gibt es für diese kWh nur 33,00 Cent. In unserer Wirtschaftlichkeitsberechnung haben wir allerdings eine Höchstgrenze eingearbeitet da ab einer gewissen Größenordnung nur eine individuelle Betrachtung zu einer sinnvollen Kalkulation kommen kann.

Natürlich haben wir auch schon die “2009er” Verkaufspreise eingepflegt. Damit haben Sie schon Planungssicherheit für Photovoltaikanlagen die erst 2009 an das öffentliche Netz angeschlossen werden. Wobei dies nur ca. Werte sind denn Ralos bezieht Module als auch Wechselrichter von verschiedenen Herstellern und erst am konkreten Objekt können wir dem Interessenten ein individuell optimiertes Angebot erstellen. Die Kunst der Photovoltaik besteht ja darin für jedes Dach eine optimale Kombination von Modulen und Wechselrichtern zu finden die dem Kunden die beste Rentabilität gewährt. Dazu benötigt der Installationsbetrieb Zugriff auf verschiedene Modul- und Wechselrichterhersteller.

Ansonsten bleibt alles beim alten. Da wir den Solarrechner einfachst ausgelegt haben müssen auch nur wenige Anpassungen vorgenommen werden. Natürlich verschieben sich verschiedene Kennwerte allerdings nur in Nuancen die ich gerne auch noch anspreche:

8 qm für ein kWp Leistung. Natürlich werden die Module immer effizienter und der Flächen Wirkungsgrad erhöht sich ständig. Aber selbst wenn sich der Wirkungsgrad um ein paar Prozent erhöht benötigen wir weiterhin noch ca. 8 qm pro kWp. Dieser Wert gilt für monokristalline und polokristalline Module diese Modultypen setzen wir zu 90% auch bei unseren Kunden ein.

Die Versicherungskosten bleiben konstant und bei der Instandhaltungsrücklage haben wir leicht reduziert da sich ja auch die Investitionskosten reduzieren.

Bei dem Photovoltaik Ertrag möchte ich nochmals auf den Solar Förder Verein (SFV) mit seiner Ertragsdatenbank hinweisen. Die Beschreibung dazu habe ich ja gestern im Blog veröffentlicht. Wobei auch heute nochmals der Hinweis in die Zukunft kann keiner schauen der Photovoltaikertrag der Zukunft hängt auch zum großen Teil vom Wetter ab.

Technorati Profile

Erhard Renz

Photovoltaik Ertragsabschätzung anhand real erzielten Erträgen

Donnerstag, den 13. November 2008 von Erhard Renz

Das A und O jeder Photovoltaik Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sind die Erträge die mit einer Photovoltaikanlage erzielt werden. Wieviele Kilowattstunden Ertrag wird meine Photovoltaikanlage tatsächlich erzielen? Dies ist die meist gestellte Frage und es gibt viele Antworten. Deshalb werde ich in nächster Zeit ein paar Hilfen zu den Ertragsabschätzungen geben. Die Zukunft kann keiner vorhersagen und deshalb lohnt sich ein Blick zurück auf Anlagen die bereits seit Jahren in Ihrer Nachbarschaft installiert sind. Der Solaranlagen Förder Verein (SFV) hat vor einigen Tagen die 10.000 PV Anlage in seiner Datenbank vermelden können. Die eingegebenen Erträge sind für alle frei einsichtbar und können von allen Interessenten ausgewertet werden.

Da man keiner Statistik glauben soll ausser man hat sie selbst gefälscht ::D: gebe ich noch ein paar Hinweise und Tips zur Auswertung dieser Daten:

weiter…

Erhard Renz

Voraussetzungen für Photovoltaik in Amerika sind genial

Samstag, den 8. November 2008 von Erhard Renz

Bisher hat Amerika den Anschluß and die Photovoltaik komplett verschlafen. Mit Barack Obama soll sich dies jedoch ändern. Momentan ist es sicherlich noch zu früh zu spekulieren was im einzelnen gemacht wird.
Aber eines ist jetzt schon klar: Die Sonnen Einstrahlung in Amerika ist im Vergleich zu Deutschland hervorragend. Auf der folgenden Karte (aus der Zeitschrift Photon) sind die Einstrahlungswerte von Deutschland und Amerika gegenüber gestellt.
Solar Einstrahlung USA

Der derzeitige Photovoltaik Weltmeister Deutschland hat weitaus weniger Einstrahlung wie Amerika. Die schlechtesten Einstrahlungswerte in Amerika entsprechen ungefähr den besten in Deutschland. Weiterhin muß die Größenordnung (Karte nicht maßstabsgerecht) berücksichtigt werden. In Amerika sind Räume vorhanden. Es könnte sich also eine andere Photovoltaiktechnik durchsetzen.

Photovoltaik Freilandanlagen

Auf jeden Fall kann in den Bundesstaaten New Mexiko, Colorado und Arizona ein ähnlicher Stromertrag wie in Spanien erzielt werden. Allerdings bedeuten doppelt so hohe Einstrahlungswerte nicht auch doppelter Ertrag. Bei der Freilandanlage Avila (2,2 MW) die von Ralos in Spanien gebaut wurde, haben wir eine Ertragsprognose von 1.431 kWh je kWp. Das heißt trotz doppelter Sonneneinstrahlung “nur” 50% mehr Ertrag. Dieser Effekt ist auf den geringeren Wirkungsgrad bei “heißen” Modulen zurückzuführen.

Auf jeden Fall das Potential ist vorhanden und wenn die Amerikaner jetzt die Weichen richtig stellen, dann kann es auch in Amerika eine solare Zukunft geben.

Erhard Renz

Monatliche Photovoltaik Erträge prozentual

Samstag, den 1. November 2008 von Erhard Renz

Natürlich hat jeder der eine neue Photovoltaikanlage von Ralos bekommt als erstes das Bedürfnis seine Erträge vom Stromzähler abzulesen. Dann freut der Kunde sich jeden Tag wenn er mehr Ertrag hat als am Tag zuvor. Wenn er allerdings seine Anlage im Herst oder Winter baut stellt er mit erschrecken fest.
Die Anlage produziert ja Tag für Tag weniger?

Dann kommen die Zweifel ob die Anlage auch den kalkulierten Ertrag produzieren wird… Keine Angst das hat natürlich mit den weniger Sonnenstunden (Minuten) zu tun.
Ich habe mir mal die Mühe gemacht aus den Erträgen der Jahre 2002 – 2007 meiner privaten Anlage die auf die Monate verteilten Erträge prozentual darzustellen.

Da hier in der Michelstädter Gegend der durchschnittliche Ertrag zwischen 900 – 1.000 kWh je installiertem kWp zu erzielen sind gehe ich der einfach halber mal von einem Ertrag von 1.000 kWh je Jahr aus. Das ist dann wunderbar zu rechnen. Wer konservativer rechnen möchte kann dies natürlich einfach umrechnen.

Durchschnittlidhe Erträge je Monat bei einem angenommenen Jahresertrag von 1.000 kWh je kWp

26 kWh Januar
48 kWh Februar
87 kWh März
120 kWh April
119 kWh Mai
130 kWh Juni
122 kWh Juli
115 kWh August
106 kWh September
67 kWh Oktober
35 kWh November
25 kWh Dezember

Aus dieser Aufstellung kann man klar die weniger ertragsträchtigen Monate Dezember und Januar erkennen. Die beide je nur ca. 2,5% des jährlichen Ertrages beisteuern. Da macht es auch kaum was aus wenn die Monate mal “optimal” ausfallen denn mein bester Dezember brachte mir 37 kWh und der beste Januar 34 kWh je kWp.
Wer also seine Anlage am Ende des Jahres baut muß erstmal durch die Winterzeit bevor er sich ab Februar über steigende Erträge freuen kann. Ab April bis September sind die monatlichen Erträge auf einem ähnlich hohen Niveau.