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Dienstag, den 15. Februar 2011 von Erhard Renz
Dass Photovoltaikstrom nicht gleichmäßig produziert wird sondern von Mutter Natur abhängig ist dürfte inzwischen zur Genüge bekannt sein. Die Tag/Nacht und Winter/Sommer Rhythmen sind nun mal von der Natur vorgegeben, können und sollen auch nicht verändert werden.
Es wäre aber schön zu wissen wieviel Strom wann produziert wird. Die Bisherige Entwicklung war schon sehr steil. Vom Ferraris-Zähler der einmal im Jahr per Hand abgelesen wurde, über die Wechselrichter an denen man die Daten über eine Schnittstelle auslesen konnte zu den Datenloggern die es ermöglichen die Erträge im viertelstunden Takt im Internet anzuschauen. Dann gibt es die SMA Animation auf deren Basis für ganz Deutschland ein momentaner Ertrag ermittelt wird. Es gibt aber auch die Werte von der Strombörse die allerdings nur eine Gesamtzahl und keine Unterteilung liefert.
Jetzt gibt es allerdings eine weitere Informationsquelle (Dank an Matthias für den Hinweis) und zwar für die Übertragungsnetzbetreiber. Die Firma enet GmbH berechnet für die Übertragungsnetzbetreiber im viertel Stunden Takt Solarstromprognosen für deren Netzgebiet. Leider ist das ganze kostenpflichtig und im öffentlichen Berich ist nur eine Demovariante zugänglich. Es zeigt aber wieder wie innovativ die Solarbranche ist und der Weg zum intelligenten Netz Schritt für Schritt genommen wird.
Diese Weiterentwicklung wurde jedoch nur möglich weil die Bundesnetzagentur einen dringenden Handlungsbedarf sieht und diesen auf einfordert. Wie schnell wäre eigentlich der Umstieg auf erneuerbare Energien möglich wenn uns die Energieversorger unterstützen würden?
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Donnerstag, den 3. Februar 2011 von Erhard Renz
Ja, so sieht er aus der Hundert Dollar Schein.

Für hundert Dollar erhält man momentan gerade “ein Barrel Öl”. Genauer gesagt es sind 158,987294928 Liter Öl für 100 Dollar. So besonders schlimm ist das noch nicht, denn der Preis war vor 2 Jahren schon einmal auf mehr als 140 Dollar je Barrel Öl. Dieser Höhenflug in 2008 war jedoch nur kurz und flachte anschließend (Dank der Finanzkrise) auf unter 40 Dollar ab. Jetzt sind wir aber wieder über die 100 Dollar Marke gestiegen.
Bei Tecson kann man die Tagesaktuellen Preise sehen.
Auf deren Homepage findet man auch die Entwicklung des Rohölpreises der letzten 50 Jahre.

Sollte sich der momentane Wert über 100 $ stabilisieren dann würde der Rohölpreis einen neuen Rekord erklimmen. In 2008 lag der Jahres Durchschnittspreis bei ca. 90 Dollar. Dies war bisher Rekord!
Der hohe Rohölpreis findet an den Tankstellen sofort seinen Niederschlag. Dort steigen die Preise momentan fast täglich an. Bei Nahrungsmittel, Heizenergie und auch Strom dauert es länger bis sich die hohen Preise für Öl in den Produktpreisen niederschlägt. Aber eines ist sicher, alle Produkte für deren Herstellung Öl benötigt wird, die werden demnächst teurer werden. Da der hohe Ölpreis auch dazu führt, daß z.B. Steinkohle teurer wird, erhöht sich auch der Strompreis. Aber wie gesagt das dauert erst mal eine Weile.
Sicher ist aber das bei knapper werdenden Rohstoffe der Preis steigt. Natürlich kennt diesen Effekt auch Franz Asbeck das Schlitzohr hat sich die Abbaurechte für Lithium in Deutschland gesichert…
Übrigens: Photovoltaik wird immer günstiger!
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Mittwoch, den 19. Januar 2011 von Erhard Renz
Die nachhaltige Politik von CDU/CSU und FDP hat gerade mal ein halbes Jahr funktioniert. Erneut stellt die Politik fest, dass sie von Photovoltaik eigentlich keine Ahnung hat. Die letzte Kürzungsdebatte dauerte ja ca. ein halbes Jahr und wurde dann Rückwirkend im Juli 2010 zum 1.7.2010 beschlossen.
Jetzt (6 Monate später!) soll bereits zum 1.7.2011 wieder eine außergewöhnliche Reduzierung erfolgen. Abgesprochen mit der Solarbranche Solarlobby und der Solarindustrie. Da mit mir keiner diese Kürzung besprochen hat und ich mich auch nicht vom BSW vertreten fühle gehöre ich wohl eher zur Solarmafia. Dr. Joachim Pfeiffer ein Bundestagsabgeordneter der CDU hat es nach mehr als 3 Monaten geschafft HEUTE auf meine Frage zu antworten. Ich werde mich noch intensiv mit der ausführlichen Antwort von H. Pfeiffer beschäftigen. Aber vorab möchte ich feststellen er entschuldigt sich nicht für das Schimpfwort “Solarmafia” und so muß ich auch hinnehmen, daß der BSW-Verein mit 800 Mitgliedern als die “Solarbranche, Solarlobby und Solarindustrie” in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Ich frag mich nur wo die mafiösen Strukturen wirklich sind…
Wenn die Politik schon keine Ahnung von Photovoltaik hat, sollte sie sich die Mühe machen mit den betroffenen zu reden oder ihr sogar zuzuhören. Ich gebe zu wir haben in der “Solarbranche” keinen der für alle spricht. Wir haben viele Organisationen die jeweils für maximal ein paar tausend Mitglieder spricht. Bei der Windenergie ist dies anders die zentrale Kompetenz für Windenergie ist im Bundesverband Windenergie (BWE) konzentriert. Die Photovoltaikbranche benötigt immer dringender solch einen Branchenverband der für alle spricht. Der BSW tut es nicht, er vertritt gerade mal 800 Unternehmen…
Von der Bundesregierung könnte ich allerdings auch erwarten, daß ausser dem stupiden reduzieren von Einspeisevergütungen eine intelligente Weiterentwicklung des EEG bei Photovoltaik stattfindet.
Zwei Beispiele möchte ich dazu anführen die von mir schon seit längerem hier im Blog andiskutiert wurden. Im Blog finden sich zwar noch weitere Ideen die ebenfalls diskutiert werden könnten wenn die Bundesregierung ein ehrliches Interesse an einem fairen weiterentwickeln des EEG’s hätte.
Im Dezember 2010 hatten wir den von mir schon oft befürchteten Schneeeinbruch mitten in der Jahresendralley. Warum wird die Kürzung der “geplanten” Einspeisevergütung immer noch auf das Jahresende festgelegt? (Sommerdegression)
Warum wird nicht wie bei der Windenergie nach der Produktion einer definierten Strommenge die Anfangs Vergütung abgesenkt? Bei der Windenergie geschieht dies seit Jahren!
Aber Photovoltaik verstehen und für die Energieversorgung der Zukunft die Weichen stellen, da findet sich leider kein Personal bei der jetzigen Bundesregierung.
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Montag, den 3. Januar 2011 von Erhard Renz
Ich hab mich in den letzten Tagen (Wochen) hier ziemlich rar gemacht. Diese Pause war einfach notwendig um mal wieder Abstand zum Thema Photovoltaik zu kriegen.
Es ist für mich unerträglich wenn wir die Photovoltaikbranche den schwarzen Peter für die Strom Preisentwicklung zugeschoben bekommen.
Es ist für mich unerträglich wenn der Klimawandel, die Ressourcenendlichkeit und die steigenden Rohstoffpreise einfach ignoriert werden.
Es ist unerträglich wenn der Zubau den wir in 2010 geschafft haben als bedrohlich für die Netze dargestellt wird und es ist unerträglich wenn eine schwarz gelbe Regierung so tut als ob die dezentralen Photovoltaikanlagen nicht notwendig wären.
Die Branche der Erneuerbaren Energien ist erfolgreicher wie alle vorher gesehen haben. Ich verweise auf das Ziel von Rot/Grün bis 2010 den Anteil Erneuerbarer Energien auf 12,5% zu erhöhen. Dieses Ziel wurde von Schwarz/Gelb als Phantasterei abgetan. Erreicht haben wir 17%!
Anstatt mal zuzugeben, daß man sich getäuscht hat wird sofort ein Geplärre initiiert, daß dieses Wachstum zu enormen Kosten führen würde. Aussen vor läßt man dabei, daß die Gewinne der großen Stromkonzerne eine höhere Belastung als die EEG Vergütungen für die Verbraucher darstellen! Aber den Konzernen ist man ja wohlgesonnen – siehe Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke.
Aussen vor läßt man auch, daß der saubere Strom zu Volkswirtschaftlichen Einsparungen führt. Hier sei nur der niedrigere Strompreis (Meritt Order Effekt) an der Börse aufgeführt.
Die Solarbranche hat schon jahrelang auf die hohen Zubau Möglichkeiten in der Photovoltaik hingewiesen. Wer untätig war und ist sind die Konzerne und die Politik. Wir benötigen einen Ausbau der Verteilnetze auf regionaler Ebene und dieser Ausbau muß finanzielle unterstützt werden. Entschuldigung untätig ist falsch man hat uns bekämpft von Seiten der Konzerne und von Seiten der Schwarz/Gelben Regierung. Zumindest die Politik hat mit Ihrem ständigen “Degressions Kürzungsgerede” sich selbst ein Bein gestellt. Die Panikmache hat bei den Häuslebesitzer nur dazu geführt, dass jeder meinte noch unbedingt eine Photovoltaikanlage vor dem schwarz/gelben Kürzungsschnitt zu bauen.
Wir brauchen Anreize um mit “kleinen” Speichern den Strom kurzfristig (max ein paar Tage) zwischen zu speichern. Momentan fehlt dazu der Anreiz. Wir brauchen finanzielle Anreize um den steuerbaren Erneuerbaren Energien es schmackhaft zu machen dann Strom zu produzieren wenn Wind und Sonne schwächeln.
Wir brauchen einen schnellen Einstieg in intelligente Zähler und intelligente Netze. Das sind alles Felder auf denen sich nichts tut. Jedenfalls tut sich dort wenig, viel weniger wie bei der Photovoltaikbranche.
Was wir nicht brauchen sind längere Laufzeiten für Atomkraftwerke die uns nur die Netze verstopfen mit ihrem “Grundlast” Strom. Der Name ist Programm im “Grund” ist dieser Strom rund um die Uhr eine “Last” die von den Verbrauchern gefälligst abgenommen werden muß damit die Kraftwerke wirtschaftlich laufen.
Zahlen dürfen die nachfolgenden Generationen die sich Tag und Nacht, Woche für Woche, Monat für Monat… Jahrtausend für Jahrtausend um den radioaktiven Müll kümmern darf… Grundlast eben!
Wir brauchen auch keine MEGA Netze die Strom von der Nordsee oder aus der Sahara irgendwann mal zu uns nach Hause liefern können. Wir brauchen eine kleinteilige Infrastruktur die es uns ermöglicht mit vielen kleinen Kraftwerken Strom zu produzieren und damit zu handeln.
Wir sind schneller im Wandel wie die Konzerne und die Politik. Dass wir deshalb abgestraft werden sollen halte ich für falsch und ich werde deshalb auch wieder hier im Blog regelmäßig meine Meinung kund tun und nicht nur hier.
Auf ein energet(h)isches Jahr 2011!
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Dienstag, den 7. Dezember 2010 von Erhard Renz
Da momentan im Blog aber auch in anderen Medien die Diskussionen um die Kosten der Photovoltaik so richtig hochkochen möchte ich heute zwei Folien aus einem Vortrag von Prof. Uwe Leprich vorstellen. Er hat bei den Bayrischen Solarinitiativen am 3.12.2010 diesen Vortrag gehalten. Thema war “Wie die Strompreise entstehen und gemacht werden”. Diese Veranstaltung war mit ca. 70 Personen sehr gut besucht und die Referenten begeisterten durch ihr Fachwissen. Aus den 50 Folien von Prof. Leprich kann ich sicherlich noch einige in nächster Zeit vorstellen aber allein die folgenden zwei Folien relativieren sicherlich einiges.
Nicht immer ist es am wichtigsten was hinten raus kommt, es kann auch wichtig sein was im Portmonai drin bleibt. Deshalb muß man die momentane Medienschelte gegen die Photovoltaik mal relativieren. Sicherlich stimmt es, daß in 2011 die Belastung durch die EEG Umlage steigen wird. Aber wie sieht denn die Belastung der deutschen Haushalte durch Energie aus und wie haben diese Belastungen sich entwickelt.

Die Stromkosten fallen dadurch auf, dass sie nicht auffallen. Mit weniger als 500 Euro sind die Stromkosten am Gesamtenergieaufwand mit ca. 20 % beteiligt.
Die Kosten für den Sprit der Fahrzeuge und für die Heizung der Wohnung sind bei weitem der größer Anteil am Gesamtaufwand. Auch die Steigerung seit 1996 sind beträchtlich. Der aktuelle Ölpreis liegt derzeit bei 90$ und wird vonJPMorgan für 2012 bei 120$ angesiedelt. Ach wie schön ist es da sich über die steigenden Photovoltaik Umlagen aufzuregen. Die meisten Tankstellen verlangen derzeit auch mal wieder 1,30 Euro je Liter Diesel aber nö die Photovoltaik wird wegen hoher Preise angeprangert.
Der Strom wurde aber auch so teuer in den letzten Jahren durch die Erneuerbaren Energien und vor allem durch die Photovoltaik. Auch hier kann der verehrten Blogleserschaft geholfen werden:

Während Strom seit 1991 um 50% teurer wurde haben Gas, Öl und Fernwärme mit 100% zugeschlagen. Nur die Briketts sind nicht so stark gestiegen wie der Strom. Nun ja wer heizt auch heute noch mit Briketts…
Was will ich mit diesen beiden Folien aufzeigen. Der momentane Hype um den teuren Photovoltaikstrom ist eine gesteuerte Kampagne von den Stromkonzernen und von der Politik die ihre Interessen durchdrücken wollen. In Wahrheit ist Strom günstig und belastet die Menschen bei weitem nicht so stark wie der allgemeine Medienwahn dem Leser weismachen will.
Wir die vielen kleinen Firmen der Erneuerbaren Energien wollen auch unsere Interessen geahrt wissen. Wir wollen viele kleine Photovoltaikanlagen bauen. Wenn die erst einmal 20 Jahre alt (und abgeschrieben) sind dann werden wir ja sehen wo der billige Strom herkommt. Aus Gas, Öl, Kohle oder Atom bestimmt nicht.
Die erneuerbaren sitzen am längeren Hebel.
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Mittwoch, den 1. Dezember 2010 von Erhard Renz
Die Photovoltaik ist eine “neue” Technik um Strom zu produzieren. Klar es gibt den Photovoltaischen Effekt schon mehr als 50 Jahre aber zur Produktion von Strom im Großen Stil wurde die Photovoltaik erst in den letzten Monaten wahrgenommen. Zumindest von denen die bisher die Photovoltaik als Spielerei angesehen haben.
Diese Technik unterscheidet sich aus technisch zu den anderen Erneuerbaren Energien. Bei allen Erneuerbaren Energien wird eine Drehung erzeugt. Mit Wind, Wasser oder Biomasse wird durch technisches “Zubehör” Energie aufgefangen und in Drehung (z.B. Turbine) gebracht. Dies sind aber “uralte” Techniken die schon lange am Markt zu finden sind. Die Photovoltaik dagegen erzeugt durch “aufgearbeitetem Sand und Sonnenstrahlen Strom”. Direkt und ohne weiteren Firlefanz.
Es ist deshalb verwunderlich wenn die Photovoltaik mit anderen Erneuerbaren Energien oder sogar den konventionellen Energien verglichen wird. Photovoltaik ist Neuland! Photovoltaik hat deshalb auch noch Einsparpotentiale. Aber die Photovoltaikentwicklung schläft nicht sondern sie ist hoch Innovativ. Ich möchte dies gerne mit drei Grafiken verdeutlichen.
Die EEG Vergütung für Windstrom und Photovoltaik habe ich von 2004 bis 2011 in Cent je Kilowattstunde Strom aufgetragen. Als Orientierung habe ich noch den Strompreis den die Endkunden seit dieser Zeit zahlen mit aufgeführt.

Es ist klar erkenntlich, die Photovoltaik wurde seit 2004 um 50% (Die Hälfte) günstiger. Die Windenergie dagegen steht bedingt durch die Verteuerung von Rohstoffe (z.B. Stahl) fast noch auf dem gleichen Wert wie 2004. Der Verkaufspreis des Stroms dagegen wurde in diesen Jahren um 30% erhöht.
Im nächsten Bild hab ich die Einspeisevergütungen von Wind und Solar bis 2015 aufgetragen.

Bis 2015 wurde die Vergütung für Windenergie schon festgelegt. In jedem Jahr wird die Vergütung um 1 % reduziert. Die Photovoltaik wurde nur bis 2012 festgelegt. Da eine Grundreduzierung von 9% im EEG sowie ein “atmender Deckel” mit zusätzlich bis 12 % festgelegt wurde muss bei dem starken Ausbau ab dem 1.1.2012 mit einer erneuten 21% Reduzierung gerechnet werden. Danach habe ich eine 13% Reduktion eingerechnet. Wobei dies absolute Kaffeesatzleserei ist. Erkenntlich wird aber die ganz andere Entwicklung der Photovoltaik gegenüber der Windenergie. Die Windenergie wurde zwar immer größer effizienter und technisch ausgereifter. Die Basis der Windenergie ist aber eine traditionelle Technik mit Stahlbau und Turbinen. Die Photovoltaik dagegen ist neu und entsprechend sind noch Einsparungen auf allen Ebenen zu finden. Es ist auch kein Ende der Kostenreduktion absehbar.
Wenn ich jetzt noch den Strompreis linear bis 2015 ansteigen lasse:

Dann wird klar die Photovoltaik wird zukünftig keine Förderung in Form von erhöhter Einspeisevergütung benötigen sondern nur ein Zugangsrecht zum Netz. Dies gilt zumindest für Photovoltaikanlagen auf Dächern unter denen auch Stromverbraucher leben. Die werden versuchen den Strom selbst zu nutzen. Dies ist auch der zweite Unterschied von Photovoltaikanlagen zu den “konventionellen” Erneuerbaren Energien. Photovoltaik kann auf dem eigenen Dach Strom produzieren. Weder Wind, noch Wasser, noch Biomasse (außer Holzfeuer) sind dazu geeignet und benötigen immer einen Transport vom Kraftwerk zum Verbraucher. Dies kann bei der Photovoltaik identisch sein.
Auf jeden Fall dürfte jetzt mal mit dem Vorurteil die Photovoltaik würde nicht günstiger werden aufgeräumt sein. Oder gibt es da noch Zweifel?
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Montag, den 29. November 2010 von Erhard Renz
Nachdem für die meisten Photovoltaikunternehmen die Aufträge für das Jahr 2010 “über” Dach und Fach sind werden die ersten sorgenvolle Blicke nach 2011 geworfen. Die Spekulationen in welcher Größenordnung der Zubau an Photovoltaik in 2011 erfolgen wird, sind breit gestreut. Es werden Zahlen von 3.500 MW bis 10.000 MW gehandelt.
Der Bundesverband Solarwirtschaft hat ja bereits demutsvoll verkündet ab 2012 nur noch 3.000 bis 5.000 MW jährlich zubauen zu wollen. Ich will mehr. Die CDU anscheinend auch.
Denn wie soll man die erneute Diskussion um eine weitere Sondersenkung der Einspeisevergütung ab Juli 2011 sonst deuten? Wer vier Monate nach der letzten beschlossenen Sonderkürzung der Einspeisevergütung erneut eine Diskussion auslöst hat von Photovoltaik anscheinend keine Ahnung!
Ich sage voraus, es wird dank der CDU Propaganda einen erneuten Photovoltaik Boom in 2011 geben. Das Politik Geschwätz der CDU wird uns die verunsicherten Interessenten erneut in Scharen zuführen. Immer die Angst im Nacken die CDU senkt die Vergütung so stark ab, daß Photovoltaik auf “meinem” Dach nicht mehr rentabel ist. Diese Politik ist nicht nachhaltig. Kein Mensch, keine Firma und keine Branche kann sich alle vier Monate auf eine andere Gesamtsituation einstellen. Wenn die CDU dann endlich erkannt hat, daß ihr Geschwafel über zu hohe Förderung das genaue Gegenteil wie gewünscht auslöst wird der “Deckel” für Photovoltaikanlagen kommen.
Es wird nur noch eine bestimmte Menge an EEG geförderten Photovoltaikanlagen geben. Sollte sich solch ein Deckel tatsächlich am politischen Himmel abzeichnen würde ein weiterer Kurzfrist-Blitz-Boom uns erreichen. Damit wäre erneut die gewünschte Reduzierung des Ausbaus von Photovoltaik von der Politik nicht erreicht worden. Die panische Angst der CDU vor der Photovoltaik wird deshalb wohl in einer ganz kurzfristig angesetzten Kürzung der Photovoltaik münden. Dies zu den aktuellen Solarphilosophien der CDU.
Bevor mir wieder irgendwelche Rechnungen präsentiert werden wie teuer Photovoltaikstrom sein soll, möchte ich eine andere Sicht der Photovoltaik “Vergütung” ansprechen. Der rücklaufende Stromzähler. Diese einfache Art der Stromvergütung für Photovoltaik könnte viele “Subventionsvorwürfe” entkräften. Photovoltaikstrom wird zu Zeiten produziert an denen der Strom wertvoll ist. Täglich um die Mittagszeit werden die höchsten Strompreise an der Börse gezahlt. Wenn zu diesen Zeiten die Photovoltaikanlagen mehr Strom produzieren wie im Haus benötigt wird dann geht der Strom in das öffentliche Netz und wird als “Gutschrift” über den normalen Strom Zähler gezählt. Abends wenn die Photovoltaikanlage keinen Strom produziert nehme ich mir Strom (meinen Photovoltaik Strom) aus dem Netz und bekomme diese Kilowattstunden an meiner Gutschrift abgezogen. Um diese Zeit wird der Strom zu weitaus niedrigeren Kosten als zur Mittagszeit gehandelt.
Diese Art der Verrechnung von Photovoltaikstrom hätte einen gewissen Charme und wäre auch nicht gerade unattraktiv:

Ich habe dieses Modell mal in einem Excel dargestellt. Der Ertrag von ca. 950 kWh mit der 2011 Einspeisevergütung von 28,74 Cent ergibt über 20 Jahre Einnahmen in Höhe von 5.661.78 Euro. Der Strompreis der für den selbst genutzten Strom zu bezahlen ist würde sich in der gleichen Zeit auf die gleiche Summe addieren wenn jährlich der Strom um einen halben Cent teurer würde. In den letzten 10 Jahren gab es allerdings eine Verteuerung um je einen Cent! Ausserdem hätten die Betreiber von Photovoltaikanlagen bei dem rücklaufenden Zähler auch nach 20 Jahren schon eine Regelung die gerecht wäre.
Wenn die CDU jetzt tatsächlich die Vergütung von 28,74 Cent adäquat reduziert dann kommt die Photovoltaik in eine Größenordung in der sie tatsächlich günstiger ist wie der eingekaufte Strom. Es wird in dieser Variante also auch zu einem Ausbau der Photovoltaik kommen. Nur wenn man der Photovoltaik die vorrangige Einspeisung in das Stromnetz verweigert, wird der Boom der Photovoltaik zu stoppen sein. In allen anderen Fällen wird sich die Photovoltaik in einem Volumen durchsetzen wie es sich momentan kein Politiker der CDU oder FDP vorstellen kann. Es ist wie bei Stuttgart 21 oder dem Atomausstieg die Politik muß endlich erkennen was die Bürger wollen.
Wir brauchen endlich eine Politik die akzeptiert, daß der Photovoltaikstrom eine Größenordnung erreicht die im Energiemix zu berücksichtigen ist. Die anderen Marktteilnehmer müssen dies zur Kenntnis nehmen und ihre Kraftwerke auf diese Gegebenheit anpassen. Wir reden davon schon zehn Jahre. Wenn andere dies noch nicht gemerkt haben wird es an der Zeit, daß sie die wahren Energieprobleme erkennen.
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Dienstag, den 23. November 2010 von Erhard Renz
Da saßen sie wieder mal beisammen bei Kaffee und Keksen finanziert von der Bundesregierung. Sie haben sich gut unterhalten zum Thema ”Integration erneuerbarer Energien in die deutsche Stromversorgung im Zeitraum 2015 – 2020 mit Ausblick 2025″ und “Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse durch die Projektsteuerungsgruppe”.
Ja ja, schwieriger Titel und viel Ausblick in die Zukunft. Auf 28 Seiten schwafeln die Experten “Amprion GmbH, BARD Engineering GmbH, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), EnBW Transportnetze AG, E.ON Netz GmbH, EWE Netz GmbH, Siemens AG, Stiftung Offshore –Windenergie/Offshore Forum Windenergie GbR, TenneT TSO GmbH, Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN), Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V. Fachverband Power Systems (VDMA Power Systems), VGB PowerTech e.V., Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI), 50Hertz Transmission GmbH” über den Ausbau von Netzen bis 2020.
Leider war keiner dabei der neben dem Kaffee und den Keksen den Ausbau der Photovoltaik beobachtet hat. Denn in der Netzstudie II gehen die Experten noch von einem Ausbau der Photovoltaik bis 2020 auf 17.900 MW aus.

Irgendeiner muß allerdings in letzter Sekunde bemerkt haben dass sich in der realen Welt etwas getan hat. Denn bei Photovoltaik wird eine Fußnote “9″ gesetzt! Diese wir wiefolgt erläutert:
“9
Die in der dena-Netzstudie II zugrunde gelegte Ausbauerwartung bzgl. installierter Erzeugungskapazitäten aus Photovoltaik basieren auf dem BMU-Leitszenario 2008. Vor dem Hintergrund der rasanten Ausbauentwicklung bei Photovoltaik-Anlagen wird diese Anlagenkapazität voraussichtlich bereits in 2011 erreicht. Aktuelle Abschätzungen gehen von einem möglichen Ausbau in Höhe von rund 50.000 MW in 2020 im Bereich der Photovoltaik aus.”
Aha, mit aktuellen Zahlen geht mal also nicht von 17.900 MW sondern von 50.000 MW aus. Ob die neuen Zahlen in die Studie eingearbeitet wurden ist nicht erkenntlich. Aber was solls auch. Dezentral erzeugter Strom hätte ja nur das gewünschte Ergebnis verhindert. Wo kämen wir hin wenn jeder seinen Strom selbst produziert.
Was soll denn eine Studie aussagen die nur olle Kamellen wiederkäut und die aktuelle Entwicklung der PV (verdreifachung) nicht berücksichtigt? Momentan ist eine verstärkte Pressearbeit gegen Photovoltaik zu erkennen. Der Kampf zwischen zentralen Energien und dezentralen Energien spitzt sich zu. Falschaussagen, Zahlenwirrwarr, Lügen und Studien mit katastrophalen Basiswerten sind das Handwerkszeug der konventionellen Energieerzeuger und ihren AngeHörigen. Wenn wir nicht aufpassen wird man die dezentralen Energien ruck zuck platt machen.
Beispiel gefällig? Planetopia
Übrigens hatten wir Ende 2009 ca. 9.800 MW Photovoltaikanlagen in Deutschland installiert. In 2010 werden ca. 8.000 MW dazukommen. Dann sind wir schon bei 18.000 MW wenn wir “nur” noch 32.000 MW in 10 Jahren installieren, dann wären dies pro Jahr 3.200 MW? Also nur noch 40% von der installierten Leistung 2010!
Will uns da jemand die Arbeitsplätze streichen? So ne Art Laufzeitverkürzung für Photovoltaik?
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Mittwoch, den 3. November 2010 von Erhard Renz
Ich habe schon Vorträge für Erneuerbare Energien gehalten bei denen ich rumstottern musste wenn man mich nach dem Anteil der Windenergie an der Stromproduktion fragte. Bei einem halben Prozent (aufgerundet ) dies muß ca. 1995 gewesen sein hab ich angefangen die Erneuerbaren Energien voranzutreiben. In der Windenergie gab es Dank des Stromeinspeisegesetzes im Jahr 1991 einen technologischen Schub. Aufgrund der Möglichkeit den Strom gegen ca. 17 Pfennigen zu verkaufen begann der Siegeszug der Windenergie.
Die Photovoltaik konnte sich mit diesem Gesetz genau so wenig entwickeln wie Biomasse oder Geothermie. Erst mit dem EEG im Jahr 2000 begann auch die Photovoltaik ihren langen Weg bis zur wirtschaftlichen Marktreife ohne Förderung. Zu Beginn belächelt werden die heutigen Zuwachszahlen bereits als “kritisch fürs Stromnetz” angesehen. In 2010 haben wir bereits 5.000 MW Photovoltaik in Deutschland installiert. Dies entspricht einer Spitzenleistung von ca. 4 Atomkraftwerken.
Diese Entwicklung einer dezentralen Energie, die von vielen hunderttausend Menschen getragen wird, wurde schon immer unterschätzt. Dabei hätte man von der Entwicklung der Windenergie lernen können. Ich habe mal die Installierte Leistung von Windenergie und Photovoltaik verglichen. Allerdings vergleiche ich die Installierte Leistung der Photovoltaik aus dem Jahr 1999 mit den installierten MW der Windenergie aus dem Jahr 1990.

Durch den 9jährigen Versatz (Wind 1990 – Sonne 1999) kann man die Entwicklung beider Techniken ersehen. Das EEG beabsichtigt ja eine Rendite von ca. 7% für die Investoren zu ermöglichen. In den ersten Jahren entwickelte sich die Windenergie schneller wie die Photovoltaik. Erst 2006 (Wind 1996) zieht die Photovoltaik an der Windenergie vorbei. Dieser schnellere Ausbau wie die Windenergie setzt sich bis heute fort.
Wenn man sich den Ausbau der Windenergie anschaut und die bereits in 2010 installierten Photovoltaikanlagen hinzuaddiert könnten wir fast an die Werte der Windenergie von 2004 ran kommen!

Wir würden also locker die Installationszahlen von drei Windjahren in 2010 realisieren.
Um die Windenergie einzuholen fehlen uns allerdings noch ein paar Jahre. Ob wir die Windenergie überhaupt einholen können wird natürlich politisch entschieden.

Es spielt natürlich auch eine Rolle ob man in den Vergleich die Offshore Windräder mit einbezieht.
Was ich allerdings aufzeigen wollte die allgemeine Empörung wie schnell die Photovoltaik ausgebaut wird hätte man längst schon erkennen können. Dezentrale Kraftwerke sind weitaus einfacher zu realisieren. Die Windenergie konnte ihr schnelles Wachstum nicht mehr beibehalten da sie auf Genehmigungen angewiesen ist. Die Photovoltaik dagegen wird von den Bürgern selbst entschieden und wenn deren Rendite Erwartung erfüllt wird dann baut der Bürger. Konzerne investieren bei diesen Renditen nicht!
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Freitag, den 8. Oktober 2010 von Erhard Renz
Jetzt habe ich mir das ganze Energiekonzept der Bundesregierung gegönnt. Sicherlich waren es keine 36 Seiten voller praller Lebensfreude aber schließlich muß es ja einer mal lesen. Ich finde zumindest die definierten Ziele als bemerkenswert. Vor zehn Jahren wären diese Zahlen auf einem grünen Parteitag noch belächelt worden. Jetzt sind diese Zahlen mitten in der Gesellschaft angekommen.

Bis 2050 sollen 80% des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen! Aber auch die anderen Ziele wären vor Jahren nicht diskutabel gewesen. Wer diese Zahlen vor 10 Jahren gefordert hätte wäre als Spinner abgetan worden. Deshalb diese Ziele ausdrucken und immer parat haben in allen Gesprächen!
Was auch erträglich ist sind die Entwicklungszahlen bis 2020 obwohl auch hier die Branche weitaus mehr könnte wie das Konzept vorsieht.
So weit so gut, aber…
Die Kanzlerin verkauft dieses Konzept als “Revolution” und verkennt dabei, dass SPD und Grüne diese Revolution bereits im Jahr 2000 mit dem Erneuerbaren Energien Gesetz begonnen haben. Umweltminister Röttgen meinte “Wir haben gemeinsam einen Fahrplan in das Zeitalter der erneuerbaren Energien aufgestellt”. Auch er ignoriert, dass der Zug schon lange fährt und Deutschland sowohl bei Wind als auch Sonnenenergie Weltmarktführer ist.
Wir haben heute bereits eine Stromproduktion von ca. 93 TWh Erneuerbaren Strom bei einer jährlichen Stromproduktion von ca. 614 TWh erreicht. Da im Konzept eine Reduzierung des Stromverbrauchs bis 2020 von 10% vorgesehen ist, werden 2020 nur noch 552 GWh Strom verbraucht. Bei 35% erwartetem Stromanteil aus Erneuerbaren Energien heißt dies einen Ausbau um 100 GWh auf 193 GWh bis 2020!
Da im Energiekonzept eine Verbrauchsreduzierung von 25% bis 2050 vorgesehen ist werden nur noch 460 TWh Strom bis dahin jährlich benötigt. Davon 80% sind 368 TWh Strom aus Erneuerbaren Energien.
Allerdings möchte Angie viel Windkraft auf dem Meer (Offshore) installieren. Wenn ich die Energieszenarien anschaue dann ist da von 68 bis 113 TWh Strom (Energieszenario A 1-12) die Rede.
Ebenso wird von einem Stromimport zwischen 60 und 140 TWh (Energieszenario S. 115) geredet.
Das bedeutet bei einem Bedarf von 368 TWh werden mind. 60 TWh importiert und mind. 68 TWh auf dem Meer produziert. In diesem günstigen Fall bleiben 240 TWh Strom für die “regionalen Erneuerbaren Energien” übrig.
Wenn viel Meeres Windstrom (113 TWh) und viel (140 TWh) importiert wird dann bleibt ein Rest von 115 TWh Strom für die “regionalen Erneuerbaren Energien” übrig.
Es werden also zwischen 115 TWh bis 240 TWh Strom aus regionalen Erneuerbaren Energien in 2050 benötigt!
Da heute schon die Erneuerbaren Energien 93 TWh Strom im Jahr 2008 produziert haben und bis 2020 locker ein Volumen von 193 TWh Strom ökologisch sinnvoll vor Ort erzeugt werden kann, bedeutet das Konzept von der Bundesregierung ab 2020 ein Stillstand und evtl. sogar ein Rückschritt bei den “regionalen Erneuerbaren Energien”.
Damit entlarvt sich das Konzept der Bundesregierung als ein Ausstieg aus der weltweiten Führerschaft bei regionalen Erneuerbaren Energien. Dem werden wir nicht folgen Frau Merkel, wir werden auf jeden Fall mehr Solar- und Windkraftanlagen bauen wie sie in Ihrem planlosen Konzept vorgesehen haben!
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Freitag, den 27. August 2010 von Erhard Renz
Vor vierzehn Tagen habe ich einen Denkanstoß von Claus Scheuber der für die soltechnics GmbH im Marketing arbeitet veröffentlicht. Ich möchte mich heute noch nicht mit dem Inhalt beschäftigen sondern mit der Resonanz auf diesen Artikel. Ich gebe zu es ist kein einfaches Thema und die von Claus angesprochenen Probleme sind nicht trivial auch ist der Ralos Blog nicht die zentrale Meinungsplattform der Photovoltaik. Aber dass es keinerlei Reaktion auf die Überlegungen von Claus kommt ist schon bedauerlich. Allerdings kenne ich selbst ja diesen Effekt mit meinem Wunsch einer Sommerdegression statt Winterdegression hat ja auch sehr lange benötigt um Gehör zu finden.
Öffentlich diskutiert wird leider immer nur die “aktuelle Sau” die gerade durchs Dorf gejagt wird. Ansonsten erkenne ich derzeit keine gezielte Diskussion um die Weiterentwicklung unserer Energiefrage. Auch die jetzige Bundesregierung benötigt ein neues Energiekonzept für ihre weiteren Entscheidungen. Anstatt das bisherige Konzept weiter zu entwickeln gibt man einen Auftrag an Organisationen die im stillen Kämmerlein ein neues Konzept entwickeln. Dass die Großkonzerne diese Organisationen zum Teil finanzieren wird dabei einfach übergangen.
Wenn demnächst das Energiekonzept von den beauftragten Unternehmen veröffentlicht wird, bleibt kaum Zeit für uns Hobby Solarier dieses Papier qualifiziert zu analysieren und der Bundesregierung unsere Meinung dazu kundzutun. Angela Merkel besucht uns ja noch nicht einmal auf Ihrer Energiereise! Es wird also nach der Veröffentlichung des Energiekonzeptes eine Öffentlichkeitsschlacht zwischen Halbinformierten geben. Dieser Austausch wird über Fachzeitschriften, Kolumnen, Radioberichten, Fernsehbeiträgen und Blogs gehen. Er wird oberflächlich bleiben und die Feinheiten und Probleme der zukünftigen Energieversorgung nicht gerecht werden.
Feinsinnige Überlegungen wie sie von Claus Scheuber angestoßen wurden haben da keinen Platz. Wir brauchen aber solche Überlegungen und Diskussionen in der Öffentlichkeit um die Energieversorgung der Zukunft nicht nur Umweltfreundlich sondern auch Menschenfreundlich zu gestalten.
Will heißen die Menschen müssen auch noch verstehen warum es zu welchen Entscheidungen kommt. Wir wollen eine öffentliche Diskussion über die Energiepolitischen Weichenstellung und keine gekauften Gutachten.
Dies musste ich erst einmal los werden bevor ich mich in den nächsten Tagen inhaltlich zu den Vorschlägen von Claus äußern werde.
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Samstag, den 14. August 2010 von c_scheuber
Für eine weitreichende Änderung der Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien!
Nach zehn Jahren außerordentlich erfolgreichem Auf- und Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland ist es an der Zeit über eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen an die Anforderungen des veränderten Status nachzudenken. Es macht einen großen Unterschied ob ein Marktanreizprogramm geschrieben wird oder ein Marktordnungsprogramm.
Ich bin verantwortlich für PR bei der soltechnics GmbH und gebe in einem Aufsatz praxisorientierte Anregungen, wie ein EEG neuen Zuschnitts aussehen könnte.
Als am 25. Februar 2000 der Deutsche Bundestag das Erneuerbare Energien Gesetz verabschiedete, war dies nicht nur eine Sternstunde des deutschen Parlaments, sondern auch der Startschuss für einen, wenn auch erhofften, so doch kaum für möglich gehaltenen Wandel: Ein grundlegend neues Verständnis für Energieerzeugung und Versorgung war erstmals gesetzlich verankert.
„Sternstunde des Parlaments“ denn das EEG, wie es bald umgangssprachlich hieß, wurde gegen starke Widerstände des Kabinetts beschlossen. Es gab zwar eine „rot-grüne“ Regierung, aber namentlich Werner Müller, Wirtschaftsminister und vorher lange Jahre in der Atom und Kohleindustrie tätig, versuchte bis zuletzt dieses Gesetz zu verhindern. Bei der Abstimmung fehlte er dann demonstrativ.
Die Protagonisten des EEG, und an ihr Enga-gement sei an dieser Stelle besonders erinnert, waren: Michaele Hustedt, energiepolitische Sprecherin der Grünen und ihr Parteifreund Hans-Josef Fell, der SPD Abgeordnete Dietmar Schütz und, last but not least, ebenfalls SPD Bundestagsmitglied Dr. Hermann Scheer, der Präsident des Eurosolar e.V. und Träger des alternativen Nobelpreises. Wie erfolgreich das EEG in den ersten 10 Jahren gewirkt hat, lässt sich einerseits an der Zahl der Epigonen festmachen
- über 50 Nationen weltweit verwenden heute dem EEG ähnliche Gesetze um Erneuerbaren Energien zur Markteinführung zu verhelfen -,
zum anderen an der wirklich beeindruckenden Bilanz des Anteils, den Erneuerbare Energien im deutschen Stromangebot heute einnehmen.
Wurden 1999 noch rund 4,5 Prozent (davon 90 % Wasserkraft) aus regenerativen Quellen, werden Mitte 2010 rund 20 % Erneuerbare Energien in deutschen Stromnetzen transportiert (davon Wasserkraft noch 20 %).
Heute spricht man von rund 300 000 Arbeitsplätzen, die in der Erneuerbaren-Energien-Branche geschaffen wurden. Dabei bleiben jedoch zahlreiche Beschäftigungsverhältnisse unberücksichtigt, die direkt oder indirekt ebenfalls von den Erneuerbaren profitieren. Man denke z. B. an Elektriker, Dachdecker, an Architekten und Planungsbüros etc., die einen Teil ihres Geschäfts auch den Neuen Energien verdanken. Keine andere Branche kann Ähnliches in den letzten 10 Jahren vorweisen!
Es kann also keine Zweifel daran geben: Dem EEG in seiner Urfassung ist es zu verdanken, dass nicht nur für Deutschland „der Stein ins Rollen“ kam und die Erneuerbaren „aufs Gleis gesetzt“ wurden.
Zwischenzeitlich ist „die Lawine am Rollen“ und der „Zug hat Fahrt aufgenommen“. Da zeigt es sich deutlich, dass das Instrumentarium für eine erforderliche Marktordnung ein anderes sein muss, als für ein Marktanreizprogramm. Symptomatisch wird dies sichtbar, an der Art und Weise wie die augenblickliche Regierung am EEG herumdoktert ohne Analyse, Plan und Konzept!
Bei all den Erfolgen, die man dem EEG zuerkennen muss, gibt es auch einige Aspekte, die freilich im Frühjahr 2000 nicht relevant waren, die aber längst schon zum Nachdenken Anlass geben.
Punkt eins: Was geschieht mit dem Recht auf Einspeisung (§ 2 / 2 EEG) und der geregelten Vergütung nach Ablauf der 20 Jahresfrist ab Inbetriebnahme der Anlagen. Damit verknüpft ist die Frage, ob die gesetzlich geregelte Einspeisevergütung für neue Anlagen an einen 20 jährigen Vergütungszeitraum gebunden bleiben soll und es, je nach Ideologie der jeweils Regierenden, zu Kürzungsorgien (Photovoltaik) und einseitigen Zuwendungen (Wind –Offshore) kommen soll, oder ob andere, an Amortisationszeiträumen orientierte Modelle praktikabler, vor allem dynamischer wirken.
Punkt zwei: bei 5, 10, ja bei 15 % Anteil, des Stroms aus Erneuerbaren Quellen an der Gesamtstrommenge mag die Frage des Netzmanagements und der Kapazitätserwei-terung noch mit § 9 / 1 + 2 geregelt sein. Ab 20 % Erneuerbare im Netz zeigt sich deutlich: § 9 Absatz drei mutiert zum Versteckparagrafen für Netzbetreiber, da die Verstärkung und der Ausbau der Netze nur im „zumutbaren Umfang“ zu „optimieren“ seien.
Was ist zumutbar? Was sind die konzeptionellen Ausbaustufen? Wie werden Speicher- und Pufferströme vergütet? Alle Aspekte der „Eigenverbrauchsregelung“ und der damit verbundenen Chancen, kommen im EEG nicht vor außer in § 33 / 2, wo erwähnt wird, dass es diese Regelung für PV gibt.
Punkt drei: 10 Jahre EEG Novellen haben den ursprünglich klar strukturierten Vergütungstarife Katalog derart erodieren lassen, dass heute neben einem Steuerberater für Solaranlagenbetreiber ein neuer Berufszweig eingeführt werden müsste: der Vergütungsberater. Vorwärts zu verständlichen und einfach handhabbaren Tarifen, muss die Forderung heißen!
Punkt vier: Einbeziehung einer Verkehrskonzeption in das EEG. Wenn Elektromobilität in Deutschland ernsthaft gewünscht wird, muss die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen werden. Ein weiterentwickeltes EEG wäre die ideale Grundlage. Hierfür könnten vor allem bestehende Verkehrsachsen Bahnlinien, Autobahnen etc. als Energieachsen ausgebaut werden indem privates Kapital eingebunden wird (wie, siehe weiter unten).
Herrmann Scheer hat bei seiner kurzen Intervention im Bundestag am 5. Mai 2010 moniert, dass von einem „Markt“, an dem sich laut Bundesumweltminister Röttgen die Erneuerbaren zu messen hätten, ja wohl keine Rede sein könne. Das war, nebenbei bemerkt, ein wirklicher Volltreffer, der zwar im Moment, da er gesprochen wurde, nichts mehr an den anstehenden Kürzungen der Einspeisevergütungen ändern konnte, aber doch sehr gezielt auf das eigentliche Problem der EEG- Novellierung hinwies.
Es besteht kein wirkliches Regelwerk für die Entwicklung der Energiefrage. Regeln und Rahmen sind aber Grundlage für die Entstehung von Markt. Freier Markt ist Quatsch, ein Wortwiderspruch in sich!
Schlimmer noch in unserem Fall, da die eigentlichen Regeln das Energiewirtschaftsgesetz festlegt und für die Nische „Erneuerbare“ ein spezielles „Bewässerungsgesetz“ besteht. Die Schieflage ist ab einer gewissen Masse der Schutzzone unvermeidbar und führt zu Missgunst und Ablehnung. Die Inhaber der Energiepfründe Eon, RWE, Vattenfall und EnBW haben verdächtig lange dem Treiben der „grünen Spinner“ zugesehen. Solange der Anteil Erneuerbarer im Netz, abgesehen von der schon immer mit rund 5 % Anteil vertretenen Wasserkraft, bei 2, 4, 8 % lag, sah man wohl keinen dringenden Handlungsbedarf. Bei gegenwärtig 3 % Anteilssteigerung pro Jahr scheint die Gelassenheit am Ende. Böse Lügen gepaart mit Diffamierungen werden durch die PR- und Marketingabteilungen der Konzerne alla RWI über die bereitwillige Journaille unters Volk gestreut, und eine Regierung, die sich ganz offenkundig mit dem Thema „Erneuerbare Energien“ nie wirklich befasst hat, lässt sich naiv instrumentalisieren.
Wir brauchen schnellstens eine rechtliche Grundlage für den gesamten Energiemarkt, deutschland-, europa-, ja weltweit. Wieder einmal scheint der Schlüssel dazu in deutscher Hand zu liegen. Und dies muss ja kein Nachteil sein, wie man an der Effektivität des EEG gesehen hat, hier eine weltweite Vorreiterrolle zu spielen.
Ich maße mir nicht an, den Überblick zu haben, hier auch nur die Grundzüge einer Gesetzesvorlage zu skizzieren. Aber zurück-kommend auf die bereits umrissenen 4 Punkte möchte ich gerne noch einige Aspekte weiterdenken, die ganz elementar in so einem (Ent-) Wurf verankert sein müssten.
Ganz grundsätzlich müssen die Begriffe „Energieerzeuger“ und „Energieverbraucher“ eindeutig definiert und mit jeweiligen Rechten und/oder Pflichten ausgestattet werden. Eine weitere Kategorisierung sollte „Netzbetreiber“ und „Energielieferanten“ trennen und auseinander halten. Der Begriff Energie reicht weiter als nur Elektrizität; er soll hier so verwendet werden, damit ein Energiekonzept gestaltet werden kann.
Dann müssen klar verständliche Begriffe gefunden werden die Investitionsbeihilfen und Regelvergütung klar trennen. Der vorherrschende Missbrauch der Begriffe „Subvention“, oder „staatliche Förderung“ führte verbreitet zu der irrigen Annahme die Investoren in Windparks oder Solaranlagen fahren mit Steuergeldern Gewinne ein.
Mein Vorschlag zur Regelung dieser Frage sieht folgendermaßen aus: für Strom aus regenerativen Quellen gibt es grundsätzlich pro kWh eine festgelegte, an Strommarkt-preisen orientierte Vergütung. Diese kann an den durchschnittlichen Endkundenpreis gekoppelt sein und beispielsweise die Hälfte betragen. Bei 0,25 €/kWh Kundenpreis z.B. bei 0,12 €.
Um Investitionen in neue Anlagen zu steuern gibt es einen „Investitionstarif“, der für jede Energiesparte (Wasser, Wind, Solar. Biomas-se) bestimmt wird und gleich hoch bleibt. Keine Degression! Woran geschraubt werden kann ist die Dauer der Bezahlung dieses Tarifs. Entscheidend wären die Amortisa-tionszeiten. Bekommt der Solaranlagen-betreiber beispielsweise 0,50 € pro eingespeister kWh und bezahlt einen Anlagenpreis von 2500 € pro kWp, so hätte er im deutschen Durchschnitt der Globalstrahlung eine Amortisationszeit (incl. Kapitalverzinsung) von ca. 6 – 8 Jahren. Der gesetzliche Rahmen könnte also eine Investitionsvergütung z.B. auf 10 Jahre begrenzen. Fällt der Preis für Solarmodule deutlich, kann der Gesetzgeber ohne weiteres den Investitionstarif Zeitraum auf 9 oder 8 Jahre kürzen. Keine einzige Investiton würde dadurch infrage gestellt werden. Mit Ablauf der Investitionstarifdauer wird dann der „Regeltarif“ für EE wie oben genannt von 12 Cent fällig.
Dieses Modell hat einige einleuchtende Vorteile: Der Gesamtaufwand für EE-Anlagen bleibt für den Stromverbraucher entscheidend geringer. Es ist nachvollziehbar, dass die Amortisation der privaten Investition gewährleistet sein muss. Für gesetzlich geregelte Gewinne oder Renditen gibt es weniger Verständnis. Klar muss aber auch der dauerhaft gewährleistete Ertrag für jede eingespeiste Kilowattstunde erkennbar bleiben.
Somit bedarf es auch keiner komplizierten Tariftabellen für verschiedene Anlagengrößen oder Eigenverbrauchsquoten.
Verkehr, zumal der an Schienen oder Strassen gebundene, beansprucht extrem viel Fläche. Gleichzeitig werden enorme Mengen Energie rein für Transport und Mobilität verbraucht. Ein langfristig angelegtes und auf den Grundlagen der Nachhaltigkeit aufgebautes Energiekonzept sollte diese Flächen unmittelbar auch für die Energie-bereitstellung nutzen. Und diese Generalplanung kann nun wirklich nicht mehr nur durch private Initiative, wie die PV-Anlage auf dem Hausdach, von statten gehen. Hier müssen Raumordnungsrichtlinien neu erstellt und Flächennutzungspläne umgearbeitet werden. Am besten bundesweit einheitlich, am besten integriert in ein Gesamt-Energie und Verkehrsgesetzgebung. In diesem Zusammenhang dürfte die sofort beginnende Umstellung auf E-Mobilität eigentlich nur noch die Frage nach Erreichen gesetzter Ausbauziele aufwerfen. Die gelungene Verknüpfung der Energiegesetzgebung mit der Verkehrsleitplanung wird zweifellos einen Wirtschaftsanstoß anregen, wie wir ihn lange nicht erlebt haben.
Die nötigen Investitionen in neue EE Anlagen können weiterhin ganz mit privatem Kapital organisiert werden. Der Gesetzgeber sollte dafür im erweiterten EEWG dem Erneuerbare Energien Wirtschaftsgesetz entsprechenden Raum geben und die Richtlinien abstecken.
Nicht mehr das Erreichen von 20 oder 30 % Erneuerbare Energien im Strommix, bis 2020 oder sonstwann muss in § 1 des neuen „EEG“ postuliert werden, sondern unmissverständlich das 100 – Prozent – Ziel!
Die Maxime lautet: Alle verbrauchte Energie wird aus regenerativen Quellen generiert.
Das EEWG regelt den Weg dahin.
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Montag, den 19. Juli 2010 von Erhard Renz
Wie ich im Artikel zum Eigenverbrauch bereits geschrieben habe ist eines der wichtigsten Berechnungsgrundlagen um die Rentabilität zu berechnen der zukünftige Strompreis. Leider gibt es dazu kaum Aussagen die ich hier zitieren kann. Es gibt die Peisentwicklung aus der Vergangenheit von 2000 – 2009 von Unendlich viel Energie.

Hier kann man den Trend erkennen, dass der Strompreis jährlich um ca. einen Cent angehoben wurde. Wenn wir diesen Trend bis 2030 weiterführen kämen wir zu Strompreise von über 40 Cent je kWh. Es gibt aber auch noch andere Berechnungsmethoden für die Weiterberechnung von Zahlenreihen.
Ein Gutachten habe ich dann doch gefunden in dem die Strompreise bis zum Jahr 2030 prognostiziert werden. Es ist das Gutachten “Die Entwicklung der Energiemärkte bis 2030“ unter anderem vom RWI für die Untersuchung der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken.
In diesem Gutachten gibt es drei Szenarien. Das Referenzszenario und das Szenario mit Laufzeitverlängerung um 8 Jahre auf 40 Jahre ergeben bei den Strompreisen das gleiche Bild. Der Strompreis von 20,6 Cent je kWh steigt bis 2030 auf 22,6 Cent. Also um ca.10 Prozent!
Bei dem Szenario Laufzeitverlängerung aller Atomkraftwerke um 28 Jahre steigt der Strompreis von 20,6 nur auf 20,9 Cent je kWh. Also fast keine Preissteigerung in 20 Jahren.
Es gibt also die Erfahrung der letzten Jahre die von einer Preissteigerung von einem Cent pro Jahr ausgeht und der Prognose des RWI dass die Strompreise in den nächsten 20 Jahren kaum oder nur um 0,5% jährlich steigen. Das RWI hat in seinen Szenarien aber auch den Ölpreis geschätzt/prognostiziert/gewürfelt:
Ölpreis
69 Dollar – 2007
59 Dollar – 2012
69 Dollar – 2020
75 Dollar – 2030
Da kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen wie seriös er das Gutachten der RWI einschätzt. Es bleibt aber das Problem der Abschätzung der Strompreisentwicklung für die nächsten zwanzig Jahre und damit einhergehende Wirtschaftlichkeitsaussage. Ich vertrete eine konservative Kalkulation deshalb werde ich meine Berechnungen mit einem Prozent Strompreissteigerung anlegen. Wenn mich einer fragt wie ich auf diesen Wert komme:
Bauchgefühl!
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Dienstag, den 13. Juli 2010 von Erhard Renz
Ich hab mich die ganze Zeit gedrückt vor diesem Artikel. Seit dem ersten Juli 2010 fördert die Bundesreigierung den Strom Eigenverbrauch aus Photovoltaikanlagen ganz besonders. Der technische Part dürfte inzwischen klar sein. Bei der Technik geht es eigentlich nur noch um die Zählerfrage wie wird der Strom gezählt. Die intelligenten Zähler lassen ja immer noch auf sich warten und so bleibt es vorerst bei reinen Zählern die nur zählen und in keinster Weise agieren. Bisher hatte ich aus Kostengründen noch vor der Installation abgeraten.
Da der Eigenverbrauch bei der wirtschaftlichkeits Betrachtung immer mehr eine Rolle spielt möchte ich heute ein paar Hinweise geben. Wenn am Infostand oder auf Vorträgen mich ein Interessent nach der Eigenverbrauchsquote frägt dann antworte ich mit 10 bis 30 Prozent sind möglich. Natürlich kenne ich Berichte von weitaus höherem Eigenverbrauch aber ich gehe erst einmal konservativ an die Sache ran. Denn die meisten PV-Anlagen Besitzer werden nicht bereit sein ihr Verhalten an die PV-Anlage anzupassen. Dafür sind die finanziellen Anreize noch zu gering und das Bewußtsein noch nicht vorhanden. Ausserdem weiß ich bei diesen Erstkontakten nichts von der Photovoltaik Anlagengröße und dem Stromverbrauch des Interessenten. Wenn man sich allerdings näher mit dem Problem befasst dann wird es schnell eine mächtige Rechnerei wie hoch die Vorteile eines Photovoltaikstrom Eigenverbrauchs sein könnten. Die absolute Unbekannte ist die Vorhersage des zukünftigen Strompreis über 20 Jahre. Allein um diesen Wert zu ermitteln müsste eine wissenschaftliche Studie eingeleitet werden. Die Daumenwerte ein, zwei oder drei Prozent Preissteigerung pro Jahr ergeben die tollsten Effekte über 20 Jahre.
Letztendlich muss der Interessent selbst den Eigenverbrauch und die Strompreisentwicklung selbst abschätzen. Unser Part liegt darin die größe der PV-Anlage und den zu erwartenden Ertrag abzuschätzen. Wenn diese Zahlen vorliegen dann empfehle ich ein Excel (derzeit Version V1.50) von Andreas Metzl der auf seiner Homepage auch gerne Hinweise entgegennimmt was an dem Berechnungstool noch verbessert werden könnte.
In diesem Excel muß erst der richtige Zeitraum für die Berechnung aus den Reitern ausgewählt werden. Dann müssen die “weißen” Felder auf die persönlichen Werte ausgefüllt werden. Die Anlagengröße und der zu erwartende Ertrag in Kilowattstunden sind Werte die aus den Angeboten der Installationsfirmen entnommen werden können. Der Stromverbrauch des Haushalts kann aus der letzten Rechnung des Energieversorgers ebenso wie der Netto Strompreis für eine kWh übertragen werden. Dann geht es an die beiden “Roulett” Felder Eigenverbrauch in Prozent und Strompreiserhöhung in Prozent. Beginnen würde ich mit 20% Eigenverbrauch und 2 Prozent Strompreiserhöhung pro Jahr. Danach empfehle ich ein experimentieren mit diesen beiden Parametern und die Auswirkungen auf den Mehrertrag in den nächsten 20 Jahren.
Am Excel von Andreas Metzl finde ich besonders die klare Übersicht der Vergütung und der Umsatzsteuer für das erste Jahr gut. Diese befindet sich im rechten Block. Wer sich diese Zahlen anschaut dem wird das System des Eigenverbrauchs sicherlich klarer. Bei dieser Berechnung ist nur noch der zusätzliche Aufwand für den Eigenverbrauchszähler zu berücksichtigen der zusätzlich nötig wäre.
Es bleibt aber die Abschätzung wie gut kann der Kunde seinen Eigenverbrauch einschätzen und wie verändert sich der Strompreis die nächsten zwanzig Jahre. Da die Eigenverbrauchsentscheidung in den meisten Fällen sich wirtschaftlich positiv auswirkt würde ich inzwischen dazu tendieren den Einspeisezähler von Anfang an zu berücksichtigen.
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Mittwoch, den 26. Mai 2010 von Erhard Renz
Auf vielen Veranstaltungen oder Messen bekomme ich von Interessenten zu hören: “Ich hab gelesen, daß eine neue Solar-Technik entwickelt wurde die viel effizeinter ist wie die derzeitigen Module deshalb warte ich bis es leistungsstärkere Module gibt”.
Na ja ich weiß zwar nicht wie schnell sich in der Zukunft die Photovoltaik weiterentwickelt aber bisher hat die Branche sich Stückchen für Stückchen verbessert. Die Photon kann diese Entwicklung anhand Ihrer Moduldatenbank bereits über zehn Jahre aufzeigen.

Der von Photon ermittelte Durchschnittswert wird leider “nur” durch die Anzahl der verschiedenen Modultypen ermittelt. Deshalb werden Exoten-Module genau so gezählt wie ein Modul welches in hoher Stückzahl produziert und verbaut wird. Aus der Grafik kann trotzdem aufgezeigt werden, daß es eine kontinuerliche Weiterentwicklung war und nicht geprägt durch Innovationssprüngen. Selbst wenn es gelingt eine neue Technik auf den Markt zu bringen würde die fehlende Stückzahl dazu führen, dass nur wenige Kunden in den Genuß des neuen Moduls kämen.
Weiterhin besteht natürlich das Risiko, dass bei einer neuen Technik keine Langzeiterfahrungen vorliegen. Die meisten Interessenten sehen dies dann als Auschlusskriterium und setzen dann lieber auf bewährte Technik. Deshalb gehe ich auch in den nächsten Jahren davon aus, dass wir eine kontinuierliche Steigerung des Wirkungsgrads erleben werden.
Aber ich will auch mal nicht klagen. Immerhin stieg der Wirkungsgrad um ca. 30% von 2000 bis 2010 dies sollten wir auch als Massstab für die nächste Dekade nehmen.
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Montag, den 10. Mai 2010 von Erhard Renz
Schön wärs wenn Politik sich um die Sorgen und Nöte der Bürger kümmern würde. Dazu gehört natürlich man hört sich mal an was diejenigen zu sagen haben. Leider hatte ich nicht das Glück zur EEG Photovoltaik Kürzung am 1.7. angehört zu werden. Ich durfte zwar oft auf Veranstaltungen reden und ich hab auch viel Zustimmung erhalten aber leider hat sich dies nicht in dem überarbeiteten Gesetz niedergeschlagen.
Aber träumen darf ich ja und im Blog darf ich auch schreiben was ich mir von der Politik gewünscht hätte. Nicht für mich sondern für die sinnvolle Weiterentwicklung der Photovoltaik. Denn dass die PV weiterentwickelt werden muss, dass ist inzwischen Konsens zwischen allen Parteien.
Als erstes hätte ich mir gewünscht, dass die Kürzung der Einspeisevergütung nicht im Winter sondern am 1.7. eines jeden Jahres vorgenommen wird. Bis heute habe ich noch kein akzeptables Argument gehört weshalb der Nachfrageboom ausgerechnet am Jahresende von der Politik ausgelöst wird. Ich erspare mir hier die erneute Aufzählung aller Vorteile eines sommerlichen Absenkungstermins.
Es wäre auch absolut notwendig eine Vergütungsklasse für “kleine” Anlagen bis 10 kWp einzuführen. Mit der 16% Reduzierung wird diese Klasse abgestraft. Es sind aber genau die Einfamilienhäuser die uns den Boom bringen. Für die Kleinanlagen muß es genau so rentabel sein wie für die Großinvestoren. Schließlich zahlen auch die vielen Verbraucher des Stroms die EEG Umlage und die energieintensiven Betriebe stehlen sich wieder einmal aus der Verantwortung. Es wäre auch sinnvoll die Kürzungen prozentual zu Staffeln. Größere Anlagen können 16% Reduktion verkraften die kleineren nicht oder nur auf Kosten der Rendite. Schließlich muß endlich mal verstanden werden, daß die Kosten der Beratung, der Anfahrt, des Gerüsts, der Planung , der Befestigungen, der Genehmigung und des Wechselrichters nicht um 16% gesenkt werden können. Die Kostensenkungen entstehen bei den Modulen und wenn tausende Module verbaut werden dann kann der Systempreis auch höher reduziert werden wie bei Anlagen bei denen nur 20 Module verbaut werden.
Weiterhin bin ich der Meinung den Fassadenbonus wieder Auferstehen zu lassen. Wer Photovoltaik in die Fassade integriert erzielt nun mal nicht die Erlöse wie auf dem Dach. Dafür steht ihm ein Bonus zu. Dieser Bonus muss nicht so fett ausfallen, daß jede Fassadenanlage zum Investorenobjekt wird. Aber der Bonus sollte ein Anreiz sein, dass sich jeder der ein größeres Bauvorhaben hat sich über die Gebäudeintegration Gedanken macht. Mehr nicht.
Eine “neue” Idee möchte ich gerne noch ins Gedankenspiel einwerfen. Genauer gesagt ist es nicht meine Idee sondern sie wurde mir von Claus Scheuber von soltechnics geflüstert. Wir könnten auch die Vergütungszeit von 20 Jahren auf 19 reduzieren. Es würde sich zwar an der kurzfristigen Belastung durch das EEG nichts ändern aber die langfristigen Zahlen wären niedriger. Die Besitzer von PV-Anlage werden im Jahr 2030 sowieso immer mehr dazu übergehen den Strom anders zu verkaufen wie über das EEG.
Ich hör jetzt aber auf zu träumen. Wo kämen wir hin wenn das EEG sinnvoll weiterentwickelt würde. Wir würden noch schneller wie von allen gewünscht zu einer 100% Versorgung mit Erneuerbaren Energien kommen. So richtig wollen scheint dies die jetzige Regierung nicht. Deshalb werde ich mich in mein Schicksal fügen und die EEG Änderungen zum 1.7.2010 der Bundesregierung akzeptieren und Menschen weiterhin von der Sinnhaftigkeit von Photovoltaikanlagen zu überzeugen.
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Mittwoch, den 7. April 2010 von Erhard Renz
Die Solarbranche wird ja wahrlich nicht verwöhnt vom “weltweit führenden Fachverlag im Bereich der solaren Stromerzeugung“. Aber was Photon jetzt als verspätetes Osterei da präsentiert haut dem Modul die Kontakte aus dem Laminat.
Nach ca. 3 Monaten Degressionsdiskussion der verantwortlichen Politiker genehmigt sich Photon heute eine 13 seitige Abhandlung zu diesem Thema. Anstatt sich mit dem Bundestag vorliegenden Gesetzesentwurf oder den Einwendungen des Bundesrats zu beschäftigen macht Photon 5 Vorschläge die einen Solarstromanteil von 30% (bisher max. 2%) ermöglichen sollen.
Ich halte es für kontraproduktiv, wenn in der jetzigen Phase völlig neue Ideen in die Diskussion eingebracht werden. Aus der bisherigen politischen Diskussion (z.B. Bundestag) sehe ich nur noch eine handvoll Politiker die unsere Fachdiskussion bezüglich einer sinnvollen Weiterentwicklung des EEG für Photovoltaik noch geistig mitverfolgen. Wenn Photon jetzt zu diesem Zeitpunkt eine regionale Differenzierung, einen Netzentlastungsbonus und eine Ost/West Förderung neu in die Diskussion einbringt dann erzeugt dies nur ein Chaos!
Chaos bei der Politik, unseren zukünftigen Kunden und bei uns den Firmen die momentan auf Kundensuche für nach dem Photovoltaikgau 1.7. sind. Ja wir suchen momentan Kunden die nach dem 1.7. eine Photovoltaikanlage auf ihr Dach montiert bekommen möchten. Wir erhalten Anfragen nehmen Kontakt auf und reden mit den Menschen. Jeder dieser Interessenten ist auf einem anderen Informationsstand und hofft von uns Klarheit zu bekommen. Wenn wir unsere bisherige Situation schildern war die Resonanz immer gleich und immer auch von unserer Seite nachvollziehbar. “Kommt wieder wenn ihr bescheid wisst”.
Ab morgen gibt es auch diejenigen die meinen sie würden von der neuen Regelung (5 Photon Vorschläge) profitieren. Das sind die mit den Ost/West Dächern die rufen morgen an und fragen uns ob wir ab 1.7. bei ihnen montieren könnten.
Die Photon Vorschläge kommen drei Monate zu spät oder drei Monate zu früh. Auf jeden Fall helfen sie in der momentanen Situation nicht weiter. Was jedem Politiker sofort ins Auge springen wird sind 26% Reduzierung ab 1.7. in Bayern! In Cent ausgedrückt sind das noch 28,96 Cent je kWh bei Anlagen bis 30 kWp. Zum 1.1.2011 dann nochmal 10% runter und wir sind bei 26,07 Cent und ich sag mal dann sind wir in Bayern auf Netzparität. Liebe Photon ich werde mich in den nächsten Tagen mit euren 5 Vorschlägen noch näher beschäftigen aber für heute reicht es mir.
Ihr habt ein Problem mit der Prozentrechnung und mit dem Feingefühl wie ihr eure Nachrichten in die Welt setzt. Ich weiß noch nicht welches eurer Probleme für die Solarbranche schlimmer ist!
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Freitag, den 2. April 2010 von Klaus Jaxtheimer
Main-Echo 29 03 10 – Franzosen glauben an Renaissance der Atomkraft
Liebe MitstreiterInnen der Erneuerbaren Energien,
mit großer Sorge habe ich aus der Presse vernommen, dass Frankreich einen enormen Ausbau der Atomkraft plant und seine Atomkraftwerke weltweit verkaufen möchte – auch an Entwicklungsländer! Ich habe daraufhin einen Leserbrief verfasst, um meinem Ärger über die schöpfungsverachtende Ignoranz der französischen Atomlobby Luft zu machen. Ich hoffe sehr, dass sich unser Bundesumweltminister gegen alle unlauteren Versuche aus dem Koalitionslager erwehrt, den geplanten Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft zu verschieben oder gar rückgängig zu machen.
Auf der anderen Seite bin ich sehr froh, in den letzten 7 Jahren so viele MitstreiterInnen bereits kennen gelernt zu haben, die sich tatkräftig für einen zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien auf verschiedenen Ebenen einsetzen. Es tut gut, ein Teil dieser Gemeinschaft sein zu dürfen.
Den besorgniserregenden Artikel sowie meinen Leserbrief finden Sie auf meinen Internetseiten: http://www.solvera.de/pageID_9584862.html
Mit freundlichen Grüssen
Klaus Jaxtheimer
Buchenstr. 36
63863 Eschau
Tel.: 09374 978965
Fax: 09374 970763
Mobil: 0160 5859283
e-Mail: info@solvera.de
Internet: www.solvera.de
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Samstag, den 13. März 2010 von Erhard Renz
Während die Bundesregierung mit unausgereiften Kürzungsphantasien die Solarbranche durcheinanderschüttelt überlegt sich der Freistaat Thüringen eine zusätzliche Förderung der Photovoltaik.
Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) möchte die Anwendung von Solarenergie im Freistaat unterstützen. Beabsichtigt ist eine Förderung in Höhe von 2 Mio. Euro für 1.000 Photovoltaikanlagen. Dies würde im Schnitt eine Förderung von 2.000 Euro je installierter Photovoltaikanlage entsprechen.
Bevor jetzt ander Bundesländer aufschreien und die Sonderförderung in Thüringen anprangern muss man sich die bereits installierten Photovoltaikanlagen mal genauer anschauen.
In Bayern z.B. sind bereits 151.691 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von ca. 2.500 MW installiert.
Hessen kann noch 37.485 Photovoltaikanlagen mit 585 MW Leistung vorweisen.
Thüringen dagegen besitzt nur 6.454 Photovoltaikanlagen mit 107 MW.
Da die erhöhte Einspeisevergütung von den Stromverbrauchern gezahlt wird bedeutet dies verkürzt dargestellt, daß die Thüringer Stromverbraucher die Photovoltaikvergütung der Bayern zahlen.
Wie gesagt verkürzt dargestell.
Aber es zeigt auch es gibt regionale Unterschiede die bei der Überarbeitung des EEG vielleicht auch berücksichtigt werden könnten. Dazu müsste sich die Bundesregierung aber endlich von ihrem hohen Ross runter unter das Solarvolk bewegen. Wir brauchen keine Einfallslose Kappung der Photovoltaik sondern eine sinnvolle Weiterentwicklung des EEG. Da können wir zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Kürzungen der Einspeisevergütung eine Sonderkürzung verkraften. Die muß allerdings im einstelligen Bereich liegen.
Dann sollten wir aber noch solche Themen wie regionale Unterschiede und natürlich mein Lieblingsthema die Sommer Degression diskutieren. Das wäre eine sinnvolle Weiterentwicklung des EEG und eine zielführende Entwicklung um die versprochenen CO2 Reduzierungen auch tatsächlich zu realisieren.
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Freitag, den 12. Februar 2010 von Erhard Renz
Momentan schwappt die Welle von neuen Meldungen und Kommentaren zu der Reduzierung der Einspeisevergütung über uns hinweg. Jeder der mir über den Weg läuft erzählt mir welche “NEUE NACHRICHT” er gerade bekommen hat und immer wieder die Frage: “Ist das jetzt die endgültige Reduzierung?”.
Nein das ist sie nicht. Auch wenn sich CDU/CSU und FDP sich schon auf irgendetwas geeinigt haben, wir können noch was beeinflussen. Ich zeige mal auf wie ein zeitlicher Ablauf laut SPON vor drei Wochen “geplant war”:
24. Februar Kabinettsbeschluss
22. April Erste Lesung im Bundestag
21. Mai zweite und dritte Lesung im Bundestag
4. Juni Vorlag im Bundesrat
Man hätte also “Rückwirkend” die Einspeisevergütung reduzieren müssen. Den Schlamassel haben sich CDU/CSU/FDP dann doch nicht angetan. Es kann natürlich auch darüber spekuliert werden ob dies H. Röttgen nicht bewußt war und er den 1.4. nur als Verhandlungsmasse eingebracht hat. Wir lassen uns dadurch nicht einschüchtern. Auch wenn CDU/CSU/FDP den ersten Wurf inzwischen nachgearbeitet haben wir bleiben der Meinung eine Absenkung zum 1.6.2010 ist ein Monat zu früh. Die Absenkung ist bei weitem zu hoch und die Forderung nach einer zukünftigen Absenkung im Sommer wird überhaupt nicht zur Kenntnis genommen.
So nicht. Wir wollen eine sinnvolle Weiterentwicklung des EEG und keine Kürzungsorgie die uns nicht weiterbringt sondern nur Arbeitsplätze kostet.
Diese Meinung werden wir auf jeder der oben genannten Gesprächsebenen einbringen. Wir die Firmen die dem Kunden die Anlage auf das Dach bauen wir wollen auch gehört werden.
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Montag, den 8. Februar 2010 von Erhard Renz
So langsam kommt Bewegung in die Diskussion und die einzelnen Parteien/Gruppierungen geben Ihre Stellungnahmen zur Einspeisereduzierungen ab. Das hätte man von der Regierungspartei auch ohne die große Öffentlichkeit haben können. Jetzt wird es für alle Seiten schwer die in alle Welt hinausposaunten Termine und Prozentsätze zu diskutieren und anschließend zu verändern.
Dass ich von der Hessen SPD im Bundestag nach Berlin als “Experte” eingeladen wurde freut mich natürlich. Am 22.2. gibt es eine Diskussionsrunde in der hessischen Landesvertretung. Damit wird aber auch klar, daß so schnell (in den nächsten Tagen) keine Entscheidung fallen kann. Denn wenn die SPD am 22.2. Experten anhört danach dann der Umweltausschuss noch tagen muss um den Tagesordnungspunkt für den Bundestag aufzuarbeiten, dann kann man sich an fünf Finger abzählen, daß der 1.4. als Änderungstermin kaum noch zur Debatte stehen dürfte.
Vor allem wenn ich mir noch die Äußerung der hessischen Umweltministerin Frau Lautenschläger anschaue, dann habe ich Hoffnung daß auch innerhalb der CDU/CSU die Erkenntnis sich durchsetzt der 1.April wäre ein Aprilscherz. So kann man mit der Solarbranche nicht umgehen. Frau Lautenschläger sagt klar die Einspeisevergütungsreduzierung müsste zwei drei Monate nach hinten verschoben werden. Da hat es doch was genützt dass Marcus letzte Woche auf der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen Frau Lautenschläger die Problematik dieses Termins vergegenwärtigt hat.
Einen Resolution der bayrischen Solarinitiativen die sich bis ins Detail mit der Weiterentwicklung des EEG beschäftigt wurde auch veröffentlicht. Auch hier wird eine Verschiebung des Termins für nötig gehalten. Die Absenkung soll zukünftig in vier Schritten erfolgen die im 3-Monats Takt durchgezogen wird. An diesen Ansatz muß ich mich immer noch erst gewöhnen da ich ja eine Sommer-Degression gefordert habe. Zumindest “theoretisch” müsste die vierteljährliche Degression zu einem Ausgleich der Nachfrage führen. Da habe ich allerdings noch meine Zweifel. Aber diese Regelung wäre immer noch bessert wie eine riesen Reduzierung am Jahresende.
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Sonntag, den 31. Januar 2010 von Erhard Renz
Ich komme grad vom Treffen der Bayrischen Solarinitiativen und lese gerade das Editoral von Anne Kreutzmann von Photon in der Januarausgabe. Bei den Diskussionen um den Zeitpunkt wann die Einspeisereduzierung gekürzt werden soll wird oft das misteriöse 21. Jahr der Photovoltaikvergütung herangezogen.
Wir sollten am Ende des Jahres unsere Kunden auf das nächste Jahr verweisen. Wer im Januar installiert erhält schließlich fast ein komplettes Jahr der Einspeisevergütung mit den “hohen Vergütungen” dazu. Dann werden Rechnungen dazugelegt und eine ähnliche Rendite oder sogar höhere Rendite berechnet wie wenn die Anlage bereits im Vorjahr am Netz angeschlossen würde.
In dieser Rechnung taucht aber nicht auf was derjenige der im laufenden Jahr bereits installiert in diesem mysteriösen 21. Jahr für einen finanziellen Vorteil mit seinem Strom erzielt. Nun ist es ziemliche Kaffesatzleserei den Strompreis in 20 Jahren rechnerisch zu ermitteln. Aber Überlegungen dazu sind natürlich erlaubt. Da wir in dieser Diskussion über den nächsten Anstehenden Jahreswechsel reden beschreibe ich die Auswirkungen an den derzeiten diskutierten Einspeisevergütungssätze für Anlagen bis 30 kWp.
Derzeit erhält man 39,14 Cent für eine kWh laut Röttgen soll bereits ab 1.4.2010 (Gott bewahre uns davor!) auf 33,27 Cent je kWh reduziert werden und zum 1.1.2011 steht ja nochmal eine 9% Reduzierung an auf 30,28 Cent je kWh.
Der derzeitige Strompreis den unsere Kunden zahlen betrug im Jahr 2009 bereits 23,2 Cent.

Der Strompreis hat sich also in zehn Jahren um fast 10 Cent verteuert. Da ich gerne einfach im Kopf rechne sage ich er wird sich in den nächsten 20 Jahren um 20 Cent verteuern und würde dann 43 Cent kosten.
Da ich ein bißchen mit Excel umgehen kann habe ich die Haushaltspreisentwicklung der letzten Jahre in Excel eingegeben und auf die nächsten zwanzig Jahre hochrechnen lassen! Da es in Excel die Möglichkeit gibt aus einer Zahlenreihe einen Trend zu errechnen habe ich die Möglichkeiten mal abgebildet.
Exponentielles Wachstum

Polynomisches Wachstum

Lineares Wachstum

Potentielles Wachstum

Logaritmisches Wachstum

Damit genug im Überblick sieht der Strompreis rechnerisch nach 20 Jahren folgendermaßen aus:
70 Cent je kWh bei Exponentiellem Wachstum
45 Cent je kWh bei Polynomischem Wachstum
43 Cent je kWh bei Linearem Wachstum
43 Cent je kWh bei “Kopfrechnen”
28 Cent je kWh bei Potenziellem Wachstum
26 Cent je kWh bei Logarithmischem Wachstum
Meine Lebenserfahrung sagt mir wenn ich mir die einzelnen Kurven anschaue, daß ein lineares Wachstum mir am wahrscheinlichsten sein wird. Die Potentielle und Logarithmische Berechnungen scheinen mir zwar mathematisch eine Option zu sein aber mit der realen Welt nix zu tun zu haben.
Wer 2011 eine Photovoltaianlage baut erhält 30,28 Cent bis Ende 2031 da sein Strom den er vom Energieversorger aber weitaus früher bereits diese 30.28 Cent überschreiten wird, werden diese Kunden nicht mehr die EEG Vergütung in Anspruch nehmen sondern den Strom selbst verbrauche. Wer jetzt anfängt mir zu erzählen der Kunde könnte nicht den Strom der Mittags produziert wird komplett selbst zu verbrauchen dann verweise ich ihn auf die Entwicklungen bezüglich des Smart Grids hin. Der Strom wird an die Nachbarn oder an Kleinverbraucher verkauft aber nicht für 30,28 Cent an den Netzbetreiber.
Deshalb meine ich wer am Jahresende (z.B. 2010/2011) seinen Kunden empfiehlt die Anschaffung seiner Photovoltaikanlage auf das nächste Jahr zu verschieben der sollte seinem Kunden auch sagen wie er das 21. Jahr in die Kalkulation mit einbezieht.
Ich argumentiere jedenfalls nicht mit dem 21. Jahr. Denn wenn ich das 21. Jahr mit in die Kalkulation einbeziehen würde und annehme der Kunde verbraucht den Photovoltaikstrom selbst wird die Wirtschaftlichkeits Berechnung kippen. Sprich eine Montage im laufenden Jahr wäre wirtschaftlicher.
Ich bleibe deshalb weiterhin dabei eine jährliche Einspeisedegression darf nicht am Jahresende erfolgen. Auch wenn Frau Anne Kreutzmann meint wir müssten nur besser argumentieren.
Allerdings möchte ich nicht verschweigen, daß mir die Diskussion der bayr. Solarinitiativen nach einer vierteljährliche Degression auch meinem Wunsch nach einer Jahresendentlastung unserer Monteure entgegen käme.
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Sonntag, den 24. Januar 2010 von Erhard Renz
Endlich hat das Bundesumweltministrium seine Überlegungen veröffentlicht nach denen die Photovoltaik Vergütung gekürzt werden soll.
Natürlich möchte ich dazu ein paar Anmerkungen machen.
“Das weltweite Angebot war durch die stark ausgebauten Produktionskapazitäten größer als die Nachfrage. Das Ergebnis dieses Marktgeschehens ist ein starker Preisverfall.”
Dieser Preisverfall ist also nur durch die Menge an Produktionskapazität entstanden und durch den Wettbewerb, nicht durch effiziente Produktionsverfahren. Das führt zur Insolvenz von Firmen. Ob die kostengünstigsten Hersteller ihre Qualität auch über 20 Jahre halten können wir einfach vorausgesetzt!
“In 2009 wurden insgesamt rd. 3.000 MW Solarstromleistung installiert – das ist doppelt soviel wie in den BMU-Szenarien prognostiziert.”
Herr Röttgen wir haben heute den 24. Januar und Sie sind bis heute nicht in der Lage die genaue Zahl der installierten Photovoltaikanlagen für 2009 zu benennen. Obwohl wir jede PV-Anlage bei der Bundesnetzagentur melden müssen. Meinen Sie nicht es wäre an der Zeit diese “Agentur” zu einer zeitnahen Veröffentlichung der installierten Anlagen zu bringen.
“Aufgrund des bereits eingetretenen Preisverfalls und der Kostenersparnis bei großen Stückzahlen muss dies aber zum 1. April 2010 mit einer einmaligen Absenkung der Vergütung in 2010 in Höhe von 15 % einhergehen.”
Wieso muß dies zum 1. April geschehen und bei Freilandanlagen erst zum 1.July? Hier fehlt mir die Begründung warum schon zum 1. April? Wir die Montagefirmen werden derzeit regelrecht von Anfragen überrollt. Da der Januar für die Montage wetterbedingt ausfällt bleiben uns zwei Monate für die Montage.
Zu den vorgesehenen Änderungen im EEG habe ich folgende Anmerkungen:
Flexible Marktanpassung
Hier wird so getan als ob der deutsche Zubau für die Kostenentwicklung entscheident wäre. Als Meßlatte für die weltweit agierenden Modulhersteller wäre aber eher der Weltmarkt heranzuziehen.
Einmalige Absenkung
Wie der Prozentsatz zustande gekommen ist bleibt ungeklärt. Ebenso der Termin 1.4. wird nicht erläutert nur bei den Freiflächen wird auf eine längere Planungszeit verwiesen. Aus meiner Sicht sind die 15% zu hoch und der 1.4. zu kurzfristig da er nur zu einem zweimonatigen Windhundrennen führt.
Freifläche/Ackerfläche
Die Vergütung würde von 31,94 Cent in 2009 auf 28,43 Cent Anfang 2010 auf 21,32 Cent ab 1.7. stürzen. Die 21 Cent sind niedriger wie der Endkundenpreis! Dafür die Frist 2014 aufzuheben ist geradezu zynisch. Wenn ich jeweils 2 Cent pro Jahr abziehe liegt der Vergütungspreis 2014 bei 13 Cent! Das ist weniger wie Offshore Windparks und weniger wie für Geothermie!!!
Die Änderung beim Eigenstromverbrauch gebe ich gerne zu finde ich pfiffig und bisher kannte ich diese Variante nicht. Also zum Schluß ein Lob an das Umweltministerium anscheinend denken sie doch noch mit. Aber mir fehlen die vielen Hinweise aus der Szene die unser gemeinsames Ziel kostengünstige Photovoltaikstrom möglich machen würden. Da sind viele guten Vorschläge (noch) nicht eingearbeitet. Dazu morgen mehr.
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Donnerstag, den 14. Januar 2010 von Erhard Renz
Da wir momentan natürlich wie gebannt nach Berlin schauen und auf Infos zum Einspeisegesetz warten möchte ich mir das Hintergrundpapier des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZVB) anschauen.
Zum einen wird in den Medien immer nur die eine Forderung des VZVB tranpsortiert. Es gibt allerdings vier Forderungen.
1. Die 30% Reduktion
2. Zubau Prognose und Überwachung
3. Prognose Konsequenz
4. Energieintensive Unternehmen gleich behandeln
Punkt zwei und drei sind ja bereits im jetzigen EEG enthalten. Leider haben sich alle bei den Zuwachszahlen verschätzt, es muss also nur eine Anpassung dieser Parameter vorgenommen werden. Allerdings ist der Vorwurf an den BSW ungerechtfertigt denn die Mengenprognose wären eigentlich eine Aufgabe der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern. Im EEG 2004 stand bereits das dieses Anlagenregister eingerichtet werden soll. Wenn die Politik und die Energieversorger aber Ihre Arbeit nicht tun kann man dem BSW für seine zu niedrigen Prognosen nicht abstrafen. Vor allem weil der BSW nicht die Entwicklung in Spanien und daraus folgend die Preisreduzierung der Solarmodule weltweit erahnen konnte.
Ich möchte auch klar sagen, daß die 4. Forderung keine Resonanz in den Medien findet liegt daran weil dies momentan nicht in die allgemeine Hatz gegen die Photovoltaik passt. Wenn die Politik der Meinung ist, daß der einzelne zu viel an Kosten für Photovoltaik tragen muß könnte man ja diejenigen die viel Energie verbrauchen auch mehr für die Finanzierung rannehmen. Aber wie gesagt diese Forderung der VZVB liegt momentan nicht im allegemeinen Trend und wird deshalb verschwiegen. Die Forderung ist aber berechtigt.
Kommen wir zur Forderung eins der “einmaligen Reduktion der Einspeisevergütung von 30%”.
Der VZVB schreibt selbst die Preise für Module liegen zwischen 1,30 und 2,00 Euro je Watt die restlichen Kosten für Montage, Wechselrichter, Kabel, Zubehör und Netzanschluss liegen zwischen 0,80 bis 1,00 Euro. Leider nimmt der VZVB bei seiner Berechnung die Untergrenze von 2.200 Euro pro Kilowatt an. Was soll denn diese “Geiz ist Geil” Argumentation. Die gesetzliche Grundlage soll sich am niedrigsten Niveau orientieren.
Liebe Verbraucherzentrale wenn eure Beratung sich darin erschöpft den billigsten zu nehmen dann kann ich auch gleich zu den Billiganbietern gehen. Auch in der Photovoltaik hat Qualität und Leistung ihren Preis. Wer jetzt meint mit dem billigsten Angebot auch nach 20 Jahren das beste Geschäft gemacht zu haben der wird sich wundern.
Auch hier verweise ich gerne (zum x-ten mal) auf meinen ehemaligen Arbeitgeber (Daimler) der schon seit mehr als 100 Jahren mit Qualität auch höhere Preise verlangen kann. Es wäre also falsch wenn die Politik sich am billigsten orientiert weil dann in einigen Jahren sicherlich bei vielen Photovoltaikanlagen das Heulen und Zähneknirschen beginnen wird. Es gibt auch bei den Erneuerbaren Energien das Beispiel der Windenergie wo man zeitweise enorme Qualitative (Getrieb, Rotoren, Fundament) Probleme hatte. Qualität hat seinen Preis!
Deshalb finde ich es unredlich wenn der VZVB sich am “Spottpreis” orientiert. Er müsste im Sinne der Verbraucher den realistischen Qualitätspreis von 3.000 Euro bei kleinen Anlagen annehmen. Aber auch da muß ich einwenden, daß je kleiner die Anlage wird die “Einmalkosten” wie Beratung, Anfahrt, Gerüst und Planung nunmal anfallen und bezahlt werden müssen deshalb ja meine Forderung eine bis 10 kWp Klasse einzuführen.
Die Polemik des VZBV es gäbe eine “jahrelange Überförderung” ist natürlich falsch den jeder der sich mit PV beschäftigt weiß, daß diese Kostensenkungen erst aufgrund der hohen weltweiten Stückzahl in 2008 und 2009 realisiert werden konnten. Möglich waren die Kostensenkungen nur weil neue PV-Fabriken mit deutscher Technik (Achtung: Arbeitsplätze!) überall auf der Welt auch in China gebaut wurden. Wir verspielen aber unseren techn. Vorsprung in diesem Bereich wenn die weltweiten Stückzahlen einbrechen. Weltweit hohe Stückzahlen sind aber nur mit einem starken deutschen Markt möglich.
Auch der Hinweis des VZVB eine 6%igen Rendite für PV Anlagen Besitzer wäre ausreichend finde ich unverschämt solange die konventionelle Energiewirtschaft z.B. RWE eine Eigenkapitalrendite von 19,47% derzeit ausweist.
Wo bleibt da die Forderungen des VZVB?
Dünnschichtmodule in die Diskussion einzubringen ist natürlich auch Quatsch wenn wir über wertvolle Dachflächen reden. Wir sollten unsere Dächer mit Solarmodulen belegen die einen hohen Wirkungsgrad haben und Dünnschicht nur dort verwenden wo “vorbelastete Fläche vorhanden” ist. Schließlich “soll hinten” auch viel Strom in Deutschland durch Photovoltaik rauskommen!
Zum Schluß möchte ich auf den Börsenpreis von 5 Cent je kWh eingehen. Der VZVB geht zu Recht von einem steigenden Preis von 5% aus und kommt so auf einen durchschnittlichen Börsenpreis von 9 Cent in 20 Jahren. Mit der Realität hat diese Annahme nichts zu tun.
Für unser Photovoltaikkunden und auch den Verbrauchern spielt nämlich nicht der Börsenpreis sondern der Preis eine Rolle den unsere Kunden beim Energieversorger zahlen müssten. Dies sind momentan ca. 23 Cent je kWh. Dieser Preis wird natürlich auch um 5% in den nächsten 20 Jahren steigen. Oder glaubt jemand ernsthaft, daß die Netzkosten bleiben. Die Steuern werden sowieso prozentual aufgeschlagen es wird also eine Erhöhung der 23 Cent geben.
2010 – 23 Cent, 2011 – 24 Cent, 2012 – 25 Cent, 2013 – 27 Cent,
2014 – 28 Cent, 2015 – 29 Cent, 2016 – 31 Cent, 2017 – 32 Cent,
2018 – 34 Cent, 2019 – 36 Cent, 2020 – 37 Cent, 2021 – 39 Cent,
2022 – 41 Cent, 2023 – 43 Cent, 2024 – 46 Cent, 2025 – 48 Cent,
2026 – 50 Cent, 2027 – 53 Cent, 2028 – 55 Cent, 2029 – 58 Cent
und 2030 61 Cent.
Dass sind die Aussichten. Wer 2030 Strom kaufen will wird 61 Cent je kWh zahlen dürfen.
Aber unsere Kunden haben ja wenn sie 2010 eine Anlage ans Netz die Möglichkeit den Strom selbst zu verbrauchen und bekommen dann “nur noch” 22,76 Cent je kWh. Es wird für unsere Kunden also höchst attraktiv sein den Strom selbst zu verbrauchen. Für die Käufer von Strom bedeutet dies allerdings sie werden “nur” mit 22,76 Cent je kWh belastet und nicht wie VZVB berchnet mit 27 Cent je kWh. Die Inflation die ja auch erheblich sein wird (siehe Preissteigerungsliste) in 20 Jahren blendet der VZVB bei damit bei seiner Aussage 14 Milliarden aus.
Deshalb empfinde ich die Forderungen des VZVB als unseriös und nicht durchdacht an und bin mir auch sicher, daß die jetzige Bundesregierung genug betriebswirtschaftliche Fachkenntnis hat diese “Milchmädchenrechnung” zu entlarven.
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Sonntag, den 3. Januar 2010 von Erhard Renz
Wie bereits gestern geschrieben habe ich mit meiner Photovoltaikanlage in 2009 einen Ertrag von 941 Kilowattstunden je installiertem kW erzielt. Da ich die Anlage seit März 2001 betreibe kann ich jetzt bereits 8 vollständige Jahreserträge aufzeigen:

Wie man der Grafik entnehmen kann war 2002 mit 877 kWh das schlechteste Jahr und 2003 das beste mit 1.134 kWh je installiertem kWp. Die in 2009 erzielten 941 kWp sind damit wieder einmal ein gutes Ergebnis. Von Degradation, einer nachlassenden Umwandlung der Sonneneinstrahlung in elektrische Energie kann aus dieser Grafik nicht abgeleitet werden. Der wichtigste Einfluss auf den Ertrag der Photovoltaikanlage ist bei meiner Anlage immer noch die Sonneneinstrahlung.
Ich kann nur sagen die Entwicklung ist unspektakulär aber sie entspricht halt auch dem was ich mir von der Anlage erwünscht hatte. Besser gesagt die Erträge sind weitaus höher wie damals von allen “Experten” prognostiziert. Die hatten alle konservative Betrachtungen angestellt. Aber konservativ ist halt nicht natürlich.
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