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Freitag, den 12. Februar 2010 von Erhard Renz
Momentan schwappt die Welle von neuen Meldungen und Kommentaren zu der Reduzierung der Einspeisevergütung über uns hinweg. Jeder der mir über den Weg läuft erzählt mir welche “NEUE NACHRICHT” er gerade bekommen hat und immer wieder die Frage: “Ist das jetzt die endgültige Reduzierung?”.
Nein das ist sie nicht. Auch wenn sich CDU/CSU und FDP sich schon auf irgendetwas geeinigt haben, wir können noch was beeinflussen. Ich zeige mal auf wie ein zeitlicher Ablauf laut SPON vor drei Wochen “geplant war”:
24. Februar Kabinettsbeschluss
22. April Erste Lesung im Bundestag
21. Mai zweite und dritte Lesung im Bundestag
4. Juni Vorlag im Bundesrat
Man hätte also “Rückwirkend” die Einspeisevergütung reduzieren müssen. Den Schlamassel haben sich CDU/CSU/FDP dann doch nicht angetan. Es kann natürlich auch darüber spekuliert werden ob dies H. Röttgen nicht bewußt war und er den 1.4. nur als Verhandlungsmasse eingebracht hat. Wir lassen uns dadurch nicht einschüchtern. Auch wenn CDU/CSU/FDP den ersten Wurf inzwischen nachgearbeitet haben wir bleiben der Meinung eine Absenkung zum 1.6.2010 ist ein Monat zu früh. Die Absenkung ist bei weitem zu hoch und die Forderung nach einer zukünftigen Absenkung im Sommer wird überhaupt nicht zur Kenntnis genommen.
So nicht. Wir wollen eine sinnvolle Weiterentwicklung des EEG und keine Kürzungsorgie die uns nicht weiterbringt sondern nur Arbeitsplätze kostet.
Diese Meinung werden wir auf jeder der oben genannten Gesprächsebenen einbringen. Wir die Firmen die dem Kunden die Anlage auf das Dach bauen wir wollen auch gehört werden.
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Montag, den 8. Februar 2010 von Erhard Renz
So langsam kommt Bewegung in die Diskussion und die einzelnen Parteien/Gruppierungen geben Ihre Stellungnahmen zur Einspeisereduzierungen ab. Das hätte man von der Regierungspartei auch ohne die große Öffentlichkeit haben können. Jetzt wird es für alle Seiten schwer die in alle Welt hinausposaunten Termine und Prozentsätze zu diskutieren und anschließend zu verändern.
Dass ich von der Hessen SPD im Bundestag nach Berlin als “Experte” eingeladen wurde freut mich natürlich. Am 22.2. gibt es eine Diskussionsrunde in der hessischen Landesvertretung. Damit wird aber auch klar, daß so schnell (in den nächsten Tagen) keine Entscheidung fallen kann. Denn wenn die SPD am 22.2. Experten anhört danach dann der Umweltausschuss noch tagen muss um den Tagesordnungspunkt für den Bundestag aufzuarbeiten, dann kann man sich an fünf Finger abzählen, daß der 1.4. als Änderungstermin kaum noch zur Debatte stehen dürfte.
Vor allem wenn ich mir noch die Äußerung der hessischen Umweltministerin Frau Lautenschläger anschaue, dann habe ich Hoffnung daß auch innerhalb der CDU/CSU die Erkenntnis sich durchsetzt der 1.April wäre ein Aprilscherz. So kann man mit der Solarbranche nicht umgehen. Frau Lautenschläger sagt klar die Einspeisevergütungsreduzierung müsste zwei drei Monate nach hinten verschoben werden. Da hat es doch was genützt dass Marcus letzte Woche auf der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen Frau Lautenschläger die Problematik dieses Termins vergegenwärtigt hat.
Einen Resolution der bayrischen Solarinitiativen die sich bis ins Detail mit der Weiterentwicklung des EEG beschäftigt wurde auch veröffentlicht. Auch hier wird eine Verschiebung des Termins für nötig gehalten. Die Absenkung soll zukünftig in vier Schritten erfolgen die im 3-Monats Takt durchgezogen wird. An diesen Ansatz muß ich mich immer noch erst gewöhnen da ich ja eine Sommer-Degression gefordert habe. Zumindest “theoretisch” müsste die vierteljährliche Degression zu einem Ausgleich der Nachfrage führen. Da habe ich allerdings noch meine Zweifel. Aber diese Regelung wäre immer noch bessert wie eine riesen Reduzierung am Jahresende.
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Sonntag, den 31. Januar 2010 von Erhard Renz
Ich komme grad vom Treffen der Bayrischen Solarinitiativen und lese gerade das Editoral von Anne Kreutzmann von Photon in der Januarausgabe. Bei den Diskussionen um den Zeitpunkt wann die Einspeisereduzierung gekürzt werden soll wird oft das misteriöse 21. Jahr der Photovoltaikvergütung herangezogen.
Wir sollten am Ende des Jahres unsere Kunden auf das nächste Jahr verweisen. Wer im Januar installiert erhält schließlich fast ein komplettes Jahr der Einspeisevergütung mit den “hohen Vergütungen” dazu. Dann werden Rechnungen dazugelegt und eine ähnliche Rendite oder sogar höhere Rendite berechnet wie wenn die Anlage bereits im Vorjahr am Netz angeschlossen würde.
In dieser Rechnung taucht aber nicht auf was derjenige der im laufenden Jahr bereits installiert in diesem mysteriösen 21. Jahr für einen finanziellen Vorteil mit seinem Strom erzielt. Nun ist es ziemliche Kaffesatzleserei den Strompreis in 20 Jahren rechnerisch zu ermitteln. Aber Überlegungen dazu sind natürlich erlaubt. Da wir in dieser Diskussion über den nächsten Anstehenden Jahreswechsel reden beschreibe ich die Auswirkungen an den derzeiten diskutierten Einspeisevergütungssätze für Anlagen bis 30 kWp.
Derzeit erhält man 39,14 Cent für eine kWh laut Röttgen soll bereits ab 1.4.2010 (Gott bewahre uns davor!) auf 33,27 Cent je kWh reduziert werden und zum 1.1.2011 steht ja nochmal eine 9% Reduzierung an auf 30,28 Cent je kWh.
Der derzeitige Strompreis den unsere Kunden zahlen betrug im Jahr 2009 bereits 23,2 Cent.

Der Strompreis hat sich also in zehn Jahren um fast 10 Cent verteuert. Da ich gerne einfach im Kopf rechne sage ich er wird sich in den nächsten 20 Jahren um 20 Cent verteuern und würde dann 43 Cent kosten.
Da ich ein bißchen mit Excel umgehen kann habe ich die Haushaltspreisentwicklung der letzten Jahre in Excel eingegeben und auf die nächsten zwanzig Jahre hochrechnen lassen! Da es in Excel die Möglichkeit gibt aus einer Zahlenreihe einen Trend zu errechnen habe ich die Möglichkeiten mal abgebildet.
Exponentielles Wachstum

Polynomisches Wachstum

Lineares Wachstum

Potentielles Wachstum

Logaritmisches Wachstum

Damit genug im Überblick sieht der Strompreis rechnerisch nach 20 Jahren folgendermaßen aus:
70 Cent je kWh bei Exponentiellem Wachstum
45 Cent je kWh bei Polynomischem Wachstum
43 Cent je kWh bei Linearem Wachstum
43 Cent je kWh bei “Kopfrechnen”
28 Cent je kWh bei Potenziellem Wachstum
26 Cent je kWh bei Logarithmischem Wachstum
Meine Lebenserfahrung sagt mir wenn ich mir die einzelnen Kurven anschaue, daß ein lineares Wachstum mir am wahrscheinlichsten sein wird. Die Potentielle und Logarithmische Berechnungen scheinen mir zwar mathematisch eine Option zu sein aber mit der realen Welt nix zu tun zu haben.
Wer 2011 eine Photovoltaianlage baut erhält 30,28 Cent bis Ende 2031 da sein Strom den er vom Energieversorger aber weitaus früher bereits diese 30.28 Cent überschreiten wird, werden diese Kunden nicht mehr die EEG Vergütung in Anspruch nehmen sondern den Strom selbst verbrauche. Wer jetzt anfängt mir zu erzählen der Kunde könnte nicht den Strom der Mittags produziert wird komplett selbst zu verbrauchen dann verweise ich ihn auf die Entwicklungen bezüglich des Smart Grids hin. Der Strom wird an die Nachbarn oder an Kleinverbraucher verkauft aber nicht für 30,28 Cent an den Netzbetreiber.
Deshalb meine ich wer am Jahresende (z.B. 2010/2011) seinen Kunden empfiehlt die Anschaffung seiner Photovoltaikanlage auf das nächste Jahr zu verschieben der sollte seinem Kunden auch sagen wie er das 21. Jahr in die Kalkulation mit einbezieht.
Ich argumentiere jedenfalls nicht mit dem 21. Jahr. Denn wenn ich das 21. Jahr mit in die Kalkulation einbeziehen würde und annehme der Kunde verbraucht den Photovoltaikstrom selbst wird die Wirtschaftlichkeits Berechnung kippen. Sprich eine Montage im laufenden Jahr wäre wirtschaftlicher.
Ich bleibe deshalb weiterhin dabei eine jährliche Einspeisedegression darf nicht am Jahresende erfolgen. Auch wenn Frau Anne Kreutzmann meint wir müssten nur besser argumentieren.
Allerdings möchte ich nicht verschweigen, daß mir die Diskussion der bayr. Solarinitiativen nach einer vierteljährliche Degression auch meinem Wunsch nach einer Jahresendentlastung unserer Monteure entgegen käme.
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Sonntag, den 24. Januar 2010 von Erhard Renz
Endlich hat das Bundesumweltministrium seine Überlegungen veröffentlicht nach denen die Photovoltaik Vergütung gekürzt werden soll.
Natürlich möchte ich dazu ein paar Anmerkungen machen.
“Das weltweite Angebot war durch die stark ausgebauten Produktionskapazitäten größer als die Nachfrage. Das Ergebnis dieses Marktgeschehens ist ein starker Preisverfall.”
Dieser Preisverfall ist also nur durch die Menge an Produktionskapazität entstanden und durch den Wettbewerb, nicht durch effiziente Produktionsverfahren. Das führt zur Insolvenz von Firmen. Ob die kostengünstigsten Hersteller ihre Qualität auch über 20 Jahre halten können wir einfach vorausgesetzt!
“In 2009 wurden insgesamt rd. 3.000 MW Solarstromleistung installiert – das ist doppelt soviel wie in den BMU-Szenarien prognostiziert.”
Herr Röttgen wir haben heute den 24. Januar und Sie sind bis heute nicht in der Lage die genaue Zahl der installierten Photovoltaikanlagen für 2009 zu benennen. Obwohl wir jede PV-Anlage bei der Bundesnetzagentur melden müssen. Meinen Sie nicht es wäre an der Zeit diese “Agentur” zu einer zeitnahen Veröffentlichung der installierten Anlagen zu bringen.
“Aufgrund des bereits eingetretenen Preisverfalls und der Kostenersparnis bei großen Stückzahlen muss dies aber zum 1. April 2010 mit einer einmaligen Absenkung der Vergütung in 2010 in Höhe von 15 % einhergehen.”
Wieso muß dies zum 1. April geschehen und bei Freilandanlagen erst zum 1.July? Hier fehlt mir die Begründung warum schon zum 1. April? Wir die Montagefirmen werden derzeit regelrecht von Anfragen überrollt. Da der Januar für die Montage wetterbedingt ausfällt bleiben uns zwei Monate für die Montage.
Zu den vorgesehenen Änderungen im EEG habe ich folgende Anmerkungen:
Flexible Marktanpassung
Hier wird so getan als ob der deutsche Zubau für die Kostenentwicklung entscheident wäre. Als Meßlatte für die weltweit agierenden Modulhersteller wäre aber eher der Weltmarkt heranzuziehen.
Einmalige Absenkung
Wie der Prozentsatz zustande gekommen ist bleibt ungeklärt. Ebenso der Termin 1.4. wird nicht erläutert nur bei den Freiflächen wird auf eine längere Planungszeit verwiesen. Aus meiner Sicht sind die 15% zu hoch und der 1.4. zu kurzfristig da er nur zu einem zweimonatigen Windhundrennen führt.
Freifläche/Ackerfläche
Die Vergütung würde von 31,94 Cent in 2009 auf 28,43 Cent Anfang 2010 auf 21,32 Cent ab 1.7. stürzen. Die 21 Cent sind niedriger wie der Endkundenpreis! Dafür die Frist 2014 aufzuheben ist geradezu zynisch. Wenn ich jeweils 2 Cent pro Jahr abziehe liegt der Vergütungspreis 2014 bei 13 Cent! Das ist weniger wie Offshore Windparks und weniger wie für Geothermie!!!
Die Änderung beim Eigenstromverbrauch gebe ich gerne zu finde ich pfiffig und bisher kannte ich diese Variante nicht. Also zum Schluß ein Lob an das Umweltministerium anscheinend denken sie doch noch mit. Aber mir fehlen die vielen Hinweise aus der Szene die unser gemeinsames Ziel kostengünstige Photovoltaikstrom möglich machen würden. Da sind viele guten Vorschläge (noch) nicht eingearbeitet. Dazu morgen mehr.
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Donnerstag, den 14. Januar 2010 von Erhard Renz
Da wir momentan natürlich wie gebannt nach Berlin schauen und auf Infos zum Einspeisegesetz warten möchte ich mir das Hintergrundpapier des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZVB) anschauen.
Zum einen wird in den Medien immer nur die eine Forderung des VZVB tranpsortiert. Es gibt allerdings vier Forderungen.
1. Die 30% Reduktion
2. Zubau Prognose und Überwachung
3. Prognose Konsequenz
4. Energieintensive Unternehmen gleich behandeln
Punkt zwei und drei sind ja bereits im jetzigen EEG enthalten. Leider haben sich alle bei den Zuwachszahlen verschätzt, es muss also nur eine Anpassung dieser Parameter vorgenommen werden. Allerdings ist der Vorwurf an den BSW ungerechtfertigt denn die Mengenprognose wären eigentlich eine Aufgabe der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern. Im EEG 2004 stand bereits das dieses Anlagenregister eingerichtet werden soll. Wenn die Politik und die Energieversorger aber Ihre Arbeit nicht tun kann man dem BSW für seine zu niedrigen Prognosen nicht abstrafen. Vor allem weil der BSW nicht die Entwicklung in Spanien und daraus folgend die Preisreduzierung der Solarmodule weltweit erahnen konnte.
Ich möchte auch klar sagen, daß die 4. Forderung keine Resonanz in den Medien findet liegt daran weil dies momentan nicht in die allgemeine Hatz gegen die Photovoltaik passt. Wenn die Politik der Meinung ist, daß der einzelne zu viel an Kosten für Photovoltaik tragen muß könnte man ja diejenigen die viel Energie verbrauchen auch mehr für die Finanzierung rannehmen. Aber wie gesagt diese Forderung der VZVB liegt momentan nicht im allegemeinen Trend und wird deshalb verschwiegen. Die Forderung ist aber berechtigt.
Kommen wir zur Forderung eins der “einmaligen Reduktion der Einspeisevergütung von 30%”.
Der VZVB schreibt selbst die Preise für Module liegen zwischen 1,30 und 2,00 Euro je Watt die restlichen Kosten für Montage, Wechselrichter, Kabel, Zubehör und Netzanschluss liegen zwischen 0,80 bis 1,00 Euro. Leider nimmt der VZVB bei seiner Berechnung die Untergrenze von 2.200 Euro pro Kilowatt an. Was soll denn diese “Geiz ist Geil” Argumentation. Die gesetzliche Grundlage soll sich am niedrigsten Niveau orientieren.
Liebe Verbraucherzentrale wenn eure Beratung sich darin erschöpft den billigsten zu nehmen dann kann ich auch gleich zu den Billiganbietern gehen. Auch in der Photovoltaik hat Qualität und Leistung ihren Preis. Wer jetzt meint mit dem billigsten Angebot auch nach 20 Jahren das beste Geschäft gemacht zu haben der wird sich wundern.
Auch hier verweise ich gerne (zum x-ten mal) auf meinen ehemaligen Arbeitgeber (Daimler) der schon seit mehr als 100 Jahren mit Qualität auch höhere Preise verlangen kann. Es wäre also falsch wenn die Politik sich am billigsten orientiert weil dann in einigen Jahren sicherlich bei vielen Photovoltaikanlagen das Heulen und Zähneknirschen beginnen wird. Es gibt auch bei den Erneuerbaren Energien das Beispiel der Windenergie wo man zeitweise enorme Qualitative (Getrieb, Rotoren, Fundament) Probleme hatte. Qualität hat seinen Preis!
Deshalb finde ich es unredlich wenn der VZVB sich am “Spottpreis” orientiert. Er müsste im Sinne der Verbraucher den realistischen Qualitätspreis von 3.000 Euro bei kleinen Anlagen annehmen. Aber auch da muß ich einwenden, daß je kleiner die Anlage wird die “Einmalkosten” wie Beratung, Anfahrt, Gerüst und Planung nunmal anfallen und bezahlt werden müssen deshalb ja meine Forderung eine bis 10 kWp Klasse einzuführen.
Die Polemik des VZBV es gäbe eine “jahrelange Überförderung” ist natürlich falsch den jeder der sich mit PV beschäftigt weiß, daß diese Kostensenkungen erst aufgrund der hohen weltweiten Stückzahl in 2008 und 2009 realisiert werden konnten. Möglich waren die Kostensenkungen nur weil neue PV-Fabriken mit deutscher Technik (Achtung: Arbeitsplätze!) überall auf der Welt auch in China gebaut wurden. Wir verspielen aber unseren techn. Vorsprung in diesem Bereich wenn die weltweiten Stückzahlen einbrechen. Weltweit hohe Stückzahlen sind aber nur mit einem starken deutschen Markt möglich.
Auch der Hinweis des VZVB eine 6%igen Rendite für PV Anlagen Besitzer wäre ausreichend finde ich unverschämt solange die konventionelle Energiewirtschaft z.B. RWE eine Eigenkapitalrendite von 19,47% derzeit ausweist.
Wo bleibt da die Forderungen des VZVB?
Dünnschichtmodule in die Diskussion einzubringen ist natürlich auch Quatsch wenn wir über wertvolle Dachflächen reden. Wir sollten unsere Dächer mit Solarmodulen belegen die einen hohen Wirkungsgrad haben und Dünnschicht nur dort verwenden wo “vorbelastete Fläche vorhanden” ist. Schließlich “soll hinten” auch viel Strom in Deutschland durch Photovoltaik rauskommen!
Zum Schluß möchte ich auf den Börsenpreis von 5 Cent je kWh eingehen. Der VZVB geht zu Recht von einem steigenden Preis von 5% aus und kommt so auf einen durchschnittlichen Börsenpreis von 9 Cent in 20 Jahren. Mit der Realität hat diese Annahme nichts zu tun.
Für unser Photovoltaikkunden und auch den Verbrauchern spielt nämlich nicht der Börsenpreis sondern der Preis eine Rolle den unsere Kunden beim Energieversorger zahlen müssten. Dies sind momentan ca. 23 Cent je kWh. Dieser Preis wird natürlich auch um 5% in den nächsten 20 Jahren steigen. Oder glaubt jemand ernsthaft, daß die Netzkosten bleiben. Die Steuern werden sowieso prozentual aufgeschlagen es wird also eine Erhöhung der 23 Cent geben.
2010 – 23 Cent, 2011 – 24 Cent, 2012 – 25 Cent, 2013 – 27 Cent,
2014 – 28 Cent, 2015 – 29 Cent, 2016 – 31 Cent, 2017 – 32 Cent,
2018 – 34 Cent, 2019 – 36 Cent, 2020 – 37 Cent, 2021 – 39 Cent,
2022 – 41 Cent, 2023 – 43 Cent, 2024 – 46 Cent, 2025 – 48 Cent,
2026 – 50 Cent, 2027 – 53 Cent, 2028 – 55 Cent, 2029 – 58 Cent
und 2030 61 Cent.
Dass sind die Aussichten. Wer 2030 Strom kaufen will wird 61 Cent je kWh zahlen dürfen.
Aber unsere Kunden haben ja wenn sie 2010 eine Anlage ans Netz die Möglichkeit den Strom selbst zu verbrauchen und bekommen dann “nur noch” 22,76 Cent je kWh. Es wird für unsere Kunden also höchst attraktiv sein den Strom selbst zu verbrauchen. Für die Käufer von Strom bedeutet dies allerdings sie werden “nur” mit 22,76 Cent je kWh belastet und nicht wie VZVB berchnet mit 27 Cent je kWh. Die Inflation die ja auch erheblich sein wird (siehe Preissteigerungsliste) in 20 Jahren blendet der VZVB bei damit bei seiner Aussage 14 Milliarden aus.
Deshalb empfinde ich die Forderungen des VZVB als unseriös und nicht durchdacht an und bin mir auch sicher, daß die jetzige Bundesregierung genug betriebswirtschaftliche Fachkenntnis hat diese “Milchmädchenrechnung” zu entlarven.
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Sonntag, den 3. Januar 2010 von Erhard Renz
Wie bereits gestern geschrieben habe ich mit meiner Photovoltaikanlage in 2009 einen Ertrag von 941 Kilowattstunden je installiertem kW erzielt. Da ich die Anlage seit März 2001 betreibe kann ich jetzt bereits 8 vollständige Jahreserträge aufzeigen:

Wie man der Grafik entnehmen kann war 2002 mit 877 kWh das schlechteste Jahr und 2003 das beste mit 1.134 kWh je installiertem kWp. Die in 2009 erzielten 941 kWp sind damit wieder einmal ein gutes Ergebnis. Von Degradation, einer nachlassenden Umwandlung der Sonneneinstrahlung in elektrische Energie kann aus dieser Grafik nicht abgeleitet werden. Der wichtigste Einfluss auf den Ertrag der Photovoltaikanlage ist bei meiner Anlage immer noch die Sonneneinstrahlung.
Ich kann nur sagen die Entwicklung ist unspektakulär aber sie entspricht halt auch dem was ich mir von der Anlage erwünscht hatte. Besser gesagt die Erträge sind weitaus höher wie damals von allen “Experten” prognostiziert. Die hatten alle konservative Betrachtungen angestellt. Aber konservativ ist halt nicht natürlich.
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Dienstag, den 29. Dezember 2009 von Erhard Renz
Wir sind dran!
Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. (AGEB) hat gerade den Energiemix 2009 veröffentlicht.

Natürlich geht die AGEB auf die Reduzierung des Energieverbrauchs ein. Dieser ist natürlich bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Deshalb der Rückgang des Energieverbrauchs um 6,5% auf 453 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten. (Muss man sich sowas vorstellen können?)
Aus meiner Sicht viel wichtiger ist die Tatsache, daß die Erneuerbaren Energien an der Atomkraft, Braunkohle und Steinkohle dran sind. Um die drei Energieträger zu überholen fehlen uns noch 2,5% Anteile. In 2009 haben wir ca. 1 Prozent dazugewonnen. Obwohl Wind und Wasser in diesem Jahr unterdurchschnittliche Ergebnisse geliefert haben. Deshalb können wir in den nächsten Jahren damit rechnen, daß die Erneuerbaren Energien an die dritte Stelle der deutschen Energieträger gelangen. Hinter Erdöl und Erdgas. Wer hätte das gedacht?
Also Jungs und Mädels die Schraubschlüssel gewetzt nächstes Jahr gilt es ganz nah an Atom, Braunkohle und Steinkohle ranzukommen aber 2011 da knacken wir den einen oder anderen Energieträger schon. Vielleicht auch alle drei.
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Samstag, den 21. November 2009 von Erhard Renz
Unter diesem Titel hat Greenpeace eine Studie (Zusammenfassung hier) von Energynautics erstellen lassen. Bei dieser Studie geht man von dem großen Netz aus. Über dieses Netz sollen wieder einmal im “Notfall” Strom aus Norwegen oder der Wüste nach Deutschland gebracht werden.
Mir fällt bei dieser Studie auf, daß einige Entwicklungen komplett vernachläßigt werden. Da ist zum einen die Entwicklung der Elektromobilität. Wir haben derzeit mehr als 40 Millionen Autos in Deutschland. Wenn diese Fahrzeuge elektrisch fahren werden dort 40 Millionen Stromspeicher zur Verfügung stehen. Diese Stromspeicher müssen in das Netz integriert werden. Davon schreibt Greenpeace leider kein Wort.
Leider wurde mit Energynautics ein Windkraftspezialist beauftragt, der die Entwicklung der Photovoltaik, der Effizienz, der Energieeinsparung und der Biomasse in keinster Weise beachtet.
Weiterhin wird die Smart Grid Seite nur von extern betrachtet. Die Optimierungen im Haus wird auch nicht bewertet. Aber gerade hier im Bereich des einzelnen Haushalts wird es durch Smart Grid Lösungen hohe Einsparungen und Speichermöglichkeiten geben.
Letztendlich wird auf die Kosten und die Zeit nicht eingegangen. Dies sind aber die entscheidenden Faktoren. Selbst wenn wir ein “Ideales Stromnetz für das 21. Jahrhundert” definieren könnten, müssten wir die beachten wer die Kosten aufbringt und in welchem Zeitablauf diese Mammutaufgabe erledigt werden könnte.
Meine Erfahrung aus vielen Gesprächen mit Menschen gibt mir die Hoffnung, daß immer Menschen Ihre Energieversorgung in die eigene Hand nehmen. Dies wird bedeuten die lokalen Energiequellen werden vollständig genutzt werden. Vorrangig gehören dazu die Energien die direkt auf dem eigenen Grundstück vorgefunden werden. Dazu gehören die Energieeffizienz, die Solarenergie und die Oberflächennahe Geothermie. Danach kommen die lokalen Energiequellen wie Wasserkraft, Windenergie und Bioenergien.
Es wird nach meiner Beobachtung eine Rekommunalisierung der Energieversorgung geben. Ob da noch Super Netze reinpassen die von weit her den Strom ausgerechnet in meine Kommune in mein Haus kostengünstig liefern sollen.
Das glaube ich nicht! Auch wenn es Greenpeace in seiner Studie so beschreibt.
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Dienstag, den 3. November 2009 von Erhard Renz
Das war mal wieder mager was von der Sonnenenergie noch an meinem Stromeinspeisezähler angekommen ist. Der Ertrag im Oktober lag mit 256 kWh leider wieder unter dem langjährigen Mittel. Auf das installierte kWp sind das gerade mal 59 Kilowattstunden Strom. Der Schnitt liegt bei ca. 64 kWh im Oktober. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2009 habe ich einen Ertrag von 897 kWh je installiertem kWp erreicht. Damit habe ich das schlechteste Jahresergebnis von 2002 (mit 877,3 kWp) bereits übertroffen. In den Monaten November und Dezember kann ich mit weiteren 50 kWh rechnen und ich läge wieder in einer Größenordnung von 950 kWh je installiertem kWp. Damit bin ich auf jeden Fall zufrieden.
Wenn ich die Entwicklung der SMA Wechselrichter mit in Betracht ziehe, dann könnte ich sicherlich mit dem Austausch meiner Wechselrichter aus dem Jahr 2001 mit neuen Wechselrichtern eine Ertragssteigerung von 5% hinkriegen.

Die Entwicklung der SMA Wechselrichter zeigt, daß allein durch optimierte Wechselrichter eine Ertragssteigerung von 10% möglich war. Es zeigt aber auch, daß dieses Potential so ziemlich ausgereizt ist. Da ist max. noch ein Potential von 1 % enthalten. Nichts desto trotz steht bei meiner Anlage noch kein Repowering an. Never change a winning team!
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Sonntag, den 27. September 2009 von Erhard Renz
Sowohl die Wirtschaftskrise als auch die Klimaveränderung beschäftigen uns derzeit. Der gravierende Unterschied ist aber die Tatsache wie lange und diese Krisen beschäftigen werden. In ein paar Jahren wird die Wirtschaftskrise bewältigt sein die Klimaveränderung wird uns aber noch tausende von Jahren beschäftigen. Je später wir die Kurve zu einem Klimaneutralem Lebensstil krieen um so dramatischer werden die Klimaveränderungen die Menschheit treffen.
Deshalb müssen diejenigen, die heute von den Deutschen die Aufgabe bekommen die Bundesregierung zu stellen, sich diesem Problem vorrangig stellen. Mit erster Priorität. Wer sich genauer mit dem Thema beschäftigt, stellt fest wenn wir komplett auf Erneuerbare Energien umstellen werden wir auch die Wirtschaftskriese bewältigen. Denn Erneuerbare Energien sind dezentral werden also von vielen Bürgern in kleinen Kraftwerken realisiert. Für diese Kleinkraftwerke haben die Banken keine Probleme Darlehen zu geben. Denn die Bürger sind Kreditwürdig!
Durch die Bürger wird also ein Anschub für die lokalen Handwerker und die lokalen Sparkassen/Banken erfolgen. Wer kann schon was dagegen haben, wenn wir in Deutschland Silizium herstellen (z.B. Wacker in Burgshausen), in Deutschland Zellen herstellen (z.B. Q-Cells in Thalheim), in Deutschland Module herstellen (z.B. Solon in Berlin) und diese Module von deutschen Firmen (z.B. Ralos in Michelstadt) auf Deutsche Dächern montieren. Dann kann von Subvention nicht mehr die Rede sein. Sondern es muss endlich davon geredet werden, daß durch Deutsche Photovoltaik die Abhängigkeit von russischem Gas und Saudi Öl geringer wird, daß die Gefahren von Atomenergie geringer werden wenn wir die ältesten demnächst abschalten.
Wenn wir in Deutschland Vorreiter bei der Einführung von Erneuerbaren Energien werden entstehen die Arbeitsplätze auch in Deutschland. Langfristig! Die Windenergie ist das beste Beispiel. Inzwischen werden 80% der deutschen Windräder exportiert. Möglich war dies durch ein klares Gesetz zur Förderung der Windkraft im Anfangsstadium.
Wenn es uns gelingt Arbeitsplätze bei den Erneuerbaren Energien zu schaffen bringen wir nicht nur Menschen in Brot und Arbeit sondern wir sparen uns zukünftig auch viel Geld bei der Beschaffung von Rohstoffen. Dieses gesparte Geld wird uns helfen die Wirtschaftskrise schnell zu vergessen. Sollten wir diese Entwicklung verschlafen und andere machen das Rennen soll mich auch keiner mehr fragen wie wir es schaffen sollen.
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Samstag, den 15. August 2009 von Erhard Renz
Oft wird uns entgegengehalten wo sollen die ganzen Flächen für eine Vollversorgung durch erneuerbare Energien herkommen. Ich geb zu die Grafik die ich dazu gefunden habe ist schon uralt (1999) aber dies zeigt auch es ist eigentlich schon lange bekannt und trotzdem wird dieses Thema immer wieder neu diskutiert.
“Frisst die Sonnenenergie Land?”

Schon damals wurde der Flächenbedarf für eine 10%ige Versorgung der Schweiz mit 6,3 Meter angegeben. Da ich nicht über 10 sondern 100% schreibe würde dies 63 Quadratmeter Flächenbedarf bedeuten. Allein die Straßen benötigen je Schweizer 107 Quadratmeter. Wurde dieser Flächenbedarf für Mobilität jemals diskutiert? Wir wollen fahren also werden Straßen gebaut.
Der sinnvollste Ort für eine Solaranlage auf den Dächern von Gebäuden wurde damals mit 52 Quadratmeter angegeben. Ich will jetzt nicht diskutieren, daß jedes Dach eine Nordseite hat und da keine PV (noch nicht!) drauf gebaut wird. Sondern ich will nur aufzeigen, daß 30-40% des Strombedarf ohne weiteres machbar sind. Ohne Freilandanlagen, Fassadenanlagen und ohne techn. Weiterentwicklung.
Der provozierenden Frage in der Grafik kann deshalb geantwortet werden. Nein Photovoltaik ist und bleibt eine sanfte Erneuerbare Energie.
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Mittwoch, den 5. August 2009 von Erhard Renz
Vor der Wahl werden immer wieder Programme vorgestellt wie die einzelnen Parteien sich eine Weiterentwicklung vorstellen. Ich möchte mich heute nicht mit der Zukunft beschäftigen sondern die Stromproduktionen der Jahre 1991 und 2000 mit 2008 vergleichen. Ich hab mir deshalb diese Jahre rausgesucht weil 1991 mit dem Stromeinspeisegesetz es erstmals möglich war Strom aus kleinen Kraftwerken in das Netz einzuspeisen. Damals gab es für jede kWh ca. 17 Pfennige. Mit diesem Wert konnte sich nur die Windenergie Entwickeln. Erst 2000 mit dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) erwachten die Photovoltaik, Biomasse und Geothermie aus ihrem Dornröschenschlaf.

Zahlenquelle: AG Energiebilanzen e.V.
Es ist klar ersichtlich, daß die Kernkraft im Jahr 2008 auf dem Stand von 1991 produziert. Der Produktionspeak ist in Deutschland längst überschritten. Die Kohle (Stein- und Braun-) haben sich um 30 Milliarden kWh Strom im Jahr reduziert. Diese Reduzierung wurde allein durch den Ausbau der Erdgas Kraftwerke mehr als ausgeglichen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien hat also den höheren Stromverbrauch der letzten 17 Jahre ermöglicht.
Obwohl es immer wieder heißt die Wasserkraft ist ausgereizt sieht man an der langfristigen Statistik. Auch bei der Wasserkraft war eine Steigerung um 30% noch möglich!
Die übrigen Erneuerbaren Energien Steigerungsraten sind kaum in vernünftige Zahlen zu fassen. Aber die 77 Milliarden kWh Strom entsprechen genau dem Mehrbedarf. In Zukunft wäre es also eine wichtige Massnahme durch Energieeffizienz den Stromverbrauch zu senken.
Nach 1991 und 2000 wären die neun Jahre vorbei und ein neues Richtungsweisendes Energiegesetz wäre fällig.
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Montag, den 15. Juni 2009 von Erhard Renz
Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, aber dies ist kein Photo von der ersten Intersolar und schon gar nicht von der ersten Solar `91. Es wurde auf der Intersolar 2009 geschossen am Stand von Wagner&Co.

Der schicke Mensch in der Mitte bin ich.
Leider habe ich die Kontaktadressen von den netten Mädels von Wagner&Co. nicht. Aber Wagner&Co. hatte auf sein 25 jähriges Jubiläum verwiesen und einen VW Bus aus der Anfangszeit ausgestellt. Passend dazu natürlich die beiden Hippimädchen. Das war natürlich ein Steilvorlage für mein Intersolar Bild 2009. Ich darf ja mal bescheiden an mein schönes Intersolar 2007 Bild erinnern.
Es war ein langer Weg von der “Hippibewegung” zur Intersolar 2009. Ich habe hier mal die Aufstellung aus der Sonne Wind&Wärme dargestellt. Welche Messe kann eine ähnliche Dynamische Entwicklung vorweisen ausser wir von der Solarbranche?

In München haben wir 2009 insgesamt 9 Hallen belegt. Wo geht die Reise hin? Vor allem das Verhältnis von Fläche zu Besucher entwickelt sich immer mehr zur Show. In 2009 war das Verhältnis bereits 60.000 Besucher und 100.000 Fläche in den Anfangsjahren waren es noch mehr Besucher als qm!
Natürlich werde ich mich auch 2010 bemühen ein ordentliches Intersolar Foto hinzukriegen.
Für Vorschläge bin offen.
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Sonntag, den 15. März 2009 von Erhard Renz
Bei Aufräumarbeiten meiner PC Dateien ist mir eine Grafik aus dem Jahr 1999 in die Hände gefallen. Auf dieser Grafik wird erläutert wie hoch der Energieaufwand für die Erzeugung von 1 kWh Leistung (Strom) bei den verschiedenen Kraftwerken ist. Bei den konventionellen Kraftwerken kann ich zwar nicht sagen wie sich die Entwicklung darstellt. Sicherlich hat es dort auch Effizienzverbesserungen gegeben. Ich bin mir aber sicher, mit der Photovoltaik und Windenergie können sie nicht mithalten:
Bei der Photovoltaik brauchte man 1999 noch 15 qm Fläche um bei optimaler Sonneneinstrahlung nach einer Stunde 1 kWh Strom ernten zu können. Heute sind dazu noch 8 qm Solarzellen notwendig.
Bei der Windenergie wird es noch augenfälliger. Ein 500 kW Windrad musste sich 20 Sekunden lang unter Vollast drehen eine moderne 5 MW Anlage hat bereits nach 2 Sekunden eine kWh produziert.
Manchmal ist es doch ganz nützlich wenn man sich so alte Erläuterungen näher anschaut. Es zeigt wie Effizient die heutigen Kraftwerke sind und ich sage euch wir sind noch lange nicht am Ende…
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Samstag, den 13. Dezember 2008 von Erhard Renz
Immer gegen Ende eines Jahres wird uns die Frage gestellt ob die Preise im nächsten Jahr sich reduzieren werden. Jetzt fehlt uns natürlich jede Begabung in die Zukunft zu schauen. Deshalb sind Prgnosen für das nächste Jahr immer schwierig. Sicherlich werden die weltweiten Entwicklungen auf den größeren Märkten wie Spanien, Italien und China eine große Rolle spielen. Wenn die Modulfirmen dort ihre Produkte zu guten Preisen absetzen können werden die Preise in Deutschland nicht so stark sinken. Aber wie gesagt alles Kaffeesatzleserei…
Was wir allerdings können sind die Preis Entwicklungen der letzten Jahre zu verfolgen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft ermittelt regelmäßig die durchschnittlichen Verkaufspreise und veröffentlicht diese auf seiner Homepage. Wie aus dieser Grafik abzulesen ist haben sich die Preise um mehr als 15% reduziert obwohl sich die Einspeisevergütungen im selben Zeitraum “nur” um zehn Prozent reduziert haben. An dieser Erhebung kann man ableiten, daß die Branche sicherlich auch 2009 in der Lage sein wird die Kosten entsprechend zu senken um weiterhin dem Kunden eine attraktive Verzinsung anbieten zu können.
Bei dieser Statistik wird allerdings ein breites Spektrum betrachtet. Da Anlagen bis zu 100 kWp in die Statistik einfließen reden wir um eine Investition von ca. 400.000 Euro. Dass bei dieser Größenordnung ein geringerer kWp Preis gezahlt wird als bei einer 5 kWp Anlage dürfte jedem klar sein. Die Grundbotschaft stimmt allerdings 15% Preisreduktion in zwei Jahren. Das sollen uns die fossilen und atomaren Energien erst mal nachmachen…
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Freitag, den 21. November 2008 von Erhard Renz
Erst Silizium dann Glas und jetzt Graphit. Das ständige Wachstum fordert von allen Beteiligten einen extremes Ausbau der Kapazitäten. Bei den jährlichen Wachstumszahlen bleibt es nicht aus, daß in neue Fertigungsstätten investiert werden muß. Wenn jedoch die Gewinn Marge zu gering ist, dann rentiert sich kein Invest.
Bei Graphit scheint sich solch eine Entwicklung (Quelle Zeitschrift Photon ) anzudeuten. Speziell der hochwertige ISO-Graphit wird demnächst (ca. 2010) zur Mangelware werden. Der ISO-Graphit (isostatisch) wird besonders bei der Herstellung von Polysilizium benötigt. Immer dann wenn es besonders heiß zugeht (z.B. 3.000 Grad in den Siliziumöfen) dann wird auf diesen Werkstoff (Ofenbauteile) zurückgegriffen. Der ISO-Graphit wird künstlich aus Petrolkoksmaterialien (Grundstoff ist Öl) künstlich hergestellt. Durch thermische Behandlung bei ca. 2800° C erhält er seine Graphitstruktur. Durch eine zusätzliche isostatische Behandlung des Graphits, zeichnet sich das Material insbesondere durch eine sehr gute elektrische und thermische Leitfähigkeit aus.
Bis 2010 wird eine Steigerung der Produktionskapazität um 50% vonnöten sein. Allerdings hört man derzeit von den großen Herstellern keine Ankündigungen, daß hier in neue Fabriken investiert wird. Deshalb dürfte es bis 2010 schon eng werden. Schließlich dauert der Neubau einer Fabrik zwischen zwei und vier Jahren und es sind Investitionen von ca. 100 Millionen Euro zu tätigen. Derzeit liegen die Preise für Standard-ISO-Graphite bei zwischen 15 und 250 Euro das Kilo. Für hochreines ISO-Graphit allerdings bei 50 bis 300 Euro das Kilo.
Bei dem noch teureren CFC-Graphit (300 bis 800 Euro das Kilo) wird dieser Mangel nicht eintreten. Dieser CFC (Carbonfi berreinforced Carbon) ist ein Hochleistungsfaserverbundwerkstoff der aus einer Kohlenstoff- oder Graphitmatrix und aus Kohlenstofffasern besteht. Er findet allerdings nur bei ca. 20% der Graphit Teile in der Photovoltaik Verwendung. Es bleibt also zu befürchten, daß die Hersteller bewußt erst einmal in einen Mangel fahren um die Preise anheben zu können. Anschließend rechnen sich die neuen Fabriken… Das nennt man Marktwirtschaft…
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Samstag, den 15. November 2008 von Erhard Renz
Der Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft e.V. veröffentlicht regelmäßig die Prognosen für Strom der nach dem EEG vergütet wird.

In dieser Statistik wird mit der roten Linie aufgezeigt wie hoch der prognostizierte Stromanteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Deutschen Stromproduktion ist. Die blaue Linie zeigt den prognostizierten durchschnittlichen Euro-Wert der je produzierter erneuerbarer kWh Strom vergütet wird.
Bei der roten Linie fällt auf, daß in den Wintermonaten der Anteil höher ist. Dies ist den 22 GW Windkraftanlagen geschuldet die natürlich im Winter mehr Strom produzieren als im Sommer. Daß wir allerdings im Dezember 2008 bereits mehr als 22 % durch erneuerbare Energien erzeugen überrascht selbst einen optimisten wie mich. Die Delle im Sommer ist “unser Arbeitgeber” in den nächsten Jahren. Wir müssen mehr Photovoltaik installieren damit wir das “Sommerloch” der Windenergie ausfüllen.
Die blaue Kostenlinie zeigt natürlich klar auf, daß die Windenergie derzeit die weitaus kostengünstigere Variante darstellt. Es ist ja auch klar für eine kWh Windstrom gibt es derzeit 8 Cent für Photovoltaikstrom 46 Cent. Aber ich möchte auch mal klarstellen, daß Windstrom bereits seit 1991 wirtschaftlich gefördert wird und Photovoltaik erst seit 2000. Diese zehn Jahre technische Entwicklung fehlen der PV-Industrie. In zehn Jahren werden wir den Steckdosenpreis längst geschlagen haben denn Photovoltaik wird frei Haus geliefert.
Da im Sommer der Photovoltaikstrom einen höheren Anteil hat ist auch der durchschnittlich vergütete Strompreis für EEG Strom höher. Aber auch hier bewegen wir uns mit weniger als 15 Cent noch unter dem “Verkaufspreis” von ca. 20 Cent je kWh.
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Mittwoch, den 22. Oktober 2008 von Erhard Renz
Während die Banken ihre Luftschlösser neu schätzen lassen und dabei feststellen, daß Otto Normalverbraucher für die nicht mehr vorhandenen Werte aufkommen muß wird bereits die nächste Milliardenrechnung vorbereitet.
Konjunkturpaket genannt!
Unser Wirtschaftsminister Glos haut ein Bündel an Massnahmen raus um die Konjunktur anzukurbeln. Krankenversicherungsbeiträge an der Steuer absetzen, Senkung der Einkommensteuer ausserdem die Automobilbranche unterstützen und man staune die Förderung von energieeffizienten Gebäudesanierungen.
Von allem etwas – Kraut und Rüben - ohne Konzept eben.
Herr Glos wie wärs mit folgendem: Wir sparen Kohle, Gas und Öl mit Sonne Grips und Chips.
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Samstag, den 18. Oktober 2008 von Erhard Renz
Nachdem ich selbst seit einiger Zeit den Newsletter von der Zeitschrift Photon erhalte möchte ich diesen Service weiterempfehlen. Der Newsletter ist kostenlos und wird an allen Arbeitstagen (Montag-Freitags) verschickt. Es gibt zwar keine festen Uhrzeiten an denen der Newsletter gesendet wird aber er enthält alle wichtigen Infos zu den verschiedensten Themen. Wobei man bei der Anmeldung ein eigenes Profil anlegt das man auch mit dem eigenen Passwort später ändern kann. In diesem Profil legt der Empfänger fest zu welchen Themen er Infos erhalten möchte. Zu jedem dieser Themen kann man wählen ob man alle oder auch die weniger wichtigen oder auch die unwichtigen Infos haben möchte. Durch diese Feinsteuerung kann man nicht gewünschte abblocken.
Ich z.B. habe die “Marktentwicklung Australien” komplett abgewählt. Was soll ich auch mit dem Australischen Markt anfangen? Bei den “Solarzellenkonzepten der Zukunft” möchte ich auch die unwichtigen Infos erhalten. Wer kann heute schon sagen welche Entwicklung sich durchsetzt? Aber wie gesagt jeder kann sich seinen eigenen Newsletter gestalten. Im Newsletter selber wird jedes Thema in ca. drei Sätzen angeschnitten und mit einem Link auf den kompletten Artikel kann sich jeder die Infos aus dem Internet abholen die er braucht. Damit knallt man sich seinen Mail Briefkasten nicht voll. Ich kopiere mir den Newsletter auf meinen Rechner in einen speziellen Ordner. Mit der Suchfunktion kann ich dann in allen Newsletter nach speziellen Nachrichten suchen. Das finde ich ist ein super Service der Zeitschrift Photon.
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