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Donnerstag, den 4. März 2010 von Erhard Renz
Die Diskussion um die Reduzierung der Einspeisevergütung zieht sich inzwischen wie Kaugummi. Ich kann niemandem erklären warum auf diese Art und Weise eine Regierung ein Gesetz vorbereitet und irgendwann dann beschließt. Die Auswirkungen bleiben bei uns, den Firmen die direkt mit den Kunden in Kontakt sind, hängen. Wir müssen auf die Fragen der Kunden antworten. Umso trauriger ist es wenn ich seit Monaten versuche einen Aspekt der Kostenreduktion der uns Vorteile bringt in die Diskussion einzubringen ohne eine Rückmeldung der Regierung zu erhalten.
Die Veränderung des Degressionszeitpunktes vom 31.12. auf den 30.6.
Derzeit sind unsere Monteure gezwungen im Winter bei schlechtesten Bedingungen Höchstleistungen zu bringen. Dabei gibt es kein einziges Argument den Nachfrageboom, der durch eine hohe Degression politisch ausgelöst wird, in den Winter zu legen. Der Kostenanteil der Module an den Gesamtkosten lag früher bei 80% inzwischen nur noch bei 60% es wird deshalb immer wichtiger auch die Montagekosten bei der Degression im EEG zu berücksichtigen. Dabei wäre es so einfach die vorgesehene jährliche Degression zum 1.7.2010 auch zukünftig beizubehalten. Eine Verschiebung des Degressionszeitpunktes also vom 31.12.2010 auf den 1.7.2011
Wenn von Kostendegression gesprochen wird muß auch die Kostengünstige, Qualitativ hochwertige Montage bedacht werden und die ist nur mit einer Hochsaison im Sommer möglich.
Dies habe ich jetzt erneut einigen Politikern geschildert in der Hoffnung, dass endlich auch die Belange der Montagebetriebe in die Diskussion mit aufgenommen wird. Noch ist nichts verloren der voraussichtliche Terminplan sieht derzeit folgendermaßen aus:
- 25. oder 26. März die erste Lesung im Deutschen Bundestag
- 21. April die Anhörung im federführenden Umweltausschuss
- 5. Mai beschließt der Umweltausschuss das Gesetz
- 7. Mai, findet die zweite und dritte Lesung im Deutschen Bundestag statt
Es bleibt also spannend und es gilt die Devise: Niemals Aufgeben!
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Sonntag, den 14. Februar 2010 von Erhard Renz
Mit dem Photovoltaik Einspeisereduzierungs Startschuß am 20.1.2010 von Herrn Röttgen wurde eine Diskussion über die zukünftige Photovoltaikvergütung ausgelöst. Viele meldeten sich mit Hinweisen zu Wort wie sie sich die zukünftige Vergütung vorstellen. Es wäre an der Zeit, daß Herr Röttgen nachdem er sich schon öfters zu Wort gemeldet hat eine Zusammenfassung zu veröffentlichen.
Jede Veröffentlichung löst hier bei uns Nachfragen aus. Die aktuellen Kunden fragen nach ob es sie betrifft. Unsere Bestandskunden treibt immer wieder die Angst ob die Vergütung nicht auch bei Bestandsanlagen gestrichen werden könnte. Interessenten fragen nach ob wir noch bis April/Juni liefern könnten oder wenn nicht wie die Preise nach der Einmalabsenkung aussehen.
Momentan sieht es für die Mehrzahl unserer Kunden folgendermaßen aus.
Vergütung bisher bis zum 31.12.2009 waren 43,01 Cent.
Erhöhte Absenkung aufgrund des vereinbarten EEG auf 39,14 Cent je kWh.
Drohende Einmalabsenkung durch die CDU/CSU/FDP Regierung ab 1.6.2010 um 16 % auf 32,88 Cent je kWh.
Für die “Planmäßige” Kürzung der Einspeisevergütung zum 1.1.2011 steht uns aber auch noch ein Brocken bevor. Denn das Eckpunktepapier von H. Röttgen sieht da nochmals eine drastische Reduzierung vor.
Denn nur wenn der Korridor von 2.500 MW – 3.000 MW nicht überschritten wird bleibt es bei den bisher bekannten 9% Reduzierung. Ab 3.500 MW werden schon um 11,5% reduziert und bei 4.500 MW wären es 14 Prozent.
Der Zeitraum der für die Mengen herangezogen wird wäre der Oktober 2009 bis September 2010. Da schon einige Zahlen bekannt sind möchte ich eine “kleine Hochrechnung” durchführen.
370 MW Oktober 2009
500 MW November 2009
600 MW Dezember 2009 (geschätzt)
— MW Januar 2010 (2010 alles Schätzzahlen)
50 MW Februar 2010
600 MW März 2010
700 MW April 2010
700 MW Mai 2010
100 MW Juni 2010
200 MW July 2010
200 MW August 2010
200 MW September 2010
Die März bis Mai Zahlen wären eine Vollauslastung der Branche wobei die 700 MW je Monat durch nichts belegt ist die hab ich einfach mal angesetzt. Im Juni dürfte die Montagezahl in den Keller gehen. Für die Monate July bis September habe ich 200 MW angesetzt da ich davon ausgehe, daß diese Menge benötigt wird um die derzeitigen Mitarbeiter weiterhin beschäftigen zu können.
Mit dieser kleinen Rechnung komme ich also auf 4.220 MW was einer weiteren Reduzierung von 11,5% bedeuten würde. Wir sind aber auch nah an der 14% Reduzierung dran! Wir hätten also am Jahresende wieder den Schnäppchenboom (wenn er überhaupt darstellbar wäre?). Aus meiner Sicht ist diese Hohe Reduzierung zu diesem Zeitpunkt total überhöht.
Eine 11,5% Reduzierung ergibt eine Einspeisevergütung von 29,10 Cent. Wir hätten dann vom 31.12.2009 bis zum 1.1.2011 eine Veränderung von 43,01 auf 29,10 und damit ein Drittel weniger.
Ob damit eine hochwertige Qualität von Modulen, Wechselrichtern und Montage noch möglich ist habe ich meine Zweifel.
Warum greift Röttgen nicht den Hinweis der Bayrischen Solarinitiativen auf die 11,5% auf vier Termine zu verteilen? Am 1.1.2011 nur 3% zu Reduzieren,
am 1.4.2011 weitere 3%, am 1.7.2011 nochmals 3% und am 1.10.2011 erneut 3% ergibt ebenfalls genau die 29,10 Cent je kWh. Aber der Jahresendrun wäre weg. Ob die Branche mit der Höhe der Absenkung klar kommt wage ich allerdings zu bezweifeln aber wenigstens der Jahresendrun wäre weg.
Aber vielleicht hat Herr Röttgen ja andere Zahlen wie er auf seine Absenkungen kommt. Ich kann sein Ansinnen nicht für gutheissen. Auch wenn es bedeuten würde, daß wir 2012 eine Einspeisevergütung hätten die in der Höhe des Steckdosenpreises läge.
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Freitag, den 12. Februar 2010 von Erhard Renz
Momentan schreiben ja viele über die notwendige Kürzung der Einspeisevergütung. Dabei werden oft Berechnungen aufgezeigt wieviel Geld für den Solarstrom bezahlt werden müsste. Ich möchte mal eine umfassendere Betrachtung durchführen auch auf die Gefahr, daß man mich als Lobbyist bezeichnet. Natürlich bin ich kein Lobbyist sondern immer noch der gleiche Spinner der vor 10 Jahren Photovoltaik gepuscht hat.
Eine dieser Geisterdebatten führte Katharina Sekareva in der Wirtschaftswoche mit einem Vergleich der Atomkraft und der Photovoltaik. Wie kann man die Sackgassentechnik Atomenergie mit der Zukunftstechnik eigentlich auf Kostenebene vergleichen? Die Atomenergie wird in 50 Jahren weltweit der Vergangenheit angehören. Nur die Kosten für die radioaktiven Hinterlassenschaften werden noch ein Thema sein.
Investitionen in die Zukunfts Energiequelle Sonne dagegen sind die Voraussetzung für einen nachhaltigen Lebensstandart. Oder anders gesagt die jetzigen Investitionen werden noch vielen Generationen nach uns zugute kommen. Natürlich schlagen sich solche Investitionen in den Bilanzen der Energieversorger nicht nieder.
Schon im ersten Satz des Kommentars wird so getan als ob die Einspeisereduzierung zum 1.6. um 16% schon beschlossene Sache wäre. Ein Irrtum Frau Sekareva wir befinden uns noch in der Gesetzgebung und die Regierungsparteien haben eine Aussage gemacht. Mehr noch nicht.
Danach zitiert Frau Sekareva das Rheinisch Westfälische Institut (RWI), die für ihre Einseitigkeit bekannt sind, mit der gigantischen Zahl von 42 Milliarden Euro. Keine Angabe für welchen Zeitraum die RWI diese Zahl genannt hat. Vermutlich über 20 Jahre gerechnet. Es wird auch nur der Wert genannt der gezahlt wird.
Dass die Photovoltaikanlagen 20 Jahre lang Strom produzieren der einen Wert hat wird nicht erwähnt. Photovoltaikanlagen produzieren immer dann Strom wenn auch viel verbraucht wird. Tagsüber und zur Mittagszeit produzieren die PV-Anlagen den meisten Strom. Zu einer Zeit in der die höchste Nachfrage herrscht. Da dieser Strom mitten in den Gemeinden und Städten produziert wird, werden auch keine weiteren Übertragungsnetze gebraucht denn der Strom wird in der eigenen Gemeinde von den Nachbarn verbraucht. Photovoltaikstrom wirkt sich also auf das regionale Netz wie eingesparte Kilowattstunden Strom aus. Der eingesparte Strom muß nicht in das regionale Netz “importiert” werden.
Photovoltaik Strom verursacht auch kaum Umweltbelastungen. Keine Luftverschmutzung, kein Lärm und keine radioaktiven Strahlen. Alles Auswirkungen der konventionellen Stromgewinnung die von der Allgemeinheit mit vielen Euros geflickt werden müssen.
Photovoltaikstrom benötigt während der gesamten Produktionszeit keine Ressourcen sondern nur Sonneneinstrahlung! Dies bedeutet der Lieferant Sonne liefert direkt auf die Solarmodule (kostenlos!) seine Energie. Für uns in Deutschland bedeutet dies wir müssen keine Rohstoffe (Öl, Kohle, Gas oder Uran) aus dem Ausland importieren.
All diese Vorteile werden einfach unter den Tisch gekehrt. Mit dem Merit Order Effekt möchte ich die Kommentatorin schon gar nicht überfordern. Aber er ist da und kann nicht wegdiskutiert oder weggelassen werden.
Auch die Anmerkung dass es bei Artikeln zum Thema Solarförderung vermehrt Leserbriefe und Kommentare gibt zeigt die Unkenntnis von Frau Sekareva. Konventionelle Energieversorger sind eine handvoll Konzerne. Wer sich mit Solar beschäftig der hat es in Deutschland mit 500.000 Kraftwerksbesitzern zu tun. Wenn diese Menschen merken, daß Reporter oder Politiker ihren Handwerkern das Handwerk lahmlegen wollen, dann gibt es Protest. Wir haben eine Verantwortung diesen 500.000 Kraftwerksbesitzern gegenüber. Die erwarten zu Recht, daß wir die von uns installierten Anlagen zwanzig Jahre lang betreuen. Wenn die jetzige Regierung aber der Meinung ist man kann mal kurz ein Selektionsgesetz über das Solarhandwerk laufen lassen, dann ist klar, daß sich sowohl das Handwerk als auch unsere Kunden zu Wort melden. Der Solaranlagenbesitzer möchte es natürlich weiterhin mit seiner Installateursfirma zu tun haben.
Am Schluß wird natürlich wieder einmal auf den niedrigen Anteil des Photovoltaikstroms hingewiesen. Wenn Frau Sekareva die Phantasie fehlt welches Potential in der Photovoltaik steckt dann darf sie auch nicht erwarten, daß ich mit ihr über die Sinnhaftigkeit einer Förderung des Deutschen Volkes diskutiere. Wer sich die langfrist Szenarien weltweit anschaut wird feststellen die Photovoltaik hat das größte Potential für die zukünftige weltweite Energieversorgung. Wenn wir unsere Vorreiterrolle behalten wollen müssen wir jetzt säen.
Die Erntezeit wird in einigen Jahren sein. Für Egoisten mag das ein Problem sein. Für mich nicht!
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Freitag, den 12. Februar 2010 von Erhard Renz
Momentan schwappt die Welle von neuen Meldungen und Kommentaren zu der Reduzierung der Einspeisevergütung über uns hinweg. Jeder der mir über den Weg läuft erzählt mir welche “NEUE NACHRICHT” er gerade bekommen hat und immer wieder die Frage: “Ist das jetzt die endgültige Reduzierung?”.
Nein das ist sie nicht. Auch wenn sich CDU/CSU und FDP sich schon auf irgendetwas geeinigt haben, wir können noch was beeinflussen. Ich zeige mal auf wie ein zeitlicher Ablauf laut SPON vor drei Wochen “geplant war”:
24. Februar Kabinettsbeschluss
22. April Erste Lesung im Bundestag
21. Mai zweite und dritte Lesung im Bundestag
4. Juni Vorlag im Bundesrat
Man hätte also “Rückwirkend” die Einspeisevergütung reduzieren müssen. Den Schlamassel haben sich CDU/CSU/FDP dann doch nicht angetan. Es kann natürlich auch darüber spekuliert werden ob dies H. Röttgen nicht bewußt war und er den 1.4. nur als Verhandlungsmasse eingebracht hat. Wir lassen uns dadurch nicht einschüchtern. Auch wenn CDU/CSU/FDP den ersten Wurf inzwischen nachgearbeitet haben wir bleiben der Meinung eine Absenkung zum 1.6.2010 ist ein Monat zu früh. Die Absenkung ist bei weitem zu hoch und die Forderung nach einer zukünftigen Absenkung im Sommer wird überhaupt nicht zur Kenntnis genommen.
So nicht. Wir wollen eine sinnvolle Weiterentwicklung des EEG und keine Kürzungsorgie die uns nicht weiterbringt sondern nur Arbeitsplätze kostet.
Diese Meinung werden wir auf jeder der oben genannten Gesprächsebenen einbringen. Wir die Firmen die dem Kunden die Anlage auf das Dach bauen wir wollen auch gehört werden.
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Donnerstag, den 11. Februar 2010 von Klaus Jaxtheimer
Ich hatte vor drei Wochen meine Meinung zur Kürzung der Solarförderung hier im Blog veröffentlicht. Inzwischen habe ich eine Rückmeldung von der CSU Landesgruppe erhalten die ich gerne hier veröffentliche.
Mit freundlichen Grüssen
Klaus Jaxtheimer
www.jaxtheimer.de
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Dienstag, den 9. Februar 2010 von Erhard Renz
Der Vorstand der Unionsfraktion hat ein Einsehen mit der Branche und kippt den früheren Termin 1. April. Die Sonder Absenkung der Einspeisevergütung soll am 1. Juni 2010 vorgenommen werden. Allerdings denkt man daran die Absenkung nochmals zu erhöhen jetzt auf 16 Prozent.
Die Argumente und der Druck der Branche zeigen also erste Erfolge. Dies bedeutet allerdings nicht, daß wir in unserem Protest nachlassen dürfen. Momentan haben sich 6.978 Unterstützer auf der Protestseite Solar-Made-in-Germany eingetragen. Für den Anfang ist das ja schon mal was. Aber wir haben 500.000 Photovoltaikanlagen in Deutschland auf die Dächer montiert. Wo sind unsere Unterstützer? Also wer sich noch nicht eingetragen hat sollte dies sofort nachholen.
Die Bewegung die in die Diskussion gekommen ist muss genutzt werden um unsere konstruktive Weiterentwicklung des EEG mit immer mehr Bundestagsabgeordneten zu besprechen. Noch besteht die Chance etwas zu ändern. Denn bis das Gesetz in Kraft tritt sind noch einige Termine abzuarbeiten. Nehmt Kontakt mit Ihnen auf und tragt eure Argumente vor. Wir haben die besseren Argumente.
Als erstes müssen sich die Koalitionspartner CDU/CSU und FDP einigen. Danach wird dieser Vorschlag dem Kabinett (Bundesminister) vorgelegt die daraus einen Regierungsentwurf macht. Dies dürfte im März dann im Bundestag vorgelegt werden. Nach einer Abstimmung im Bundestag wird es noch dem Bundesrat vorgelegt der allerdings dieses Gesetz nur zur Kenntnis nimmt.
Dies gibt uns die Möglichkeit in allen öffentlichen Debatten uns zu Wort zu melden. Natürlich auch über die Medien Zeitung, Radio und Fernsehen. Wir haben die Mehrheit der Menschen hinter uns, deshalb ist jede Einmischung legitim.
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Montag, den 8. Februar 2010 von Erhard Renz
So langsam kommt Bewegung in die Diskussion und die einzelnen Parteien/Gruppierungen geben Ihre Stellungnahmen zur Einspeisereduzierungen ab. Das hätte man von der Regierungspartei auch ohne die große Öffentlichkeit haben können. Jetzt wird es für alle Seiten schwer die in alle Welt hinausposaunten Termine und Prozentsätze zu diskutieren und anschließend zu verändern.
Dass ich von der Hessen SPD im Bundestag nach Berlin als “Experte” eingeladen wurde freut mich natürlich. Am 22.2. gibt es eine Diskussionsrunde in der hessischen Landesvertretung. Damit wird aber auch klar, daß so schnell (in den nächsten Tagen) keine Entscheidung fallen kann. Denn wenn die SPD am 22.2. Experten anhört danach dann der Umweltausschuss noch tagen muss um den Tagesordnungspunkt für den Bundestag aufzuarbeiten, dann kann man sich an fünf Finger abzählen, daß der 1.4. als Änderungstermin kaum noch zur Debatte stehen dürfte.
Vor allem wenn ich mir noch die Äußerung der hessischen Umweltministerin Frau Lautenschläger anschaue, dann habe ich Hoffnung daß auch innerhalb der CDU/CSU die Erkenntnis sich durchsetzt der 1.April wäre ein Aprilscherz. So kann man mit der Solarbranche nicht umgehen. Frau Lautenschläger sagt klar die Einspeisevergütungsreduzierung müsste zwei drei Monate nach hinten verschoben werden. Da hat es doch was genützt dass Marcus letzte Woche auf der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen Frau Lautenschläger die Problematik dieses Termins vergegenwärtigt hat.
Einen Resolution der bayrischen Solarinitiativen die sich bis ins Detail mit der Weiterentwicklung des EEG beschäftigt wurde auch veröffentlicht. Auch hier wird eine Verschiebung des Termins für nötig gehalten. Die Absenkung soll zukünftig in vier Schritten erfolgen die im 3-Monats Takt durchgezogen wird. An diesen Ansatz muß ich mich immer noch erst gewöhnen da ich ja eine Sommer-Degression gefordert habe. Zumindest “theoretisch” müsste die vierteljährliche Degression zu einem Ausgleich der Nachfrage führen. Da habe ich allerdings noch meine Zweifel. Aber diese Regelung wäre immer noch bessert wie eine riesen Reduzierung am Jahresende.
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Samstag, den 6. Februar 2010 von Erhard Renz
Die Bundesnetzagentur hat zwar erst die Zahlen inclusive November veröffentlicht. Ich möchte aber trotzdem die Problematik der unregelmäßig verteilten Photovoltaikmontage anhand einer Grafik mit den echten 2009er Installationszahlen demonstrieren.

Die Dezemberzahlen habe ich mit 655 kWp geschätz und komme damit auf genau 3.000 kWp installierte Photovoltaik im Jahr 2009. Der Unterschied von 3 MW im Januar zu über 600 im Dezember ist offensichtlich. Es ist auch klar, daß die Statistik der Bundesnetzagentur sicherlich nicht hieb und stichfest ist. Durch die ungleich verteilten Mengen ergibt sich ein riesen Problem. Wieviel Montagekapazität hält der Montagebetrieb vor?
Der rote Balken wären die gleichmäßige Montagekapazität (250 Einheiten) über das ganze Jahr verteilt. Es wird klar, daß die Monteure im Frühjahr ihren Jahresurlaub und ihre Weiterbildungen durchziehen müssen. Trotzdem können sie in der zweiten Jahreshälfte nicht alle Aufträge erledigen. Die zusätzlichen Aufträge müssen an Subunternehmen weitergegeben werden. Da ist auch klar, daß diese Monteure nicht das ganze Jahr PV installieren sondern mit anderen Tätigkeit ihren Unterhalt verdienen.
Es hilft auch nichts während des Jahres die Montagekapazität von 100 auf 400 hochzufahren da dann im nächsten Jahr die vorgehaltene Montagekapazität von 400 Einheiten auf eine Nachfrage von unter 100 trifft! Wobei auch klar sein dürfte, man kann seine Montagekapazität innerhalb eines Jahres nicht vervierfachen. Wer soll denn die neuen Mitarbeiter einarbeiten? Welches Unternehmen könnte sich solch eine Firmenpolitik auch leisten?
Jedem dem an einer hochwertigen Photovoltaik Montage gelegen ist müsste daran interessiert sein diese Differenz zwischen Januar und Dezember zu verringern. Deshalb gibt es inzwischen den Vorschlag im EEG die Reduzierung der Einspeisevergütung nicht in einem Rutsch sondern vierteljährlich durchzuführen. Bei den derzeitigen Perspektiven jährlich um 10% die Einspeisevergütung zu reduzieren wäre es egal ob im Dezember oder Juli die 10% reduziert würden. In jedem Fall gäbe es einen “Kaufrausch” gegen Ende der ablaufenden Periode. Wenn aber diese 10% durch eine vierteljährliche Degression von je 2,5% ersetzt würde, könnte der Verkauf der Photovoltaikanlagen über das gesamte Jahr verteilt erfolgen.
Mit solch einer Massnahme wäre die Nachfrage über das Jahr verteilt und wir die Montagefirmen könnten zusätzliche feste Mitarbeiter einstellen und qualifizieren. Die Idee der vierteljährige Absenkung verdanke ich den bayrischen Solarinitiativen bei denen ich mich von hier aus recht herzlich für diese tolle Idee bedanken möchte. Mein Ziel wäre damit auch erreicht. Keine Photovoltaik Jahresendralley die unsere Monteure bei schlechtem Wetter auf die Dächer treibt.
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Freitag, den 5. Februar 2010 von Erhard Renz
So langsam kommt Bewegung in die Diskussion um die Einspeisevergütung. Von der traditionellen Energieversorgung werden Erneuerbare Energien immer als Belastung dargestellt. In Wahrheit sind Erneuerbare Energien aber ein Gewinn. Ein Gewinn für alle. Immer dann wenn Volkswirtschaftlich gedacht wird. Dass aus Sicht der derzeitigen Energieversorger Erneuerbare Energien eine Belastung sind kann man verstehen. Müsste aber auch nicht sein…
Von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) wurde jetzt eine einfache Formel aufgestellt. Wenn 40% des Stroms durch Erneuerbare Energien abgedeckt werden ist die Atomkraft überflüssig. Derzeit sind wir bei 16% wir haben also noch 24% zu installieren. Wie lange braucht man denn aus technischer Sicht um 40% zu erreichen? Der Bundesverband Erneuerbare Energien hat dies bereits Anfang 2009 errechnet. Das was die Erneuerbaren Verbände bereit sind zu installieren.

Siehe da wir können bis 2020 einen Anteil von 47% darstellen. Ohne Energieeffizienz. Die Hessische Landesregierung beabsichtigt ja bis 2020 eine 20%ige Energieeffizienz zu erreichen die in dieser Branchenprognose in keinster Weise berücksichtigt ist. Wenn in die Branchenprognose noch eine 20% Energieeffizienz eingerechnet würde, dann hätten wir in Deutschland einen Stromverbrauch von 495 TWh dann wären die 287 TWh die von der Erneuerbaren Energien Branche für machbar dargestellt werden ein Anteil von 56%. Da Herr Röttgen bei einem 40% Anteil auf Atomkraft verzichten kann müsste er den Atomausstieg beschleunigen statt hinausziehen.
Das sind alles Zahlen die öffentlich zugänglich sind. Nur wir brauchen auch Politiker die uns das Vertrauen entgegenbringen dass wir das machen Herr Röttgen. Geben Sie uns bei der Reduzierung der Einspeisevergütung Zeit bis zum 1.7.2010 und reduzieren Sie im einstelligen Bereich. Schalten Sie die Atomkraftwerke so ab dass die wegfallende Strommenge durch Erneuerbare Energien ersetzt werden dann haben wir klare gemeinsame Ziele. So nebenbei gesagt die Branche hat bei diesem Ausbauszenario auch bis 2020 Arbeitsplätze in Höhe von 500.000 angekündigt. Können Sie da noch nein sagen?

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Montag, den 1. Februar 2010 von Erhard Renz
Der Januar 2010 war eine einzige Solarkatastrophe. Nich nur die Informationen zur Reduzierung der Einspeisevergütung, auch der Schnee auf den Dächern war eine Katastrophe. So wenig Strom hat meine Anlage in den fast neun Jahren noch nie produziert.
Gerade mal 54 Kilowattstunden Strom sammelten die Module ein. Das sind 20% weniger wie mein bisheriges schlechtes Ergebnis von 69 kWh im Januar 2002. An das Jahr 2002 erinnere ich mich nicht gerne denn damals habe ich meine schlechteste Jahresernte mit 877 kWh je kWp eingefahren. Im letzten Jahr habe ich das Januar Hchstergenis mit 178 kWh noch eingefahren. Da sieht man mal wie unterschiedlich die Erträge sein können. Umgerechnet auf den Ertrag je kWp hatte ich letztes Jahr 41 kWh und in diesem Jahr nur 13 kWh also nur ein Drittel. Trotzdem da hilft kein Jammern es kommt auch wieder mal der Frühling. Dann dreht sich der Stromzähler wieder.
Noch schlimmer ist natürlich, daß unsere Monteure noch keine einzige Photovoltaikanlage montieren konnten. Ein weiteres Beispiel, daß die Senkung der Einspeisevergütung am Jahresende eine richtige Falle für die Montagebetriebe sein könnte. Alle Firmen nehmen im Oktober und November Aufträge für den Dezember an. Der Schnee der in 2010 im Januar fiel hätte genausogut bereits im Dezember Ärger bereiten können. Nicht nur Ärger sondern wenn wir einen Monat nicht auf das Dach hochkönnen und die Aufträge nicht ausführen, dann kann es auch finanzielle Regreßansprüche geben. Besonders wenn die Absenkung der Einspeisevergütung 9% beträgt die dem Kunden natürlich 20 Jahre lang fehlen. Allein an diesem Beispiel wird klar, daß die Montagefirmen hier ein großes Risiko eingehen und wir die hohe Degression am Jahresende abschaffen müssen.
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Sonntag, den 31. Januar 2010 von Erhard Renz
Ich komme grad vom Treffen der Bayrischen Solarinitiativen und lese gerade das Editoral von Anne Kreutzmann von Photon in der Januarausgabe. Bei den Diskussionen um den Zeitpunkt wann die Einspeisereduzierung gekürzt werden soll wird oft das misteriöse 21. Jahr der Photovoltaikvergütung herangezogen.
Wir sollten am Ende des Jahres unsere Kunden auf das nächste Jahr verweisen. Wer im Januar installiert erhält schließlich fast ein komplettes Jahr der Einspeisevergütung mit den “hohen Vergütungen” dazu. Dann werden Rechnungen dazugelegt und eine ähnliche Rendite oder sogar höhere Rendite berechnet wie wenn die Anlage bereits im Vorjahr am Netz angeschlossen würde.
In dieser Rechnung taucht aber nicht auf was derjenige der im laufenden Jahr bereits installiert in diesem mysteriösen 21. Jahr für einen finanziellen Vorteil mit seinem Strom erzielt. Nun ist es ziemliche Kaffesatzleserei den Strompreis in 20 Jahren rechnerisch zu ermitteln. Aber Überlegungen dazu sind natürlich erlaubt. Da wir in dieser Diskussion über den nächsten Anstehenden Jahreswechsel reden beschreibe ich die Auswirkungen an den derzeiten diskutierten Einspeisevergütungssätze für Anlagen bis 30 kWp.
Derzeit erhält man 39,14 Cent für eine kWh laut Röttgen soll bereits ab 1.4.2010 (Gott bewahre uns davor!) auf 33,27 Cent je kWh reduziert werden und zum 1.1.2011 steht ja nochmal eine 9% Reduzierung an auf 30,28 Cent je kWh.
Der derzeitige Strompreis den unsere Kunden zahlen betrug im Jahr 2009 bereits 23,2 Cent.

Der Strompreis hat sich also in zehn Jahren um fast 10 Cent verteuert. Da ich gerne einfach im Kopf rechne sage ich er wird sich in den nächsten 20 Jahren um 20 Cent verteuern und würde dann 43 Cent kosten.
Da ich ein bißchen mit Excel umgehen kann habe ich die Haushaltspreisentwicklung der letzten Jahre in Excel eingegeben und auf die nächsten zwanzig Jahre hochrechnen lassen! Da es in Excel die Möglichkeit gibt aus einer Zahlenreihe einen Trend zu errechnen habe ich die Möglichkeiten mal abgebildet.
Exponentielles Wachstum

Polynomisches Wachstum

Lineares Wachstum

Potentielles Wachstum

Logaritmisches Wachstum

Damit genug im Überblick sieht der Strompreis rechnerisch nach 20 Jahren folgendermaßen aus:
70 Cent je kWh bei Exponentiellem Wachstum
45 Cent je kWh bei Polynomischem Wachstum
43 Cent je kWh bei Linearem Wachstum
43 Cent je kWh bei “Kopfrechnen”
28 Cent je kWh bei Potenziellem Wachstum
26 Cent je kWh bei Logarithmischem Wachstum
Meine Lebenserfahrung sagt mir wenn ich mir die einzelnen Kurven anschaue, daß ein lineares Wachstum mir am wahrscheinlichsten sein wird. Die Potentielle und Logarithmische Berechnungen scheinen mir zwar mathematisch eine Option zu sein aber mit der realen Welt nix zu tun zu haben.
Wer 2011 eine Photovoltaianlage baut erhält 30,28 Cent bis Ende 2031 da sein Strom den er vom Energieversorger aber weitaus früher bereits diese 30.28 Cent überschreiten wird, werden diese Kunden nicht mehr die EEG Vergütung in Anspruch nehmen sondern den Strom selbst verbrauche. Wer jetzt anfängt mir zu erzählen der Kunde könnte nicht den Strom der Mittags produziert wird komplett selbst zu verbrauchen dann verweise ich ihn auf die Entwicklungen bezüglich des Smart Grids hin. Der Strom wird an die Nachbarn oder an Kleinverbraucher verkauft aber nicht für 30,28 Cent an den Netzbetreiber.
Deshalb meine ich wer am Jahresende (z.B. 2010/2011) seinen Kunden empfiehlt die Anschaffung seiner Photovoltaikanlage auf das nächste Jahr zu verschieben der sollte seinem Kunden auch sagen wie er das 21. Jahr in die Kalkulation mit einbezieht.
Ich argumentiere jedenfalls nicht mit dem 21. Jahr. Denn wenn ich das 21. Jahr mit in die Kalkulation einbeziehen würde und annehme der Kunde verbraucht den Photovoltaikstrom selbst wird die Wirtschaftlichkeits Berechnung kippen. Sprich eine Montage im laufenden Jahr wäre wirtschaftlicher.
Ich bleibe deshalb weiterhin dabei eine jährliche Einspeisedegression darf nicht am Jahresende erfolgen. Auch wenn Frau Anne Kreutzmann meint wir müssten nur besser argumentieren.
Allerdings möchte ich nicht verschweigen, daß mir die Diskussion der bayr. Solarinitiativen nach einer vierteljährliche Degression auch meinem Wunsch nach einer Jahresendentlastung unserer Monteure entgegen käme.
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Donnerstag, den 28. Januar 2010 von Erhard Renz
Das Bundesumweltministerium hat bei seiner Anhörung zur Einspeisereduzierung auch den Energieexperten der Verbraucherzentralen Holger Krawinkel angehört. Von ihm kam die Forderung die Einspeisevergütung um 30% zu reduzieren. Mit diesem Gimmick tritt H. Krawinkel momentan in allen Medien an die Öffentlichkeit.
Jetzt lese ich bei WELT Online einen Bericht ob sich Solarmodule künftig noch lohnen. In diesem Artikel werden verschiedene Experten zitiert und die heutzutage übliche Kaffeesatzleserei betrieben. Ich würde diese Experten gerne hier im Photovoltaik Alltagsgeschäft erleben z.B. wenn wir versuchen mit einer 5% Rendite eine Photovoltaikanlage zu verkaufen. Oder diese Experten sollten sich mal anhören was der Kunde sagt wenn wir ihm erklären daß die Solarmodule inzwischen eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahre haben. Die erste Frage ist dann immer “Gibt es schon so lange Solarmodule?”. Oder der Kunde fragt zu recht wie lange gibt es denn schon Ralos?
Den Vogel schießt aber der Energieexperte der Verbraucherzentralen Herr Holger Krawinkel ab wenn er den Verbrauchern den Eigenverbrauch empfiehlt und folgenden Rat gibt.
“Das heißt aber auch, dass sich jeder intensiver damit beschäftigen muss, wie er seine eigene Anlage optimiert, mit welcher digitalen Steuerung er arbeitet, mit welchen Wärmespeichern”.
Wie bitte Herr Energieexperte? Bei der Photovoltaik sollen wir auch noch Wärmespeicher mit digitaler Steuerung verwenden?
Liebe Kunden es tut mir leid auch nach intensiver Nachfrage bei meinen Planern, Vertriebmitarbeitern, Monteuren und sicherheitshalber auch in der Buchhaltung wir kennen diese Technik nicht. Bei uns produzieren die Module Gleichstrom und der Wechselrichter macht daraus Wechselstrom. Dieser Strom wird in das Nezt eingespeist. Wir versuchen bei der Photovoltaik Wärme zu vermeiden. Nach unserem Verständnis führen warme (heiße) Module oder Wechselrichter zu Wirkungsgrad Verlusten. Wir versuchen durch eine optimale Planung Wärme zu vermeiden. Sollte Herr Krawinkel von intelligenten Stromzählern mit Steuerung der Haus internen Verbrauchsstellen reden, möchte ich ihm sagen wir die “Macher vor Ort” leben im Jahr 2010 und da sind diese Dinge zwar im Gespräch aber noch nicht “rentabel” realisierbar.
Aber wir sind ja nicht die Experten. Die Experten werden ja zum Minsiterium eingeladen und dürfen dort ihre Träume vorstellen.
30% Einspeisereduzierung mit Wärmespeicher.
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Montag, den 25. Januar 2010 von Erhard Renz
Offener Brief an alle im Umweltausschuss sitzenden Personen und speziell an Herrn Röttgen.
Sehr geehrter Herr Röttgen,
wenn ich mir die Eckpunkte für eine zukünftige Photovoltaikvergütung anschaue habe ich folgende Anmerkungen. Wir sollten uns tatsächlich an einem Ihrer Kernsätze orientieren:
“Wir wollen einen dynamischen Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem Ziel einer schnellen Erreichung der Wettbewerbsfähigkeit dieser neuen innovativen Energietechnologien.”
Dazu gehört auch, daß wir uns über eine kostengünstige Beratung, Planung und Montage unterhalten. Dem Geschäft der vielen Handwerkern die eine Photovoltaikanlage dem Kunden auf das Dach montieren. Wir nennen uns ja auch inzwischen Systemintegratoren. Es ist nun mal nicht so, daß man eine Photovoltaikanlage von der Stange kaufen kann. Jeder Kunde hat das Recht eine individuell passende Photovoltaikanlage auf sein Dach zu bekommen.
In der Vergangenheit waren uns bereits öfters die Hände gebunden wenn wir nicht die gewünschten/optimalen Komponenten liefern konnten. Inzwischen ist es durch die Ankündigungen der Politik seit dem Wahlkampf 2009, daß wir ständig Angebote an Kunden umplanen dürfen weil Komponenten nicht kurzfristig lieferbar sind. Eine Umplanung bedeutet erneute Kosten für Planung und Beratung des Kunden.
Was wir also brauchen ist eine verständliche Politik die uns bei der Information unserer Kunden unterstützt. Diese Politik muß langfristig orientiert und berechenbar sein.
Bei fallenden Modulpreisen werden die Beratungs, Planungs und Montagekosten immer relevanter. Es wird deshalb immer schwieriger werden die Gesamtkosten des Systems wie gewünscht zu reduzieren. Eines meiner Themen ist der Degressionszeitpunkt. Es gibt keinen vernünftigen Grund die Degression auf das Jahresende zu legen. Wenn Sie in 2010 eine einmalige Sonderabsenkung beschließen möchte ich Sie bitten die nächste Degression erst am 1.7.2011 vorzunehmen.
Dadurch ergibt sich zum 1.7.2011 eine erhöhte Nachfrage und nicht wie bisher zum Jahresende.
Vor dem 1.7. können unsere Mitarbeiter aber weitaus kostengünstiger eine Photovoltaikanlage auf das Dach montieren. Uns steht an diesen Tagen viel mehr Zeit zur Verfügung. Es ist früh hell und die Sonne geht spät unter. Damit besteht die Möglichkeit kleine Photovoltaikanlagen an einem Arbeitstag zu montieren. Wir sparen eine An- und eine Abfahrt. Unsere Monteure können viel sicherer montieren. Auf einem Sonnendach läßt sich auch schneller (Kosten!) und besser (Qualität!) montieren wie bei eiskaltem Wetter und schmierigem Untergrund.
Da die Nachfrage am Jahresende bleibt, durch Investoren die aus steuerlichen Gründen investieren, ergeben sich jährlich zwei Nachfrage Höhepunkte. Dies kommt auch den Modulherstellern entgegen die eine kontinuierliche Abnahme brauchen. Auch hier ergeben sich Kosteneffekte wenn die Module kontinuierlich direkt von der Fabrik auf das Dach kommen.
Bei den Netzbetreibern entspannt sich dann auch der Anschluß Streß am Jahresende und verteilt sich auf Sommer und Jahresende. Kurz gesagt wir bekommen in der ganzen Branche eine Verteilung der Spitzen was meines erachtens in aller Sinne sein dürfte.
Deshalb Sommerdegression statt Winterdegression.
Die kurzfristige Senkung der Einspeisevergütung halte ich für kontrproduktiv. Wir haben viele Interessenten die wir am Jahresende auf 2010 vertrösten mussten. Es liegen bei den Interessenten techn. ausgearbeitete Angebote vor. Die Interessenten wollten warten bis die 2010er Verkaufspreise bekannt sind. Jetzt wo die Preise bekannt sind haben wir das Problem kaum noch Montagekapazitäten bis zum 31.3. zu haben. Das ganze wird noch verstärkt durch die Schlechtwetter Periode die es in 2010 bei uns im Odenwald noch nicht erlaubte eine Photovoltaikanlage auf die Dächer zu montieren.
Deshalb frühester Kürzungszeitpunkt 1.7.2010
Weiterhin halte ich es für notwendig die Gewerbesteuer wie in der Windenergie auch zwischen der Gesellschaftergemeinde und der Standortgemeinde im Verhältnis 30/70 aufzuteilen. Es kann nicht sein, daß hier mit zweierlei Maaß gemessen wird.
Deshalb Gewerbesteuer Splitting
Aus unerfindlichen Gründen wurde der Zuschuß für Gebäudeintegration (Fassadenbonus) bei der letzten Änderung des EEG’s gestrichen. Da wir große Flächen an der Gebäudehülle haben sollte diese spezielle Förderung wieder aufgenommen werden. In Frankreich wird es bereits vorgelebt. Da für Gebäudeintegration eigentlich nur Neubauten in Frage kommen ist mit einem langen Atem zu rechnen. Denn von der Planung bis zur Realisierung vergeht hier einiges an Zeit. Es bedarf aber einer klaren sicheren Gesetzesregelung.
Fassadenbonus
Meine bisherige Forderung einer neuen Vergütungsklasse bis 10 kWp würde ich aufgrund der von Ihnen neu in die Diskussion eingebrachte verbesserten Eigenverbrauchsvergütung fallen lassen.
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Sonntag, den 24. Januar 2010 von Klaus Jaxtheimer
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Mitglied der CSU stand unsere Partei für mich immer für Verlässlichkeit und Berechenbarkeit.
Leider gilt das nicht (mehr) für unseren CDU-Umweltminister, dem ich bis vor kurzem noch großen Respekt in seiner neuen Position zollte. Ohne Not und Notwendigkeit bringt er mit der Ankündigung einer erheblichen und völlig überstürzten Reduzierung der Einspeisevergütung für Solaranlagen einen kompletten Wirtschaftszweig in arge Bedrängnis, der zu den Wachstumsträgern in der jüngeren Vergangenheit zählte und unsere Wirtschaft nachhaltig in der Krise stützte.
Es sind nicht nur die Hersteller von Maschinen, Anlagen und Modulen betroffen – es betrifft den kompletten Mittelstand, also Systemanbieter, Händler, Elektriker, Anlagenbetreiber, Kapitalanleger und wieder einmal die Banken. Auch die Börse ist seit Tagen in Mitleidenschaft gezogen.
Seine Ankündigungen zeugen von Unberechenbarkeit und lassen eine gewisse Abneigung gegen eine hoffnungsvolle und zukunftsträchtige Branche erkennen. Als Umweltminister hat er den Erneuerbaren Energien einen Bärendienst erwiesen.
In Zusammenhang mit der Solarförderung von staatlichen Subventionen zu sprechen, ist eine weitere Unverschämtheit, da der Staat keinen Cent zuzahlt und die überwiegende Mehrheit der Bürger bereit ist, einen kleinen Obolus für eine zukunftsfähige, sichere und umweltfreundliche Energiversorgung zu leisten.
Böse Zungen behaupten sogar, die Solarindustrie hätte analog einer anderen Branche großzügige Spenden verteilen sollen, um einen Kahlschlag zu verhindern.
Ich bin maßlos enttäuscht, hoffe aber, dass noch rechtzeitig Einsicht einkehrt, um den angerichteten Flurschaden zu begrenzen. Hier sollte aber zügig eine Klarstellung erfolgen, um die um sich greifende Unsicherheit und die „Torschlusspanik“ mit all ihren negativen Auswirkungen umgehend zu beseitigen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Mit freundlichen Grüssen
Klaus Jaxtheimer
www.jaxtheimer.de
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Samstag, den 23. Januar 2010 von Erhard Renz
Endlich veröffentlicht Herr Röttgen seine Überlegungen wie es mit der Einspeisevergütung weitergehen soll. Damit kann man sich jetzt in Ruhe auseinandersetzen.
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Donnerstag, den 21. Januar 2010 von Erhard Renz
Als erstes möchte ich mich entschuldigen bei all denen die momentan keine Antworten bekommen. Ob in den Kommentaren des Blogs, Mails oder mein Anrufbeantworter. Aber ich sitze hier und mache fast nur noch Seelsorger. Ob es Mitarbeiter sind die um Ihren Arbeitsplatz bangen, Kunden die um Ihre Vergütung sich sorgen, Interessenten denen wir schon ein Angebot unterbreitet habe die gerne einen Vertrag abschließen würden oder Neue Interessenten die erfahren haben, daß Photovoltaik eine Interessante Investition ist und sie sich eine Beratung wünschen alle Berater aber gerade auf Kundenbesuch sind.
Was ich dem Umwelt Bundesminister derzeit vorwerfe ist seine nicht nachvollziehbare Entscheidung. Ich erwarte in der heutigen Zeit eine Beschreibung wie man auf den 1.4.2010 und auf die 15% Reduzierung gekommen ist. Dann kann ich in einem Austausch von Argumenten an einer für alle tragbaren Lösung arbeiten.
Ich erwarte Lösungen für den fortschreitenden Ressourcenverbrauch, die fortschreitende Abhängigkeit vom Ausland und der fortschreitenden Klimaveränderung.
Im momentan allgemeinen Geschrei aller um Prozente, Prozente, Prozente hebt sich der Einwand des Solarpapstes wohltuend ab. Hermann Scheer gelingt es mal wieder vieles auf den Punkt zu bringen.
Ich unterstütze die Ausführungen von Hermann Scheer in vollem Umfang erlaube mir aber in einem Punkt anderer Meinung zu sein. Der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Photovoltaikstrom führt bei den Häuslebesitzer zu einem derart enormen Umdenken beim Verbrauch von Strom. Plötzlich überlegt sich jeder wann er wieviel Strom verbraucht. Dieser Effekt nützt bei den Verbrauchern mehr als alle Infobroschüren und Beratungsangebote. Deshalb wünsche ich mir schon einen weiteren Ausbau des Eigenverbrauchs.
Einen Kritikpunkt habe ich natürlich auch. Eigentlich habe ich noch seine Aussage im Ohr als ich das Vergnügen hatte mit ihm und Irm Pontenagel in Ludwigshafen bei einer Eurosolar Konferenz an einem Tisch zu sitzen.
Als ich Irm Pontenagel mein Anliegen schilderte die Einspeisevergütung zur Mitte des Jahres zu verlegen war auch Irm Pontenagel sofort davon begeistert. Auf Nachfrage bei Hermann Scheer sagte er dass diese Forderung klar wäre und bei der nächsten Überarbeitung berücksichtigt wird.
“Quo vadis?” Hermann Scheer wann soll die Reduzierung der Einspeisevergütung erfolgen im Sommer oder im Winter?
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Mittwoch, den 20. Januar 2010 von Erhard Renz
Ich möchte nochmal auf die Transparenz zu sprechen kommen. Wie kommt die CDU dazu 15% der Einspeisevergütung zu streichen? Herr Röttgen ich möchte nur wissen wie Sie zu dieser Entscheidung kommen. Welche Experten haben Ihnen was aufgetischt. Man muß sie ja vollkommen falsch informiert haben. Im Spiegel Online werden sie zitiert mit:
“Die bisherige “Überförderung” werde in der Bevölkerung nicht länger akzeptiert, sagte der Minister.”
Mir liegt folgende Umfrage von Forsa von 12/2009 vor:

Sie dürfen in dieser Grafik die Prozentsätze derjenigen die meinen die Förderung soll zurückgefahren werden nicht addieren. 
(Entschuldigung aber das ist Galgenhumor…)
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Dienstag, den 19. Januar 2010 von Erhard Renz
Unter dieser Überschrift zeigt Franz Alt mal wieder in aller Klarheit wie die weiteren rechtlichen Schritte sind, die von der Politik durchlaufen werden müssen. Den Sonnenfreunden unter uns bietet es die Chance weiterhin für eine bessere Novellierung des EEG’s zu streiten. Das werde ich auch in den nächsten Tagen tun. Nichts desto trotz muss ich sagen, daß es mir heute sehr schwer fällt diesen Kampf aufzunehmen. Dass ich es trotzdem probiere mag an meiner sturmerprobten Psyche liegen. Aber bevor man die Weichen für die Zukunft stellt sollte man genau Analysieren von wo wir gekommen sind und wo wir stehen.
Die Photovoltaik auf Hausdächern fand Anfang der 90ziger Jahren mit dem tausend Dächer Programm in Deutschland ihren Anfang. Fördergelder gab es in Höhe von 70% der Investitionskosten. Den produzierten Strom musste man selbst nutzen. Damals gab es zwei Deutsche Firmen (Modulhersteller die heute nicht mehr produzieren) die prompt die Preise für Photovoltaik erhöhten. Die Wechselrichter hatten damals noch Kinderkrankheiten und mussten öfter ausgewechselt werden. Mit den tausend Photovoltaikanlagen wurden keine Arbeitsplatz relevanten Dinge ausgelöst. Die bestehenden Fabrik Kapazitäten fackelten die tausend Dächer nach und nach ab.
Japan griff danach die Idee mit 70.000 Dächern auf. Daraus entstanden die heute noch agierenden japanischen Photovoltaikfirmen. Es geht also!
Erst im Jahr 2000 wurde durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) in Deutschland der Grundstein gelegt, daß die Photovoltaik aus der Öko Ecke in die Ökonomische Ecke wanderte. Das Ziel der rot/grünen Regierung war eine 7% Rendite auch den Photovoltaikanlagen Betreibern zu ermöglichen. Schließlich gönnen sich die traditionellen Energieversorger auch eine “ähnliche” Rendite (mindestens). Die Einspeisevergütung betrug damals je kWh 99 Pfennige plus ein KfW Darlehen mit 1,9% Zinsen. Der Zinssatz sieht heute nicht mehr allzu Spektakulär aus aber wichtiger war damals, dass eine Bank überhaupt ein Darlehen für Photovoltaik gab. Das Wort Photovoltaik war im Wortschatz der Bänker nicht vorhanden.
Aus diesem ökonomischen Ansatz (7% Rendite für Solarkraftwerksbesitzer) entwickelte sich eine enorme Industrie. Nicht die Konzerne investierten sondern der Bürger baut seine Energieversorgung auf sein eigenes Dach. Das EEG wurde in den Jahren 2004 und 2008 aufgrund der gemachten Erfahrungen weiterentwickelt. Der Siegeszug des EEG war nicht aufzuhalten und wurde in über 40 Länder übernommen. Allerdings in vielen Ländern nicht mit dem Erfolg wie in Deutschland. In einem Land jedoch ließ das landesspezifische EEG die Photovoltaik explodieren. In Spanien waren die Förderbeträge für Freilandanlagen so hoch, daß massenweise Investoren Megawattanlagen in die “Pampa” stellten. Da diese Anlagen vom Energieversorger genehmigt werden mussten waren die Vergabekriterien nicht gerade transparent und auch nicht zeitnah. Die Spanische Goldgräberstimmung für Photovoltaik Megawattfreilandanlagen benötigte natürlich mehr Module wie die Modulhersteller selbst herstellen konnten.
Konsequenz daraus, es wurden neue Fabriken gebaut. Diese Fabriken wurden mit Deutschen Maschinen ausgestattet denn Deutsche Maschinen sind Spitzentechnik in der Photovoltaikbranche. Leider investierten aber nicht Deutsche Energieversorger (warum nicht?) sondern es waren eher die Asiaten. Die Deutschen PV-Industrie (FDP aufpassen – Mittelstand) hatten ja noch “fast” neue Maschinen in Ihren Fabrikhallen stehen. (Dies ist eine Vereinfachte Darstellung der PV Geschichte!) Ausserdem fehlten den kleinen Deutschen Solarfirmen das nötige Kapital um ständig in neue Fabriken zu investieren und die alten schon abzuschreiben. Andere Betreiber von Kraftwerken fordern derzeit eine “Laufzeitverlängerung”! Photovoltaikfabriken sollen anscheinend nach 5 Jahren schon verschrottet werden…(Laufzeitverkürzung!)
In 2008 stoppte die spanische Regierung die üppigen Freilandvergütungen mit einem Deckel es dürfen nur noch vorher definierte Mengen installiert werden. Früher nannte man so was Planwirtschaft. Der spanische Markt brach ein und die Investoren zogen weiter. Derzeit werden sie in Italien gesichtet…
Anfang 2009 waren durch den Neubau vieler Photovoltaik Fabriken und dem Zusammenbruch des spanischen Marktes eine Überkapazität auf dem Welt-Markt vorhanden. Die Folge sind bis heute fallende Modulpreise. Die vielen Länder mit EEG schaffen es nicht die vorhandenen Kapazitäten aufzunehmen. Verschiedene Märkte scheinen auf dem Sprung zu sein nennenswerte Größenordnungen an Photovoltaikmodulen aufzunehmen. Der einzige nachhaltig funktionierende Markt Deutschland nahm in 2009 ca. 3.000 MW auf.
Die weltweite Politik schafft es also nicht trotz Klimaveränderung, Rohstoffknappheit und Abhängigkeit von wenigen Ländern eine zukunftsgerechte für alle verfügbare Energieversorgung zu organisieren.
Die Deutsche Politik reagierte bereits in 2008 prompt und reduzierte die Einspeisevergütung ab Januar 2009 bereits um 10%. Eine weitere Reduzierung der Einspeisevergütung ist bereits in Diskussion obwohl wir bis heute den 19. Januar noch keine einzige (schneebedingt!) Photovoltaikanlage mit der um 10% reduzierten Einspeisevergütung montiert haben.
Besonders dramatisch ist die Ankündigung bereits ab April eine weitere Reduzierung um ca. 16-18% vorzunehmen.
Bei uns Montagefirmen klingeln derzeit alle Telefone. Alle wollen eins – eine Photovoltaikanlage.
Das ist Klasse.
Aber sie wollen sie bis zum 31.3.2010. Obwohl es noch nichts schriftliches gibt von der Bundesregierung.
Was können wir tun? Wir können natürlich alle keinen Urlaub bis 31.3. nehmen. Wir können jeden Tag 10 Stunden arbeiten und das an sechs Tage die Woche. Das können wir. Wir würden es auch tun. Wenn genügend Material (Module und Wechselrichter) vorhanden sind. Da gibt es aber auch ein Problem die Wechselrichter sind derzeit knapp. Vielleicht eine Frage des Preises? Aber auch bei Wechselrichterhersteller dauert ein Tag nur 24 Stunden. Unsere Monteure können (bei gutem Wetter) auch nur an 10 Stunden montieren.
Fakt ist die Interessenten die bei uns anrufen werden immer gereizter und es ist zu befürchten, dass steigert sich noch. Vemutlich werden viele sich andere Installationsfirmen suchen und sicherlich auch oft an Anbieter geraten die wenig Erfahrung und “andere” weniger erprobte Module montieren. Die Qualität bleibt bei so einer politisch erzeugten Situation auf der Strecke. Jetzt verkauft jeder!
Wenn zum 1.4. die angedrohte Kürzung kommt stellt sich die Frage ob die Modulhersteller die Modulpreise entsprechend reduzieren können/wollen. Denn eines ist klar. Weder die Wechselrichterhersteller noch wir diejenigen die das System Photovoltaik auf dem Dach integrieren. Wir können keine weiteren 16 % reduzieren. Wir diskutieren grad wie wir die 10 % Reduzierung von vor 19 Tagen auf den Dächern gebacken kriegen.
Die Modulhersteller deren Strategie “kostengünstig” hieß, haben natürlich Vorteile. Wer sich mit Qualitätsprodukten einen Namen gemacht hat wird Probleme haben. Derzeit wird diese denkweise platt gesagt mit “Chinesische Hersteller profitieren” kommuniziert. Ob die “kostengünstigen” 20 Jahre das halten was die “Prospekt Theorien” versprechen wird die Zukunft zeigen. Ich kann mich da an eine Zeit erinnern da gab es Windkraft Prospekte mit ganz tollen Perspektiven.
Aber das alles ist nur die halbe Wahrheit.
Wer langfristig günstige Photovoltaik haben will der muß den Herstellern von Maschinen und Werkzeugen für PV einen Markt bieten. Wenn aber die jetzigen Qualitätsprodukte keinen Absatz mehr finden. Die Billiganbieter mit ihren Kapazitäten produzieren und liefern können. Dann muß mir mal einer sagen wer die nächste Generation an Maschinen und Werkzeugen bestellen soll. Jedenfalls nicht diejenigen Hersteller die bisher auf Qualität gesetzt haben.
Nach meiner Einschätzung sind das u.a. die Deutschen Hersteller gewesen. Wer sich die Aktienkurse anschaut wird sehen, daß die Börse dies bereits ähnlich einschätzt. Der Wert der deutschen Photovoltaikindustrie wurde gerade mit Gerüchten reduziert. Wenn die Bundesregierung tatsächlich solch eine Verschlechterung der Einspeisevergütung vornimmt enteignet sie die Deutsche Solarindustrie.
Das Wort Enteignung mag Herrn Röttgen nicht gern hören aber wenn die Aktien tief genug gefallen sind oder wenn die Firmen insolvent sind werden sich sicherlich Käufer finden. Da am Donnerstag die konventionellen Energieversorger nach Berlin kommen wird man sicherlich den umgekehrten Deal machen. Alte Abgeschriebene Technik wird vergoldet werden. Mit den Gewinnen aus den alten hochgefährlichen Kraftwerk werden die vier Aktiengesellschaften die maroden Photovoltaikfirmen von den Öko Pionieren aufkaufen. Dann wird man in der schwarz/gelben Koalition wieder zufrieden sein. Es ändert sich also nicht viel, nur die Besitzer wechseln. Endlich hat man die Ökos aus dem Geschäft draussen. Da die neuen Besitzer die Insolvenzmasse zum Schnäppchenpreis kaufen können auch Qualitätsmodule wieder zu günstigen Preisen angeboten werden und alles wird gut. Schließlich wußte schwarz/gelb schon immer dass diese Technik nicht für den kleinen Mann taugt sondern nur im industriellen Massstab entweder im Meer (Windkraft) oder in der Wüste (Solarenergie) betrieben werden kann.
“Es muß Schluß sein mit der romantischen Träumerei, als würde künftig jeder seine Energie selbst produzieren”. Danke Roland Koch und wenn Roland dann noch Hartz IV neu organisiert bekomm ich von ihm endlich eine ordentliche Arbeit.
Nein Danke Roland so darfs nicht weitergehen mit der Photovoltaik! Die Photovoltaikbranche gehört den Pionieren und nicht in die Hände der Zocker!
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Freitag, den 15. Januar 2010 von Erhard Renz
Wer Verantwortung trägt der muß sich auch bewußt sein was seine Entscheidungen oder auch nur Andeutungen/Ankündigungen auslösen. Die dpa schreibt Röttgen wolle zum April 2010 die Einspeisevergütung um 16 bis 17 Prozent kürzen. Ich muß erst mal intern einiges Regeln bevor ich zu den Konsequenzen die von den Mitarbeitern eines Systemintegrators getragen werden müssen etwas bloggen werde. Den Schock muß die Belegschaft erst verkraften.
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Donnerstag, den 14. Januar 2010 von Erhard Renz
Da wir momentan natürlich wie gebannt nach Berlin schauen und auf Infos zum Einspeisegesetz warten möchte ich mir das Hintergrundpapier des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZVB) anschauen.
Zum einen wird in den Medien immer nur die eine Forderung des VZVB tranpsortiert. Es gibt allerdings vier Forderungen.
1. Die 30% Reduktion
2. Zubau Prognose und Überwachung
3. Prognose Konsequenz
4. Energieintensive Unternehmen gleich behandeln
Punkt zwei und drei sind ja bereits im jetzigen EEG enthalten. Leider haben sich alle bei den Zuwachszahlen verschätzt, es muss also nur eine Anpassung dieser Parameter vorgenommen werden. Allerdings ist der Vorwurf an den BSW ungerechtfertigt denn die Mengenprognose wären eigentlich eine Aufgabe der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern. Im EEG 2004 stand bereits das dieses Anlagenregister eingerichtet werden soll. Wenn die Politik und die Energieversorger aber Ihre Arbeit nicht tun kann man dem BSW für seine zu niedrigen Prognosen nicht abstrafen. Vor allem weil der BSW nicht die Entwicklung in Spanien und daraus folgend die Preisreduzierung der Solarmodule weltweit erahnen konnte.
Ich möchte auch klar sagen, daß die 4. Forderung keine Resonanz in den Medien findet liegt daran weil dies momentan nicht in die allgemeine Hatz gegen die Photovoltaik passt. Wenn die Politik der Meinung ist, daß der einzelne zu viel an Kosten für Photovoltaik tragen muß könnte man ja diejenigen die viel Energie verbrauchen auch mehr für die Finanzierung rannehmen. Aber wie gesagt diese Forderung der VZVB liegt momentan nicht im allegemeinen Trend und wird deshalb verschwiegen. Die Forderung ist aber berechtigt.
Kommen wir zur Forderung eins der “einmaligen Reduktion der Einspeisevergütung von 30%”.
Der VZVB schreibt selbst die Preise für Module liegen zwischen 1,30 und 2,00 Euro je Watt die restlichen Kosten für Montage, Wechselrichter, Kabel, Zubehör und Netzanschluss liegen zwischen 0,80 bis 1,00 Euro. Leider nimmt der VZVB bei seiner Berechnung die Untergrenze von 2.200 Euro pro Kilowatt an. Was soll denn diese “Geiz ist Geil” Argumentation. Die gesetzliche Grundlage soll sich am niedrigsten Niveau orientieren.
Liebe Verbraucherzentrale wenn eure Beratung sich darin erschöpft den billigsten zu nehmen dann kann ich auch gleich zu den Billiganbietern gehen. Auch in der Photovoltaik hat Qualität und Leistung ihren Preis. Wer jetzt meint mit dem billigsten Angebot auch nach 20 Jahren das beste Geschäft gemacht zu haben der wird sich wundern.
Auch hier verweise ich gerne (zum x-ten mal) auf meinen ehemaligen Arbeitgeber (Daimler) der schon seit mehr als 100 Jahren mit Qualität auch höhere Preise verlangen kann. Es wäre also falsch wenn die Politik sich am billigsten orientiert weil dann in einigen Jahren sicherlich bei vielen Photovoltaikanlagen das Heulen und Zähneknirschen beginnen wird. Es gibt auch bei den Erneuerbaren Energien das Beispiel der Windenergie wo man zeitweise enorme Qualitative (Getrieb, Rotoren, Fundament) Probleme hatte. Qualität hat seinen Preis!
Deshalb finde ich es unredlich wenn der VZVB sich am “Spottpreis” orientiert. Er müsste im Sinne der Verbraucher den realistischen Qualitätspreis von 3.000 Euro bei kleinen Anlagen annehmen. Aber auch da muß ich einwenden, daß je kleiner die Anlage wird die “Einmalkosten” wie Beratung, Anfahrt, Gerüst und Planung nunmal anfallen und bezahlt werden müssen deshalb ja meine Forderung eine bis 10 kWp Klasse einzuführen.
Die Polemik des VZBV es gäbe eine “jahrelange Überförderung” ist natürlich falsch den jeder der sich mit PV beschäftigt weiß, daß diese Kostensenkungen erst aufgrund der hohen weltweiten Stückzahl in 2008 und 2009 realisiert werden konnten. Möglich waren die Kostensenkungen nur weil neue PV-Fabriken mit deutscher Technik (Achtung: Arbeitsplätze!) überall auf der Welt auch in China gebaut wurden. Wir verspielen aber unseren techn. Vorsprung in diesem Bereich wenn die weltweiten Stückzahlen einbrechen. Weltweit hohe Stückzahlen sind aber nur mit einem starken deutschen Markt möglich.
Auch der Hinweis des VZVB eine 6%igen Rendite für PV Anlagen Besitzer wäre ausreichend finde ich unverschämt solange die konventionelle Energiewirtschaft z.B. RWE eine Eigenkapitalrendite von 19,47% derzeit ausweist.
Wo bleibt da die Forderungen des VZVB?
Dünnschichtmodule in die Diskussion einzubringen ist natürlich auch Quatsch wenn wir über wertvolle Dachflächen reden. Wir sollten unsere Dächer mit Solarmodulen belegen die einen hohen Wirkungsgrad haben und Dünnschicht nur dort verwenden wo “vorbelastete Fläche vorhanden” ist. Schließlich “soll hinten” auch viel Strom in Deutschland durch Photovoltaik rauskommen!
Zum Schluß möchte ich auf den Börsenpreis von 5 Cent je kWh eingehen. Der VZVB geht zu Recht von einem steigenden Preis von 5% aus und kommt so auf einen durchschnittlichen Börsenpreis von 9 Cent in 20 Jahren. Mit der Realität hat diese Annahme nichts zu tun.
Für unser Photovoltaikkunden und auch den Verbrauchern spielt nämlich nicht der Börsenpreis sondern der Preis eine Rolle den unsere Kunden beim Energieversorger zahlen müssten. Dies sind momentan ca. 23 Cent je kWh. Dieser Preis wird natürlich auch um 5% in den nächsten 20 Jahren steigen. Oder glaubt jemand ernsthaft, daß die Netzkosten bleiben. Die Steuern werden sowieso prozentual aufgeschlagen es wird also eine Erhöhung der 23 Cent geben.
2010 – 23 Cent, 2011 – 24 Cent, 2012 – 25 Cent, 2013 – 27 Cent,
2014 – 28 Cent, 2015 – 29 Cent, 2016 – 31 Cent, 2017 – 32 Cent,
2018 – 34 Cent, 2019 – 36 Cent, 2020 – 37 Cent, 2021 – 39 Cent,
2022 – 41 Cent, 2023 – 43 Cent, 2024 – 46 Cent, 2025 – 48 Cent,
2026 – 50 Cent, 2027 – 53 Cent, 2028 – 55 Cent, 2029 – 58 Cent
und 2030 61 Cent.
Dass sind die Aussichten. Wer 2030 Strom kaufen will wird 61 Cent je kWh zahlen dürfen.
Aber unsere Kunden haben ja wenn sie 2010 eine Anlage ans Netz die Möglichkeit den Strom selbst zu verbrauchen und bekommen dann “nur noch” 22,76 Cent je kWh. Es wird für unsere Kunden also höchst attraktiv sein den Strom selbst zu verbrauchen. Für die Käufer von Strom bedeutet dies allerdings sie werden “nur” mit 22,76 Cent je kWh belastet und nicht wie VZVB berchnet mit 27 Cent je kWh. Die Inflation die ja auch erheblich sein wird (siehe Preissteigerungsliste) in 20 Jahren blendet der VZVB bei damit bei seiner Aussage 14 Milliarden aus.
Deshalb empfinde ich die Forderungen des VZVB als unseriös und nicht durchdacht an und bin mir auch sicher, daß die jetzige Bundesregierung genug betriebswirtschaftliche Fachkenntnis hat diese “Milchmädchenrechnung” zu entlarven.
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Mittwoch, den 13. Januar 2010 von Erhard Renz
Jetzt wurde mein offener Brief an die Verantwortlichen Politiker bezüglicher der Einspeisevergütung für Photovoltaik auch noch beim Solarserver veröffentlicht. Leider gibt es dort keine Kommentarmöglichkeit und es wurde auch kein Link auf den Blogbeitrag gelegt. Deshalb werde ich weiter auf eine “angeregte” Diskussion meiner Vorschläge warten müssen.
Erschreckend ist für mich allerdings schon die wenig dieser entscheidende Eingriff in die Photovoltaik Vergütung öffentlich diskutiert wird. Damit meine ich allerdings nicht die unwürdigen Berichte in SpOn oder die 30% Forderung des VZBV.
Ich würde mir einen offenen Austausch der Meinungen zu diesem Thema wünschen. Vielleicht wird ja nach dem Treffen der Branche mit Röttgen einiges öffentlich diskutiert.
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Mittwoch, den 13. Januar 2010 von Erhard Renz
Heute hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) Gespräche mit der Solarbranche über die zukünftige Photovoltaik Einspeisevergütung. Während ich mich mit vielen anderen auf sachlicher Ebene bemühe eine Regelung zu finden die allen gerecht wird sind andere mit der “Hau drauf” Methode unterwegs.
Allen voran hat man wieder mal jemanden gefunden, der nach einer “30%igen Senkung der Subvention” schreit. Zumindest hat die Berliner Zeitung diese Forderung in ihrer heutigen Ausgabe dem Bundesverband der Verbraucherschützer zugeschrieben. Auf der Homepage des Bundesverbandes finde ich diese Forderung allerdings nirgends? Dafür einen Artikel zum gescheiterten Kopenhagen Klimagipfel mit folgenden Aussagen:
“Jeder Tag, der ohne weitere verbindliche Reduktionsziele verstreicht, erhöht die Kosten für die Verbraucher. Denn sie tragen die Folgen des Klimawandels, etwa Schäden durch extreme Wetterereignisse”, kommentiert der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) Gerd Billen. Weiter wird H. Billen zitiert mit “Wenn Deutschland seinen CO2-Ausstoß bis 2050 bis zu 95 Prozent reduzieren will, sind erhebliche Investitionen in eine CO2-freie Stromerzeugung, in die Sanierung des Gebäudebestands und die Verkehrsinfrastruktur nötig.”
Es sind also genau gegenläufige Aussagen zu dem was in der Berliner Zeitung steht.
Noch toller treibt es Spiegel Online:
Der Bericht von Anselm Waldermann kratzt mal wieder alle möglichen Kommentare aus der Szene zusammen würfelt diese Aussagen wild durcheinander und bezichtigt die “Solarlobby würde bei Subventionen tricksen”.
Auf den Artikel gehe ich im einzelnen nicht ein. Der Redakteuer Anselm Waldermann ist schon einmal durch seine wilden Anhäufung von wirren Rechnungen unangenehm aufgefallen.
Ich störe mich am Begriff der “Solarschulden” die am linken Rand des Berichts “erläutert” werden.

Man beachte den Hinweis wer eine Photovoltaikanlage betreibt, darf seinen Strom “unabhängig vom tatsächlichen Bedarf” jederzeit ins Netz einspeisen. Lieber Schreiberling wer immer diesen Mist auch geschrieben hat. Von Photovoltaik haben Sie keine Ahnung. Solarstrom wird immer dann produziert wenn er auch gebraucht wird. Mir ist seit Anbeginn der Photovoltaik kein Zeitpunkt bekannt an dem die deutschen Photovoltaikanlagen mehr Strom produziert haben wie Zeitgleich verbraucht wurde. In den nächsten fünf Jahren brauchen Sie sich auch keine Sorgen machen dass diese Situation eintrifft.
Natürlich wird als Vergleich mal wieder die Energiebörsen Preis herangezogen. Hier wird er mit 8 Cent definiert 10 cm weiter oben auf der Homepage in der Rechnung (vermutlich Anselm Waldermann) sind es nur 5 Cent aber was sind schon 60% Differenz wenn man pauschal auf eine Branche eindreschen will.
Der Einfachheit halber habe ich die weiteren Texte einfach kopiert:
“Die Laufzeit
Die Solarvergütung ist für 20 Jahre garantiert. Das heißt: Eine Solaranlage, die heute installiert wird, verursacht auch in 20 Jahren noch Kosten. Diese langfristigen Kosten werden als “Solarschulden” bezeichnet.”
Selbst Google fragt nach ob ich nicht Steuerschulden meine. Dass diese Anlage in den nächsten 20 Jahren auch Strom produziert/liefert wird hier verschwiegen. Oder wenn schon ein Vergleich mit dem Börsenpreis angestellt wird wo bleibt die Einbeziehung der Klimaschulden und der Radioaktivitäts Bewachungsschulden bei konventionellen Stromerzeugern?
Unter der Rubrik “Die Kosten” verbirgt sich die Berechnung der Gesamtsumme, allerdings auch hier wieder mal ein Verweis auf die allseits als neutral bekannte RWI. ( Whuaahahaha)
“Der Schuldenberg
Bei den errechneten Solarschulden geht es nur um die bereits installierten Module. Jedes Jahr gehen jedoch weitere Solaranlagen ans Netz. Laut RWI wächst der Solarschuldenberg deshalb jedes Jahr um neun bis zehn Milliarden Euro.”
Ich fände es mehr als gerecht wenn Herr Anselm Waldermann sich schon mal auf den Weg macht und den Schuldenberg zu errechnen den wir uns aufladen wenn sich am 21.1. die vier Spitzen im Kanzleramt einfinden.
Mir würde es reichen wenn wir wüssten wie hoch die Atomschulden wären bei einem Jahr längeren Laufzeiten für Deutsche Atomkraftwerke. Natürlich inclusiver Folgekosten und Versicherung der alten Blöcke.
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Dienstag, den 12. Januar 2010 von Erhard Renz
Hoch ist natürlich relativ! Die Stiftung Warentest errechnet für Photovoltaikanlagen die 2010 gebaut werden eine Rendite von 7% und “In sonnigen Regionen Süddeutschlands und bei besonders günstigen Anschaffungskosten sind sogar zweistellige Renditen möglich”.
Die sieben Prozent sind keine “hohe Rendite” sondern eigentlich genau der Prozentsatz der von der Bundesregierung angestrebt wurde um den Investoren in Erneuerbaren Energien (Sonne, Wasser, Wind und Biomasse) eine angemessene Verzinsung zu gewähren. Nicht mehr und nicht weniger. Das EEG hat genau die 7% Rendite für alle Erneuerbaren Energien angestrebt. Ausgehend von einer 7%igen Rendite wurden die Einspeisevergütungen ermittelt. Deshalb gibt es z.B. für die hoch effiziente Windkraft an Land 9 Cent je Kilowattstunde und für Windkraft im Meer müssen 15 Cent je Kilowattstunde vergütet werden. Immer wird anhand der Investitionskosten eine 7%ige Rendite angestrebt.
Aus meiner früheren Tätigkeit (37 Jahre) in einem größeren Automobilkonzern (mit Stern ) im Rechnungswesen kann ich behaupten bei 7% Rendite investiert kein Großkonzern.
Deshalb war klar, daß die Invetitionen für Erneuerbare Energien von den Bürgern kommen mußte und sich die Großkonzerne zurückhalten werden. Jetzt wo man plötzlich merkt, die vielen kleinen Häuslebesitzer machen es tatsächlich. Sie investieren in Ihre eigene Stromerzeugung auf dem eigenen Dach. Jetzt plötzlich redet die Politik von einer über Subventionierung der Photovoltaik und beabsichtigt eine weitere Reduzierung der Einspeisevergütung durchzuführen.
Bei allem Verständnis, daß ich für eine Reduzierung bei großen Freilandanlagen hätte, die kleinen Anlagen brauchen auch zukünftig eine 7% Rendite. Es kann nicht sein, daß diejenigen Handwerksfirmen die bisher die Photovoltaik vorangebracht haben demnächst auf dem trockenen sitzen weil das Kleinanlagen Geschäft nicht mehr rentabel ist. Die logische Folge aus diesen Argumenten muß sein, daß Kleinanlagen bis 10 kWp keiner weiteren Degression zum 1.7.2010 unterzogen werden.
Mit 7% Rendite sind die Photovoltaikanlagen von Häuslebesitzer nicht über Subventioniert sondern eine angemessene Verzinsung. Schließlich reden alle von der Umgestaltung der Energieversorgung und dazu gehören Millionen kleine Photovoltaikanlagen auf den Dächern unserer Häuser. Deshalb wünsche ich allen Branchenvertretern und der Politik morgen Augenmaß bei Diskussion zur zukünftigen Photovoltaik Vergütung.
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Mittwoch, den 6. Januar 2010 von Erhard Renz
Ich möchte vom gestrigen Blogeintrag die drei Anregungen zur Photovoltaik Einspesevergütung in Kurzform darstellen.
1. Einführung einer Kleinanlagen Klasse bis 10 kWp
2. Sommerdegression
3. offener Mengendeckel
Begründungen:
1. Die derzeitige Klasse bis 30 kWp beinhaltet vom Einfamilienhaus bis zur Scheune eine große Spanne von Photovoltaikanlagen. Während beim Einfamilienhaus nur 50 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen sind es bei den 30 kWp Anlagen bis zu 300 Quadratmeter. Der Aufwand bei den “Extremen” Einfamilienhaus mit 5 kWp und der Scheune mit 30 kWp sind von der Beratung, Planung, Angebot, Fahrtkosten und Gerüstkosten gleich. Nur die Installationskosten und die Module sind “Größenabhängig”. Diese unterschiedlichen Aufwendungen führen durch die identische Einspeisevergütung zu gravierend unterschiedlichen Renditen. Deshalb der Vorschlag eine “Kleinanlagen-Einspeisevergütung” bis 10 kWp zu schaffen und diese Einspeisevergütung am 1.7.2010 nicht zu reduzieren das heißt bei 39,14 Cent zu belassen.
Genau die Photovoltaikanlagen bis 10 kWp werden auf den Häusern installiert in denen der Strom auch verbraucht wird. Es wäre ein fataler Fehler wenn wir diese Interessenten verlieren würden nur weil ausgerechnet bei Kleinanlagen sich eine Photovoltaikanlage nicht mehr rechnen würde.
2. Die Sommerdegression führt zu einem Installations Boom im Mai und Juni eines Jahres. Die Installations Situation am Jahresende wird entspannt. Im Sommer kann selbst bei hoher Nachfrage flexibel reagiert werden. Eine “kleine” Photovoltaikanlage kann “in einem Tag” installiert werden. Selbst wenn die Monteure mal Ausnahmsweise 10 Stunden montieren müssen. Dadurch werden Anfahrtskosten vermieden. Die Montagebedingungen sind weitaus besser wie im Winter. Dadurch kann eine sichere, kostengünstigere und qualitativ hochwertigere Photovoltaikanlage installiert werden.
3. Der offener Mengendeckel war ja bereits im alten EEG in Ansätzen zu erkennen. Allerdings nur für installierte Mengen bis 1.000 MW, bis 1.500 MW und darüber. Der vorgeschlagene offene Mengendeckel führt einfach die Idee nach oben weiter. Bei der bisherigen Abstufung ist man davon ausgegangen, daß durch die Installation von 500 MW die Kosten um 1% reduziert werden können. Diese Kostenreduzierung gilt natürlich auch dann wenn mehr als 1.500 MW installiert würden. Deshalb wäre es konsequent je 500 MW installierten Photovoltaikanlagen je 1% der Einspeisevergütung zu reduzieren.
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Mittwoch, den 16. Dezember 2009 von Erhard Renz
Die Bundesnetzagentur hat die 2007 durchschnittlich gezahlten Einspeisevergütungen veröffentlicht. Leider habe ich diese Mitteilung nicht mitbekommen und kann deswegen erst heute die Infos weitergeben. Bereits im Juli 2009 habe ich die 2006er Zahlen kommentiert.
Die 2006er Zahlen:

Die 2007er Zahlen:

In diese Durchschnittswerte laufen aus allen produzierenden Kraftwerke die tatsächlich produzierten kWh mit den tatsächlich gezahlten Vergütung ein. Da es das EEG bereits seit dem Jahr 2000 gibt, beeinflußen verschiedene Effekte den durchschnittlichen Wert. Durch die jährliche Degression ergeben sich sinkende Vergütungen für die neu installierten Anlagen. Bei der Biomasse kommt es zusätzlich auf die verschiedenen Bonusregeln an die erst seit dem EEG 2004 gezahlt werden. Natürlich spielen die Zubaumengen eine gravierende Rolle.
Die Steigerung von 0,1 Cent bei der Wasserkraft kann ich mir nur dadurch erklären, daß mehr Strom duch Kleinwasserkraftwerke produziert wurde wie im Vorjahr.
Die Steigerung von 1,29 Cent je kWh muss auf die unterschidlichen Boni zurückgeführt werden. Bis die Planer von Kraftwerken auf die veränderte Gestzgebung im EEG 2004 reagieren und bis diese Kraftwerke auf Volllast produzieren dauert natürlich. Das EEG wurde 2004 überarbeitet. Das könnte also passen.
Strom aus Klärgrubengas blieb konstant und Geothermie ebenfalls. Wobei die Geothermie von der Menge des produzierten Stroms noch immer vernachlässigt werden.
Die Windenergie reduzierte sich um 0.07 Cent je kWh was in etwa einem Prozent Peisreduktion entspricht. Damit nähert sich der durchschnittlich gezahlte Windstrom dem Preis des an der Strombörse gehandeltem Strom an.
Durch die 5%ige Degression und die hohen Installationszahlen reduziert sich natürlich für Photovoltaik die Durchschnitts Vergütung. Immerhin um 1,03 Cent je kWh ging die Vergütung nach unten. Dieser Wert müsste sich in den nächsten Jahren kontnuierlich nach unten bewegen. Denn 2010 wird ja für kleine Dachanlagen nur noch 39,14 Cent gezahlt. Dass muß ja den Schnitt drücken.
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