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Dienstag, den 28. Juni 2011 von Erhard Renz
Während wir die letzten Photovoltaikanlagen im ersten Halbjahr installieren bringt die Bundesregierung das EEG für 2012 in trockene Tücher. Da zu befürchten war, daß die Einspeisevergütung zum 1.7.2011 reduziert wird haben wir natürlich versucht möglichst vielen Kunden vor dem 1.7.2011 ihre Photovoltaikanlage zu installieren. Dass dieser Zeitdruck nicht nötig gewesen wäre war ja niemandem klar. Jedenfalls sind unsere Monteure momentan ganz schön ausgelastet. Unser Vertrieb natürlich auch, denn durch die Bekanntgabe des niedrigen Ausbaus in 2011 wird es zum 1.7.2011 keine Absenkung der Einspeisevergütung geben und viele unserer Interessenten haken derzeit nach. Die Beschäftigungslage ist also gut.
Diesen Moment nutzt natürlich mal wieder unsere Bundesregierung um Ihre nicht durchdachten Gesetzesänderungen durch die Instanzen zu peitschen. Gestern fanden die letzten Verhandlungsrunden zwischen Regierungsfraktionen (CDU, CSU und FDP) und den Ministerien statt. Heute werden von den Oppositionsfraktionen die Änderungsanträge verabschiedet. Morgen finden in den Ausschüssen die abschließenden Beratungen und die Abstimmungen statt. Im Plenum des Bundestages werden am Donnerstag die Gesetze vom Bundestag abschließend debattiert und in zweiter und dritter Lesung abgestimmt. Am Freitag darf sich dann der Bundesrat nochmal dazu äußern aber dies ist bereits “für die Katz” denn der Bundesrat ist nicht zustimmungspflichtig.
Die Bürgerbeteiligung ist auch für “die Katz”, denn wer will in den nächsten Tagen aktuell informiert sein? In jedem Gespräch müsste ich fragen hast du schon das neueste aus dem “xxx” Gremium gehört?
Nächste Woche wenn alles entschieden ist kann man sich das vermurkste EEG 2012 dann anschauen. Man kann dran “rummerkeln” und seinen Senf dazugeben.
Unter einer Demokratie verstehe ich was anderes!
Unter Bürgerbeteiligung auch.
Wer eine Energiewende weg von zentralen Kraftwerken hin zu dezentralen Kraftwerken wirklich will der muß die Bürger einbinden. Deshalb Frau Merkel ist Ihre Energiewende wie Sie sie momentan gestalten Scheinheilig und einer christlichen Partei unwürdig.
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Montag, den 27. Juni 2011 von Erhard Renz
Am Donnerstag den 30.6.2011 um 17 Uhr ist es wieder soweit. Bei Ralos in Michelstadt Unterer Hammer 3 gibt es die neuesten Informationen zur Photovoltaik. Ich werde in unserem Besprechungszimmer auf die aktuelle Vergütungshöhe eingehen. Als wir die Veranstaltung geplant haben, dachten wir die neuesten Vergütungssätze müssten wir bekanntgeben. Daraus wird nun nichts, denn die alten Vergütungen bleiben weiter gültig. Bis Ende des Jahres 2011 lautet die Einspeisevergütung 28,74 Cent je Kilowattstunde Photovoltaikstrom. Natürlich nur für die “kleinen” Photovoltaikanlagen bis zu einer Nennleistung von 30 kWp. In dieser Vergütungsstufe finden sich alle Einfamilienhäuser da für eine 30 kWp Photovoltaikanlage mehr als 200 Quadratmeter Dachfläche benötigt würden.
Was sich die Bundesregierung zum 1.1.2012 noch einfallen läßt wissen wir nicht. Schließlich weiß dies die Bundesregierung selbst nicht. Wir hoffen, dass bei den Beratungen noch die Belange der Solarbranche einfließen und das schlimmste verhindert wird.
Aber für das nächste halbe Jahr haben wir mal wieder Planungssicherheit. Da wir mit einer Absenkung der Vergütung gerechnet hatten, waren die Urlaubsplanungen für die Monteure in die zweite Jahreshälfte verschoben worden. Nichts desto trotz sind wir in der Lage Aufträge schnell umzusetzen. Für eine erste Information über die Photovoltaik eignet sich der Ralos Infoabend bestens. Ich freue mich wenn wieder viele zu uns finden und bitte Sie um eine kurze tel. Anmeldung unter der Telefon-Nr. 06061 – 9670 142
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Freitag, den 24. Juni 2011 von Erhard Renz
Gestern war ich in Schwenningen auf der Südwest Messe. Einer der Besucher sagte mir er hat kein Interesse an Photovoltaik “Weil es ja keine Förderung mehr gibt!”.
Na ja dann dürfte er auch kein Auto mehr kaufen…
Aber es zeigt wie schlecht der Informationsstand des Bundesbürgers immer noch ist. Die Einspeisevergütung wird zum 1.7.2011 nicht gesenkt. Dies bedeutet wer bis Ende 2011 eine Photovoltaikanlage baut erhält für die nächsten 20 Jahre eine Einspeisevergütung von 28,74 Cent je Kilowattstunde. Diese Förderung gibt es also weiterhin!
Am nächsten Dienstag bieten wir deshalb in Aschaffenburg in den Räumen unserer Niederlassung (Würzburger Straße 152) um 18 Uhr einen Informationsabend an.

Schauen Sie doch einfach vorbei uns stellen Sie Ihre Fragen an die Profis von Ralos. Wir haben schon mehr als 6.000 Photovoltaikanlagen realisiert und können einiges aus der Vergangenheit aber auch über die zukünftige Entwicklung erzählen. Wir können aber auch über Ihre individuelle Photovoltaikanlage reden, sie planen, sie montieren und anschließend ihre Photovoltaikanlage 20 Jahre lang begleiten.
Schauen Sie doch einfach mal vorbei.
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Montag, den 20. Juni 2011 von Erhard Renz
Auf den ersten Blick eine gute Nachricht die uns sicherlich die Beschäftigung im zweiten Halbjahr 2011 sichert. Aber bei genauerer Betrachtung muß man auch feststellen was die Bundesregierung mit Ihrer Einspeisereduzierung angerichtet hat. Gerade mal 700 MW Photovoltaikanlagen wurden von Januar bis April 2011 installiert. Im Vergleich zum Vorjahr sind das ca. 25% weniger installierte Solaranlagen. Das wahre Ausmaß wird sich erst noch zeigen wenn die Installationszahlen Mai und Juni 2011 veröffentlicht werden. Denn ich gehe davon aus, dass vor allem die fehlenden großen Freiflächenanlagen zu dem Installationsminus führten. Eine Energiewende sieht anders aus.
Während groß über den Atomausstieg diskutiert wird steigt die Bundesregierung klamm und heimlich aus der Solarenergie aus. Auch wenn einige Presseveröffentlichungen so tun als wäre die Null-Reduzierung eine aktuelle Aktivität der Bundesregierung um die Photovoltaik zu stützen. Nein die Null-Reduzierung ist die Folge eines “atmenden Deckels” der dem Photovoltaikhandwerk die Luft nimmt. Dieser “atmende Deckel” wurde vor fast einem Jahr beschlossen. Erst schwebte eine Reduzierung der Einspeisevergütung von 15% im Raum. Vor einem Monat noch meinte Herr Röttgen wir müssten mit einer Reduzierung von 6% rechnen. Die Realität sieht anders aus. Trotz Fukushima sind die Installationszahlen dramatisch zurückgegangen. Es zählt halt nicht die moralische Betroffenheit sondern am Schluß schaut jeder Investor auf die Rendite seiner Investition. Da hilft es auch nicht wenn privat Investoren mit weniger Rendite zufrieden sind wie Konzerne bei denen das investierte Geld in vier Jahren wieder in der Portokasse sein muß.
Unverfroren finde ich die Pressemitteilung der Bundesnetzagentur mit Erscheinungsdatum 16.6.2011.
“Mit den jetzt veröffentlichten Daten verschaffen wir allen Marktakteuren schnellstmöglich Klarheit, von welchen Vergütungssätzen für neue Solaranlagen sie zum 1. Juli 2011 ausgehen können.”
Wie bitte? Schnellstmögliche Klarheit?
Neu installierte Photovoltaikanlagen werden Online bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Der Meldeschluß für die Berechnung der Vergütungsreduzierung war der 31.5.2011 um 23:59 Uhr. Wir haben 39.000 Beschäftigte in den Photovoltaik Handwerksbetrieben die haben genervt auf die Reduzierungshöhe gewartet. Spätestens am Montag den 6.6.2011 hätte die Bundesnetzagentur die installierten Zahlen veröffentlichen müssen. Aller, aller spätestens zur Intersolar am 8.6.2011. Aber nein die Bundesnetzagentur braucht 16 Tage um eine Summe in einer Datenbank zu ermitteln. Es ist traurig wie wenig Rücksicht von der Politik und den Behörden auf die Branche genommen wird. Wir konnten keine Aufträge für nach dem 30.6.2011 generieren da die Kunden wissen wollten wieviel Vergütung sie zu erwarten haben. Bis wir wieder in einen vernünftigen Rhytmus von Anfrage/Angebot/Auftrag und Montage kommen wird einige Zeit vergehen. Aber dies interessiert die Politik nicht, die treiben ja schon die nächste Sau durch Dorf. Das EEG 2012 wird erneut alles durcheinander wirbeln. Nachhaltig geht anders!
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Dienstag, den 24. Mai 2011 von Erhard Renz
Es ist mal wieder so weit am Donnerstag den 26.6.2011 um 17 Uhr gibt es Informationen von den Profis zum Thema Photovoltaik.

In den Räumen von Ralos Michelstadt findet diese Infoveranstaltung statt. Wir nehmen uns gerne Zeit für alle Fragen rund um die Photovoltaik. Auch wenn die Einspeisevergütung ab dem 1.7.2011 noch nicht feststeht, so können wir mit Ihnen zusammen doch bereits alles vorbereiten um nach der Veröffentlichung der Einspeisevergütung zügig loszulegen. Vor dem 1.7.2011 sind unsere Monteure ausgelastet. Aber nach dem 1.7. stehen unsere erfahrenen Monteure wieder bereit.
Eines dürfte sicher sein, auch nach dem 1.7. wird Photovoltaik wirtschaftlich für Dachbesitzer sein. Vor allem die immer interessanter werdende Eigenverbrauchsvariante wird von den Kunden mehr und mehr verlangt. Wo sonst kann man sich auch seinen Strompreis auf zwanzig Jahre sichern? Nur durch den Bau einer Photovoltaikanlage bleibt der Preis des selbst produzierte und selbst verbrauchte Strom auf zwanzig Jahre stabil. Also merken Sie sich den Termin vor und noch besser melden Sie sich telefonisch schon mal an unter 06061/9670 142 aber natürlich sind Sie auch herzlich willkommen wenn Sie spontan bei uns vorbeischauen.
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Donnerstag, den 12. Mai 2011 von Erhard Renz
…und keiner weiß wie hoch die Einspeisekürzungen sein werden.
So langsam sind die Montagekapazitäten bis zum 30.6.2011 verplant und wir machen uns Gedanken wie wir unsere Monteure ab dem 1.7.2011 beschäftigen. Wir würden gerne bereits Kunden ansprechen und Ihnen ein Angebot abliefern. Zu jedem Angebot gehört aber eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Dazu benötigen wir aber die Vergütungssätze ab dem 1.7.2011…
Ob es 3%, 6%, 9%, 12% oder sogar 15% weniger Einspeisevergütung gibt kann derzeit keiner sagen. Im Kaffeesatz kann man natürlich lesen. Abschätzen auch. Aber eine seriöse Kalkulation kann derzeit keiner abgeben!
Schließlich macht es schon einen Unterschied ob unsere Kunden die nächsten 20 Jahre 27,88 Cent, 27,02 Cent, 26,15 Cent, 25,29 Cent oder nur 24,43 Cent für jede produzierte Kilowattstunde erhalten.
Wenn ich für eine 5 kWp nur je 900 kWh auf 20 Jahre ansetze bekommt der Kunde im besten Fall (27,88 Cent) 25.090 Euro für seine 90.000 Kilowattstunden Strom oder aber im schlechtsten Fall nur 21.986 Euro vergütet. Das sind mehr als 14% Differenz oder auf das installierte kWp gerechnet 600 Euro in 20 Jahren!
Der Regierung sind solche Probleme natürlich fremd. Sie sitzt beim Kaffeekränzchen Ethikrat und läßt sich vom Betriebsrat des AKW Biblis ethische Geschichtchen erzählen.
Ich weiß, es ist eine gewisse Verbitterung die aus meinen Sätzen rauszulesen ist, aber wir haben eigentlich was anderes verdient. Die Solarbranche hat alle Versprechungen gehalten. Wir haben viel mehr und viel schneller umgesetzt was nötig war und wenn wir nicht ständig Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommen könnten wir noch einiges mehr. Uns hat Frau Merkel nicht im Ethikrat zu Wort kommen lassen wobei unser handeln schon immer einer besonderen Ethik unterworfen war…
Was wir wollen sind klare Vorgaben um rechtzeitig unseren Kunden ein seriöses Angebot machen zu können. Wenn diese Vorgaben nicht rechtzeitig kommen, können wir unseren Jahresurlaub gleich antreten und uns in sechs Wochen wieder dem Verkauf von Photovoltaikanlagen widmen.
Ich glaube jedenfalls nicht, dass es zu viel verlangt ist wenn wir von der Politik solche langfristigen Rahmenbedingungen erwarten.
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Mittwoch, den 20. April 2011 von Erhard Renz
Am Donnerstag den 28.4.2011 laden wir wieder zum Infoabend nach Michelstadt ein. Unsere monatliche Infoveranstaltung beginnt um 17 Uhr in unserem Besprechungszimmer Michelstadt, Unterer Hammer 3. Es wäre nett wenn Sie sich zur Veranstaltung tel. unter 06061/9670-142 anmelden könnten. Ist aber keine Voraussetzung.

Wir befinden uns momentan im Endspurt um die Montagekapazitäten bis zum 30.6.2011. Die Bundesregierung beabsichtigt ja zum 1.7.2011 die Einspeisevergütung zu reduzieren. Leider wird die Reduzierungshöhe frühestens im Juni 2011 endgültig festgelegt. Wir wissen deshalb noch nicht wie hoch die Vergütung ab 1.7.2011 sein wird. Im Extremfall könnte eine Reduzierung um 15% anstehen.
Aber all diese Infos wird es an diesem Infoabend geben und wer sich schnell entscheidet dem können wir noch die Photovoltaikanlage vor dem 1.7.2011 installieren. Da wir uns im kleinen Kreis unterhalten, gehe ich gerne auf die spezifischen Fragen ein.
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Mittwoch, den 23. März 2011 von Erhard Renz
Die Bundesnetzagentur hat die “endgültigen” Zahlen für 2009 in Ihrem EEG Statistikbericht veröffentlicht. Im Bericht werden die Ertragsdaten aus Erneuerbaren Energien detailliert dargestellt. Auf zwei Spezifika möchte ich heute hinweisen.
Zum einen der durchschnittlich gezahlte Einspeisevergütungssatz der für die verschiedenen Techniken gezahlt wird. Dieser durchschnittliche Wert reduzierte sich nur bei der Photovoltaik. Bei allen anderen Techniken gab es eine (leichte) Erhöhung.

Dieser Effekt entsteht durch die gravierenden Kostensenkungen und die hohen Stückzahlen die in den letzten Jahren bei der Photovoltaik realisiert wurden. Jede neu gebaute Photovoltaikanlage reduziert den durchschnittlichen Einspeisevergütungssatz denn momentan liegt die maximale Vergütung “nur” noch bei 28,74 Cent je Kilowattstunde. Sollten diese Entwicklungen beibehalten werden, dann kommt die Photovoltaik immer näher an die Vergütungssätze der anderen Erneuerbaren Energien ran.
Völlig neu sind die veröffentlichten Zahlen zum Eigenverbrauch. Da diese Möglichkeit, den Solarstrom selbst zu verbrauchen, erst seit dem 1.1.2009 besteht sind dies, die ersten veröffentlichten Zahlen.

Die 69 MW verteilen sich auf ca. 7.000 Photovoltaikanlagen (s. folgende Grafik) und haben damit eine durchschnittsgröße von ca. 10 kWp. Da ca. 3.800 MW in 2009 neu installiert wurden wären dies noch nicht einmal 2% der Photovoltaikanlagen die den Eigenverbrauch nutzten. Dieser Prozentsatz wird sich in 2010 sicherlich stark erhöhen. Denn inzwischen sind die Vorgaben der Energieversorger deutlicher und die wirtschaftlichkeit der Investition eines zusätzlichen Zählers weitaus attraktiver wie bisher. Die EEG Vergütung von 892 TEUR entspricht der Einspeisevergütung von 18 Cent im Jahr 2009 bei einem Photovoltaikstrom Eigenverbrauch von 4.954 MWh.
Überraschend für mich ist der bereits in 2009 hohe Anteil von Photovoltaikstrom Eigenverbraucher die über einen Eigenverbrauchsanteil von 30% kommen. Obwohl es in 2009 dafür noch keinen finanziellen Anreiz gab.

Da wird es in 2010 spannend wie sich das Verhältnis bei einem finanziellen Anreiz verändert. Auf jeden Fall merken wir inzwischen eine erhöhte Nachfrage nach Photovoltaikanlagen mit der Option des Eigenverbrauchs.
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Dienstag, den 22. März 2011 von Erhard Renz
Gestern hat die Bundesnetzagentur die Photovoltaik Zubauzahlen für 2010 veröffentlicht. Mehr als 7.400 MW Photovoltaikleistung wurde in 2010 neu auf die Dächer gebracht. Damit hat sich der Zubau von 3.800 MW im Jahr 2009 fast verdoppelt. Damit sind 17.300 MW Photovoltaikleistung insgesamt installiert. Wie bereits gestern geschrieben liegt die Rekord Stromproduktion derzeit bei ca. 11.000 MW und deckt damit ca. 20-30% des Strombedarfs zur Mittagszeit ab.
Trotzdem sind die Ausbauzahlen bei weitem nicht so hoch wie von einigen angekündigt. Ich verweise da auf Dr. Holger Krawinkel, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V der im letzten Jahr eine 30% Reduzierung der Einspeisevergütung forderte. Er faselte von 10.000 MW Zubau in 2010 und einem EEG Zuschlag von 4-5 Cent je kWh.
Inzwischen wird klar, dass dieses ganze Geschwätz zu einer viel zu hohen EEG-Umlage von 3,5 Cent je kWh geführt hat. Anscheinend hätten 2,7 Cent je kwh gereicht. Aber den Herren Lobbyisten von der anderen Fraktion ist ja nichts zu peinlich. Mal locker um 40% verschätzen und sich als Solarexperte verkaufen.
Was das ganze hin und her der Photovoltaikförderung bewirkt hat kann man sich an den Jahreszubau Statistiken ansehen. In 2009 war der Anstieg des Zubaus kontinuierlich gestiegen.

Die ganz niedrigen Zahlen im Januar und Februar sind den Anfangsschwierigkeiten der Bundesnetzagentur geschuldet. Damals gab es noch Schwierigkeiten die Anmeldeformulare zu bekommen. Ähnliches ist mit den Dezember Zahlen zu passiert. Da werden auch die Nachzügler aus dem ganzen Jahr nachgemeldet. Aber ansonsten eine schöne steigende Kurve.
In 2010 war alles anders:

Auch hier gab es jeweils vor den Kürzungsterminen (Juli und Januar 2011) eine Meldeflut. Die Dezember Meldedaten waren aber niedriger wie die Dezember Zahlen 2009. Unterjährig wurde auf hohem Niveau montiert.
Was aus den Zahlen der Bundesnetzagentur noch hervorgeht sind die durchschnittlichen Leistungs Werte der Photovoltaikanlagen.

Die sind nämlich kontinuierlich bis auf ein Niveau von ca. 30 kWp gestiegen. Auch hier gibt es den Vergütungs Effekt, dass große Solarparks anscheinend immer erst auf den letzten Drücker fertig gebaut werden.
Die Anzahl hat sich von ca. 160.000 neu installierten der Photovoltaikanlagen im Jahr 2009 auf 250.000 im Jahr 2010 erhöht. Welch eine Macht von Stromproduzenten. Hoffentlich bleibt der Ausbau auf diesen hohen Zubauzahlen.
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Mittwoch, den 23. Februar 2011 von Erhard Renz
Wie die Bundesregierung vor einigen Wochen bekannt gab, wird die Einspeisevergütung für Solarstrom schon zum 1. Juli 2011 gekürzt und nicht wie geplant erst zum 1. Januar 2012. In welchen Umfang gekürzt wird, hängt davon ab wie viel Anlagenleistung 2011 in Deutschland ans Netz gehen. Es wird erfasst, wie viele Anlagen zwischen März und Mai 2011 gebaut werden, dann wird für eine Ganzjahresprognose hochgerechnet. Bis zu einem erwarteten Zubau von 3,5 GWp greift die vorgezogene flexible Kürzung jedoch nicht und tritt erst zum 1. Januar 2012 in Kraft.
Liegt die Zubau-Prognose für 2011 über 3,5GWp beträgt die Kürzung ab dem 1. Juli 2011 3%, übersteigt der Zubau 4,5 GWp wären es 6%. Bei mehr als 5,5 GWp Zubau für 2011 sinkt die Einspeisevergütung um 9%, ab 6,5 GWp um 12% und ab 7,5 GWp neuinstallierter Anlagenleistung um 15%.
Für die Zeit ab dem 1. Januar 2012 wurde eine Senkung der Einspeisevergütung um zusätzliche 9% vereinbart. Sollte sich jedoch die vom Zeitraum März bis Mai ausgehende Prognose als nicht korrekt erweisen, werden die 9% zum Jahresanfang 2012 nach unten oder oben angepasst.
Wer von der höheren Einspeisevergütung profitieren möchte. Der muss die Anlage noch vor dem 1. Juli 2011 in Betrieb nehmen um mit der Vergütung vor dem Stichtag zu liegen.
Die garantierte Einspeisevergütung ist dann ab 1. Januar 2012 für 20 Jahre festgeschrieben. Der Betreiber profitiert aber doppelt von einer frühen Inbetriebnahme. Erstens erhält er eine höhere Vergütung. Zweitens wird die Betriebszeit in 2011 nicht auf die 20 Jahre angerechnet – man erhält also fast 21 Jahre garantierte Vergütung.
Um die Anlage noch vor dem 1. Juli 2011 ans Netz zu bringen, sollte man rechtzeitig mit der Planung beginnen. Dann bleibt auch genug Zeit für die Montage und Anschlusslegung sowie dem Papierkram wie Finanzierung, Steuer und Versicherung.
Besonders attraktiv kann die Nutzung von Solaranlagen für den Eigenverbrauch sein. Dabei spart man Kosten für herkömmlichen Strom (den man bisher gekauft hat) und profitiert unter Umständen zusätzlich durch die Netzeinspeisung der überschüssigen Energie.
Also nix wie ran und schnell bei uns gemeldet am besten Online.
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Mittwoch, den 2. Februar 2011 von Erhard Renz
Nachdem heute sich die Minsiter von Frau Merkel geeinigt haben ab 1.7.2011 erneut “außerplanmäßig” die Einspeisevergütung zu kürzen möchte ich zumindest ein paar ungereimtheiten anmerken. Die nachhaltige Gesetzgebung unser aller Regierung hat somit gerade mal ein halbes Jahr gehalten…
Warum wird eigentlich in dem Gesetz eine fiktive Jahres Zubauprognose ermittelt? Die Vergütungskürzung soll doch an dem mengenmäßigen Ausbau der Monate März bis Mai 2011 gekoppelt sein. Es wäre doch einfacher und ehrlicher zu sagen wenn in diesen Monaten “nur” 1.125 MW (Ein Viertel von 4.500 MW) installiert werden wird die Vergütung auch “nur” um 3% gekürzt. Bei 1.375 MW werden 6% gekürzt etc.
Wir ersparen uns dann eine Multiplikation und es wird auch nicht der Eindruck erweckt es wären “schon wieder” fünf, sechs oder sieben GW Photovoltaik installiert worden.
Der Unions-Fraktionsvorsitzende Michael Fuchs meint sogar die Photovoltaik “sei in Deutschland keine effiziente erneuerbare Energie”. Ich meine dagegen es gibt in Deutschland kein einziges “effizientes” Kohlekraftwerk und schon gar nicht ein “effizientes” Atomkraftwerk. Ob es ein einziges “effizientes” Auto in Deutschland gibt müsste ich mir noch in Ruhe überlegen.
Der Bananenminister von der FDP hat das EEG immer noch nicht verstanden. Die EEG Vergütung wird nur für produzierte Kilowattstunden gezahlt. Wenn die erneuerbaren Energien für produzierten Strom 13 Milliarden in einem Jahr erhalten dann ist dies schon ein Unterschied zu seinem “Orangen und Bananenvergleich”. Zumindest auf Freiflächen wachsen in Deutschland weder Orangen noch Bananen. Eine Vergütung für Deutsche Bananen macht schon deshalb keinen Sinn weil diese Vergütung niemand nutzen könnte, weil hier die krummen Dinger nicht wachsen. Wenn man in Deutschland aber auf 8 qm Solarmodule verlegt, dann produzieren diese Solarmodule in jedem Jahr ca. 950 Kilowattstunden Strom.
Wenn wir aber eine “Orangen und Bananen” Situatiion hätten wäre der Ertrag bei Null Kilowattstunden und wir bekämen keine Vergütung.
Herr Brüderle es wird Zeit, dass Sie sich mal das EEG erklären lassen.
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Dienstag, den 25. Januar 2011 von Erhard Renz
Was in Deutschland mit Gesetzen nicht verhindert werden kann, soll jetzt über die EU verhindert werden. Die EU-Kommission fordert verstärkte Kooperation und verspricht dem Bürger 10 Milliarden Einsparung. Man müsse nur an einem Strang ziehen. Der schwäbische EU Energiekommisar Günther Öttinger fordert eine “gemeinsame Infrastruktur” sonst drohe eine “Energiearmut”.
Energiearmut könnte nur entstehen wenn wir keine Sonne mehr in Deutschland hätten. Dann würde uns enorm viel Energie fehlen. Wenn ein paar Leitungen oder Speicher fehlen dann muß noch lange keine Energiearmut ausgerufen werden. Ab so sind die Rufer der alten Energien immer eine Drohung parat wie schrecklich es sein wird ohne den rundum sorglos Tarif der Energiekonzerne. Dass genau diese Konzerne bei den Bürgern keinen Rückhalt mehr haben merken die EU-Politiker anscheinend nicht. Es geht nicht nur um Geld sondern auch um andere Werte wie man derzeit in Hanau sehen kann.
Ein dicker Hund ist aber der Spruch bei Spiegel Online:
“Das führe unter anderem dazu, dass einige Märkte – wie beispielsweise die Solarenergie in Deutschland – überfördert würden und die Entwicklung anderer Märkte bremsen.”
Die Solarenergie ist in Deutschland also überfördert und bremst die Entwicklung anderer Märkte?
Es ist doch merkwürdig, dass ausgerechnet in dem “überförderten Deutschland” die Einspeisevergütung am niedrigsten ist! Auf diesen Umstand habe ich bereits im August 2010 hingewiesen.

Inzwischen wurde die Vergütung ja bereits auf 27,84 Cent je kWh reduziert. Das europäische Geschwätz zielt natürlich nicht auf die Einspeisevergütung sondern auf den Deckel der in fast allen Ländern vorgegeben ist. Unter einem Deckel entwickelt sich aber der Preis nicht so dynamisch nach unten wie mit unserer Deutschen Einspeisevergütung.
Wir deutschen Solarunternehmen stehen ständig in Konkurenz zu unseren Mitbewerbern. Nur wer Qualität zu einem vernünftigen Preis liefert bekommt die Aufträge. Wer viele Aufträge bekommt schafft neue Arbeitsplätze und expandiert.
Bei einem Deckel wird die Planwirtschaft erfüllt, nach und nach abgearbeitet sowie das Plansoll aufs Jahr verteilt und die Montagekapazität dem Kunden huldvoll zugeteilt. So was mag in den Bürobunkern bei der EU sich toll anhören mit der Praxis hat dies nichts zu tun. Die aufstrebende Photovoltaikbranche hat andere Visionen von einer umweltfreundlichen dezentralen Energieversorgung die den Menschen Energiereichtum bringt und nicht den Ministern Pöstelchen im Hochhaus bei Kaffee und Keksen.
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Sonntag, den 23. Januar 2011 von Erhard Renz
ums Netz oder im Original “Battle of the grids” ein neuer Greenpeace Report leider in englisch…
Leider gibt es nicht nur um das Netz sondern auch um die Kraftwerke (zentral oder dezentral) eine Schlacht. Reduziert auf das notwendige kann man den Konflikt auf die Frage wer macht zukünftig das Geschäft mit der Energie die Konzerne oder der Bürger. Mir wäre es lieber die Bürger kümmern sich selbst um ihre Energie. Bei der “Flat Rate” Versorgung durch die Konzerne kann ich mir keine effiziente Versorgung vorstellen.
Leider verläuft die “Schlacht” mit ungleichen Mitteln. Auf der einen Seite die großen Konzerne mit ihrer riesigen Geldmacht auf der anderen die ehrenamtlich engagierten und die kleine Branche der Erneuerbaren Energien. Bei der aktuell diskutierten Kürzung der Einspeisevergütung wird dies mal wieder deutlich.
Greenpeace hat gemeinsam mit dem technischen Institut “energynautics” zwei Netzausbau-Szenarien erarbeitet und stellt fest: Das Optimum liegt zwischen beiden Optionen.
Low Grid
* Wie? Hoher Anteil dezentrale Energien, wenig Solarstrom-Import aus Nordafrika
* Vorteil? Geringere Netzkosten
* Nachteil? Höhere Stromerzeugungskosten
High Grid
* Wie? Hoher Anteil an Solarstrom-Importen aus Nordafrika
* Vorteil? Geringere Stromerzeugungskosten
* Nachteil? Höhere Netzkosten
Im Low Grid Szenario soll in Deutschland bis 2050 auf 146 GW installierter Leistung ausgebaut werden. Im High Grid nur auf 61 GW Photovoltaik. Umgerechnet auf Zubau pro Jahr wären dies beim High Grid nur 1 GW oder gut 3 GW beim Low Grid Szenario. In 2010 haben wir ca. 7 GW Photovoltaik installiert für 2011 wird momentan kräftig im Kaffeesatz gelesen. Während FDP Politiker (wie immer) vollkommen daneben liegen und von einer boomenden Solarbranche phantasieren relativieren diejenigen die das Ergebnis auch liefern müssen. Udo Möhrstedt von IBC Solar AG meint der Zubau sollte 2011 bei ca. 6 GW liegen ähnlich positioniert sich die SMA die Ihre Umsatzzahlen von 17-20 GW in 2010 auf 15-20 GW in 2011 reduziert für Deutschland aber keine konkrete Prognose geben. Also auch der Weltmarktführer bei Wechselrichter geht von keinem Wachstum aus.
Mit 6 GW jährlichem Wachstum würden wir selbst das Low Grid Szenario von Greenpeace sprengen. Die High Grid Installations Menge von 61 GW könnten wir bereits 2018 erreicht haben. Es ist also klar langfristig können wir auf diesem Installationsniveau nicht agieren. Kurzfristige Reduzierungen würden aber zu massiven Entlassungen im Handwerk führen. Da wir einen Preisverfall haben müssen die Photovoltaikfirmen ihre verkaufte/installierte Menge um den gleichen Prozentsatz steigern um zumindest den Umsatz zu halten.
Oder wir verlagern die Installation von großen Photovoltaikanlagen (MW-Anlagen) auf die Haus und Hof Photovoltaikanlagen die beim Handwerk sehr Personal Intensiv sind. Dazu muß die Wirtschaftlichkeit bei Kleinstanlagen aber erhalten bleiben. Siehe uralt Forderung in diesem Blog “Einführung einer bis 10 kWp Vergütungsklasse”.Viele kleine Photovoltaikanlagen bedeuten viele Hausbesitzer die sich mit dem Thema Energie befassen die in Folge weitere Energieeffizienz Massnahmen durchführen. Große Anlagen bedeuten es kümmern sich ein paar Investoren um die Einnahmen, Ertrag und Umsatz aber nicht um das Thema Energie.
Wer die Einspeisevergütungen immer nur prozentual reduziert der verkennt den Effekt der Preissenkungen bei Solarmodulen. Die Module sind immer noch der Haupt Kosten Bestandteil an einer Photovoltaikanlage. Da bei den Modulen auch die Kostenreduzierungen erzielt werden kann bei Großanlagen die Reduzierung der Einspeisevergütung besser verkraftet werden wie bei den Kleinanlagen. Bei den Kleinanlagen sind die fixen Kosten wie Beratung, Anfahrt, Gerüst und Verwaltung inzwischen ein großer Faktor.
Aber diese Kleinanlagen sind ja politisch (CDU/CSU/FDP) nicht gewollt. Während Greenpeace Szenarien berechnen läßt trinken die Konzerne mit Angelika Merkel Kaffee. Lieber sind diesen Parteien große Photovoltaikanlagen die Ihren Klientel in die Hand spielen. Das “High Grid”, um Solarstrom aus der Wüste von den Konzernen in unsere Häuser zu leiten und die Pöstchen die es bei diesen Konzernen zu besetzen gibt.
Die Schlacht um die Zukunft unserer Energieversorgung läuft im vollen Gange. Es wird drauf ankommen wie die Bürger sich selbst in dieses Thema einbringen. Es geht um die Frage dezentrale Energien von den Bürgern oder zentrale Erneuerbare Energien von den Konzernen. Nicht mehr und nicht weniger. Entscheidet selbst!
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Freitag, den 21. Januar 2011 von Erhard Renz
in den Monaten März, April und Mai die gleiche Menge an Photovoltaikanlagen installiert würden wie im Jahr 2010? Um wieviel Prozent würde die Einspeisevergütung zum 1.7.2011 reduziert werden?
Na das ist eigentlich leicht zu errechnen. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht ja die angemeldeten PV-Anlagen. Demnach sind 2010 im März 331 Megawatt (MW), im April 454 MW und im Mai 573 MW installiert worden. In Summe wären dies 1.358 MW auf eine theoretische Jahresmenge hochgerechnet ergibt dies 5.432 MW Photovoltaikleistung.
Mit den Kürzungsvorschlägen von H. Röttgen ergäbe sich eine 6% Kürzung zum 1.7.2011.
Da es bei den Meldungen an die Bundesnetzagentur unterjährig aber immer “Überhänger” gibt glaube ich an eine höhere Anzahl installierter Photovoltaikanlagen. Mit “Überhänger” meine ich am Monatsende bereits fertiggestellte Photovoltaikanlagen die noch nicht angemeldet wurden und erst im Folgemonat gemeldet werden. Bei einer Einspeisereduzierung gibt es diese Überhänge natürlich nicht. Jeder meldet seine Photovoltaikanlage sofort an!
Anhand den 2010er Zahlen müsste man also von einer 9% Reduzierung ausgehen. Bei den kleinen Anlagen wäre dies eine Reduzierung von bisher 28,74 Cent je kWh auf 26,15 Cent je kWh.
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Mittwoch, den 19. Januar 2011 von Erhard Renz
Die nachhaltige Politik von CDU/CSU und FDP hat gerade mal ein halbes Jahr funktioniert. Erneut stellt die Politik fest, dass sie von Photovoltaik eigentlich keine Ahnung hat. Die letzte Kürzungsdebatte dauerte ja ca. ein halbes Jahr und wurde dann Rückwirkend im Juli 2010 zum 1.7.2010 beschlossen.
Jetzt (6 Monate später!) soll bereits zum 1.7.2011 wieder eine außergewöhnliche Reduzierung erfolgen. Abgesprochen mit der Solarbranche Solarlobby und der Solarindustrie. Da mit mir keiner diese Kürzung besprochen hat und ich mich auch nicht vom BSW vertreten fühle gehöre ich wohl eher zur Solarmafia. Dr. Joachim Pfeiffer ein Bundestagsabgeordneter der CDU hat es nach mehr als 3 Monaten geschafft HEUTE auf meine Frage zu antworten. Ich werde mich noch intensiv mit der ausführlichen Antwort von H. Pfeiffer beschäftigen. Aber vorab möchte ich feststellen er entschuldigt sich nicht für das Schimpfwort “Solarmafia” und so muß ich auch hinnehmen, daß der BSW-Verein mit 800 Mitgliedern als die “Solarbranche, Solarlobby und Solarindustrie” in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Ich frag mich nur wo die mafiösen Strukturen wirklich sind…
Wenn die Politik schon keine Ahnung von Photovoltaik hat, sollte sie sich die Mühe machen mit den betroffenen zu reden oder ihr sogar zuzuhören. Ich gebe zu wir haben in der “Solarbranche” keinen der für alle spricht. Wir haben viele Organisationen die jeweils für maximal ein paar tausend Mitglieder spricht. Bei der Windenergie ist dies anders die zentrale Kompetenz für Windenergie ist im Bundesverband Windenergie (BWE) konzentriert. Die Photovoltaikbranche benötigt immer dringender solch einen Branchenverband der für alle spricht. Der BSW tut es nicht, er vertritt gerade mal 800 Unternehmen…
Von der Bundesregierung könnte ich allerdings auch erwarten, daß ausser dem stupiden reduzieren von Einspeisevergütungen eine intelligente Weiterentwicklung des EEG bei Photovoltaik stattfindet.
Zwei Beispiele möchte ich dazu anführen die von mir schon seit längerem hier im Blog andiskutiert wurden. Im Blog finden sich zwar noch weitere Ideen die ebenfalls diskutiert werden könnten wenn die Bundesregierung ein ehrliches Interesse an einem fairen weiterentwickeln des EEG’s hätte.
Im Dezember 2010 hatten wir den von mir schon oft befürchteten Schneeeinbruch mitten in der Jahresendralley. Warum wird die Kürzung der “geplanten” Einspeisevergütung immer noch auf das Jahresende festgelegt? (Sommerdegression)
Warum wird nicht wie bei der Windenergie nach der Produktion einer definierten Strommenge die Anfangs Vergütung abgesenkt? Bei der Windenergie geschieht dies seit Jahren!
Aber Photovoltaik verstehen und für die Energieversorgung der Zukunft die Weichen stellen, da findet sich leider kein Personal bei der jetzigen Bundesregierung.
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Montag, den 17. Januar 2011 von Erhard Renz
Bei den momentanen Diskussionen der Kosten für Erneuerbaren Energien und im speziellen den Kosten für die Photovoltaik werden gerne die Merhrkosten der nächsten 20 Jahre genannt. Ich möchte heute mal den Spieß umdrehen und mir allein die Gewinne der großen deutschen Stromkonzerne anschauen.

Es mag ja sein, daß Konzerne Gewinne machen müssen. Ob allerdings in diesen Dimensionen darf gerne diskutiert werden. Vor allem wenn ich mir jetzt die Gewinne aus 2009 auf die nächsten 20 Jahre hochrechne komme ich auf über 460 Milliarden Gewinne für die Aktionäre dieser drei Aktiengesellschaften.
Nur wenn man sich diesen Dimensionen bewußt ist kann man die theoretisch ermittelten Mehrkosten zwischen der Photovoltaikvergütung und dem Börsenpreis einordnen. Wobei dieser Vergleich natürlich ein Äpfel mit Birnenvergleich ist. Der Photovoltaikstrom fällt bei den meisten der 700.000 Photovoltaikanlagen in Deutschland mitten im Stadtgebiet an und wird über das städtische Netz in der näheren Umgebung verbraucht. Es ist aber auch nicht einzusehen, daß der Strompreis der an der Börse zu erzielen ist bereits von irgendwelchen Kaffeesatzlesern für die nächsten Jahre vorhergesehen werden könnte. Hier verweise ich mal wieder gerne auf den momentanen Stand des Ölpreises.

Im Januar war der Ölpreis noch nie so hoch wie in 2011 und die Zukunft läßt nichts gutes ahnen. Der Ölpreis zieht den Kohlepreis nach sich und dieser die Strompreise an der Börse. Wenn die Strompreise an der Börse steigen dann dauert es wiederum einige Zeit bis dies sich auf die Endverbraucherpreise auswirkt. Auf jeden Fall wird momentan diese Preis-Steigerungs-Kette wieder angworfen.
Die Differenz zwischen Strombörse und Einspeisevergütung für Erneuerbare Energien wird dann geringer werden. Ob dann die Politik auch reagiert wage ich zu bezweifeln.
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Mittwoch, den 1. Dezember 2010 von Erhard Renz
Die Photovoltaik ist eine “neue” Technik um Strom zu produzieren. Klar es gibt den Photovoltaischen Effekt schon mehr als 50 Jahre aber zur Produktion von Strom im Großen Stil wurde die Photovoltaik erst in den letzten Monaten wahrgenommen. Zumindest von denen die bisher die Photovoltaik als Spielerei angesehen haben.
Diese Technik unterscheidet sich aus technisch zu den anderen Erneuerbaren Energien. Bei allen Erneuerbaren Energien wird eine Drehung erzeugt. Mit Wind, Wasser oder Biomasse wird durch technisches “Zubehör” Energie aufgefangen und in Drehung (z.B. Turbine) gebracht. Dies sind aber “uralte” Techniken die schon lange am Markt zu finden sind. Die Photovoltaik dagegen erzeugt durch “aufgearbeitetem Sand und Sonnenstrahlen Strom”. Direkt und ohne weiteren Firlefanz.
Es ist deshalb verwunderlich wenn die Photovoltaik mit anderen Erneuerbaren Energien oder sogar den konventionellen Energien verglichen wird. Photovoltaik ist Neuland! Photovoltaik hat deshalb auch noch Einsparpotentiale. Aber die Photovoltaikentwicklung schläft nicht sondern sie ist hoch Innovativ. Ich möchte dies gerne mit drei Grafiken verdeutlichen.
Die EEG Vergütung für Windstrom und Photovoltaik habe ich von 2004 bis 2011 in Cent je Kilowattstunde Strom aufgetragen. Als Orientierung habe ich noch den Strompreis den die Endkunden seit dieser Zeit zahlen mit aufgeführt.

Es ist klar erkenntlich, die Photovoltaik wurde seit 2004 um 50% (Die Hälfte) günstiger. Die Windenergie dagegen steht bedingt durch die Verteuerung von Rohstoffe (z.B. Stahl) fast noch auf dem gleichen Wert wie 2004. Der Verkaufspreis des Stroms dagegen wurde in diesen Jahren um 30% erhöht.
Im nächsten Bild hab ich die Einspeisevergütungen von Wind und Solar bis 2015 aufgetragen.

Bis 2015 wurde die Vergütung für Windenergie schon festgelegt. In jedem Jahr wird die Vergütung um 1 % reduziert. Die Photovoltaik wurde nur bis 2012 festgelegt. Da eine Grundreduzierung von 9% im EEG sowie ein “atmender Deckel” mit zusätzlich bis 12 % festgelegt wurde muss bei dem starken Ausbau ab dem 1.1.2012 mit einer erneuten 21% Reduzierung gerechnet werden. Danach habe ich eine 13% Reduktion eingerechnet. Wobei dies absolute Kaffeesatzleserei ist. Erkenntlich wird aber die ganz andere Entwicklung der Photovoltaik gegenüber der Windenergie. Die Windenergie wurde zwar immer größer effizienter und technisch ausgereifter. Die Basis der Windenergie ist aber eine traditionelle Technik mit Stahlbau und Turbinen. Die Photovoltaik dagegen ist neu und entsprechend sind noch Einsparungen auf allen Ebenen zu finden. Es ist auch kein Ende der Kostenreduktion absehbar.
Wenn ich jetzt noch den Strompreis linear bis 2015 ansteigen lasse:

Dann wird klar die Photovoltaik wird zukünftig keine Förderung in Form von erhöhter Einspeisevergütung benötigen sondern nur ein Zugangsrecht zum Netz. Dies gilt zumindest für Photovoltaikanlagen auf Dächern unter denen auch Stromverbraucher leben. Die werden versuchen den Strom selbst zu nutzen. Dies ist auch der zweite Unterschied von Photovoltaikanlagen zu den “konventionellen” Erneuerbaren Energien. Photovoltaik kann auf dem eigenen Dach Strom produzieren. Weder Wind, noch Wasser, noch Biomasse (außer Holzfeuer) sind dazu geeignet und benötigen immer einen Transport vom Kraftwerk zum Verbraucher. Dies kann bei der Photovoltaik identisch sein.
Auf jeden Fall dürfte jetzt mal mit dem Vorurteil die Photovoltaik würde nicht günstiger werden aufgeräumt sein. Oder gibt es da noch Zweifel?
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Montag, den 29. November 2010 von Erhard Renz
Nachdem für die meisten Photovoltaikunternehmen die Aufträge für das Jahr 2010 “über” Dach und Fach sind werden die ersten sorgenvolle Blicke nach 2011 geworfen. Die Spekulationen in welcher Größenordnung der Zubau an Photovoltaik in 2011 erfolgen wird, sind breit gestreut. Es werden Zahlen von 3.500 MW bis 10.000 MW gehandelt.
Der Bundesverband Solarwirtschaft hat ja bereits demutsvoll verkündet ab 2012 nur noch 3.000 bis 5.000 MW jährlich zubauen zu wollen. Ich will mehr. Die CDU anscheinend auch.
Denn wie soll man die erneute Diskussion um eine weitere Sondersenkung der Einspeisevergütung ab Juli 2011 sonst deuten? Wer vier Monate nach der letzten beschlossenen Sonderkürzung der Einspeisevergütung erneut eine Diskussion auslöst hat von Photovoltaik anscheinend keine Ahnung!
Ich sage voraus, es wird dank der CDU Propaganda einen erneuten Photovoltaik Boom in 2011 geben. Das Politik Geschwätz der CDU wird uns die verunsicherten Interessenten erneut in Scharen zuführen. Immer die Angst im Nacken die CDU senkt die Vergütung so stark ab, daß Photovoltaik auf “meinem” Dach nicht mehr rentabel ist. Diese Politik ist nicht nachhaltig. Kein Mensch, keine Firma und keine Branche kann sich alle vier Monate auf eine andere Gesamtsituation einstellen. Wenn die CDU dann endlich erkannt hat, daß ihr Geschwafel über zu hohe Förderung das genaue Gegenteil wie gewünscht auslöst wird der “Deckel” für Photovoltaikanlagen kommen.
Es wird nur noch eine bestimmte Menge an EEG geförderten Photovoltaikanlagen geben. Sollte sich solch ein Deckel tatsächlich am politischen Himmel abzeichnen würde ein weiterer Kurzfrist-Blitz-Boom uns erreichen. Damit wäre erneut die gewünschte Reduzierung des Ausbaus von Photovoltaik von der Politik nicht erreicht worden. Die panische Angst der CDU vor der Photovoltaik wird deshalb wohl in einer ganz kurzfristig angesetzten Kürzung der Photovoltaik münden. Dies zu den aktuellen Solarphilosophien der CDU.
Bevor mir wieder irgendwelche Rechnungen präsentiert werden wie teuer Photovoltaikstrom sein soll, möchte ich eine andere Sicht der Photovoltaik “Vergütung” ansprechen. Der rücklaufende Stromzähler. Diese einfache Art der Stromvergütung für Photovoltaik könnte viele “Subventionsvorwürfe” entkräften. Photovoltaikstrom wird zu Zeiten produziert an denen der Strom wertvoll ist. Täglich um die Mittagszeit werden die höchsten Strompreise an der Börse gezahlt. Wenn zu diesen Zeiten die Photovoltaikanlagen mehr Strom produzieren wie im Haus benötigt wird dann geht der Strom in das öffentliche Netz und wird als “Gutschrift” über den normalen Strom Zähler gezählt. Abends wenn die Photovoltaikanlage keinen Strom produziert nehme ich mir Strom (meinen Photovoltaik Strom) aus dem Netz und bekomme diese Kilowattstunden an meiner Gutschrift abgezogen. Um diese Zeit wird der Strom zu weitaus niedrigeren Kosten als zur Mittagszeit gehandelt.
Diese Art der Verrechnung von Photovoltaikstrom hätte einen gewissen Charme und wäre auch nicht gerade unattraktiv:

Ich habe dieses Modell mal in einem Excel dargestellt. Der Ertrag von ca. 950 kWh mit der 2011 Einspeisevergütung von 28,74 Cent ergibt über 20 Jahre Einnahmen in Höhe von 5.661.78 Euro. Der Strompreis der für den selbst genutzten Strom zu bezahlen ist würde sich in der gleichen Zeit auf die gleiche Summe addieren wenn jährlich der Strom um einen halben Cent teurer würde. In den letzten 10 Jahren gab es allerdings eine Verteuerung um je einen Cent! Ausserdem hätten die Betreiber von Photovoltaikanlagen bei dem rücklaufenden Zähler auch nach 20 Jahren schon eine Regelung die gerecht wäre.
Wenn die CDU jetzt tatsächlich die Vergütung von 28,74 Cent adäquat reduziert dann kommt die Photovoltaik in eine Größenordung in der sie tatsächlich günstiger ist wie der eingekaufte Strom. Es wird in dieser Variante also auch zu einem Ausbau der Photovoltaik kommen. Nur wenn man der Photovoltaik die vorrangige Einspeisung in das Stromnetz verweigert, wird der Boom der Photovoltaik zu stoppen sein. In allen anderen Fällen wird sich die Photovoltaik in einem Volumen durchsetzen wie es sich momentan kein Politiker der CDU oder FDP vorstellen kann. Es ist wie bei Stuttgart 21 oder dem Atomausstieg die Politik muß endlich erkennen was die Bürger wollen.
Wir brauchen endlich eine Politik die akzeptiert, daß der Photovoltaikstrom eine Größenordnung erreicht die im Energiemix zu berücksichtigen ist. Die anderen Marktteilnehmer müssen dies zur Kenntnis nehmen und ihre Kraftwerke auf diese Gegebenheit anpassen. Wir reden davon schon zehn Jahre. Wenn andere dies noch nicht gemerkt haben wird es an der Zeit, daß sie die wahren Energieprobleme erkennen.
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Montag, den 18. Oktober 2010 von Erhard Renz
Es ist soweit!
Sie wollen uns platt machen.
Die dena wird vorgeschickt um die nächste Kampagne gegen Photovoltaik einzuleiten. Nachdem Schwarz Gelb seit der letzten Wahl eine Reduzierung der Einspeisevergütung nach der anderen durchzieht, wird jetzt auch noch die Planwirtschaft für Photovoltaik von der dena propagiert.
Schauen wir uns als erstes die Einspeisereduzierungen an:
Ausgangspunkt Dezember 2009 gab es 43,01 Cent je kWh. Diese Vergütung wurde im Januar um 9% auf 39,14 Cent, im Juli um 13% auf 34,05 Cent und im Oktober auf 33,03 Cent je kWh reduziert. Im Januar 2011 wird nochmals um 13% auf 28,74 Cent je kWh reduziert. Von Dezember 2009 – zum Januar 2011 wird der Ertrag einer Photovoltaikanlage um ein Drittel reduziert. Wenn wir die Einspeisevergütung von 2004 von 57,40 Cent je kWh betrachten haben wir die Kosten tatsächlich um 50% reduziert.
Es kann uns also keiner vorwerfen wir könnten keine Kostenreduktion vorweisen. Wir haben uns redlich bemüht diese neue Technik kostengünstiger zu machen. Erst vor kurzem habe ich den Effekt der Photovoltaik zum wiederholten male dokumentiert. Was versäumt wurde ist die Entwicklung von Speicher. Genauer gesagt von Kurzzeitspeicher. Man könnte auch sagen die Elektromobilität wurde bewußt verhindert.
Aber die dena sieht das anders. Die Oberschlafmütze der dena, Kohler meint man müßte den Ausbau der Photovoltaik auf ein zehntel des Ausbaus 2010 zurückfahren. Anstatt, daß er seinen gestreiften Schlafanzug auszieht und tatsächlich mal Energieeffizienz und kleine Energiespeicher pusht schwätzt er vom bremsen des Photovoltaikausbaus.
Hat der Kohler schon was von Klimaveränderung, von Knappheit der Ressourcen und Kosten der konventionellen Energien gehört? Wer da im Jahr 2010 noch vom bremsen des Ausbaus Erneuerbare Energien redet gehört in die Wüste geschickt um dort Solaranlagen zu bauen.
Wenn wir in 2010 ca. 9 Gigawatt Photovoltaik installieren, dann bedeutet dies die Spitzenleistung von ca. 6-7 Atomkraftwerken. Dies könnten wir auch in den kommenden Jahren installieren. Wir können in Kombination mit regelbaren Kraftwerken den Umbau zu einer dezentralen Energieversorgung schneller bewerkstelligen wie es sich jeder “dena Mitschläfer” träumen kann. Dazu müssen aber auch die anderen Techniken schneller werden. Wir brauchen Batterien oder andere Stromspeicher. Wir müssen Atomkraftwerke abschalten und intelligente Zähler und Netze installieren. Da es derzeit keine Interessenten gibt die mit ihren Milliardeneinnahmen diese Technik voranbringen müssen es die Bürger tun. Es muß eine Nachfrage nach Energieautonomie kommen. Jeder Bürger ist gefordert seine eigene Energieautonomie anzustreben. Mit Photovoltaik auf dem Dach kann man mehr Strom produzieren wie im Haus selbst verbraucht wird. Damit dies funktioniert werden Speicher gebraucht. Diese Speicher werden nur entwickelt wenn wir mutig voranschreiten und unser veraltetes Energiesystem umstellen auf dezentrale Energieversorgung. Dann profitiert auch “der kleine Mann”.
Aber “der kleine Mann” oder der Hartz IV Empfänger wird ja auch schon gegen die Photovoltaik aufgebracht. Da werden die kurzfristigen Mehr-Kosten für Photovoltaik gegen die Hartz IV Erhöhung aufgerechnet. Kein Wort von der letzten Finanzkrise die viele dieser Menschen erst in den Ruin getrieben haben. Kein Wort von unnötigen Boni für Banker/Konzerne die Zahlen von A nach B schieben und dafür Geld bekommen.
Eines der größten Probleme dieser Welt wird die Energieversorgung in Zukunft sein. Die Photovoltaik liefert dazu zukünftig den wichtigsten Beitrag. Wir in Deutschland sind auf dem besten Weg zu zeigen wie mächtig die Solarenergie ist. Wir sollten der Welt beweisen wie es möglich ist und diese Technik in Zukunft exportieren. So wie es bei der Windenergie schon der Fall ist. Laßt uns lieber Unternehmerisch handeln als uns eine Planwirtschaft von den dena Schläfern verschreiben zu lassen. Wir sind das Solarvolk!
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Montag, den 11. Oktober 2010 von Erhard Renz
Es gibt Blogartikel die schreib ich mit einem gegrumel im Magen. Schon seit Tagen schiebe ich die Einspeisevergütungen für 2011 vor mir her. Heute kann ich mich dazu durchringen die dramatisch reduzierten Photovoltaikvergütungen ab dem 1.1.2011 nieder zu schreiben.
Die Bundesregierung hat ja den “atmenden Deckel” beschlossen der ab einer installierten Leistung von 3.500 MW greift. Bis 3.500 MW würde um 9% die Einspeisevergütung abgesenkt wenn der Deckel überschritten wird senkt sich die Einspeisevergütung um ein weiteres Prozent. Das maximum was die Bundesregierung an Kürzung angedacht hatte waren 13% wenn mehr wie 6.500 MW installiert wurden.
Da die Branche die Kürzung rechtzeitig kennen muß hat sich die Politik überlegt man könnte doch die Installationszahlen der Monate Juni, Juli, August und September nehmen und mal drei multiplizieren und schon hat man eine Jahresinstallationszahl. Jetzt hatten wir im Juni 2010 einen Supermonat mit 2.120 MW. Der Juli brachte 670 MW und der August 360 MW alles Installationszahlen von der Bundesnetzagentur. Damit sind nach drei Monaten bereits 3.150 MW installiert. Multipliziert mit drei ergibt es bereits jetzt 9.450 MW und damit die höchstmögliche Photovoltaikreduktion von 13% für das Jahr 2011.
Ich kann die ketzerische Frage einfach nicht unterdrücken. Wenn die Politik der Meinung ist die Einspeisevegütung müsste um ein Prozent gekürzt werden, wenn in Deutschland 1.000 MW mehr installiert wird, warum gibt es dann eine Höchstreduktion von 13 Prozent? Wenn hinter dieser 1 Prozentkürzung ein Fünkchen Sinn wäre, müsste bei einer installierten Leistung von mehr als 6.500 MW auch weiter gekürzt werden. Natürlich konnte sich keiner eine höhere Installation von 6.500 MW vorstellen. Dank dieser Unterschätzung sind uns 17% Reduktion erspart geblieben.
Mit was wir im nächsten Jahr allerdings zu kämpfen haben sind folgende Vergütungssätze. Gültig ab dem 1.1.2011
Photovoltaikanlagen an oder auf Gebäuden (Dach, Fassade) bei Netzeinspeisung
28,74 Cent bis 30 kWp
27,34 Cent ab 30 kWp
25,87 Cent ab 100 kWp
21,56 Cent ab 1.000 kWp
Wenn der Strom von diesen Anlagen selbst verbraucht wird dann wird allerdings nur bei Anlagen bis 500 kWp dies als Eigenverbrauch vergütet. Es gibt zwei Vergütungsstufen. Eigenverbrauch bis 30% des produzierten Stroms und über 30%. Damit versucht die Politik weiterhin den Eigenverbrauch attraktiv zu gestalten.
PV Anlagen bis 30 kWp bis 30% 13,93 Cent je kWh über 30% 17,62 Cent je kWh*
PV Anlagen ab 30 kWp bis 30% 12,56 Cent je kWh über 30% 16,26 Cent je kWh*
PV Anlagen ab 100 kWp bis 30% 11,14 Cent je kWh über 30% 14,84 Cent je kWh*
PV Anlagen bis 30 kWp bis 30% 12,36 Cent je kWh über 30% 16,74 Cent je kWh*
PV Anlagen ab 30 kWp bis 30% 10,96 Cent je kWh über 30% 15,34 Cent je kWh*
PV Anlagen ab 100 kWp bis 30% 9,49 Cent je kWh über 30% 13,87 Cent je kWh*
*Ich bitte den Fehler zu entschuldigen die richtigen Werte habe ich korrigiert. Der Eigenverbrauch wird abgeleitet von der Einspeisevergütung. Beim Eigenverbrauch bis 30% der Gesamtstromproduktion werden 16,38 Cent von der Einspeisevergütung abgezogen bei über 30% nur noch 12 Cent je kWh.
Freiflächenanlagen werden in zwei verschiedenen Klassen gefördert.
Konversionsflächen, versiegelte Flächen dazu gehören z.B. Mülldeponien erhalten 22,08 Cent je kWh
Gewerbegebiete, auf baulichen Anlagen und an Verkehrswegen (Straße und Bahn 110 Meter bis Abstand) erhalten nur noch 21,11 Cent. Alle diese Zahlen sind zwar noch nicht veröffentlicht aber aufgrund der Zubauzahlen Juni, Juli und August schon absehbar.
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Samstag, den 7. August 2010 von Erhard Renz
Eigentlich haben wir am Anfang des Jahres genug über die Einspeisevergütung geschrieben und diskutiert. Es bleibt aber nicht aus, dass auch in Zukunft diese Förderung per Gesetz diskutiert werden muss. Ich möchte deshalb heute mal die europäische Situation darstellen.
Die Photovoltaik benötigt gerade in den Industrieländern noch die Förderung durch eine Einspeisevergütung. In Entwicklungsländern rechnet sich die Photovoltaik bereits. Allerdings fehlt dort die Infrastruktur um einen Ausbau der Photovoltaik zu erreichen. Mit Infrastruktur meine ich es fehlen Banken, Handwerker, Versicherungen und natürlich auch das Geld für die Investition in die PV und anschließend noch in die elektrischen Geräte. Leider wird in den Industrie Ländern der Vergleich von alten abgeschriebenen Kraftwerken mit neuen Photovoltaikanlagen immer wieder vorgenommen. Ebenso werden die massiven Subventionen der scheidenden Energien schlichtweg unterschlagen oder die Folgekosten als “natürlich” hinnehmbar angesehen. Ganz anders die Photovoltaik. Es ist die Kosten ehrlichste Energie. Um eine Nutzung in den einzelnen Industrie-Länder zu erreichen ist deshalb eine Förderung politisch notwendig.
Der Solar Förder Verein (SFV) hat in seinem neuesten Solarbrief eine Statistik veröffentlicht.

Darin kann man klar erkennen in Deutschland wird bereits jetzt mit 34,05 Cent je kWh am wenigsten für eine Kilowattstunde Strom gezahlt. In der Grafik ist noch der veraltete Wert von 32,88 Cent je kWh. Es steht zu befürchten, dass am 1.1.2011 nur noch 28,74 Cent je kWh vergütet werden soll. Damit wäre Deutschland endgültig weg von allen anderen Vergütungen die Europaweit gezahlt werden!
Noch dramatischer wird die Situation wenn man bedenkt, dass die Einstrahlungswerte bekanntlich in Deutschland keine Extremwerte sind. Um dies darzustellen habe ich die Einstrahlung von einem Tool der Europäischen Commission genutzt. Diese Werte sind natürlich keine Durchschnittswerte sondern nur Anhaltspunkte.

Auch hier liegt Deutschland am unteren Ende der Statistik. Wenn ich z.B. Griechenland nehme die momentan 40% mehr vergüten und eine 40%ig höhere Einstrahlung haben ist klar, dass dort mehr für Solarmodule gezahlt werden kann. Die Modulhersteller werden also versuchen Ihre Kontingente in diese Länder zu verkaufen. Natürlich zu höheren Preisen. Nur die Module die dort nicht abzusetzen sind werden sie nach Deutschland liefern.
Deutschland punktet derzeit nur mit seiner hervorragenden Photovoltaik Infrastruktur. Hier gibt es Banken die Photovoltaik finanzieren, Versicherungen die Photovoltaik versichern, Behörden die Photovoltaikanlagen genehmigen, Hausbesitzer die Photovoltaik bauen, Hallenbesitzer die Ihre Dächer für Photovoltaik verpachten, Installateure die Photovoltaik installieren.
In vielen europäischen Länderns sind diese Voraussetzungen noch nicht gegeben.
Ich kann nicht einsehen, dass wir diesen Vorsprung den wir uns in Deutschland hart erarbeitet haben wieder abgeben sollen. Wir müssen weiterhin schnellstmöglich die Photovoltaik ausbauen zusammen mit den anderen Erneuerbaren Energien. Die Steuerung dieser natürlichen Energien wird der nächste Zukunftsmarkt und es gibt derzeit keine besseren Voraussetzungen wie in Deutschland diesen Markt zu entwickeln.
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Sonntag, den 11. Juli 2010 von Erhard Renz
Da kürzt man uns die Einspeisevergütung zusätzlich um 13 % und so ein Schreiberling feiert den Solar Lobbyismus!
Lieber Schreiberling wir haben in Deutschland 500.000 Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Tausende von Arbeitsplätze geschaffen. Hunderttausende Darlehen laufen. Hunderttausende Versicherungen laufen. Das sind keine Lobbyisten sondern Menschen die ihre Arbeit machen. Wir brauchen keine Lobbyisten anzustellen wir sind so viele dass man uns Ernst nehmen sollte.
Leider tut es die Regierung nicht!
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Samstag, den 10. Juli 2010 von Erhard Renz
Es hilft nix, die Kürzung der Einspeisevergütung für Photovoltaik wurde beschlossen mit all ihren Unstimmigkeiten und Unzulänglichkeiten. Wir müssen uns damit abfinden. Was ab dem 1. Juli 2010 gilt habe ich hier mal zusammengestellt.
Photovoltaikanlagen an oder auf Gebäuden (Dach, Fassade) bei Netzeinspeisung
34,05 Cent bis 30 kWp
32,39 Cent ab 30 kWp
30,65 Cent ab 100 kWp
25,55 Cent ab 1.000 kWp
Wenn der Strom von diesen Anlagen selbst verbraucht wird dann wird allerdings nur bei Anlagen bis 500 kWp dies als Eigenverbrauch vergütet. Es gibt zwei Vergütungsstufen. Eigenverbrauch bis 30% des produzierten Stroms und über 30%. Damit versucht die Politik den Eigenverbrauch attraktiv zu gestalten.
PV Anlagen bis 30 kWp bis 30% 16,50 Cent je kWh über 30% 20,88 Cent je kWh
PV Anlagen ab 30 kWp bis 30% 14,89 Cent je kWh über 30% 19,27 Cent je kWh
PV Anlagen ab 100 kWp bis 30% 13,21 Cent je kWh über 30% 17,59 Cent je kWh
Freiflächenanlagen werden in zwei verschiedenen Klassen gefördert.
Konversionsflächen, versiegelte Flächen dazu gehören z.B. Mülldeponien erhalten 26,16 Cent je kWh
Gewerbegebiete, auf baulichen Anlagen und an Verkehrswegen (Straße und Bahn 110 Meter bis Abstand) erhalten nur noch 25,01 Cent.
Diese Werte gelten vorerst mal bis zum 30.9.2010 danach wird um 3% reduziert aber dazu später mehr heute werden erst mal die Kürzungen zum 1.7.2010 betrauert.
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Mittwoch, den 7. Juli 2010 von Erhard Renz
Wir leben ja in einer Demokratie und wenn ein Gesetz beschlossen wird könnte ich sicherlich erwarten, dass über dieses Gesetz im Parlament öffentlich debattiert wird. Nun haben wir erlebt, dass Norbert Röttgen am 20. Januar 2010 zum ersten mal von einem dramatischen Eingriff in die Einspeisevergütung gesprochen hat. Danach gab es viele, viele öffentliche Äußerungen von vielen Politikern und in vielen Medien. Der Umweltausschuß hörte sich sogenannte Experten an. Am 6.5.2010 gab es eine EEG Debatte bei der es auch kurioses zu berichten gab. Der Bundesrat meinte er müsste das Gesetz vom Bundesrat “verbessern” und setzte eine Arbeitsgruppe ein. Diese Arbeitsgruppe tagte nichtöffentlich und es wurde eine wundersame Gesetzesänderung geboren.
Über diesen wundersamen Vorschlag wird der Bundestag in seiner 55. Sitzung am morgigen Donnerstag den 8.7.2010 zwischen 9.00 – 22.55 Uhr beschließen. Allerdings hat diese Sitzung bereits 39 Tagesordnungspunkte die 23 Seiten Papier allein für die Tagesordnung beanspruchen. Unser Anliegen “Gesetz zur Änderung des Erneuerbaren Energien Gesetz” wird in dieser Tagesordnung allerdings “ohne Debatte” auf Seite 24 angekündigt.
Der Bundesrat hat am Freitag den 9.7.2010 um 9:30 seine 873. Sitzung und beschließt unter Tagesordnungspunkt 82 (in Worten Zweiundachtzig!) das Gesetz zur Änderung des Erneuerbaren Energien-Gesetzes. Als einziger Redner wird dort Prof. Dr. Wolfgang Reinhart (CDU) aus Baden Württemberg gelistete.
Ohne mich auf Details jetzt einzulassen empfinde ich diese Änderung des Gesetzes als eine Zumutung. Ich bin leider nicht in der Lage die Entscheidung der Regierungskoalition nachzuvollziehen. Mir ist nicht klar welche Partei aufgrund von welchen Fakten so entschieden hat. Ich kann auch nicht erkennen, dass diese Gesetzesänderung eine Verbesserung des EEG beinhaltet. Was ich erkennen kann ist eine dramatische Bremsung des Ausbaus der Photovoltaik.
Eine Verunsicherung der Photovoltaikbranche.
Eine Verunsicherung der Montagebetriebe.
Eine Verunsicherung der Kunden.
und dies alles ohne Debatte in unseren Parlamenten ich würde aber gerne wissen welcher Politiker aus welchem Grund wie abgestimmt hat. Da dies anscheinend der Öffentlichkeit vorenthalten wird kann ich inzwischen verstehen, dass nur noch Lobbyisten in diesem Dschungel klarkommen.
Ich komm jedenfalls damit nicht klar!
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Montag, den 5. Juli 2010 von Erhard Renz
Der Vermittlungsausschuss hat sich heute ”schnell” geeinigt. Die Einspeisevergütung soll zwar ab dem 1.7.2010 gekürzt werden aber nicht um 16% wie vom Bundestag beschlossen sondern “nur” um 13% aaabber die 3% sollen am 1.10.2010 “nachgeholt” werden.
Ich würde es kurz so fassen:
Es bleibt also alles wie vom Bundestag beschlossen nur drei Monate lang soll die Vergütung 3% höher ausfallen.
Weiterhin würde ich noch anmerken wollen. Wegen den drei Prozent Peanuts in den nächsten Monaten wäre es weitaus sinnvoller gewesen wenn wir einen Monat früher eine Entscheidung bekommen hätten. Wem soll man dieses rumgeeiere noch erklären?
Bis wir Preise für Module und Wechselrichter haben die auf die Einspeisevergütung “angepasst” sind, bis wir diese Preise unseren Kunden in die Angebote eingearbeitet haben, bis die Kunden sich entscheiden und die Aufträge vergeben. Bis wir die Aufträge umsetzen und realisieren sind wir schon wieder im Endspurt zum 30.9.2010. Wir rennen also wieder einmal rum. Auch wenn es nur um eine Einspeisereduzierung von 3% geht werden wir wieder einen Run bekommen. Den Kampf um diese 3% wird keiner der Kunden freiwillig aufgeben wollen.
Danach wird es wieder eine Preisrunde mit den Zulieferanten, eine Angebotsrunde mit den Interessenten geben und wir haben dann drei Monate Zeit um am Jahresende wieder bei Eis und Schnee den dritten Run hinzulegen.
Eine kontinuierliche Arbeit sieht anders aus. Wie sollen wir bei unserer Personalplanung vorgehen? Die jetzige Bundesregierung hat anscheinend kein Interesse die Photovoltaik gezielt nachhaltig auszubauen. Ich kann dieses rumgegurke nicht gutheissen. Als nächstes werde ich mir das Energiekonzept der Bundesregierung anschauen. Dort geht es zwar um die Entscheidung ob Atomkraftwerke länger laufen dürfen. Aber ich werde dort auch sehen wie der Ausbau der Photovoltaik von CDU/CSU und FDP gewünscht ist. Ich befürchte da ist es nicht weit her. Wir könnten mehr!
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