|
|
Dienstag, den 24. Mai 2011 von Erhard Renz
Es ist mal wieder so weit am Donnerstag den 26.6.2011 um 17 Uhr gibt es Informationen von den Profis zum Thema Photovoltaik.

In den Räumen von Ralos Michelstadt findet diese Infoveranstaltung statt. Wir nehmen uns gerne Zeit für alle Fragen rund um die Photovoltaik. Auch wenn die Einspeisevergütung ab dem 1.7.2011 noch nicht feststeht, so können wir mit Ihnen zusammen doch bereits alles vorbereiten um nach der Veröffentlichung der Einspeisevergütung zügig loszulegen. Vor dem 1.7.2011 sind unsere Monteure ausgelastet. Aber nach dem 1.7. stehen unsere erfahrenen Monteure wieder bereit.
Eines dürfte sicher sein, auch nach dem 1.7. wird Photovoltaik wirtschaftlich für Dachbesitzer sein. Vor allem die immer interessanter werdende Eigenverbrauchsvariante wird von den Kunden mehr und mehr verlangt. Wo sonst kann man sich auch seinen Strompreis auf zwanzig Jahre sichern? Nur durch den Bau einer Photovoltaikanlage bleibt der Preis des selbst produzierte und selbst verbrauchte Strom auf zwanzig Jahre stabil. Also merken Sie sich den Termin vor und noch besser melden Sie sich telefonisch schon mal an unter 06061/9670 142 aber natürlich sind Sie auch herzlich willkommen wenn Sie spontan bei uns vorbeischauen.
Kategorie Allgemeines, Kunden, Messen/Veranstaltungen, über ralos & mich | 0 Kommentare »
Mittwoch, den 18. Mai 2011 von Erhard Renz
Wie bereits zum zehnjährigen Jubiläum geschrieben kann die Ralos ab sofort auch ein Strom Speichersystem liefern. Wir haben mit der Firma Prosol Invest Deutschland GmbH aus Wildpoldried eine Liefervereinbarung getroffen.
Das Speichersystem steuert den kompletten Stromfluß. Wenn die Photovoltaikanlage mehr Strom produziert wie im Haus benötigt wird, dann wird Strom in der Batterie gespeichert. Wenn die Batterie voll ist dann wird wie bisher der Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Wenn kein Strom (oder zu wenig) von der Photovoltaikanlage geliefert wird speist das System Strom aus der Batterie in das Hausnetz ein. Erst wenn die Batterie entleert ist, wird Strom aus dem öffentlichen Netz entnommen.
Mit dieser Logik erhöht sich der Eigenverbrauchsanteil enorm. Prosol Invest spricht von bis zu 80% des selbst produzierten Stroms könnte als Eigenverbrauch genutzt werden. Dies funktioniert natürlich nur wenn die Größe der Photovoltaikanlage und der Verbrauch des Gebäudes zusammenpassen.
Das System gibt es in vier verschiedenen Größen:
Sonnenbatterie 1, 8,4kWh Speicher, 3,5kW Wechselrichterleistung mit 94% Wirkungsgrad
Sonnenbatterie 2, 11,2kWh Speicher, 3,5kW Wechselrichterleistung mit 94% Wirkungsgrad
Sonnenbatterie 3, 11,2kWh Speicher, 5,0kW Wechselrichterleistung mit 94% Wirkungsgrad
Sonnenbatterie 4, 16,8kWh Speicher, 6,0kW Wechselrichterleistung mit 94% Wirkungsgrad
Da aus den Speichern immer nur maximal 70% entladen werden darf, geben die Hersteller auf die Akkus eine Leistungsgarantie von 5 Jahren 90% der Nutzungskapazität. Die Lebensdauer beträgt laut Hersteller 25 Jahre.
Das System sieht auch noch gut aus was will man mehr:

Kategorie Allgemeines, Forschung, Hersteller, Messen/Veranstaltungen, Produkte, Projekte, über ralos & mich | 1 Kommentar »
Dienstag, den 26. April 2011 von Erhard Renz
ACHTUNG Termin fällt leider aus!
Am 12. Mai 2011 um 18:30 Uhr werde ich in Beerfelden einen Photovoltaikvortrag halten. Die Veranstaltung findet mit Unterstützung der Volksbank Odenwald in der Geschäftsstelle Beerfelden Brunnengasse 13 statt. Bei dieser Veranstaltung werde ich vor allem auf die Möglichkeit des Strom Eigenverbrauchs eingehen. Je mehr vom selbst produzierten Photovoltaikstrom im eigenen Haus verbraucht wird um so wirtschaftlicher wird die Photovoltaikinvestition. Damit unsere Kunden auch gleich Informationen zur Finanzierung erhalten wird die Volksbank erläutern wie einfach eine Photovoltaikfinanzierung ist.

Für mich ist vollkommen unverständlich wenn momentan diskutiert wird, durch den Atomausstieg würde der Strompreis steigen. Bis zu 20% werden da genannt. Das wären dann schon ca. 28 Cent den die Verbraucher für Strom bezahlen sollen. Photovoltaikstrom wird momentan aber “nur” noch mit 28,74 Cent je Kilowattstunde vergütet und die nächsten Kürzungen steht zum 1.7.2011 und 1.1.2012 an. Es dürfte doch wohl klar sein, daß je größer die Differenz zwischen gekauftem Strom und selbst produziertem Strom wird umso mehr Bürger werden sich eine Photovoltaikanlage auf das eigene Dach bauen. Sie werden selbst investieren und sich aus der Abhängigkeit von Konzernen verabschieden. Den Strompreis auf 20 Jahre festzuschreiben mit dem Bau einer eigenen Photovoltaikanlage werde ich deshalb zum Thema in Beerfelden machen. Ich freue mich drauf dort wo wir bereits eine tolle Freilandanlage erstellt haben einen Vortrag zu halten.
Kategorie Allgemeines, Kunden, Projekte, über ralos & mich | 0 Kommentare »
Mittwoch, den 23. März 2011 von Erhard Renz
Die Bundesnetzagentur hat die “endgültigen” Zahlen für 2009 in Ihrem EEG Statistikbericht veröffentlicht. Im Bericht werden die Ertragsdaten aus Erneuerbaren Energien detailliert dargestellt. Auf zwei Spezifika möchte ich heute hinweisen.
Zum einen der durchschnittlich gezahlte Einspeisevergütungssatz der für die verschiedenen Techniken gezahlt wird. Dieser durchschnittliche Wert reduzierte sich nur bei der Photovoltaik. Bei allen anderen Techniken gab es eine (leichte) Erhöhung.

Dieser Effekt entsteht durch die gravierenden Kostensenkungen und die hohen Stückzahlen die in den letzten Jahren bei der Photovoltaik realisiert wurden. Jede neu gebaute Photovoltaikanlage reduziert den durchschnittlichen Einspeisevergütungssatz denn momentan liegt die maximale Vergütung “nur” noch bei 28,74 Cent je Kilowattstunde. Sollten diese Entwicklungen beibehalten werden, dann kommt die Photovoltaik immer näher an die Vergütungssätze der anderen Erneuerbaren Energien ran.
Völlig neu sind die veröffentlichten Zahlen zum Eigenverbrauch. Da diese Möglichkeit, den Solarstrom selbst zu verbrauchen, erst seit dem 1.1.2009 besteht sind dies, die ersten veröffentlichten Zahlen.

Die 69 MW verteilen sich auf ca. 7.000 Photovoltaikanlagen (s. folgende Grafik) und haben damit eine durchschnittsgröße von ca. 10 kWp. Da ca. 3.800 MW in 2009 neu installiert wurden wären dies noch nicht einmal 2% der Photovoltaikanlagen die den Eigenverbrauch nutzten. Dieser Prozentsatz wird sich in 2010 sicherlich stark erhöhen. Denn inzwischen sind die Vorgaben der Energieversorger deutlicher und die wirtschaftlichkeit der Investition eines zusätzlichen Zählers weitaus attraktiver wie bisher. Die EEG Vergütung von 892 TEUR entspricht der Einspeisevergütung von 18 Cent im Jahr 2009 bei einem Photovoltaikstrom Eigenverbrauch von 4.954 MWh.
Überraschend für mich ist der bereits in 2009 hohe Anteil von Photovoltaikstrom Eigenverbraucher die über einen Eigenverbrauchsanteil von 30% kommen. Obwohl es in 2009 dafür noch keinen finanziellen Anreiz gab.

Da wird es in 2010 spannend wie sich das Verhältnis bei einem finanziellen Anreiz verändert. Auf jeden Fall merken wir inzwischen eine erhöhte Nachfrage nach Photovoltaikanlagen mit der Option des Eigenverbrauchs.
Kategorie Allgemeines, Forschung, Kunden, Politik | 0 Kommentare »
Freitag, den 11. Februar 2011 von Erhard Renz
Ich hab mir ja wieder das 18. Jahrestreffen der bayrischen Solarinitiativen gegönnt. Dort treffen sich die Solarpioniere der ersten Stunde und beraten die aktuelle Situation. Wie immer war das Treffen sehr Interessant und in vielen Gesprächen konnte ich mir meine Meinung zur zukünftigen Energieversorgung verfestigen. Die Bayern sind schon ganz vorne in der Bewegung.
Aber nicht nur Gespräche sondern auch der überarbeitete Leitfaden für die Zulassung von Photovoltaikanlagen konnte ich mit nach Hause nehmen. Jetzt denkt man was soll dieser Leitfaden für Freiflächenanlagen denn noch für einen Sinn machen wenn derzeit nur noch für besondere Freiflächenanlagen EEG-Förderung gezahlt wird. Na, ja die Bayern sehen die Möglichkeit des Direktvertriebs. Die ca. 21 Cent momentan für Freiflächenanlagen minus 15% (evtl. ab 1.7.2011) und minus 9% ab 1.1.2012 dann sind wir bei weniger wie 17 Cent je kWh. Da könnte es interessant werden Freiflächen Solarstrom an Gewerbebetriebe (ohne Sondertarif) als Eigenverbrauch zu liefern.
Auch wenn dies 2012 noch nicht reichen sollte dann wird es in den nächsten jahren auf jeden Fall konkret werden. Deshalb ist es gut, daß die Solarinitiativen diese Anleitung für alle an der Planung beteiligten überarbeitet haben.
Kategorie Allgemeines, Kunden, Messen/Veranstaltungen, Politik | 0 Kommentare »
Dienstag, den 20. Juli 2010 von Erhard Renz
Ich versuch mal einen Ausblick zu geben wie der Eigenverbrauch des selbst produzierten Photovoltaikstroms sich in den nächsten Jahren steigern läßt. Seit dem 1.7.2010 wird der Eigenverbrauch zwar stärker gefördert aber die Abschätzung wieviel Prozent des selbst produzierten Stroms kann selbst verbraucht werden ist sehr schwer abzuschätzen. Zur Darstellung des Problems nutze ich eine Grafik der Zeitschrift photovoltaik aus dem Heft 7/8 2009.
In dieser Grafik sind die Erträge einer 5 kWp Anlage an einem Sommertag und der tatsächliche Verbrauch einer vierköpfigen Familie aufgetragen.

Die Verbrauchsleistung des Haushalts ist bereits gemittelt und enthält deshalb z.B. keine “Kochspitzen” wenn um die Mittagszeit der Elektroherd (ca. 2 kW) Spitzenleistung für einige Minuten auf Höchstleistung Strom abnimmt. Der Spitzenverbrauch liegt unter 1,5 kW um die Mittagszeit. Die Photovoltaikanlage bringt es um die Mittagszeit auf ca. 3 kW Leistung. Wie nicht anders zu erwarten produziert die Photovoltaikanlage nach Sonnenuntergang keinen Strom mehr der Verbrauch ist allerdings noch moderat.
Natürlich kann von einem Tag nicht auf das ganze Jahr geschlossen werden. Aber es dürfte klar sein, dass die Kombination 5 kW und vier Personen Haushalt eine gute Mischung sein könnte. Natürlich können die Stromproduktionsspitzen um die Mittagszeit nicht zeitgleich im Haus komplett genutzt werden. Aber ca. ein fünftel dieser Tagesproduktion wurde im eigenen Haus verbraucht. Wenn die Sonne nicht mehr die Strahlkraft hat und der Tagesverbrauch sich nicht verändert dann erhöht sich der Eigenverbrauch natürlich und im Winter dürfte der komplette Strom im Haus verbraucht werden.
Auf das Jahr gesehen könnte meines erachten in dieser Kombination ein Eigenverbrauch von ca. 30% erreicht werden. Wenn die Photovoltaikanlage größer wird und die Haushaltsgröße bleibt gleich dann verringert sich der Eingenverbrauchsanteil. Bei 10 – 15 kWp bis auf Schätzungsweise 15% Eigenverbrauch.
Da der Eigenverbrauch sich finanziell lohnt sind natürlich Veränderungen im Verbrauchsverhalten zu erwarten. Die einfachste Möglichkeit wäre die Geschirrspülmaschine und die Waschmaschine immer um die Mittagszeit einzuschalten. Wobei sich diese menschlichen Verhaltensänderungen schwerlich in Zahlen umsetzen lassen gehe ich davon aus, dass wir hier max. 5 – 10% der Stromproduktion ins eigene Haus lenken könnten. Eine automatisierte Lösung mit einer Steuerung von verschiebbaren Verbrauchsgeräten könnte den Eigenverbrauch sicherlich nachhaltiger erhöhen. Die automatisierte Lösung könnte sicherlich 20 – 30% der Stromproduktion umleiten.
Die Zwischenspeicherung in Batterien dürfte noch einige Zeit lang finanziell nicht attraktiv genug sein könnte aber rein technisch gesehen die Möglichkeit eröffnen eine komplette Eigennutzung des Photovoltaikstroms durchzusetzen. Diesen gespeicherten Strom könnte zuerst den abendlichen Verbrauch im Haus abdecken darüber hinaus aber auch für die Elektromobilität genutzt werden. Beide Lösungen sind zwar technisch bereits heute möglich aber noch weit von der Wirtschaftlichkeit entfernt.
Was auf keinen Fall nur durch eine Photovoltaikanlage und einer Batterie entstehen wird ist eine Netzautarkie. Die Photovoltaikanlage kann nicht so dimensioniert werden, dass sie den Verbrauch jahreszeitlich umfänglich abdeckt. Es wird immer einen Austausch über den Hausanschluß in das öffentliche Netz geben. Zu besonders sonnigen Zeiten wird Strom in das Netz eingespeist bei trübem/dunklem Wetter wird Strom aus dem Netz entnommen.
Deshalb wird es in nächste Zeit viel neue Überlegungen geben wie der selbst produzierte Strom im eigenen Haus genutzt werden kann. Problematisch ist bei dieser gesetzlichen Regelung, dass die Eigenverbrauchsregelung vom Gesetzgeber vorerst bis Ende 2011 begrenzt ist. Ich frage mich ob die Politik Angst hat, dass wir zuviele Techniken entwickeln die es den Photovoltaikanlagenbesitzern ermöglicht ihren Sonnenstrom selbst zu nutzen? Denn wenn wir tatsächlich erfolgreich sind wird dann diese Regelung Ende 2011 gestrichen? Dann würde sich jede Investition in neue Techniken schon deshalb nicht rechnen weil bis Ende 2011 nicht genügend Abnehmer gefunden werden können.
Deshalb wäre es notwendig diese Begrenzung bei der nächsten EEG Überarbeitung zu entfernen.
Nach der EEG Änderung ist vor der EEG Änderung. Alte Photovoltaik Weisheit!
Kategorie Allgemeines, Forschung, Kunden, Politik, Projekte | 0 Kommentare »
Montag, den 19. Juli 2010 von Erhard Renz
Wie ich im Artikel zum Eigenverbrauch bereits geschrieben habe ist eines der wichtigsten Berechnungsgrundlagen um die Rentabilität zu berechnen der zukünftige Strompreis. Leider gibt es dazu kaum Aussagen die ich hier zitieren kann. Es gibt die Peisentwicklung aus der Vergangenheit von 2000 – 2009 von Unendlich viel Energie.

Hier kann man den Trend erkennen, dass der Strompreis jährlich um ca. einen Cent angehoben wurde. Wenn wir diesen Trend bis 2030 weiterführen kämen wir zu Strompreise von über 40 Cent je kWh. Es gibt aber auch noch andere Berechnungsmethoden für die Weiterberechnung von Zahlenreihen.
Ein Gutachten habe ich dann doch gefunden in dem die Strompreise bis zum Jahr 2030 prognostiziert werden. Es ist das Gutachten “Die Entwicklung der Energiemärkte bis 2030“ unter anderem vom RWI für die Untersuchung der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken.
In diesem Gutachten gibt es drei Szenarien. Das Referenzszenario und das Szenario mit Laufzeitverlängerung um 8 Jahre auf 40 Jahre ergeben bei den Strompreisen das gleiche Bild. Der Strompreis von 20,6 Cent je kWh steigt bis 2030 auf 22,6 Cent. Also um ca.10 Prozent!
Bei dem Szenario Laufzeitverlängerung aller Atomkraftwerke um 28 Jahre steigt der Strompreis von 20,6 nur auf 20,9 Cent je kWh. Also fast keine Preissteigerung in 20 Jahren.
Es gibt also die Erfahrung der letzten Jahre die von einer Preissteigerung von einem Cent pro Jahr ausgeht und der Prognose des RWI dass die Strompreise in den nächsten 20 Jahren kaum oder nur um 0,5% jährlich steigen. Das RWI hat in seinen Szenarien aber auch den Ölpreis geschätzt/prognostiziert/gewürfelt:
Ölpreis
69 Dollar – 2007
59 Dollar – 2012
69 Dollar – 2020
75 Dollar – 2030
Da kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen wie seriös er das Gutachten der RWI einschätzt. Es bleibt aber das Problem der Abschätzung der Strompreisentwicklung für die nächsten zwanzig Jahre und damit einhergehende Wirtschaftlichkeitsaussage. Ich vertrete eine konservative Kalkulation deshalb werde ich meine Berechnungen mit einem Prozent Strompreissteigerung anlegen. Wenn mich einer fragt wie ich auf diesen Wert komme:
Bauchgefühl!
Kategorie Allgemeines, Kunden, Politik, Projekte | 2 Kommentare »
Dienstag, den 13. Juli 2010 von Erhard Renz
Ich hab mich die ganze Zeit gedrückt vor diesem Artikel. Seit dem ersten Juli 2010 fördert die Bundesreigierung den Strom Eigenverbrauch aus Photovoltaikanlagen ganz besonders. Der technische Part dürfte inzwischen klar sein. Bei der Technik geht es eigentlich nur noch um die Zählerfrage wie wird der Strom gezählt. Die intelligenten Zähler lassen ja immer noch auf sich warten und so bleibt es vorerst bei reinen Zählern die nur zählen und in keinster Weise agieren. Bisher hatte ich aus Kostengründen noch vor der Installation abgeraten.
Da der Eigenverbrauch bei der wirtschaftlichkeits Betrachtung immer mehr eine Rolle spielt möchte ich heute ein paar Hinweise geben. Wenn am Infostand oder auf Vorträgen mich ein Interessent nach der Eigenverbrauchsquote frägt dann antworte ich mit 10 bis 30 Prozent sind möglich. Natürlich kenne ich Berichte von weitaus höherem Eigenverbrauch aber ich gehe erst einmal konservativ an die Sache ran. Denn die meisten PV-Anlagen Besitzer werden nicht bereit sein ihr Verhalten an die PV-Anlage anzupassen. Dafür sind die finanziellen Anreize noch zu gering und das Bewußtsein noch nicht vorhanden. Ausserdem weiß ich bei diesen Erstkontakten nichts von der Photovoltaik Anlagengröße und dem Stromverbrauch des Interessenten. Wenn man sich allerdings näher mit dem Problem befasst dann wird es schnell eine mächtige Rechnerei wie hoch die Vorteile eines Photovoltaikstrom Eigenverbrauchs sein könnten. Die absolute Unbekannte ist die Vorhersage des zukünftigen Strompreis über 20 Jahre. Allein um diesen Wert zu ermitteln müsste eine wissenschaftliche Studie eingeleitet werden. Die Daumenwerte ein, zwei oder drei Prozent Preissteigerung pro Jahr ergeben die tollsten Effekte über 20 Jahre.
Letztendlich muss der Interessent selbst den Eigenverbrauch und die Strompreisentwicklung selbst abschätzen. Unser Part liegt darin die größe der PV-Anlage und den zu erwartenden Ertrag abzuschätzen. Wenn diese Zahlen vorliegen dann empfehle ich ein Excel (derzeit Version V1.50) von Andreas Metzl der auf seiner Homepage auch gerne Hinweise entgegennimmt was an dem Berechnungstool noch verbessert werden könnte.
In diesem Excel muß erst der richtige Zeitraum für die Berechnung aus den Reitern ausgewählt werden. Dann müssen die “weißen” Felder auf die persönlichen Werte ausgefüllt werden. Die Anlagengröße und der zu erwartende Ertrag in Kilowattstunden sind Werte die aus den Angeboten der Installationsfirmen entnommen werden können. Der Stromverbrauch des Haushalts kann aus der letzten Rechnung des Energieversorgers ebenso wie der Netto Strompreis für eine kWh übertragen werden. Dann geht es an die beiden “Roulett” Felder Eigenverbrauch in Prozent und Strompreiserhöhung in Prozent. Beginnen würde ich mit 20% Eigenverbrauch und 2 Prozent Strompreiserhöhung pro Jahr. Danach empfehle ich ein experimentieren mit diesen beiden Parametern und die Auswirkungen auf den Mehrertrag in den nächsten 20 Jahren.
Am Excel von Andreas Metzl finde ich besonders die klare Übersicht der Vergütung und der Umsatzsteuer für das erste Jahr gut. Diese befindet sich im rechten Block. Wer sich diese Zahlen anschaut dem wird das System des Eigenverbrauchs sicherlich klarer. Bei dieser Berechnung ist nur noch der zusätzliche Aufwand für den Eigenverbrauchszähler zu berücksichtigen der zusätzlich nötig wäre.
Es bleibt aber die Abschätzung wie gut kann der Kunde seinen Eigenverbrauch einschätzen und wie verändert sich der Strompreis die nächsten zwanzig Jahre. Da die Eigenverbrauchsentscheidung in den meisten Fällen sich wirtschaftlich positiv auswirkt würde ich inzwischen dazu tendieren den Einspeisezähler von Anfang an zu berücksichtigen.
Kategorie Allgemeines, Kunden, über ralos & mich | 1 Kommentar »
Samstag, den 10. Juli 2010 von Erhard Renz
Es hilft nix, die Kürzung der Einspeisevergütung für Photovoltaik wurde beschlossen mit all ihren Unstimmigkeiten und Unzulänglichkeiten. Wir müssen uns damit abfinden. Was ab dem 1. Juli 2010 gilt habe ich hier mal zusammengestellt.
Photovoltaikanlagen an oder auf Gebäuden (Dach, Fassade) bei Netzeinspeisung
34,05 Cent bis 30 kWp
32,39 Cent ab 30 kWp
30,65 Cent ab 100 kWp
25,55 Cent ab 1.000 kWp
Wenn der Strom von diesen Anlagen selbst verbraucht wird dann wird allerdings nur bei Anlagen bis 500 kWp dies als Eigenverbrauch vergütet. Es gibt zwei Vergütungsstufen. Eigenverbrauch bis 30% des produzierten Stroms und über 30%. Damit versucht die Politik den Eigenverbrauch attraktiv zu gestalten.
PV Anlagen bis 30 kWp bis 30% 16,50 Cent je kWh über 30% 20,88 Cent je kWh
PV Anlagen ab 30 kWp bis 30% 14,89 Cent je kWh über 30% 19,27 Cent je kWh
PV Anlagen ab 100 kWp bis 30% 13,21 Cent je kWh über 30% 17,59 Cent je kWh
Freiflächenanlagen werden in zwei verschiedenen Klassen gefördert.
Konversionsflächen, versiegelte Flächen dazu gehören z.B. Mülldeponien erhalten 26,16 Cent je kWh
Gewerbegebiete, auf baulichen Anlagen und an Verkehrswegen (Straße und Bahn 110 Meter bis Abstand) erhalten nur noch 25,01 Cent.
Diese Werte gelten vorerst mal bis zum 30.9.2010 danach wird um 3% reduziert aber dazu später mehr heute werden erst mal die Kürzungen zum 1.7.2010 betrauert.
Kategorie Politik | 0 Kommentare »
Sonntag, den 11. April 2010 von Erhard Renz
Die Photon hetzt ja schon geraume Zeit gegen die Eigenverbrauchsförderung. Um diese abzulösen haben sich die Photonis was besonderes einfallen lassen. Den Netzentlastungsbonus. Den braucht man laut den Photonis eigentlich erst nachdem 50 Gigawatt Photovoltaikstrom installiert sind. Derzeit haben wir ca. 9 GW Photovoltaik installiert und haben knapp 4 GW in 2009 installiert.
Um einen größeren Ausbau wie 50 GW zu ermöglichen sind laut den Photonis Netzausbau oder Smart Grids erforderlich. Es ist zu bezweifeln (so die Photon..), daß dies rechtzeitig erfolgt. Deshalb kann der Einbau von Speicher sinnvoll sein. Je installiertem kWp müssten deshalb 6 kwh Speicherkapazität vorgehalten werden um den Strom über 24 Stunden gleichmäßig an das Netz abzugeben. Sogar das Wort Grundlast verwenden die Ph’s.
“Dazu ist ein Akkumulator nötig, der einer zusätzlichen Invetition bedarf”.
Dann rechnen die Photonis noch wieviel das kosten würde vermerken ganz nebenbei, daß die Wechselrichter dadurch billiger werden. Im nächsten Satz meinen die Photonis es könnten auch die Alt PV Besitzer in den Genuß des Netzentlastungsboni kommen. Dass die dann den Wechelrichter evtl. tauschen müssten wird nicht erwähnt. Am Schluß kommen die Photonis auf einen Zuschlag von 3 Cent je kWh was den Stromkunden unterm Strich nix kosten würde!
Nur so nebenbei bemerkt. Heute haben wir vier Einspeisetarife. Die Photonis haben die vier bereits mit 16 Bundesländertarifen auf 64 mögliche Kombinationen erhöht. Durch die Ost/West Boni kämen nochmal 64 Werte hinzu. Die 3 Cent Netzentlastungsboni führt somit auf 256 mögliche Einspeisevergüungswerte. Ich bin gespannt auf wieviele Werte ich ankomme wenn ich alle “Vorschläge” der Photonis durchhabe…
Das geschwafel der Photonis gegen die Eigenverbrauchsförderung ist unerträglich.
Wenn der Anlagenbetreiber im Urlaub ist!
Die Photonis wollen uns weißmachen, dass wenn die 100.000 neuen (z.B. 2011) Photovoltaikanlagenbesitzer in Urlaub gehen und keinen Strom mehr verbrauchen würde dies das Netz überlastet. Was machen denn die Netzbetreiber heute? Die müssen doch heute auch kalkulieren, daß Menschen in Urlaub fahren.
Kabarettistische Ausmasse nimmt die Argumentation an wenn die Zeitschaltuhren ins Spiel kommen. Die “normalen Bürger” werden zu vollen Stunden ihre Elektrogeräte einschalten durch diese “ungeahnte Dynamik” wäre ebenfalls das Netz mal wieder in Gefahr. Wenn diese Argumentation ein Fünkchen Wahrheit beinhaltet, dann müssten wir zukünftig alle Veranstaltungen, Fernsehsendungen und Termine auf ungerade Anfangszeiten setzen damit nicht abends um 20 Uhr alle Veranstaltungen gleichzeitig mit einem höheren Verbrauch das Netz gefährden.
Das Beispiel die Eigenverbraucher als Rentenkassen bescheißer hinzustellen ist wohl das absurdeste was man sich vorstellen kann. Wenn ich mir morgen eine Steckerleiste kaufe und damit Standbye Stromverbrauch vermeide wäre ich laut den Photonis dann auch ein Rentenkassen Bescheißer? Liebe Photon wir brauchen eine dramatische Umstellung des Energieverhaltens da sind solche Peanuts Berechnungen lächerlich.
Deshalb betrachte ich eueren Netzentlastungsbonus als lächerlichen Versuch den Eigenverbrauch der Photovoltaik Stromproduzenten zu verhindern.
Durch das EEG müssen attraktive Voraussetzungen geschaffen werden damit immer mehr Menschen bereit sind in Photovoltaik zu investieren. Wir sind dezentral. Wir müssen nicht vier Vorstände von Konzernen überzeugen sondern wir müssen Millionen von Häuslebesitzer überzeugen, daß auf deren Dächern Platz für ein Kraftwerk ist und nix ist da hilfreicher als den Menschen eine gewisse Unabhängigkeit von denen zu geben die ihnen bisher das Geld aus der Tasche ziehen.
Kategorie Allgemeines, Kunden, Politik | 1 Kommentar »
Donnerstag, den 25. Februar 2010 von Erhard Renz
Jetzt hab ich mal eine Woche “Frau Merkel” gemacht und mich in die ganzen Streitereien nicht eingemischt. Allerdings war ich die ganzen Tagen in Sachen Solar aktiv. Zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es noch Infos. Aber ob es die Hessische SPD Landesvertretung im Bundestag (Montag), oder die hess. Landtagsabgeordneten Tarek al Wazir (Grüne), Alexander Bauer und Peter Stephan beide CDU (Dienstag) oder die Landräte vom Neckar Odenwaldkreis und Main Tauber Kreis (Mittwoch) waren, keiner der Politiker konnte mir erklären warum bewußt die Einspeisereduzierung auf den 31.12. gelegt wird. Im Gegenteil sagt mir jeder, daß die Sommerdegression einleuchtend wär. Bisher haben aber meine ganzen Aktionen noch keine Resonanz bei den Regierungspolitikern gefunden. Obwohl ich alle Mitglieder des Umweltausschusses angeschrieben habe. Im persönlichen Gespräch konnte mir noch niemand den Sinn erklären warum durch politische Beschlüsse die Hochsaison der Photovoltaikanlagen in den Dezember gelegt wird.
Jeder weiß, die Hochsaison des Speiseeisverkäufers sind die Sommermonate. Dies ist der Natur geschuldet.
Dass wir bisher im Dezember immer am meisten Photovoltaik installiert haben liegt an dem EEG Gesetz und dem dazugehörenden Degressionstermin 31.12. Dies ist allein der Politik geschuldet und nur die Politik kann diesen Unsinn beenden.
Wer sich für eine qualitativ hochwertige, kostengünstige und sichere Photovoltaik Installation einsetzt kann den regelmäßigen Degressionszeitpunkt nicht auf den 31.12. festlegen. Wer dies trotzdem tut widerspricht dem Ansinnen eine kostengünstige Photovoltaik zu bekommen.
Der regelmäßige Degressionszeitpunkt muß im Sommer liegen. Oder noch besser er wird aufgeteilt und zwar in vier Raten. Wenn wir eine 10% Degression auf vier Termine verteilen haben wir jeweils eine Reduktion um 2,5% die sowohl dem Kunden als auch dem Installationsbetrieb keine Schweißperlen auf die Stirn treiben.
Vorteile der Sommer Degression
Wir hatten in 2009 eine monatliche Installationsmenge von 3 MW (Januar) bis 600 MW (Dezember). Betriebswirtschaftlich sinnvoll wäre eine gleichmäßige Menge von 250 MW. Dann wären die Monteure gleichmäßig rund ums Jahr beschäftigt und damit eine Kostenreduzierung. Wir hätten Monteure die hochwertige Photovoltaikmontagen installieren und keine “Saisonarbeiter” und damit eine Qualitätsverbesserung. Die regionalen Firmen könnten ihre Kunden bedienen ohne dass die “billig Wanderarbeiter” über die Region herfallen. Den Schwerpunkt der Degression zu verteilen oder in den Sommer zu legen bedeutet längere Arbeitszeiten je Arbeitstag sind möglich. Besonders wichtig wenn ein Montagetrupp eine Anfahrt von einer Stunde hat bedeutet eine Kostenreduzierung. Im Vergleich zum Winter können an einem Tag viel größere Anlagen installiert werden eine weitere Kostenreduktion. Der “Sommer Monteur” ist produktiver wie der “Wintermonteur” und damit Kostenreduktion.
Verstetigung der Nachfrage bedeutet auch eine bessere Auslastung der Modullieferfirmen und damit Kostenreduzierung! Wenn unsere deutschen Werke gleichmäßiger produzieren können, bedeutet dies sie können größere Jahres Stückzahlen produzieren, damit werden weniger Module importiert was sich ebenfall Volkswirtschaftlich bemerkbar macht.
Wenn die 7 wöchige Schneeperiode nicht am 24.12.2009 bis 12.2.2010 sondern bereits vom 12.11.2009 bis 24.12.2009 gekommen wäre, hätten viele Installationsbetriebe schlichtweg Insolvenz anmelden können. Dann hätten viele ca. 30% Ihres Jahresumsatzes nicht gemacht. Es wären unzählige Kunden sauer oder gingen sogar gerichtlich gegen ihren Installationsbetrieb wegen “Nichterfüllung der Installation” vor. Wie die Läger der Installationsbetriebe und der Hersteller dann aussehen würden, daran möchte ich erst garnicht denken.
Eine hohe Jahresenddegression (höher wie 5%) ist eine Gefahr für jeden Installationsbetrieb.
Am Schluß möchte ich meine ursprüngliche Motivation (Dez. 2008) noch anmerken die bisher aber kaum jemanden interessiert hat. Die Sicherheit unserer Monteure. Wer eine Winterdegression (Ende 2010 erneut mehr als 10%) beschließt ist Verursacher der Jahresendralley und hat es mit zu Verantworten wenn durch winterliche Einflüsse Monteure genötigt sind auf nicht einwandfreie Dächer versuchen eine ordentliche Arbeit abzulegen.
Deshalb mein Vorschlag an die Politik sich zu überlegen ob anstelle einer 16% Reduktion und anschließend einer Jahresenddegression von über 10% folgende Degressionsprozentsätze und Termine zu beschließen.
8% Degression zum 1.7.2010
3% Degression am 1.10.2010
3% Degression am 1.1.2011
3% Degression am 1.4.2011 usw.
Für diese nachhaltige Sommerdegression werde ich bis zum Gesetzgebungsbeschluß kämpfen. Das was CDU/CSU und FDP verabredet haben ist Diskussionswürdig aber noch lange nicht beschlossen. Natürlich bin ich weiterhin auf der Suche nach den vielen Anregungen (so wie z.B. erhöhter Eigenverbrauch) das bestehende EEG zu verbessern. Ich freue mich auf viele Kommentare…
Kategorie Allgemeines, Mitarbeiter, Politik | 0 Kommentare »
Donnerstag, den 28. Januar 2010 von Erhard Renz
Das Bundesumweltministerium hat bei seiner Anhörung zur Einspeisereduzierung auch den Energieexperten der Verbraucherzentralen Holger Krawinkel angehört. Von ihm kam die Forderung die Einspeisevergütung um 30% zu reduzieren. Mit diesem Gimmick tritt H. Krawinkel momentan in allen Medien an die Öffentlichkeit.
Jetzt lese ich bei WELT Online einen Bericht ob sich Solarmodule künftig noch lohnen. In diesem Artikel werden verschiedene Experten zitiert und die heutzutage übliche Kaffeesatzleserei betrieben. Ich würde diese Experten gerne hier im Photovoltaik Alltagsgeschäft erleben z.B. wenn wir versuchen mit einer 5% Rendite eine Photovoltaikanlage zu verkaufen. Oder diese Experten sollten sich mal anhören was der Kunde sagt wenn wir ihm erklären daß die Solarmodule inzwischen eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahre haben. Die erste Frage ist dann immer “Gibt es schon so lange Solarmodule?”. Oder der Kunde fragt zu recht wie lange gibt es denn schon Ralos?
Den Vogel schießt aber der Energieexperte der Verbraucherzentralen Herr Holger Krawinkel ab wenn er den Verbrauchern den Eigenverbrauch empfiehlt und folgenden Rat gibt.
“Das heißt aber auch, dass sich jeder intensiver damit beschäftigen muss, wie er seine eigene Anlage optimiert, mit welcher digitalen Steuerung er arbeitet, mit welchen Wärmespeichern”.
Wie bitte Herr Energieexperte? Bei der Photovoltaik sollen wir auch noch Wärmespeicher mit digitaler Steuerung verwenden?
Liebe Kunden es tut mir leid auch nach intensiver Nachfrage bei meinen Planern, Vertriebmitarbeitern, Monteuren und sicherheitshalber auch in der Buchhaltung wir kennen diese Technik nicht. Bei uns produzieren die Module Gleichstrom und der Wechselrichter macht daraus Wechselstrom. Dieser Strom wird in das Nezt eingespeist. Wir versuchen bei der Photovoltaik Wärme zu vermeiden. Nach unserem Verständnis führen warme (heiße) Module oder Wechselrichter zu Wirkungsgrad Verlusten. Wir versuchen durch eine optimale Planung Wärme zu vermeiden. Sollte Herr Krawinkel von intelligenten Stromzählern mit Steuerung der Haus internen Verbrauchsstellen reden, möchte ich ihm sagen wir die “Macher vor Ort” leben im Jahr 2010 und da sind diese Dinge zwar im Gespräch aber noch nicht “rentabel” realisierbar.
Aber wir sind ja nicht die Experten. Die Experten werden ja zum Minsiterium eingeladen und dürfen dort ihre Träume vorstellen.
30% Einspeisereduzierung mit Wärmespeicher.
Kategorie Allgemeines, Politik, Produkte | 2 Kommentare »
Freitag, den 4. Dezember 2009 von Erhard Renz
Es ist mal wieder an der Zeit den Eigenverbrauch für das Jahr 2010 anzuschauen. Bei Anlagen bis 30 kWp besteht ja die Möglichkeit den selbst erzeugten Strom auch selbst zu verbrauchen und ihn nicht erst in das öffentliche Netz einzuspeisen.
Wer 2010 seine Photovoltaikanlage baut und seinen Photovoltaikstrom verkauft erhält 39,14 Cent je kWh, wenn man diesen selbst erzeugten Strom auch selbst verbraucht erhält man noch 22,76 Cent je kWh.
Ab wann rechnet sich die Eigenverbrauchsregel?
Am besten ich zeige an einem Beispiel wie abgerechnet wird. Nehmen wir eine PV-Anlage die in 2010 an das Netz angeschlossen wird und 6.000 kWh Strom im ersten Jahr produziert. Davon kann der Investor 2.000 kWh im eigenen Haushalt verbrauchen. Die 4.000 kWh die an den Netzbetreiber geliefert werden, können wir aus der Betrachtung nehmen. Denn die werden “normal” an den Netzbetreiber berechnet.
4.000 kWh zu 39,14 Cent =1.565,56 Euro + 297,46 Euro MWSt. = 1.863,02 Euro
Bei den 2.000 selbst verbrauchten kWh wird es etwas komplizierter. Für diesen Photovoltaikstrom wird ja die reduzierte Vergütung erstattet.
2.000 kWh zu 22,76 Cent =455,18 Euro + 86,48 Euro MWSt. = 541,66 Euro
Allerdings sieht das Finanzamt diese Geschäft so als ob der Strom erst an den Netzbetreiber geliefert wurde und anschließend wieder in das Haus geliefert wird.
Deshalb berechnet der Netzbetreiber für 2.000 kWh Strom die Mehrwertsteuer auf die Differenz zwischen Einspeisevergütung (39,14 Cent je kWh) und Eigenverbrauch (22,76 Cent je kWh).
Da die Differenz je kWh 16,38 Cent je kWh beträgt muß die MWSt. bei 2.000 kWh aus der Summe von 327,60 Euro gerechnet werden.
Die Mehrwertsteuer aus 327,60 Euro beträgt bei 19% 62,24 Euro. Diesen Wert berechnet der Stromnetzbetreiber an den Photovoltaikanlagenbesitzer.
Übersichtlicher dargestellt bedeutet dies der Photovoltaikanlagenbesitzer erhält vom Stromnetzbetreiber
2.404,68 Euro (1.863,02 Euro + 541,66 Euro) die
383,94 Euro MWSt. muß er davon an das Finanzamt weiterleiten und
62,24 Euro bekommt er vom Stromnetzbetreiber für die “Stromlieferung” berechnet.
Er hat also 1.958,50 Euro erhalten für seine 2.000 kWh die er selbst verbraucht hat und für die 4.000 kWh die er verkauft hat.
Hätte er diese 6.000 kWh wie bisher verkauft dann bekäme er 39,14 Cent je kWh und hätte damit Einnahmen von 2.348,35 Euro müsste aber den Strom für 2.000 kWh zu 24,13 Cent (Preis 2009 – 23,2 Cent plus 4%) zukaufen was mit 482,56 Euro zu Buche schlägt.
Übersichtlich dargestellt:
2.348,35 Euro für Stromverkauf zu 39,14 Cent
482,56 Euro für Stromeinkauf
1.865,79 Euro Einnahmen und damit gegenüber der Eigenverbrauchsvariante 92,71 Euro weniger.
Natürlich kann diese Berechnung nur ein Beispiel sein. Sowohl die Höhe des Eigenverbrauchs (2.000 von 6.000 kWh) wie auch der Preis für die gekaufte kWh (24,13 Cent) wird individuell abweichen.
Diese Berechnung zeigt aber, daß der Strom Eigenverbrauch in 2010 bereits Interessanter ist wie er in 2009 war. Allerdings halte ich immer noch an meinem Ratschlag von 2009 fest und verweise auf die demnächst sowieso fälligen Smart Meter (Intelligente Zähler) die in den nächsten Jahren kommen. Der Yellow Sparzähler gehört noch nicht dazu. Wenn diese Zähler kommen muß sowieso an jedem Stromanschluß neu überlegt und installiert werden. Dann wird es sicherlich möglich sein eine kostengünstige individuelle Lösung zu finden.
Wichtig ist aber den hohen Eigenverbrauchswert (22,76 Cent je kWh) sich durch den Bau einer Photovoltaikanlage im Jahr 2010 zu sichern. Denn wenn eine Überarbeitung des EEG in 2010 erfolgt kann derzeit niemand sagen was dies für Konsequenzen hat.
(P.S.: Da ich selbst mit der Darstellung nicht zufrieden bin freue ich mich über jeden Hinweis wie man den Eigenverbrauch besser darstellen kann.)
Kategorie Allgemeines, Kunden, Politik | 10 Kommentare »
Freitag, den 14. August 2009 von Erhard Renz
Der Name ist in Deutschland noch gewöhnungsbedürftig. Ausgerechnet ein Auto aus dessen Auspuff kein Mief mehr kommt wird i-MiEV benannt? Nun ja die Aussprache gibt ja noch die Möglichkeit das “i” wie ein “j” auszusprechen. Dann klingt es ein wenig besser. Aber die Abkürzung steht für “Mitsubishi innovative Electric Vehicle” und innovativ ist das Fahrzeug auch.

Die Kapazität der Batterie beträgt 16 kWh und damit kann man 144 km weit fahren. Dann darf man allerdings weder die Heizung noch die Klimaanlage einschalten. Wer diese Zusatzgeräte einschaltet kann schon mal auf ein Drittel seiner Reichweite verzichten. Aber dafür fährt er leise und immerhin mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. In so ein Auto gehört natürlich Strom aus Erneuerbaren Energien. Damit kann der Anteil des Eigenverbrauchs einer Photovoltaikanlagenbesitzers erhöht werden.
Derzeit fährt i-MiEV in Deutschland nur auf Werbetour. In Japan kann man für 34.000 Euro den i-MiEV bereits kaufen. Allerdings gibt es dort anscheinend noch einen Zuschuss für Null-Emissions-Fahrzeuge. Mitsubishi will bis 2013 die jährliche Produktion auf 30.000 Stück erhöhen. Ab 2010 soll der i-MiEV auch in Deutschland als Linkslenker verkauft werden.
Kategorie Allgemeines, Projekte | 0 Kommentare »
Samstag, den 2. Mai 2009 von Erhard Renz
So nach und nach erledigen die Ämter ihre Hausaufgaben die sich aus der EEG Novelle 2009 ergeben haben. Jetzt hat das Bundesfinanzministerium eine Umsatzsteuerliche Regelung für den Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom erlassen. Ich kann nur sagen was vom Bundesfinanzministerium da erlassen wurde schafft zwar Klarheit aber ob damit der Eigenverbrauch herbei “gesteuert” werden kann, wage ich zu bezweifeln.
Am besten ich zeige an einem Beispiel wie abgerechnet wird. Nehmen wir eine PV-Anlage die in 2009 an das Netz angeschlossen wird und 3.000 kWh Strom im ersten Jahr produziert. Davon kann der Investor 1.000 kWh im eigenen Haushalt verbrauchen. Die Abrechnung mit dem Netzbetreiber sieht folgendermassen aus:
2.000 kWh zu 0,4301 Euro je kWh = 860,20 Euro plus 19% Umsatzsteuer = 163,44 Euro
1.000 kWh zu 0,2501 Euro je kWh = 250,10 Euro plus 19% Umsatzsteuer = 47,52 Euro
1.000 kWh zu 0,1800 Euro = (180,00 Euro) plus 19% Umsatzsteuer = 34,20 Euro
Die fett gedruckten Euro Beträge berechnet der Investor dem Netzbetreiber. Der in Klammer gesetzte Betrag wird nur zur Verständigung angezeigt.
Der Investor erhält also vom Netzbetreiber insgesamt 1.355,46 Euro.
Diese setzen sich zusammen aus 245,16 Euro Umsatzsteuer und 1.110,30 Euro EEG Vergütung für die 3.000 kWh Strom. Die Umsatzsteuer (245,16 Euro) muß vom Investor an das Finanzamt weitergeleitet werden.
Jetzt kommt allerdings der dicke Hund. Für den selbstverbrauchten Strom (1.000 kWh) berechnet der Netzverbraucher die Umsatzsteuer (19%) für einen theoretischen Preis von 0,18 Euro (0,4301 minus 0,2501) an den Photovoltaikbesitzer. Es wird also so abgerechnet als ob der Strom erst an den Netzbetreiber geliefert und dann wieder vom PV-Anlagen Besitzer gekauft würde.
Sprich 3,4 Cent je kWh muß ich am “Erlös” von 25,01 Cent je kWh abziehen bleiben 21,61 Cent da ich aber durch einen Verkauf der kWh für 43,01 Cent bekommen hätte, rentiert sich das ganze nur wenn ich mehr als 21,40 Cent (incl. USt.) bei meinem Stromversorger für eine kWh bezahlen würde. Mit dieser Regelung dürfte für`s erste mal der Eigenverbrauch unwirtschaftlich sein. Wenn ich mir noch die Kosten für einen zusätzlichen Zähler und die oben dargestellte Abrechnungs Hin und Her Rechnerei anschaue dann werden wir frühestens mit intelligenten Rechnern und einem erhöhten Strompreis zum Eigenverbrauch kommen.
Da dies alles ziemlich verwirrend ist hier auch nochmal die Darstellung des Solar Förder Vereins (SFV).
Kategorie Allgemeines, Photovoltaik Lexikon, Politik | 1 Kommentar »
Mittwoch, den 18. März 2009 von Erhard Renz
Hier im Blog hab ich ja schön öfter über den Eigenverbrauch geschrieben. So nach und nach werden immer mehr Details Veröffentlicht. Letztendlich sind aber alle Aussagen nur vorläufig oder aber noch theoretisch ohne Praxiserfahrung. Sowohl in der Photon als auch in der Sonnenenergie wurden Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Der Photonbericht bringt zumindest die eine “Neuigkeit”, daß die beschriebene Familie im Januar ca. 20 % des selbst erzeugten Strom Zeitgleich verbrauchen konnte. Die 4-köpfige-Familie verbraucht derzeit im Jahr 4.400 kWh und hat seit Januar ein 5.6 kWp Photovoltaikanlage auf dem Dach. Diese Zahlen können aber nicht verallgemeinert werden. Da sowohl das Nutzerverhalten als auch die Erträge/Größe der PV-Anlage auf anderen Fällen nicht übertragbar sind.
weiter…
Kategorie Allgemeines, Politik, Produkte | 4 Kommentare »
Sonntag, den 8. Februar 2009 von Erhard Renz
Nachdem Kai in einem Artikel die aktuelle technische Situation beim Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom aufgegriffen hat und J. Schuster kommentierte möchte ich mich mit der Umsatzsteuer Problematik beschäftigen. Bisher konnte der PV-Anlagen Besitzer seinen produzierten Strom verkaufen und bekam zu der gesetzlichen Mindestvergütung noch die Umsatzsteuer (43,01 Cent + 8,17 Cent USt.) obendrauf vergütet. Die Umsatzsteuer musste er allerdings wieder an das Finanzamt weiterleiten.
Seit dem 1.1.2009 kann der PV-Anlagen Besitzer den selbst erzeugten Strom aber selbst verbrauchen und bekommt vom Energieversorger je kWh 25,01 Cent plus Umsatzsteuer (19% wären 4,75 Cent) erstattet. Die unklare Situation war welche Umsatzsteuer muß der PV Anlagenbesitzer an das Finanzamt überweisen da er ja den Strom selbst verbraucht hat. Dem Finanzamt entgingen dadurch ja je kWh 3,42 Cent Einnahmen…
Jetzt wurde vom Bundesumwelt- und Bundesfinanzministerium eine Lösung präsentiert die keine Nachteile für den PV-Anlagenbesitzer bringt. Anmerken muß ich allerdings noch, daß dies eine vorläufige Information zu sein scheint… weiter…
Kategorie Allgemeines, Politik | 3 Kommentare »
|