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Erhard Renz

Kurioses, wahres und lustiges aus der EEG Debatte

Freitag, den 7. Mai 2010 von Erhard Renz

Mir ist klar, dass nur die wenigsten zwanzig Seiten Debatte durchlesen. Deshalb kurioses, wahres, trauriges und lustiges aus der EEG Debatte am 6.5.2010

Natürlich sollte jeder sich die Zeit für die Debatte im Detail nehmen aber so richtige Sachargumente hab ich da nicht gefunden und meine Sommerdegression schon garnicht.

Viel Spaß bei den “Highlights”

Bärbel Höhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sie ziehen den Menschen verdammt viel aus der Tasche! In vielen Bereichen!

Dr. Christian Ruck (Cdu/CSU) “Das hat etwas mit der Frage zu tun, was wir mit unseren Äckern, Landschaften, Wiesen in Zukunft anfangen wollen.”
Hans-Josef Fell [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Stoppen Sie den Autobahnbau! Da wächst nichts mehr!

Ulrich Kelber [SPD]: Lahme Ente schon nach einem halben Jahr! (über Umweltminister Röttgen)

Bärbel Höhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sie haben doch die erneuerbaren Energien kaputtgemacht! (an die FDP)

Bärbel Höhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: 25 Prozent Rendite sind bei der FDP immer drin! Das, was Sie da erzählen, können Sie doch selber nicht glauben!

Michael Kauch (FDP): Die Wettbewerbsfähigkeit der Solarbranche wird in vollem Umfang erhalten bleiben. (Ulrich Kelber [SPD]: Sagt wer? Wer außer Ihnen?

Michael Kauch (FDP): Das Ausbauziel für Solaranlagen ist in diesem Gesetzentwurf gegenüber dem, was der SPD-Umweltminister Gabriel damals verabschiedet hat, um mehr als 50 Prozent gesteigert worden.
Ulrich Kelber [SPD]: Das ist die Unwahrheit! Es gab kein Ausbauziel! 

 Michael Kauch (FDP):
Auch bei den Freiflächenanlagen haben wir den Vertrauensschutz verbessert, allerdings nicht so sehr, wie wir Liberale uns das gewünscht hätten. Solche Gesetze sind eben immer auch Kompromisse.
Bärbel Höhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das ist ein Abwürgen, kein Vertrauensschutz!

Michael Kauch (FDP):
Falls sich herausstellen wird, dass nicht genügend Flächen für die Fotovoltaik vorhanden sind, kann man gegebenenfalls im Rahmen der großen EEG-Novelle im Jahre 2012 Veränderungen vornehmen.
Ulrich Kelber [SPD]: Dann können Sie ja die Betriebe wieder aufbauen!

Ralph Lenkert (DIE LINKE):
Wir zahlen 2 Cent je Kilowattstunde zusätzlich für die erneuerbaren Energien, aber seit 2006 stiegen die Strompreise um 4 Cent je Kilowattstunde, und das ohne Gegenleistung und ohne Kostengründe.

Bärbel Höhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Genau! Das ist die Monopolstruktur!

Hans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Es ist ganz wichtig, dass wir die Technologieführerschaft Deutschlands, die wir in den letzten zehn Jahren, angefangen  mit Rot-Grün, aufgebaut haben, behalten.

Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD und der LINKEN – Axel E. Fischer [Karlsruhe-Land] [CDU/CSU]: Die sozial Schwachen müssen das alles bezahlen!

Hans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Bleiben Sie bitte noch stehen.
Ulrich Kelber [SPD]: Genau! Stehen bleiben, Herr Kollege! Das gehört noch zur Antwort! –
Michael Kauch [FDP]: Oh, ich dachte, die Antwort ist zu Ende!

Hans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Offensichtlich gilt in der FDP nicht das Wort eines Ministers und in der CSU auch nicht das Wort eines Parteivorsitzenden.
Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das war schon immer so!

Dr. Norbert Röttgen, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:
Dass wir diesen Punkt ernst nehmen, drückt sich darin aus, dass wir die „Innovationsallianz Photovoltaik“ ins
Leben gerufen haben und die Mittel für die Förderung der Forschung um bis zu 100 Millionen Euro aufstocken
werden. Das heißt, Innovation, Forschung und Technologie sind der Weg, mit dem wir Erfolge erzielen werden.
Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP – Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das ist die Rückkehr der Forschung in den Elfenbeinturm, Herr Minister!

Waltraud Wolff (Wolmirstedt) (SPD):
Ich habe heute Morgen per E-Mail den Hilferuf eines Bauern aus Schwandorf bekommen – das ist in der Oberpfalz –, Dr. Maria Flachsbarth [CDU/CSU]: Den haben alle bekommen!

Horst Meierhofer (FDP):
Wir bauen aus. Wir sorgen für mehr erneuerbare Energien, wir sorgen für mehr Fotovoltaik, als Sie sich jemals zugetraut hätten.
Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU –
Waltraud Wolff [Wolmirstedt] [SPD]: Auch wenn man es ständig wiederholt, wird es nicht richtig!

Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt:
Herr Scheer, vielen Dank. Eine Kurzintervention darf nicht länger als drei Minuten dauern, und die sind um. Deswegen möchte ich jetzt gern den Bundesminister fragen, ob er antworten möchte. – Das möchte er nicht.
Iris Gleicke [SPD]: Das traut er sich nicht! – Ulrich Kelber [SPD]: Dafür hat er keinen Sprechzettel!
Dann gebe ich das Wort der Kollegin Dr. Maria Flachsbarth für die CDU/CSU-Fraktion.

Die Aussage von Horst Meierhofer (FDP) halte ich für die größte Unverschämtheit. Eine Partei die fast zehn Jahre lang das EEG bekämpft hat stellt sich nach einem halben Jahr Regierungszeit hin kürzt die PV Einspeisevergütung und will den kompletten Erfolg des EEG kassieren. Schämen Sie sich Herr Meierhofer!

Erhard Renz

Solarkürzung geht im Griechenland Crash unter

Freitag, den 7. Mai 2010 von Erhard Renz

Übrigens gestern hat der deutsche Bundestag beschlossen die EEG Vergütung ab 1.7.2010 um 16 Prozent zu kürzen. Da werden wir natürlich Problem kriegen die 16.500 neuen Arbeitsplätze die 2009 in der Solarbranche geschaffen wurden zu halten. Natürlich haben die anderen 63.100 Solarmitarbeiter auch keine Arbeitsplatzgarantie. Schließlich haben wir Marktwirtschaft und da muss jeder sehen wo er bleibt.

Aber die Politik interessiert dies ja wenig. Die machen lieber Krisenmanagement in Griechenland. Oder bejammern die ach so schlimme Umweltkatastrophe die sich grad mal wieder im Golf von Mexico abspielt. Natürlich kann die Politik sich jetzt auch noch mit Tippfehlern an der Börse beschäftigen.

Die Medien liefern weitere Themen dazu wie die Impfstoff Histerie aus dem letzten Winter.

Alles wunderbare Themen bei denen man sich dem staunenden Zuschauer/Leser als Krisenmanager präsentieren kann.
Wo aber sind die Politiker die sich ins Rampenlicht stellen und uns in der Solarbranche mal fundiert erklären wie es denn zu dieser Kürzung gekommen ist.
Wo ist der Politiker der mir erklärt warum die Regelmäßige Degression weiterhin im Winter gesetzlich festgelegt wurde?
Wo ist der Politiker der mir erklärt warum es keine Einspeisevergütung für Anlagen bis 10 kWp gibt?
Wo ist der Politiker der mir erklärt warum die kleine Anlage bis 30 kWp die gleiche Kürzung erfährt wie die Megawattanlage obwohl die Kostenreduktion sich auf die Module bezieht und nicht auf die Planung, die Montage auf alle fixe Kosten eben?

Sie drücken sich die Politiker der CDU/CSU/FDP und hoffen wir werden abgelenkt von Griechen, von BP am Golf von Mexico und Tippfehlern von Heuschrecken. Ich warte aber ab und werde mir das Wortprotokoll im Bundestag genau ansehen und wie immer hier im Blog davon berichten. Auf jeden Fall kann ich euch Politikern der jetzigen Bundesregierung sagen. Was ihr da beschlossen habt ist keine Meisterleistung und bei der nächsten Einweihungsfeier werde ich dies auch so kommunizieren.

Erhard Renz

Photons eigene Wahrnehmungen

Freitag, den 30. April 2010 von Erhard Renz

Ich hatte ja bereits berichtet, daß ich angelockt durch die Ankündigung Röttgen, Scheer und Fell würden über das EEG diskutieren in Stuttgart zu “Photon’s 6th Photovoltaic Technology Show 2010 Europe” gefahren war.

Jetzt hat die Photon einen eigenen Bericht zu dieser Veranstaltung veröffentlicht. Schon der Titel des Berichts “Von einer Welt zur nächsten” zeigt die Abgehobenheit von Photon. Wir haben nur eine Welt und wenn wir die versaut haben können wir nicht zur nächsten wechseln. Solche Titel und der folgende Artikel dazu, tun so als ob wir neu Anfangen könnten ohne das bereits geschaffene zu beachten. Dies entspricht aber nicht der Realität. Der Ausbau der Photovoltaik wurde durch Menschen geschaffen die jetzt einen Anspruch haben bei der Weiterentwicklung mitgenommen zu werden. Diejenigen die den Markt entwickelt haben sollen auch an den anstehenden Geschäften partizipieren. Der Markt muß weiterentwickelt werden und nicht ein neuer erfunden werden und schon gar nicht von diesen Podiumsteilnehmern.

Wer die “alte Welt” als “kuschelige Nische” bezeichnet in der Betreiber “risikolos investieren” und Herstellern von Solarmodulen “auskömmliche Umsatzrenditen” verschafft der diffamiert die Pioniere der Photovoltaik. Bei der Veranstaltung in Stuttgart war mir auch schnell klar hier gehöre ich nicht hin. Wenn bis auf Götz Fischbeck dem Aktienanalyst alle Podiumsteilnehmer meinen die Vergütungsabsenkung könnte man “mindestens als unproblematisch” ansehen, dann war ich auf der falschen Veranstaltung. Wir werden durch die 16% Absenkung eine Marktbereinigung bekommen. Das heiß es werden Arbeitsplätze wegfallen. Aber nicht diejenigen die schlechte Anlagen gebaut haben werden vom Markt verschwinden sondern solche Firmen die nicht genug Kapitalreserven haben um einen zwei-dreimonatigen Nachfrageeinbruch verkraften zu können. Es werden Firmen verschwinden oder viel Geld verlieren die nichts aber auch rein garnichts für dieses Dilemma können. Die Verantwortung liegt allein bei der Politik und solchen “Experten” die auf Podiumsdiskussionen ihren Schwachsinn zum besten geben.

Krawinkel träumt schon mal von 10 GW Zubau in 2010 und einer EEG Umlage von 4 bis 5 Cent je kWh. Da die Umlage nicht nur von der installierten Leistung sondern auch vom Strompreis an der Börse abhängt weiß Krawinkel anscheinend schon wie sich der Strompreis in 2010 entwickelt. Ich empfehle dazu eher mal einen Blick auf den Ölpreis vorzunehmen. Da der Gaspreis sicherlich noch eine ganze Weile sich am Ölpreis orientiert gehe ich eher von einem steigenden Strompreis aus und einer geringeren Differenz wie die 4 bis 5 Cent von Krawinkel.

Philippe Welters markigen Sprüche vor “mehreren hundert Zuhörer” (ich hab 250 geschätzt) sich Gedanken um die PV zu machen empfand ich als Hohn. Gerade mal vier Fragen waren zugelassen worden ich hatte mir schon das Mikro ergattert als die “lebhafte” Diskussion abgebrochen wurde. Bei einem PV-Stromanteil von derzeit einem Prozent zu behaupten bei größerem Anteil der PV wäre dieser Strom ohne EEG nix Wert entbehrt jeder Grundlage. Photovoltaikstrom wird zur besten Zeit produziert. Nämlich dann wenn die Menschen aktiv sind. Sollten wir tatsächlich so viel PV-Strom zur Mittagszeit haben dass keine Abnehmer mehr da sind dann muß der Verbrauch dieser “kostengünstigen” Produktion angepaßt werden.

Eigentlich hatte ich gedacht es gäbe eine Diskussion zum EEG aber Krawinkel wollte “den Preismechanismus an der Börse” verändern. Nun bin ich kein Börsenexperte und will es auch nicht werden sondern ich wollte über die Zukunft des EEG reden…

Im Photon Bericht wird dann auch noch Peter Fath mit seinem 75 Cent Modul zitiert welches laut Photon “bald” zur Verfügung steht. Ich hab in Erinnerung, daß H. Fath sagte: wenn er die komplette Fabrik neu bestücken (mit seinen Maschinen) könnte dann wäre er in 2013 bereit zu den oben genannten 75 Cent zu produzieren. Nur Träumer die von Betriebswirtschaft keine Ahnung haben können in einer neuen Welt eine neue Fabrik auf die grüne Wiese stellen und die Kosten der alten Welt und der alten Fabrik ignorieren. Ich empfand diese Aussage von H. Fath als Werbeblock der Fa. Centrotherm für die anwesenden internationalen Zuhörer mit der Zukunft des EEG hat dies auch nichts zu tun.

Für mich ist klar Photon lebt tatsächlich in einer Welt die mit meiner “alten” Welt nichts zu tun hat. Ich bitte deshalb alle die sich mit mir demnächst unterhalten nicht die “auserirdische Photon” mir gegenüber zu zitieren.

Erhard Renz

Bananenrepublik Deutschland

Mittwoch, den 28. April 2010 von Erhard Renz

Nein ich war nicht krank ich bin topfit, hochengagiert und rund um die Uhr bemüht. Ich war aber irgendwie sprachlos was momentan in unserer Republik passiert. Seit mehr als eineinhalb Jahren bemühe ich mich um eine Degression in der Photovoltaik im Sommer statt im Winter zu bekommen. Ich bemühe mich Argumente zu finden diese zu belegen und andere damit zu überzeugen. Dafür habe ich viel gelesen, geschrieben, geredet, präsentiert und bin viel gereist. Ich war in Berlin, Bayern und gestern in Stuttgart. Mit welcher Ignoranz sich die Regierenden aber über Sachargumente hinwegsetzen hätte ich mir nicht träumen lassen.

 Was soll ich von einer Regierung halten die am 21.4. sich 8 Experten nach Berlin in den Umweltausschuß einlädt. Dort sich von den (sogenannten) Experten in mehreren Stunden verbal und mit Argumenten auf 200 Seiten Papier bearbeitet läßt. Wenn diese Regierung sich am 23.4. abends dann zusammenkungelt und auf ein Papier einigt dass ich nur mit dem Prädikat “Beratungsresistent” versehen kann. Auf das Schmierentheater mit den ostdeutschen Ministerpräsidenten will ich gar nicht groß eingehen. Anscheinend ist es üblich anstelle ordentlich abgestimmter Gesetze die anhand von Sachargumenten abgewogen werden sich die Zustimmung zu erkaufen. In diesem Fall mit Forschungsgeldern im 100 Millionen Euro Bereich.
Die überreife Banane (schwarz/gelb) läßt grüßen.

Es bleibt bei den 16% Reduktion. Ackerfläche wird ganz gestrichen. Eigenverbrauch wird verkompliziert bis unkalkulierbar. Die Reduzierung für 1.1.2011 kann man sich schon mal ca. 13% vormerken und dann muß ich mir von einem Träumer noch sagen lassen:

“Es bleibt bei der Absenkung der Fördersätze zum 1.7.2010, um Traumrenditen zu Lasten der Verbraucher zu beenden”

Herr Dr. Christian Ruck von der CDU ich bin es leid mir solche Sprüche anzuhören. Genau diese Sprüche sind es die uns Beschäftigten in der Solarbranche vorgehalten werden wenn wir auf Messen stehen oder wenn ich Vorträge halte. Wenn sie mal bei wachem Verstand Traumrenditen erleben wollen empfehle ich Ihnen die RWE Hauptversammlung. Traumrenditen im Odenwald auf einem Einfamilienhaus mit Photovoltaik zu erzielen sind Träumerei.

Aber entschuldigung wer interessiert sich denn auch schon für die Probleme der Installateure die Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäuser bauen wollen. Welchen Stellenwert wir haben durfte ich bei der gestrigen PHOTON ACADEMY erfahren. Eigentlich hatte ich mich mit Marcus Merkel auf den Weg nach Stuttgart gemacht, weil ich dort auf einer Podiumsdiskussion Röttgen, Scheer und Fell zum Thema “Die Zukunft des EEG” erleben wollte. Die waren aber nicht da. Warum hat uns keiner gesagt. Hermann Scheer ward am Stuttgarter Bahnhof gesehen. Er war mal wieder schlauer wie ich und hat sich rechtzeitig aus dem Staub gemacht. Denn die Podiumsdiskussion die ich dann erleben durfte war mehr eine Jubelveranstaltung derer die locker in der Lage sind 30% Degression umzusetzen. Alles null Problemo!

In der allgemeinen Jubelorgie auf dem Podium der Internationalen Solarfirmen störte nur der Aktienanalyst Götz Fischbeck mal kurz mit dem Hinweis, daß es Solarfirmen gibt die keinen Gewinn vermelden. Dies ging im allgemeinen First-Solar Jubel unter. Oder hinter der Scheuten Solar Aussage die der internationalen Zuhörerschaft signalisierten wir sind ja International unterwegs und wir sind sowieso Spitze ging diese kurze Bemerkung von H. Fischbeck unter.

Philipp Welter (PHOTON) phantasierte dann der staunenden Zuhörerschaft von einem Szenario “man muß mal von hinten kucken” wieviel GW Photovoltaik eigentlich sinnvoll wären für Deutschland. Seit Helmut Kohl wissen wir ja wie wichtig es ist was hinten raus kommt aber die Theorien von H. Welter halte ich bei theoretischen Diskussionen über Gott und die Photovoltaik Welt für gut und angebracht wir sind aber real und es droht am 1.7. ein Fiasko. Wenn er über Photovoltaikstrom philosophiert der keinen “Wert an der Börse” hat dann wird mir klar wie er denkt.
Ich möchte den 7 Diskutanten mal empfehlen sich die Entwicklung der Stromgestehungskosten der Photovoltaik laut PHOTON bis zum Jahr 2020 anzusehen. Photovoltaik auf dem Dach wird zu Kosten von 11,16 Cent produziert werden. Ich würde gerne mal die 7 Diskutanten fragen welche Energieerzeugung im Jahre 2020 günstigeren Strom “frei Haus” liefert wie Photovoltaik.
Die Photovoltaik wird der Billigmacher der Stromversorung unserer Bürger sein.

Aber den 7 Diskutanten geht es nur noch ums große Geld. Megawatt, Freiland, Rendite, Sicherheit, Global, International für die Investoren. Sicherheit für meine Monteure im Winter dieses Thema kennt man in solchen Kreisen nicht. Gespräche mit Kunden sowas gibt es in diesen edlen Kreisen nicht. Dort verhandeln Manager untereinander. Da wird alles abgesichert mit Verträgen und Versicherungen. Big Business eben. Die schläfrigen Gesichter bei der PHOTON ACADEMY der englischsprachigen Zuhörer zeigte mir, die sind den ganzen Tag durch die zwei Ausstellerhallen geschlurft und haben sich für abends ein trockenes Plätzchen gesucht. Was da über das deutsche Einspeisegesetz gesprochen wurde kann keiner dieser Herren verstehen. Für diese Leute war dies Show gestern abend aber auch gemacht. Nicht für diejenigen in Deutschland die sich schon jahrelang für eine Energiewende einsetzen. Davon habe ich auch kaum einen gesehen. Glückwunsch ihr seid alle schlauer wie ich gewesen.

Wir diejenigen die immer noch der Meinung sind wir brauchen in Deutschland eine Solare Revolution, uns sollte aber auch klar sagen. Liebe Photon Macher ihr seid nicht mehr unser Sprachrohr wir brauchen euch auch nicht mehr ihr könnt euch auf die Internationale Plattform verdrücken. Dort passt eure Show auch hin wir wollen in Deutschland etwas anderes. 

Wir die Solarbranche brauchen jetzt ein überarbeitetes EEG mit dem wir ab 1.7.2010 wieder zu unseren Kunden gehen können und eine Planungssicherheit haben. Wir wollen auch zusammen mit unseren Lieferanten eine Planung/Abschätzung durchführen mit welchen Mengen wir rechnen können. Wir würden gerne mal wieder in ein preisliches Fahrwasser kommen in dem wir langsam talwärts plätschern. In letzter Zeit sind wir Sturzbäche hinabgestürzt und stehen momentan vor einer Staumauer. Wir wollen eine eigen Vergütungsklasse für Kleinanlagen (bis 10 kW) einen Degressionszeitpunkt im Sommer und auch weiterhin Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen.

Wir wollen dies alles diskutieren mit allen Beteiligten in einem offenen Prozess. Wenn die Photon dies nicht organisieren kann muß es jemand anderes tun. Wenn sich schwarz/gelb dieser Diskussion nicht stellen will müssen wir den Druck erhöhen. Noch hat sich “nur die Koalition” im Hinterzimmer auf etwas geeinigt. Aber in dieser Bananenrepublik Deutschland entscheidet noch immer das Parlament. Ich hab mich deshalb entschlossen in den nächsten Tagen einen offenen Brief an alle Abgeordneten des Bundestages zu schreiben. Auch wenn es für mich viel Zeit kostet den Entwurf und den Verteiler aufzustellen. Ich kämpfe bis zuletzt. Im Gegensatz zu den vielen anderen weiß ich warum und für was ich kämpfe.

Erhard Renz

Elektrohandwerk profitiert von Förderung

Montag, den 19. April 2010 von Erhard Renz

Inzwischen macht das Elektrohandwerk fast 30% seines Umsatzes mit Solartechnik. Dies hat der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) gemeldet. Seit der Einführung des EEG im Jahre 2000 hat sich der Umsatzanteil mehr als verdreifacht.

Elektrohandwerk Umsatz mit Solartechnik

Auf 13 Milliarden Euro wird vom ZVEH der Umsatz des Elektrohandwerks mit der Solartechnik in 2009 beziffert. Inzwischen setzt jeder dritte Handwerksbetrieb auf Solar. Im Bericht des ZVEH gefällt mir besonders der Satz:

“Den Schwerpunkt bildet naturgemäß die Photovoltaik”.

So muß es sein. Photovoltaik ist natürlich!
Es muß vollkommen normal sein, daß Solartechnik eingesetzt wird. Warum die ZVEH die Solarthermie damit zurücksetzt versteh ich zwar nicht. Ausser, dass die Elektrohandwerker bei Solarthermie keine allzugroße Kompetenz haben dürften.

Jedenfalls sind die Durchschnittszahlen der Betriebe Interessant. Im Bundesdurchschnitt wurden je Betrieb drei Solarthermische und zehn Photovoltaikanlagen errichtet.

Na da kann ich nur sagen wir von Ralos sind da überdurchschnittlich unterwegs. Wir liegen bundesweit bei ca. 5 Photovoltaikanlagen pro Arbeitstag. Aber wir sind ja auch Systemintegrator und nicht nur Handwerker. ;-)

Erhard Renz

Photon Jährliche Degression auf 10% festschreiben

Donnerstag, den 15. April 2010 von Erhard Renz

Nachdem ich bei den Vorschlägen von Photon zu den Themen regionale Differenzierung, Ost/West Dächer und Netzentlastungsbonus bereits anderer Meinung bin, kann ich auch einem festschreiben einer jährlichen Degression nicht zustimmen. Allerdings finde ich die Argumentation von Photon auch etwas schräg.

Schon die Findung der 10% Reduktion werden anhand einer Lernkurventheorie abgeleitet. Dass diese Lernkurfentheorie von mir aus auf die Modulkosten angewendet werden können möchte ich nicht abstreiten. Aber wie die Kostenreduktion bei der Installation von einer 4 kWp Anlage sich analog der Lernkurventheorie entwickeln soll ist mir schleierhaft. Die Lernkorventheorie passt nur für die Industriell hergestellten Produkte. Nicht aber für die Planung, Montage, Beratung und Anfahrt zum Kunden.

Ich persönlich sehe mich zwar als Lobbyist aber dass geht zu weit:

“Lange Zeit hat die Solarlobby die Politik mit falschen – zu niedrigen – Zubauzahlen genarrt.”

Derzeit kann ich öfters von der Solarlobby lesen. Dazu möchte ich folgendes schreiben. Wir sind sehr wenige Hauptberufliche Solar-Lobbyisten. Weitaus weniger wie sie die traditionelle Energiebranche stellt. Aber wir haben 500.000 Kraftwerksbetreiber auf unserer Seite die für uns reden. Diese Lobby ist unbezahlbar und deshalb auch ganz klar als “Überzeugungstäter” unterwegs. Auf diesem Gebiet sind wir der traditionellen Öl, Gas, Kohle und Uran Lobby um fast 100% überlegen. Denn wer setzt sich in seiner Freizeit schon für die Plünderung unseres Planeten ein?

Die montierten Stückzahlen der letzten Jahren unterlagen vielen nicht vorhersehbaren Ereignissen. Deshalb dann davon zu schreiben die Politik wäre genarrt worden ist falsch. Richtig ist schon im EEG 2004 wurde von der Politik festgelegt:

“Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat dem Deutschen Bundestag bis zum 31.Dezember 2007 und dann alle vier Jahre im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit über den Stand der Markteinführung von Anlagen zur Stromerzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas sowie die Entwicklung der Stromgestehungskosten in diesen Anlagen zu berichten…”

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

Drei Bundesministerien sind im Gesetz von 2004 mit der Aufgabe betreut worden. Aber laut Photon narrt die Solarlobby die Politik. Wahrheit ist die Politik war nicht in der Lage Installationszahlen vorzulegen. Selbst heute mit Bundesnetzagentur erfahren wir die monatlichen Zahlen erst 3 Monate später. Anstatt eine Datenbank eingerichtet wird und in “Echtzeit” die Meldungen abgerufen werden können arbeitet die Bundesnetzagentur noch wie zu Zeiten von Atom, Kohle und Öl und nicht wie im Solarzeitalter. :-)

Photon schlägt für Bayern eine regionale Sonderdegression zum 1.7. von 26% sowie die jährliche Degression zum 1.1.2011 von 10% vor. 39,14 Cent Minus 26% und minus 10% sind noch 26,06 Cent eine weitere 10% Degression zum 1.1.2012 und wir wären in Bayern bei 23,45 Cent je kWh. Bereits hier wären wir in einer Größenordnung die dem Bezugsstrompreis entspricht. Ab diesem Moment wird eine Überarbeitung der Einspeisevergütung erneut notwendig. Denn laut Photon werden die Preise für die PV Anlage um 10% fallen die Erträge aufgrund des Eigenverbrauchs (gerechnet zum Strompreis 2012) sich jedoch erhöhen.

Die PV braucht keine langfristigen gesetzlich festgelegten Prozentsätze mehr. Wir brauchen eine ständige Weiterentwicklung der Einspeisevergütung nicht anhand der Prozente sondern mit Steuerungsparametern. Natürlich fällt mir da als erstes die Sommerdegression ein…

Erhard Renz

Anhörung des Erneuerbare Energien Gesetz im Umweltausschuß

Montag, den 12. April 2010 von Erhard Renz

Am 21.4. ist es im Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit so weit, von 10:30 – bis 13:30 Uhr wird die Anhörung zum EEG durchgeführt. Als “Experten” wurden folgende Personen geladen:

Dr. Holger Krawinkel, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V

Frank Peter, Prognos AG

Dr. Peter Weiss, Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V.

Prof. Eicke R. Weber, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE)

Dr. Aribert Peters, Bund der Energieverbraucher e.V.

Philippe Welter, PHOTON Europe GmbH

Angelika Thomas, IG-Metall Vorstand

Dr. Wolfgang Seeliger, Landesbank Baden-Württemberg

Na auf den ersten Blick suche ich die Solarexperten aus der Praxis. Was Krawinkel und Peters dort zu suchen haben frage ich mich schon. Ebenso bei der Photon das könnte ja auch Angela Merkel bei der nächsten Debatte die Bild Zeitung einladen. Die nicht eingeladenen Verbände wie BSW, DGS, BEE, SFV, Eurosolar und Regiosolar sollten sich vielleicht mal Gedanken machen warum sie nicht eingeladen werden. Ich jedenfalls bin jetzt schon stinksauer…

Erhard Renz

Photons Netzentlastungsbonus statt Eigenverbrauchsförderung

Sonntag, den 11. April 2010 von Erhard Renz

Die Photon hetzt ja schon geraume Zeit gegen die Eigenverbrauchsförderung. Um diese abzulösen haben sich die Photonis was besonderes einfallen lassen. Den Netzentlastungsbonus. Den braucht man laut den Photonis eigentlich erst nachdem 50 Gigawatt Photovoltaikstrom installiert sind. Derzeit haben wir ca. 9 GW Photovoltaik installiert und haben knapp 4 GW in 2009 installiert.

Um einen größeren Ausbau wie 50 GW zu ermöglichen sind laut den Photonis Netzausbau oder Smart Grids erforderlich. Es ist zu bezweifeln (so die Photon..), daß dies rechtzeitig erfolgt. Deshalb kann der Einbau von Speicher sinnvoll sein. Je installiertem kWp müssten deshalb 6 kwh Speicherkapazität vorgehalten werden um den Strom über 24 Stunden gleichmäßig an das Netz abzugeben. Sogar das Wort Grundlast verwenden die Ph’s.
“Dazu ist ein Akkumulator nötig, der einer zusätzlichen Invetition bedarf”.

Dann rechnen die Photonis noch wieviel das kosten würde vermerken ganz nebenbei, daß die Wechselrichter dadurch billiger werden. Im nächsten Satz meinen die Photonis es könnten auch die Alt PV Besitzer in den Genuß des Netzentlastungsboni kommen. Dass die dann den Wechelrichter evtl. tauschen müssten wird nicht erwähnt. Am Schluß kommen die Photonis auf einen Zuschlag von 3 Cent je kWh was den Stromkunden unterm Strich nix kosten würde!

Nur so nebenbei bemerkt. Heute haben wir vier Einspeisetarife. Die Photonis haben die vier bereits mit 16 Bundesländertarifen auf 64 mögliche Kombinationen erhöht. Durch die Ost/West Boni kämen nochmal 64 Werte hinzu. Die 3 Cent Netzentlastungsboni führt somit auf 256 mögliche Einspeisevergüungswerte. Ich bin gespannt auf wieviele Werte ich ankomme wenn ich alle “Vorschläge” der Photonis durchhabe…

Das geschwafel der Photonis gegen die Eigenverbrauchsförderung ist unerträglich.

Wenn der Anlagenbetreiber im Urlaub ist!
Die Photonis wollen uns weißmachen, dass wenn die 100.000 neuen (z.B. 2011) Photovoltaikanlagenbesitzer in Urlaub gehen und keinen Strom mehr verbrauchen würde dies das Netz überlastet. Was machen denn die Netzbetreiber heute? Die müssen doch heute auch kalkulieren, daß Menschen in Urlaub fahren.

Kabarettistische Ausmasse nimmt die Argumentation an wenn die Zeitschaltuhren ins Spiel kommen. Die “normalen Bürger” werden zu vollen Stunden ihre Elektrogeräte einschalten durch diese “ungeahnte Dynamik” wäre ebenfalls das Netz mal wieder in Gefahr. Wenn diese Argumentation ein Fünkchen Wahrheit beinhaltet, dann müssten wir zukünftig alle Veranstaltungen, Fernsehsendungen und Termine auf ungerade Anfangszeiten setzen damit nicht abends um 20 Uhr alle Veranstaltungen gleichzeitig mit einem höheren Verbrauch das Netz gefährden.

Das Beispiel die Eigenverbraucher als Rentenkassen bescheißer hinzustellen ist wohl das absurdeste was man sich vorstellen kann. Wenn ich mir morgen eine Steckerleiste kaufe und damit Standbye Stromverbrauch vermeide wäre ich laut den Photonis dann auch ein Rentenkassen Bescheißer? Liebe Photon wir brauchen eine dramatische Umstellung des Energieverhaltens da sind solche Peanuts Berechnungen lächerlich.

Deshalb betrachte ich eueren Netzentlastungsbonus als lächerlichen Versuch den Eigenverbrauch der Photovoltaik Stromproduzenten zu verhindern.

Durch das EEG müssen attraktive Voraussetzungen geschaffen werden damit immer mehr Menschen bereit sind in Photovoltaik zu investieren. Wir sind dezentral. Wir müssen nicht vier Vorstände von Konzernen überzeugen sondern wir müssen Millionen von Häuslebesitzer überzeugen, daß auf deren Dächern Platz für ein Kraftwerk ist und nix ist da hilfreicher als den Menschen eine gewisse Unabhängigkeit von denen zu geben die ihnen bisher das Geld aus der Tasche ziehen.

Erhard Renz

Dirk Becker MdB fordert Sommerdegression

Samstag, den 10. April 2010 von Erhard Renz

Jetzt hab ich die Quelle der Solarthemen Information gefunden. Claus wenns klappt hol ich ihn am 1.7.2010 zum Nick!

“Wird die jährliche Vergütungsabsenkung zukünftig variabler gestaltet und bei großem Ausbau deutlich erhöht, ist es sinnvoll, den Degressionsschritt jeweils zum 1. Juli vorzunehmen. Als Berechnungsgrundlage sollte weiterhin das jeweilige Kalenderjahr dienen. So kann sich die Branche rechtzeitig auf die Einschnitte einstellen.

Die SPD-Bundestagsfraktion wird nach der Anhörung im Umweltausschuss am 21. April einen Antrag zur Zukunft der Solarförderung einbringen.”

Welch ein Jubel!

Erhard Renz

Frühlingserwachen bei Photon

Mittwoch, den 7. April 2010 von Erhard Renz

Die Solarbranche wird ja wahrlich nicht verwöhnt vom “weltweit führenden Fachverlag im Bereich der solaren Stromerzeugung“. Aber was Photon jetzt als verspätetes Osterei da präsentiert haut dem Modul die Kontakte aus dem Laminat.

Nach ca. 3 Monaten Degressionsdiskussion der verantwortlichen Politiker genehmigt sich Photon heute eine 13 seitige Abhandlung zu diesem Thema. Anstatt sich mit dem Bundestag vorliegenden Gesetzesentwurf oder den Einwendungen des Bundesrats zu beschäftigen macht Photon 5 Vorschläge die einen Solarstromanteil von 30% (bisher max. 2%) ermöglichen sollen.

Ich halte es für kontraproduktiv, wenn in der jetzigen Phase völlig neue Ideen in die Diskussion eingebracht werden. Aus der bisherigen politischen Diskussion (z.B. Bundestag) sehe ich nur noch eine handvoll Politiker die unsere Fachdiskussion bezüglich einer sinnvollen Weiterentwicklung des EEG für Photovoltaik noch geistig mitverfolgen. Wenn Photon jetzt zu diesem Zeitpunkt eine regionale Differenzierung, einen Netzentlastungsbonus und eine Ost/West Förderung neu in die Diskussion einbringt dann erzeugt dies nur ein Chaos!

Chaos bei der Politik, unseren zukünftigen Kunden und bei uns den Firmen die momentan auf Kundensuche für nach dem Photovoltaikgau 1.7. sind. Ja wir suchen momentan Kunden die nach dem 1.7. eine Photovoltaikanlage auf ihr Dach montiert bekommen möchten. Wir erhalten Anfragen nehmen Kontakt auf und reden mit den Menschen. Jeder dieser Interessenten ist auf einem anderen Informationsstand und hofft von uns Klarheit zu bekommen. Wenn wir unsere bisherige Situation schildern war die Resonanz immer gleich und immer auch von unserer Seite nachvollziehbar. “Kommt wieder wenn ihr bescheid wisst”.

Ab morgen gibt es auch diejenigen die meinen sie würden von der neuen Regelung (5 Photon Vorschläge) profitieren. Das sind die mit den Ost/West Dächern die rufen morgen an und fragen uns ob wir ab 1.7. bei ihnen montieren könnten.

Die Photon Vorschläge kommen drei Monate zu spät oder drei Monate zu früh. Auf jeden Fall helfen sie in der momentanen Situation nicht weiter. Was jedem Politiker sofort ins Auge springen wird sind 26% Reduzierung ab 1.7. in Bayern! In Cent ausgedrückt sind das noch 28,96 Cent je kWh bei Anlagen bis 30 kWp. Zum 1.1.2011 dann nochmal 10% runter und wir sind bei 26,07 Cent und ich sag mal dann sind wir in Bayern auf Netzparität. Liebe Photon ich werde mich in den nächsten Tagen mit euren 5 Vorschlägen noch näher beschäftigen aber für heute reicht es mir.

Ihr habt ein Problem mit der Prozentrechnung und mit dem Feingefühl wie ihr eure Nachrichten in die Welt setzt. Ich weiß noch nicht welches eurer Probleme für die Solarbranche schlimmer ist!

Erhard Renz

Gesetzesentwurf für Solarstromförderung

Freitag, den 26. März 2010 von Erhard Renz

Die Bundesregierung bringt den Gesetzesentwurf in das Parlament ein und keinen Interessiert es. Jedenfalls hab ich in der Presse bisher noch nichts gefunden. Es ist aber auch öde anstrengend sich ca. 90 Minuten lang die 13 Reden im Bundestag anzusehen.

Ich hab es allerdings gemacht und muß feststellen in jeder der Fraktionen sind nur wenige Abgeordnete im Parlament geblieben. Am Schluß haben auch noch weniger das Wort ergriffen. Damit konzentriert sich die Weiterentwicklung des EEG auf wenige Persönlichkeiten.

Für mich herausragend war Hans-Josef Fell B90/Die Grünen der eine korrekte Beschreibung der gesamt Situation bietet.

Der Knüller für mich war die Behauptung von Herrn Dirk Becker SPD die 16% Kürzung wäre auf eine Veröffentlichung der Zeitschrift Photon zurückzuführen. In den vorgelegten Gutachten etc. von Minister Norbert Röttgen würde sonst keinerlei Begründung zu diesem Prozentsatz geliefert. Wenn dies so stimmt, kann ich nur sagen Herr Röttgen bitte nehmen Sie die Solarszene anders zur Kenntnis. Auch der BSW und seine Aussagen decken nicht die Belange der Handwerker und des Mittelstandes ab. Von den anderen Solarvereinigungen der SFV, DGS und Eurosolar schaffte es keiner in die Debatte. Auch dies ist bezeichnend für die Branche. Bei der Politik wird nur die Solarindustrie wahrgenommen und die vier großen Energieversorger. Nicht wahrgenommen werden die 500.000 Photovoltaikanlagenbesitzer in Deutschland die einen Anspruch auf eine Dienstleistung ihrer Handwerker haben. Diese Handwerker leben aber derzeit noch von der Montage neuer Anlage und noch nicht von der Dienstleistung wie Wartung, Überwachung und Lieferung von Ersatzteilen. Wenn die Montage wegfällt werden aber einige Handwerksbetriebe in die Insolvenz gehen und die Solaranlagenbesitzer sind ohne fachliche Betreuung.

Es ist schon verwunderlich, daß keiner der Redner das Handwerk und deren Kostenanteil problematisierte. Anscheinend sind die Politiker zu selten auf “Baustellen” von Photovoltaikanlagen und nur bei der Eröffnung von Solarfabriken und fertigen Solarkraftwerken vor Ort. Ich habe mir deshalb vorgenommen in Zukunft die politischen Repräsentanten öfters auf die “Baustellen” einzuladen damit sie ein Bild bekommen wo die Wertschöpfung entsteht. Wenn ich mir die Debatte vor Augen halte dann gibt es nur Solarindustrie die Module herstellen und Investoren die Gewinne einfahren. Dass wir die Handwerker oder Neudeutsch die Systemintegratoren das entscheidende Bindeglied zwischen Modulfabrik und zufriedenen Investoren sind wird vollkommen ausgeblendet.

Eine Solarmodul dass 20 Jahre Höchstleistung bringen soll muß von einem Fachbetrieb installiert sein. Die Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein und der Dachbesitzer muß ordentlich beraten sein damit er in der Lage ist die Photovoltaik wirtschaftlich zu betreiben. Zu einer ordentlichen Beratung gehören alle Aspekte der Photovoltaik. Der Kunde hat Anspruch auf Infos zur Technik, Steuer, Finanzierung, Überwachung, Pflege, Versicherung, Stromverkauf und sicher hab ich grad noch einiges vergessen.

Das führt auch dazu, dass die Kostenreduktion der Module einfach auf das Gesamtsystem übertragen werden. Wer bitteschön kann mir erklären wie die 30% Modulpreisreduktion auch bei der Beratung, dem Wechselrichter, der Beratung, dem Gerüst, der Anfahrt oder dem Gehalt unserer Mitarbeiter erzielt werden soll? Ichwehre mich auch gegen das extrem Beispiel was der Bundestagsabgeordnete Ernst Hinsken CDU/CSU anspricht. Ein Investor mit 100.000 Euro Eigenkapital und 15 Mio. Euro Bankdarlehen der sich Ackerfläche kauft. Wenn Herr Hinsken diese Extremfälle verhindern will kann er Freilandvergütung verändern. Er kann die Banken fragen was sie da machen. Er kann die Grundbesitzer fragen warum sie Ackerfläche verkaufen. Er kann die Gemeinde fragen warum solche Anlagen genehmigt werden. Aber er kann nicht mit der 16% Sense über alle Einspeisetarife hinweggehen.

Wir brauchen eine eigenen Einspeisevergütung für Anlagen bis 10 kWp. Diese darf nicht gekürzt werden also weiterhin mit 39,14 Cent vergütet werden. Wir brauchen bei den Vergütungsklasse bis 30 kWp, bis 100 kWp und bis 1.000 kWp geringere Kürzungen wie bei Megawattanlagen. Die Kostenreduktion der Module wirken sich dort kräftiger aus wie bei den kleinen Anlagen.

Und ihr habt es schon geahnt. Wir das Handwerk die Systemintegratoren wir brauchen die Sommerdegression. Ich habe wenig Resonanz auf meine persönlichen Schreiben bekommen. Aber teilweise war es schon lustig was geantwortet wurde. Ich sollte an die Sicherheit der Investoren denken ich fragte zurück “Wer denkt an die Sicherheit der Monteure?”. Es ginge nicht die Degression vom 31.12. auf den 30.6. zu legen weil die “Systeme” dies nicht könnten. Diese Antwort bekam ich aus den Reihen der CDU worauf ich antwortete: “Es ist die CDU/CSU/FDP die erstmals zum 30.6. die Einspeisevergütung reduziert und wenn dies in 2010 machbar ist kann ich wohl erwarten, daß wir es in jedem Jahr wiederholen können.

Ich stelle fest der Gesetzentwurf wurde an den Umweltausschuss verwiesen dort soll eine Sachverständigenanhörung stattfinden. Bescheiden wie ich bin Herr Röttgen.

Ich warte auf Ihren Anruf!

Erhard Renz

Die einen wollen kürzen die anderen zielgerichtet fördern

Samstag, den 13. März 2010 von Erhard Renz

Während die Bundesregierung mit unausgereiften Kürzungsphantasien die Solarbranche durcheinanderschüttelt überlegt sich der Freistaat Thüringen eine zusätzliche Förderung der Photovoltaik.

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) möchte die Anwendung von Solarenergie im Freistaat unterstützen. Beabsichtigt ist eine Förderung in Höhe von 2 Mio. Euro für 1.000 Photovoltaikanlagen. Dies würde im Schnitt eine Förderung von 2.000 Euro je installierter Photovoltaikanlage entsprechen.

Bevor jetzt ander Bundesländer aufschreien und die Sonderförderung in Thüringen anprangern muss man sich die bereits installierten Photovoltaikanlagen mal genauer anschauen.

In Bayern z.B. sind bereits 151.691 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von ca. 2.500 MW installiert.
Hessen kann noch 37.485 Photovoltaikanlagen mit 585 MW Leistung vorweisen.
Thüringen dagegen besitzt nur 6.454 Photovoltaikanlagen mit 107 MW.

Da die erhöhte Einspeisevergütung von den Stromverbrauchern gezahlt wird bedeutet dies verkürzt dargestellt, daß die Thüringer Stromverbraucher die Photovoltaikvergütung der Bayern zahlen.

Wie gesagt verkürzt dargestell.

Aber es zeigt auch es gibt regionale Unterschiede die bei der Überarbeitung des EEG vielleicht auch berücksichtigt werden könnten. Dazu müsste sich die Bundesregierung aber endlich von ihrem hohen Ross runter unter das Solarvolk bewegen. Wir brauchen keine Einfallslose Kappung der Photovoltaik sondern eine sinnvolle Weiterentwicklung des EEG. Da können wir zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Kürzungen der Einspeisevergütung eine Sonderkürzung verkraften. Die muß allerdings im einstelligen Bereich liegen.

Dann sollten wir aber noch solche Themen wie regionale Unterschiede und natürlich mein Lieblingsthema die Sommer Degression diskutieren. Das wäre eine sinnvolle Weiterentwicklung des EEG und eine zielführende Entwicklung um die versprochenen CO2 Reduzierungen auch tatsächlich zu realisieren.

Erhard Renz

Energymap

Donnerstag, den 11. März 2010 von Erhard Renz

Wieviele Photovoltaikanlagen gibt es in Deutschland? Wieviele davon stehen in Hessen und von wieviele sind davon in Darmstadt montiert? Auf solche Fragen gibt seit August 2009 www.energymap.info Auskunft.

Da diese Homepage von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) gepflegt wird, fragt man sich wo die DGS ihre Informationen herbekommt. Nun die Antwort ist einfach. Schon im EEG 2004 stand in 
§ 15 – Transparenz
[…]
(2) Netzbetreiber sind verpflichtet, die für die Ermittlung der auszugleichenden Energiemengen und Vergütungszahlungen nach § 14 erforderlichen Angaben bis zum 30. September des Folgejahres zu veröffentlichen.

Die DGS zapft jetzt die von den Netzbetreibern veröffentlichten Zahlen an und stellt sie in einer Datenbank zur Verfügung.

Aktuell sind 492.175 Photovoltaikanlagen in ganz Deutschland dokumentiert.

Energymap Stand März 2010

In Hessen sind es leider nur 37.485 und in Darmstadt nur 364 Photovoltaikanlagen.

Es ist also sehr einfach festzustellen welche Gemeinde hat viele Photovoltaikanlagen installiert oder wer kann nur unterdurchschnittlich viele Anlage vorzeigen.

Die Datenbank selbst ist natürlich auf die Datenqualität der Netzbetreiber angewiesen und da ist leider noch vieles im argen. Beim Start der Datenbank im August 2009 waren z.B. “nur” 18.114 Windkraftanlagen dokumentiert inzwischen sind es bereits 21.113 also fast 3.000 Windräder mehr. Dieser Zubau hat aber im letzten halben Jahr so nicht stattgefunden sondern die Netzbetreiber dokumentieren in zwischen besser.

Bei der Photovoltaik ist die Nachdokumentation nicht so gravierend. Im August 2009 waren 442.812 Photovoltaikanlagen und heute sind 492.175 PV-Anlagen dokumentiert. Es sind also knapp 50.000 Photovoltaikanlagen mehr im System drin. Das könnte stimmen. Grob gerechnet wurden in 2009 in der Bundesrepublik ca. 100.000 Photovoltaikanlagen installiert. Das sind wiederum ca. 500 Photovoltaikanlagen am Tag. Wenn wir alles zusammenrechnen installiert/verkauft Ralos knapp 5 Anlagen pro Tag.

Es wäre natürlich schön wenn wir demnächst von der DGS die Meldung bekämen die Netzbetreiber haben sauber dokumentiert und wir könnten korrekte Zahlen abrufen. Für alle wäre dies eine hervorragende Datenquelle aber bevor es so weit kommt müssen wir bei den Netzbetreibern noch dicke Bretter bohren.
Obwohl es doch eigentlich selbstverständlich sein müsste, denn für was steht es eigentlich so im Gesetz?

Erhard Renz

Einspeisevergütung 2010 neu

Donnerstag, den 4. März 2010 von Erhard Renz

Die Diskussion um die Reduzierung der Einspeisevergütung zieht sich inzwischen wie Kaugummi. Ich kann niemandem erklären warum auf diese Art und Weise eine Regierung ein Gesetz vorbereitet und irgendwann dann beschließt. Die Auswirkungen bleiben bei uns, den Firmen die direkt mit den Kunden in Kontakt sind, hängen. Wir müssen auf die Fragen der Kunden antworten. Umso trauriger ist es wenn ich seit Monaten versuche einen Aspekt der Kostenreduktion der uns Vorteile bringt in die Diskussion einzubringen ohne eine Rückmeldung der Regierung zu erhalten. 

Die Veränderung des Degressionszeitpunktes vom 31.12. auf den 30.6.

Derzeit sind unsere Monteure gezwungen im Winter bei schlechtesten Bedingungen Höchstleistungen zu bringen. Dabei gibt es kein einziges Argument den Nachfrageboom, der durch eine hohe Degression politisch ausgelöst wird, in den Winter zu legen. Der Kostenanteil der Module an den Gesamtkosten lag früher bei 80% inzwischen nur noch bei 60% es wird deshalb immer wichtiger auch die Montagekosten bei der Degression im EEG zu berücksichtigen. Dabei wäre es so einfach die vorgesehene jährliche Degression zum 1.7.2010 auch zukünftig beizubehalten. Eine Verschiebung des Degressionszeitpunktes also vom 31.12.2010 auf den 1.7.2011

Wenn von Kostendegression gesprochen wird muß auch die Kostengünstige, Qualitativ hochwertige Montage bedacht werden und die ist nur mit einer Hochsaison im Sommer möglich.

Dies habe ich jetzt erneut einigen Politikern geschildert in der Hoffnung, dass endlich auch die Belange der Montagebetriebe in die Diskussion mit aufgenommen wird. Noch ist nichts verloren der voraussichtliche Terminplan sieht derzeit folgendermaßen aus:

- 25. oder 26. März die erste Lesung im Deutschen Bundestag
- 21. April die Anhörung im federführenden Umweltausschuss
- 5. Mai beschließt der Umweltausschuss das Gesetz
- 7. Mai, findet die zweite und dritte Lesung im Deutschen Bundestag statt

Es bleibt also spannend und es gilt die Devise: Niemals Aufgeben!

Erhard Renz

Einspeisereduzierung jetzt gehts los!

Donnerstag, den 25. Februar 2010 von Erhard Renz

Jetzt hab ich mal eine Woche “Frau Merkel” gemacht und mich in die ganzen Streitereien nicht eingemischt. Allerdings war ich die ganzen Tagen in Sachen Solar aktiv. Zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es noch Infos. Aber ob es die Hessische SPD Landesvertretung im Bundestag (Montag), oder die hess. Landtagsabgeordneten Tarek al Wazir (Grüne), Alexander Bauer und Peter Stephan beide CDU (Dienstag) oder die Landräte vom Neckar Odenwaldkreis und Main Tauber Kreis (Mittwoch) waren, keiner der Politiker konnte mir erklären warum bewußt die Einspeisereduzierung auf den 31.12. gelegt wird. Im Gegenteil sagt mir jeder, daß die Sommerdegression einleuchtend wär. Bisher haben aber meine ganzen Aktionen noch keine Resonanz bei den Regierungspolitikern gefunden. Obwohl ich alle Mitglieder des Umweltausschusses angeschrieben habe. Im persönlichen Gespräch konnte mir noch niemand den Sinn erklären warum durch politische Beschlüsse die Hochsaison der Photovoltaikanlagen in den Dezember gelegt wird.

Jeder weiß, die Hochsaison des Speiseeisverkäufers sind die Sommermonate. Dies ist der Natur geschuldet.
Dass wir bisher im Dezember immer am meisten Photovoltaik installiert haben liegt an dem EEG Gesetz und dem dazugehörenden Degressionstermin 31.12. Dies ist allein der Politik geschuldet und nur die Politik kann diesen Unsinn beenden.

Wer sich für eine qualitativ hochwertige, kostengünstige und sichere Photovoltaik Installation einsetzt kann den regelmäßigen Degressionszeitpunkt nicht auf den 31.12. festlegen. Wer dies trotzdem tut widerspricht dem Ansinnen eine kostengünstige Photovoltaik zu bekommen.

Der regelmäßige Degressionszeitpunkt muß im Sommer liegen. Oder noch besser er wird aufgeteilt und zwar in vier Raten. Wenn wir eine 10% Degression auf vier Termine verteilen haben wir jeweils eine Reduktion um 2,5% die sowohl dem Kunden als auch dem Installationsbetrieb keine Schweißperlen auf die Stirn treiben.

Vorteile der Sommer Degression

Wir hatten in 2009 eine monatliche Installationsmenge von 3 MW (Januar) bis 600 MW (Dezember). Betriebswirtschaftlich sinnvoll wäre eine gleichmäßige Menge von 250 MW. Dann wären die Monteure gleichmäßig rund ums Jahr beschäftigt und damit eine Kostenreduzierung. Wir hätten Monteure die hochwertige Photovoltaikmontagen installieren und keine “Saisonarbeiter” und damit eine Qualitätsverbesserung. Die regionalen Firmen könnten ihre Kunden bedienen ohne dass die “billig Wanderarbeiter” über die Region herfallen. Den Schwerpunkt der Degression zu verteilen oder in den Sommer zu legen bedeutet längere Arbeitszeiten je Arbeitstag sind möglich. Besonders wichtig wenn ein Montagetrupp eine Anfahrt von einer Stunde hat bedeutet eine Kostenreduzierung. Im Vergleich zum Winter können an einem Tag viel größere Anlagen installiert werden eine weitere Kostenreduktion. Der “Sommer Monteur” ist produktiver wie der “Wintermonteur” und damit Kostenreduktion.
Verstetigung der Nachfrage bedeutet auch eine bessere Auslastung der Modullieferfirmen und damit Kostenreduzierung! Wenn unsere deutschen Werke gleichmäßiger produzieren können, bedeutet dies sie können größere Jahres Stückzahlen produzieren, damit werden weniger Module importiert was sich ebenfall Volkswirtschaftlich bemerkbar macht.
Wenn die 7 wöchige Schneeperiode nicht am 24.12.2009 bis 12.2.2010 sondern bereits vom 12.11.2009 bis 24.12.2009 gekommen wäre, hätten viele Installationsbetriebe schlichtweg Insolvenz anmelden können. Dann hätten viele ca. 30% Ihres Jahresumsatzes nicht gemacht. Es wären unzählige Kunden sauer oder gingen sogar gerichtlich gegen ihren Installationsbetrieb wegen “Nichterfüllung der Installation” vor. Wie die Läger der Installationsbetriebe und der Hersteller dann aussehen würden, daran möchte ich erst garnicht denken.
Eine hohe Jahresenddegression (höher wie 5%) ist eine Gefahr für jeden Installationsbetrieb.

Am Schluß möchte ich meine ursprüngliche Motivation (Dez. 2008) noch anmerken die bisher aber kaum jemanden interessiert hat. Die Sicherheit unserer Monteure. Wer eine Winterdegression (Ende 2010 erneut mehr als 10%) beschließt ist Verursacher der Jahresendralley und hat es mit zu Verantworten wenn durch winterliche Einflüsse Monteure genötigt sind auf nicht einwandfreie Dächer versuchen eine ordentliche Arbeit abzulegen.

Deshalb mein Vorschlag an die Politik sich zu überlegen ob anstelle einer 16% Reduktion und anschließend einer Jahresenddegression von über 10% folgende Degressionsprozentsätze und Termine zu beschließen.

8% Degression zum 1.7.2010
3% Degression am 1.10.2010
3% Degression am 1.1.2011
3% Degression am 1.4.2011 usw.

Für diese nachhaltige Sommerdegression werde ich bis zum Gesetzgebungsbeschluß kämpfen. Das was CDU/CSU und FDP verabredet haben ist Diskussionswürdig aber noch lange nicht beschlossen. Natürlich bin ich weiterhin auf der Suche nach den vielen Anregungen (so wie z.B. erhöhter Eigenverbrauch) das bestehende EEG zu verbessern. Ich freue mich auf viele Kommentare…

Erhard Renz

Gesamtkonzept ist gefragt kein Flickenteppich

Sonntag, den 14. Februar 2010 von Erhard Renz

Mit dem Photovoltaik Einspeisereduzierungs Startschuß am 20.1.2010 von Herrn Röttgen wurde eine Diskussion über die zukünftige Photovoltaikvergütung ausgelöst. Viele meldeten sich mit Hinweisen zu Wort wie sie sich die zukünftige Vergütung vorstellen. Es wäre an der Zeit, daß Herr Röttgen nachdem er sich schon öfters zu Wort gemeldet hat eine Zusammenfassung zu veröffentlichen.

Jede Veröffentlichung löst hier bei uns Nachfragen aus. Die aktuellen Kunden fragen nach ob es sie betrifft. Unsere Bestandskunden treibt immer wieder die Angst ob die Vergütung nicht auch bei Bestandsanlagen gestrichen werden könnte. Interessenten fragen nach ob wir noch bis April/Juni liefern könnten oder wenn nicht wie die Preise nach der Einmalabsenkung aussehen.

Momentan sieht es für die Mehrzahl unserer Kunden folgendermaßen aus.

Vergütung bisher bis zum 31.12.2009 waren 43,01 Cent.
Erhöhte Absenkung aufgrund des vereinbarten EEG auf 39,14 Cent je kWh.
Drohende Einmalabsenkung durch die CDU/CSU/FDP Regierung ab 1.6.2010 um 16 % auf 32,88 Cent je kWh.

Für die “Planmäßige” Kürzung der Einspeisevergütung zum 1.1.2011 steht uns aber auch noch ein Brocken bevor. Denn das Eckpunktepapier von H. Röttgen sieht da nochmals eine drastische Reduzierung vor.

Denn nur wenn der Korridor von 2.500 MW – 3.000 MW nicht überschritten wird bleibt es bei den bisher bekannten 9% Reduzierung. Ab 3.500 MW werden schon um 11,5% reduziert und bei 4.500 MW wären es 14 Prozent.

Der Zeitraum der für die Mengen herangezogen wird wäre der Oktober 2009 bis September 2010. Da schon einige Zahlen bekannt sind möchte ich eine “kleine Hochrechnung” durchführen.

370 MW Oktober 2009
500 MW November 2009
600 MW Dezember 2009 (geschätzt)
— MW Januar 2010 (2010 alles Schätzzahlen)
50 MW Februar 2010
600 MW März 2010
700 MW April 2010
700 MW Mai 2010
100 MW Juni 2010
200 MW July 2010
200 MW August 2010
200 MW September 2010

Die März bis Mai Zahlen wären eine Vollauslastung der Branche wobei die 700 MW je Monat durch nichts belegt ist die hab ich einfach mal angesetzt. Im Juni dürfte die Montagezahl in den Keller gehen. Für die Monate July bis September habe ich 200 MW angesetzt da ich davon ausgehe, daß diese Menge benötigt wird um die derzeitigen Mitarbeiter weiterhin beschäftigen zu können.

Mit dieser kleinen Rechnung komme ich also auf 4.220 MW was einer weiteren Reduzierung von 11,5% bedeuten würde. Wir sind aber auch nah an der 14% Reduzierung dran! Wir hätten also am Jahresende wieder den Schnäppchenboom (wenn er überhaupt darstellbar wäre?). Aus meiner Sicht ist diese Hohe Reduzierung zu diesem Zeitpunkt total überhöht.

Eine 11,5% Reduzierung ergibt eine Einspeisevergütung von 29,10 Cent. Wir hätten dann vom 31.12.2009 bis zum 1.1.2011 eine Veränderung von 43,01 auf 29,10 und damit ein Drittel weniger.

Ob damit eine hochwertige Qualität von Modulen, Wechselrichtern und Montage noch möglich ist habe ich meine Zweifel.

Warum greift Röttgen nicht den Hinweis der Bayrischen Solarinitiativen auf die 11,5% auf vier Termine zu verteilen? Am 1.1.2011 nur 3% zu Reduzieren,
am 1.4.2011 weitere 3%, am 1.7.2011 nochmals 3% und am 1.10.2011 erneut 3% ergibt ebenfalls genau die 29,10 Cent je kWh. Aber der Jahresendrun wäre weg. Ob die Branche mit der Höhe der Absenkung klar kommt wage ich allerdings zu bezweifeln aber wenigstens der Jahresendrun wäre weg.
Aber vielleicht hat Herr Röttgen ja andere Zahlen wie er auf seine Absenkungen kommt. Ich kann sein Ansinnen nicht für gutheissen. Auch wenn es bedeuten würde, daß wir 2012 eine Einspeisevergütung hätten die in der Höhe des Steckdosenpreises läge.

Erhard Renz

Zeitlicher Ablauf Kürzung der Einspeisevergütung

Freitag, den 12. Februar 2010 von Erhard Renz

Momentan schwappt die Welle von neuen Meldungen und Kommentaren zu der Reduzierung der Einspeisevergütung über uns hinweg. Jeder der mir über den Weg läuft erzählt mir welche “NEUE NACHRICHT” er gerade bekommen hat und immer wieder die Frage: “Ist das jetzt die endgültige Reduzierung?”.

Nein das ist sie nicht. Auch wenn sich CDU/CSU und FDP sich schon auf irgendetwas geeinigt haben, wir können noch was beeinflussen. Ich zeige mal auf wie ein zeitlicher Ablauf laut SPON vor drei Wochen “geplant war”:

24. Februar Kabinettsbeschluss
22. April Erste Lesung im Bundestag
21. Mai zweite und dritte Lesung im Bundestag
4. Juni Vorlag im Bundesrat

Man hätte also “Rückwirkend” die Einspeisevergütung reduzieren müssen. Den Schlamassel haben sich CDU/CSU/FDP dann doch nicht angetan. Es kann natürlich auch darüber spekuliert werden ob dies H. Röttgen nicht bewußt war und er den 1.4. nur als Verhandlungsmasse eingebracht hat. Wir lassen uns dadurch nicht einschüchtern. Auch wenn CDU/CSU/FDP den ersten Wurf inzwischen nachgearbeitet haben wir bleiben der Meinung eine Absenkung zum 1.6.2010 ist ein Monat zu früh. Die Absenkung ist bei weitem zu hoch und die Forderung nach einer zukünftigen Absenkung im Sommer wird überhaupt nicht zur Kenntnis genommen.

So nicht. Wir wollen eine sinnvolle Weiterentwicklung des EEG und keine Kürzungsorgie die uns nicht weiterbringt sondern nur Arbeitsplätze kostet.

Diese Meinung werden wir auf jeder der oben genannten Gesprächsebenen einbringen. Wir die Firmen die dem Kunden die Anlage auf das Dach bauen wir wollen auch gehört werden.

Erhard Renz

In die EEG Diskussion kommt Bewegung

Dienstag, den 9. Februar 2010 von Erhard Renz

Der Vorstand der Unionsfraktion hat ein Einsehen mit der Branche und kippt den früheren Termin 1. April. Die Sonder Absenkung der Einspeisevergütung soll am 1. Juni 2010 vorgenommen werden. Allerdings denkt man daran die Absenkung nochmals zu erhöhen jetzt auf 16 Prozent.

Die Argumente und der Druck der Branche zeigen also erste Erfolge. Dies bedeutet allerdings nicht, daß wir in unserem Protest nachlassen dürfen. Momentan haben sich 6.978 Unterstützer auf der Protestseite Solar-Made-in-Germany eingetragen. Für den Anfang ist das ja schon mal was. Aber wir haben 500.000 Photovoltaikanlagen in Deutschland auf die Dächer montiert. Wo sind unsere Unterstützer? Also wer sich noch nicht eingetragen hat sollte dies sofort nachholen.

Die Bewegung die in die Diskussion gekommen ist muss genutzt werden um unsere konstruktive Weiterentwicklung des EEG mit immer mehr Bundestagsabgeordneten zu besprechen. Noch besteht die Chance etwas zu ändern. Denn bis das Gesetz in Kraft tritt sind noch einige Termine abzuarbeiten. Nehmt Kontakt mit Ihnen auf und tragt eure Argumente vor. Wir haben die besseren Argumente.

Als erstes müssen sich die Koalitionspartner CDU/CSU und FDP einigen. Danach wird dieser Vorschlag dem Kabinett (Bundesminister) vorgelegt die daraus einen Regierungsentwurf macht. Dies dürfte im März dann im Bundestag vorgelegt werden. Nach einer Abstimmung im Bundestag wird es noch dem Bundesrat vorgelegt der allerdings dieses Gesetz nur zur Kenntnis nimmt.

Dies gibt uns die Möglichkeit in allen öffentlichen Debatten uns zu Wort zu melden. Natürlich auch über die Medien Zeitung, Radio und Fernsehen. Wir haben die Mehrheit der Menschen hinter uns, deshalb ist jede Einmischung legitim.

Erhard Renz

Einladung nach Berlin

Montag, den 8. Februar 2010 von Erhard Renz

So langsam kommt Bewegung in die Diskussion und die einzelnen Parteien/Gruppierungen geben Ihre Stellungnahmen zur Einspeisereduzierungen ab. Das hätte man von der Regierungspartei auch ohne die große Öffentlichkeit haben können. Jetzt wird es für alle Seiten schwer die in alle Welt hinausposaunten Termine und Prozentsätze zu diskutieren und anschließend zu verändern.

Dass ich von der Hessen SPD im Bundestag nach Berlin als “Experte” eingeladen wurde freut mich natürlich. Am 22.2. gibt es eine Diskussionsrunde in der hessischen Landesvertretung. Damit wird aber auch klar, daß so schnell (in den nächsten Tagen) keine Entscheidung fallen kann. Denn wenn die SPD am 22.2. Experten anhört danach dann der Umweltausschuss noch tagen muss um den Tagesordnungspunkt für den Bundestag aufzuarbeiten, dann kann man sich an fünf Finger abzählen, daß der 1.4. als Änderungstermin kaum noch zur Debatte stehen dürfte.

Vor allem wenn ich mir noch die Äußerung der hessischen Umweltministerin Frau Lautenschläger anschaue, dann habe ich Hoffnung daß auch innerhalb der CDU/CSU die Erkenntnis sich durchsetzt der 1.April wäre ein Aprilscherz. So kann man mit der Solarbranche nicht umgehen. Frau Lautenschläger sagt klar die Einspeisevergütungsreduzierung müsste zwei drei Monate nach hinten verschoben werden. Da hat es doch was genützt dass Marcus letzte Woche auf der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen Frau Lautenschläger die Problematik dieses Termins vergegenwärtigt hat.

Einen Resolution der bayrischen Solarinitiativen die sich bis ins Detail mit der Weiterentwicklung des EEG beschäftigt wurde auch veröffentlicht. Auch hier wird eine Verschiebung des Termins für nötig gehalten. Die Absenkung soll zukünftig in vier Schritten erfolgen die im 3-Monats Takt durchgezogen wird. An diesen Ansatz muß ich mich immer noch erst gewöhnen da ich ja eine Sommer-Degression gefordert habe. Zumindest “theoretisch” müsste die vierteljährliche Degression zu einem Ausgleich der Nachfrage führen. Da habe ich allerdings noch meine Zweifel. Aber diese Regelung wäre immer noch bessert wie eine riesen Reduzierung am Jahresende.

Erhard Renz

Eckpunkte des Umweltministeriums zur Photovoltaikvergütung

Montag, den 25. Januar 2010 von Erhard Renz

Offener Brief an alle im Umweltausschuss sitzenden Personen und speziell an Herrn Röttgen.

Sehr geehrter Herr Röttgen,

wenn ich mir die Eckpunkte für eine zukünftige Photovoltaikvergütung anschaue habe ich folgende Anmerkungen. Wir sollten uns tatsächlich an einem Ihrer Kernsätze orientieren:

“Wir wollen einen dynamischen Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem Ziel einer schnellen Erreichung der Wettbewerbsfähigkeit dieser neuen innovativen Energietechnologien.”

Dazu gehört auch, daß wir uns über eine kostengünstige Beratung, Planung und Montage unterhalten. Dem Geschäft der vielen Handwerkern die eine Photovoltaikanlage dem Kunden auf das Dach montieren. Wir nennen uns ja auch inzwischen Systemintegratoren. Es ist nun mal nicht so, daß man eine Photovoltaikanlage von der Stange kaufen kann. Jeder Kunde hat das Recht eine individuell passende Photovoltaikanlage auf sein Dach zu bekommen.

In der Vergangenheit waren uns bereits öfters die Hände gebunden wenn wir nicht die gewünschten/optimalen Komponenten liefern konnten. Inzwischen ist es durch die Ankündigungen der Politik seit dem Wahlkampf 2009, daß wir ständig Angebote an Kunden umplanen dürfen weil Komponenten nicht kurzfristig lieferbar sind. Eine Umplanung bedeutet erneute Kosten für Planung und Beratung des Kunden.

Was wir also brauchen ist eine verständliche Politik die uns bei der Information unserer Kunden unterstützt. Diese Politik muß langfristig orientiert und berechenbar sein.

Bei fallenden Modulpreisen werden die Beratungs, Planungs und Montagekosten immer relevanter. Es wird deshalb immer schwieriger werden die Gesamtkosten des Systems wie gewünscht zu reduzieren. Eines meiner Themen ist der Degressionszeitpunkt. Es gibt keinen vernünftigen Grund die Degression auf das Jahresende zu legen. Wenn Sie in 2010 eine einmalige Sonderabsenkung beschließen möchte ich Sie bitten die nächste Degression erst am 1.7.2011 vorzunehmen.

Dadurch ergibt sich zum 1.7.2011 eine erhöhte Nachfrage und nicht wie bisher zum Jahresende.

Vor dem 1.7. können unsere Mitarbeiter aber weitaus kostengünstiger eine Photovoltaikanlage auf das Dach montieren. Uns steht an diesen Tagen viel mehr Zeit zur Verfügung. Es ist früh hell und die Sonne geht spät unter. Damit besteht die Möglichkeit kleine Photovoltaikanlagen an einem Arbeitstag zu montieren. Wir sparen eine An- und eine Abfahrt. Unsere Monteure können viel sicherer montieren. Auf einem Sonnendach läßt sich auch schneller (Kosten!) und besser (Qualität!) montieren wie bei eiskaltem Wetter und schmierigem Untergrund.

Da die Nachfrage am Jahresende bleibt, durch Investoren die aus steuerlichen Gründen investieren, ergeben sich jährlich zwei Nachfrage Höhepunkte. Dies kommt auch den Modulherstellern entgegen die eine kontinuierliche Abnahme brauchen. Auch hier ergeben sich Kosteneffekte wenn die Module kontinuierlich direkt von der Fabrik auf das Dach kommen.

Bei den Netzbetreibern entspannt sich dann auch der Anschluß Streß am Jahresende und verteilt sich auf Sommer und Jahresende. Kurz gesagt wir bekommen in der ganzen Branche eine Verteilung der Spitzen was meines erachtens in aller Sinne sein dürfte.

Deshalb Sommerdegression statt Winterdegression.

Die kurzfristige Senkung der Einspeisevergütung halte ich für kontrproduktiv. Wir haben viele Interessenten die wir am Jahresende auf 2010 vertrösten mussten. Es liegen bei den Interessenten techn. ausgearbeitete Angebote vor. Die Interessenten wollten warten bis die 2010er Verkaufspreise bekannt sind. Jetzt wo die Preise bekannt sind haben wir das Problem kaum noch Montagekapazitäten bis zum 31.3. zu haben. Das ganze wird noch verstärkt durch die Schlechtwetter Periode die es in 2010 bei uns im Odenwald noch nicht erlaubte eine Photovoltaikanlage auf die Dächer zu montieren.

Deshalb frühester Kürzungszeitpunkt 1.7.2010

Weiterhin halte ich es für notwendig die Gewerbesteuer wie in der Windenergie auch zwischen der Gesellschaftergemeinde und der Standortgemeinde im Verhältnis 30/70 aufzuteilen. Es kann nicht sein, daß hier mit zweierlei Maaß gemessen wird.

Deshalb Gewerbesteuer Splitting

Aus unerfindlichen Gründen wurde der Zuschuß für Gebäudeintegration (Fassadenbonus) bei der letzten Änderung des EEG’s gestrichen. Da wir große Flächen an der Gebäudehülle haben sollte diese spezielle Förderung wieder aufgenommen werden. In Frankreich wird es bereits vorgelebt. Da für Gebäudeintegration eigentlich nur Neubauten in Frage kommen ist mit einem langen Atem zu rechnen. Denn von der Planung bis zur Realisierung vergeht hier einiges an Zeit. Es bedarf aber einer klaren sicheren Gesetzesregelung.

Fassadenbonus

Meine bisherige Forderung einer neuen Vergütungsklasse bis 10 kWp würde ich aufgrund der von Ihnen neu in die Diskussion eingebrachte verbesserten Eigenverbrauchsvergütung fallen lassen.

Erhard Renz

Eckpunkte der künftigen Photovoltaikvergütung im EEG

Sonntag, den 24. Januar 2010 von Erhard Renz

Endlich hat das Bundesumweltministrium seine Überlegungen veröffentlicht nach denen die Photovoltaik Vergütung gekürzt werden soll.
Natürlich möchte ich dazu ein paar Anmerkungen machen.

“Das weltweite Angebot war durch die stark ausgebauten Produktionskapazitäten größer als die Nachfrage. Das Ergebnis dieses Marktgeschehens ist ein starker Preisverfall.”

Dieser Preisverfall ist also nur durch die Menge an Produktionskapazität entstanden und durch den Wettbewerb, nicht durch effiziente Produktionsverfahren. Das führt zur Insolvenz von Firmen. Ob die kostengünstigsten Hersteller ihre Qualität auch über 20 Jahre halten können wir einfach vorausgesetzt!

“In 2009 wurden insgesamt rd. 3.000 MW Solarstromleistung installiert – das ist doppelt soviel wie in den BMU-Szenarien prognostiziert.”

Herr Röttgen wir haben heute den 24. Januar und Sie sind bis heute nicht in der Lage die genaue Zahl der installierten Photovoltaikanlagen für 2009 zu benennen. Obwohl wir jede PV-Anlage bei der Bundesnetzagentur melden müssen. Meinen Sie nicht es wäre an der Zeit diese “Agentur” zu einer zeitnahen Veröffentlichung der installierten Anlagen zu bringen.

“Aufgrund des bereits eingetretenen Preisverfalls und der Kostenersparnis bei großen Stückzahlen muss dies aber zum 1. April 2010 mit einer einmaligen Absenkung der Vergütung in 2010 in Höhe von 15 % einhergehen.”

Wieso muß dies zum 1. April geschehen und bei Freilandanlagen erst zum 1.July? Hier fehlt mir die Begründung warum schon zum 1. April? Wir die Montagefirmen werden derzeit regelrecht von Anfragen überrollt. Da der Januar für die Montage wetterbedingt ausfällt bleiben uns zwei Monate für die Montage.

Zu den vorgesehenen Änderungen im EEG habe ich folgende Anmerkungen:

Flexible Marktanpassung
Hier wird so getan als ob der deutsche Zubau für die Kostenentwicklung entscheident wäre. Als Meßlatte für die weltweit agierenden Modulhersteller wäre aber eher der Weltmarkt heranzuziehen.

Einmalige Absenkung
Wie der Prozentsatz zustande gekommen ist bleibt ungeklärt. Ebenso der Termin 1.4. wird nicht erläutert nur bei den Freiflächen wird auf eine längere Planungszeit verwiesen. Aus meiner Sicht sind die 15% zu hoch und der 1.4. zu kurzfristig da er nur zu einem zweimonatigen Windhundrennen führt.

Freifläche/Ackerfläche
Die Vergütung würde von 31,94 Cent in 2009 auf 28,43 Cent Anfang 2010 auf 21,32 Cent ab 1.7. stürzen. Die 21 Cent sind niedriger wie der Endkundenpreis! Dafür die Frist 2014 aufzuheben ist geradezu zynisch. Wenn ich jeweils 2 Cent pro Jahr abziehe liegt der Vergütungspreis 2014 bei 13 Cent! Das ist weniger wie Offshore Windparks und weniger wie für Geothermie!!!

Die Änderung beim Eigenstromverbrauch gebe ich gerne zu finde ich pfiffig und bisher kannte ich diese Variante nicht. Also zum Schluß ein Lob an das Umweltministerium anscheinend denken sie doch noch mit. Aber mir fehlen die vielen Hinweise aus der Szene die unser gemeinsames Ziel kostengünstige Photovoltaikstrom möglich machen würden. Da sind viele guten Vorschläge (noch) nicht eingearbeitet. Dazu morgen mehr.

Erhard Renz

Hintergrundpapier des Verbraucherzentrale Bundesverbandes

Donnerstag, den 14. Januar 2010 von Erhard Renz

Da wir momentan natürlich wie gebannt nach Berlin schauen und auf Infos zum Einspeisegesetz warten möchte ich mir das Hintergrundpapier des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZVB) anschauen.

Zum einen wird in den Medien immer nur die eine Forderung des VZVB tranpsortiert. Es gibt allerdings vier Forderungen.

1. Die 30% Reduktion
2. Zubau Prognose und Überwachung
3. Prognose Konsequenz
4. Energieintensive Unternehmen gleich behandeln

Punkt zwei und drei sind ja bereits im jetzigen EEG enthalten. Leider haben sich alle bei den Zuwachszahlen verschätzt, es muss also nur eine Anpassung dieser Parameter vorgenommen werden. Allerdings ist der Vorwurf an den BSW ungerechtfertigt denn die Mengenprognose wären eigentlich eine Aufgabe der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern. Im EEG 2004 stand bereits das dieses Anlagenregister eingerichtet werden soll. Wenn die Politik und die Energieversorger aber Ihre Arbeit nicht tun kann man dem BSW für seine zu niedrigen Prognosen nicht abstrafen. Vor allem weil der BSW nicht die Entwicklung in Spanien und daraus folgend die Preisreduzierung der Solarmodule weltweit erahnen konnte.

Ich möchte auch klar sagen, daß die 4. Forderung keine Resonanz in den Medien findet liegt daran weil dies momentan nicht in die allgemeine Hatz gegen die Photovoltaik passt. Wenn die Politik der Meinung ist, daß der einzelne zu viel an Kosten für Photovoltaik tragen muß könnte man ja diejenigen die viel Energie verbrauchen auch mehr für die Finanzierung rannehmen. Aber wie gesagt diese Forderung der VZVB liegt momentan nicht im allegemeinen Trend und wird deshalb verschwiegen. Die Forderung ist aber berechtigt.

Kommen wir zur Forderung eins der “einmaligen Reduktion der Einspeisevergütung von 30%”.

Der VZVB schreibt selbst die Preise für Module liegen zwischen 1,30 und 2,00 Euro je Watt die restlichen Kosten für Montage, Wechselrichter, Kabel, Zubehör und Netzanschluss liegen zwischen 0,80 bis 1,00 Euro. Leider nimmt der VZVB bei seiner Berechnung die Untergrenze von 2.200 Euro pro Kilowatt an. Was soll denn diese “Geiz ist Geil” Argumentation. Die gesetzliche Grundlage soll sich am niedrigsten Niveau orientieren.
Liebe Verbraucherzentrale wenn eure Beratung sich darin erschöpft den billigsten zu nehmen dann kann ich auch gleich zu den Billiganbietern gehen. Auch in der Photovoltaik hat Qualität und Leistung ihren Preis. Wer jetzt meint mit dem billigsten Angebot auch nach 20 Jahren das beste Geschäft gemacht zu haben der wird sich wundern.

Auch hier verweise ich gerne (zum x-ten mal) auf meinen ehemaligen Arbeitgeber (Daimler) der schon seit mehr als 100 Jahren mit Qualität auch höhere Preise verlangen kann. Es wäre also falsch wenn die Politik sich am billigsten orientiert weil dann in einigen Jahren sicherlich bei vielen Photovoltaikanlagen das Heulen und Zähneknirschen beginnen wird. Es gibt auch bei den Erneuerbaren Energien das Beispiel der Windenergie wo man zeitweise enorme Qualitative (Getrieb, Rotoren, Fundament) Probleme hatte. Qualität hat seinen Preis!

Deshalb finde ich es unredlich wenn der VZVB sich am “Spottpreis” orientiert. Er müsste im Sinne der Verbraucher den realistischen Qualitätspreis von 3.000 Euro bei kleinen Anlagen annehmen. Aber auch da muß ich einwenden, daß je kleiner die Anlage wird die “Einmalkosten” wie Beratung, Anfahrt, Gerüst und Planung nunmal anfallen und bezahlt werden müssen deshalb ja meine Forderung eine bis 10 kWp Klasse einzuführen.

Die Polemik des VZBV es gäbe eine “jahrelange Überförderung” ist natürlich falsch den jeder der sich mit PV beschäftigt weiß, daß diese Kostensenkungen erst aufgrund der hohen weltweiten Stückzahl in 2008 und 2009 realisiert werden konnten. Möglich waren die Kostensenkungen nur weil neue PV-Fabriken mit deutscher Technik (Achtung: Arbeitsplätze!) überall auf der Welt auch in China gebaut wurden. Wir verspielen aber unseren techn. Vorsprung in diesem Bereich wenn die weltweiten Stückzahlen einbrechen. Weltweit hohe Stückzahlen sind aber nur mit einem starken deutschen Markt möglich.

Auch der Hinweis des VZVB eine 6%igen Rendite für PV Anlagen Besitzer wäre ausreichend finde ich unverschämt solange die konventionelle Energiewirtschaft z.B. RWE eine Eigenkapitalrendite von 19,47% derzeit ausweist.
Wo bleibt da die Forderungen des VZVB?

Dünnschichtmodule in die Diskussion einzubringen ist natürlich auch Quatsch wenn wir über wertvolle Dachflächen reden. Wir sollten unsere Dächer mit Solarmodulen belegen die einen hohen Wirkungsgrad haben und Dünnschicht nur dort verwenden wo “vorbelastete Fläche vorhanden” ist. Schließlich “soll hinten” auch viel Strom in Deutschland durch Photovoltaik rauskommen!

Zum Schluß möchte ich auf den Börsenpreis von 5 Cent je kWh eingehen. Der VZVB geht zu Recht von einem steigenden Preis von 5% aus und kommt so auf einen durchschnittlichen Börsenpreis von 9 Cent in 20 Jahren. Mit der Realität hat diese Annahme nichts zu tun.

Für unser Photovoltaikkunden und auch den Verbrauchern spielt nämlich nicht der Börsenpreis sondern der Preis eine Rolle den unsere Kunden beim Energieversorger zahlen müssten. Dies sind momentan ca. 23 Cent je kWh. Dieser Preis wird natürlich auch um 5% in den nächsten 20 Jahren steigen. Oder glaubt jemand ernsthaft, daß die Netzkosten bleiben. Die Steuern werden sowieso prozentual aufgeschlagen es wird also eine Erhöhung der 23 Cent geben.

2010 – 23 Cent, 2011 – 24 Cent, 2012 – 25 Cent, 2013 – 27 Cent,
2014 – 28 Cent, 2015 – 29 Cent, 2016 – 31 Cent, 2017 – 32 Cent,
2018 – 34 Cent, 2019 – 36 Cent, 2020 – 37 Cent, 2021 – 39 Cent,
2022 – 41 Cent, 2023 – 43 Cent, 2024 – 46 Cent, 2025 – 48 Cent,
2026 – 50 Cent, 2027 – 53 Cent, 2028 – 55 Cent, 2029 – 58 Cent
und 2030 61 Cent.

Dass sind die Aussichten. Wer 2030 Strom kaufen will wird 61 Cent je kWh zahlen dürfen.

Aber unsere Kunden haben ja wenn sie 2010 eine Anlage ans Netz die Möglichkeit den Strom selbst zu verbrauchen und bekommen dann “nur noch” 22,76 Cent je kWh. Es wird für unsere Kunden also höchst attraktiv sein den Strom selbst zu verbrauchen. Für die Käufer von Strom bedeutet dies allerdings sie werden “nur” mit 22,76 Cent je kWh belastet und nicht wie VZVB berchnet mit 27 Cent je kWh. Die Inflation die ja auch erheblich sein wird (siehe Preissteigerungsliste) in 20 Jahren blendet der VZVB bei damit bei seiner Aussage 14 Milliarden aus.

Deshalb empfinde ich die Forderungen des VZVB als unseriös und nicht durchdacht an und bin mir auch sicher, daß die jetzige Bundesregierung genug betriebswirtschaftliche Fachkenntnis hat diese “Milchmädchenrechnung” zu entlarven.

Erhard Renz

Rendite bleibt laut Stiftung Warentest bei Photovoltaik in 2010 hoch!

Dienstag, den 12. Januar 2010 von Erhard Renz

Hoch ist natürlich relativ! Die Stiftung Warentest errechnet für Photovoltaikanlagen die 2010 gebaut werden eine Rendite von 7% und “In sonnigen Regionen Süddeutschlands und bei besonders günstigen Anschaffungskosten sind sogar zweistellige Renditen möglich”.

Die sieben Prozent sind keine “hohe Rendite” sondern eigentlich genau der Prozentsatz der von der Bundesregierung angestrebt wurde um den Investoren in Erneuerbaren Energien (Sonne, Wasser, Wind und Biomasse) eine angemessene Verzinsung zu gewähren. Nicht mehr und nicht weniger. Das EEG hat genau die 7% Rendite für alle Erneuerbaren Energien angestrebt. Ausgehend von einer 7%igen Rendite wurden die Einspeisevergütungen ermittelt. Deshalb gibt es z.B. für die hoch effiziente Windkraft an Land 9 Cent je Kilowattstunde und für Windkraft im Meer müssen 15 Cent je Kilowattstunde vergütet werden. Immer wird anhand der Investitionskosten eine 7%ige Rendite angestrebt.

Aus meiner früheren Tätigkeit (37 Jahre) in einem größeren Automobilkonzern (mit Stern :-) ) im Rechnungswesen kann ich behaupten bei 7% Rendite investiert kein Großkonzern.

Deshalb war klar, daß die Invetitionen für Erneuerbare Energien von den Bürgern kommen mußte und sich die Großkonzerne zurückhalten werden. Jetzt wo man plötzlich merkt, die vielen kleinen Häuslebesitzer machen es tatsächlich. Sie investieren in Ihre eigene Stromerzeugung auf dem eigenen Dach. Jetzt plötzlich redet die Politik von einer über Subventionierung der Photovoltaik und beabsichtigt eine weitere Reduzierung der Einspeisevergütung durchzuführen.

Bei allem Verständnis, daß ich für eine Reduzierung bei großen Freilandanlagen hätte, die kleinen Anlagen brauchen auch zukünftig eine 7% Rendite. Es kann nicht sein, daß diejenigen Handwerksfirmen die bisher die Photovoltaik vorangebracht haben demnächst auf dem trockenen sitzen weil das Kleinanlagen Geschäft nicht mehr rentabel ist. Die logische Folge aus diesen Argumenten muß sein, daß Kleinanlagen bis 10 kWp keiner weiteren Degression zum 1.7.2010 unterzogen werden.

Mit 7% Rendite sind die Photovoltaikanlagen von Häuslebesitzer nicht über Subventioniert sondern eine angemessene Verzinsung. Schließlich reden alle von der Umgestaltung der Energieversorgung und dazu gehören Millionen kleine Photovoltaikanlagen auf den Dächern unserer Häuser. Deshalb wünsche ich allen Branchenvertretern und der Politik morgen Augenmaß bei Diskussion zur zukünftigen Photovoltaik Vergütung.

Erhard Renz

dena Chef Kohler verdreht Tatsachen

Donnerstag, den 7. Januar 2010 von Erhard Renz

“Eigentlich soll die dena mit neuen, intelligenten Ideen zukunftsweisende Ansätze fördern, um möglichst rasch nachweisbare Erfolge bei der gezielten Steigerung der Energieeffizienz und der effizienten Nutzung von regenerativen Energien zu realisieren. Sie agiert aktiv aus einer Position der Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit heraus, stellt sich der öffentlichen Debatte und hat Zugang zu relevanten Marktteilnehmern sowie politischen Entscheidern. Die Bundesregierung bindet die Kompetenzen der dena in ihre Strategie für nachhaltige Entwicklung ein.”

Soweit das offizielle “Firmen Sprech” der dena. Die dena ist zu 50% im Bundesbesitz weitere 26% hält die KfW und je 8% gehören der Allianz, der Deutschen Bank und der DZ Bank.

Die Vita des Geschäftsführers der dena, H. Kohler, schwankt zwischen Atomkraft und Öko Energie. Mit seinem jetzigen Statement zum Ökostrom liegt er allerdings voll daneben. Kohler behauptet zu Zeiten hoher Ökostrom Produktion (z.B. 3.10.2009 – Wind) würde der “teure Ökostrom” von den Energiekonzernen ins Ausland “verschenkt” und je MWh noch bis zu 1.600 Euro dafür gezahlt.
“Es darf aber nicht passieren, dass unsere Verbraucher für Öko-Strom viel Geld zahlen, der Strom dann aber häufig gratis ins Ausland fließt.”

Hallo Herr Kohler, im EEG steht nur drin, daß die Erneuerbaren Energien vorrangig abgenommen werden müssen. Wenn wie am 3.10. geschehen die Windräder mit voller Leistung laufen, dann haben die Energieversorger ihre Kohle und Atomkraftwerke abzuschalten. Oder zumindest runter zu fahren. Auf jeden Fall die Produktion zu drosseln.

Der Strompreis an der Strombörse war am 3.10 um 0 -1 Uhr noch völlig normal mit 42 Euro je MWh.
Zwischen 3-4 Uhr sank der Preis erstmals auf 26 Euro je MWh.
Bis abends 22-23 Uhr schwankte der Strompreis immer auf und ab.
Um 23-24 Uhr rutschte erstmals der Strompreis ins minus (22 Euro).
Am 4.10 morgens um 2-3 Uhr wurde der Strom mit -500 Euro je MWh gehandelt. Das war der absolut niedrigste Preis.
Am frühen morgen 7-8 Uhr pendelte sich der Preis wieder im positiven Bereich ein.

Die Schlüsse die H. Kohler zieht sind deshalb falsch wenn er behauptet es wurde Öko Strom exportiert. Nein es wurden Kohlestrom und Atomstrom exportiert weil die Energieversorger nicht bereit sind ihre Kraftwerke runter zu fahren.

Es ist mir schleierhaft wie H. Kohler solch eine Falschaussage machen kann. Aus meiner Sicht ist die eine bewußte Falschaussage die vom Aufsichtsrat der dena geahndet werden müsste. Schließlich wiederspricht seine Aussagen den oben aufgefährten Zielen der dena.  Immerhin ist unser Verteidigungsminister Dr. Freiherr zu Guttenberg der Aufsichtsratsvorsitzender. Aber auch Ministerin Ilse Aigner oder unser ehemaliger Umweltminister Sigmar Gabriel könnten ihrem Geschäftsführer mal ordentlich die Leviten lesen.

Wir exportieren Drecksstrom aus Kohle und Atomkraftwerke und keinen Ökostrom und diese Entscheidung treffen die Energieversorger. Anscheind ganz bewußt!

Erhard Renz

Geschichte des EEG

Montag, den 28. Dezember 2009 von Erhard Renz

Wie geht es mit dem EEG in Deutschland weiter? Dies ist die beherrschende Diskussion der aktuellen Photovoltaiknachrichten. Zumindest werden demnächst die ersten Gespräche zwischen Politik und der Solarbranche aufgenommen.

Wer sich aber über die Zukunft unterhalten will der sollte auch die Geschichte des EEG und noch besser des Stromeinspeisegesetzes kennen. Dass zu dieser Entwicklung fast (FDP fehlt!) aus allen Parteien Charakterköpfe ihren Beitrag geleistet haben kann man dem Film “Die Geschichte des Erneuerbare-Energien-Gesetzes” entnehmen.

Ich hoffe nur, daß bei den Verhandlungen 2010 ein ähnlicher Weitblick wie in der Vergangenheit bei den Entscheidern vorherrscht!