ralos solarevolution
Impressum   
ralosBlog - Die sonnige Seite vom Leben   
Erhard Renz

Einspeisevergütung wird zum 1.7.2011 nicht reduziert!

Montag, den 20. Juni 2011 von Erhard Renz

Auf den ersten Blick eine gute Nachricht die uns sicherlich die Beschäftigung im zweiten Halbjahr 2011 sichert. Aber bei genauerer Betrachtung muß man auch feststellen was die Bundesregierung mit Ihrer Einspeisereduzierung angerichtet hat. Gerade mal 700 MW Photovoltaikanlagen wurden von Januar bis April 2011 installiert. Im Vergleich zum Vorjahr sind das ca. 25% weniger installierte Solaranlagen. Das wahre Ausmaß wird sich erst noch zeigen wenn die Installationszahlen Mai und Juni 2011 veröffentlicht werden. Denn ich gehe davon aus, dass vor allem die fehlenden großen Freiflächenanlagen zu dem Installationsminus führten. Eine Energiewende sieht anders aus.

Während groß über den Atomausstieg diskutiert wird steigt die Bundesregierung klamm und heimlich aus der Solarenergie aus. Auch wenn einige Presseveröffentlichungen so tun als wäre die Null-Reduzierung eine aktuelle Aktivität der Bundesregierung um die Photovoltaik zu stützen. Nein die Null-Reduzierung ist die Folge eines “atmenden Deckels” der dem Photovoltaikhandwerk die Luft nimmt. Dieser “atmende Deckel” wurde vor fast einem Jahr beschlossen. Erst schwebte eine Reduzierung der Einspeisevergütung von 15% im Raum. Vor einem Monat noch meinte Herr Röttgen wir müssten mit einer Reduzierung von 6% rechnen. Die Realität sieht anders aus. Trotz Fukushima sind die Installationszahlen dramatisch zurückgegangen. Es zählt halt nicht die moralische Betroffenheit sondern am Schluß schaut jeder Investor auf die Rendite seiner Investition. Da hilft es auch nicht wenn privat Investoren mit weniger Rendite zufrieden sind wie Konzerne bei denen das investierte Geld in vier Jahren wieder in der Portokasse sein muß.

Unverfroren finde ich  die Pressemitteilung der Bundesnetzagentur mit Erscheinungsdatum 16.6.2011.
“Mit den jetzt veröffentlichten Daten verschaffen wir allen Marktakteuren schnellstmöglich Klarheit, von welchen Vergütungssätzen für neue Solaranlagen sie zum 1. Juli 2011 ausgehen können.”

Wie bitte? Schnellstmögliche Klarheit?

Neu installierte Photovoltaikanlagen werden Online bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Der Meldeschluß für die Berechnung der Vergütungsreduzierung war der 31.5.2011 um 23:59 Uhr. Wir haben 39.000 Beschäftigte in den Photovoltaik Handwerksbetrieben die haben genervt auf die Reduzierungshöhe gewartet. Spätestens am Montag den 6.6.2011 hätte die Bundesnetzagentur die installierten Zahlen veröffentlichen müssen. Aller, aller spätestens zur Intersolar am 8.6.2011. Aber nein die Bundesnetzagentur braucht 16 Tage um eine Summe in einer Datenbank zu ermitteln. Es ist traurig wie wenig Rücksicht von der Politik und den Behörden auf die Branche genommen wird. Wir konnten keine Aufträge für nach dem 30.6.2011 generieren da die Kunden wissen wollten wieviel Vergütung sie zu erwarten haben. Bis wir wieder in einen vernünftigen Rhytmus von Anfrage/Angebot/Auftrag und Montage kommen wird einige Zeit vergehen. Aber dies interessiert die Politik nicht, die treiben ja schon die nächste Sau durch Dorf. Das EEG 2012 wird erneut alles durcheinander wirbeln. Nachhaltig geht anders!

Erhard Renz

EEG Statistikbericht 2009 der Bundesnetzagentur

Mittwoch, den 23. März 2011 von Erhard Renz

Die Bundesnetzagentur hat die “endgültigen” Zahlen für 2009 in Ihrem EEG Statistikbericht veröffentlicht. Im Bericht werden die Ertragsdaten aus Erneuerbaren Energien detailliert dargestellt. Auf zwei Spezifika möchte ich heute hinweisen.

Zum einen der durchschnittlich gezahlte Einspeisevergütungssatz der für die verschiedenen Techniken gezahlt wird. Dieser durchschnittliche Wert reduzierte sich nur bei der Photovoltaik. Bei allen anderen Techniken gab es eine (leichte) Erhöhung.
Einspeisevergütung durchschnittlich 2008 + 2009

Dieser Effekt entsteht durch die gravierenden Kostensenkungen und die hohen Stückzahlen die in den letzten Jahren bei der Photovoltaik realisiert wurden. Jede neu gebaute Photovoltaikanlage reduziert den durchschnittlichen Einspeisevergütungssatz denn momentan liegt die maximale Vergütung “nur” noch bei 28,74 Cent je Kilowattstunde. Sollten diese Entwicklungen beibehalten werden, dann kommt die Photovoltaik immer näher an die Vergütungssätze der anderen Erneuerbaren Energien ran.

Völlig neu sind die veröffentlichten Zahlen zum Eigenverbrauch. Da diese Möglichkeit, den Solarstrom selbst zu verbrauchen, erst seit dem 1.1.2009 besteht sind dies, die ersten veröffentlichten Zahlen.
Eigenverbrauch 2009

Die 69 MW verteilen sich auf ca. 7.000 Photovoltaikanlagen (s. folgende Grafik) und haben damit eine durchschnittsgröße von ca. 10 kWp. Da ca. 3.800 MW in 2009 neu installiert wurden wären dies noch nicht einmal 2% der Photovoltaikanlagen die den Eigenverbrauch nutzten. Dieser Prozentsatz wird sich in 2010 sicherlich stark erhöhen. Denn inzwischen sind die Vorgaben der Energieversorger deutlicher und die wirtschaftlichkeit der Investition eines zusätzlichen Zählers weitaus attraktiver wie bisher. Die EEG Vergütung von 892 TEUR entspricht der Einspeisevergütung von 18 Cent im Jahr 2009 bei einem Photovoltaikstrom Eigenverbrauch von 4.954 MWh.

Überraschend für mich ist der bereits in 2009 hohe Anteil von Photovoltaikstrom Eigenverbraucher die über einen Eigenverbrauchsanteil von 30% kommen. Obwohl es in 2009 dafür noch keinen finanziellen Anreiz gab.
Eigenverbrauchsanteil 2009

Da wird es in 2010 spannend wie sich das Verhältnis bei einem finanziellen Anreiz verändert. Auf jeden Fall merken wir inzwischen eine erhöhte Nachfrage nach Photovoltaikanlagen mit der Option des Eigenverbrauchs.

Erhard Renz

Zubauzahlen 2010 veröffentlicht

Dienstag, den 22. März 2011 von Erhard Renz

Gestern hat die Bundesnetzagentur die Photovoltaik Zubauzahlen für 2010 veröffentlicht. Mehr als 7.400 MW Photovoltaikleistung wurde in 2010 neu auf die Dächer gebracht. Damit hat sich der Zubau von 3.800 MW im Jahr 2009 fast verdoppelt. Damit sind 17.300 MW Photovoltaikleistung insgesamt installiert. Wie bereits gestern geschrieben liegt die Rekord Stromproduktion derzeit bei ca. 11.000 MW und deckt damit ca. 20-30% des Strombedarfs zur Mittagszeit ab.

Trotzdem sind die Ausbauzahlen bei weitem nicht so hoch wie von einigen angekündigt. Ich verweise da auf Dr. Holger Krawinkel, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V der im letzten Jahr eine 30% Reduzierung der Einspeisevergütung forderte. Er faselte von 10.000 MW Zubau in 2010 und einem EEG Zuschlag von 4-5 Cent je kWh.

Inzwischen wird klar, dass dieses ganze Geschwätz zu einer viel zu hohen EEG-Umlage von 3,5 Cent je kWh geführt hat. Anscheinend hätten 2,7 Cent je kwh gereicht. Aber den Herren Lobbyisten von der anderen Fraktion ist ja nichts zu peinlich. Mal locker um 40% verschätzen und sich als Solarexperte verkaufen.

Was das ganze hin und her der Photovoltaikförderung bewirkt hat kann man sich an den Jahreszubau Statistiken ansehen. In 2009 war der Anstieg des Zubaus kontinuierlich gestiegen.
Photovoltaik Zubau 2009

Die ganz niedrigen Zahlen im Januar und Februar sind den Anfangsschwierigkeiten der Bundesnetzagentur geschuldet. Damals gab es noch Schwierigkeiten die Anmeldeformulare zu bekommen. Ähnliches ist mit den Dezember Zahlen zu passiert. Da werden auch die Nachzügler aus dem ganzen Jahr nachgemeldet. Aber ansonsten eine schöne steigende Kurve.

In 2010 war alles anders:
Photovoltaik Zubau 2010

Auch hier gab es jeweils vor den Kürzungsterminen (Juli und Januar 2011) eine Meldeflut. Die Dezember Meldedaten waren aber niedriger wie die Dezember Zahlen 2009. Unterjährig wurde auf hohem Niveau montiert.

Was aus den Zahlen der Bundesnetzagentur noch hervorgeht sind die durchschnittlichen Leistungs Werte der Photovoltaikanlagen.
Photovoltaik Anlagenentwicklung

Die sind nämlich kontinuierlich bis auf ein Niveau von ca. 30 kWp gestiegen. Auch hier gibt es den Vergütungs Effekt, dass große Solarparks anscheinend immer erst auf den letzten Drücker fertig gebaut werden.

Die Anzahl hat sich von ca. 160.000 neu installierten der Photovoltaikanlagen im Jahr 2009 auf 250.000 im Jahr 2010 erhöht. Welch eine Macht von Stromproduzenten. Hoffentlich bleibt der Ausbau auf diesen hohen Zubauzahlen.

Erhard Renz

Aktuelle Ertragswerte für Übertragungsnetzbetreiber

Dienstag, den 15. Februar 2011 von Erhard Renz

Dass Photovoltaikstrom nicht gleichmäßig produziert wird sondern von Mutter Natur abhängig ist dürfte inzwischen zur Genüge bekannt sein. Die Tag/Nacht und Winter/Sommer Rhythmen sind nun mal von der Natur vorgegeben, können und sollen auch nicht verändert werden.

Es wäre aber schön zu wissen wieviel Strom wann produziert wird. Die Bisherige Entwicklung war schon sehr steil. Vom Ferraris-Zähler der einmal im Jahr per Hand abgelesen wurde, über die Wechselrichter an denen man die Daten über eine Schnittstelle auslesen konnte zu den Datenloggern die es ermöglichen die Erträge im viertelstunden Takt im Internet anzuschauen. Dann gibt es die SMA Animation auf deren Basis für ganz Deutschland ein momentaner Ertrag ermittelt wird. Es gibt aber auch die Werte von der Strombörse die allerdings nur eine Gesamtzahl und keine Unterteilung liefert.

Jetzt gibt es allerdings eine weitere Informationsquelle (Dank an Matthias für den Hinweis) und zwar für die Übertragungsnetzbetreiber. Die Firma enet GmbH berechnet für die Übertragungsnetzbetreiber im viertel Stunden Takt Solarstromprognosen für deren Netzgebiet. Leider ist das ganze kostenpflichtig und im öffentlichen Berich ist nur eine Demovariante zugänglich. Es zeigt aber wieder wie innovativ die Solarbranche ist und der Weg zum intelligenten Netz Schritt für Schritt genommen wird.

Diese Weiterentwicklung wurde jedoch nur möglich weil die Bundesnetzagentur einen dringenden Handlungsbedarf sieht und diesen auf einfordert. Wie schnell wäre eigentlich der Umstieg auf erneuerbare Energien möglich wenn uns die Energieversorger unterstützen würden?

Erhard Renz

Was wäre wenn…

Freitag, den 21. Januar 2011 von Erhard Renz

in den Monaten März, April und Mai die gleiche Menge an Photovoltaikanlagen installiert würden wie im Jahr 2010? Um wieviel Prozent würde die Einspeisevergütung zum 1.7.2011 reduziert werden?

Na das ist eigentlich leicht zu errechnen. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht ja die angemeldeten PV-Anlagen. Demnach sind 2010 im März 331 Megawatt (MW), im April 454 MW und im Mai 573 MW installiert worden. In Summe wären dies 1.358 MW auf eine theoretische Jahresmenge hochgerechnet ergibt dies 5.432 MW Photovoltaikleistung.

Mit den Kürzungsvorschlägen von H. Röttgen ergäbe sich eine 6% Kürzung zum 1.7.2011.
Da es bei den Meldungen an die Bundesnetzagentur unterjährig aber immer “Überhänger” gibt glaube ich an eine höhere Anzahl installierter Photovoltaikanlagen. Mit “Überhänger” meine ich am Monatsende bereits fertiggestellte Photovoltaikanlagen die noch nicht angemeldet wurden und erst im Folgemonat gemeldet werden. Bei einer Einspeisereduzierung gibt es diese Überhänge natürlich nicht. Jeder meldet seine Photovoltaikanlage sofort an!

Anhand den 2010er Zahlen müsste man also von einer 9% Reduzierung ausgehen. Bei den kleinen Anlagen wäre dies eine Reduzierung von bisher 28,74 Cent je kWh auf 26,15 Cent je kWh.

Erhard Renz

Photovoltaik Einspeisevergütung 2011

Montag, den 11. Oktober 2010 von Erhard Renz

Es gibt Blogartikel die schreib ich mit einem gegrumel im Magen. Schon seit Tagen schiebe ich die Einspeisevergütungen für 2011 vor mir her. Heute kann ich mich dazu durchringen die dramatisch reduzierten Photovoltaikvergütungen ab dem 1.1.2011 nieder zu schreiben.

Die Bundesregierung hat ja den “atmenden Deckel” beschlossen der ab einer installierten Leistung von 3.500 MW greift. Bis 3.500 MW würde um 9% die Einspeisevergütung abgesenkt wenn der Deckel überschritten wird senkt sich die Einspeisevergütung um ein weiteres Prozent. Das maximum was die Bundesregierung an Kürzung angedacht hatte waren 13% wenn mehr wie 6.500 MW installiert wurden.

Da die Branche die Kürzung rechtzeitig kennen muß hat sich die Politik überlegt man könnte doch die Installationszahlen der Monate Juni, Juli, August und September nehmen und mal drei multiplizieren und schon hat man eine Jahresinstallationszahl. Jetzt hatten wir im Juni 2010 einen Supermonat mit 2.120 MW. Der Juli brachte 670 MW und der August 360 MW alles Installationszahlen von der Bundesnetzagentur.  Damit sind nach drei Monaten bereits 3.150 MW installiert. Multipliziert mit drei ergibt es bereits jetzt 9.450 MW und damit die höchstmögliche Photovoltaikreduktion von 13% für das Jahr 2011.
Ich kann die ketzerische Frage einfach nicht unterdrücken. Wenn die Politik der Meinung ist die Einspeisevegütung müsste um ein Prozent gekürzt werden, wenn in Deutschland 1.000 MW mehr installiert wird, warum gibt es dann eine Höchstreduktion von 13 Prozent? Wenn hinter dieser 1 Prozentkürzung ein Fünkchen Sinn wäre, müsste bei einer installierten Leistung von mehr als 6.500 MW auch weiter gekürzt werden. Natürlich konnte sich keiner eine höhere Installation von 6.500 MW vorstellen. Dank dieser Unterschätzung sind uns 17% Reduktion erspart geblieben.

Mit was wir im nächsten Jahr allerdings zu kämpfen haben sind folgende Vergütungssätze. Gültig ab dem 1.1.2011

Photovoltaikanlagen an oder auf Gebäuden (Dach, Fassade) bei Netzeinspeisung
28,74 Cent bis 30 kWp
27,34 Cent ab 30 kWp
25,87 Cent ab 100 kWp
21,56 Cent ab 1.000 kWp

Wenn der Strom von diesen Anlagen selbst verbraucht wird dann wird allerdings nur bei Anlagen bis 500 kWp dies als Eigenverbrauch vergütet. Es gibt zwei Vergütungsstufen. Eigenverbrauch bis 30% des produzierten Stroms und über 30%. Damit versucht die Politik weiterhin den Eigenverbrauch attraktiv zu gestalten.

PV Anlagen bis 30 kWp bis 30% 13,93 Cent je kWh über 30% 17,62 Cent je kWh*
PV Anlagen ab 30 kWp bis 30% 12,56 Cent je kWh über 30% 16,26 Cent je kWh*
PV Anlagen ab 100 kWp bis 30% 11,14 Cent je kWh über 30% 14,84 Cent je kWh*

PV Anlagen bis 30 kWp bis 30% 12,36 Cent je kWh über 30% 16,74 Cent je kWh*
PV Anlagen ab 30 kWp bis 30% 10,96 Cent je kWh über 30% 15,34 Cent je kWh*
PV Anlagen ab 100 kWp bis 30% 9,49 Cent je kWh über 30% 13,87 Cent je kWh*

*Ich bitte den Fehler zu entschuldigen die richtigen Werte habe ich korrigiert. Der Eigenverbrauch wird abgeleitet von der Einspeisevergütung. Beim Eigenverbrauch bis 30% der Gesamtstromproduktion werden 16,38 Cent von der Einspeisevergütung abgezogen bei über 30% nur noch 12 Cent je kWh.

Freiflächenanlagen werden in zwei verschiedenen Klassen gefördert.

Konversionsflächen, versiegelte Flächen dazu gehören z.B. Mülldeponien erhalten 22,08 Cent je kWh

Gewerbegebiete, auf baulichen Anlagen und an Verkehrswegen (Straße und Bahn 110 Meter bis Abstand) erhalten nur noch 21,11 Cent. Alle diese Zahlen sind zwar noch nicht veröffentlicht aber aufgrund der Zubauzahlen Juni, Juli und August schon absehbar.

Erhard Renz

Photon Jährliche Degression auf 10% festschreiben

Donnerstag, den 15. April 2010 von Erhard Renz

Nachdem ich bei den Vorschlägen von Photon zu den Themen regionale Differenzierung, Ost/West Dächer und Netzentlastungsbonus bereits anderer Meinung bin, kann ich auch einem festschreiben einer jährlichen Degression nicht zustimmen. Allerdings finde ich die Argumentation von Photon auch etwas schräg.

Schon die Findung der 10% Reduktion werden anhand einer Lernkurventheorie abgeleitet. Dass diese Lernkurfentheorie von mir aus auf die Modulkosten angewendet werden können möchte ich nicht abstreiten. Aber wie die Kostenreduktion bei der Installation von einer 4 kWp Anlage sich analog der Lernkurventheorie entwickeln soll ist mir schleierhaft. Die Lernkorventheorie passt nur für die Industriell hergestellten Produkte. Nicht aber für die Planung, Montage, Beratung und Anfahrt zum Kunden.

Ich persönlich sehe mich zwar als Lobbyist aber dass geht zu weit:

“Lange Zeit hat die Solarlobby die Politik mit falschen – zu niedrigen – Zubauzahlen genarrt.”

Derzeit kann ich öfters von der Solarlobby lesen. Dazu möchte ich folgendes schreiben. Wir sind sehr wenige Hauptberufliche Solar-Lobbyisten. Weitaus weniger wie sie die traditionelle Energiebranche stellt. Aber wir haben 500.000 Kraftwerksbetreiber auf unserer Seite die für uns reden. Diese Lobby ist unbezahlbar und deshalb auch ganz klar als “Überzeugungstäter” unterwegs. Auf diesem Gebiet sind wir der traditionellen Öl, Gas, Kohle und Uran Lobby um fast 100% überlegen. Denn wer setzt sich in seiner Freizeit schon für die Plünderung unseres Planeten ein?

Die montierten Stückzahlen der letzten Jahren unterlagen vielen nicht vorhersehbaren Ereignissen. Deshalb dann davon zu schreiben die Politik wäre genarrt worden ist falsch. Richtig ist schon im EEG 2004 wurde von der Politik festgelegt:

“Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat dem Deutschen Bundestag bis zum 31.Dezember 2007 und dann alle vier Jahre im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit über den Stand der Markteinführung von Anlagen zur Stromerzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas sowie die Entwicklung der Stromgestehungskosten in diesen Anlagen zu berichten…”

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

Drei Bundesministerien sind im Gesetz von 2004 mit der Aufgabe betreut worden. Aber laut Photon narrt die Solarlobby die Politik. Wahrheit ist die Politik war nicht in der Lage Installationszahlen vorzulegen. Selbst heute mit Bundesnetzagentur erfahren wir die monatlichen Zahlen erst 3 Monate später. Anstatt eine Datenbank eingerichtet wird und in “Echtzeit” die Meldungen abgerufen werden können arbeitet die Bundesnetzagentur noch wie zu Zeiten von Atom, Kohle und Öl und nicht wie im Solarzeitalter. :-)

Photon schlägt für Bayern eine regionale Sonderdegression zum 1.7. von 26% sowie die jährliche Degression zum 1.1.2011 von 10% vor. 39,14 Cent Minus 26% und minus 10% sind noch 26,06 Cent eine weitere 10% Degression zum 1.1.2012 und wir wären in Bayern bei 23,45 Cent je kWh. Bereits hier wären wir in einer Größenordnung die dem Bezugsstrompreis entspricht. Ab diesem Moment wird eine Überarbeitung der Einspeisevergütung erneut notwendig. Denn laut Photon werden die Preise für die PV Anlage um 10% fallen die Erträge aufgrund des Eigenverbrauchs (gerechnet zum Strompreis 2012) sich jedoch erhöhen.

Die PV braucht keine langfristigen gesetzlich festgelegten Prozentsätze mehr. Wir brauchen eine ständige Weiterentwicklung der Einspeisevergütung nicht anhand der Prozente sondern mit Steuerungsparametern. Natürlich fällt mir da als erstes die Sommerdegression ein…

Erhard Renz

Photovoltaik Zubau 2009 in Deutschland

Samstag, den 6. Februar 2010 von Erhard Renz

Die Bundesnetzagentur hat zwar erst die Zahlen inclusive November veröffentlicht. Ich möchte aber trotzdem die Problematik der unregelmäßig verteilten Photovoltaikmontage anhand einer Grafik mit den echten 2009er Installationszahlen demonstrieren.

Photovoltaik Zubau 2009 in Deutschland

Die Dezemberzahlen habe ich mit 655 kWp geschätz und komme damit auf genau 3.000 kWp installierte Photovoltaik im Jahr 2009. Der Unterschied von 3 MW im Januar zu über 600 im Dezember ist offensichtlich. Es ist auch klar, daß die Statistik der Bundesnetzagentur sicherlich nicht hieb und stichfest ist. Durch die ungleich verteilten Mengen ergibt sich ein riesen Problem. Wieviel Montagekapazität hält der Montagebetrieb vor?

Der rote Balken wären die gleichmäßige Montagekapazität (250 Einheiten) über das ganze Jahr verteilt. Es wird klar, daß die Monteure im Frühjahr ihren Jahresurlaub und ihre Weiterbildungen durchziehen müssen. Trotzdem können sie in der zweiten Jahreshälfte nicht alle Aufträge erledigen. Die zusätzlichen Aufträge müssen an Subunternehmen weitergegeben werden. Da ist auch klar, daß diese Monteure nicht das ganze Jahr PV installieren sondern mit anderen Tätigkeit ihren Unterhalt verdienen.

Es hilft auch nichts während des Jahres die Montagekapazität von 100 auf 400 hochzufahren da dann im nächsten Jahr die vorgehaltene Montagekapazität von 400 Einheiten auf eine Nachfrage von unter 100 trifft! Wobei auch klar sein dürfte, man kann seine Montagekapazität innerhalb eines Jahres nicht vervierfachen. Wer soll denn die neuen Mitarbeiter einarbeiten? Welches Unternehmen könnte sich solch eine Firmenpolitik auch leisten?

Jedem dem an einer hochwertigen Photovoltaik Montage gelegen ist müsste daran interessiert sein diese Differenz zwischen Januar und Dezember zu verringern. Deshalb gibt es inzwischen den Vorschlag im EEG die Reduzierung der Einspeisevergütung nicht in einem Rutsch sondern vierteljährlich durchzuführen. Bei den derzeitigen Perspektiven jährlich um 10% die Einspeisevergütung zu reduzieren wäre es egal ob im Dezember oder Juli die 10% reduziert würden. In jedem Fall gäbe es einen “Kaufrausch” gegen Ende der ablaufenden Periode. Wenn aber diese 10% durch eine vierteljährliche Degression von je 2,5% ersetzt würde, könnte der Verkauf der Photovoltaikanlagen über das gesamte Jahr verteilt erfolgen.

Mit solch einer Massnahme wäre die Nachfrage über das Jahr verteilt und wir die Montagefirmen könnten zusätzliche feste Mitarbeiter einstellen und qualifizieren. Die Idee der vierteljährige Absenkung verdanke ich den bayrischen Solarinitiativen bei denen ich mich von hier aus recht herzlich für diese tolle Idee bedanken möchte. Mein Ziel wäre damit auch erreicht. Keine Photovoltaik Jahresendralley die unsere Monteure bei schlechtem Wetter auf die Dächer treibt. :-)

Erhard Renz

Einspeisevergütung Photovoltaik

Dienstag, den 5. Januar 2010 von Erhard Renz

Es läßt mir einfach keine Ruhe. Die Bundesregierung beabsichtigt ja zum 1.7.2010 zu der bereits erfolgten Einspeisereduzierung am 1.1.2009 eine weitere Reduzierung der Photovoltaik Einspeisevergütung vorzunehmen. Da sich die Bundesregierung am 13.1.2010 mit der Solar Industrie trifft und über die Photovoltaik Einspeisevergütung redet, habe ich mir nochmals die Mühe gemacht meinen Vorschlag per Mail an die entscheidenden Personen des Bundestages zu senden. Dieser Vorschlag wurde nur von mir entwickelt und nicht innerhalb der Fa. Ralos abgestimmt. Natürlich stelle ich diese Gedanken auch hier im Blog zur Diskussion. Viel Spaß dabei…

Sehr geehrte Damen und Herren, 

ich bin seit ca. 10 Jahren mit Vorträgen zur Solarenergie unterwegs. Seit zwei Jahren habe ich mich von meinem langjährigen Arbeitgeber Daimler getrennt und bin nur noch als Öffentlichkeitsarbeiter für Solarenergie unterwegs. Zusammen mit meinen Freunden der Fa. Ralos konnte ich so spektakuläre Photovoltaikanlagen wie 2005 die weltgrößte Photovoltaikanlage in Betrieb nehmen oder die wohl längste Photovoltaikanlage der Welt auf der A3-Einhausung mit 2,7 km Länge realisieren. Sowie viele andere Photovoltaikanlagen planen, verkaufen und montieren. In 2008 und 2009 haben wir weit mehr als tausend PV-Anlagen ans Netz gebracht. Bei den Gesprächen bezüglich der Solar-Förderung werden zwar die Hersteller mit Ihnen an einem Tisch sitzen die Montagefirmen bleiben aber anscheinend außen vor.

Erlauben Sie mir deshalb ein paar Worte zum Photovoltaikmarkt und der derzeitigen Einspeisevergütung zu schreiben.

Ich musste jahrelang auf Vorträgen vor allem den ökologischen Nutzen einer Photovoltaikanlage in den Vordergrund stellen. Dies hat sich in den letzten zwei Jahren gravierend verändert. Jetzt sind die ökonomischen Werte einer Investition in Photovoltaik gefragt. Parallel zu dieser Entwicklung haben der Ausbau von Fabriken und Montagekapazitäten stattgefunden. Inzwischen deckt die Photovoltaik ca. 1% der deutschen Stromproduktion ab. Die Photovoltaik wird plötzlich als relevant wahrgenommen. Hinter diesem einen Prozent stehen ca. 500.000 Photovoltaikanlagen deutschlandweit. Da die Photovoltaik im Betrieb ohne Abgase, ohne Geräusche, ohne Bewegung auskommt und selbst die Energie von der Sonne direkt vor Ort geliefert wird, empfinden die Photovoltaikanlagenbesitzer diese Energiegewinnung äußerst positiv. Sie werben in ihrem persönlichen Umfeld für diese Art der Stromgewinnung. Wir die Solarbranche haben 500.000 Außendienstmitarbeiter die unser Produkt weiterempfehlen.

Zu diesem Massenmarkt hat sich die Branche mit vielen Problemen technischer Verfügbarkeit hochgearbeitet. Am Anfang fehlte das Silizium, dann fehlten Module, dann waren es zu viele Module und momentan fehlen Einzelteile für die Wechselrichter Produktion. Die Branche fehlt einfach eine Basis um die kommenden weltweiten Entwicklungen abschätzen zu können. Eines scheint klar zu sein, technisch geht ein sehr schneller Ausbau der Photovoltaik. Obwohl wir immer nur als klein und mickrig dargestellt wurden.

Zu dieser äußerst positiven Entwicklung, kam in 2009 noch der Wahlkampf in Deutschland und der bewusst herbeigeführte Markteinbruch durch die spanische Regierung in Spanien hinzu. Wie sollte da noch eine vernünftige Disposition vorgenommen werden?

Im Wahlkampf zeichnete sich durch die Äußerungen von CDU/CSU und FDP ab, daß die Vergütung stärker als geplant reduziert würde, wenn diese Parteien die Mehrheit erhalten. Dies hat in der Solarbranche eine ungeahnte Nachfrage in der zweiten Hälfte 2009 ausgelöst. Hatten die Solarfabriken im ersten Halbjahr noch mit Kurzarbeit zu kämpfen, waren plötzlich Überstunden und Schichten rund um die Uhr angesagt. Dass die im Sept. gewählte Regierung nicht schnell handeln konnte war vielen klar und die angekündigten Gespräche mit der Solarbranche lassen alle davon reden ab 1.7.2010 wird es eine weitere Degression geben. Dies hat zur Folge, daß der Boom nach Photovoltaikanlagen Anfang 2010 ungebremst anhält. Derzeit sind Wechselrichter Mangelware nur weil ein paar Zulieferteile nicht geliefert werden können. Der Kunde wird vor allem von der Angst getrieben er könnte ein Schnäppchen (Hohe Rendite auf 20 Jahre) verpassen. Gekauft wird was geliefert werden kann. Qualität kann sich in solch einem Umfeld nicht entfalten.

Ich schreibe Sie deswegen an, weil Sie an den Entscheidungen zur Einspeisevergütung 2010 beteiligt sind. Die Solarbranche braucht eine langfristige Basis auf die sich die einzelnen Firmen verlassen können. Welche Firma wird (trotz des derzeitigen Booms) Mitarbeiter einstellen wenn die Gefahr besteht ab Juli 2010 wird es mit Aufträgen eng? Welche Bank wird neue Fabriken finanzieren wenn der langfristige Absatz nicht gewährleistet ist? Welcher Kunde wird sich auf das zweite Halbjahr vertrösten lassen wenn die Gefahr besteht, daß seine Rendite um mehrere Prozent geringer ist? Welcher junge Mensch wird einen Lehrberuf ergreifen bei dem er nicht weiß ob er eine Zukunft in seiner Heimat hat? Wir brauchen deshalb eine schnelle Entscheidung wie es ab dem 1.7.2010 weitergeht.

 Mein persönliches Anliegen zur Einspeisevergütung liegt nicht in der Höhe der Vergütung sondern am Zeitpunkt der Einspeise Degression. Ich konnte in den letzten beiden Jahren erleben wie am Ende des Jahres bei miesestem Wetter unsere Monteure früh morgens auf die Baustelle fahren und unter widrigsten Bedingungen Photovoltaikanlagen installiert haben. Da ich schon mehrere Anläufe genommen den Degressions Termin zu ändern, kenne ich auch die mageren Gegenargumente. Wir sollten besser planen, unsere Monteure müssten natürlich die Sicherheitsvorschriften beachten und bisher wäre es doch immer so gewesen und keiner hat sich beschwert.

 Bei einem verschieben der Degression vom 31.12. auf den 30.6. eines jeden Jahres würde sich die Situation am Jahresende entspannen.

 Ich habe drei Kundentypen kennengelernt.

Diejenigen die sich dem Thema Photovoltaik annehmen sich einmal informieren und in kürzester Zeit die Investition tätigen oder eben nicht. Dieser Kundentyp kann verplant werden da sich immer mehr Menschen für Photovoltaik interessieren und irgendwann jeder Häuslebesitzer sich diese Frage stellt. Dieser Kundentyp kommt gleichmäßig verteilt über das Jahr und stellt kein Problem dar.

 Dann gibt es diejenigen die am Jahresende aufgrund eines guten Geschäftsjahres (oder guter Ernte) dazu entschließen unbedingt  noch in diesem Jahr eine Photovoltaikanlage aus steuerlichen Gründen zu bauen. Diesen Kundentyp gibt es ebenfalls jedes Jahr aufs Neue aber eben am Ende des Jahres. Diese Kunden investieren in größere Objekte meist Flachdächer oder Freiflächen bei denen die Jahresend Problematik (schlechtes Wetter) zumindest kein gesundheitliches Risiko für die Montagemitarbeiter darstellt.

 Als letztes habe ich diejenigen Kunden identifiziert die sich gut (sehr gut) informieren und bei mehreren Firmen ein Angebot einholen. Danach unschlüssig sind und die Entscheidung hinauszögern. Bis das Datum der Einspeise Vergütungs Degression vor der Tür steht. Dann wird schnell noch versucht den Auftrag unter Dach und Fach zu bringen. Wir die Firmen die diesen Interessenten ja bereits ein Angebot unterbreitet haben, möchten natürlich diesen Auftrag auch annehmen. Leider füllt sich unser Auftragsbuch am Jahresende viel zu schnell. Denn die Natur sorgt dafür, daß wir im Winter nur an wenigen Stunden des Tages installieren können. Ganz zu schweigen von den Temperatur Bedingungen und den äußeren (Schnee und Eis auf dem Dach) Einflüssen. Dieses Kundenpotential würde ich gerne vom Jahresende in die Jahresmitte schieben.

 Bei einem Degressionszeitpunkt von 30.6. spielt uns die Natur in die Hände. Die Tage werden länger und die Temperaturen angenehmer. Es liegt auf der Hand, daß die Qualität höher, die Installationskosten niedriger sind wie bei einer Montage im Winter. Durch eine erhöhte Nachfrage im ersten Halbjahr wird es eine kontinuierliche Auslastung der Solarfabriken geben. Alle drei Vorteile müssten Ziele einer verantwortungsvollen Förderpolitik der Photovoltaik sein.

 Deshalb möchte ich Sie ermuntern den Degressionszeitpunkt nicht nur in 2010 auf den 30.6. sondern auch in Zukunft auf den 30.6. zu legen. Eine jährliche Degression reicht aus. Die Branche kann nicht ständig veränderte Einspeisevergütungssätze kommunizieren.

Damit trotzdem eine angemessene Degression über einen längeren Zeitraum definiert werden kann schlage ich eine Degression mit Mengendeckel vor.

Dieser Mengendeckel wurde bei der letzten EEG Novelle bereits praktiziert allerdings war es nur ein fixer Deckel und kein variabler. Zur Veranschaulichung:

Diese Deckelung (EEG 2009) sollte greifen wenn entweder mehr oder weniger Photovoltaikanlagen (Leistung) installiert werden wie von der Politik und Branche vorhergesehen.

Wenn weniger wie 1.000 MW installiert worden wären, hätte sich die Degression um 1% reduziert und anstelle 8 Prozent wäre die Einspeisevergütung nur um 7 Prozent verringert worden.
Umgekehrt wenn mehr als 1.500 MW installiert werden, soll sich die 8 Prozent Degression um 1% auf 9 Prozent erhöhen. Es wird also davon ausgegangen, daß durch die bundesweite Installation von 500 MW eine Kostenreduktion bei der Herstellung und Installation von 1% erreicht werden kann.

Wenn man sich diese Formel genauer ansieht könnte ich sie auch so definieren.
Bis 1.000 MW gibt es eine Degression von 7% wenn mehr installiert wird erhöht sich die Degression um ein weiteres Prozent und dies jeweils nach weiteren 500 MW.
Im EEG 2009 wurde diese Formel “nur” bis 1.500 MW weiter festgeschrieben. Diese Deckelung müsste aufgehoben werden und in 500 MW Schritten um ein weiteres Prozent erhöht werden.

Beispiel:
bis 1.000 MW – 7%
bis 1.500 MW – 8%
bis 2.000 MW – 9%
bis 2.500 MW – 10%
bis 3.000 MW – 11%
bis 3.500 MW – 12%
usw.

Wenn ich diese Logik auf die 2009 berechneten/installierten MW (ca. 3.000 MW?) anwenden würde, käme ich auf eine Degression von 11-12 %. Also ca. 2-3% mehr wie zum 1.1.2010 bereits reduziert wurde.

Ausgehend von diesen Überlegungen möchte ich folgendes vorschlagen:
Zum 31.12.2009 ermittelt die Bundesnetzagentur den tatsächlichen PV Leistungs Zubau laut Meldungen an die Bundesnetzagentur in 2009. Nach der obigen Formel wird die Degression ermittelt. Da bereits 9% reduziert zum 1.1.2010 reduziert wurden muß diese Degression beim Reduktionsfaktor für den 1.7.2010 berücksichtigt werden. Diese Vergütung bleibt dann ein Jahr lang gültig und wird zum 1.7.2011 nach dem gleichen System nur mit anderen Installations-Werten ermittelt.
Aus meiner Sicht diskutierbar wären für den 30.6.2011:

bis 2.000 MW – 7%
bis 2.500 MW – 8%
bis 3.000 MW – 9%
bis 3.500 MW – 10%
bis 4.000 MW – 11%
bis 4.500 MW – 12%
usw.

Wenn am 31.12.2010 die Einspeisewerte ab dem 30.6.2011 und damit bis 30.6.2012 feststehen kann die Politik eine neue Degressionstabelle beschließen. Damit bleibt allen genügend Zeit sich auf diese neuen Einspeisevergütungen einzustellen. Ich möchte nochmals betonen, daß die Reduzierungs Prozentsätze nicht meine Kernkompetenz sind. Die Systematik einer „Sommerlichen“ Degression wollte ich allerdings unbedingt in die Debatte einbringen.

Für die Installationsfirmen und die vielen Endkunden wäre eine speziellere Förderungen von Kleinanlagen bis 10 kWp sinnvoll. Diese Photovoltaik Anlagen haben eine Größe von maximal 80 Quadratmetern und profitieren nicht so stark von den Preisreduzierungen der Photovoltaikmodule. Für solche „Kleinanlagen“ entstehen die gleichen Vertriebs-, Finanzierungs-, Planungs-, Anfahrts- und Gerüstkosten wie bei größeren Anlagen. Die Kleinanlagen sind das „tägliche Brot des Handwerks“. Allerdings sind bei diesen Anlagen die Renditen für die Häuslebesitzer bei weitem nicht so hoch wie bei den Anlagen bis 30 kWp (oder größer) die oft auf kleinen Hallen oder landwirtschaftlichen Gebäuden entstehen. Aber gerade die Anlagen bis 10 kWp sind in der Lage den Strombedarf der Bewohner des Gebäudes zu decken und deshalb sehr wichtig beim zukünftigen Energiemix. Diese Menschen müssen unbedingt weiterhin motiviert werden Photovoltaikanlagen zu bauen.
Ich möchte Ihnen deshalb nahe legen, die Klasse bis 30 kWp zu splitten und eine Klasse bis 10 kWp einzuführen. Bei der Klasse bis 10 kWp sollten Sie den Einspeisepreis von 39,14 Cent je kWp zum 1.7.2010 nicht reduzieren,

Zum Schluß möchte ich Sie noch bitten zu überlegen ob es nicht sinnvoll wäre für die Installation an einer Fassade wieder eine erhöhte Vergütung anzubieten. Dies müsste die schlechteren Erträge einer senkrechten Montage ausgleichen. Die Photovoltaikbranche braucht aber diese Flächen um den Druck von den Freiflächen zu nehmen.

Ich würde mich freuen wenn meine Anregungen Ihnen bei der Findung einer allgemein tragbaren Photovoltaik Degression behilflich waren.

Mit sonnigen Grüßen

Erhard Renz

Erhard Renz

Durchschnittlich gezahlte Einspeisevergütung

Mittwoch, den 16. Dezember 2009 von Erhard Renz

Die Bundesnetzagentur hat die 2007 durchschnittlich gezahlten Einspeisevergütungen veröffentlicht. Leider habe ich diese Mitteilung nicht mitbekommen und kann deswegen erst heute die Infos weitergeben. Bereits im Juli 2009 habe ich die 2006er Zahlen kommentiert.

Die 2006er Zahlen:
gezahlte Einspeisevergütung 2006
 

Die 2007er Zahlen:
Gezahlte Einspeisevergütung 2007

In diese Durchschnittswerte laufen aus allen produzierenden Kraftwerke die tatsächlich produzierten kWh mit den tatsächlich gezahlten Vergütung ein. Da es das EEG bereits seit dem Jahr 2000 gibt, beeinflußen verschiedene Effekte den durchschnittlichen Wert. Durch die jährliche Degression ergeben sich sinkende Vergütungen für die neu installierten Anlagen. Bei der Biomasse kommt es zusätzlich auf die verschiedenen Bonusregeln an die erst seit dem EEG 2004 gezahlt werden. Natürlich spielen die Zubaumengen eine gravierende Rolle.

Die Steigerung von 0,1 Cent bei der Wasserkraft kann ich mir nur dadurch erklären, daß mehr Strom duch Kleinwasserkraftwerke produziert wurde wie im Vorjahr.

Die Steigerung von 1,29 Cent je kWh muss auf die unterschidlichen Boni zurückgeführt werden. Bis die Planer von Kraftwerken auf die veränderte Gestzgebung im EEG 2004 reagieren und bis diese Kraftwerke auf Volllast produzieren dauert natürlich. Das EEG wurde 2004 überarbeitet. Das könnte also passen.

Strom aus Klärgrubengas blieb konstant und Geothermie ebenfalls. Wobei die Geothermie von der Menge des produzierten Stroms noch immer vernachlässigt werden.

Die Windenergie reduzierte sich um 0.07 Cent je kWh was in etwa einem Prozent Peisreduktion entspricht. Damit nähert sich der durchschnittlich gezahlte Windstrom dem Preis des an der Strombörse gehandeltem Strom an.

Durch die 5%ige Degression und die hohen Installationszahlen reduziert sich natürlich für Photovoltaik die Durchschnitts Vergütung. Immerhin um 1,03 Cent je kWh ging die Vergütung nach unten. Dieser Wert müsste sich in den nächsten Jahren kontnuierlich nach unten bewegen. Denn 2010 wird ja für kleine Dachanlagen nur noch 39,14 Cent gezahlt. Dass muß ja den Schnitt drücken.

Erhard Renz

Erbärmliches Ergebnis der Netzbetreiber

Dienstag, den 24. November 2009 von Erhard Renz

Jeder der sich eine Photovoltaikanlage auf das Dach baut, geht mit seinem Netzbetreiber eine rechtliche Verbindung ein. Eigentlich sind alle notwendigen Vereinbarungen über das EEG bereits geregelt. Trotzdem kann es Sinn machen einen separaten Einspeisevertrag mit dem Netzbetreiber abzuschließen. Auf jeden Fall versuchen es die Netzbetreiber den Photovoltaikanlagenbesitzer einen Vertrag aus dem “eigenen Hause” anzubieten. In der Regel stellen diese Verträge den Photovoltaikanlagen Besitzer schlechter wie ohne Vertrag. Nicht nur in der Regel sondern eigentlich ist es in den meisten Fällen so.

Wer sich unsicher ist ob der Vertrag den der Netzbetreiber ihm anbietet akzeptabel ist kann sich bei der Homepage von Photon erkundigen. Dort kann man sich auch eine Bewertung des Einspeisevertrages einholen. Allerdings sind bereits Verträge von über 350 Netzbetreibern in der Datenbank drin. Leider sind noch immer die bereits vor einem Jahr beschriebenen negativen Paragrafen in den Verträgen zu finden. Mir ist es unbegreiflich wie die Bundesnetzagentur diesem schändlichen Treiben der Netzbetreiber tatenlos zusehen kann. Bei der Bewertung durch die Zeitschrift Photon bekommen lediglich 5 Netzbetreiber mit einem “grünen Daumen” (vorbildlich) die bestmögliche Bewertung. Solch ein Engagement muß mit einer namentlichen Erwähnung belohnt werden:

Eisenacher Versorgungs-Betriebe GmbH

Stadtwerke Bretten GmbH

Stadtwerke Traunstein GmbH

SWN Stadtwerke Neumünster GmbH

Technische Werke Friedrichshafen GmbH

Die 144 Netzbetreiber mit der “Na ja” Bewertung akzeptabel oder keine schwerwiegenden Bedenken könnte man ja noch akzeptieren. Aber nachdem es das EEG bereits seit dem Jahre 2000 gibt könnte man doch von den Netzbetreibern erwarten, daß nur noch ein kleiner Teil “nicht akzeptable” Verträge anbietet. Aber von den 355 Netzbetreiber bieten immer noch über 200 inakzeptable Verträge an. Photon rät vom Abschluß dieser Verträge ab.

Liebe Bundesnetzagentur wie wäre es wenn Sie sich diese inakzeptablen Verträge mal näher anschauen würden?

Erhard Renz

EEG Überarbeitung

Freitag, den 6. November 2009 von Erhard Renz

Ich möchte nochmals die Überarbeitung des EEG’s wie von der neuen Bundesregierung gewünscht aufgreifen. Im 2009er EEG wurde ja eine Degression “mit Deckel” integriert. Diese Deckelung sollte greifen wenn entweder mehr oder weniger Photovoltaikanlagen (Leistung) installiert werden wie von der Politik und Branche vorhergesehen.

Wenn weniger wie 1.000 MW installiert worden wären, hätte sich die Degression um 1% reduziert und anstelle acht Prozent wäre die Einspeisevergütung nur um sieben Prozent verringert worden.
Umgekehrt wenn mehr als 1.500 MW installiert werden soll sich die acht Prozent Degression um 1% auf neun Prozent erhöhen. Es wird also davon ausgegangen, daß durch die bundesweite Installation von 250 MW eine Kostenreduktion bei der Herstellung und Installation von 1% erreicht werden kann.

Wenn man sich diese Formel genauer ansieht könnte ich sie auch so definieren.
Bis 1.000 MW gibt es eine Degression von 7% wenn mehr installiert wird erhöht sich die Degression um ein weiteres Prozent und dies jeweils nach weiteren 250 MW. Im EEG 2009 wurde diese Formel “nur” bis 1.500 MW weiter festgeschrieben. Wenn ich aber diese Logik auf die jetzt berechneten 2.340 MW anwenden würde, käme ich auf eine Degression von 13 %.

bis 1.000 MW – 7%
bis 1.250 MW – 8%
bis 1.500 MW – 9%
bis 1.750 MW – 10%
bis 2.000 MW – 11%
bis 2.250 MW – 12%
bis 2.500 MW – 13%
usw.

Ausgehend von diesen Überlegungen möchte ich folgendes vorschlagen:
Die Degression zum 1.1.2010 bleibt wie im EEG 2009 und mit den Zubauzahlen der Bundesnetzagentur ermittelt mit 9% (bei kleinen Photovoltaikanlagen bis 30 kWp) erhalten.
Am 31.12.2009 ermittelt die Bundesnetzagentur den tatsächlichen PV Leistungs Zubau in 2009. Nach der obigen Formel wird eine neue Degression ab 1.7.2010 ermittelt. Diese Vergütung bleibt ein Jahr lang gültig und wird zum 1.7.2011 nach einer ähnlichen (andere Werte bei der installierten Leistung!) Formel ermittelt.

Dank an die Solarthemen und dem Newsletter von Photon die unsere Idee der “Handwerkerfreundlichen Sommerdegression” aufgenommen haben. Wir stehen für eine sachdienliche Diskussion der Einspeisevergütung hier im Blog gerne bereit.

Erhard Renz

Einspeisevergütung 2010 die endgültigen Vergütungswerte

Samstag, den 31. Oktober 2009 von Erhard Renz

Die Bundesnetzagentur hat gestern die Einspeisevergütung für 2010 festgelegt. Durch die vielen Photovoltaikanlagen die gebaut wurden, werden die höchst möglichen Reduzierungen fällig. Ich liste mal ohne weitere Kommentare die Vergütungssätze auf:

39,14 Cent je kWh
für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden bis zu einer Größe von 30 kWp

37,23 Cent je kWh
für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden ab 30 kWp bis zu 100 kWp

35,23 Cent je kWh
für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden ab 100 kWp bis zu 1.000 kWp

29,37 Cent je kWh
für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden über 1.000 kWp

28,43 Cent je kWh
gibt es für Photovoltaikanlagen die als Freiflächenanlagen gelten.

Wer seinen selbst produzierten Photovoltaikstrom im eigenen Haus gleich verbraucht erhält nur noch 22,76 Cent je kWh

Wir bemühen uns in den nächsten Tagen die neuen Werte in die Solarrechner einzuarbeiten.

Erhard Renz

Einspeisevergütung 2010

Freitag, den 30. Oktober 2009 von Erhard Renz

Ich bin stinksauer. Was erlauben sich die Damen und Herren der Bundesnetzagentur eigentlich. Veröffentlichen am 30.10. die Vergütungssätze für 2010. Toll wir haben ja auch lange drauf gewartet. Aber wer sich die Zahlen genau ansieht stellt fest diese Info hätte man schon vor zwei Monaten ermitteln können. Denn die Bundesnetzagentur hat sich einen tollen Kniff einfallen lassen.

Im Gesetz steht ja “wenn innerhalb der letzten zwölf Monate” die installierte Photovoltaikanlagen die 1.500 MW überschreiten gibt es zusätzlich ein Prozent Degression. Da die Zahlen Okt.-Dez. 2008 nicht vorliegen wurden die Angaben der Verteilnetzbetreiber mit 868 MW von der Bundesnetzagentur angesetzt. Na ja und mit den 826 MW die von Jan.-Juli 2009 gebaut wurden hinzuaddiert kommt man über die entscheidende Hürde von 1.500.

Damit hätte man schon nachdem die Installationszahlen Juli bekannt waren der Branche sagen können wie hoch die Einspeisevergütung 2010 sein wird. Nicht nur der Branche sondern auch allen Kunden. Das wäre eine Kundenfreundliche Kommunikation gewesen. Jetzt war es nur eine “Beamtennachricht” mehr nicht. Traurig.

Die Tatsächlichen Werte in Cent werde ich morgen bloggen heute habe ich keine Nerven mehr dazu. Tut mir leid diese Beamten kosten mich die letzten Nerven…

Erhard Renz

Einspeisevergütung 2010 alles klar?

Donnerstag, den 29. Oktober 2009 von Erhard Renz

Die meist gestellte Frage momentan lautet wie hoch ist die Einspeisevergütung im Januar 2010. Leider gibt es momentan keine gesicherte Aussage wie hoch die Vergütung sein wird. Die derzeitige Gesetzeslage ist im EEG definiert.

Für Anlagen an oder auf Gebäuden wird die Degression ab 2010
bei Anlage bis 100 kWp 8 Prozent
bei größeren Anlagen 10 Prozent betragen aber:

diese beiden Prozentsätze erhöhen sich um ein Prozentpunkt sobald die Leistung der bei der Bundesnetzagentur zum 30.9.2009 innerhalb der letzten zwölf Monate nach § 16 Abs. 2 Satz 2 registrierten Anlagen 1.500 MW übersteigt.

Laut der Bundesnetzagentur sind von Januar bis Juli in Deutschland 826 MW neu installiert worden. Allein im Juli waren es mehr als 300 MW. Wenn ich für August und September noch 600 MW dazurechne wären wir bei 1.426 MW von Januar bis September! Damit würden die 8 oder 10 Prozent Degression nicht erhöht werden.
Das EEG sagt aber “innerhalb der letzten zwölf Monate” die liegen aber in der Praxis nicht vor? Wie handelt jetzt der Gesetzgeber oder die Bundesnetzagentur. Angeblich soll im Bundesanzeiger am 30.10. die installierte Menge veröffentlicht werden. Rechtssicherheit wäre das aber immer noch nicht. Denn wie verhält sich die Politik?

Wer sich jedoch mit dem Kauf einer Photovoltaikanlage in 2010 beschäftigt dem würde ich raten mit einer um 1 % erhöhten Degression zu kalkulieren. Das wären dann 39,14 Cent je kWh bei Anlagen unter 30 kWp an oder auf Gebäuden. Wenn dann ein Prozent mehr (39,57 Cent) gezahlt wird, dann dürfte sich darüber keiner beschweren.

Im Sinne einer Planbarkeit wäre eine baldige Festlegung der Einspeisevergütung wünschenswert. Vor allem da von vielen Politikern der Koalition eine weitere Absenkung der Photovoltaikvergütung angedeutet wird. Wenn diese weitere Abstufung der Vergütung bereits zum 1.7.2010 kommt, würde dies bedeuten, daß wir Anfang 2010 entgegen den bisherigen Erfahrungen, auch am Jahresanfang mit einer erhöhten Nachfrage nach der Installation von Photovoltaikanlagen zu rechnen hätten.

Einen Eingriff der Politik bereits die Photovoltaikvergütung ab 1.1.2010 stärker wie im EEG definiert zu kürzen wäre all denen die bereits einen Auftrag für 2010 erteilt haben nicht zuzumuten.

Erhard Renz

Bundesnetzagentur

Dienstag, den 28. Juli 2009 von Erhard Renz

Die Zeit vergeht wie im Flug und die ersten Fragen bezüglich der Einspeisevergütung 2010 werden gestellt. Im Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG) wurde folgendes für 2010 vereinbart:

“Der Prozentsatz, um den die Vergütung und Boni jährlich sinken, beträgt für Strom aus solarer Strahlungsenergie aus Anlagen nach § 32 im Jahr 2010: 10,0 Prozent,

- erhöhen sich um 1,0 Prozentpunkte, sobald die Leistung der bei der Bundesnetzagentur zum 30. September des Vorjahres innerhalb der vorangegangenen zwölf Monate nach § 16 Abs. 2 Satz 2 registrierten Anlagen im Jahr 2009: 1.500 Megawatt übersteigt.

- verringern sich um 1,0 Prozentpunkte, sobald die Leistung der bei der Bundesnetzagentur zum 30. September des Vorjahres innerhalb der vorangegangenen zwölf Monate nach § 16 Abs. 2 Satz 2 registrierten Anlagen im Jahr 2009: 1.100 Megawatt unterschreitet.”

Kurz zusammengefasst es könnte eine 9%, 10% oder 11%ige Reduktion der Einspeisevergütung geben. Entscheidend soll die bis einschließlich September 2009 neu installierte Photovoltaikleistung sein. Zuständig für das zählen der Anlagen ist die Bundesnetzagentur. Seit Januar diesen Jahres müssen wir jede neue Anlage an diese Agentur schriftlich melden.

Bisher hat die Bundesnetzagentur nur Zahlen bis einschließlich April 2009 veröffentlicht. In dieser Veröffentlichung wurden allerdings nur die Anzahl der neu installierten Photovoltaikanlagen genannt.

Jan.             375 PV-Anlagen
Feb.   ca. 1.600 PV-Anlagen
März  ca. 4.000 PV-Anlagen
April  ca. 8.000 PV-Anlagen

Nach Anfrage von der Zeitschrift Photon bereitet die Bundesnetzagentur “eine Auswertung der erhobenen Daten nach verschiedenen Kriterien” vor.

In Zeiten von Excel ist es doch verwunderlich, daß im Juli die für den Monat April erhobenen Daten nur “ungefähr” vorliegen und dann auch noch nicht aussagefähig. Die Branche und der Endkunde brauchen aber einen Anhaltspunkt. Werden die Unter- oder die Obergrenze überschritten?
Schließlich ist es ein Unterschied, ob unsere Kunden bei den kleinen Anlagen bei denen bisher 43,01 Cent je Kilowattstunde ausgezahlt wurden in 2010 noch 39,14 Cent oder aber nur 38,28 Cent erhalten.

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht ja interessante Statistiken. Nur wir brauchen diese Zahlen schneller, nichts ist in der Photovoltaik langweiliger als eine Jahresstatistik aus dem Jahr 2006!!!

Erhard Renz

Das Formular der Bundesnetzagentur zur Meldung von Photovoltaikanlagen ist da!

Dienstag, den 30. Dezember 2008 von Erhard Renz

Rechtzeitig :-) wie versprochen vor dem neuen Jahr steht das Formular für die Anmeldung neuer Photovoltaikanlagen bei der Bundesnetzagentur Online. Die Bundesnetzagentur hat es also doch noch geschafft das Formular zur Verfügung zu stellen. Warum es so lange gedauert hat kann ich nicht verstehen wenn ich mir anschaue welche Daten benötigt werden. Es sind die ganz normalen Photovoltaik Anlagendaten. Nix besonderes. Ich wiederhole mich ungern aber dieses Formular hätte man schon vor zwei Monaten Online stellen können.

Als Comic interpretiere ich die Möglichkeit das Formular an eine Mail Adresse zu schicken… Da eine Unterschrift vom Anlagenbesitzer verlangt wird muss das Formular erst ausgedruckt werden, dann unterschrieben, dann eingescannt und dann per Mail an die Bundesnetzagentur…

Da wird es eher sinnvoll sein ausdrucken, unterschreiben und faxen… auch wenns 14 Cent die Minute kostet…

Dass die Beschreibung des zweiseitigen Formulars fünf Seiten umfasst halte ich auch für einen Witz. Da hätte ich mir doch die Internet basierte Lösung gewünscht. Jetzt bin ich mal gespannt wie lange es dauert bis wir diese 2009er Lösung bekommen.

Erhard Renz

Meldung von Photovoltaikanlagen bei der Bundesnetzagentur

Dienstag, den 9. Dezember 2008 von Erhard Renz

Seit der EEG Novellierung 2009 wissen wir ab 1. Januar 2009 wird die Einspeisevergütung nur gezahlt wenn die neue Anlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet wurde. Wie diese Anmeldung zu erfolgen hat war im Gesetz nicht näher definiert. Natürlich haben alle gehofft es würde ein Internet basiertes anmelde Portal geben.

Pustekuchen!

Es gibt ein Formular. Na danke! Das ist aber ein tolles Weihnachtsgeschenk.

Hallo wir sind im Jahr 2008.

Das was die Bundesnetzagentur da veröffentlicht hat, hätte sie sicherlich schon vor drei Monaten veröffentlichen können. Von Hightech fehlt jede Spur. Vor dem 1.1.2009 sollen auch keine Anlagen angemeldet werden. Wie denn auch das “Formular” wird ja erst im Januar auf der Homepage veröffentlicht. Immerhin “Anfang Januar”. So eine “Lösung” ist keiner Agentur würdig sondern maximal einem “AMT”.

Ich rege mich deshalb so auf, weil wir seit Jahren auf vernünftige Bundesweite Installationszahlen warten. Weil die Vergütung 2010 von den Installationszahlen 2009 abhängen und weil die jetzige Lösung eine weitere Kostenbelastung mit Verwaltungsaufwand für die Installationsbetriebe darstellt.

Da hätte die Solarbranche doch erwarten können, daß die Datenerfassung per Internet erfolgen kann und eine Auswertung “auf Knopfdruck” angezeigt wird.

Es bleibt zu hoffen, daß wir keine drei Durchschläge und einen Stempel auf das Formular drücken müssen und das Formular nicht per Einschreiben an die Bundesnetzagentur geschickt werden muß.