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Erhard Renz

Photovoltaik Zubau 2009 in Deutschland

Samstag, den 6. Februar 2010 von Erhard Renz

Die Bundesnetzagentur hat zwar erst die Zahlen inclusive November veröffentlicht. Ich möchte aber trotzdem die Problematik der unregelmäßig verteilten Photovoltaikmontage anhand einer Grafik mit den echten 2009er Installationszahlen demonstrieren.

Photovoltaik Zubau 2009 in Deutschland

Die Dezemberzahlen habe ich mit 655 kWp geschätz und komme damit auf genau 3.000 kWp installierte Photovoltaik im Jahr 2009. Der Unterschied von 3 MW im Januar zu über 600 im Dezember ist offensichtlich. Es ist auch klar, daß die Statistik der Bundesnetzagentur sicherlich nicht hieb und stichfest ist. Durch die ungleich verteilten Mengen ergibt sich ein riesen Problem. Wieviel Montagekapazität hält der Montagebetrieb vor?

Der rote Balken wären die gleichmäßige Montagekapazität (250 Einheiten) über das ganze Jahr verteilt. Es wird klar, daß die Monteure im Frühjahr ihren Jahresurlaub und ihre Weiterbildungen durchziehen müssen. Trotzdem können sie in der zweiten Jahreshälfte nicht alle Aufträge erledigen. Die zusätzlichen Aufträge müssen an Subunternehmen weitergegeben werden. Da ist auch klar, daß diese Monteure nicht das ganze Jahr PV installieren sondern mit anderen Tätigkeit ihren Unterhalt verdienen.

Es hilft auch nichts während des Jahres die Montagekapazität von 100 auf 400 hochzufahren da dann im nächsten Jahr die vorgehaltene Montagekapazität von 400 Einheiten auf eine Nachfrage von unter 100 trifft! Wobei auch klar sein dürfte, man kann seine Montagekapazität innerhalb eines Jahres nicht vervierfachen. Wer soll denn die neuen Mitarbeiter einarbeiten? Welches Unternehmen könnte sich solch eine Firmenpolitik auch leisten?

Jedem dem an einer hochwertigen Photovoltaik Montage gelegen ist müsste daran interessiert sein diese Differenz zwischen Januar und Dezember zu verringern. Deshalb gibt es inzwischen den Vorschlag im EEG die Reduzierung der Einspeisevergütung nicht in einem Rutsch sondern vierteljährlich durchzuführen. Bei den derzeitigen Perspektiven jährlich um 10% die Einspeisevergütung zu reduzieren wäre es egal ob im Dezember oder Juli die 10% reduziert würden. In jedem Fall gäbe es einen “Kaufrausch” gegen Ende der ablaufenden Periode. Wenn aber diese 10% durch eine vierteljährliche Degression von je 2,5% ersetzt würde, könnte der Verkauf der Photovoltaikanlagen über das gesamte Jahr verteilt erfolgen.

Mit solch einer Massnahme wäre die Nachfrage über das Jahr verteilt und wir die Montagefirmen könnten zusätzliche feste Mitarbeiter einstellen und qualifizieren. Die Idee der vierteljährige Absenkung verdanke ich den bayrischen Solarinitiativen bei denen ich mich von hier aus recht herzlich für diese tolle Idee bedanken möchte. Mein Ziel wäre damit auch erreicht. Keine Photovoltaik Jahresendralley die unsere Monteure bei schlechtem Wetter auf die Dächer treibt. :-)

Erhard Renz

Einspeisevergütung Photovoltaik

Dienstag, den 5. Januar 2010 von Erhard Renz

Es läßt mir einfach keine Ruhe. Die Bundesregierung beabsichtigt ja zum 1.7.2010 zu der bereits erfolgten Einspeisereduzierung am 1.1.2009 eine weitere Reduzierung der Photovoltaik Einspeisevergütung vorzunehmen. Da sich die Bundesregierung am 13.1.2010 mit der Solar Industrie trifft und über die Photovoltaik Einspeisevergütung redet, habe ich mir nochmals die Mühe gemacht meinen Vorschlag per Mail an die entscheidenden Personen des Bundestages zu senden. Dieser Vorschlag wurde nur von mir entwickelt und nicht innerhalb der Fa. Ralos abgestimmt. Natürlich stelle ich diese Gedanken auch hier im Blog zur Diskussion. Viel Spaß dabei…

Sehr geehrte Damen und Herren, 

ich bin seit ca. 10 Jahren mit Vorträgen zur Solarenergie unterwegs. Seit zwei Jahren habe ich mich von meinem langjährigen Arbeitgeber Daimler getrennt und bin nur noch als Öffentlichkeitsarbeiter für Solarenergie unterwegs. Zusammen mit meinen Freunden der Fa. Ralos konnte ich so spektakuläre Photovoltaikanlagen wie 2005 die weltgrößte Photovoltaikanlage in Betrieb nehmen oder die wohl längste Photovoltaikanlage der Welt auf der A3-Einhausung mit 2,7 km Länge realisieren. Sowie viele andere Photovoltaikanlagen planen, verkaufen und montieren. In 2008 und 2009 haben wir weit mehr als tausend PV-Anlagen ans Netz gebracht. Bei den Gesprächen bezüglich der Solar-Förderung werden zwar die Hersteller mit Ihnen an einem Tisch sitzen die Montagefirmen bleiben aber anscheinend außen vor.

Erlauben Sie mir deshalb ein paar Worte zum Photovoltaikmarkt und der derzeitigen Einspeisevergütung zu schreiben.

Ich musste jahrelang auf Vorträgen vor allem den ökologischen Nutzen einer Photovoltaikanlage in den Vordergrund stellen. Dies hat sich in den letzten zwei Jahren gravierend verändert. Jetzt sind die ökonomischen Werte einer Investition in Photovoltaik gefragt. Parallel zu dieser Entwicklung haben der Ausbau von Fabriken und Montagekapazitäten stattgefunden. Inzwischen deckt die Photovoltaik ca. 1% der deutschen Stromproduktion ab. Die Photovoltaik wird plötzlich als relevant wahrgenommen. Hinter diesem einen Prozent stehen ca. 500.000 Photovoltaikanlagen deutschlandweit. Da die Photovoltaik im Betrieb ohne Abgase, ohne Geräusche, ohne Bewegung auskommt und selbst die Energie von der Sonne direkt vor Ort geliefert wird, empfinden die Photovoltaikanlagenbesitzer diese Energiegewinnung äußerst positiv. Sie werben in ihrem persönlichen Umfeld für diese Art der Stromgewinnung. Wir die Solarbranche haben 500.000 Außendienstmitarbeiter die unser Produkt weiterempfehlen.

Zu diesem Massenmarkt hat sich die Branche mit vielen Problemen technischer Verfügbarkeit hochgearbeitet. Am Anfang fehlte das Silizium, dann fehlten Module, dann waren es zu viele Module und momentan fehlen Einzelteile für die Wechselrichter Produktion. Die Branche fehlt einfach eine Basis um die kommenden weltweiten Entwicklungen abschätzen zu können. Eines scheint klar zu sein, technisch geht ein sehr schneller Ausbau der Photovoltaik. Obwohl wir immer nur als klein und mickrig dargestellt wurden.

Zu dieser äußerst positiven Entwicklung, kam in 2009 noch der Wahlkampf in Deutschland und der bewusst herbeigeführte Markteinbruch durch die spanische Regierung in Spanien hinzu. Wie sollte da noch eine vernünftige Disposition vorgenommen werden?

Im Wahlkampf zeichnete sich durch die Äußerungen von CDU/CSU und FDP ab, daß die Vergütung stärker als geplant reduziert würde, wenn diese Parteien die Mehrheit erhalten. Dies hat in der Solarbranche eine ungeahnte Nachfrage in der zweiten Hälfte 2009 ausgelöst. Hatten die Solarfabriken im ersten Halbjahr noch mit Kurzarbeit zu kämpfen, waren plötzlich Überstunden und Schichten rund um die Uhr angesagt. Dass die im Sept. gewählte Regierung nicht schnell handeln konnte war vielen klar und die angekündigten Gespräche mit der Solarbranche lassen alle davon reden ab 1.7.2010 wird es eine weitere Degression geben. Dies hat zur Folge, daß der Boom nach Photovoltaikanlagen Anfang 2010 ungebremst anhält. Derzeit sind Wechselrichter Mangelware nur weil ein paar Zulieferteile nicht geliefert werden können. Der Kunde wird vor allem von der Angst getrieben er könnte ein Schnäppchen (Hohe Rendite auf 20 Jahre) verpassen. Gekauft wird was geliefert werden kann. Qualität kann sich in solch einem Umfeld nicht entfalten.

Ich schreibe Sie deswegen an, weil Sie an den Entscheidungen zur Einspeisevergütung 2010 beteiligt sind. Die Solarbranche braucht eine langfristige Basis auf die sich die einzelnen Firmen verlassen können. Welche Firma wird (trotz des derzeitigen Booms) Mitarbeiter einstellen wenn die Gefahr besteht ab Juli 2010 wird es mit Aufträgen eng? Welche Bank wird neue Fabriken finanzieren wenn der langfristige Absatz nicht gewährleistet ist? Welcher Kunde wird sich auf das zweite Halbjahr vertrösten lassen wenn die Gefahr besteht, daß seine Rendite um mehrere Prozent geringer ist? Welcher junge Mensch wird einen Lehrberuf ergreifen bei dem er nicht weiß ob er eine Zukunft in seiner Heimat hat? Wir brauchen deshalb eine schnelle Entscheidung wie es ab dem 1.7.2010 weitergeht.

 Mein persönliches Anliegen zur Einspeisevergütung liegt nicht in der Höhe der Vergütung sondern am Zeitpunkt der Einspeise Degression. Ich konnte in den letzten beiden Jahren erleben wie am Ende des Jahres bei miesestem Wetter unsere Monteure früh morgens auf die Baustelle fahren und unter widrigsten Bedingungen Photovoltaikanlagen installiert haben. Da ich schon mehrere Anläufe genommen den Degressions Termin zu ändern, kenne ich auch die mageren Gegenargumente. Wir sollten besser planen, unsere Monteure müssten natürlich die Sicherheitsvorschriften beachten und bisher wäre es doch immer so gewesen und keiner hat sich beschwert.

 Bei einem verschieben der Degression vom 31.12. auf den 30.6. eines jeden Jahres würde sich die Situation am Jahresende entspannen.

 Ich habe drei Kundentypen kennengelernt.

Diejenigen die sich dem Thema Photovoltaik annehmen sich einmal informieren und in kürzester Zeit die Investition tätigen oder eben nicht. Dieser Kundentyp kann verplant werden da sich immer mehr Menschen für Photovoltaik interessieren und irgendwann jeder Häuslebesitzer sich diese Frage stellt. Dieser Kundentyp kommt gleichmäßig verteilt über das Jahr und stellt kein Problem dar.

 Dann gibt es diejenigen die am Jahresende aufgrund eines guten Geschäftsjahres (oder guter Ernte) dazu entschließen unbedingt  noch in diesem Jahr eine Photovoltaikanlage aus steuerlichen Gründen zu bauen. Diesen Kundentyp gibt es ebenfalls jedes Jahr aufs Neue aber eben am Ende des Jahres. Diese Kunden investieren in größere Objekte meist Flachdächer oder Freiflächen bei denen die Jahresend Problematik (schlechtes Wetter) zumindest kein gesundheitliches Risiko für die Montagemitarbeiter darstellt.

 Als letztes habe ich diejenigen Kunden identifiziert die sich gut (sehr gut) informieren und bei mehreren Firmen ein Angebot einholen. Danach unschlüssig sind und die Entscheidung hinauszögern. Bis das Datum der Einspeise Vergütungs Degression vor der Tür steht. Dann wird schnell noch versucht den Auftrag unter Dach und Fach zu bringen. Wir die Firmen die diesen Interessenten ja bereits ein Angebot unterbreitet haben, möchten natürlich diesen Auftrag auch annehmen. Leider füllt sich unser Auftragsbuch am Jahresende viel zu schnell. Denn die Natur sorgt dafür, daß wir im Winter nur an wenigen Stunden des Tages installieren können. Ganz zu schweigen von den Temperatur Bedingungen und den äußeren (Schnee und Eis auf dem Dach) Einflüssen. Dieses Kundenpotential würde ich gerne vom Jahresende in die Jahresmitte schieben.

 Bei einem Degressionszeitpunkt von 30.6. spielt uns die Natur in die Hände. Die Tage werden länger und die Temperaturen angenehmer. Es liegt auf der Hand, daß die Qualität höher, die Installationskosten niedriger sind wie bei einer Montage im Winter. Durch eine erhöhte Nachfrage im ersten Halbjahr wird es eine kontinuierliche Auslastung der Solarfabriken geben. Alle drei Vorteile müssten Ziele einer verantwortungsvollen Förderpolitik der Photovoltaik sein.

 Deshalb möchte ich Sie ermuntern den Degressionszeitpunkt nicht nur in 2010 auf den 30.6. sondern auch in Zukunft auf den 30.6. zu legen. Eine jährliche Degression reicht aus. Die Branche kann nicht ständig veränderte Einspeisevergütungssätze kommunizieren.

Damit trotzdem eine angemessene Degression über einen längeren Zeitraum definiert werden kann schlage ich eine Degression mit Mengendeckel vor.

Dieser Mengendeckel wurde bei der letzten EEG Novelle bereits praktiziert allerdings war es nur ein fixer Deckel und kein variabler. Zur Veranschaulichung:

Diese Deckelung (EEG 2009) sollte greifen wenn entweder mehr oder weniger Photovoltaikanlagen (Leistung) installiert werden wie von der Politik und Branche vorhergesehen.

Wenn weniger wie 1.000 MW installiert worden wären, hätte sich die Degression um 1% reduziert und anstelle 8 Prozent wäre die Einspeisevergütung nur um 7 Prozent verringert worden.
Umgekehrt wenn mehr als 1.500 MW installiert werden, soll sich die 8 Prozent Degression um 1% auf 9 Prozent erhöhen. Es wird also davon ausgegangen, daß durch die bundesweite Installation von 500 MW eine Kostenreduktion bei der Herstellung und Installation von 1% erreicht werden kann.

Wenn man sich diese Formel genauer ansieht könnte ich sie auch so definieren.
Bis 1.000 MW gibt es eine Degression von 7% wenn mehr installiert wird erhöht sich die Degression um ein weiteres Prozent und dies jeweils nach weiteren 500 MW.
Im EEG 2009 wurde diese Formel “nur” bis 1.500 MW weiter festgeschrieben. Diese Deckelung müsste aufgehoben werden und in 500 MW Schritten um ein weiteres Prozent erhöht werden.

Beispiel:
bis 1.000 MW – 7%
bis 1.500 MW – 8%
bis 2.000 MW – 9%
bis 2.500 MW – 10%
bis 3.000 MW – 11%
bis 3.500 MW – 12%
usw.

Wenn ich diese Logik auf die 2009 berechneten/installierten MW (ca. 3.000 MW?) anwenden würde, käme ich auf eine Degression von 11-12 %. Also ca. 2-3% mehr wie zum 1.1.2010 bereits reduziert wurde.

Ausgehend von diesen Überlegungen möchte ich folgendes vorschlagen:
Zum 31.12.2009 ermittelt die Bundesnetzagentur den tatsächlichen PV Leistungs Zubau laut Meldungen an die Bundesnetzagentur in 2009. Nach der obigen Formel wird die Degression ermittelt. Da bereits 9% reduziert zum 1.1.2010 reduziert wurden muß diese Degression beim Reduktionsfaktor für den 1.7.2010 berücksichtigt werden. Diese Vergütung bleibt dann ein Jahr lang gültig und wird zum 1.7.2011 nach dem gleichen System nur mit anderen Installations-Werten ermittelt.
Aus meiner Sicht diskutierbar wären für den 30.6.2011:

bis 2.000 MW – 7%
bis 2.500 MW – 8%
bis 3.000 MW – 9%
bis 3.500 MW – 10%
bis 4.000 MW – 11%
bis 4.500 MW – 12%
usw.

Wenn am 31.12.2010 die Einspeisewerte ab dem 30.6.2011 und damit bis 30.6.2012 feststehen kann die Politik eine neue Degressionstabelle beschließen. Damit bleibt allen genügend Zeit sich auf diese neuen Einspeisevergütungen einzustellen. Ich möchte nochmals betonen, daß die Reduzierungs Prozentsätze nicht meine Kernkompetenz sind. Die Systematik einer „Sommerlichen“ Degression wollte ich allerdings unbedingt in die Debatte einbringen.

Für die Installationsfirmen und die vielen Endkunden wäre eine speziellere Förderungen von Kleinanlagen bis 10 kWp sinnvoll. Diese Photovoltaik Anlagen haben eine Größe von maximal 80 Quadratmetern und profitieren nicht so stark von den Preisreduzierungen der Photovoltaikmodule. Für solche „Kleinanlagen“ entstehen die gleichen Vertriebs-, Finanzierungs-, Planungs-, Anfahrts- und Gerüstkosten wie bei größeren Anlagen. Die Kleinanlagen sind das „tägliche Brot des Handwerks“. Allerdings sind bei diesen Anlagen die Renditen für die Häuslebesitzer bei weitem nicht so hoch wie bei den Anlagen bis 30 kWp (oder größer) die oft auf kleinen Hallen oder landwirtschaftlichen Gebäuden entstehen. Aber gerade die Anlagen bis 10 kWp sind in der Lage den Strombedarf der Bewohner des Gebäudes zu decken und deshalb sehr wichtig beim zukünftigen Energiemix. Diese Menschen müssen unbedingt weiterhin motiviert werden Photovoltaikanlagen zu bauen.
Ich möchte Ihnen deshalb nahe legen, die Klasse bis 30 kWp zu splitten und eine Klasse bis 10 kWp einzuführen. Bei der Klasse bis 10 kWp sollten Sie den Einspeisepreis von 39,14 Cent je kWp zum 1.7.2010 nicht reduzieren,

Zum Schluß möchte ich Sie noch bitten zu überlegen ob es nicht sinnvoll wäre für die Installation an einer Fassade wieder eine erhöhte Vergütung anzubieten. Dies müsste die schlechteren Erträge einer senkrechten Montage ausgleichen. Die Photovoltaikbranche braucht aber diese Flächen um den Druck von den Freiflächen zu nehmen.

Ich würde mich freuen wenn meine Anregungen Ihnen bei der Findung einer allgemein tragbaren Photovoltaik Degression behilflich waren.

Mit sonnigen Grüßen

Erhard Renz

Erhard Renz

Durchschnittlich gezahlte Einspeisevergütung

Mittwoch, den 16. Dezember 2009 von Erhard Renz

Die Bundesnetzagentur hat die 2007 durchschnittlich gezahlten Einspeisevergütungen veröffentlicht. Leider habe ich diese Mitteilung nicht mitbekommen und kann deswegen erst heute die Infos weitergeben. Bereits im Juli 2009 habe ich die 2006er Zahlen kommentiert.

Die 2006er Zahlen:
gezahlte Einspeisevergütung 2006
 

Die 2007er Zahlen:
Gezahlte Einspeisevergütung 2007

In diese Durchschnittswerte laufen aus allen produzierenden Kraftwerke die tatsächlich produzierten kWh mit den tatsächlich gezahlten Vergütung ein. Da es das EEG bereits seit dem Jahr 2000 gibt, beeinflußen verschiedene Effekte den durchschnittlichen Wert. Durch die jährliche Degression ergeben sich sinkende Vergütungen für die neu installierten Anlagen. Bei der Biomasse kommt es zusätzlich auf die verschiedenen Bonusregeln an die erst seit dem EEG 2004 gezahlt werden. Natürlich spielen die Zubaumengen eine gravierende Rolle.

Die Steigerung von 0,1 Cent bei der Wasserkraft kann ich mir nur dadurch erklären, daß mehr Strom duch Kleinwasserkraftwerke produziert wurde wie im Vorjahr.

Die Steigerung von 1,29 Cent je kWh muss auf die unterschidlichen Boni zurückgeführt werden. Bis die Planer von Kraftwerken auf die veränderte Gestzgebung im EEG 2004 reagieren und bis diese Kraftwerke auf Volllast produzieren dauert natürlich. Das EEG wurde 2004 überarbeitet. Das könnte also passen.

Strom aus Klärgrubengas blieb konstant und Geothermie ebenfalls. Wobei die Geothermie von der Menge des produzierten Stroms noch immer vernachlässigt werden.

Die Windenergie reduzierte sich um 0.07 Cent je kWh was in etwa einem Prozent Peisreduktion entspricht. Damit nähert sich der durchschnittlich gezahlte Windstrom dem Preis des an der Strombörse gehandeltem Strom an.

Durch die 5%ige Degression und die hohen Installationszahlen reduziert sich natürlich für Photovoltaik die Durchschnitts Vergütung. Immerhin um 1,03 Cent je kWh ging die Vergütung nach unten. Dieser Wert müsste sich in den nächsten Jahren kontnuierlich nach unten bewegen. Denn 2010 wird ja für kleine Dachanlagen nur noch 39,14 Cent gezahlt. Dass muß ja den Schnitt drücken.

Erhard Renz

Erbärmliches Ergebnis der Netzbetreiber

Dienstag, den 24. November 2009 von Erhard Renz

Jeder der sich eine Photovoltaikanlage auf das Dach baut, geht mit seinem Netzbetreiber eine rechtliche Verbindung ein. Eigentlich sind alle notwendigen Vereinbarungen über das EEG bereits geregelt. Trotzdem kann es Sinn machen einen separaten Einspeisevertrag mit dem Netzbetreiber abzuschließen. Auf jeden Fall versuchen es die Netzbetreiber den Photovoltaikanlagenbesitzer einen Vertrag aus dem “eigenen Hause” anzubieten. In der Regel stellen diese Verträge den Photovoltaikanlagen Besitzer schlechter wie ohne Vertrag. Nicht nur in der Regel sondern eigentlich ist es in den meisten Fällen so.

Wer sich unsicher ist ob der Vertrag den der Netzbetreiber ihm anbietet akzeptabel ist kann sich bei der Homepage von Photon erkundigen. Dort kann man sich auch eine Bewertung des Einspeisevertrages einholen. Allerdings sind bereits Verträge von über 350 Netzbetreibern in der Datenbank drin. Leider sind noch immer die bereits vor einem Jahr beschriebenen negativen Paragrafen in den Verträgen zu finden. Mir ist es unbegreiflich wie die Bundesnetzagentur diesem schändlichen Treiben der Netzbetreiber tatenlos zusehen kann. Bei der Bewertung durch die Zeitschrift Photon bekommen lediglich 5 Netzbetreiber mit einem “grünen Daumen” (vorbildlich) die bestmögliche Bewertung. Solch ein Engagement muß mit einer namentlichen Erwähnung belohnt werden:

Eisenacher Versorgungs-Betriebe GmbH

Stadtwerke Bretten GmbH

Stadtwerke Traunstein GmbH

SWN Stadtwerke Neumünster GmbH

Technische Werke Friedrichshafen GmbH

Die 144 Netzbetreiber mit der “Na ja” Bewertung akzeptabel oder keine schwerwiegenden Bedenken könnte man ja noch akzeptieren. Aber nachdem es das EEG bereits seit dem Jahre 2000 gibt könnte man doch von den Netzbetreibern erwarten, daß nur noch ein kleiner Teil “nicht akzeptable” Verträge anbietet. Aber von den 355 Netzbetreiber bieten immer noch über 200 inakzeptable Verträge an. Photon rät vom Abschluß dieser Verträge ab.

Liebe Bundesnetzagentur wie wäre es wenn Sie sich diese inakzeptablen Verträge mal näher anschauen würden?

Erhard Renz

EEG Überarbeitung

Freitag, den 6. November 2009 von Erhard Renz

Ich möchte nochmals die Überarbeitung des EEG’s wie von der neuen Bundesregierung gewünscht aufgreifen. Im 2009er EEG wurde ja eine Degression “mit Deckel” integriert. Diese Deckelung sollte greifen wenn entweder mehr oder weniger Photovoltaikanlagen (Leistung) installiert werden wie von der Politik und Branche vorhergesehen.

Wenn weniger wie 1.000 MW installiert worden wären, hätte sich die Degression um 1% reduziert und anstelle acht Prozent wäre die Einspeisevergütung nur um sieben Prozent verringert worden.
Umgekehrt wenn mehr als 1.500 MW installiert werden soll sich die acht Prozent Degression um 1% auf neun Prozent erhöhen. Es wird also davon ausgegangen, daß durch die bundesweite Installation von 250 MW eine Kostenreduktion bei der Herstellung und Installation von 1% erreicht werden kann.

Wenn man sich diese Formel genauer ansieht könnte ich sie auch so definieren.
Bis 1.000 MW gibt es eine Degression von 7% wenn mehr installiert wird erhöht sich die Degression um ein weiteres Prozent und dies jeweils nach weiteren 250 MW. Im EEG 2009 wurde diese Formel “nur” bis 1.500 MW weiter festgeschrieben. Wenn ich aber diese Logik auf die jetzt berechneten 2.340 MW anwenden würde, käme ich auf eine Degression von 13 %.

bis 1.000 MW – 7%
bis 1.250 MW – 8%
bis 1.500 MW – 9%
bis 1.750 MW – 10%
bis 2.000 MW – 11%
bis 2.250 MW – 12%
bis 2.500 MW – 13%
usw.

Ausgehend von diesen Überlegungen möchte ich folgendes vorschlagen:
Die Degression zum 1.1.2010 bleibt wie im EEG 2009 und mit den Zubauzahlen der Bundesnetzagentur ermittelt mit 9% (bei kleinen Photovoltaikanlagen bis 30 kWp) erhalten.
Am 31.12.2009 ermittelt die Bundesnetzagentur den tatsächlichen PV Leistungs Zubau in 2009. Nach der obigen Formel wird eine neue Degression ab 1.7.2010 ermittelt. Diese Vergütung bleibt ein Jahr lang gültig und wird zum 1.7.2011 nach einer ähnlichen (andere Werte bei der installierten Leistung!) Formel ermittelt.

Dank an die Solarthemen und dem Newsletter von Photon die unsere Idee der “Handwerkerfreundlichen Sommerdegression” aufgenommen haben. Wir stehen für eine sachdienliche Diskussion der Einspeisevergütung hier im Blog gerne bereit.

Erhard Renz

Einspeisevergütung 2010 die endgültigen Vergütungswerte

Samstag, den 31. Oktober 2009 von Erhard Renz

Die Bundesnetzagentur hat gestern die Einspeisevergütung für 2010 festgelegt. Durch die vielen Photovoltaikanlagen die gebaut wurden, werden die höchst möglichen Reduzierungen fällig. Ich liste mal ohne weitere Kommentare die Vergütungssätze auf:

39,14 Cent je kWh
für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden bis zu einer Größe von 30 kWp

37,23 Cent je kWh
für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden ab 30 kWp bis zu 100 kWp

35,23 Cent je kWh
für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden ab 100 kWp bis zu 1.000 kWp

29,37 Cent je kWh
für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden über 1.000 kWp

28,43 Cent je kWh
gibt es für Photovoltaikanlagen die als Freiflächenanlagen gelten.

Wer seinen selbst produzierten Photovoltaikstrom im eigenen Haus gleich verbraucht erhält nur noch 22,76 Cent je kWh

Wir bemühen uns in den nächsten Tagen die neuen Werte in die Solarrechner einzuarbeiten.

Erhard Renz

Einspeisevergütung 2010

Freitag, den 30. Oktober 2009 von Erhard Renz

Ich bin stinksauer. Was erlauben sich die Damen und Herren der Bundesnetzagentur eigentlich. Veröffentlichen am 30.10. die Vergütungssätze für 2010. Toll wir haben ja auch lange drauf gewartet. Aber wer sich die Zahlen genau ansieht stellt fest diese Info hätte man schon vor zwei Monaten ermitteln können. Denn die Bundesnetzagentur hat sich einen tollen Kniff einfallen lassen.

Im Gesetz steht ja “wenn innerhalb der letzten zwölf Monate” die installierte Photovoltaikanlagen die 1.500 MW überschreiten gibt es zusätzlich ein Prozent Degression. Da die Zahlen Okt.-Dez. 2008 nicht vorliegen wurden die Angaben der Verteilnetzbetreiber mit 868 MW von der Bundesnetzagentur angesetzt. Na ja und mit den 826 MW die von Jan.-Juli 2009 gebaut wurden hinzuaddiert kommt man über die entscheidende Hürde von 1.500.

Damit hätte man schon nachdem die Installationszahlen Juli bekannt waren der Branche sagen können wie hoch die Einspeisevergütung 2010 sein wird. Nicht nur der Branche sondern auch allen Kunden. Das wäre eine Kundenfreundliche Kommunikation gewesen. Jetzt war es nur eine “Beamtennachricht” mehr nicht. Traurig.

Die Tatsächlichen Werte in Cent werde ich morgen bloggen heute habe ich keine Nerven mehr dazu. Tut mir leid diese Beamten kosten mich die letzten Nerven…

Erhard Renz

Einspeisevergütung 2010 alles klar?

Donnerstag, den 29. Oktober 2009 von Erhard Renz

Die meist gestellte Frage momentan lautet wie hoch ist die Einspeisevergütung im Januar 2010. Leider gibt es momentan keine gesicherte Aussage wie hoch die Vergütung sein wird. Die derzeitige Gesetzeslage ist im EEG definiert.

Für Anlagen an oder auf Gebäuden wird die Degression ab 2010
bei Anlage bis 100 kWp 8 Prozent
bei größeren Anlagen 10 Prozent betragen aber:

diese beiden Prozentsätze erhöhen sich um ein Prozentpunkt sobald die Leistung der bei der Bundesnetzagentur zum 30.9.2009 innerhalb der letzten zwölf Monate nach § 16 Abs. 2 Satz 2 registrierten Anlagen 1.500 MW übersteigt.

Laut der Bundesnetzagentur sind von Januar bis Juli in Deutschland 826 MW neu installiert worden. Allein im Juli waren es mehr als 300 MW. Wenn ich für August und September noch 600 MW dazurechne wären wir bei 1.426 MW von Januar bis September! Damit würden die 8 oder 10 Prozent Degression nicht erhöht werden.
Das EEG sagt aber “innerhalb der letzten zwölf Monate” die liegen aber in der Praxis nicht vor? Wie handelt jetzt der Gesetzgeber oder die Bundesnetzagentur. Angeblich soll im Bundesanzeiger am 30.10. die installierte Menge veröffentlicht werden. Rechtssicherheit wäre das aber immer noch nicht. Denn wie verhält sich die Politik?

Wer sich jedoch mit dem Kauf einer Photovoltaikanlage in 2010 beschäftigt dem würde ich raten mit einer um 1 % erhöhten Degression zu kalkulieren. Das wären dann 39,14 Cent je kWh bei Anlagen unter 30 kWp an oder auf Gebäuden. Wenn dann ein Prozent mehr (39,57 Cent) gezahlt wird, dann dürfte sich darüber keiner beschweren.

Im Sinne einer Planbarkeit wäre eine baldige Festlegung der Einspeisevergütung wünschenswert. Vor allem da von vielen Politikern der Koalition eine weitere Absenkung der Photovoltaikvergütung angedeutet wird. Wenn diese weitere Abstufung der Vergütung bereits zum 1.7.2010 kommt, würde dies bedeuten, daß wir Anfang 2010 entgegen den bisherigen Erfahrungen, auch am Jahresanfang mit einer erhöhten Nachfrage nach der Installation von Photovoltaikanlagen zu rechnen hätten.

Einen Eingriff der Politik bereits die Photovoltaikvergütung ab 1.1.2010 stärker wie im EEG definiert zu kürzen wäre all denen die bereits einen Auftrag für 2010 erteilt haben nicht zuzumuten.

Erhard Renz

Bundesnetzagentur

Dienstag, den 28. Juli 2009 von Erhard Renz

Die Zeit vergeht wie im Flug und die ersten Fragen bezüglich der Einspeisevergütung 2010 werden gestellt. Im Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG) wurde folgendes für 2010 vereinbart:

“Der Prozentsatz, um den die Vergütung und Boni jährlich sinken, beträgt für Strom aus solarer Strahlungsenergie aus Anlagen nach § 32 im Jahr 2010: 10,0 Prozent,

- erhöhen sich um 1,0 Prozentpunkte, sobald die Leistung der bei der Bundesnetzagentur zum 30. September des Vorjahres innerhalb der vorangegangenen zwölf Monate nach § 16 Abs. 2 Satz 2 registrierten Anlagen im Jahr 2009: 1.500 Megawatt übersteigt.

- verringern sich um 1,0 Prozentpunkte, sobald die Leistung der bei der Bundesnetzagentur zum 30. September des Vorjahres innerhalb der vorangegangenen zwölf Monate nach § 16 Abs. 2 Satz 2 registrierten Anlagen im Jahr 2009: 1.100 Megawatt unterschreitet.”

Kurz zusammengefasst es könnte eine 9%, 10% oder 11%ige Reduktion der Einspeisevergütung geben. Entscheidend soll die bis einschließlich September 2009 neu installierte Photovoltaikleistung sein. Zuständig für das zählen der Anlagen ist die Bundesnetzagentur. Seit Januar diesen Jahres müssen wir jede neue Anlage an diese Agentur schriftlich melden.

Bisher hat die Bundesnetzagentur nur Zahlen bis einschließlich April 2009 veröffentlicht. In dieser Veröffentlichung wurden allerdings nur die Anzahl der neu installierten Photovoltaikanlagen genannt.

Jan.             375 PV-Anlagen
Feb.   ca. 1.600 PV-Anlagen
März  ca. 4.000 PV-Anlagen
April  ca. 8.000 PV-Anlagen

Nach Anfrage von der Zeitschrift Photon bereitet die Bundesnetzagentur “eine Auswertung der erhobenen Daten nach verschiedenen Kriterien” vor.

In Zeiten von Excel ist es doch verwunderlich, daß im Juli die für den Monat April erhobenen Daten nur “ungefähr” vorliegen und dann auch noch nicht aussagefähig. Die Branche und der Endkunde brauchen aber einen Anhaltspunkt. Werden die Unter- oder die Obergrenze überschritten?
Schließlich ist es ein Unterschied, ob unsere Kunden bei den kleinen Anlagen bei denen bisher 43,01 Cent je Kilowattstunde ausgezahlt wurden in 2010 noch 39,14 Cent oder aber nur 38,28 Cent erhalten.

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht ja interessante Statistiken. Nur wir brauchen diese Zahlen schneller, nichts ist in der Photovoltaik langweiliger als eine Jahresstatistik aus dem Jahr 2006!!!

Erhard Renz

Das Formular der Bundesnetzagentur zur Meldung von Photovoltaikanlagen ist da!

Dienstag, den 30. Dezember 2008 von Erhard Renz

Rechtzeitig :-) wie versprochen vor dem neuen Jahr steht das Formular für die Anmeldung neuer Photovoltaikanlagen bei der Bundesnetzagentur Online. Die Bundesnetzagentur hat es also doch noch geschafft das Formular zur Verfügung zu stellen. Warum es so lange gedauert hat kann ich nicht verstehen wenn ich mir anschaue welche Daten benötigt werden. Es sind die ganz normalen Photovoltaik Anlagendaten. Nix besonderes. Ich wiederhole mich ungern aber dieses Formular hätte man schon vor zwei Monaten Online stellen können.

Als Comic interpretiere ich die Möglichkeit das Formular an eine Mail Adresse zu schicken… Da eine Unterschrift vom Anlagenbesitzer verlangt wird muss das Formular erst ausgedruckt werden, dann unterschrieben, dann eingescannt und dann per Mail an die Bundesnetzagentur…

Da wird es eher sinnvoll sein ausdrucken, unterschreiben und faxen… auch wenns 14 Cent die Minute kostet…

Dass die Beschreibung des zweiseitigen Formulars fünf Seiten umfasst halte ich auch für einen Witz. Da hätte ich mir doch die Internet basierte Lösung gewünscht. Jetzt bin ich mal gespannt wie lange es dauert bis wir diese 2009er Lösung bekommen.

Erhard Renz

Meldung von Photovoltaikanlagen bei der Bundesnetzagentur

Dienstag, den 9. Dezember 2008 von Erhard Renz

Seit der EEG Novellierung 2009 wissen wir ab 1. Januar 2009 wird die Einspeisevergütung nur gezahlt wenn die neue Anlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet wurde. Wie diese Anmeldung zu erfolgen hat war im Gesetz nicht näher definiert. Natürlich haben alle gehofft es würde ein Internet basiertes anmelde Portal geben.

Pustekuchen!

Es gibt ein Formular. Na danke! Das ist aber ein tolles Weihnachtsgeschenk.

Hallo wir sind im Jahr 2008.

Das was die Bundesnetzagentur da veröffentlicht hat, hätte sie sicherlich schon vor drei Monaten veröffentlichen können. Von Hightech fehlt jede Spur. Vor dem 1.1.2009 sollen auch keine Anlagen angemeldet werden. Wie denn auch das “Formular” wird ja erst im Januar auf der Homepage veröffentlicht. Immerhin “Anfang Januar”. So eine “Lösung” ist keiner Agentur würdig sondern maximal einem “AMT”.

Ich rege mich deshalb so auf, weil wir seit Jahren auf vernünftige Bundesweite Installationszahlen warten. Weil die Vergütung 2010 von den Installationszahlen 2009 abhängen und weil die jetzige Lösung eine weitere Kostenbelastung mit Verwaltungsaufwand für die Installationsbetriebe darstellt.

Da hätte die Solarbranche doch erwarten können, daß die Datenerfassung per Internet erfolgen kann und eine Auswertung “auf Knopfdruck” angezeigt wird.

Es bleibt zu hoffen, daß wir keine drei Durchschläge und einen Stempel auf das Formular drücken müssen und das Formular nicht per Einschreiben an die Bundesnetzagentur geschickt werden muß.