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Erhard Renz

Bundesregierung will Uraltmeiler am Netz lassen

Samstag, den 23. Januar 2010 von Erhard Renz

Befürchtet haben wir es, jetzt kommt es tatsächlich ans Tageslicht. Auch hier wieder die gleiche Taktik wie bei der Photovoltaik. Im kleinen Kreis wird was abgesprochen nichts nach aussen gegeben und auf irgendeinem Weg wird schon was nach aussen sickern. Dass ist gelebte Demokratie in Deutschland 2010.

Obwohl in vielen Umfragen (z.B. Greenpeace, N24-Emnid ) oder aber auch die “Abstimmung mit den Dächern”. Inzwischen gibt es 500.000 Dächer mit Photovoltaikanlagen. Deutschlands Mehrheit möchte weg von den Atomkraftwerken und hin zu Erneuerbaren Energien.

Die jetzige Bundesregierung CDU/CSU und FDP haben gemeinsam eine knappe Mehrheit von einigen Prozent. Innerhalb ihrer Partei haben sie viele die für den geltenden Ausstieg sind. Wie kann man dann hingehen und eine radikale Umkehr vornehmen. Es wird den sozialen Frieden in unserer Republik beenden.

Bezahlen müssen die Anwohner von Atomkraftwerken. Natürlich verlangt die CDU/CSU/FDP keine Risikoversicherung der alten Reaktoren. Dies bedeutet weiterhin wer seinen Besitz in der Nähe von Atomkraftwerken hat, der erhält im Schadensfall kaum eine finanzielle Entschädigung. Von den gesundheitlichen Risiken mal abgesehen. Das schizophrene dabei sind die steigenden Risiken. Mir soll ja keiner erzählen es würde “Sicherheit” nachgerüstet. Jede Nachrüstung verkompliziert eine Atomanlage. Auch bei Atomkraftwerken gilt je älter deste größer das Risiko.

Es gibt keinen Grund die alten Atomkraftwerke länger laufen zu lassen. Die Risiken sind viel zu groß. Die Photovoltaik hat in 2009 ca. die Spitzenleistung von 2 Atomkraftwerken installiert. Ähnliche Größenordnung wurde von der Windenergie beigesteuert. In einem Jahr! Wenn wir die Erneuerbaren Energien konsequent bis 2020 ausbauen brauchen wir die Atomenergie nicht wir können ein Kraftwerk nach dem anderen abschalten.

Die Berechnungen die ich gesehen habe geht auch von der Produktion “rund um die Uhr” aus. Das heißt direkte Konkurrenz für die Photovoltaik. Die Atomkonzerne sind natürlich nicht bereit ein Atomkraftwerk mit verminderter Leistung zu fahren wenn viel Photovoltaikstrom vorhanden ist. Das ist der Fehdehandschuh an die Photovoltaikbranche. Im Netz ist nur für einen Platz!

Das Problem von CDU/CSU/FDP und RWE/EON/EnBW/Vattenfall sind natürlich die neuen Eigentumsstrukturen die derzeit entstehen. Die vielen hunderttausende Kraftwerke die momentan gebaut werden sind im Eigentum von Bürgern. Die ihr Geld bei Sparkassen und Raiffeisenbanken nehmen und dort sich auch ihr Darlehen ausleihen. Diese Menschen produzieren ihren Strom selbst und brauchen keine Konzerne mehr.
Wer möchte sich auch schon mit Kleinspenden abgeben. Wer möchte schon von Klein Erna eingeladen werden und eine 5 kWp Anlage besichtigen und anschließend in der Küche selbstgebackene Kekse essen wenn auf der anderen Seite die Einladung eines Konzerns steht?

Der konsequente Weg Erneuerbare Energien auszubauen führt an die Weltspitze. Erneuerbare Energie Made in Germany wäre der Export Knüller für unsere Kinder.
Was ist die Botschaft mit der alten Atomenergie? Unsere Bundesregierung posaunt momentan in die Welt “Mit Erneuerbaren Energien reicht es nicht!”. Das wird Konsequenzen haben. Wir werden Erneuerbare Energien nicht mehr als Lösung in andere Länder verkaufen sondern “nur so als Liebhaberei”. So wie uns die jetzige Regierung halt gerne sehen würde. Die Müslis mit ihren Windrädchen und ihren Platten. Wir sind aber inzwischen eine Industrie mit zigtausenden von Arbeitsplätzen in tausenden von Firmen.

Das ganze läuft wieder auf den alten Konflikt hinaus. Wenige Atomkraftwerksbetreiber mit Ihren wirtschaftlichen Interessen und die Mehrheit der Bevölkerung welche seit vielen Jahren stabil die Nutzung der Atomenergie ablehnt. Als der letzte Kompromiss mit einer Rot/Grünen Mehrheit beschlossen wurde, wäre es aufgrund der politischen Mehrheiten möglich gewesen alle Atomkraftwerke sofort abzuschalten. Man hat dies nicht getan aus Rücksicht auf die finanziellen Interesse der Atomwirtschaft. Wenn diese sich jetzt Ihre alten Atomkraftwerke ohne Rücksicht auf die Mehrheit der Menschen vergolden lässt. Wir dies zur Folge haben, daß man sich auf der Straße wiedersieht. Es werden viele Menschen kommen. Es werden die vielen friedlichen kommen, die mit den Transparenten, den Trommeln, den Fahnen und den Trillerpfeifen. Aber es dürfte auch klar sein dass es unvermeidlich sein wird, daß unter dieser großen Menge von friedlichen Menschen auch diejenigen mitlaufen die bisher stillgehalten haben.

Anscheinend wollen CDU/CSU/FDP und RWE/EON/EnBW/Vattenfall dies. Leider!

Erhard Renz

Tagesverlauf Stromproduktion

Donnerstag, den 17. Dezember 2009 von Erhard Renz

Derzeit wird ja die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken diskutiert. Eines der Themen ist die Zusammenarbeit von Atomkraftwerken und Erneuerbaren Energien. Da die Erneuerbaren Energien wie Windenergie und Solarenergie natürlich anfallen, eben nicht rund um die Uhr, werden regelbare Kraftwerke benötigt die bei nicht vorhandenen natürlichen Energiequellen einspringen. Zum Verständnis wie momentan Strom in Deutschland bereit gestellt wird verwende ich Tabellen von der Strombörse EEX.

Strombörse Tagesverlauf EEX

Hier kann man erkennen (anklicken damit es größer angezeigt wird), wie zu jeder Stunde des Tages der Strom aus verschiedenen Kraftwerken produziert wurde. Die Tabelle zeigt den Tagesverlauf vom 15.12.2009 und differenziert nach Atom-, Braunkohle-, Steinkohle-, Gas-, Öl- Wasserkraftstrom. In der Tabelle ist nicht die komplette Stromproduktion sondern nur ein Großteil der Kraftwerke aufgeführt. Von der mir bekannten Spitzenlast von ca. 70 TWh werden 52 TWh zwischen 18 und 19 Uhr dargestellt. Das würde bedeuten es wird tatsächlich ein Großteil der Deutschen Stromproduktion in dieser Tabelle zeitnah dargestellt.

Die “Grundlast” rund um die Uhr wird von zwei Kraftwerksarten Atomkraft und Braunkohlekraftwerken produziert. Die Atomkraft schwankt nur um 1,4% zwischen 16.899 GWh und 17.139 GWh. Auch die Braunkohlekraftwerke haben fast konstant produziert. Die Schwankung liegt bei 3,8% zwischen 8.339 GWh und 8.655 GWh. Zusammen haben diese beiden Kraftwerkstypen die Hälfte des Stroms zur Verfügung gestellt. In diesen Kraftwerken werden die “billigen” Rohstoffe verbrannt und deshalb laufen diese Kraftwerke (wenn möglich) rund um die Uhr. Die Kombination günstige Rohstoffe und viele Volllaststunden führt natürlich zu niedrigen Strompreise je kWh. Allerdings sind es auch die Kraftwerkstypen bei denen die größten Umweltschäden entstehen.

Grundlast 

Die anderen Kraftwerke übernehmen die Anpassung an den tatsächlichen Bedarf der Kunden. Da der verbrauchte Strom zeitgleich produziert werden muß und die Stromkunden sich die Freiheit nehmen ihre Geräte einzuschalten wann sie wollen, müssen die restlichen Kraftwerke sich der Verbrauchskurve anpassen.

variable Kraftwerke

Dies bedeutet heute schon, daß bei Verbrauchsspitzen die nicht vorher gesehen wurden, mussten diese Kraftwerke hochgefahren werden. Da sich hinter dieser Produktionskurve hunderte Kraftwerke verbergen könnten auch heute schon schnell regelbare Kraftwerke zugeschaltet werden.

Wenn also in Zukunft noch mehr Wind- und Solarkraftwerke gebaut werden und die Prognose für die Stromproduktion aus Wind und Solar daneben liegen, können die heute bereits installierten regelbaren fossilen Kraftwerke die “Lücke” schließen. Mehr regelbare Kraftwerke sind erst einmal nicht notwendig. Wenn allerdings Wind und Strom voll produzieren dann müssten die Grundlastkraftwerke (Atom und Braunkohle) mit verminderter Leistung laufen. Da dies technisch und betriebswirtschaftlich uninteressant ist gibt es einen Konflikt.

Aus diesem Grund wäre es sinnvoll wie im Atomausstiegsgesetz vereinbart die 17 Atomkraftwerke nach und nach bis 2020 abzuschalten und durch erneuerbare Energien nach und nach zu ersetzen.

Erhard Renz

Anti Atomkraft Demo in Berlin

Mittwoch, den 18. November 2009 von Erhard Renz

Die Demo war zwar schon vor fast zwei Monaten am 5. September in Berlin, aber ich hab jetzt erst auf einem Bild in der Zeitschrift  Neuen Energie ein Foto gefunden auf dem ich drauf bin. :-)

Na ja zugegeben, es sticht einem nicht gerade ins Auge. Aber ich bin drauf. Leider von hinten! Aber man könnte mich erkennen! Ich hab nämlich eine Ralos Mütze auf. So eine bräunliche Kappe. Für die Verpflegung hatte ich einen Rucksack umgehängt und bei dem tollen Wetter am Brandenburger Tor hatte ich ein kurzes T-Shirt an. Ein weißes, jedenfalls von hinten gesehen ist es weiß. Na jetzt ist es aber einfach. Mal gespannt ob mich jemand erkennt und die Koordinate im Kommentar veröffentlicht.

Anti Atomkraft Demo Rätsel
Wenn ich mich zurück erinnere, dann muß ich sagen es waren viele Organisationen mit vielen originellen Ideen vor Ort. Sie haben demonstriert gegen die Verlängerung von Laufzeiten für Atomkraftwerken.

Wen ich vermißt habe (bis auf wenige Ausnahmen) waren die Firmen und die Mitarbeiter die mit Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung ihr Geld verdienen. Ich glaube da ist einigen nicht klar wie eng miteinander verbunden der Atomausstieg und die Arbeitsplätze von Erneuerbaren Energien sind.

Bei der nächsten Demo will ich von den 285.000 Arbeitsplätzen in den Erneuerbaren Energien ein paar mehr sehen.

Erhard Renz

Arbeitsplätze bei den Erneuerbaren Energien

Dienstag, den 10. November 2009 von Erhard Renz

Da inzwischen die Diskussion der neuen Regierung zur Photovoltaik in die Gänge kommt, möchte ich gerne mal die Arbeitsplatz Situation beleuchten. Dass der Ausstieg aus der Atomkraft momentan kein Thema ist freut mich natürlich aber mir ist auch klar, daß da noch was kommt.

Die Arbeitsplätze innerhalb der Erneuerbaren Energien haben sich wie folgt entwickelt:

Arbeitsplätze in der Erneuerbaren Energien Branche von 2004 - 2008

Wie man sehen kann wurden 2008 insgesamt 29.000 Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen. Wobei 5.000 Arbeitsplätze in der Geothermie und 24.000 in der Solarbranche geschaffen wurden. In der Wind- und Biomassenbranche  hat sich eine gewisse Sättigung ergeben. Ausgerechnet die Solarbranche die momentan immer noch im Wachstum ist wird von der Politik ins Visier von Sparplänen genommen. Wohl wissend, daß durch die Förderung der Photovoltaik keine staatlichen Gelder aufgewendet werden müssen. Im Gegenteil die Solarbranche und die Photovoltaikanlagenbesitzer zahlen Steuern. Wir zahlen Steuern auf jeder Prozeßstufe. Der Siliziumhersteller (Wacker in Burgshausen), der Zellhersteller (Q-Cells in Thalheim), der Modulhersteller (Solon in Berlin), der Wechselrichterhersteller (KACO in Neckarsulm) und der Systemintegrator (Ralos in Michelstadt). In allen Firmen erhalten Mitarbeiter Lohn und zahlen Steuern. Die Firmen zahlen (wenn sie Gewinne machen) ebenfalls Steuern.

Die Erneuerbaren Energien haben also in 2008 in Summe 29.000 Arbeitsplätze geschaffen. Pro Tag sind das 80 Arbeitsplätze. Wir schaffen täglich 80 nachhaltige umweltschonende Arbeitsplätze. Ich möchte diese Zahl ins Verhältnis zum Atomkraftwerk Biblis setzen. Dort arbeiten derzeit 700 Mitarbeiter um zwei Atomblöcke am laufen zu halten. Selbst wenn beide abgeschaltet würden, müssten sicherlich noch 300 Mitarbeiter die nächsten zwanzig Jahre den Schrott wegräumen. Wir würden also 400 Arbeitsplätze verlieren. Vierhundert Arbeitsplätze sind gerade eine Woche neue Arbeitsplätze in der Solarbranche. So mickrig ist das Arbeitplatzproblem in der Atombranche. Wir Sonnenfreunde können dieses Problem in 5 Tagen lösen.

Deshalb, Kosten oder Arbeitsplätze als ein Argument für Atomkraft anzuführen heißt von Solarenergie keine Ahnung zu haben.

Erhard Renz

Mal richtig abschalten!

Montag, den 7. September 2009 von Erhard Renz

Das war in Berlin nicht möglich. Dort war ich ständig auf Höchstleistung. Es waren einfach zu viele die man dort wieder traf. Aber wir wollten in Berlin ja auch nicht abschalten. Sondern wir wollten auf das Problem der Atomkraft und ihre Risiken und Nebenwirkungen aufmerksam machen. Nach der nächsten Wahl soll abgeschaltet werden. Mindestens die sieben ältesten AKW’s und danach die anderen zehn. So wie es die Mehrheit der Deutschen möchte.

Wie man auf dem Bild von (really nothing tolle Bilder von der Demo) erkennen kann erstaunt es die Jugend (rechts) schon wenn ein C64 auf einer Anti Atom Demo auftaucht:

Was soll ein C64 auf der Anti Atom Demo?

Sieht aus wie ein Brotkasten hat aber kein Brot drin! Dass dieses Teil mal in den 80er Jahren der Traum aller Computerfans war wusste der junge Mann sicherlich nicht. Auch mit den Zusatzinformationen auf der Rückseite des Superrechners fiel nicht sofort der Groschen:

Noch ist der Groschen nicht gefallen

Auf “meinem langen Weg” allerdings bekam ich viel Zuspruch von vielen die den Hinweis verstanden. Für viele Fotografen durfte ich den Gag präsentieren und ich habe mich entschlossen den C64 in Zukunft immer wieder zu präsentieren. Denn noch ist das Ziel noch nicht erreicht. Wir haben noch Hausaufgaben zu machen. Denn wenn es diesmal 50.000 waren die in Berlin demonstriert haben, dann sind wir auch in der Lage noch mehr Menschen gegen die Atomkraft auf die Beine zu stellen. Auch bei Ralos kann es noch eine Steigerung geben ausser Claus habe ich keinen mehr in Berlin gesehen oder war doch noch einer dort den ich übersehen habe?

Erhard Renz

Klaus wartet im Wendland auf die Ralos Monteure

Dienstag, den 1. September 2009 von Erhard Renz

Ja wo bleibt ihr denn?

Mit dieser Frage hat mich Klaus Müller aus dem Wendland am Telefon begrüßt. Er war schon öfter für uns als Monteur auf dem Dach und hat Photovoltaikanlagen montiert. Als Zimmerer fühlt er sich auf dem Dach recht wohl und im Herbst wird die Arbeit weniger. Aber gerade in dieser Zeit geht es in der Photovoltaik richtig ab. Die Jahresendralley muß auch auf dem Dach noch geleistet werden. Klaus hat uns da schon öfters unterstützt.

Jetzt brauch er uns!

Am Samstag gilt es Flagge zu zeigen bei der Anti Atom Demo in Berlin. Ich hab ihm schon zugesagt. Natürlich komme ich. Aber wie kann ich noch nicht sagen. Jedenfalls habe ich Franz Alt mit meiner Idee die Azubis nach Berlin zu schicken angesteckt. Denn er ruft auf seiner Homepage die Firmen auf ihren Azubis einen Firmenwagen für die Demo zur Verfügung zu stellen. Es kann wirklich nicht sein, daß RWE, EnBW, Vattenfall und EON ihre Azubis vor das Atomkraftwerk Biblis karren und so tun als ob dies die zukünftige Energieversorgung wäre.

Da müssen wir dagegen halten. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten. Wir könnten tatsächlich unseren Azubis einen Firmenwagen stellen oder wenn wir selbst kein Fahrzeug lenken können dann eine Trecker Patenschaft übernehmen.

Ich kann momentan Klaus noch nichts zusagen aber wir werden es in den nächsten Tagen hier noch diskutieren. Auf jeden Fall werde ich den Monteuren die Grüße vom Klaus aus dem Wendland ausrichten.

Erhard Renz

Erneuerbare Energien Branche ist satt und schläft den Schlaf der Gerechten

Sonntag, den 26. April 2009 von Erhard Renz

Na ja ob sie geschlafen haben weiß ich nicht. Jedenfalls waren sie nicht auf den Demos an den Atomkraftwerken. Anscheinend sind den vielen Mitarbeitern in der Branche nicht die Abhängigkeiten von der Politik bewußt. Der Rohstoff der erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne kommt nun mal natürlich vor. Das bedeutet entweder man nutzt diesen Rohstoff wenn er da ist oder er ist weg. Allerdings wenn dieser Rohstoff nicht da ist, dann brauchen wir noch Lösungen. Diese Lösungen werden nicht kommen wenn wir die unflexiblen Atomkraftwerke weiterlaufen lassen. Was wir könnten wenn man uns unterstützt und nich blockiert hat die Branchenprognose 2020 gezeigt:

Entwicklung erneuerbare Energien bis 2020

Die entscheidenden erneuerbaren Energien werden also die Windenergie und die Photovoltaik in Deutschland sein. Beide Rohstoffe Wind und Sonne kommen natürlich in Deutschland in Unmengen vor. Leider nur dann wenn die Natur es möchte. Was benötigen die Menschen maximal in Deutschland an Strom?

Jahreshöchstlast

Die Jahreshöchstlast lesen wir aus dieser Grafik wird 76 GW sein. Wohlgemerkt die Höchstlast, an vielen Tagen wird dieser Wert nicht erreicht. Auf der ersten Grafik haben wir aber gesehen, die Photovoltaik wird 40 GW Leistung installiert haben. Diese Leistung wird im Sommer jeden Tag um die Mittagszeit na ja mal konservativ geschätzt 30 GW zur Verfügung stellen. Wenn dann noch ein paar GW Windstrom, Wasser oder Bioenergie dazukommen bleibt für die konventionellen Kraftwerke nicht mehr viel übrig. Die müssten ihre Atom, Kohle oder Gaskraftwerke abschalten.

Das wollen die aber nicht. Deshalb werden Sie mit aller Macht versuchen diese Branchenprognose nicht Realität werden zu lassen. Vollkommen unverblümt schreibt dies die FDP in ihrem Programmentwurf für die Bundestagswahl. Die FDP will das EEG durch einen Handel mit Grünstrom-Zertifikaten ablösen.

Liebe Mitarbeiter bei den erneuerbaren Energien ich sag schon mal tschüß zu euren Arbeitsplätzen.

Sonne und Wind sollen nachrangig hinter den anderen erneuerbaren Energien einspeisen dürfen. Wie soll denn das gehen? Auf jeden Fall wird die Wind und Solarbranche erheblichen Druck bekommen wenn die alten Atomkraftwerke weiterlaufen dürfen und wird verantwortlich gemacht werden wenn diese nicht rund um die Uhr ihren Drecksstrom verkaufen können.

Deshalb wird die Atombranche nichts unversucht lassen zuerst eine genehme Regierung (incl. FDP) zu bekommen um uns anschließend an den Kragen zu gehen.

… und dass wollt ihr ohne Gegenwehr über euch ergehen lassen?
Ich erwarte am 5.9.2009 eine Karawane von Firmenfahrzeugen die nach Berlin zur Demo fahren.


www.ausgestrahlt.de

Erhard Renz

Wind und Sonne machen Großkraftwerke unwirtschaftlich

Donnerstag, den 26. März 2009 von Erhard Renz

Wer keine Atomkraftwerke oder Kohlekraftwerke mehr haben möchte der baut sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach. Natürlich wird die eine Photovoltaikanlage nicht verändern. Ausser im persönlichen Gefühl und im Geldbeutel des Anlagenbesitzers. Aber in Summe da passiert etwas.
Grundlast und Photovoltaik vertragen sich nicht...

Die Zeitschrift Photon hat diesen Effekt in der Januar 2009er Ausgabe beschrieben. In der Bundesrepublik liegt die Höchst Verbrauchslast bei ca. 76 GW. In der obigen Grafik wird dies im Juni gegen 12 Uhr erreicht. Bei einer angenommenen installierten Leistung von 60 Gigawatt im Jahr 2020 (was zugegebener Maaßen erst installiert sein will) wird die Mittagsspitze durch Photovoltaik abgedeckt und es entstehen zwei Spitzen. Eine morgens um 8 Uhr und eine zweite um 21 Uhr. Diese beiden Spitzen müssen durch die regelbare Kraftwerke zugespielt werden. Der Sockelbetrag (Grundlast) wird immer dünner. Dies bedeutet, daß immer weniger Kohle und Atomkraftwerke benötigt werden. Diese Kraftwerke sind nicht in der Lager kurzfristig (15 Minuten) Leistung bereitzustellen. Bei Kohlekraftwerken kann mit ca. 3 Stunden gerechnet werden. Atomkraftwerke sind noch unflexibler.

Der Ausbau der Photovoltaik allein macht es allerdings nicht allein sondern die Windenergie wird ebenfalls stark in diese Kurve eingreifen. Nur bei der Windenergie gibt es keine oder nur eine geringe tägliche gleichartige Leisungs Kurve die vordiskutiert werden könnte.

All diese Effekte haben wir von den erneuerbaren Energien schon mehrfach beschrieben. Jetzt aber haben wir auch noch ein Eingeständnis von EdF und EON. Die beiden Energieversorger fordern von der britischen Regierung die Ausbauziele der erneuerbaren Energien zu senken.

EdF und EON vielen Dank mal wieder für den Beweis, Wind und Sonne machen Atom und Kohle überflüssig.

:-)

Erhard Renz

Fehler, Unwissenheit oder Manipulation?

Dienstag, den 24. Februar 2009 von Erhard Renz

Ich kann nicht beurteilen ob es ein Fehler ist oder Unwissenheit oder sogar bewußte Manipulation. Auf jeden Fall wird wieder einmal das Lied der kostengünstigen atomaren und fossilen Stromerzeuger gesungen. Von einer sachlichen Berichterstattung kann jedenfalls keine Rede sein.
Ich erwarte eine Richtigstellung der Grafik in der Bürstädter Zeitung.

Stromerzeugungskosten

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Erhard Renz

Zwei Atomkraftwerke allein für Stand Bye Stromer…

Sonntag, den 7. Dezember 2008 von Erhard Renz

Schon lange wird mit diesem verständlichen Slogan auf die Stromfressenden Geräte verwiesen. Allerdings stehen den zwei Atomkraftwerk wahrscheinlich 1 Milliarde Stromverbrauchsstellen gegenüber. Diese Geräte verbrauchen Strom obwohl der Nutzer den Dienst des Gerätes momentan nicht nutzt. Sie stehen auf Abruf bereit.
Bei einer exemplarischen Untersuchung eines Haushaltes hat die Agenda 21 Gruppe Lahr folgende Ergebnisse erhoben. Es fanden sich 29 Geräte die im Stillstand Strom verbrauchten. Diese 29 Geräte konnten optimiert werden und verbrauchten dann im Jahr 900 kWh Strom weniger. Um 900 kWh Strom im Jahr zu produzieren müssen wir ca. 10 qm oder ein kWp Photovoltaik auf das Dach montieren

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Tim Siegert

Weltweite Elektroenergieversorgung durch Photovoltaik – Kein Problem!

Dienstag, den 11. November 2008 von Tim Siegert

Seit Jahren sperren sich die Energieversorger gegen jegliche Formen der Erneuerbaren Energien. Wo sie nur können, versuchen sie den Ausbau abzubremsen und gebetsmühlenartig wiederholen sie den Satz: „Es ist technisch einfach nicht möglich eine Stromversorgung zu einem großen Teil über Erneuerbare Energien zu gewährleisten.“

Das würde ich natürlich als großer Energieversorger auch sagen, zum Glück bin ich aber keiner. So ist mein Blick durch veraltete Technologien wie Atomkraft oder Stromerzeugung durch Verbrennung fossiler Rohstoffe auch nicht vernebelt und ich kann mir ein Bild über neue und sinnvolle Technologien machen.

Eine Stromversorgung über Erneuerbare Energien ist möglich, es besteht sogar die Möglichkeit, die weltweite Stromversorgung rein durch Photovoltaikanlagen sicherzustellen. Glauben Sie nicht? Ich kann’s beweisen! weiter…

Erhard Renz

Unterschätzte Sonne

Freitag, den 31. Oktober 2008 von Erhard Renz

oder kann t-Online nur nicht mit großen Zahlen umgehen?

Das unheimlich positive Image der Solarenergie wird immer wieder gerne genutzt um damit zu werben. Allerdings werden auch des öfteren Zahlen einfach nur niedergeschrieben ohne sich weiter Gedanken zu machen. Hier habe ich mal wieder so ein Beispiel.

Hier wird geschrieben “Fachleute würden von einer Haltbarkeit der Sonne von einer sechsstelligen Zahl ausgehen”.

Das wären maximal 999.999 Jahre.
Meine Informationen sagen aber, daß dieses Sonnensystem noch 5.000.000.000 (5 Milliarden Jahre) existent ist. Im Internet findet man zwar über das Alter unseres Sonnensystems (ca. 4,6 Milliarden Jahre) etwas, aber wie lange das Sonnensystem noch existieren wird findet man wenig.
Mir ist klar, daß für jeden von uns es keine Rolle spielt ob 999.999 Jahre oder 5 Milliarden wir erleben es nicht mehr. Auch jeder andere Entscheidung unseres Lebens wird keine Auswirkung in 999.999 Jahren haben. Aber es zeigt doch, daß T-Online mit der Größenordnung überhaupt nicht klar kommt.

Wie bescheiden die T-Online Argumentation auch aufgebaut ist zeigt sich beim Vergleich Sonne mit Öl.
“Öl und Gas sind dreistellig und die Sonne noch sechsstellig vorrätig”. Auf den ersten Blick wird vermittelt als ob die Sonne doppelt so lange “rentabel” ihre Energie zur Verfügung stellt wie Öl und Gas.

Insgesamt gesehen bin ich froh, daß T-Online seine Info’s auch auf dem Gebiet der Solarenergie zur Verfügung stellt. Vor allem der Film (fast 10 min.) ist professionell und kann empfohlen werden.

WARNUNG: Auf der T-Online Seite gibt es auch einen Link zur Atomenergie. Es kann nur davor gewarnt werden die veralteten Infos sich dort anzuschauen. Es wird dort noch von 21 Atomkraftwerken geschrieben in Wahrheit sind nur noch 17 Atomkraftwerke in Deutschland in Betrieb. Es lohnt sich wirklich nicht diese alten Infos noch anzuklicken.

Erhard Renz

Blendwirkung einer Solaranlage

Freitag, den 26. September 2008 von Erhard Renz

Jetzt greift auch der Solarenergie-Förderverein den gewonnenen Rechtstreit unseres Kunden Reinhard Düsterhöft auf. Hier im Blog haben wir bereits am 14.7.2008 über den sieben Jahre lang laufenden Prozess berichtet.  Wer sich den Leidensweg von Herrn Düsterhöft durchliest kann sich nur wundern wie wir Sonnenmenschen uns oft von den Schattenmenschen unterdrücken lassen. Laut den Entscheidungen der Gerichte ist es den Nachbarn zuzumuten bei Blendwirkungen die nur wenige Minuten am Tag auftreten mit Jalousien oder Vorhängen die Blendung zu vermeiden.

Na da kann ich nur sagen da haben die Richter richtig praktisch entschieden.

Erhard Renz

Hessische 100% Anhörung den Rest…

Donnerstag, den 4. September 2008 von Erhard Renz

Es war eine richtige Marathon Anhörung die ich mir da gegönnt habe. Ich weiß nicht wie die Hauptakteure Ursula Hamman, Elisabeth Apel und Gernot Grumbach solch einen Kraftakt überstehen aber ich bin körperlich und geistig kaputt. Einfach nur kaputt.
Für mich völlig unverständlich wie sich die Fraktionen aus der Verantwortung “stehlen” und alles ihren Spezialisten überlassen. Ich hätte eigentlich erwartete, daß die beiden Ausschüsse sich stärker einbringen. Die FDP habe ich ausser bei der Sitzungsleitung nicht wahrgenommen. Die Linke war zumindest immer anwesend. Bei den Grünen war zumindest noch Tarek Al Wazir zeitweise zur Unterstützung von Ursula da. Bei der SPD habe ich als fragenden nur Gernot Grumbach wahrgenommen. (Hermann Scheer kann man ja noch nicht mitzählen). Der CDU bescheinige ich die meisten Zuhörer und mit Michael Boddenberg einen zweiten aktiven Spezialisten.

Aber auch in den eigenen Reihen habe ich vieles Verbesserungswürdiges gesehen z.B. der Solar Förder Verein war nur einmal mit einem Redebeitrag aktiv und hat beim Thema Effizienz zu Ökostrom dann auch noch negativ gesprochen. Das war nix. Da hätte ich mehr erwartet…

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Erhard Renz

Erneuerbare Energien machen Strommix Klimafreundlicher

Mittwoch, den 6. August 2008 von Erhard Renz

Nach den Aufregungen um die Blogempfehlung geht es wieder in das Alltagsgeschäft rein. Daß durch erneuerbare Energien der Strommix Klimafreundlicher wird dürfte inzwischen jedem klar sein. Vom Umweltbundesamt (UBA) wird momentan für 2007 jedoch trotz starkem Anstieg der erneuerbaren Energien die CO2 Emissionen je kWh höher angesetzt als im Jahr 2006.
Im letzten Jahr waren zeitweise sieben Atomkraftwerke (von 17 = 40%) abgeschaltet. Teilweise um Dübel richtig zu montieren, oder weil das Kühlwasser fehlte oder turnusmäßige Abschaltungen anlagen. Atomkraftwerke laufen eben nicht rund um die Uhr sie sind ein technisches Produkt und fallen immer dann aus wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Derzeit hat z.B. das AKW Biblis verminderte Leistung weil ein Kran in der Nähe des AKW’s an die Stromleitung kam und weil der Rhein auch ohne Biblis schon warm genug ist…

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Erhard Renz

Öl wird teurer, Esel aber auch!!!

Samstag, den 26. Juli 2008 von Erhard Renz

Daß Öl in den letzten Jahren immer teurer wurde, daß merkt jeder (Autofahrer) wenn er bei den Öldealern (Tankstellen) vorbeifährt. Aber wer weiß schon, daß auch Esel teurer werden?

Vielleicht ein paar Salami Genießer oder aber Spiegel-Online Leser.
Was nützt solch ein Wissen? Können wir aus diesem Artikel etwas lernen? weiter…

Erhard Renz

“Anti Atomkraftwerk” gewinnt Rechtsstreit

Montag, den 14. Juli 2008 von Erhard Renz

Herzlichen Glückwunsch von der ganzen Ralos Familie an unseren Kunden
Reinhard Düsterhöft!!!

Endlich nach sieben Jahren kann Herr Düsterhöft mit ruhigem Gewissen seine von Ralos montierte Photovoltaikanlage geniessen. In einem Rechtsstreit der über drei Instanzen ging mußte er sich gegen seine Nachbarn durchsetzen. Dies ist ihm in vollem Umfang gelungen. weiter…

Erhard Renz

46% erneuerbare Energien am Stromverbrauch in 2020?

Mittwoch, den 26. März 2008 von Erhard Renz

Bei einer gleichmäßigen Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien wären wir 2020 bei 46% Anteil am Stromverbrauch. Ich kenne natürlich die Argumente was sollen wir mit dem vielen Strom machen wenn der Wind gerade dann weht wenn auch noch die Photovoltaik ihren Einspeisehöhepunkt hat oder umgekehrt wenn kein Wind weht und weiter…

Erhard Renz

Entwicklung der erneuerbaren Energien

Sonntag, den 23. März 2008 von Erhard Renz

Ich habe mir mal die neueste Statistik (Stand 12.3.2008) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zum Thema erneuerbare Energien angesehen. Wir (die erneuerbaren Energien) haben die Stromproduktion von 72 Gigawatt Stunden (GWh) auf 87 GWh im Jahr 2007 gesteigert. Damit haben wir den Anteil am weiter…

Erhard Renz

Deutschland vorn!

Samstag, den 22. März 2008 von Erhard Renz

Auch wenn Spiegel-Online meint Deutschland wär im Hintertreffen. Ich sehe Deutschland vorn in den Zukunftsenergien. Wenn Frankreich und Großbritannien neue Atomkraftwerke planen, dann ist das nicht die Spitze sondern der Schluß der Bewegung. Die letzten Zuckungen sozusagen. Die Praxis zeigt, daß in Frankreich vor neun Jahre und weiter…

Erhard Renz

Das Solarzeitalter löst das Kohlezeitalter ab

Sonntag, den 2. März 2008 von Erhard Renz

Könnte es krasser sein, der Unterschied zwischen Kohle und Sonne?
Hinabsteigen in tiefe dunkle Löcher, immer Angst es könnte etwas einstürzen mit brachialer Gewalt der Erde die Kohle rausbrechen und über viele Kilometer bis zum Kraftwerk transportieren dort verbrennen mit klimaschädlichen Gasen und Stäuben sowie den Verlust von vielen Energieeinheiten an die Umwelt, um erneut über viele Kilometer den Strom zum Kunden zu transportieren.
Auf der anderen Seite auf den Dächern die Kraft der Sonne selbst direkt erleben, einmal Module installieren, Kabel ins Haus legen und vortan direkt die Energie von oben im eigenen Haus verbrauchen.
Dezentral, direkt und intensiv.
Die Zeit der Kohle ist vorbei, zumindest im Saarland dürfte durch das letzte Erdbeben die Tage der letzten Kohlezeche gezählt sein. Die Bürger haben es längst kapiert, sie haben bereits sieben geplante Kohlekraftwerke gestoppt. Leider brauchen wir viel zu lange um den Ausstieg aus solchen Irrwegen zu organisieren. Bei der Kohle läuft dieses Spiel schon seit 40 Jahre mit Subventionen in Höhe von 120 Milliaren Euro ohne Zukunft. Ein ähnliches Dilemma bahnt sich bei der Atomkraft an. Man tut niemanden einen Gefallen eine sterbende Branche künstlich am Leben zu erhalten. Die Zukunft gehört der solaren Energie. Deshalb darf auch an der Vergütungs-Höhe für Strom aus Photovoltaik nicht ständig herumgedoktert werden. Fünf Prozent jährliche Reduktion sind schon ambitioniert. Die Branche braucht verlässliche Partner damit die stürmische Entwicklung einigermaßen prognostiziert werden kann. Nur wenn die Zukunft einigermaßen geplant werden kann, wird investiert.