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Erhard Renz

EU einheitliche Energiepolitik

Dienstag, den 25. Januar 2011 von Erhard Renz

Was in Deutschland mit Gesetzen nicht verhindert werden kann, soll jetzt über die EU verhindert werden. Die EU-Kommission fordert verstärkte Kooperation und verspricht dem Bürger 10 Milliarden Einsparung. Man müsse nur an einem Strang ziehen. Der schwäbische EU Energiekommisar Günther Öttinger fordert eine “gemeinsame Infrastruktur” sonst drohe eine “Energiearmut”.

Energiearmut könnte nur entstehen wenn wir keine Sonne mehr in Deutschland hätten. Dann würde uns enorm viel Energie fehlen. Wenn ein paar Leitungen oder Speicher fehlen dann muß noch lange keine Energiearmut ausgerufen werden. Ab so sind die Rufer der alten Energien immer eine Drohung parat wie schrecklich es sein wird ohne den rundum sorglos Tarif der Energiekonzerne. Dass genau diese Konzerne bei den Bürgern keinen Rückhalt mehr haben merken die EU-Politiker anscheinend nicht. Es geht nicht nur um Geld sondern auch um andere Werte wie man derzeit in Hanau sehen kann.

Ein dicker Hund ist aber der Spruch bei Spiegel Online:
“Das führe unter anderem dazu, dass einige Märkte – wie beispielsweise die Solarenergie in Deutschland – überfördert würden und die Entwicklung anderer Märkte bremsen.”

Die Solarenergie ist in Deutschland also überfördert und bremst die Entwicklung anderer Märkte?

Es ist doch merkwürdig, dass ausgerechnet in dem “überförderten Deutschland” die Einspeisevergütung am niedrigsten ist! Auf diesen Umstand habe ich bereits im August 2010 hingewiesen.

Europaweite Einspeisevergütung

Inzwischen wurde die Vergütung ja bereits auf 27,84 Cent je kWh reduziert. Das europäische Geschwätz zielt natürlich nicht auf die Einspeisevergütung sondern auf den Deckel der in fast allen Ländern vorgegeben ist. Unter einem Deckel entwickelt sich aber der Preis nicht so dynamisch nach unten wie mit unserer Deutschen Einspeisevergütung.

Wir deutschen Solarunternehmen stehen ständig in Konkurenz zu unseren Mitbewerbern. Nur wer Qualität zu einem vernünftigen Preis liefert bekommt die Aufträge. Wer viele Aufträge bekommt schafft neue Arbeitsplätze und expandiert.
Bei einem Deckel wird die Planwirtschaft erfüllt, nach und nach abgearbeitet sowie das Plansoll aufs Jahr verteilt und die Montagekapazität dem Kunden huldvoll zugeteilt. So was mag in den Bürobunkern bei der EU sich toll anhören mit der Praxis hat dies nichts zu tun. Die aufstrebende Photovoltaikbranche hat andere Visionen von einer umweltfreundlichen dezentralen Energieversorgung die den Menschen Energiereichtum bringt und nicht den Ministern Pöstelchen im Hochhaus bei Kaffee und Keksen.

Erhard Renz

dena Netzstudie II

Dienstag, den 23. November 2010 von Erhard Renz

Da saßen sie wieder mal beisammen bei Kaffee und Keksen finanziert von der Bundesregierung. Sie haben sich gut unterhalten zum Thema ”Integration erneuerbarer Energien in die deutsche Stromversorgung im Zeitraum 2015 – 2020 mit Ausblick 2025″ und “Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse durch die Projektsteuerungsgruppe”.

Ja ja, schwieriger Titel und viel Ausblick in die Zukunft. Auf 28 Seiten schwafeln die ExpertenAmprion GmbH, BARD Engineering GmbH, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), EnBW Transportnetze AG, E.ON Netz GmbH, EWE Netz GmbH, Siemens AG, Stiftung Offshore –Windenergie/Offshore Forum Windenergie GbR, TenneT TSO GmbH, Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN), Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V. Fachverband Power Systems (VDMA Power Systems), VGB PowerTech e.V., Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI), 50Hertz Transmission GmbH” über den Ausbau von Netzen bis 2020.

Leider war keiner dabei der neben dem Kaffee und den Keksen den Ausbau der Photovoltaik beobachtet hat. Denn in der Netzstudie II gehen die Experten noch von einem Ausbau der Photovoltaik bis 2020 auf 17.900 MW aus. :-)

Ausbau EE laut Netzstudie II bis 2020
Irgendeiner muß allerdings in letzter Sekunde bemerkt haben dass sich in der realen Welt etwas getan hat. Denn bei Photovoltaik wird eine Fußnote “9″ gesetzt! Diese wir wiefolgt erläutert:

“9
Die in der dena-Netzstudie II zugrunde gelegte Ausbauerwartung bzgl. installierter Erzeugungskapazitäten aus Photovoltaik basieren auf dem BMU-Leitszenario 2008. Vor dem Hintergrund der rasanten Ausbauentwicklung bei Photovoltaik-Anlagen wird diese Anlagenkapazität voraussichtlich bereits in 2011 erreicht. Aktuelle Abschätzungen gehen von einem möglichen Ausbau in Höhe von rund 50.000 MW in 2020 im Bereich der Photovoltaik aus.”

Aha, mit aktuellen Zahlen geht mal also nicht von 17.900 MW sondern von 50.000 MW aus. Ob die neuen Zahlen in die Studie eingearbeitet wurden ist nicht erkenntlich. Aber was solls auch. Dezentral erzeugter Strom hätte ja nur das gewünschte Ergebnis verhindert. Wo kämen wir hin wenn jeder seinen Strom selbst produziert.

Was soll denn eine Studie aussagen die nur olle Kamellen wiederkäut und die aktuelle Entwicklung der PV (verdreifachung) nicht berücksichtigt? Momentan ist eine verstärkte Pressearbeit gegen Photovoltaik zu erkennen. Der Kampf zwischen zentralen Energien und dezentralen Energien spitzt sich zu. Falschaussagen, Zahlenwirrwarr, Lügen und Studien mit katastrophalen Basiswerten sind das Handwerkszeug der konventionellen Energieerzeuger und ihren AngeHörigen. Wenn wir nicht aufpassen wird man die dezentralen Energien ruck zuck platt machen.

Beispiel gefällig? Planetopia

Übrigens hatten wir Ende 2009 ca. 9.800 MW Photovoltaikanlagen in Deutschland installiert. In 2010 werden ca. 8.000 MW dazukommen. Dann sind wir schon bei 18.000 MW wenn wir “nur” noch 32.000 MW in 10 Jahren installieren, dann wären dies pro Jahr 3.200 MW? Also nur noch 40% von der installierten Leistung 2010!

Will uns da jemand die Arbeitsplätze streichen? So ne Art Laufzeitverkürzung für Photovoltaik?

Erhard Renz

Lassen die Branchen sich dass Bieten?

Montag, den 6. September 2010 von Erhard Renz

Die Bundesregierung setzt sich an einem schönen Sonntag in Berlin zusammen und kaspert eine Laufzeitverlängerung aus. Wie man auf die Zahlen kommt ist nicht nachvollziehbar der Vergleich mit einem orientalischen Basar würde den orientalischen Basar beleidigen.

In Berlin wurde gekungelt und die CDU und FDP Klientel bedient. Die Bundesregierung wird allen Protesten zum Trotz auf diesen verlängerten Laufzeiten für Atomkraftwerken beharren und ein Energiekonzept erstellen. Die Branche der erneuerbaren Energien soll dann die Lücken füllen. Ein zukunftsfähiges Konzept sieht anders aus!

Die Zukunftstechnologien Windenergie uns Solarenergie sollen auf den Stand von 1990 zurückgefahren werden. Zumindest steht dies so in den Szenarien der Bundesregierung.

An den Ausbauzahlen bis 2020 können die “Experten” nicht mehr drehen da gibt es keine Chance mehr an den Möglichkeiten die durch Erneuerbare Energien entstehen vorbei zu Argumentieren. Aber die nachfolgenden Dekaden (10 Jahre) die sind sowohl für die Windenergie als auch die Solarenergie der Hammer.

Zwischen 2020 und 2030 soll die Windenergie Onshore um 5 TWh ausgebaut werden. Dazu muss man wissen, dass von 1990 bis zum Jahr 2000 die Windenergie um über 5 TWh ausgebaut wurde. Von 2000 bis 2009 hat man mehr als 30 TWh Windenergie dazugebaut. In der Dekade 2020-2030 soll der Windenergie Zubau also auf das Niveau von 1990/2000 zurückgefahren werden. Noch besser wird es in der Dekade 2030-2040 denn da sollen nur noch 4 TWh zugebaut werden. Auch hier sei der Hinweis erlaubt von 2006 auf 2007 hat die Windbranche 9 TWh zugebaut. In einem Jahr doppelt soviel zugebaut wie in der übernächsten Dekade? Das heißt die Kapazität von jährlich 9 TWh wird auf 0,4 TWh runtergefahren werden. Oder anders ausgedrückt wir werden nur noch 4% von den Windrädern bauen wie 2006/2007.
Dass in der letzten Dekade der Zubau dann nochmals reduziert wird auf  2,4 TWh kann man nur noch mit Frechheit bezeichnen oder mit bewußt manipulierte Zahlen die in das Energieszenario eingerechnet wurde um die Atomenergie schönzurechnen.

Doch die Photovoltaik kommt nicht besser weg. Auch hier wird bis 2020 ein moderater Ausbau auf 31 TWh gesehen. Die Dekade 2020-2030 wird aber nur mit einem Wachstum um 5 TWh angesetzt. Von 2008 auf 2009 haben wir in Deutschland 2,1 TWh zugebaut wir sollen also den Ausbau der Solarbranche 2020 bis 2030 wieder auf ein Viertel des Niveaus zurückfahren wie wir es 2004/2005 hatten. Damit mal allen klar wird was dies bedeutet hab ich die Beschäftigten Zahlen von Ralos in 2005 (knapp 40 Mitarbeiter) und heute 2010 ca. 140 Mitarbeiter rausgesucht. Wenn uns die Bundesregierung also auf ein viertel des Niveaus von 2005 zurückfährt bedeutet dies ein Abbau von 130 Mitarbeitern bei Ralos!
In der Dekade von 2030 bis 2040 sollen nur noch 2 TWh zugebaut werden um dann 2040 bis 2050 nur noch 1 TWh zuzubauen. Vermutlich können wir dann mit einem Tranporter den Betriebsausflug organisieren denn für mehr als fünf Mitarbeiter reicht dann die Arbeit nicht mehr.

So sehen die Szenarien für Wind und Sonnenenergie aus. Dafür dürfen sich die Großkonzerne die Taschen voller Geld scheffeln und das Risiko für die Anwohner darf sich erhöhen.

Ich bin der Meinung es ist an der Zeit dass sowohl die Windbranche als auch die Solarbranche sich diesen Plänen entgegenstellt. Aber nicht nur die Branche sondern jeder einzelne Mitarbeiter der seinen Arbeitsplatz langfristig gesichert haben möchte. Auch die Zulieferer und die 600.000 Photovoltaikanlagenbetreiber. Alle müssen sich engagieren. Ich schlage vor wir fahren alle am 18.9.2010 nach Berlin und bilden einen Windblock und einen Sonnenblock. Ich jedenfalls bin dort und werde meinen Protest gegen diese Energiepläne zum Ausdruck bringen.

Erhard Renz

Lobbyismus Strom

Sonntag, den 11. Juli 2010 von Erhard Renz

Da kürzt man uns die Einspeisevergütung zusätzlich um 13 % und so ein Schreiberling feiert den Solar Lobbyismus!

Lieber Schreiberling wir haben in Deutschland 500.000 Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Tausende von Arbeitsplätze geschaffen. Hunderttausende Darlehen laufen. Hunderttausende Versicherungen laufen. Das sind keine Lobbyisten sondern Menschen die ihre Arbeit machen. Wir brauchen keine Lobbyisten anzustellen wir sind so viele dass man uns Ernst nehmen sollte.

Leider tut es die Regierung nicht!

Erhard Renz

Solarkürzung geht im Griechenland Crash unter

Freitag, den 7. Mai 2010 von Erhard Renz

Übrigens gestern hat der deutsche Bundestag beschlossen die EEG Vergütung ab 1.7.2010 um 16 Prozent zu kürzen. Da werden wir natürlich Problem kriegen die 16.500 neuen Arbeitsplätze die 2009 in der Solarbranche geschaffen wurden zu halten. Natürlich haben die anderen 63.100 Solarmitarbeiter auch keine Arbeitsplatzgarantie. Schließlich haben wir Marktwirtschaft und da muss jeder sehen wo er bleibt.

Aber die Politik interessiert dies ja wenig. Die machen lieber Krisenmanagement in Griechenland. Oder bejammern die ach so schlimme Umweltkatastrophe die sich grad mal wieder im Golf von Mexico abspielt. Natürlich kann die Politik sich jetzt auch noch mit Tippfehlern an der Börse beschäftigen.

Die Medien liefern weitere Themen dazu wie die Impfstoff Histerie aus dem letzten Winter.

Alles wunderbare Themen bei denen man sich dem staunenden Zuschauer/Leser als Krisenmanager präsentieren kann.
Wo aber sind die Politiker die sich ins Rampenlicht stellen und uns in der Solarbranche mal fundiert erklären wie es denn zu dieser Kürzung gekommen ist.
Wo ist der Politiker der mir erklärt warum die Regelmäßige Degression weiterhin im Winter gesetzlich festgelegt wurde?
Wo ist der Politiker der mir erklärt warum es keine Einspeisevergütung für Anlagen bis 10 kWp gibt?
Wo ist der Politiker der mir erklärt warum die kleine Anlage bis 30 kWp die gleiche Kürzung erfährt wie die Megawattanlage obwohl die Kostenreduktion sich auf die Module bezieht und nicht auf die Planung, die Montage auf alle fixe Kosten eben?

Sie drücken sich die Politiker der CDU/CSU/FDP und hoffen wir werden abgelenkt von Griechen, von BP am Golf von Mexico und Tippfehlern von Heuschrecken. Ich warte aber ab und werde mir das Wortprotokoll im Bundestag genau ansehen und wie immer hier im Blog davon berichten. Auf jeden Fall kann ich euch Politikern der jetzigen Bundesregierung sagen. Was ihr da beschlossen habt ist keine Meisterleistung und bei der nächsten Einweihungsfeier werde ich dies auch so kommunizieren.

Erhard Renz

Photons Regionale Differenzierung

Donnerstag, den 8. April 2010 von Erhard Renz

Heute möchte ich nochmal auf die “Super Idee” von Photon eine regionale Differenzierung der Einspeisevergütung vorzunehmen detaillierter eingehen. Ich bin zwar nur “Ralos Blogger” und möchte auch nicht mit einem “weltweit führenden Fachverlag mit 11 Büros auf drei Kontinenten” konkurrieren aber mitreden möchte ich schon. :-)

Derzeit haben wir vier verschiedene Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen nach Größe gestaffelt. Bis 30 kWp, bis 100 kWp, bis 1.000 kWp und größer wie 1.000 kWp. Mit 16 Ländern ausmultipliziert kommen wir schon auf 64 Vergütungshöhen die wir beachten müssen. Für Kunden eine tolle transparente Angelegenheit die zu permanenter Unzufriedenheit führen würde.

Wenn ich mir die Einstrahlungskarte von Bayern ansehe gibt es Schwankungen von ca. 20%. Sollen jetzt die Nordbayrischen Installateure und Häuslebauer für die hervorragenden Verhältnisse in Südbayern büßen?

Bei einer Absenkung der Vergütung um 26% in Bayern oder 23% in Baden Württemberg (ohne Eigenverbrauchs Möglichkeit) gehe ich von einem Abbau von Arbeitsplätzen im Handwerk aus und nicht wie Photon von gleichbleibender Beschäftigung.

Wenn eine regionale Komponente mit hinzukommen soll kann ich die meines erachtens nicht an Landesgrenzen festmachen. Bei der Windenergie gibt es ja bereits eine Komponente bei denen Starkwindstandorte in der Vergütung herabgesetzt werden wenn diese Anlagen eine bestimmte Menge von Strom produziert haben. Solch eine Lösung könnte ich mir auch in der PV vorstellen. Es sollen ja nicht bestimmte Regionen sondern “Standorte mit niedriger Einstrahlung” besser gestellt werden und super Standorte in der Förderung begrenzt werden.
Wir sollten von der ”bewährten” Windvergütung lernen.

Beispiel:

Es gibt je installiertem kWp eine Vergütung von z.B. 37,18 Cent je kWh (39,14 Cent minus 5% Degression). Diesen Vergütungssatz erhält man für 16.000 kWh produzierte Energie. Die 16.000 kWh errechnen sich aus 800 kWh im Jahr und 20 Jahre Laufzeit. Wenn eine Photovoltaikanlage diese Strommenge sagen wir mal nach 18 Jahren bereits produziert hat wird danach der Strom “nur” noch mit 25 Cent je kWh (hab ich einfach festgelegt ohne große Kalkulation) vergütet.

Ich hab mir wirklich keine große Mühe gegeben die richtigen Parameter zu ermitteln. Dies sollen “Experten” machen aber mit solch einer “einfachen” Regelung kann ich weiterhin einfachst kommunizieren. Die Branche muß mit einem Vergütungspreis Bundesweit an die Öffentlichkeit gehen können. Mit diesem Modell wäre dies möglich und viel Berechnungs- und Kommunikations Missverständnisse wären vom Tisch. Letztendlich würde sich mit solch einer Lösung auch der “Ost/West Photon Bonus” gleich mit erledigen. Mir ist sowieso schleierhaft wie Photon in der Praxis einen Ost/West Anlagen Bonus vergeben will. Am Ende hätten wir noch aufgeständerte Solarmodule die nach Ost oder West gerichtet sind nur weil sich durch den Bonus die Rendite verbessert! ;-)

Erhard Renz

Zeitlicher Ablauf Kürzung der Einspeisevergütung

Freitag, den 12. Februar 2010 von Erhard Renz

Momentan schwappt die Welle von neuen Meldungen und Kommentaren zu der Reduzierung der Einspeisevergütung über uns hinweg. Jeder der mir über den Weg läuft erzählt mir welche “NEUE NACHRICHT” er gerade bekommen hat und immer wieder die Frage: “Ist das jetzt die endgültige Reduzierung?”.

Nein das ist sie nicht. Auch wenn sich CDU/CSU und FDP sich schon auf irgendetwas geeinigt haben, wir können noch was beeinflussen. Ich zeige mal auf wie ein zeitlicher Ablauf laut SPON vor drei Wochen “geplant war”:

24. Februar Kabinettsbeschluss
22. April Erste Lesung im Bundestag
21. Mai zweite und dritte Lesung im Bundestag
4. Juni Vorlag im Bundesrat

Man hätte also “Rückwirkend” die Einspeisevergütung reduzieren müssen. Den Schlamassel haben sich CDU/CSU/FDP dann doch nicht angetan. Es kann natürlich auch darüber spekuliert werden ob dies H. Röttgen nicht bewußt war und er den 1.4. nur als Verhandlungsmasse eingebracht hat. Wir lassen uns dadurch nicht einschüchtern. Auch wenn CDU/CSU/FDP den ersten Wurf inzwischen nachgearbeitet haben wir bleiben der Meinung eine Absenkung zum 1.6.2010 ist ein Monat zu früh. Die Absenkung ist bei weitem zu hoch und die Forderung nach einer zukünftigen Absenkung im Sommer wird überhaupt nicht zur Kenntnis genommen.

So nicht. Wir wollen eine sinnvolle Weiterentwicklung des EEG und keine Kürzungsorgie die uns nicht weiterbringt sondern nur Arbeitsplätze kostet.

Diese Meinung werden wir auf jeder der oben genannten Gesprächsebenen einbringen. Wir die Firmen die dem Kunden die Anlage auf das Dach bauen wir wollen auch gehört werden.

Erhard Renz

Unterstützerliste für die Solarbranche

Sonntag, den 7. Februar 2010 von Erhard Renz

Jetzt läuft die Kampagne des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) bereits seit drei Tagen und es sind noch nicht einmal 5.000 Unterschriften gesammelt. Wir berichten ja immer von 50.000 Arbeitsplätzen da kann es doch wohl nicht sein, daß wir nicht einmal 100.000 Unterschriften hinkriegen? Woran liegt es habt ihr keinen Bock mehr auf Solar? Meint ihr das erledigt sich von selbst? Es muss doch möglich sein, daß jeder in der Solarbranche einen weiteren animiert für seinen Arbeitsplatz einzustehen. Für diejenigen die in der Branche arbeiten und selbst nicht unterschreiben habe ich überhaupt kein Verständnis übrig. Es gilt jetzt zu zeigen, daß wir eine ernst zu nehmende Branche sind.

Auf gehts ich will die Zählmaschine glühen sehen!

Erhard Renz

Erneuerbare Energien sind die Lösung nicht das Problem

Freitag, den 5. Februar 2010 von Erhard Renz

So langsam kommt Bewegung in die Diskussion um die Einspeisevergütung. Von der traditionellen Energieversorgung werden Erneuerbare Energien immer als Belastung dargestellt. In Wahrheit sind Erneuerbare Energien aber ein Gewinn. Ein Gewinn für alle. Immer dann wenn Volkswirtschaftlich gedacht wird. Dass aus Sicht der derzeitigen Energieversorger Erneuerbare Energien eine Belastung sind kann man verstehen. Müsste aber auch nicht sein…

Von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) wurde jetzt eine einfache Formel aufgestellt. Wenn 40% des Stroms durch Erneuerbare Energien abgedeckt werden ist die Atomkraft überflüssig. Derzeit sind wir bei 16% wir haben also noch 24% zu installieren. Wie lange braucht man denn aus technischer Sicht um 40% zu erreichen? Der Bundesverband Erneuerbare Energien hat dies bereits Anfang 2009 errechnet. Das was die Erneuerbaren Verbände bereit sind zu installieren.

Anteil Erneuerbare Energien am Stromverbrauch bis 2020

Siehe da wir können bis 2020 einen Anteil von 47% darstellen. Ohne Energieeffizienz. Die Hessische Landesregierung beabsichtigt ja bis 2020 eine 20%ige Energieeffizienz zu erreichen die in dieser Branchenprognose in keinster Weise berücksichtigt ist. Wenn in die Branchenprognose noch eine 20% Energieeffizienz eingerechnet würde, dann hätten wir in Deutschland einen Stromverbrauch von 495 TWh dann wären die 287 TWh die von der Erneuerbaren Energien Branche für machbar dargestellt werden ein Anteil von 56%. Da Herr Röttgen bei einem 40% Anteil auf Atomkraft verzichten kann müsste er den Atomausstieg beschleunigen statt hinausziehen.

Das sind alles Zahlen die öffentlich zugänglich sind. Nur wir brauchen auch Politiker die uns das Vertrauen entgegenbringen dass wir das machen Herr Röttgen. Geben Sie uns bei der Reduzierung der Einspeisevergütung Zeit bis zum 1.7.2010 und reduzieren Sie im einstelligen Bereich. Schalten Sie die Atomkraftwerke so ab dass die wegfallende Strommenge durch Erneuerbare Energien ersetzt werden dann haben wir klare gemeinsame Ziele. So nebenbei gesagt die Branche hat bei diesem Ausbauszenario auch bis 2020 Arbeitsplätze in Höhe von 500.000 angekündigt. Können Sie da noch nein sagen?

Erneuerbare Energien Arbeitsplätze1998-2020

Erhard Renz

Bundesregierung will Uraltmeiler am Netz lassen

Samstag, den 23. Januar 2010 von Erhard Renz

Befürchtet haben wir es, jetzt kommt es tatsächlich ans Tageslicht. Auch hier wieder die gleiche Taktik wie bei der Photovoltaik. Im kleinen Kreis wird was abgesprochen nichts nach aussen gegeben und auf irgendeinem Weg wird schon was nach aussen sickern. Dass ist gelebte Demokratie in Deutschland 2010.

Obwohl in vielen Umfragen (z.B. Greenpeace, N24-Emnid ) oder aber auch die “Abstimmung mit den Dächern”. Inzwischen gibt es 500.000 Dächer mit Photovoltaikanlagen. Deutschlands Mehrheit möchte weg von den Atomkraftwerken und hin zu Erneuerbaren Energien.

Die jetzige Bundesregierung CDU/CSU und FDP haben gemeinsam eine knappe Mehrheit von einigen Prozent. Innerhalb ihrer Partei haben sie viele die für den geltenden Ausstieg sind. Wie kann man dann hingehen und eine radikale Umkehr vornehmen. Es wird den sozialen Frieden in unserer Republik beenden.

Bezahlen müssen die Anwohner von Atomkraftwerken. Natürlich verlangt die CDU/CSU/FDP keine Risikoversicherung der alten Reaktoren. Dies bedeutet weiterhin wer seinen Besitz in der Nähe von Atomkraftwerken hat, der erhält im Schadensfall kaum eine finanzielle Entschädigung. Von den gesundheitlichen Risiken mal abgesehen. Das schizophrene dabei sind die steigenden Risiken. Mir soll ja keiner erzählen es würde “Sicherheit” nachgerüstet. Jede Nachrüstung verkompliziert eine Atomanlage. Auch bei Atomkraftwerken gilt je älter deste größer das Risiko.

Es gibt keinen Grund die alten Atomkraftwerke länger laufen zu lassen. Die Risiken sind viel zu groß. Die Photovoltaik hat in 2009 ca. die Spitzenleistung von 2 Atomkraftwerken installiert. Ähnliche Größenordnung wurde von der Windenergie beigesteuert. In einem Jahr! Wenn wir die Erneuerbaren Energien konsequent bis 2020 ausbauen brauchen wir die Atomenergie nicht wir können ein Kraftwerk nach dem anderen abschalten.

Die Berechnungen die ich gesehen habe geht auch von der Produktion “rund um die Uhr” aus. Das heißt direkte Konkurrenz für die Photovoltaik. Die Atomkonzerne sind natürlich nicht bereit ein Atomkraftwerk mit verminderter Leistung zu fahren wenn viel Photovoltaikstrom vorhanden ist. Das ist der Fehdehandschuh an die Photovoltaikbranche. Im Netz ist nur für einen Platz!

Das Problem von CDU/CSU/FDP und RWE/EON/EnBW/Vattenfall sind natürlich die neuen Eigentumsstrukturen die derzeit entstehen. Die vielen hunderttausende Kraftwerke die momentan gebaut werden sind im Eigentum von Bürgern. Die ihr Geld bei Sparkassen und Raiffeisenbanken nehmen und dort sich auch ihr Darlehen ausleihen. Diese Menschen produzieren ihren Strom selbst und brauchen keine Konzerne mehr.
Wer möchte sich auch schon mit Kleinspenden abgeben. Wer möchte schon von Klein Erna eingeladen werden und eine 5 kWp Anlage besichtigen und anschließend in der Küche selbstgebackene Kekse essen wenn auf der anderen Seite die Einladung eines Konzerns steht?

Der konsequente Weg Erneuerbare Energien auszubauen führt an die Weltspitze. Erneuerbare Energie Made in Germany wäre der Export Knüller für unsere Kinder.
Was ist die Botschaft mit der alten Atomenergie? Unsere Bundesregierung posaunt momentan in die Welt “Mit Erneuerbaren Energien reicht es nicht!”. Das wird Konsequenzen haben. Wir werden Erneuerbare Energien nicht mehr als Lösung in andere Länder verkaufen sondern “nur so als Liebhaberei”. So wie uns die jetzige Regierung halt gerne sehen würde. Die Müslis mit ihren Windrädchen und ihren Platten. Wir sind aber inzwischen eine Industrie mit zigtausenden von Arbeitsplätzen in tausenden von Firmen.

Das ganze läuft wieder auf den alten Konflikt hinaus. Wenige Atomkraftwerksbetreiber mit Ihren wirtschaftlichen Interessen und die Mehrheit der Bevölkerung welche seit vielen Jahren stabil die Nutzung der Atomenergie ablehnt. Als der letzte Kompromiss mit einer Rot/Grünen Mehrheit beschlossen wurde, wäre es aufgrund der politischen Mehrheiten möglich gewesen alle Atomkraftwerke sofort abzuschalten. Man hat dies nicht getan aus Rücksicht auf die finanziellen Interesse der Atomwirtschaft. Wenn diese sich jetzt Ihre alten Atomkraftwerke ohne Rücksicht auf die Mehrheit der Menschen vergolden lässt. Wir dies zur Folge haben, daß man sich auf der Straße wiedersieht. Es werden viele Menschen kommen. Es werden die vielen friedlichen kommen, die mit den Transparenten, den Trommeln, den Fahnen und den Trillerpfeifen. Aber es dürfte auch klar sein dass es unvermeidlich sein wird, daß unter dieser großen Menge von friedlichen Menschen auch diejenigen mitlaufen die bisher stillgehalten haben.

Anscheinend wollen CDU/CSU/FDP und RWE/EON/EnBW/Vattenfall dies. Leider!

Erhard Renz

Photovoltaik

Mittwoch, den 20. Januar 2010 von Erhard Renz

Heut denk ich so wie wenn ich ein Bundestagsabgeordneter wäre. Deshalb mag mein heutiger Blogbeitrag etwas “anders” zu lesen sein. Sorry!

Photovoltaik, Solar? Nachts scheint keine Sonne. Gibt es da überhaupt eine Lobby? DGS??

Was die kriegen 20 Jahre Garantie? Wie lange bin ich gewählt? Hab mir schon immer gedacht dass die nur Kohle machen wollen. Ich will doch die Tagesschau kucken da ist keine Sonne mehr da. Das funktioniert nie. Milliarden sollen wir denen garantieren. Was nur 50.000 Arbeitsplätze wir sind doch 80 Millionen Deutsche. Morgen kommen die von der Atomkraft. Das ist viel angenehmer, da weiß man wer kommt. Mit denen kann man vernünftig reden. Nur Asse müssen sie aufräumen. Aber da haben unsere Vorgänger die Fehler gemacht. Die roten und vor allem die Grünen. Die wollten schon immer Solar wegen unserer Enkel. Dass dies alles Geld kostet haben sie nicht gesagt. Die haben sich alle schon eine Anlage aufs Dach gebaut und kassieren die Milliarden. Meine Villa steht verkehrt rum und die vielen Gauben.

Was da gibt es noch ein BSW ach so die waren bei der Anhörung auch dabei. Das waren die denen es so gut gefallen hat. Die haben den Keksteller komplett leergeputzt. Apropo Essen! Ich müsst auch mal was essen gehen. Was gibt es denn in der Kantine. Oh lecker! Da muss ich mich beeilen sonst haben die anderen wieder die leckersten Sachen weggeputz. Na ja 15% weniger das geht schon. Das kann man gut rechnen und die von der Photon die würden sogar 20%. Können die grünen Spinner sich nicht einmal absprechen? Oh, jetzt muss ich aber weg in die Kantine.

15% ab April so schnell wie möglich, das honoriert der Wähler. Wir sind diejenigen die handeln schnell handeln. Tschüß ich glaub mit dieser Entscheidung hab ich mir das Mittagessen verdient. Dann haben wir ja ein Pfund für morgen in der Tasche.

Erhard Renz

die können doch nicht…

Freitag, den 15. Januar 2010 von Erhard Renz

Unverständnis, Wut, “Erhard du lügst”, “das glauben wir dir nicht”, “das können die doch nicht machen”, “wo hast du das gelesen”, “Die wollten doch 4,5%”, “Da können wir im April einpacken”, “ich hab noch 300 kW Angebote draussen? Was soll ich denen sagen?”, “ich wollt im Februar Urlaub das kann ich mir abschminken”, “so schnell so hoch unglaublich”, “dann brauch ich auch keinen neuen Kollegen”, “16% weniger ab April da bin ich in Schwangerschaft” das war noch die positivste Reaktion.

Jetzt aber mal ernsthaft:

Seit 1986 (nach Tschernobyl) engagiere ich mich persönlich für ein nachhaltigeres Leben möglichst für alle (6 Milliarden Menschen) auf diesem Planeten. Erst im privaten Bereich dann in der Windbranche und seit dem EEG 2000 in der Photvoltaik. Die letzten 10 Jahren haben wir gerackert und getan. Ralos wurde 2001 mit 8 Mitarbeiter gegründet und dank dem Engagement aller haben wir diese Firma auf 130 Mitarbeiter ausgebaut. Mit goldenen Nasen läuft hier keiner rum aber mit einem stolzen lächeln im Gesicht über das was wir geleistet haben. Ralos hat ein paar tausend Photovoltaikanlagen gebaut. Die Branche ca. 500.000 PV Anlagen und ca. 50.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Auf allen Kaffekränzchen (z.B. Kopenhagen) wird die tolle Technik in hellsten Tönen gelobt und die Zukunftsfähigkeit dieser Technik gepriesen. Bei unseren vielen repräsentativen Photovoltaikanlagen gibt es unzählige Fotos mit Politikern aller Coleur und immer wieder hören wir wie toll diese Technik ist.

Jeder weiß wir können mit deutschen Rohstoffen in Deutschland (z. B. Fa. Wacker in Burgshausen) Silizium produzieren. Wir können in Deutschland aus Silizium Solarzellen herstellen. Wir können aus diesen Solarzellen in Deutschland Module (z.B. Q-Cells, Solon, Solarfabrik) bauen und wir können diese Module auf deutsche Dächer (z.B. Ralos :-) )montieren. Eine komplette Prozesskette in Deutschland. Selbst wenn in einer dieser Steps die Gewinnspanne mal höher als gerechtfertigt wäre… Volkwirtschaftlich wär dies in Deutschland nur eine Umverteilung. Letztendlich würde der Strom aus diesen Photovoltaikanlagen aber den Import von Rohstoffen (Kohle, Gas, Öl und/oder Uran) vermeiden aber Beschäftigung und Steuerzahlungen erzeugen.

Noch sind wir mit an der Spitze dieser Technik. Sowohl in der Forschung, bei der Herstellung von Maschinen als auch bei der Planung und Installation von PV-Anlagen. Weltweit schaut man in der Windenergie und in der Photovoltaik nach Deutschland nicht nur in der Technik sondern man kupfert auch das EEG ab. Die Welt schaut nach Deutschland und erhofft sich Lösungen gegen den Klimawandel, gegen die Rohstsoffverknappung und für den Atomausstieg.

Das alles riskiert man wegen 30 Silberlinge!

Gestern saß die demokratisch gewählten Politker mit geladenen “Experten” der Solarbranche zusammen und haben die Einspeisevergütung beratschlagt. Es muß gemütlich gewesen sein. Dies entnehme ich jedenfalls dem Bericht des DGS. “Die Gespräche verliefen konstruktiv und in einer freundlichen Atmosphäre. „Wir freuen uns sehr, dass wir angehört wurden“, so Jörg Sutter von der DGS. „Damit wurde die Ankündigung im Koalitionsvertrag, die Verbände einzubeziehen, eingehalten. Auch lagen die Positionen der Solarverbände durchaus eng beieinander.”

Ich war bereits zweimal bei Anhörungen im hessischen Landtag. Dort hatte jeweils die hessische Landesregierung viele Experten eingeladen zum Thema Erneuerbare Energien in Hessen. Es gab Beiträge die ich gut fand und andere bei denen ich Wutanfälle hatte. Es wurde am Schluß auch leider kein Gesetz verabschiedet und ich warte immer noch, daß Roland Koch aus Hessen ein Vorzeigeland für Erneuerbare Energien macht. Aber für mein Demokratie Verständnis wichtig war, ich kann heute noch die Vorträge oder schriftlichen Einwände der Experten im Internet einsehen.

Was krieg ich als interessierter/betroffener Bürger von der Sitzung in Berlin mit?

Nix!

War die Anhörung öffentlich? Ich glaube nicht! Welche Experten waren geladen? nix genaues weiß man Wer hatte wen eingeladen? Anscheinend das Umwelt- und Wirtschaftsministerium.

War die größte Solarorganisation der Solar Förder Verein eingeladen? Nein! Warum nicht?
War Eurosolar eingeladen? Ich weiß es nicht um Eurosolar ist es merkwürdig still zum Thema Einspeisevergütung.

DGS und BSW waren anwesend haben anscheinend auch irgendwas ähnliches (s.o.) vorgeschlagen und haben sich gut unterhalten. Aber was haben Sie vorgeschlagen? Ich will im Detail wissen wer hat was vorgeschlagen.

Ich will auch wissen was der Verbraucherverband wirklich will. Das was von Krawinkel dem Energie”experten” des VZBV momentan veröffentlicht (minus 30%) wird oder was der Vorsitzende Dr. Aribert Peters seinen Verbrauchern empfiehlt.

Welche “Experten” wurden noch angehört. Warum durfte ich nicht nach Berlin kommen? Warum schreib ich mir “nen Wolf” und mach Vorschläge die noch nicht einmal kommentiert werden? Warum wird schon zum 1.4. und nicht zum 1.7. geändert? Warum soll so eine hohe (17%) Reduzierung und nicht (4,5%) erfolgen? Ich will es wissen.

Anscheinend möchte das Umweltministerium am Montag eine Veröffentlichung machen.
Ich möchte dass Entscheidungen in dieser Größenordnung die in das Leben vieler “richtiger Solarexperten” eingreift ein Transparenz die es uns ermöglicht Entscheidungen zu verstehen. Diese Informationen erwarte ich spätestens am Montag vom Umweltministerium und dann werde ich die Aussagen der Experten und Politker auf meinen Prüfstein legen und ich werde kein Blatt vor den Mund nehmen.

Ansonsten hätte ich den Eindruck da wird was ideologisches gemauschelt. Das wollen wir doch alle nicht oder?

Ich les grad: “Merkel preist die Diskussionskultur der Christdemokraten” die Frau war auf einer anderen Veranstaltung. Aber sie spricht von der gleichen Partei!

Erhard Renz

Anti Atomkraft Demo in Berlin

Mittwoch, den 18. November 2009 von Erhard Renz

Die Demo war zwar schon vor fast zwei Monaten am 5. September in Berlin, aber ich hab jetzt erst auf einem Bild in der Zeitschrift  Neuen Energie ein Foto gefunden auf dem ich drauf bin. :-)

Na ja zugegeben, es sticht einem nicht gerade ins Auge. Aber ich bin drauf. Leider von hinten! Aber man könnte mich erkennen! Ich hab nämlich eine Ralos Mütze auf. So eine bräunliche Kappe. Für die Verpflegung hatte ich einen Rucksack umgehängt und bei dem tollen Wetter am Brandenburger Tor hatte ich ein kurzes T-Shirt an. Ein weißes, jedenfalls von hinten gesehen ist es weiß. Na jetzt ist es aber einfach. Mal gespannt ob mich jemand erkennt und die Koordinate im Kommentar veröffentlicht.

Anti Atomkraft Demo Rätsel
Wenn ich mich zurück erinnere, dann muß ich sagen es waren viele Organisationen mit vielen originellen Ideen vor Ort. Sie haben demonstriert gegen die Verlängerung von Laufzeiten für Atomkraftwerken.

Wen ich vermißt habe (bis auf wenige Ausnahmen) waren die Firmen und die Mitarbeiter die mit Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung ihr Geld verdienen. Ich glaube da ist einigen nicht klar wie eng miteinander verbunden der Atomausstieg und die Arbeitsplätze von Erneuerbaren Energien sind.

Bei der nächsten Demo will ich von den 285.000 Arbeitsplätzen in den Erneuerbaren Energien ein paar mehr sehen.

Erhard Renz

Arbeitsplätze bei den Erneuerbaren Energien

Dienstag, den 10. November 2009 von Erhard Renz

Da inzwischen die Diskussion der neuen Regierung zur Photovoltaik in die Gänge kommt, möchte ich gerne mal die Arbeitsplatz Situation beleuchten. Dass der Ausstieg aus der Atomkraft momentan kein Thema ist freut mich natürlich aber mir ist auch klar, daß da noch was kommt.

Die Arbeitsplätze innerhalb der Erneuerbaren Energien haben sich wie folgt entwickelt:

Arbeitsplätze in der Erneuerbaren Energien Branche von 2004 - 2008

Wie man sehen kann wurden 2008 insgesamt 29.000 Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen. Wobei 5.000 Arbeitsplätze in der Geothermie und 24.000 in der Solarbranche geschaffen wurden. In der Wind- und Biomassenbranche  hat sich eine gewisse Sättigung ergeben. Ausgerechnet die Solarbranche die momentan immer noch im Wachstum ist wird von der Politik ins Visier von Sparplänen genommen. Wohl wissend, daß durch die Förderung der Photovoltaik keine staatlichen Gelder aufgewendet werden müssen. Im Gegenteil die Solarbranche und die Photovoltaikanlagenbesitzer zahlen Steuern. Wir zahlen Steuern auf jeder Prozeßstufe. Der Siliziumhersteller (Wacker in Burgshausen), der Zellhersteller (Q-Cells in Thalheim), der Modulhersteller (Solon in Berlin), der Wechselrichterhersteller (KACO in Neckarsulm) und der Systemintegrator (Ralos in Michelstadt). In allen Firmen erhalten Mitarbeiter Lohn und zahlen Steuern. Die Firmen zahlen (wenn sie Gewinne machen) ebenfalls Steuern.

Die Erneuerbaren Energien haben also in 2008 in Summe 29.000 Arbeitsplätze geschaffen. Pro Tag sind das 80 Arbeitsplätze. Wir schaffen täglich 80 nachhaltige umweltschonende Arbeitsplätze. Ich möchte diese Zahl ins Verhältnis zum Atomkraftwerk Biblis setzen. Dort arbeiten derzeit 700 Mitarbeiter um zwei Atomblöcke am laufen zu halten. Selbst wenn beide abgeschaltet würden, müssten sicherlich noch 300 Mitarbeiter die nächsten zwanzig Jahre den Schrott wegräumen. Wir würden also 400 Arbeitsplätze verlieren. Vierhundert Arbeitsplätze sind gerade eine Woche neue Arbeitsplätze in der Solarbranche. So mickrig ist das Arbeitplatzproblem in der Atombranche. Wir Sonnenfreunde können dieses Problem in 5 Tagen lösen.

Deshalb, Kosten oder Arbeitsplätze als ein Argument für Atomkraft anzuführen heißt von Solarenergie keine Ahnung zu haben.

Erhard Renz

Ralos Beitrag beim ZDF-Infokanal im Netz

Donnerstag, den 5. November 2009 von Erhard Renz

Endlich können alle sich den Beitrag über Ralos im Internet anschauen. Da der Beitrag nicht direkt verlinkt werden kann hier der “Wegweiser”: ZDF Mediathek
dann ZDFMediathek anklicken auf der neuen Seite in der oberen Leiste “Sendungen” auswählen. Im dann erscheinenden Alphabet den Buchstaben “W” auswählen dann den rechten Pfeil anklicken bis die Sendung “Wirtschaftswunder” angezeigt wird. Derzeit sind 34 Beiträge verfügbar. Das Logo oder den Text dieser Sendung anklicken und dann im neu erscheinenden Auswahlbalken kann die Sendung vom 31.10.2009 angeklickt. Mit ein bißchen Glück beginnt jetzt die Sendung vom 31.10.

Da die komplette Sendung 29 Minuten lang ist und nicht jeder die Sendung komplett anschauen möchte sei gesagt, daß ab ca. der 13:30 Minute der Ralos Beitrag beginnt. Leider dauert er auch nur 5 Minuten und wenn ich an den Drehtag denke fallen mir viele, viele Szenen ein die nicht im Beitrag gesendet wurden. Ein kleiner Bug hab ich gefunden. Wir sind keine Hersteller von Solarmodulen oder Wechselrichter sondern wir testen in der Solarakademie “nur” das Zusammenspiel dieser Komponenten von verschiedenen Herstellern aus.

Aber insgesamt bin ich zufrieden. Unsere beiden Jungs Jens und Jan haben Ihre Sache gut gemacht. Auch die “Nebendarsteller” Nico, Willi und Chris geben eine gute Figur ab. Ich hoffe ich habe keinen vergessen. Auf jeden Fall haben unsere Ralos Jungs die Botschaft gut rübergebracht Erneuerbare Energien schaffen Ausbildungsplätze und viele, viele nachhaltige Arbeitsplätze. Das ist auch gut so!

Erhard Renz

Frank Asbeck geht es mal wieder nicht schnell genug

Mittwoch, den 4. November 2009 von Erhard Renz

“Zum 1. April oder 1.Juli kommenden Jahres könnte ein weiterer Schritt kommen”.

Mit Schritt meint Frank Asbeck eine weitere Reduzierung der Einspeisevergütung um 9 beziehungsweise 11 Prozent.

“Mit der regulären Kürzung Ende 2010 kommen wir damit auf drei Stufen”

Halt Stopp Herr Asbeck dies geht mir alles ein bißchen zu schnell. Wir kriegen jetzt erst einmal eine Reduzierung der Einspeisevergütung von 43,01 Cent auf 39,14 Cent. Dann haben wir die Monate Januar bis März die stark vom Wetter abhängig sind. Ich darf an die mickrigen 3 MW erinnern die im Januar 2009 in ganz Deutschland installiert wurden. Oder die 16 MW im Februar 2009 die auch nicht zum überleben der Solarinstallateure reicht. Selbst wenn wir verkaufen/installieren könnten steht dann immer noch die Frage ob es das Wetter überhaupt zuläßt. Dann schon am 1.4.2010 die Einspeisevergütung erneut zu reduzieren halte ich für falsch.

Mit der Variante am 1.Juli 2009 eine Einspeisereduzierung von erneut 9 beziehungsweise 11 Prozent vorzunehmen kann ich mich eher anfreunden. Denn dann können wir die nächsten Monate nutzen um per Marketing neue Aufträge reinzuholen und bis zum 30.6.2010 abzuarbeiten. Wir hätten dann ab 1.7.2010 allerdings bereits eine Vergütungshöhe von 35,62 Cent je kWh bei Kleinanlagen erreicht. Im Vergleich zu der Einspeisevergütung von 2007 (46,75 Cent je kWh) sind das 24% Reduzierung.

Bei einer 24prozentigen Reduzierung auf den komplett installierten Anlagenpreis der ja auch die Wechselrichter, das Gerüst und unsere Planung/Montage beinhaltet wäre mir das erst einmal genug. Herr Asbeck mag zwar Solarmodule herstellen können aber von Verkauf, Planung, Montage einer kompleten Photovoltaikanlage hat er keine Ahnung. Diese Kenntnisse und Leistungen gehören aber auch dazu. Bevor sich Herr Asbeck mal wieder zu weit aus dem Fenster lehnt würde ich vorschlagen wir warten ab und fassen die erneute Reduzierung der Einspeisevergütung (erneut um 9% dann nur noch 32,41 Cent je kWh) für 1.7.2011 ins Auge. Damit wäre wieder einmal mein alter Vorschlag den Degressionszeitpunkt in die Mitte des Jahres zu verlegen akut.

Natürlich soll sich die Solarbranche gesprächsbereit zeigen. Aber nicht wie es von H. Asbeck angedeutet wird in einem Harakiri Akt die Arbeitsplätze der Branche aufs Spiel zu setzen. Ich frag mich sowieso warum die Solarbranche nicht nur ihre ureigensten Interessen vertritt und permanent das Wohl aller im Auge hat. Wir könnten doch zumindest fordern, daß für diese zusätzliche Einspeisereduzierung ein paar uralt Atomkraftwerke vom Netz gehen. Dann wäre auch mehr Platz für Photovoltaikstrom. Aber an die überhöhten Renditen der vier Großen AKW Besitzer, die ja auch aus dem Geldbeutel der Stromverbraucher stammen, traut sich keiner ran. Im Gegenteil denen will man mit aller Gewalt noch Geld in die Taschen stopfen.

Erhard Renz

Erfolgreichen Photovoltaik Ausbau stoppen?

Mittwoch, den 21. Oktober 2009 von Erhard Renz

Nur weil wir erfolgreich und über die Erwartungen gut arbeiten will man uns zurückpfeifen? Das kann doch nicht richtig sein. Der Ausbau der Photovoltaik wird von allen Parteien aber was noch viel wichtiger ist von den Bürgern dieses Landes gewünscht. Schließlich wird die Energiewende nicht aus Jux und Tollerei sondern aus den Zwängen von Ressourcenverknappung, Verteilungskämpfen und Klimaveränderung angestrebt.

Wie oft wurde ich verlacht wenn ich das Ziel der Bundesrepublik “bis zum Jahr 2010 den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion auf 12,5% zu erhöhen” erklärte. Dieses Ziel hat sich die BRD seit 2001 auf die Fahnen geschrieben. Inzwischen sind die 12,5% längst Geschichte aber 2010 ist noch lange nicht zu Ende. Ich schätze mal ein Zahlendreher und das Ziel ist erfüllt. Wir werden in Deutschland Ende 2010 ca. 21,5% des Strombedarfs durch Erneuerbare Energien decken. Yes we ca do it! :-)

Diejenigen die uns damals (z.B. 2004) als “pure Phantasten” beschrieben haben spielen sich heute immer noch als Energieexperten auf. Damals hieß es soviel Strom aus Erneuerbaren Energien ist nicht möglich. Jetzt wo wir bewiesen haben, wir können weitaus mehr, schneller und kostengünstiger installieren wie jede Vorhersage es ankündigte, plötzlich sind wir die raffgierige Solarbranche die nicht genug Rendite abkriegen kann.
Wir zeigen nur auf, was machbar ist wenn man es will.
Da bei unserer Energieform allerdings nicht die Konzerne verdienen sondern der kleine Häuslebesitzer haben wir nicht nur eine Energiequellen Verschiebung sondern auch eine Gewinnverschiebung von den Konzernen zu den Häuslebesitzer. Das mögen die Konzerne nicht.

Wir hatten 2008 die Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetz. Damals wurde für die Photovoltaik eine erhöhte Degression festgelegt. Von 2000 bis 2008 haben wir die Einspeisevergütung jährlich um 5% reduziert seit 2009 wurde diese Reduzierung auf bis zu 9% angehoben. Diese hohe Reduzierung wurde auch für die Jahre 2010 und 2011 schon beschlossen. Aber leider ist dies den Energieexperten von CDU, CSU und FDP nocht nicht genug. Sie wollen eine höhere Reduktion und setzen dabei bewußt unsere Arbeitsplätze aufs Spiel.

Es wird von günstigen Modulen aus China berichtet und nur weil Deutschland nicht Exportweltmeister im Modulbereich ist, so getan, als ob unsere Technik keine Spitzentechnik sei. Wir brauchen keine Politiker die mit Fingern auf die kostengünstigen Module aus China zeigen sondern wir brauchen Politiker die zu den deutschen Spitzenprodukten stehen.
Wir haben in Deutschland die komplette Prozesskette vom Siliziumhersteller über den Waferproduzenten, zum Zellen und Modulhersteller bis zur Montagefirmen. Alle diese Firmen zahlen in Deutschland Steuern, sichern Arbeitsplätze und versorgen uns zukünftig mit heimischer Energie. Vielleicht wäre eine Aussage der Politik, daß deutsche Produkte es wert sind ein paar Euro teurer zu sein, wichtiger als die Daumenschrauben anzusetzen. Wir haben es verdient, daß unsere Politiker unsere Arbeit würdigen und uns nicht mit dem “Geiz ist Geil” Argument “die Chinesen machens billiger” unter Druck zu setzen.

Als Industriestandort sollten wir stolz sein auf die Qualität unserer Produkte aber auch auf die Qualität unserer Arbeitsplätze und da halten wir jeden Vergleich mit China aus. Übrigens auch im Vergleich der Politiker!

Erhard Renz

FDP will Solarförderung kappen

Donnerstag, den 1. Oktober 2009 von Erhard Renz

Kaum haben sie Chancen eine Regierungsbeteiligung zu bekommen plärren sie undiferenziert los. Keine Ahnung aber mitreden.
Dass die komplette Solarbranche aus mittelständischen Unternehmen besteht geht an den FDP’lern vorbei.
Dass in einer schweren Konjunkturellen Zeit die Solarbranche Arbeitsplätze schafft und unseren Kunden eine eigenständige, nachhaltige Energieversorgung schafft wird schlicht ignoriert.

Die FDP-Expertin Gudrun Kopp zur Höhe der Einspeisevergütung “Da gibt es erheblichen Spielraum”. Liebe Frau Kopp diesen “Spielraum” gibt es auch bei den goßen Energiekonzernen wie E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall. Schauen Sie doch denen mal auf die Finger bei denen sind die Renditen garantiert höher wie bei den Firmen der Solarbranche.

Das Handelsblatt vergleicht natürlich mal wieder die Einspeisevergütung von 43 Cent mit dem Strompreis an der Leipziger Börse. Wenn das Handelsblatt mal versucht mit dem “günstigen” Strom von der Leipziger Börse ihre Zeitung zu drucken werden sie aber staunen. Da kommen noch einige Kosten hinzu. Der Preis für Strom auf dem eigenen Dach dagegen kann man nur mit dem Preis vergleichen den man beim Stromlieferant bezahlen müsste. Das Handelsblatt sollte deshalb aufhören Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

In solch einem Bericht dürfen die Forscher von RWE entschuldigung es muss natürlich RWI heißen fehlen. Mit der wissenschaftlich korrekten Aussage: “Wenn die Einspeisevergütung auf dem jetzigen Niveau verharrt oder nur leicht gesenkt würde wächst die Nachfrage in den Himmel”. Wo fängt denn wissenschaftlich korrekt der Photovoltaik Himmel an Herr Manuel Frondel (RWI)?
Im nächsten Moment bedauert das RWI dann wieder, daß die Photovoltaik nur wenig zum gesamt Energieverbrauch beisteuert. Nun, was wollen Sie denn Herr Frondel? Viel oder wenig Photovoltaik?

Laut EEG wird die Einspeisevergütung 2010 mindestens um 7% reduziert. Wenn in 2008 tatsächlich viele (mehr als 1.500 MW) Photovoltaikanlagen gebaut werden, dann wird sogar um 9% reduziert. Dann noch von “jetzigem Niveau” oder “leicht gesenkten Preisen” zu reden ist unverantwortlich. Bei den Forschern vom RWI weiß ja inzwischen jeder wonach geforscht wird. Jedenfalls nicht an der zukünftigen Energieversorgung.

Der Forscher will die Förderung auf “Forschung und Entwicklung” beschränken. Vielen Dank Herr Fondel vom RWI dann können Sie von den 80.000 Solaren Arbeitsplätzen die meisten auf dem Arbeitsamt wiederfinden. Tolles Argument. Wir forschen und schauen den Chinesen zu wie sie den Markt entwickeln und in fünf Jahen jammern wir wieder, warum wir die Technologie Führerschaft abgegeben haben. Aber Hauptsache der “Forscher vom RWI” hat noch weitergeforscht.

Wie sehr daneben Herr Fondel vom RWI argumentiert entnehme ich seinem Vergleich von Photovoltaik und Steinkohle. Eine saubere, unendliche Energie die in absehbarer Zeit die entscheidende Energiequelle weltweit spielen wird mit der aussterbenden, CO2 lastigen Steinkohle zu vergleichen zeugt von Unkenntnis der Situation und der zukünftigen Energieversorgung. Geiz mag zwar geil sein hilft aber nicht bei der Klimaveränderung.

Ich erwarte von CDU, CSU und FDP in Zukunft durchdachte Äußerungen gegenüber einer Branche die es verdient hat, dass man ihr Respekt entgegenbringt und nicht durch geplapper deren Existenz aufs Spiel setzt. Wir sind an der Weltspitze und wir wollen dort auch bleiben um in Zukunft einen Exportschlager für Deutschland draus zu machen.
Wir sind dazu bereit!

Erhard Renz

Wir brauchen Unterstützung keine Hindernisse

Dienstag, den 29. September 2009 von Erhard Renz

Kaum ist die Wahl um, kann man an den Börsenkursen sehen, daß RWE und E.ON steigende Kurse verzeichnen können. Kein Mensch sieht die “fallenden Preise” der Immobilien der Anwohner die im Umkreis von Atomkraftwerke wohnen. Auch mein Haus gehört dazu!
Wie kann man eine weltweit aussterbende Technik unterstützen? Seit mehr als zwei Jahren wurde weltweit kein neues Atomkraftwerk an das Netz angeschlossen. Photovoltaikanlagen dagegen werden allein von Ralos täglich ca. 3 neue Kraftwerke angeschlossen. Deutschlandweit jeden Tag 600 Kraftwerke. Im Gegensatz zu Atomkraftwerken sind die Sonnenkraftwerke ohne Limit. Das heißt wir können noch mehr als 4 Milliarden auf den kostenlosen Rohstoff “Sonnenstrahl” hoffen. Die lächerlichen Jahre die uns noch Uran als Energiequelle bleibt verblassen dagegen. Auch wenn momentan durch falsche Interpretationen die Förderungen der Solarenergie schlecht dargestellt werden. Solarenergie ist die Zukunftsenergie keine Brückentechnologie. Wenn wir es einmal geschafft haben auf Solarenergie umzusteigen haben wir die Energie die wir für unseren aber auch den Wohlstand in der dritten Welt brauchen. Solarenergie ist ein Baustein um die Klimaveränderung zu stoppen. Solarenergie schafft nachhaltige Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort. Keine der konventionellen Energien hat diese Perspektive. Alle Förderungen für Erneuerbaren Energien müssen unter diesem langfristigen Aspekt gesehen werden.

Der Bundesverband für Erneuerbare Energien hat als Prognose für 2020 eine installierte Leistung von 111 GW Erneuerbare Energien herausgegeben. Mit diesen kann die Hälfte des benötigten Stroms erzeugt werden.

Entwicklung erneuerbare Energien bis 2020

Um diese Prognose mit Leben zu füllen brauchen wir politische Unterstützung den Willen das technisch machbare auch umzusetzen. Wir können und wollen Weltmarktführer in Photovoltaik Spitzentechnik sein. Dies kann nur geschehen wenn wir weiterhin hier in Deutschland die Solarmodule installieren die wir in Deutschland produzieren. Die Verlängerung von Laufzeiten für Atomkraftwerken die schon 35 Jahre alt sind bringen uns nicht voran. Sie schaffen keine Arbeitsplätze sondern nur ungewißheit. Wir benötigen die Stromnetze um Photovoltaik und Windstrom in den Netzen zu verteilen. Wenn dort immer noch alte Atomkraftwerke einspeisen wäre für Wind und Sonne kein Platz. Deshalb Atom oder Sonne. Für was wir stehen kann sich jeder denken.

Sonne!

Erhard Renz

Wirtschaftskrise und Klimaveränderung

Sonntag, den 27. September 2009 von Erhard Renz

Sowohl die Wirtschaftskrise als auch die Klimaveränderung beschäftigen uns derzeit. Der gravierende Unterschied ist aber die Tatsache wie lange und diese Krisen beschäftigen werden. In ein paar Jahren wird die Wirtschaftskrise bewältigt sein die Klimaveränderung wird uns aber noch tausende von Jahren beschäftigen. Je später wir die Kurve zu einem Klimaneutralem Lebensstil krieen um so dramatischer werden die Klimaveränderungen die Menschheit treffen.

Deshalb müssen diejenigen, die heute von den Deutschen die Aufgabe bekommen die Bundesregierung zu stellen, sich diesem Problem vorrangig stellen. Mit erster Priorität. Wer sich genauer mit dem Thema beschäftigt, stellt fest wenn wir komplett auf Erneuerbare Energien umstellen werden wir auch die Wirtschaftskriese bewältigen. Denn Erneuerbare Energien sind dezentral werden also von vielen Bürgern in kleinen Kraftwerken realisiert. Für diese Kleinkraftwerke haben die Banken keine Probleme Darlehen zu geben. Denn die Bürger sind Kreditwürdig!

Durch die Bürger wird also ein Anschub für die lokalen Handwerker und die lokalen Sparkassen/Banken erfolgen. Wer kann schon was dagegen haben, wenn wir in Deutschland Silizium herstellen (z.B. Wacker in Burgshausen), in Deutschland Zellen herstellen (z.B. Q-Cells in Thalheim), in Deutschland Module herstellen (z.B. Solon in Berlin) und diese Module von deutschen Firmen (z.B. Ralos in Michelstadt) auf Deutsche Dächern montieren. Dann kann von Subvention nicht mehr die Rede sein. Sondern es muss endlich davon geredet werden, daß durch Deutsche Photovoltaik die Abhängigkeit von russischem Gas und Saudi Öl geringer wird, daß die Gefahren von Atomenergie geringer werden wenn wir die ältesten demnächst abschalten.

Wenn wir in Deutschland Vorreiter bei der Einführung von Erneuerbaren Energien werden entstehen die Arbeitsplätze auch in Deutschland. Langfristig! Die Windenergie ist das beste Beispiel. Inzwischen werden 80% der deutschen Windräder exportiert. Möglich war dies durch ein klares Gesetz zur Förderung der Windkraft im Anfangsstadium.

Wenn es uns gelingt Arbeitsplätze bei den Erneuerbaren Energien zu schaffen bringen wir nicht nur Menschen in Brot und Arbeit sondern wir sparen uns zukünftig auch viel Geld bei der Beschaffung von Rohstoffen. Dieses gesparte Geld wird uns helfen die Wirtschaftskrise schnell zu vergessen. Sollten wir diese Entwicklung verschlafen und andere machen das Rennen soll mich auch keiner mehr fragen wie wir es schaffen sollen.

Erhard Renz

Ringgenbach Photovoltaik auf der Mülldeponie

Mittwoch, den 12. August 2009 von Erhard Renz

“Photovoltaik schafft tausende Arbeitsplätze” unter diesem Titel informiert Photovoltaik Online über die Entwicklung der Photovoltaik speziell in Baden-Württemberg. Es wird von Jobmotor und 10.000 Arbeitsplätze gesprochen und viel gutes berichtet. Dazu zeigt man eine (unfertige) PV-Anlage auf einer Mülldeponie und gibt als Bildquelle EnBW an. Natürlich stimmt das alles. ABER

WER HAT SIE GEBAUT?

Ich zeig mal ein Bild von der fertigen Anlage. Die Leistung beträgt 1.150 kWp und wurde mit Modulen von Day4Energy gebaut.

Photovoltaik auf Mülldeponie

Ihr könnt diese größeren Anlagen von uns natürlich bei den Referenzen ansehen.

Erhard Renz

Erneuerbare Energien Branche ist satt und schläft den Schlaf der Gerechten

Sonntag, den 26. April 2009 von Erhard Renz

Na ja ob sie geschlafen haben weiß ich nicht. Jedenfalls waren sie nicht auf den Demos an den Atomkraftwerken. Anscheinend sind den vielen Mitarbeitern in der Branche nicht die Abhängigkeiten von der Politik bewußt. Der Rohstoff der erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne kommt nun mal natürlich vor. Das bedeutet entweder man nutzt diesen Rohstoff wenn er da ist oder er ist weg. Allerdings wenn dieser Rohstoff nicht da ist, dann brauchen wir noch Lösungen. Diese Lösungen werden nicht kommen wenn wir die unflexiblen Atomkraftwerke weiterlaufen lassen. Was wir könnten wenn man uns unterstützt und nich blockiert hat die Branchenprognose 2020 gezeigt:

Entwicklung erneuerbare Energien bis 2020

Die entscheidenden erneuerbaren Energien werden also die Windenergie und die Photovoltaik in Deutschland sein. Beide Rohstoffe Wind und Sonne kommen natürlich in Deutschland in Unmengen vor. Leider nur dann wenn die Natur es möchte. Was benötigen die Menschen maximal in Deutschland an Strom?

Jahreshöchstlast

Die Jahreshöchstlast lesen wir aus dieser Grafik wird 76 GW sein. Wohlgemerkt die Höchstlast, an vielen Tagen wird dieser Wert nicht erreicht. Auf der ersten Grafik haben wir aber gesehen, die Photovoltaik wird 40 GW Leistung installiert haben. Diese Leistung wird im Sommer jeden Tag um die Mittagszeit na ja mal konservativ geschätzt 30 GW zur Verfügung stellen. Wenn dann noch ein paar GW Windstrom, Wasser oder Bioenergie dazukommen bleibt für die konventionellen Kraftwerke nicht mehr viel übrig. Die müssten ihre Atom, Kohle oder Gaskraftwerke abschalten.

Das wollen die aber nicht. Deshalb werden Sie mit aller Macht versuchen diese Branchenprognose nicht Realität werden zu lassen. Vollkommen unverblümt schreibt dies die FDP in ihrem Programmentwurf für die Bundestagswahl. Die FDP will das EEG durch einen Handel mit Grünstrom-Zertifikaten ablösen.

Liebe Mitarbeiter bei den erneuerbaren Energien ich sag schon mal tschüß zu euren Arbeitsplätzen.

Sonne und Wind sollen nachrangig hinter den anderen erneuerbaren Energien einspeisen dürfen. Wie soll denn das gehen? Auf jeden Fall wird die Wind und Solarbranche erheblichen Druck bekommen wenn die alten Atomkraftwerke weiterlaufen dürfen und wird verantwortlich gemacht werden wenn diese nicht rund um die Uhr ihren Drecksstrom verkaufen können.

Deshalb wird die Atombranche nichts unversucht lassen zuerst eine genehme Regierung (incl. FDP) zu bekommen um uns anschließend an den Kragen zu gehen.

… und dass wollt ihr ohne Gegenwehr über euch ergehen lassen?
Ich erwarte am 5.9.2009 eine Karawane von Firmenfahrzeugen die nach Berlin zur Demo fahren.


www.ausgestrahlt.de

Erhard Renz

Photovoltaik in Deutschland

Samstag, den 18. April 2009 von Erhard Renz

Ich kann mich noch an die Überschriften erinnern: Chinesen produzieren Deutsche bezahlen! So oder ähnlich wurde argumentiert wenn es um die “teure” Photovoltaikförderung ging. Es wurde behauptet, die Chinesen produzieren die Solarmodule und in Deutschland werden diese Module installiert und damit vom Stromverbraucher teuer bezahlt. Dass dies zu kurz gedacht war kann ich mit folgender kleinen Statistik entkräften.

PV Entwicklung Deutschland

Ich habe die Produktions und Installationszahlen in Deutschlan der letzten vier Jahre aufgelistet. Die Produktion von Solarmodulen hat sich in dieser Zeit fast verfünffacht von 253 MW in 1.207 MW. Die Installationszahlen sind in dieser Zeit nur verdoppelt worden von 850 MW auf 1.500 MW. Letztendlich hat sich der Prozentanteil der in Deutschland produzierten Module von 30% auf 80% erhöht.

Für 2009 sind ca. 2.100 MW Photovoltaikproduktion in Deutschland anvisiert. Die Kapazitäten werden sogar auf ca. 3.300 MW ausgebaut. Wir werden also immer mehr in Richtung Photovoltaik Exportnation kommen. Was in der Windenergie bereits gelungen ist wird auch in der Photovoltaik langfristig für Arbeitsplätze sorgen.

Photovoltaik Produktion Deutschland
Da wir inzwischen von der Netzparität in Deutschland schon ab 2013 sprechen, werden wir gerade rechtzeitig mit den Fabriken zur Stelle sein wenn die weltweite Nachfrage anläuft. Was wollen wir mehr als in einer umweltfreundlichen Technik viele Arbeitsplätze zu schaffen. :-)

Erhard Renz

Modulproduktion und Gesamt Produktionskosten

Mittwoch, den 31. Dezember 2008 von Erhard Renz

Als letztes der kleinen Serie kurz vorm Jahreswechsel noch die Modulproduktion wie in Photon und von Centrotherm beschrieben. Die Modulfertigung kann als technisch am “einfachsten” dargestellt werden. Aus 60 Solarzellen und einem Glas Kunststoff Verbund wird ein Solarmodul mit einer Leistung von 217 Watt hergestellt. Der Großteil der Kosten (72 Prozent) entstehen für die Rohstoffe wie Glas, EVA-Folie, Rahmen und Anschlussdose.
Photovoltaik Fabrik Modulproduktion

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Erhard Renz

Wafer- und Zellproduktion in Deutschland

Dienstag, den 30. Dezember 2008 von Erhard Renz

Nach den beschriebenen Produktionsteilen für Silizium und den Ingots werden die Wafer- und Zellfertigung in Deutschland beschrieben. Deshalb müssen die zersägten Ingots von Kanada nach Deutschland transportiert werden. DIe kann allerdings ohne weiteres erfolgen da die zersägten Ingots (allerdings auch teuer – Versicherung!) leicht transportierbar sind. Für alle drei Fertigungsstufen reichen jetzt kleinere Fabriken aus. Es werden je knapp 20.000 qm Fläche benötigt.

Photovoltaik Fabrik Wafer-Produktion

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