Solarmafia – dass geht zu weit Herr Pfeiffer
Die Bundesregierung lasse sich nicht erpressen, entgegnete Joachim Pfeiffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag – “weder von der Atomwirtschaft, der Solarmafia noch von Greenpeace”. (Hamburger Abendblatt)
Sehr geehrter Herr Joachim Pfeiffer dass geht zu weit. Wenn Ihnen die Argumente der Solarfreunde zuviel werden dann erwarte ich von Ihnen einen ordentlichen Umgang mit den vielen, vielen Solarkraftwerksbesitzern aber nicht eine diffamierende Beleidigung dieser Menschen.
Ich kann mir schon vorstellen, dass die vielen Solarfreunde und die vielen, vielen Atomkraftgegnern mit Ihren guten Argumenten Ihnen ständig in den Ohren liegen. Diese Menschen deshalb gleich einer mafiösen Verbindung zu unterstellen ist die unterste Schublade. Wir haben in Deutschland ca. 600.000 Photovoltaikanlagen. Vielleicht können Sie sich vorstellen, dass diese Menschen mit Ihren “Pfeifferschen Argumenten” nicht einverstanden sind und mit ihrer unverschämten Einstufung “Solarmafia” schon gar nicht.
Unsere Verbände sind in der Regel Organisationen mit weniger als 5.000 Mitglieder und im Vergleich zu den Lobbyverbänden der konventionellen Energien haben unsere Verbände minimale Beitragseinnahmen.
Aber Sechshunderttausend Menschen/Investoren/Umweltschützer/Solarkraftwerksbesitzer sind keine Solarmafia sondern es sind Menschen die erkannt haben, dass die Energie vor Ort auf das eigene Dach geliefert wird. Diese Menschen sind so schlau, dass sie diese Energie nutzen. Direkt vom Dach im eigenen Haus. Zwischen Dach und Haus ist kein Platz für eine Mafia. Diese Erkenntnis erzählen 600.000 Besitzer stolz an jedem Stammtisch, bei jedem Verein, bei jeder Feier und sicherlich auch gegenüber der Politik. Diese Menschen als “Solarmafia” zu bezeichnen ist eine bodenlose Frechheit!
Ich erwarte von Ihnen eine öffentliche Entschuldigung für diese Entgleisung. Wenn Sie dazu nicht den Mut haben sind Sie für mich nur eine “Pfeife”!

Am 31. August 2010 um 23:35 Uhr
Mein Kommentar zu “Solarmafia” in Kopie auch hier für die Öffentlichkeit – nennen wir es “offenen Brief” an die Damen und Herren vom Abendblatt und an Herrn Pfeiffer, MdB.
To: briefe@abendblatt.de ; mail@joachim-pfeiffer.info
Subject: Kommentar zu “Solarmafia”
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Pfeiffer,
ich habe mit Interesse den Artikel
“http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1605340/Oezdemir-Regierung-laesst-sich-von-Atom-Lobby-lenken.html”
gelesen.
Dort steht u.a.
“Die Bundesregierung lasse sich nicht erpressen, entgegnete Joachim Pfeiffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag –
“weder von der Atomwirtschaft, der Solarmafia noch von Greenpeace”.
Es muss sich hier um einen Druckfehler handeln und ich bitte um Korrektur:
Es müsste m.E. “weder von der Atomwirtschaft, der Solarwirtschaft noch von Greenpeace” heissen.
Falls dies kein Druckfehler ist und Herr Pfeiffer das wirklich so gesagt hat, so möchte ich mitteilen, daß man vielleicht bedenken sollte, daß es in Deutschland 600.000 Besitzer und Betreiber von Solaranlagen gibt. Ich habe im Moment noch nicht einmal eine eigene Solaranlage, aber ich fühle mich von dieser Aussage persönlich beleidigt und denke, daß es sehr vielen stolzen Besitzern einer Solaranlage ähnlich gehen wird.
Für mich sind solche Sprüche jedenfalls Ansporn, meine geplante Anlage noch schneller auf`s Dach zu bekommen!
Herrn Pfeiffer empfehle ich, nein , ich fordere ihn hiermit dazu auf, diese Aussage so nicht stehen zu lassen sondern sich bei der Solarwirtschaft entweder zu entschuldigen oder sich von dieser sehr abwertenden, ja beleidigenden Bezeichnung schnellstens zu distanzieren.
Mafiöse Strukturen existieren in Deutschland woanders, aber bestimmt nicht in der Solarbranche.
Mit freundlichen Grüßen
Roland Kletzing
Systemadministrator
Am 2. September 2010 um 13:58 Uhr
[...] habe ich aber andere Ansichten wie Herr Pfeiffer. Sein Spruch bezüglich der Solarmafia habe ich noch nicht vergessen. Im Gegenteil ich hab bei Abgeordnetenwatch ihn öffentlich um ein [...]
Am 8. Februar 2011 um 14:45 Uhr
[...] ich am 20.8.2010 hier im Blog schon mit der Äußerung von H. Pfeiffer nicht einverstanden war habe ich bei Abgeordnetenwatch am [...]