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Vorschlag vom Vermittlungsausschuss

Der Vermittlungsausschuss hat sich heute ”schnell” geeinigt. Die Einspeisevergütung soll zwar ab dem 1.7.2010 gekürzt werden aber nicht um 16% wie vom Bundestag beschlossen sondern “nur” um 13% aaabber die 3% sollen am 1.10.2010 “nachgeholt” werden.

Ich würde es kurz so fassen:
Es bleibt also alles wie vom Bundestag beschlossen nur drei Monate lang soll die Vergütung 3% höher ausfallen.

Weiterhin würde ich noch anmerken wollen. Wegen den drei Prozent Peanuts in den nächsten Monaten wäre es weitaus sinnvoller gewesen wenn wir einen Monat früher eine Entscheidung bekommen hätten. Wem soll man dieses rumgeeiere noch erklären?

Bis wir Preise für Module und Wechselrichter haben die auf die Einspeisevergütung “angepasst” sind, bis wir diese Preise unseren Kunden in die Angebote eingearbeitet haben, bis die Kunden sich entscheiden und die Aufträge vergeben. Bis wir die Aufträge umsetzen und realisieren sind wir schon wieder im Endspurt zum 30.9.2010. Wir rennen also wieder einmal rum. Auch wenn es nur um eine Einspeisereduzierung von 3% geht werden wir wieder einen Run bekommen. Den Kampf um diese 3% wird keiner der Kunden freiwillig aufgeben wollen.

Danach wird es wieder eine Preisrunde mit den Zulieferanten, eine Angebotsrunde mit den Interessenten geben und wir haben dann drei Monate Zeit um am Jahresende wieder bei Eis und Schnee den dritten Run hinzulegen.

Eine kontinuierliche Arbeit sieht anders aus. Wie sollen wir bei unserer Personalplanung vorgehen? Die jetzige Bundesregierung hat anscheinend kein Interesse die Photovoltaik gezielt nachhaltig auszubauen. Ich kann dieses rumgegurke nicht gutheissen. Als nächstes werde ich mir das Energiekonzept der Bundesregierung anschauen. Dort geht es zwar um die Entscheidung ob Atomkraftwerke länger laufen dürfen. Aber ich werde dort auch sehen wie der Ausbau der Photovoltaik von CDU/CSU und FDP gewünscht ist. Ich befürchte da ist es nicht weit her. Wir könnten mehr!

2 Reaktionen zu “Vorschlag vom Vermittlungsausschuss”

  1. Ralf Hitzel

    Hallo Erhard,

    was hier von Lobby und Politik als Kompromiss und “Entgegenkommen” für die deutsche PV-Industrie gepriesen wird, ist meiner Meinung nach ein geschickter Schachzug der Solarverhinderer…

    Wem soll die Reduzierung um 13% und 3% bereits drei Monate später helfen? In so kurzer Zeit können keine Produktionskosten entsprechend reduziert werden! Warum 13%/3%, wie kommt man auf so ein Aufteilungsverhältnis?

    Das ganze macht dann Sinn, wenn man berücksichtigt, dass die Degression 2011 ausschließlich vom Zubau der Monate Juni bis September abhängt. Um die maximale Degression von 13% ganz sicher zu erlangen, ist mit dem gestrigen Ergebnis ein entsprechender Anreiz gegeben, dass besonders viel Anlagen im relevanten Zeitraum realisiert werden und nicht erst im 4. Quartal 2010.

    Ich bin gespannt wie der deutsche Solarmarkt auf den 13%-Hammer zum 1.1. reagieren wird. Dieser “Kater” wird länger anhalten als der von der Sylvesterfeier…

  2. Erhard Renz

    Hallo Ralf,

    deinen Sylvesterkater könnte ich ja noch beeinflußen indem ich dir einen ordentlichen Odenwälder Äbbler zukommen lasse! :-)

    Aber mal ernst, ich sehe diesen Vorschlag des Vermittlungsausschußes.ähnlich wie den Stopp des Marktanreizprogrammes(MAP) sowie die angekündigte Verlängerung von Atomkraftwerken als das letzte aufbäumen der traditionellen Energien und deren politischen Vertretern.

    Sie haben immer noch die Hoffnung sie könnten uns verhindern. Damit liegen sie aber falsch! Grottenfalsch!

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