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Photovoltaik Zubau 2009 in Deutschland

Die Bundesnetzagentur hat zwar erst die Zahlen inclusive November veröffentlicht. Ich möchte aber trotzdem die Problematik der unregelmäßig verteilten Photovoltaikmontage anhand einer Grafik mit den echten 2009er Installationszahlen demonstrieren.

Photovoltaik Zubau 2009 in Deutschland

Die Dezemberzahlen habe ich mit 655 kWp geschätz und komme damit auf genau 3.000 kWp installierte Photovoltaik im Jahr 2009. Der Unterschied von 3 MW im Januar zu über 600 im Dezember ist offensichtlich. Es ist auch klar, daß die Statistik der Bundesnetzagentur sicherlich nicht hieb und stichfest ist. Durch die ungleich verteilten Mengen ergibt sich ein riesen Problem. Wieviel Montagekapazität hält der Montagebetrieb vor?

Der rote Balken wären die gleichmäßige Montagekapazität (250 Einheiten) über das ganze Jahr verteilt. Es wird klar, daß die Monteure im Frühjahr ihren Jahresurlaub und ihre Weiterbildungen durchziehen müssen. Trotzdem können sie in der zweiten Jahreshälfte nicht alle Aufträge erledigen. Die zusätzlichen Aufträge müssen an Subunternehmen weitergegeben werden. Da ist auch klar, daß diese Monteure nicht das ganze Jahr PV installieren sondern mit anderen Tätigkeit ihren Unterhalt verdienen.

Es hilft auch nichts während des Jahres die Montagekapazität von 100 auf 400 hochzufahren da dann im nächsten Jahr die vorgehaltene Montagekapazität von 400 Einheiten auf eine Nachfrage von unter 100 trifft! Wobei auch klar sein dürfte, man kann seine Montagekapazität innerhalb eines Jahres nicht vervierfachen. Wer soll denn die neuen Mitarbeiter einarbeiten? Welches Unternehmen könnte sich solch eine Firmenpolitik auch leisten?

Jedem dem an einer hochwertigen Photovoltaik Montage gelegen ist müsste daran interessiert sein diese Differenz zwischen Januar und Dezember zu verringern. Deshalb gibt es inzwischen den Vorschlag im EEG die Reduzierung der Einspeisevergütung nicht in einem Rutsch sondern vierteljährlich durchzuführen. Bei den derzeitigen Perspektiven jährlich um 10% die Einspeisevergütung zu reduzieren wäre es egal ob im Dezember oder Juli die 10% reduziert würden. In jedem Fall gäbe es einen “Kaufrausch” gegen Ende der ablaufenden Periode. Wenn aber diese 10% durch eine vierteljährliche Degression von je 2,5% ersetzt würde, könnte der Verkauf der Photovoltaikanlagen über das gesamte Jahr verteilt erfolgen.

Mit solch einer Massnahme wäre die Nachfrage über das Jahr verteilt und wir die Montagefirmen könnten zusätzliche feste Mitarbeiter einstellen und qualifizieren. Die Idee der vierteljährige Absenkung verdanke ich den bayrischen Solarinitiativen bei denen ich mich von hier aus recht herzlich für diese tolle Idee bedanken möchte. Mein Ziel wäre damit auch erreicht. Keine Photovoltaik Jahresendralley die unsere Monteure bei schlechtem Wetter auf die Dächer treibt. :-)

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