Sigmar Gabriel begeistert von Ralos Vorschlag
“Wir haben uns zwei Jahre wegen der EEG Novelle über die Inhalte des Gesetzes unterhalten. Keiner aus der Branche hat uns diese Probleme aufgezeigt.” Mit dieser Antwort hat mich Sigmar Gabriel ganz schön zum nachdenken gebracht.
Ich gebe zu mein Scherz: “Um solche Dinge zu erfahren müsste der Umweltminister öfter zu Ralos kommen” war etwas dünn. Aber in dem Moment war auch ich ratlos. Warum diskutieren wir bei einer Überarbeitung eines Gesetzes zwei Jahre lang alle möglichen Dinge aber nicht die Arbeitssicherheit unserer wichtigsten Mitarbeitern? Den Monteuren auf dem Dach.
Sind wir schon so weit weg, daß wir nur noch an Klimawandel, Investoren und Rendite denken?
Die Monteure sind die entscheidenden Mitarbeiter wenn es um die 20jährige Qualität geht. Nicht die kompetente Beratung, die freundlich-effiziente Auftragsabwicklung oder die Controller sind die entscheidenden Qualitätsfaktoren. Es sind die Monteure auf den Dächern.
Aber zurück zu der Veranstaltung in Griesheim. DIe Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel waren nach Griesheim zu den 4. Griesheimer Energietage gekommen.
Dort wird seit Jahren eine hervorragende Klimapolitik betrieben. Nach der öffentlichen Vorstellung der Leuchttour und dem Beginn der Eisblockwette hatten wir die Möglichkeit dem Bundesumweltminister die Ralos Vertriebs GmbH vorzustellen und zum EEG etwas zu sagen.
Durch das kurze Programm führte Marcus Merkel der für den Vertrieb Deutschland Verantwortung zeichnet.

Danach stellte Heinrich Dauscher einer der Vorstände der BGI Eco Tech AG ein besonderes Anliegen vor.
Am konkreten Beispiel aus Griesheim konnte er durch Dämmung des Hauses und zusätzlicher Photovoltaikanlage die Kosten für diese beiden nachhaltigen Investitionen auf 40 Euro pro Monat reduzieren. Die Botschaft lautet im Altbau sind enorme Einsparpotentiale in Kombination mit Photovoltaik vorhanden.

Jetzt durfte ich die Ralos Vertriebs GmbH vorstellen. Gnadenlos (Zeitangaben per Zettel!) getrieben von Hans-Peter Hörr dem Leiter des Umweltamtes der für den zeitlichen Rahmen verantwortlich war.
Selten hab ich so einen hellwachen Politiker erlebt der interessiert meinen Darstellungen folgte. Ob es die Bitte war über ihn niemals solche Fotos (Folie 3) wie von Jürgen Trittin zu veröffentlichen. Oder als er mir die Jodtabletten als Fake unterstellte wir hatten eine gemeinsame Sprache gefunden.
Vielleicht liegt es daran, daß er so wie auch ich, von der atomaren Technik direkt betroffen ist. Bei ihm ist es das Lager Asse für radioaktive Stoffe bei mir das Atomkraftwerk Biblis.
Unser Ziel (Folie 35) aber erfasst er innerhalb sekundenbruchteile und seine Reaktion (siehe erster Satz des Artikels) verblüffte mich um so mehr. Dabei hatte ich eigentlich geplant ihm einzeln unsere Argumente vorzustellen. Er benötigte noch nicht einmal unsere Monteurs Modells Sven und Nico die wir vorbereitet hatten.
Sven durfte in der Wintermontur und Nico im Sommeroutfit (kurze Hosen!) erscheinen. Aber auch hier erkannte der Minister sofort, daß Nico (Sommeroutfit) sicherlich der unproduktivere ist da er immer in der Sonne
liegt.
Dass werden wir von Sven sicherlich jahrelang zu hören bekommen, daß er vom Umweltminister als der produktivere Ralos Monteur bezeichnet wurde…
Ich möchte deshalb unsere Idee die wir hier im Blog bereits andiskutiert haben nochmals präzisieren.
“Die Einspeisereduzierung soll bei Photovoltaik nicht am Ende des Jahres sondern am 1.7. eines Jahres erfolgen.”
Als Gründe für diese Änderung führt Ralos folgende Argumente ins Spiel:
Durch die drohende Einspeisereduzierung am Jahresende möchten viele Häuslebesitzer noch “ganz dringend” vor dem 31.12. eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach. Auf die Vertriebsabteilungen wird eingewirkt. Es werden Zusagen von uns gemacht. Trotz aller Planungen können kleinste Störungen (glatte Straßen bei der Anfahrt) im Ablauf zu Verzögerungen (Schnee auf dem Dach) führen die von den Monteuren nicht mehr aufgeholt (max. täglich 6 Std. gute Arbeitsbedingungen) werden können. Es drohen am Ende Montage Verschiebungen die bei einer schlechten Wetterperiode bis ins nächste Jahr reichen können. Die Folge, der Investor erhält eine niedrigere Einspeisevergütung und droht mit Regresszahlungen.
Aufgrund dieses Szenarios wird der Druck auf die Monteure immer größer auch auf Dächern zu steigen obwohl dies mit Gefahr für Leib und Leben verbunden wäre. Die Gesundheit der Monteure geht aber vor allen Rendite und Investitionsentscheidungen.
Auf den Dächern besteht die abrutschgefahr und bei der Kälte kann niemals so sicher und schnell gearbeitet werden wie in den Sommermonaten. Unabhängig davon kann solch eine Montage nie so kostengünstig sein wie eine Sommermontage. Bei einem möglichen Arbeitstag von mehr als 10 Stunden können pro Montageteam viel größere Photovoltaikanlagen an einem Tag realisiert werden.
Ausserdem entsteht durch die bundesweite Nachfrage bei den Solar-Modulen ein Engpass der zu Preissteigerungen führt.
Ich möchte deshalb wie von Sigmar Gabriel angeregt die Diskussion der Branche führen mit dem Ziel zukünftig die Einspeisereduzierung auf den 1.7. zu verlegen. Deshalb werde ich in den nächsten Tagen verschiedenen Gruppierungen anschreiben und zur Diskussion hier im Blog auffordern. Anschließend werde ich dem Umweltminister den Stand der Diskussion weiterleiten.
Als frühestmöglicher Termin und damit als anzustrebendes Ziel habe ich mir deshalb den 1.7.2010 vorgenommen.
Wir werden deshalb schon mal am 30.6.2010 ein paar Tische für unsere Monteure im Biergarten reservieren. Denn dass muß gefeiert werden.
Dieser Erfolg den wir bei Sigmar Gabriel erzielt haben, war natürlich nur erreichbar durch die Unterstützung des ganzen Ralos Teams die mir durch Ihre Unterstützung im Hintergrund den Rücken freigehalten haben.
v.l. Sven, Nico, Anastasia und Katja






Am 6. April 2009 um 13:25 Uhr
Kurze Anmerkung zu einem weiteren Vorteil der Verlegung der Einspeisereduzierung zum 01.07. eines jeden Jahres:
Viele EVU’s setzen uns im Dezember eine Deadline bezüglich des Anmeldezeitpunktes zur Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage, z.B. die HSE in Darmstadt 10.12. in 2008.
Diese Problematik würde im Juni auch wegfallen da Weihnachten nicht vor der Tür steht und die EVU’s wahrscheinlich keine Notbesetzung fahren.
Am 17. April 2009 um 16:39 Uhr
Das hat der Umweltminister super richtig erkannt
Sven
Am 1. Mai 2009 um 10:16 Uhr
[...] von Sigmar Gabriel mit persönlicher Widmung brachte. Wir hatten ja die Möglichkeit die Fa. Ralos auf den Griesheimer Energietagen [...]
Am 9. April 2010 um 20:13 Uhr
[...] Degression im Blog am 20.12.2008 geschrieben. Prominenter war natürlich die Präsentation vor Sigmar Gabriel. Aber sicherlich waren die Solarthemen eine enorme Hilfe diese Idee bundesweit bekannt zu [...]
Am 27. August 2010 um 10:51 Uhr
[...] kommt ist schon bedauerlich. Allerdings kenne ich selbst ja diesen Effekt mit meinem Wunsch einer Sommerdegression statt Winterdegression hat ja auch sehr lange benötigt um Gehör zu [...]
Am 13. Dezember 2010 um 13:12 Uhr
[...] der steigenden Kostenateile zu beschäftigen. Da fälllt mir glatt mein Vortrag vor dem damaligen Bundes Umweltminister Sigmar Gabriel ein. Zumindest war es mir gelungen, daß die SPD diesen Vorschlag aufgegriffen hat. Leider hat die [...]