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Einspeisevergütung 2010

Klar wir haben eigentlich momentan andere Probleme wie die Einspeisevergütung 2010. Aber bevor wir uns in die Arbeit stürzen möchte ich doch noch einmal auf die derzeitige Gesetzeslage für 2010 eingehen.

Der Politik ging die Photovoltaik Entwicklung anscheinend zu schnell. Deshalb hat sie eine Komponente in das EEG 2009 eingebaut die Planwirtschaftliche Züge an sich hat. Was genau im Gesetz steht möchte ich an den Anlagen bis 30 kWp aufzeigen. Es gilt allerdings auch für die größeren Anlagen.

In 2009 erhält man für jede kWh Strom die von Anlagen bis 30 kWp produziert werden 43,01 Cent. Diese Einspeisevergütung soll für Anlage die in 2010 gebaut werden um 8% reduziert werden.
Wenn allerdings bereits am 30.9.2009 bei der Bundesnetzagentur mehr als 1.500 Megawatt (MW) Photovoltaikanlagen gemeldet sind erhöht sich die Degression von 8 auf 9%.
Sind weniger als 1.000 Megawatt gemeldet reduziert sich die Degression auf 7%.

Das bedeutet die Einspeisevergütung können 2010 drei verschiedene Beträge sein.

Wenig installierte Anlagen in 2009 dann 40,00 Cent je kWh ( Degression 7%)
mehr als 1.000 MW neue PV-Anlagen bis Sept. 2009 dann 39,57 Cent je kWh ( Degression 8%)
oder es werden mehr als 1.500 MW gebaut dann sind es 2010 nur noch 39,14 Cent je kWh ( Degression 9%)

Der eigen verbrauchte Strom wird allerdings auch der Degression unterworfen. Hier könnten je selbst-erzeugten und verbrauchten Kilowattstunde Strom 23,26 / 23,01 oder aber nur 22,76 Cent verrechnet werden.

Wie bereits erwähnt sind das die Anlagen für “Haus und Hof” diese Regel gilt aber auch für die großen Anlagen. Dann sehen die Einspeisevergütungsmöglichkeiten folgendermaßen aus.

< 100 kWp wenige PV-Anlagen 38,05 Cent, mehr als 1.000 MW dann 37,64 Cent und wenn viel gebaut wird nur 37,23 Cent.

< 1.000 kWp wenige PV-Anlagen 36,02 Cent, mehr als 1.000 MW dann 35,62 Cent und wenn viel gebaut wird nur 35,23 Cent.

> 1.000 kWp wenige PV-Anlagen 30,03 Cent, mehr als 1.000 MW dann 29,70 Cent und wenn viel gebaut wird nur 29,37 Cent.

Es wird also bis Ende September 2009 spannend bleiben und es wird sich sicherlich erst im letzten Moment entscheiden wie die Vergütungen 2010 aussehen.

3 Reaktionen zu “Einspeisevergütung 2010”

  1. ralosBlog » Blog Archiv » FDP will Solarförderung kappen

    [...] EEG wird die Einspeisevergütung 2010 mindestens um 7% reduziert. Wenn in 2008 tatsächlich viele (mehr als 1.500 MW) Photovoltaikanlagen [...]

  2. PV-Rechner

    Ergänzend zu diesem interessanten Artikel möchte ich noch anmerken, dass bis Sept 2009 die installierte Leistung von 1.500 Megawatt (weit) überschritten wurde.
    Das bedeutet, dass in 2010 eine Degression von 9% zur Anwendung kommt.

    MfG

  3. Solar-und-Windenergie.de

    Ich rechne auch mit einer Degression um die 9 %. Wie mein Vorredner schon sagte, wird 2010 sicherlich nicht viel weniger als 2009 installiert. Die aktuell günsigen Modulpreise das 2010 verhindern. Photovoltaik-Projekte bleiben vorerst interessant für investoren. Noch stimmt nämlich die Rendite.

    l.g

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